schwierige Beziehung zu Mutter

    • (1) 08.01.15 - 12:52
      mirfälltkeinnamemehrein

      Hallo,

      es ist kein Beziehungspost im Sinner einer ehelichen Partnerschaft, sondern es geht um die Beziehung zu meiner Mutter. Da ich leiber anonym schreiben möchte und auch gerne antworten möchte, hoffe ich, dass das Posting nicht verschoben wird.

      Zum Thema: Ich bin Anfang 30, Mutter, verheiratet. Mein Vatre ist verstorben, als ich und mein Bruder jung waren. Mein Bruder ist zwar nicht wesetlich jünger als ich, dennoch bin ich natürlich die ältere von uns und habe diese Rolle auch immer ausgefüllt. Für uns alle brach eine Welt zusammen, als mein Vater starb. Er war in mein Vertrauter, von ihm habe ich mich bedingungslos geliebt gefühlt, er fand mich toll so, wie ich bin. Die Beziehung zu meienr Mutter empfand ich damals schon als anstrengend, mitunter. Sie ist kei wirklich empathischer Mensch und ich wusste zwar immer, dass sie mich lieb hat, aber ich hatte immer das Gefühl nicht so beginungslos. Scheinbar (und hier können meine Kindheitserinnerungen atürlich auch exponiert werden i meinem Kopf) war ich nie genau so richtig, wie ich bin. Ich sollte weniger stur sein, weniger diskutieren, weniger launisch sein, weniger.... Und wenn man so etwas immer hört, dann prägt einen das leider. Ich habe erst jetzt als Erwachsene erkannt: ich bin ok, so wie ich bin. Mit Fehlern, aber ok. Dabei hatte meine Mutter nicht wirklich etwas auszustehen mit mir. Ich war ein super Schüler, hatte weder falsche Freunde, noch habe ich sonst irgendwie teenie Ärger produziert. Ich bin meinen eg gegangen, auch natürlich mit ihrer Unterstützung, habe sie im jahr nach dem Tod meines vaters emotional eorm unterstützt. Dabei gig meine eigene Trauer bzw. das Kümmern um mich kam zu kurz. In Bezug auf sie habe ich nie die körperliche Wärme und Nähe bekommen, die ich schlicht gebraucht hätte. Das hat mir unheimlich gefehlt. Einen Einschub muss ich machen: Meine Mutter hat nach ihrem Wissen das beste gegeben, das wusste ich schon damals. Wir drei hatten dann die nächsten Jahre trotzdem ein schönes Leben. Das ich hier das negative beschriebe verdeckt leider mein tatsächlich schönes Leben.

      So, über die folgenden Jahre haben meine Mutter und mich vieles aufgearbeitet. Antreibender war immer ich. Und wir haben viele Erkenntnisse gewonnen, die gut waren. Für uns beide. Wichtig zu verstehen ist, dass ich tatsächlich nie etwas als Vorwurf gemeint habe. Denn ich war nach dem Tod meines Vatres dabei, habe die unendliche Trauer meiner Mutter erlebt, wie meine eigene. also doppelt sozusagen. Ich verstehe sie. Nur war es mir wichtig Dinge auszusprechen, uns mal auszusprechen, amit wir den anderen verstehen und akzeptieren ohne ständige Erwartungen, die einem das Leben schwer machen.
      Das hat also tatsächlich recht gut funktioniert, auch wenn es mitunter kräfte zehrend war.
      Ich wähnte uns auf einem guten Weg.
      Meine Mutter ist in den letzten Jahren schwierig geworden. Sind wir als Großfamilie zusammen, steht und fällt die 'Feier' mit der Laune meiner Mutter. das wissen alle, aber keine traut sich wirklich dagegen anzugehen. Als ihre Menopause einsetzte (ohne Witz), war die Familie nach einem Jahr verzweifelt. Seit sie Hormone nimmt, ist es gsd wieder besser.

      Trotz dessen, dass ich dachte, wir hären nun die Verständigungsprobleme aus der Welt geschafft, gibt es Probleme. Und ich will mich hier nicht freisprechen von Schuld. Ich schaue immer sehr genau darauf, wie sie auf michn reagiert und interpretiere dieses, bin schnell enttäuscht über Dinge und leider Gotte sspiegelt sich das nahezu sofort auf meinem Gesicht wieder. Da ich ja schon immer als 'launisch' galt, wird mein Verhalten dann in diese Schublade gestopft. Sie selber ist oft angespannt und gereizt im Umgang mit mir. Ich habe lange lange darüber gegrübelt, warum und wie.... Ein paar Clous hat sie selbst geliefert: sie hat sich viel mit Freundinnen und ihren schsestern unterhalten und hat jetzt die Erkenntnis gewonnen: nicht die Mütter sind das Problem, die älteren Töchter sind es! Scheinbar haben andere auch Probleme mit ihren ältesten Töchtern und das spricht sie nun frei von jeglichem Fehlverhalten oder was auch immer. das sie mir dabei den Zonk zuschiebt scheint unbedeutend. ich bin nach langem grübeln zu dem Satz: Sie liebt mich, aber sie mag mich oft einfach nicht, gekommen. Klingt primitiv, aber es drückr genau das aus, was an Gefühlen bei mir ankommt ihrerseits. Wir dehen uns also immer wieder in diesem teufelskreis: ich erwarte Dinge, die meine Mutter nicht auf die Art geben kann, wie ich es gerne möchte. Sie hat ein Rollendenken von mir, dass sie einfach nicht ablegen kann, so sehr ich es auch durchbreche.

