Zweisamkeit nur durch das verbannen der Kinder

    • (1) 19.01.15 - 08:41
      weiß nicht weiter

      Guten morgen,

      mein Mann und ich haben zwei Kinder im Alter von 14 und 16. Leider kriselt es in unserer Ehe seit einiger Zeit, da mein Mann der Meinung ist zu wenig Zweisamkeit zu haben.

      Ich habe daraufhin versucht ihn dazu zu bewegen, eventuell einmal in der Woche abends für 1-2 Stündchen raus zu gehen, habe ihn immer mal wieder spontan zum essen eingeladen, wollte mit ihm gemütlich was trinken gehen. Meist lehnt er das ab und von ihm kommt in dieser Hinsicht auch überhaupt nichts.

      Nein, er erwartet, dass ich unsere Kinder quasi verbanne, damit wir hier im Haus Zweisamkeit haben. Ich schicke unsere Kids unter der Woche schon um 20 Uhr ins Bett bzw. in ihre Zimmer, dass tun sie auch ohne sich zu beschweren. Kommt aber einmal einer der beiden nochmal runter um etwas zu trinken, bekommt mein Mann einen richtigen Anfall und regt sich laut stark darüber auf. Die Kinder trauen sich mittlerweile schon gar nicht mehr runter zu kommen und schreiben mir Nachrichten, ob es ok wäre, wenn sie noch etwas trinken. Ich finde das schon sehr traurig, aber meinem Mann zuliebe, sage ich nichts.

      An den Wochenenden sitzen die Kinder eigentlich gerne mit uns zusammen, wir unterhalten uns oder schauen gemeinsam Fernseher, häufiger gehen wir dann auch zeitgleich ins Bett. Auch das möchte mein Mann nicht, er hätte am liebsten das sie auch dann um 20 Uhr in ihre Zimmer gehen und am besten auch nicht mehr raus kommen. Ich hingegen finde es schön, wenn die Kinder dabei sitzen, sie erzählen dann von ihren Erlebnissen in der Woche, wir tauschen uns einfach aus. Aus meiner eigenen Jugendzeit kenne ich es von zu Hause her auch nicht anders, ich bin so aufgewachsen. Mein Mann hingegen kennt so etwas gar nicht, er hatte sehr lieblose Eltern die sich nicht für ihn interessierten.

      Nun am liebsten hätte er also, dass ich die Kinder in ihre Zimmer verbanne damit wir Zweisamkeit haben, aber dafür habe ich sicher keine Kinder bekommen! Ich finde, wir könnten uns auch anderweitig Freiräume verschaffen, in dem wir uns Auszeiten gönnen. Außerdem gehen unsere Kinder ja 5 von 7 Tagen freiwillig um 20 Uhr in ihre Zimmer, da bleibt auch noch Zeit für uns. Da wir hier so unterschiedliche Meinungen haben, kommt es natürlich ständig zum Streit in denen er mir vorwirft, ich würde nur an die Kinder denken. Gestern weigerte er sich sogar mit am Esstisch zu essen, mit der Aussage, dass er ja in unsere Gemeinschaft nicht rein passen würde.

      So langsam verzweifel ich wirklich und weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Ich habe ihn schon häufiger zu romantischen Wochenenden eingeladen um ihm zu zeigen, dass mir unsere Ehe und die Zweisamkeit sehr wichtig ist. Von ihm hingegen kommen nur Vorwürfe, aber dass er mal etwas für Zweisamkeit tut kann ich absolut vergessen!

      Wie würdet ihr euch Verhalten, was würdet ihr tun und sehe ich es vielleicht wirklich falsch?

      Lg

      • 1. es ist nicht gut, ihm zuliebe die Klappe zu halten, wenn er sich aufführt wie ein Löwe, der sein Revier seinen halberwachsenen Jungen gegenüber verteidigen muss. Er beisst gerade die Kinder weg, ist ihm das bewusst?
        2. klingt es, als hätte er eine Midlifecrisis.
        3. Sind das auch seine Kinder oder ist er nicht der leibliche Vater?

        Frag ihn mal, ob die beiden ausziehen sollen, jetzt sofort. Und ob er meint, dass er dann glücklicher wäre. Wenn er DIESE Fragen mit JA beantwortet, kannst du ihn getrost hinauswerfen, damit er erst einmal keine Zweisamkeit oder Familie mehr hat, sondern ein wenig EINsamkeit spüren darf.
        Es kann nicht sein, dass die Kinder Angst haben, sich Wasser zu holen, weil Papa sonst motzt. Es kann auch nicht sein, dass er nach Zweisamkeit verlangt, aber nie mit dem zufrieden ist, was du ermöglichst. Was tut er denn für eure schöne Zweisamkeit?

