Solten sich 2 leidenschaftliche Workaholics Kinder anschaffen?

    • (1) 08.01.15 - 20:21

      Wir haben im Bekanntenkreis ein Paar Sie 29 + Er 33, beide in verantwortlichen
      Positionen mit 120% Engagement und mind. 60 h Wochen.
      Geld spielt keine Rolle, sie lieben sich aber treffen sich kaum, es keimt der
      Gedanke auf daß sie ja eigentlich mal Kinder wollten und es nun Zeit wird.
      Wir haben uns daraufhin angeschaut und gesagt :"Guter Vorsatz aber bei

      eurem Leben unmöglich!"

      Sollten sich 2 leidenschaftliche Workaholics Kinder anschaffen?

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      • Bekannte von uns haben das gemacht, beide sehr karriereorientiert - haben jetzt eine Tochter. Sie tut mir leid, ist schon sehr jung sehr viel fremdbetreut worden - mit 14 Monaten in die KiTa und dann recht schnell von 7Uhr30 bis 16Uhr, dann von einer Tagesmutter abgeholt bis abends um acht einer der beiden von der Arbeit kommt.

        Ist doch nicht so das wahre für das Kind :-(

        • So haben wir das beim 3. Kind auch gemacht.
          Mit 8 Wochen zur Tagesmutter, mit 18 Monaten in den Kindergarten 45 Stunden pro Woche.
          Um 16.00 abgeholt vom Au pair.
          Ich denke jeder darf das selber entscheiden, und arbeitenden Eltern,die in ihrem Beruf aufgehen, Kinder abzusprechen, finde ich doch sehr anmaßend.

          Wieviel Zeit ist den genehm?
          Muss man als Vater oder Mutter um 12.00 zu hause sein oder doch spätestens um 16.00 um das Kind vom Kiga zu holen.
          Viele Berufe haben andere Arbeitszeiten.
          Einzelhandel, Ärzte, Krankenschwester, Gastronomie. Nicht jeder kann sich das aussuchen.
          Sicher ist aber dass Kinder essen müssen und ich als Mutter das dafür notwendige Geld erst mal verdienen muss oder als Vater genauso.

          Zu hause sitzen und von Hartz 4 leben ist für mich keine Alternative.

          • Nun ja. Wenn ihr ein Aupair habt, wäre es ja wahrscheinlich nicht so, dass ihr von einem vollen oder eineinhalb Gehältern nicht leben könntet und Hartz4 bekommen müsstet.
            #immer schön den Ball flach halten#

            • Das Au pair hat nicht viel gekostet.
              Nur Unterkunft und Taschengeld.

              Das haben wir auch insgesamt nur zwei Jahre gemacht.
              Ausserdem hab ich keinen Bock auf ein ödes Hausfrauendasein.
              Ich mach mich finanziell nicht unnötig abhängig und verblöde beim Windelwechseln und Kleinkinder -bespassung.:):):)
              Geistiger Anspruch ist für mich was anderes.
              Wie du schon sagtest: Ball flachhalten.
              Und wenn ich Millionär wäre, wuerde ich 12 Stunden arbeiten, 10 Kinder kriegen und für jedes ne Nanny.
              Was hast du für ein Problem?
              Männer arbeiten , wie ich hier quergelesen habe gerade weil sie Kinder haben, 50 oder 60 Stunden.

              Viele Frauen beschreiben hier, dass sie den ganzen Tag allein sind und der Mann durch Abwesenheit glänzt.

              Teilweise sogar einen auf Wochenddaddy macht.
              Als Frau darf man das nicht,
              Ich denke doch.

              • (6) 09.01.15 - 14:03

                Und warum hast du dir dann gleich 3 Kinder angeschafft ?! Kinder zum einen auf schön Wetter machen als Wochenendmama oder wie #klatsch

                • Ganz genau.
                  Männer machen das doch auch.
                  Dienstreisen unter der Woche oder lange Arbeitstage sind da ganz normal.
                  Das mache ich nicht anders.
                  Warum soll es bei einem Mann gehen und bei einer Frau nicht?

                  • Wie mans macht, ist es sowieso falsch. Fängt man wieder früh an zu arbeiten, ist man ne Rabenmutter, will man länger als ein Jahr zuhause bleiben, hat man keinen Bock auf Arbeit. Egal wie, es findet sich immer Jemand, der gegenwettert. Hab ich auch grad erlebt und durfte dann lesen, dass in der DDR die Mütter ja auch alle viel früher wieder arbeiten gegangen sind.