      Da für mich ja der gute Weg beschritten war und ich aufrichtig versucht und denke ich auch geschafft habe meinen Teufelskreis zu brechen, steckt sie meines Erachtens in irhem noch drin. Die Frage stellte sich also: warum?

      Wir haben vor kurzem eie Woche Urlaub als Großfamilie verbracht und auf Grund anderer Umstände, ging es mir nicht so gut. Aber ich war weder depressiv, noch launisch etc. Ich war schlicht etwas ruhiger als sonst und zurückgezogener. Scheinbar wurde dies wahrgenommen als launisches Beehmen, was ich bei der betrachtung unserer Vergangenheit als zu erwarten hätte einstufen müssen. jedenfalls kam es zu einem mittleren Streit mit meiner Mutter und a sie zu viel Alkohol getrunken hatte (ein Problem, welches ich bisher nichr erwähnt habe, sie trinkt definitiv viel zu viel und wird ab einem bestimmten Punkt aggressiv) wurde sie schnell gemein. Sie hat mir Dinge gesagt, die mich sehr verletzt haben und ich habe mich komplett zurückgezogen. Am nächsten Tag war sowieso Abreise, seitdem ist Sendepause. Und das fällt mir unheimlich schwer. Ich bin unheimlich Harmoniebedürftig und kann so etwas ganznschlecht ertragen. Meine Mutter war am nächsten Tag nicht unfreundlich, doch zum klärenden Gespräch oder Vertragen kam es nicht. dafür waren auch zu viele Leute um uns.

      Ich habe lange nachgedacht und eine Freundin brachte mich gestern zur Erkenntnis. Eigentlich war mir das schon immer klar, nur hat sie es so pointiert ausgedrückt, dass es mi9r erst jetzt so richtig bewusst wurde: meine Mutter wurde durch mich immer wieder mit Dingen konforntiert, die ihr negative Gefühle bereitet haben. Schuldgefühle etc. Sie verbindet mit mir, vor allem wenn sich Unstimmigkeiten zwischen uns anbahnen, diese Angst, dass ich wieder anfange Dinge aufarbeiten zu wollen und sie sich schlecht fühlt. Und wisst ihr was? Sie tut mir deswegen wirklich leid. Mir war das bisher wirklich nicht so bewusst, und meine Absicht war es schon mal gar nicht! Ich war bereit für einen entspannteren Umgang, für weniger unsinnige Erwartungen dem anderen gegenüber,. Aber meine Mutter hat das nicht so bemerkt. Ihr war nicht klar, dass sich die Dinge verbessern udn schwupps waren wir wieder nach einer kurzen Phase der tatsächlcihen veränderung, drin in unserem Teufelskreis und ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen warum.

      So jetzt steht dieser blöde Streit zwischen uns, wir haben eine Sendepause und ich habe meine Erkenntnis, von der ich absolut überzeugt bin, dass sie zutrifft (auch auf Grun der Dinge, die meine Mutter in jenem Streit zu mir sagte). Aber wie bringe ich das nun rüber? Ich weiß nicht, wie es am anderen Ende aussieht, was sie gerade denkt und fühlt. Es kann durchaus sein, dass ich voller Euphorie ob der Erkenntnis ankommen und gar nicht herzlich empfangen werde (wobei ich eher davon ausgehe, dass meine Mutter sehr versöhungsbereit sein wird). Die Tage Ruhe taten gut zum überdenken und ich will jetzt endlich den wohlverdienten Freiden zwischen uns. Will ihr versichern, dass wir 'gut' sind. Will dort weitermachen, wo wir kurzzeitig schon waren.

      Aber ich habe Angst. Ich bin unheimlich verletzlich, vor allem in Bezug auf meine Mama.

      Das Aufarbeiten in den letzten Jahren hat Kraft gekostet, und auch die Arbeit daran mich selbst zu akzeptieren so wie ich bin, kostet Kraft.

      Ich will ihr obiges sagen und aber auch darum bitten, mich einfach mal so anzunehmen, wie ich bin, Wie sie es auch mit meinem Bruder tut. da fällt es ihr ganz leicht ihn zu nehmen, wie er ist.

      Und jezt sitze ich hie rund grübele, wie ich es anstelle. Mir geht es nicht darum, dass ich nicht der sein will, der den ersten Schritt macht. Derjenige bin ich sowieso meistens. Fas sollte nicht mein Sieg sein. der Sieg soll die entspannte Beziehung sein, die wir uns beide verdient haben. Aber kann ich das hinkriegen, vor allem, wenn ich ansprechen muss, dass ich nicht mehr in schubladen gesteckt werden will?

      Soll ich anrufen oder noch ein wenig warten?

      Ihr seht, mein Posting ist eher ein Erkenntnisbrief, den ich auf etwas andere Art gerne meiner Mutter schicken würde, aber so nicht kann. wer mir antworten möchte, darf das gerne tun, Mut zusprechen wäre ganz nett:-)

      vg

      • Hallo,

        ganz vieles von dem, was Du hier schreibst, kommt mir bekannt vor - es ist aber nicht meine Mutter, sondern meine Schwiegermutter, die ich so verhält.