        Ich an deiner Stelle würde da auf die Kinder eingehen und dem Mann sagen, dass es Grenzen gibt. Meine wären da allesamt überschritten.

        Im übrigen ist doch ein 16jähriger eh bald so weit, Abends mit Freunden weg zu gehen, oder? Ich meine, lange dauert es bei euch eh nicht mehr, dann ziehen die beiden davon. Und wenn Papa sich weiter so anstellt, geschieht das früher als vielleicht von dir gewollt.

        Letztlich sagst du, er habe ein gefühlskaltes Elternhaus gehabt. Rächt er sich jetzt dafür an seinen eigenen Kindern? Sieht er nicht, dass das keinen Sinn macht, wenn er seinen Mist weitergibt?

        ich weiss nicht, ob ihr ein ruhiges Gespräch darüber führen könnt, zu zweit. Aber eigentlich sollte er seine schlechte Kindheit aufarbeiten, damit er es bei seinen Kindern besser machen kann. Wenn das nicht schon zu spät ist. Die zwei sind bald aus dem Haus und werden es dann in Erinnerung behalten, wie er sich verhält. Das sollte ihm klar sein.

        L G

        White

        • (3) 19.01.15 - 09:07

          Vielen Dank für deine Antwort.

          Er ist nicht der leibliche Vater, allerdings kamen wir zusammen da waren sie 1 und 3 Jahre alt, kennen somit eigentlich nur ihn als Papa.

          Schon häufiger habe ich versucht mit ihm darüber in Ruhe zu reden, aber er ist leider überhaupt nicht Kompromiss bereit. Er beharrt auf seiner Meinung, dass die Kinder zu viel Zeit beanspruchen und ich keinen Wert auf Zweisamkeit lege. Das er rein gar nichts tut für eine schöne Zweisamkeit, im Gegenteil meine Vorschläge sogar noch blockt, sieht er nicht ein. Er erwartet, dass die Kinder gefälligst auch an den Wochenenden in ihren Zimmern sein müssen.

          Mein ältester Sohn geht hier und da schon mal mit Freunden raus an den Wochenenden, 23 Uhr ist er dann immer wieder brav zu Hause. Das sind dann auch immer Situationen die schwierig sind, da mein Mann dann die Krise bekommt, wenn sich mein Großer dazu setzt und vom Abend mit seinen Kumpels erzählen möchte.

          Ich habe schon versucht meinem Mann zu erklären, dass es doch schön ist, wenn die Kinder gerne mit uns zusammen sind und uns an ihrem Leben teilhaben lassen wollen. Aber leider beiße ich da bei ihm auf Granit, für ihn lege ich einfach nur keinen Wert auf Zweisamkeit...

          • Er sollte definitiv zusehen, dass er seine eigene miese Kindheit aufarbeitet.

            Und an deiner Stelle würde ich mir überlegen, ob ich das weiterhin mit ansehe oder ihm die Grenzen aufweise. Ihr seid eine Familie. Sie sind unter der Woche schon in ihren Zimmern, was will er denn da für eine Zweisamkeit, die ihm gerade so fehlt?
            Ich glaube, er ist einfach generell unzufrieden und schiebt alles auf die Kinder. Wie wäre eine professionelle Beratung für euch als Paar?

            • (5) 19.01.15 - 09:19

              Das habe ich ihm auch schon vorgeschlagen, aber das lehnt er leider auch ab. Er ist und bleibt stur der Meinung, ich verhindere mit den Kindern die Zweisamkeit, weil ich das ja eh nicht möchte, dafür bräuchte er keine Eheberatung bzw. Familienberatung. Auch eine Therapie wegen seiner Kindheit lehnt er ab. So langsam bringt mich das echt zum verzweifeln und weiß wirklich nicht mehr, was ich noch tun soll.

              • Ich würde ihm anbieten, dass er sein Leben OHNE euch verbringen kann. Weil es dich immer noch nur MIT deinen Kindern gibt.

                Ergo: Soll er packen und gehen, wenn du es ihm eh nie recht machen kannst, ausser wenn du deine Kinder sozusagen verstösst.

