Wechselmodell oder!?

    • (1) 06.01.15 - 16:35
      wechsel

      Hallo zusammen,

      evtl. steht eine Trennung an und deshalb bitte ich um eure Meinung bezüglich der Kinderbetreuung. Bisher ist es so, dass ich halbtags arbeite und die Kinder von der Schule/Kindergarten abhole und Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten, Sport, Arztbesuche, Musikschule etc. meine Sache sind. Mein Mann kommt erst abends ca. 19.00 aus der Arbeit, isst dann aber mit den Kindern (und mir) und bringt die Kinder dann jeden Abend ins Bett und morgens aber zu Bus und Bahn.

      Bei einer Trennung würde ich im gleichen Ort in mein Elternhaus ziehen, er hat ein eigenes Haus, in dem wir zur Zeit wohnen.

      Was haltet ihr von dem Modell, dass die Kinder bei einer Trennung wie gehabt nachmittags durch mich betreut werden und er die Kinder abends nach der Arbeit abholt, mit ihnen isst, sie zu Bett bringt etc....Wochenenden, Ferien etc. würden geteilt.

      Wir sind uns grundsätzlich einig - ich bin mir nur nicht sicher, ob es für die Kinder nicht zu viel Stress bedeutet!? Und bitte daher um eure Meinungen und gerne um Erfahrungen.
      #danke
      M.

      • Hallo,
        wo schlafen die Kinder dann? Heißt das er kommt jeden Abend zu euch?

        Bei so einem "Modell" müsst ihr euch aber echt noch gut verstehen. Mit den Vätern meiner Großen wäre sowas undenkbar, ebenso bei den meisten im Bekanntenkreis. Schon ein "klassisches" Wechselmodell eine Woche Papa - eine Woche Mama erfordert eine gute Kommunikation.

        Gruß Katja

        • (3) 06.01.15 - 16:46

          Hi,

          schlafen würden sie dann, wie gehabt, in ihrem alten zuhause, bei Papa. und er bringt sie dann morgens auch wie gehabt zur Schule/Kindergarten. Eine Woche Mama, eine Woche Papa würde bei uns nicht funktionieren, da es bei ihm beruflich gar nicht möglich wäre.

          Danke für deine Antwort#blume

          • (4) 06.01.15 - 16:56

            Schwierig, hat er denn keine Eltern o.ä., die sich um die Kids kümmern können zwischendurch. Ich fänd das heftig, weil die Kinder dann ja echt NUR auf Achse wären. Und wie wollt Ihr das an den Wochenenden regeln, mal bei ihm, mal bei dir im Wechsel?

            Ich hätte bei dem, was du dir da vorstellst, Angst, dass die Kinder dann bei dir überhaupt kein richtiges Zuhause haben/empfinden, weil sie dann ja immer nur nachmittags bei dir sind quasi wie zur Betreuung, bevor der Papa dann kommt und sie mit nach Hause nimmt. Das fänd ich nicht gut. Ich würde es lieber klassisch wollen, also entweder eine Woche bei ihm und eine Woche bei dir (er müsste dann eben zusehen, wie er das Betreuungsproblem löst, entweder durch seine Eltern, andere Verwandte/Vertrauenspersonen oder jobtechnisch es eben anders einrichten (Homeoffice; Stunden kürzen o.ä.) oder wenn das nicht möglich ist, dass er die Kinder am Wochenende nimmt und du unter der Woche. Dann müsstest du sie eben abends selbst ins Bett bringen. Er kann sie ja dann morgens trotzdem zur Schule bringen, indem er dann eben morgens bei Euch vorbeifährt und sie "einsackt".

            Irgendwie klingt Euer Modell egoistisch, als ob IHR möglichst trotz Trennung weiterhin die gegenseitige Entlastung wollt (du deine freien Abende und Morgende, er seine freien Nachmittage), aber wo bleiben da die Bedürfnisse der Kinder, die herumgereicht werden wie Wanderpokale? Find ich nicht gut!