                    Jedem das Seine. Auch Kinder, deren Mütter Vollzeitmama waren, können vernachlässigt aufwachsen.

                    (9) 10.01.15 - 09:52
                    nichtbachvollziehbar

                    Gehen tut es schon aber dann sollte doch wenigstens der papa zu hause bleiben wenn die frau Karriere machen möchte.

                    Weisst du was ihr dem kind antut wenn ihr beide nie für es da wart?!
                    Bei uns geht ganz klassisch der mann vollzeit arbeiteb und ich bin zuhause mache haushalt, kinder, kochen und nebenbei selbstständig , was ich aber abends mache wenn die kids schlafen.

                    Es hungert keinet und es ist immer genug geld da, also schieb es nicht auf "man muss ja arbeiten um essen zu haben" dieae nummer kannst du deinen kind jetzt noch verkaufen wo es klein ist aber irgendwann wird es wissen das du lieber arbeiten bist und keine lust auf dein kind hattest!

                    Kinder bespassen gehört nunmal dazu und sollte anstatt eine last zu sein dir spass machen.

              Es geht doch nicht ums "dürfen"!?

              Wenn ein Kind den Papa nie zu Gesicht bekommt, ist das dich genauso doof.

        Na ja, zwischen Hartz 4 und einer 60-Stunden-Woche liegt noch so einiges.

        Man sollte schon Zeit für seine Kinder haben.

Was bringt so eine Umfrage? Die Antworten sind der totale Blödsinn, sorry!

Es ist doch klar, dass sich das Leben mit einem Kind komplett ändert. Ob man nun vorher viel und in hohen Positionen gearbeitet hat oder nicht.

Das ganze suggeriert ja im Umkehrschluß, dass nur Menschen in weniger verantwortungsvollen/zeitaufwändigen Jobs oder Paare, die ständig aufeinander glucken Kinder kriegen (können)!? #kratz

(14) 08.01.15 - 20:37

>>>Nein,wer in den Job verliebt ist, ist meistens ein Egoist!<<<

Diese Behauptung empfinde ich als recht dreist.

(15) 08.01.15 - 20:51

Hi!

Ich denke, wenn sie beide gerne in ihrem Job diesen Einsatz zeigen und es eben mit Leidenschaft tun, dann müssen zwangsläufig in anderen Bereichen Kompromisse geschlossen werden. Das machen sie ja schon bei ihrer Beziehung, in der sie sich wenig treffen, aber da handelt es sich um zwei Erwachsene, die diese Entscheidung bewusst getroffen haben.

Ein Kind ist halt ein sehr unvorhersehbarer Faktor in der Gleichung - nicht wegen der Betreuung, sondern wegen dem Fokus. Manche machen weiter wie bisher, andere drehen sich um 180° und legen den Fokus von Arbeit oder anderen Hobbies völlig auf das Kind und ich glaube, das ist nicht ganz einfach abzuschätzen bevor das Kind da ist. Es kann die ganze Beziehung massiv aus dem Gleichgewicht bringen, gerade wenn nur einer letztendlich sich durch das Kind ziemlich verändert und andere Schwerpunkte legt.

Ausserdem handelt es sich hier nicht um eine normale Vollzeitbetreuung, sondern eine Übervollzeitbetreuung, falls sie sich nicht von der Arbeit lösen können und/ oder wollen. Ausserdem scheinen sie ja durchaus ein erfülltes Leben haben.

Möchten sie die Kinder, weil man es eben so macht? Das wäre heute doch kein Argument mehr... wegen der Zukunft? Ich kenne ältere Menschen mit einem reicheren Sozialleben, als ich, die ihre Zeit gut ausgelastet haben und sozial, tolerant und in ihrem Rahmen auch offen gegenüber neuen Sachen sind. Dass im hohen Alter der Freundeskreis verstirbt, passiert auch den Menschen mit Kindern und diese sind dann auch kein Ersatz für die Menschen, die dann fehlen.

Ich denke, an ihrer Stelle würde ich mich definitiv nochmals mit der Motivation auseinandersetzen und falls es ein natürlicher Kinderwunsch ist, Überlegungen anstellen, wie die Zukunft aussehen könnte - mit verschiedenen Modellen. Sie haben ja noch etwas Zeit.

LG
margaery

Guten Abend.

Kinder anschaffen? So wie man sich ein Auto oder eine Zimmerpflanze anschafft?