                • (7) 19.01.15 - 09:27

                  Genau das habe ich ihm auch vorgeschlagen, aber darauf antwortete er nur, dass er das ja nicht kann, da er mich ja lieben würde und nicht ohne mich sein möchte. Danach war es dann mal kurzzeitig wirklich besser und die Kinder durften ohne Kommentare bei uns sitzen, leider hielt das nicht lange an und es ging so weiter.

                  • Wirf ihn mal raus. Zeig ihm, dass deine Kinder zu dir gehören und auch seine "Liebe" da nix dran ändert.

                    Und sag ihm gleichzeitig - oder auch kurz davor (wenn du nett bist) - dass Kinder in der Regel ja erwachsen werden und ihr in 5 Jahren so viel ungeteilte Zweisamkeit haben könnt, wie ihr wollt.

                    Und wer weiss, vielleicht merkt er, wenn die Kinder aus dem Haus sind, dass es gar nicht daran lag.

                    Also. ich weiss nicht, ob ich es erst im Guten versuchen würde, denn so eine latente Ablehnung den Kids gegenüber würde MEINE Liebe schnell zerstören. Und es geht hier nicht nur darum, ob er dich liebt, sondern auch, ob du ihn so lieben willst.

                    Mach ihm das mal klar. Dass er DICH durch sein Verhalten durchaus vertreiben kann. Wenn es denn so ist. Derzeit klingt es eher so, als würdest du lieber schlucken als aufzubegehren. Auch das wird bei deinen Kindern hängen bleiben. Definitiv.

                    (9) 19.01.15 - 12:02

                    Oh man...hör endlich das diskutieren auf!er weiss ganz genau wie bockig und bescheuert er sich benimmt und wenn du weiter ständig nur laberst wird sich nichts ändern.
                    du hast doch selber gemerkt, dass er sich ändert wenn es kurz vor zwölf ist ( wo er dich dann auch mal ernst nimmt)....aber auch nur kurzfristig, sobald er sich wieder sicher ist fängt er wieder an.

                    ...aber...was hast du davon wenn er deine kids nur akzeptiert damit er dich nicht verliert?ich würde es nicht wollen...ihn nicht mehr wollen...

                    deine kinder sind schon 14 und 16.... müssen um 20 uhr im zimmer sein....heftig...nein, traurig...
                    du wirst es irgendwann bereuen dir nicht die zeit genommen zu haben nur weil dein partner dagegen war.
                    irgendwann gehen die kinder ihren eigenen weg und dieser, auch wenn man es vorher weiss, ist immer von heut auf morgen....die zeit JETZT wird nie mehr wieder kommen....nie mehr...

                    alleine schon, dass er auf deine vorschläge nicht eingeht...daran siehst du doch schon das es bockigkeit ist.fördere es doch nicht auch noch in dem du ständig diskutierst....er hat es genauso gut kapiert wie ein kind, was beim ersten mal schon verstanden hat, dass schuhe vor der türe ausgezogen werden, es aber immer wieder versucht damit durch zu huschen,

                    ich könnte mir gar nicht vorstellen meine kinder weg zu schicken bzw. sperren wegen jemanden anderen.
                    das kinder mal nerven und so, man ruhe möchte usw....klar....aber nicht so....

                    ich möchte nicht das meine kinder so etwas vorgelebt bekommen und das deren leben prägt...es gibt so schon genug was unsere kinder prägen wird was nicht immer positiv....aber nicht, wenn ich es verhindern kann....

                    genieße es, dass deine kinder deine nähe so gerne haben :-D

              Hallo,

              er ist schlicht und ergreifend eifersüchtig.
              Er hat sich damals maßgeblich DICH ausgesucht - nicht die Kinder. Die waren halt dabei. Jahrelang hat er den Papa gemacht und jetzt es genug zu sein.
              Jetzt will er SEINE Frau, Ruhe da oben und basta.

              Eine Lösung dazu habe ich jedoch leider nicht.

          (11) 19.01.15 - 10:20

          "Er sollte definitiv zusehen, dass er seine eigene miese Kindheit aufarbeitet."

          Sehe ich genauso!

          An die userin:

          Du siehst doch, dass sich dein Mann völlig irrational verhält, da er für keine noch so logischen Argumente zugänglich ist.

          Du bietest ihm schöne, romantische Wochenenden an und zeigst ihm dadurch, dass er dir wichtig. Er jedoch beharrt weiter stur auf seinem Standpunkt, dass du kein Interesse zeigst.