        Ich glaube nicht, dass es an Dir direkt liegt, sie scheint ja auch andere Menschen mit ihrem Verhalten im Griff zu haben. Natürlich ist es richtig das eigene Verhältnis aufzuarbeiten, wobei das oft nicht wirklich der Grund für ein solches Verhalten ist. Du warst ja schon immer irgendwie verkehrt.

        Mein erster Gedanke war, vielleicht aber auch weil wir momentan in einer ähnlichen Situation stecken, dass ihr Problem in ihrer eigenen Kindheit / Jugend zu finden ist. Vieles, was nicht verarbeitet wurde, was man als Rückkopplung aus der Kriegsgeneration mitbekommen hat findet sich in der Generation unsere Eltern wieder.

        Ich kenne leider sehr, sehr viele Bespiele dafür, dass es in einigen Familien zwischen den Generationen nicht gut läuft - obwohl nichts weltbewegendes vorgefallen ist.

        Vielleicht schaust Du mal weiter in die Vergangenheit zurück und bitte, zieh Dir den Schuh nicht an!

        LG

        • (3) 08.01.15 - 16:21
          mirfälltkeinnamemehrein

          hallo,

          so, ich war so mit den anderen antworten beschäftigt, dass ich jetzt erst auf dich zurückkomme.

          meine mutter hatte liebe eltern. sie wurde von tante und onkel aufgezogen, ihre mutter starb nach ihrer geburt. sie hatte dort ältere geschwister zuzüglich zu ihren leiblichen, die bei anderen verwandten aufwuchsen. heute weiß ich, dass es später probleme mit den cousin-geschwistern gab. aber ich denke, sie stuft ihre kindheit als glücklich ein. aber sie war anders als ihre familie und ich glaube sie liebte ihren onkel-vater mehr als ihre mutter. von der hat sie selber nicht die nähe erfahren, die ich selber vermisst habe als kind.

          der tod meines vaters hat sie auch traumatisiert und das nicht zu knapp. uns alle. aber wir haben es geschafft glücklich zu überleben. ist sicherlich nicht die regel.

          ich habe den eindurck,. sie ist mit vielem unzufrieden. bzw. weiß ich das auch, da wir doch vertraute füreinander sind.

          sie wollte auch schon einmal zu einem psychologen gehen, doch verwirft sie das immer shcnell, wenn es ihr besser geht. ich persönlich bikn da auch zwiegespalten, ob es immer gut ist alles aufzuarbeiten (mag komisch klingen angesichts meiner aussagen, dass wir viel aufgearbeitet haben). mittlerweile versuche ich selber eher darauf zu bauen wege zu finden, wie man besser miteinander umgehen kann. und eigentlich hat das auch eine zeitlung gut funktioniert.

          wir werde sehen. ich denke ich rufe sie heute abend mal an und schaue, wie sie 'drauf' ist.

          VG

      (4) 08.01.15 - 13:31

      --------Wie sie es auch mit meinem Bruder tut. da fällt es ihr ganz leicht ihn zu nehmen, wie er ist.---

      Und, was denkst Du warum das so ist?

      Nimmt er vielleicht Deine Mutter auch einfach so, wie sie ist?

      Ich habe alles gelesen, zweimal sogar....... und ich frage mich wirklich warum Du ständig alles aufarbeiten, analysieren usw, und ihr nun Deine ...... mit Freundinnen erarbeiteten......Erkenntnisse mitteilen willst?

      • (5) 08.01.15 - 14:31
        mirfälltkeinnamemehrein

        Hallo,

        Weil es uns beiden nicht gut geht, wie es ist.

        Weil wir beide eigentlich einander lieben und es anders wollen.

        Ja, ich gebe dir Recht, auch ich bin nicht ohne Fehler. Aber unsere Beziehung hat schon immer leicht gewakelt. bereits als ich noch ein Kind war und dort lebte. Und ich habe meine Mama immer geliebt. Welches Kind tut das nicht? Aber ich habe bereits als Kind gehadert mit den Dingen, die ich oben beschrieben habe. Es ist also nicht, was ich mir als Erwachsene mal eben so habe einfallen lassen.

        Mein bruder, das ist ein anderes Thema, das ich bewusst hier icht rein gebracht habe. Wir haben ein sehr enges Verhältnis. Wir beide, meine Mutter und ich, haben ihn damals, nach dem Tod meines Vaters geschützt. Er hat so gut wie nichts von den Zusammenbrüchen unserer Mutter mitbekommen, er hat unser beider Liebe, eben auch körperliche Nähe, bekommen. Er hatte so gesehen mitunter zwei Mütter. Er ist ein entspannter Typ und war es schon als Kind. Mit wurde vermittelt: er ist entspant, du bist anstrengend. Und das hat sich festgesetzt. wenn ich ih mir heute, bei aller Liebe, die ich für ihne habe, anschaue, so unkompliziert ist er gar nicht. Aber das war seine Rolle und auch wenn er heute mal anstrengend ist, wird das gar nicht wirklich wahrgenommen. Ist aber wie gesagt ein ganz anderes Thema.