            • (5) 06.01.15 - 17:16

              Hallo,

              danke für deine Antwort.

              Ja die Wochenenden würden dann im Wechsel geregelt; Da wir schon so dicht beieinander wohnen und ich ja nachmittags eh da bin sehen wir auf keinen Fall die Notwendigkeit die Kinder (auch noch) durch Dritte betreuen lassen zu müssen. Egoistisch ist das Modell wohl dahingehend, dass keiner auf seine Kinderzeit verzichten möchte.

              Was das ins Bett bringen betrifft ist das für mich keine Belastung, ist vielleicht falsch rüber gekommen, sondern seine Kinderzeit - da Jobtechnisch nicht anders möglich.

              Mehr Freizeit hätte dadurch Keiner von uns....

              Wann hat ER denn freie Nachmittage, wenn er erst um 19 Uhr von der Arbeit kommt?

      (7) 06.01.15 - 17:11
      Scheidungskind

      Kommt voll darauf an, wie weit sind die Häuser voneinander entfernt? Haben sie in deinem Elternhaus Zimmer, in die sie sich zurückziehen können, sodass ein zu Hause entsteht. Ich denke, dass ihr dass nur bei sehr kurzen Wegen und Rückzugsorten im Haus machen solltet. Wie alt sind denn die Kinder? Können sie schon mitreden? Also sind sie älter als 5 Jahre, dann würde ich sie, sobald ihr euch wirklich trennt, definitiv miteinbeziehen und sie zumindest ihre Meinung dazu sagen lassen.

      • (8) 06.01.15 - 17:19

        Hallo,

        die Häuser sind ca 7 Gehminuten voneinander entfernt. In meinem Elternhaus hätten sie auf jeden Fall auch jeder ein eigenes Zimmer.

        Fragt man die Kinder nach der Meinung sollten Mama und Papa natürlich am besten zusammen bleiben.

        • (9) 06.01.15 - 17:25

          Also würden die Kinder dann quasi bei ihm wohnen und wären bei dir nachmittags zur Betreuung täglich und jedes 2. Wochenende?! Bei der kurzen Distanz sollte das OK sein. Ich fänd es wichtig, dass die Kinder aber auch jederzeit die Möglichkeit haben, z.B, zu sagen, heute möchten sie aber bei dir auch über Nacht bleiben.

          Wäre es nicht für die Kinder besser/gemütlicher, wenn du sie dann in Eurem alten Zuhause betreust? Dann wäre ja alles fast wie immer für sie, nur dass du dann abends eben nicht mehr da bist, aber das Abend- und Morgenprogramm hat ja eh immer dein Mann gemacht, das wäre dann ja für sie nicht sooo eine Umstellung. Ich glaube, das würde mir am Besten gefallen, wenn du dann die Kinder in seinem Haus betreust nachmittags, das wäre auch für die Kinder ein ruhigerer Ausklang des Tages, als wenn sie selbst dann um 19 Uhr noch mal raus müssen, Häuschen-wechsel-dich. So könnten die dann z.B. schon im Schlafanzug sein, wenn er kommt, wenn ihnen danach ist o.ä.! Würde mir irgendwie besser gefallen so als wenn sie dann so spät abends noch mal ihre ganzen Sachen zusammenpacken, anziehen und los müssten.

          • (10) 06.01.15 - 17:35

            Ja genau so ist es zu verstehen.

            Natürlich wäre es besser die Kinder im alten Zuhause nachmittags zu betreuen. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht was ich den ganzen Nachmittag dort anstellen soll. Mein Ex und seine Neue haben bestimmt keine Lust, dass ich alleine in "ihrem" Haus rumgeister und für ihn putzen, kochen oder Wäsche waschen würde ich auch nicht weiterhin ;-)

            Aber Recht hast du auf jeden Fall, es ist blöd dass die Kinder abends nochmal los müssen - darüber müssen wir uns nochmal Gedanken machen.

            Danke für die Denkanstöße

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