          Er verhält sich also - warum auch immer - widersprüchlich und möchte nicht von "seiner" Wahrheit abrücken. Das Problem hat dein Mann mit sich selber. Wahrscheinlich verarbeitet er gerade die Erlebnisse seiner Kindheit. Du und deine Kinder sollten aber nicht das Opferlamm sein!

          Du bist es deinen Kindern schuldig, dich klar zu positionieren und ihm unmissverständlichen seine Grenzen aufzuzeigen. Wenn er weiterhin stur bleibt und sich weigert sich SEINEM Problem zu stellen, würde ich mich räumlich trennen. Ich würde nicht zulassen, dass sich meine Kinder in ihrem Heim so unwohl fühlen, sie per SMS erst anfragen müssen, ob sie sich was zum Trinken holen dürfen (!!!). Das überschreitet alle Grenzen und ist indiskutabel!

          Grüße
          Luka

      Ich glaube auch, dass du ganz klar Partei ergreifen musst. Sonst läufst du Gefahr, sowohl deine Beziehung als auch deine Kinder zu verlieren.

      Und noch mal: Ja, es ist toll, dass deine Kinder dir von ihrem Leben erzählen wollen! Du solltest meiner Meinung nach alles dran setzen, dir das gute Verhältnis zu deinen Kindern erhalten. Notfalls ohne Partner.

      Alles Gute, thyme

      Hallo,

      kann es sein, dass dein Mann mit Zweisamkeit auch mehr Sex meint?
      Ich habe das Gefühl, dass die Kerle in unserem Bekanntenkreis ( Anfang- Mitte 40) plötzlich alle meinen, sie müssen nochmal einen auf jungen Hengst machen.

      Von neuer Freundin bis schnelles Auto - alles dabei.

      Aber mehr Aufmerksamkeit von der eigenen Frau ( in Form von Zärtlichkeit/Sex) war da extrem häufig zu hören.
      O-Ton: "Wenn jetzt schon nicht so viel läuft, was ist dann in 10 Jahren! Und dann bin Ich vielleicht zu alt, ´ne Neue zu finden." #schock

      Ich denke schon, er liebt dich, sonst würde er ja nicht Zweisamkeit fordern.
      Und eine Mitlife-Crisis lässt ihn gerade ein bisschen jammern, dass deine Kinder in deiner Liebe vorgezogen werden...

      Alles Gute!

"Gestern weigerte er sich sogar mit am Esstisch zu essen, mit der Aussage, dass er ja in unsere Gemeinschaft nicht rein passen würde."

Offensichtlich ist das so. Mir scheint aber, dass er sich selber aus der Familiegemeinschaft ausschliesst. Was genau kommt denn von seiner Seite - ausser Vorwürfe?

"Ich hingegen finde es schön, wenn die Kinder dabei sitzen, sie erzählen dann von ihren Erlebnissen in der Woche, wir tauschen uns einfach aus."

Das istauch wunderschön, gerade wenn sich deine schon grossen Kinder noch so offen unterhalten! Darum geht es doch in der Familie.

Dass dein Mann eure fast erwachsenen Kinder ab 8 Uhr ins Zimmer verbannt, finde ich schon sehr exzentrisch, um nicht zu sagen vollkommen daneben. Sie fragen per sms, ob sie noch was trinken dürfen? Das ist mehr als eigenartig.

Mir scheint, ihr tanzt in eurer Familie auf Samtpfoten um deinen Mann herum, um ihm ja alles recht zu machen. Er seinerseits nimmt offenbar keinerlei Rücksicht auf eure Bedürfnisse, ist niemals zufrieden zu stellen, trotzt wie ein Kleinkind und betrachtet seine eigenen KInder als Störfaktor.

War er schon immer so oder ist das eine eher neue Entwicklung? Das wäre für mich die entscheidende Frage.

lg thyme

  • (15) 19.01.15 - 09:13
    weiß nicht weiter

    Vielen Dank auch für deine Antwort.

    Das er von den Kindern genervt ist, war schon häufiger so, aber in diesem Ausmaß wie es jetzt ist, ist es erst seit gut 9 Monaten. Leider reagieren nun auch so langsam die Kinder zunehmend genervt auf sein Verhalten und zeigen es ihm auch mittlerweile, was die Situation dann natürlich nicht einfacher macht.