        Warum wollte ich aufarbeiten? Weil es mir nicht gut ging. Weil ich unter dem angespannten Verhältnis gelitten habe, meine Mama auch. Aber das ist ehrlich gesagt auch gar nicht das Problem. den wir beide sind uns einige gewesen, dass es uns gut getan hat. Und jetzt muss der Absprung her.

        ich möchte als der Mensch gesehen werden, der ich bin. Und möchte mich nicht verbiegen müssen dafür angenommen zu werden. Ich selber will weiter daran arbeiten zu lernen, dass meine Erwartungen nicht das Maß der Dinge sind. Ich habe durch das Aufarbeiten meine Mutter verstehen gelernt. Ich sehe jetzt, wie sie ihre Liebe ausdrückt und kann das auch annehmen., Aber das geht nicht von jetzt auf gleich, so gern ich das auch will. Daran will ich weiter arbeiten. Denn es ist es wert.

        vg

        • (6) 08.01.15 - 14:48

          **Weil es uns beiden nicht gut geht, wie es ist.**
          Das ist deine Annahme. Es ist wohl eher so, dass es dir nicht gut geht, mit dem, wie es ist.

          Auch meine Tochter ist Anfang 30, auch zwischen uns hat es zeitweise ordentlich gekracht. Wäre es anders, würde ich mir Sorgen machen.
          Ich weiss zum Beispiel, dass sich meine Tochter immer eine andere Art von Mutter gewünscht hat. Eine mit Lockenwicklern und Kittelschürze, die sie behutschelt und betutschelt. War ich nie und werde ich auch nie sein.
          Sie ist auch keine "Traumtochter" aber sie ist meine Tochter, die ich liebe. Da gibts nichts aufzuarbeiten, die Dinge sind so, wie sie sind.

          Wir haben einen recht losen Kontakt miteinander, sie hat mittlerweile ebenfalls eine Tochter und wohnt weiter weg. Sie hat ihr eigenes Leben, genauso wie ich mein eigenes Leben habe. Familienurlaub? Um Himmels Willen, da würden wir alle am Rad drehen.

          Mag für Aussenstehende kalt und lieblos klingen, ist es aber nicht. Weil wir beide eines gemeinsam haben: Wir akzeptieren, respektieren und lieben uns gegenseitig so, wie wir nunmal sind.

          Auch ich bin zeitweise, wechseljahresbedingt, unausstehlich. Na und? Kein Grund, deshalb Hormone einzuwerfen. Meine Tochter ist unausstehlich, kurz bevor sie ihre Tage bekommt, na und?

          Du solltest endlich anfangen, deine Mutter zu lieben, wie sie ist. Ich denke aber, ehe du das kannst musst du ersteinmal anfangen, dich selbst zu lieben.

          • (7) 08.01.15 - 15:05

            Hallo,

            ich gebe dir in deinem letzten Satz zum einen recht udn zum anderen Unrecht. ich liebe meine Mutter. Mehr als sie überhaupt vermuten kann. Wenn mich jemand lieben lässt, dann liebe ich offen und stark und ohne Bedingungen.

            Mich selbst, nein, mich selbst liebe ich nicht. Daran arbeite ich. Ich musste erst lernen, dass es ok ist, so zu sein, wie ich bin. dass es ok ist, ein emotionaler mensch zu sein, der tiefgründige gedanken hat, impulsiv ist, sehr hilfsbereit, dickköpfig ... Mir wurde das aber leider anders vermittelt. Aber daran arbeite ich. Denn leiden kann ich mich ziemlich gut und ich möchte auch nicht anders sein, als ich bin.

            Meine Mutter und ich wollen beide gerne einen mehr als losen Kontakt. Nicht eng, aber auch nicht lose, wie du ihn zu deiner Tochter beschreibst. Nur hatten wir einfach lange Zeit Probleme damit karzukommen. Klingt wiedersprüchlich, ist aber so. Man kann etwas sehr wollen, aber nicht gut damit klarkommen. Wobei ich einschieben muss: meine Erzählung klingt, als wären wir zusammen immer eine Katatrophe. Dem ist aber nicht. Wir haben auch vuiele sehr gute Zeiten, in denen wir unheimlich viel lachen und gerne zusammen sind. Aber das wird eben mitunter sehr überschattet.

            Und nein, meiner Mutter geht es nicht gut so, wie die Situation ist. Das weiß ich, weil sie es so sagt. Meine Mutter tut sich sehr schwer darin ihre Gefühle zu äußern bzw. eher nioch: sich ihre Gefühle selber bewusst zu machen. So kommt dann manchmal an falscher Stelle, vor allem wenn sie zu viel getrunken hat, etwas raus, was ihr Wochen zuvor aufgestoßen ist. Sie weiß das, aber sie hat noch nicht wirklich einen guten Weg gefunden da mit sich selbst klarzukommen. So verquer wie es nach meinem Post klingen mag, aber die engste Vertraue meiner Mutter war lange Zeit ich, und bin neben meinem Steifvater weiterhin ich. Die Rolle ist nicht einfach und auch hier haben wir gelernt uns abzunabeln.

            Was jetzt noch fehlt ist irgendwie die Übung darin, das, was wir erkannt haben, auch umzusetzen. Wir wollen keinen losen Kontakt, also müssen wir lernen das umzusetzen.

            Muss jeztt kurz los, mein Kind abzuholen, möchte aber nachher noch kurz was zu den wechseljahren schrieben. Bis dahin!