Entschuldige bitte, aber Deine Anfrage ist derart polemisch und dreist gestellt, dass ich davon nichts auswählen kann. Ganz einfach aus dem Grunde, dass ich nicht darüber befinden kann, unter welchen Bedingungen andere Leute Kinder bekommen sollten.

Das geht mich nichts an und Dich auch nicht. Ich nehme an, das Paar hat nicht nach Deiner Meinung gefragt.

Viele Grüße.

(19) 08.01.15 - 20:56

Ehrlich gesagt finde ich es unverschämt, per Umfrage über die Lebensplanung Deiner Bekannten abstimmen zu lassen! Würde jemand irgend eine Entscheidung, die ich treffe, ohne meine Zustimmung irgendwo im www von Fremden "bewerten" lassen, wäre die Person die längste Zeit mein Freund gewesen.

(20) 08.01.15 - 21:14

Ein Kind ist stets eine Entscheidung von mindestens einem Menschen und maximal zwei Menschen....meine Meinung.

(21) 08.01.15 - 21:28

Wirf mal einen Blick auf das Motto in Deiner VK.

(22) 08.01.15 - 21:35

och, mein Mann hat so um die 60-70 Std. gearbeitet und ich gefühlte 24 Std. am Tag.
Beide in Traumjobs....

Wir konnten nur über künstl. Befruchtung schwanger werden....ich habe sogar meinen Job vorher aufgegeben, um die Chance zu erhöhen und es hat geklappt.

Und jetzt? Mein Mann arbeitet fast noch mehr, ich auf 30 Std. Homeoffice und bin jederzeit für meine Kinder da.
Es kommt drauf an, wie man das Familienmodell definiert. Welche Wünsche im Vordergrund stehen,......

Pauschalisieren ist #contra aber es gibt auch Karriereverbindungen, die das Baby nach der Geburt zur Tagesmutter geben....ob man das nun mag oder nicht, sei mal dahin gestellt.

Nicht umsonst gehen viele Freundschaften bei Familiengründung kaputt, weil Einstellungen über Familie, Lebensmodell,, Erziehungen.....extrem voneinander abweichen können und mit einer Freundschaft nicht mehr kompatibel sind.

Lisa

Komische Umfrage. Ohne die beiden persönlich zu kennen, kann man dazu gar nichts sagen. Niemand von uns ist Hellseher und weiß, wie sehr einer von ihnen (oder beide) ihr Leben mit Kind ändern würden, niemand weiß, wie sehr sich doch irgendwie ein Kind in ihren Lebensalltag integrieren läßt. Vielleicht können sie zeitlich versetzt arbeiten, vielleicht macht einer vorrangig Home Office, vielleicht reduziert einer (beide) die Stunden und so weiter. Man weiß es einfach nicht und alle Antworten sind reine Mutmaßung.

Aber nur mal als Denkanstoß: ich kenne ein Paar mit 2 kleinen Kindern sehr gut, die auch extrem karriereorientiert sind, beide arbeiten Vollzeit in sehr verantwortungsvollen Positionen mit vielen Überstunden und es funktioniert trotzdem.

Wie? Sie arbeitet z.B. jeden Abend nochmal 2-3 Stunden, nachdem sie die Kinder ins Bett gebracht hat (sie schläft einfach wenig). Sie sprechen ihre Dienstreisen und planbaren Überstunden untereinander ab und regeln das so, dass möglichst immer einer bei den Kindern ist; sie haben zusätzlich eine feste "Ersatzomi", die die Kinder im frühen Nachmittag von der Kita abholt und betreut - ist mittlerweile wie eine richtige Omi geworden; sie haben eine Putzfrau und bestellen Lebensmittel online, um Familienzeit zu sparen. usw.
Gehen tut das durchaus, wie aber Deine Bekannten gestrickt sind, weiß niemand.

Ich habe nichts angekreuzt, weil mir nichts so richtig passt.

Aber der Satz "sie lieben sich aber treffen sich kaum" sagt mir eigentlich schon alles. Vielleicht sollten die beiden erst einmal ein Leben zu zweit aufbauen und sich kennen lernen, bevor sie an Kinder denken.

Erstens ist es rein ihre Sache und zweitens kannst Du überhaupt nicht beurteilen, wie ihre Planung aussieht, falls sie ein Kind hätten.

Ein Kind "schafft man sich nicht an" - aber die Ausdrucksweise kam ja wohl eher aus Deinem Sprachgebrauch.

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