    • Ich würde ihm auch die Grenzen aufzeigen und klipp und klar sagen, dass du das so nicht willst.
      Bei uns habe ich mich auch darum gekümmert, dass wir Zeit für uns haben.
      Von meinem Mann kam nichts.
      Das sieht er aber auch anders.
      Nun sind meine Gefühle für ihn kaum noch da nach dieser einseitigen Beziehungsarbeit

      • (17) 19.01.15 - 09:30
        weiß nicht weiter

        Ja so fängt es bei mir auch langsam an, ich merke immer mehr, dass die Gefühle zu ihm weniger werden. Ich fühle mich, als könnte ich wirklich alles tun was ich wollte, aber nichts ist gut genug für ihn.

        Grenzen aufzeigen habe ich auch schon versucht, dann war es kurz besser, hielt aber leider nicht lange an

        • Ja das ist wohl das Problem, wenn nur einer etwas für die Beziehung tut.
          Irgendwann hat man dann auch keine Kraft mehr und die Gefühle sind weg.
          Ich bin gerade dabei, herauszufinden, ob sich etwas ändert nach einem langen Gespräch und Aufzeigen der Grenzen

    Ist denn vor 9 Monaten irgendwas vorgefallen?

Hallo,

ich muss sagen, ich bin schon sehr erschüttert über die Herzlosigkeit und Kälte deines Mannes#schock!!!! Warum hat er denn Kinder bekommen wollen, wenn er sich jetzt mit ihnen nicht auseinandersetzen bzw beschäftigen will und sie am liebsten immer ihren Zimmern hätte#schock????

Und die eigenen Kinder trauen sich in ihren 4 Wänden ab 20 Uhr wochentags nicht mehr aus dem Zimmer und müssen sogar per SMS nachfragen ob sie noch was TRINKEN DÜRFEN#schock????? Um Himmels Willen, ich bin zutiefst geschockt....das ist doch ihre ZUHAUSE und kein Gefängnis!!!! Da sollten sich alle Familienmitglieder frei und ohne Hemmungen bewegen dürfen! Wie kannst du das als Mutter nur zulassen????

Meine Kinder sind noch jünger, ich kann daher nicht mit Erfahrungen dienen, was es heißt, zwei pubertierende Kinder zu haben...ABER ich kann mich selber noch an meine Jugend erinnern: meine Eltern, meine Schwester und ich sind abends IMMER zusammen gesessen, haben zusammen ferngesehen oder geredet....das war total schön, ich fühlte mich richtig geborgen und wohl:-)! Weder meine Mutter noch mein Vater wären auf die Idee gekommen, mich oder meine Schwester ab 20 Uhr in unsere Zimmern zu schicken (auch nicht wochentags)....im Gegenteil, wir durften immer mitfernsehen (unter der Woche wenn Schule war natürlich nicht so lange als wie am Wochenende), und wir durften uns natürlich JEDERZEIT was zum Trinken oder Essen holen!!!! Warum dürfen eure Kinder unter der Woche abends nach 20 Uhr nicht auch mit euch fernsehen, reden etc? Glaubst du nicht dass sie eventuell gerne mit euch zusammen sitzen würden als jeder für sich allein in seinem Zimmer zu stecken? Ich finde das ehrlich gesagt sehr traurig für eure Kinder#schmoll.....

Und für einen 16jährigen Teenager finde ich 20 Uhr als Ins-Zimmer-Geh-Zeit enorm früh#schein....ich denke dass ich mit 16 sicher immer bis 21 bzw 21:30 Uhr aufgeblieben bin (gut du hast ja nicht geschrieben dass er schon um 20 Uhr schlafen geht, ich hoffe du weißt wie ich das meine;-))....aber vielleicht täusche ich mich da jetzt auch:-p!

Und dass dein Mann so genervt auf eure Kinder bzw. das Zusammensein mit ihnen reagiert, finde ich sehr schade und bedenklich...ich finde du kommst ihm mehr als entgegen und versuchst alles, damit er zufrieden ist. Er tut anscheinend nicht gerade viel, dass eure Ehe gut läuft und ihr eure Zweisamkeit auch habt....

Es liegt meiner Ansicht rein an ihm, sein Verhalten und seine Einstellung zu ändern....rede noch mal mit ihm und erkläre ihm die Situation. Mehr wirst du wohl nicht machen können...und hoffen dass er es endlich schnallt und beginnt, was an sich zu ändern....

Lg

  • (21) 19.01.15 - 09:25
    weiß nicht weiter

    Vielen Dank auch für deine Antwort.