            VG

            • (8) 08.01.15 - 15:20

              **ich liebe meine Mutter. Mehr als sie überhaupt vermuten kann. Wenn mich jemand lieben lässt, dann liebe ich offen und stark und ohne Bedingungen.**

              Du machst dir selbst etwas vor, nimms mir nicht übel. Wenn du deine Mutter ohne Bedingungen liebst, wieso kritisierst du sie dermassen, dass es einem beim Lesen deiner Beiträge im Herzen wehtut?
              ** aber sie hat noch nicht wirklich einen guten Weg gefunden da mit sich selbst klarzukommen**
              Ich denke, deine Mutter kommt mit sich bestimmt recht gut klar, aber der Gedanke, dass DU damit nicht klarkommst, macht ihr Kummer.

              Egal was in deiner Kindheit wie gelaufen ist, jetzt bist du erwachsen! Nimm dein Leben endlich in die Hand, entwickele dich, wirf das alte Zeug runter, sei DU, nimm dich selbst an und lenke dich nicht damit ab, was und wie deine Mutter so ist.

              Wenn du mit dir ins Reine gekommen bist, dann wirst du auch mit deiner Mutter um ein vielfaches besser klarkommen bzw. es wird um ein vielfaches besser zwischen euch laufen.

              (9) 08.01.15 - 15:34

              Vor allem musst DU lernen. An die Dinge, die du geschrieben hast, angelehnt, stellen wir uns mal vor, meine Tochter und ich treffen uns, ich locker in Jeans, ausgeschnittener Bluse oder so, auf alle Fälle weitab vom Kittelschürzenlockenwickleroutfit, also so, wie sich meine Tochter immer ihre Mutter gewünscht hat. Wenn es jetzt so wäre, dass sich meine Tochter das immer noch wünscht und ich denke mir dann, auweh, wie wird sie wieder schauen, wenn sie mich so sieht? Da würde ein ganz, ganz blöder Kreislauf anfangen, nämlich so einer, in welchem du und zwangsläufig deine Mutter drinstecken.
              Das hat nichts mit einem lockeren oder eher engeren Kontakt zu tun.

              • (10) 08.01.15 - 16:09

                ich habe mir meine mutter nicht als anderen typ gewünscht, ich habe mir als kind mehr nähe gewünscht. ist das verwerflich? gerade nach dem tod meines vaters hätte ich das driongend gebraucht, die nähe aber, habe ich gegeben und nicht sie.
                und weißt du was? ich habe sie gerne gegeben und habe damit selber auch heute kein problem.

                meine mutter und ich mussten lernen den anderen zu verstehen. und als ich verstanden habe, dass meine mutter liebe einfach ganz anders zeigt als ich, war das für mich ein echtes geschenk. sie zeigt liebe durch gesten. wenn sie mir mal wieder einen korb voller einkäufe mitbringt oder ein oberteil von dem sie denkt, dass ich es mag. ich zeige liebe eindeutiger als sie. ich sage es und zeige es durch berührungen. wir sind da auf zwei ebenen. das zu erkennen hat uns das aufarbeiten gebracht, was meine mutter durchaus gut fand, falls das in meinem ersten posting nicht deutlich hervorging.

                wir waren also BEIDE zufrieden mit dem punkt, an dem wir angekommen waren.

                deshalb hat es mich ja auch aus den socken gehauen, als ich im streit mitbekommen habe, dass sie da wohl doch nicht auf dem gleichen standpunkt ist, wie ich.

                und ja, ich habe die negativen seiten meiner mutter (aus meiner sicht) beschrieben. warum bedeutet das jetzt, dass ich sie icht bedingungslos liebe? macht es nicht gerade diese liebe aus, dass man um die 'fehler' weiß und die liebe trotzdem weiter besteht?

                aber beziehungen sind nicht immer so komplikationslos, als dass man sich komplettt einig ist und nicht auch mal falsche erwartungen hat. das ist utopisch. ich muss meine impulsivität auch steiern in bezug auf meine familie, weil das eben förderlich fürs zusammenleben ist. mein mann würde mir was husten, wenn ich meiner impulsivität freien lauf lassen würde. heisst das jetzt, er liebt mich nicht bedingungslos?

                ja, ich muss meine erwartungen anpassen und das schätzen, was ich bekomme. das ist mein beitrag. ich persönlich finde, meine mutter muss ihre agressivität in den griff bekommen. ob sie das macht, kan ich nicht beeinflussen. aber lieben tu ich sie trotzdem weiterhin. und das weiß sie auch. denn ich sag es ihr:-)

                im übrigen war meine mutter auch keine kittelschürzen mama. im gegenteil. sie ist und war eine überdurchschnittlich coole mutter. ich war mit 13 auf meinem ersten rock konzert mit beiden eltern, mit 15, der wahrscheinlioche jüngste gast beim ac dc konzert. sie ist modebewusst, lustig (wir haben einen ähnlichen humor, gsd:-) und sehr generös.

                muss ich das alles erwähnen in meinem posting oder reicht nicht die versicherung, dass ich meine mutter auch toll finde und sie liebe?

                • (11) 08.01.15 - 17:15

                  Es hätte nicht geschadet, wenn du in deinen Postings auch Positives über deine Mutter geschrieben hättest.

                  **sie zeigt liebe durch gesten. wenn sie mir mal wieder einen korb voller einkäufe mitbringt oder ein oberteil von dem sie denkt, dass ich es mag. ich zeige liebe eindeutiger als sie. ich sage es und zeige es durch berührungen**
                  Sind es nicht beides Gesten, Berührungen oder ein mitgebrachtes Geschenk? Für mich zählt beides gleichstark. Und auch viel stärker als Worte. Worte sind schnell gesagt, Liebe durch Verhalten zeigen ist viel aufwändiger.

                  Ich habe immer noch das Gefühl, du möchtest deine Mutter verändern in die Richtung, die du dir wünschst. Das geht aber nicht.

                  ** ich muss meine impulsivität auch steiern in bezug auf meine familie, weil das eben förderlich fürs zusammenleben ist. **
                  Um Himmels Willen, dein Leben scheint ja ein permanentes Sichzusammenreissen zu sein.

                  **mein mann würde mir was husten, wenn ich meiner impulsivität freien lauf lassen würde.**
                  Mit was Husten ist bestimmt ein Gesprächsauftrakt gemeint, ja? Ach wie schön, ihr würdet miteinander sprechen, statt du durchs zurücknehmen und indichhineinfressen frustriert und unzufrieden zu sein

                  **heisst das jetzt, er liebt mich nicht bedingungslos?**
                  Zum Einen ist die Beziehung zum Ehemann eine andere als die Beziehung zur Mutter, (sollte sie jedenfalls sein) zum anderen kann man eigentlich erst dann einen Menschen bedingungslos lieben, wenn man sich selbst liebt und zu sich und seinen Macken steht. Dann ist auch der (Ehe-)Partner dazu fähig.

                  • (12) 08.01.15 - 19:46
                    mirfälltkeinnamemehrein

                    **mein mann würde mir was husten, wenn ich meiner impulsivität freien lauf lassen würde.**
                    Mit was Husten ist bestimmt ein Gesprächsauftrakt gemeint, ja? Ach wie schön, ihr würdet miteinander sprechen, statt du durchs zurücknehmen und indichhineinfressen frustriert und unzufrieden zu sein

                    moment mal, ich oder er sind weder furstriert noch nehmen wir uns zurück. du verdrehst mir die worte im mund. und ehrlich gesagt habe ich keine lust mich konstant zu rechtfertigen. das gefühl habe ich mit dir.

                    afangs hatte ich das gefühl du gibst eine offene ehrliche meinung und fand deine art und weise zwar sehr offensiv, aber nicht unangenehm. aber jetzt wirkst du unfreundlich und stellst dinge in meinem leben in frage, die erstens nicht zur debatte stehen und zweitens auch kaum durch ein posting bzw. eine aussage dahingehend abzuurteilen sind.

                    ich wünsche dir aber noch einen schönen abend und bedanke mich für deine ersten postings.

              (14) 08.01.15 - 16:14
              mirfälltkeinnamemehrein

              ach, die wechseljahre:

              die fingen bei meiner mutter mit körperlichen beschwerden an und das war wirklich schlimm für sie. nicht nur hitzewallungen, sondern auch und vor allem knochen und gliederschmerzen.

              es folgten dann jedoch extreme agressivität. sie wurde schlicht durchtbar gemein. vor allem, wenn sie etwas getrunken hatte, dann potenzierte sich das alles noch. ich werde hier keine einzelheiten zu den gegebenheiten aufschreiben, denn diese dinge möchte ich nicht nach außen tragen. aber es war wirklich schlimm. sie beleidigte, und ja, tyrannisierte uns regelrecht. bis sie hormone verschrieben bekam (nicht auf mein dängen hin, falls das angenommen wird, ich bin kein freund von hormonen und habe ich eher abgeraten, aber gsd hat sie nicht auf mich gehört...).

              um sich zu entschuldigen für ihr verhalten hat sie uns alle zum winterurlaub eingeladen. sagen, dass es ihr leid tut ist eben nicht ihr ding. das wusste ich da schon und habs angenommen:-)

          (15) 08.01.15 - 15:36

          -----ich liebe meine Mutter. Mehr als sie überhaupt vermuten kann. Wenn mich jemand lieben lässt, dann liebe ich offen und stark und ohne Bedingungen.---

          Bedingungslos lieben ist genau das Gegenteil von dem, was Du hier über Deine Mutter schreibst.

          • (16) 08.01.15 - 15:40

            Vielleicht haben wir das Geschriebene falsch verstanden und die Tochter ist der Meinung, die Mutter lässt sich nicht von ihr lieben, weshalb die Tochter die Mutter zwar lieben, aber nicht bedingungslos lieben kann. Vielleicht erscheint in diesem Licht das viele Geschriebene....... sinniger?

          (19) 08.01.15 - 15:58
          mirfälltkeinnamemehrein

          wenn ich einen abriss der vergangenen ereignisse schreibe, dann kommen da natürlich viele dinge geballt vor, die ich als unschön empfunden habe. wie sollte ich sonst erzählen, worum es geht? und natürlich habe ich meinen anteil daran, was passiert ist, als ich erwachsen war. das habe ich auch nicht negiert.
          ich liebe meine mutter noch genau so, wie ich sie als kind geliebt habe. und ich möchte gemau das, was ich schon als kind wollte: diese liebe genuso erwidert wissen. als erwachsene habe ich gelernt, dass meine mutter ihre lieben eben anders ausdrückt als ich. wo ich offen und klar bin, ist sie das gegenteil. sie zeigt über gesten, ich vornehmlich durch worte.