    Genau so wie du es beschrieben hast, war es bei und früher auch, wir saßen abends auch immer zusammen und empfinde das als wirklich schöne Erinnerung, die auch mir Geborgenheit und familiärer Zusammenhalt gegeben hat. Ich kenne es nicht anders und finde es auch immer schön, wenn die Kinder auch mit uns zusammen sind. Naja, er sieht das eben leider vollkommen anders und das lässt mich mittlerweile verzweifeln! Ich habe doch keine Kinder bekommen um sie in ihre Zimmer zu schicken

    • Ja, ich sehe das genauso wie du!

      Irgendwas sollte ich wirklich ändern...ich finde du nimmst schon genug Rücksicht auf deinen Mann, und alle tanzen nach seiner Nase#augen! Das muss sich ändern, ER muss sich wie gesagt ändern, seine Einstellung, Verhalten, usw....

      Sonst wird das auf Dauer immer für Konfliktpotential sorgen...und wie schon eine Userin vor mir geschrieben hat: es dauert ja nicht mehr lange und die Kinder sind aus dem Haus...es geht so schnell und die Kinder sind erwachsen...ich finde man sollte die Zeit bis dahin noch genießen und zusammen erleben, denn sie kommt niiiie wieder!!!!

Ist etwas passiert vor 9 Monaten? Diese Zeitspanne erwähntest du ja.

lg, verena

Guten Morgen

Männer haben es schon schwer - Väter noch mehr

seufz

vor allem, wenn sie am Besten ihre Habseligkeiten packen sollten um so schnell wie möglich die "Familie", welche sie nicht zu leben bereit sind, zu verlassen.

#winke

hilf ihm packen, dies wäre so ziemlich alles, was ich noch investieren würde. Und ich gehöre schon zu den Geduldigen......

GzG
irmi

Mein erster Impuls war auch "So ein Blödmann!". Dann habe ich mir jedoch überlegt, ob mir das wirklich so lieb wäre, wenn meine Kinder am Wochenende jeden Abend bei uns sitzen würden. Ganz ehrlich: Wäre es nicht.
Es kann natürlich nicht angehen, dass Kinder in dem Alter ab 20 Uhr nicht mehr die Nase aus dem Zimmer stecken dürfen. Wer Durst hat, soll auch was trinken dürfen. Auch am Wochenende ist es schön, zusammen etwas anzuschauen und zu reden. Ab und an ist es aber auch schön, zu zweit zu sein. Ich gehe sogar soweit mit, dass man nicht das Gefühl haben muss, dass man ausgehen muss, nur um mit dem Partner ungestört ein paar Worte wechseln zu können.
Jetzt ist es ja aber so, dass er dies unter der Woche 5 Tage lang könnte, ihm das aber nicht genug ist und laut deiner Aussage auch von ihm nichts konstruktives kommt.

Was viele übersehen, ist die Tatsache, dass es eben nicht seine leiblichen Kinder sind. Ich fürchte, hier haben wir es mit einer bösen Mischung aus Biologie und Charakter zu tun. Neigt dein Mann zu Eifersucht, fühlt sich schnell zurückgesetzt? Durch die Anwesenheit von 2 nicht mit ihm blutsverwandten jungen (fast) Männern wird das sicherlich verstärkt. Nun versucht er, "sein Revier zu markieren" und zu verteidigen. So verständlich das aus biologischer Sicht auch ist - bieten lassen würde ich mir das nicht.
Es kann nicht sein, dass sich deine Kinder unwillkommen fühlen müssen bei ihrer Mutter. Viele Eltern wären vermutlich auf Knien dankbar, wenn die pubertierenden Kinder von sich aus den Kontakt suchen und vom Abend mit ihren Kumpels und aus ihrem Leben allgemein erzählen.

Vielleicht hilft euch ein Kompromis, z. B Lockerung der Regeln unter der Woche gegen einen kinderfreien Abend am Wochenende. Wenn er allerdings komplett blockt, müsste er bei mir gehen. Schade, aber ist so. Es hört nämlich auch nicht auf, wenn die beiden Jungs mal aus dem Haus sind. Es wird immer was zu maulen geben: Die Unterstützung bei der ersten eigenen Wohnung, wie, wo und ob Familienfeste gefeiert werden, soll man mal auf künftige Enkel aufpassen...Einfach nur aussitzen bringt es also nicht.

LG Heike

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