          jetzt weiß ich das. als kind nicht. und natürlich hat es eine weile gedauert, bis wir das zwischen uns geklärt hatten. einfacher wäre es mittels einer familientherapeutin gewesen im zuge des todes meines vaters. gab es aber nicht, also sind wir da selber durch.

          ich habe es verpasst zu schreiben, dass meine mutter es durchaus auch gut fand,. dass wir dinge geklärt haben. es ist nicht so, dass ich sie konstant gegen ihren willen gedrängt habe. im gegenteil.

          meienr mutter fällt es schwer sich in die gefühlswelt anderer hinein zu versetzen. auch das musste ich lernen. ich habe immer erwartet, sie müsste doch sehen was das problem ist. bein, muss sie nicht, denn sie ist anders als ich. aber so eine erkenntnis kommt einem nicht unbedingt zugeflogen.

          und wenn kritisiert wird, dass ich meine mutter und auch ihre fehler beschreibe, bedeutet das, das ich sie nicht bedingungslos liebe? ich sage: das gegenteil ist der fall: ich habe sie immer geliebt und tu das auch heute, obwohl ich um ihre fehler weiß. genau, wie es sein sollte. oder liebt man nur bedingungslos, wenn man sich vormacht der andere wäre perfekt?

          • (20) 08.01.15 - 16:26

            Bedingungslose Liebe verbinde ich mit guten, positiven Gefühlen.

            Du beschreibst Dich so---------

            meine Mutter wurde durch mich immer wieder mit Dingen konforntiert, die ihr negative Gefühle bereitet haben. Schuldgefühle etc. Sie verbindet mit mir, vor allem wenn sich Unstimmigkeiten zwischen uns anbahnen, diese Angst, dass ich wieder anfange Dinge aufarbeiten zu wollen und sie sich schlecht fühlt.------------

            jemand der mir ständig Schuldgefühle macht, micht nervt und mir negative Gefühle bereitet......... jede Regung in meinem Gesicht analysiert und mir mit endlosen Schwafeleien Angst bereitet, dem nehme ich nicht ab dass er mich bedingungslos liebt.

            • (21) 08.01.15 - 20:19
              mirfälltkeinnamemehrein

              ich schrieb aber dazu, dass ich vermute, dass sie so fühlt und daher so überzogen reagiert hat. so aggressiv an dem abend.

              aber um es hier mal abzuschließen. ich habe vorhin mit ihr telefoniert und wir haben den streit aus der welt geschafft und die sache geklärt. sie fühlt nicht so, wie von mir oben beschrieben. sie möchte, wie ich, dass wir entspannt miteinander umgehen. sie hat sich entschuldigt für ihr aggressives verhalten und ich mich für meine aktion.

              ich finds schade, dass meine aussage, dass meine mutter das aufarbeiten genauso brauchte und wollte, wie ich, hier nicht für voll genommen wurde. es war eine vermutung von mir, dass sie angst hat, dass wir wieder anfangen.

              und ja, natürlich habe ich hier die negativen dinge geschrieben. ich wollte ja auch mein problem darstellen. aber ich sehe ein, dass es wohl nicht möglich ist in ein paar absätzen alles so rüberzubringen, wie man es auch meint.

              danke trotzdem für deine mühe hier.

              und eins würde ich dir gern noch ans herz legen. ich war schon verletzlich, als ich hier schrieb. mir ist klar, dass einem niemand nach dem mund redet. aber du hast mti einer anderen userin quasi im nebenstrang geplaudert, wie anstrengend ich scheine etc. das war nicht wirklich nett und ich kam mir recht dumm vor hier überhauot auf die idee zu kommen nach meinungen zu fragen.

              vg

              • (22) 08.01.15 - 20:40

                Wer hier schreibt muss damit rechnen, auch Antworten zu hören oder User zu Unterhaltungen anzuregen, die einem nicht passen.

                Aus deiner Antwort entnehme ich aber, dass es wohl doch so ist, wie ich es vermutet habe: Du denkst und interpretierst das Verhalten deiner Mutter nach deinem Gutdünken und in Wahrheit denkt deine Mutter total anders.

                Entweder deine Mutter ist sehr, sehr gutmütig oder aber, du hast es geschafft, ihr ein sehr, sehr schlechtes Gewissen einzureden, weshalb sie so reagiert, wie sie reagiert.

                Du brauchst dir nicht dumm vorzukommen, dass du hier geschrieben hast, im Gegenteil, nimm die Antworten hier als Chance, deine Art, Dinge zu interpretieren, zu überdenken und andere Sichtweisen zuzulassen. Und den Menschen und speziell deiner Mutter ein eigenes Wesen zuzugestehen.

                Und schlussendlich noch ein Tipp: Auch du bist Mutter. Was ist, wenn deine Kinder eines Tages so auf dich reagieren, wie du auf deine Mutter. Wie fühlt es sich an? Mach was aus dieser allerersten Empfindung bei dem Gedanken daran.

                Ich wünsche dir nicht nur einen schönen Abend, sondern die Kraft, dein Leben für dich auf die Reihe zu bekommen. Ehrlich!

(23) 08.01.15 - 15:13

Mmmh, nimm es mir nicht übel aber........ es ist schon wirklich sehr anstrengend nur zu lesen was Du schreibst. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre Deine Mutter und müsste mir das alles anhören........ darüber reden und diskutieren und das jetzt schon seit Jahren.

Ja, vermutlich würde ich schon dicht machen, wenn ich nur schon wieder Dein Gesicht sehe ( darauf bezogen, dass Du schreibst man sieht Dir alles sofort im Gesicht an)

Und dass es immer angespannt ist, wundert nicht wenn Du schreibst, dass Du alles sofort auf Dich beziehst....... jede Regung in ihrem Gesicht.

Manche Menschen sind wie sie sind, man kann es tot diskutieren, ständig analysieren und grübeln.......

Man kann es aber auch versuchen anzunehmen und das Beste daraus zu machen.

Setll Dir vor, Deine Mutter gibt es morgen nicht mehr. An was würdest du Dich gerne erinnern? An die ganzen, ermüdenden Diskussionen und Verhaltensanalysen?

  • (24) 08.01.15 - 15:50
    mirfälltkeinnamemehrein

    na klar klingt es ermüdend! es ist ja auch ein konzentrierter bericht über probleme. hätte ich alles andere mit eingefügt, wäre es ein roman. damit meine ich die guten dinge.- hier schreibt man nun mal über probleme und nicht, wiel man gerade mit einer situation zufrieden ist.
    das erste jahr nach dem tod meines vaters war ein grauen. die jahre danach waren wir glücklich mit uns (auch wenn wir atürlich weiterhin auch um ihn getrauert haben). wir hatten tolle zeiten und ob das nun gut oder schlecht ist, aber ich war die vertraute meiner mutter. hat es nahe gebracht, aber war auch nicht immer gut. auch die jahre danach, als ich von zu hause auszoge (vorher kam es noch zur patchworkfamilie, wobei ich ihr ein echter stützpfeiler war. ich hab meinen stiefvater mittlerweile wirklich lieb und bin froh, dass er in ihr und damit unser leben getreten ist), eine familie gründete etc. haben wir uns großteils gut verstanden. bis auf die gegebenheiten eben, die ich beschrieben habe. wir haben ja nicht jedes mal, wenn wir usn gesehen haben gestritten bzw. etwas analysiert.

    wären wir nicht so eng miteinander, wäre es wahrscheinlich alles weniger verzwickt.

    ich finde es ein wenig schade, dass hier mitunter einfach gesagt wird: akzeptiere, wie es ist und verschone deine mutter.

    zählt gar nicht, dass es für mich (und auch sie, wie sie selbst sagt) es wichtig war bestimmte dinge zu klären? ist es nicht besser sie miteinander zu klären als jeder für sich bei einem psychologen?
    sie hat fehler früher gemacht, die ich ihr nie vorwerfe. bzw. nicht vortrage als beschuldigung und das weiß sie auch! fakt ist aber, dass bestimmte dinge, vor allem nach dem tod meines vaters, schief gelaufen sind, die ich damals nicht steuern konnte. wir haben sie aufgearbeitet, fanden das beide wichtig (auch etwas, das ich scheinbar nicht klar genug ausgedrückt habe) und dann war GUT! wir haben es zu ende gebracht. dass sie das nicht verinnerlicht hat kann doch nicht durchweg mir angelastet werden.

    ich hatte erhebliche gesundheitliche probleme in de letzten monaten, welche durchaus rechtfertigen, dass ich eben nicht nur mit partylaune durch die gegend laufe. da ich weiß, dass meine mutter sich schwer tut damit sich mit problemen anderer auseinanderzusetzen habe ich das akzeptiert und es ihr nicht übel genommen, dass sie mir nicht wirklich unterstützung angeboten hat. das ist mein:

    "Man kann es aber auch versuchen anzunehmen und das Beste daraus zu machen."

    im umkehrschluss bin ich aber launisch, weil es mir nciht gut geht und ich nicht dauerhaft gute laune verbreite? ja, sie hat da wahrscheinlich bammel gehabt, ich komme wieder mitirgendetwas an. aber dem war nicht so. und ich finde immer noch, dass man jemanden nicht für etwas bestrafen sollte, was dieser nicht getan hat bzw. vor hatte zu tun. das ist dann ihr problem, um es mal platt auszudrücken.

    da ich aber bin, wer ich bin, will ich den streit beenden, der da noch unterschwellig schwelt.

    ich will und tu das auch bereits, so annehmen, wie sie ist. auch wenn das durch meine erzählung der vegangenheit durcheinandergeraten ist. ich tu das seit geraumer zeit so und möchte das auch gerne umgekehrt.

    ich denke, ich werde sie nachher einfach anrufen. dann gibts kein grübeln mehr.

    VG

Mir fällt dazu nur ein, Du bist Anfang 30, hast Familie, bist selber Mutter.

wie wäre es, wenn Du Dich mal ein wenig von Deiner Mutter abnabelst. Sie scheint mir irgendwie der Mittelpunkt Deiner Welt zu sein - das halte ich für weniger "gesund".

Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte Deine Mutter nicht den richtigen Platz bei Dir. Ich weiß nicht wie ich es genau ausdrücken soll, aber es kommt mir nicht wie ein gesundes Mutter Tochter Verhältnis vor - zu viel, zu nah dran, zu abhängig voneinander bzw. Du von ihr. Du hechelst da permanet etwas nach, was Du von Deiner Mutter nicht bekommst. Vielleicht auch gar nicht bekommen kannst.

das kann durchaus durch den frühen Tod Deines Vaters begründet sein...

Habt ihr alle mal eine Familientherapie oder sowas gemacht?

Lichtchen

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