Beziehung zu einem jungen Witwer eingehen?

    • (1) 20.01.15 - 18:13
      NewWoman

      Liebe Gemeinde,

      ich (Ende 30) habe über eine Dating-Platform einen tollen Mann kennengelernt. Ich finde ihn äusserlich sehr anziehend, mag es wie er schreibt, seine Stimme, seine Art. Er ist schlau, smart, lustig, und er will mich unbedingt näher kennenlernen (wir wohnen rund 100km auseinander).

      Jetzt der tragische Fakt: er ist verwitwet. Hat seine Frau vor zweieinhalb Jahren an Brustkrebs verloren. Sie haben zwei Kinder im (jetzt) Grundschulalter. Das ist wirklich furchtbar traurig #zitter

      Er sagt, er sei bereit für eine neue Beziehung, will sich so gerne neu verlieben, hätte gerne wieder eine Frau im Haus.

      Jetzt bin ich hin- und hergerissen. Ob ich ihn treffe und riskiere, ihn gut zu finden. Oder ob ich lieber hier schon aufhöre und mir einen etwas weniger "vorbelasteten" Partner suche. Ich komme mir schon schäbig vor, das so zu schreiben.

      Aber wenn wir die Sache einfach mal weiterspinnen, erwartet er bei einem "Zusammenkommen", dass wir zeitnah zu ihm ziehen (habe auch ein Kind im Vorschulalter und wir haben keinen Kontakt zu dem Vater), in das Haus, dass er mit seiner Frau gekauft hat. Das sie noch eingerichtet hat. Ich seinen Kindern die Mutter ersetze. Mein Weg wäre in absehbarer Zeit der von alleinerziehender Mutter zu dreifacher Mutter mit Mann und Haus. Klar, das ist alles noch graue Theorie, aber das wäre der Weg, der mich erwarten würde.

      Diese Aussichten stressen mich ein wenig. Dazu kommt: mit einer lebenden Exfrau kann man sich arrangieren, idealerweise sogar entspannt umgehen. Ich bin kein eifersüchtiger oder unsicherer Typ Frau, aber eine tragisch verstorbene Frau und Mutter zu ersetzen... Im Nachhinein bekommen solche Menschen ja manchmal eine Art Heiligenschein verpasst (selber in meiner Familie passiert). Kann man mit so einem "Bild" mithalten?

      Und wie weit seine Trauer wirklich schon verebbt und er bereit ist für etwas neues.... tja das wäre hier auch noch eine Frage.

      Was denkt ihr? Was würdet ihr machen? Seh ich das alles zu eng? Habe ich Angst vor ungelegten Eiern?

      • Triff ihn doch mal, dann kann man erstmal sehen, ob es von beiden Seiten her wirklich passt und der Funke überspringt.

        In dem Fall ist ein laaaangsames Kennenlernen, gerade aus Rücksicht zu seinen Kindern, angesagt, und kein zeitnahes Zusammen ziehen. Das würde ich ihm im Zweifelsfall auch klar machen.

        Ansonsten, drauf ankommen lassen, warum nicht?

        Hallo

        erstmal kennenlernen.
        Gundsätzlich mag es einigen Frauen vielleicht nicht gelingen mit einer verstorbenen Vorgängerin zu leben.
        Meine Großmutter war so ein Fall.Sie hatte einen jungen Witwer mit kleiner Tochter geheiratet und zeitlebens mit ihrer Eifersucht zu kämpfen.Tragisch für das Stiefkind und meinen Großvater.
        Auch einer Freundin meiner Eltern ist es nicht gelungen diese Hypothek zu wuppen.Sie blieb immer eifersüchtig.
        Vielleicht gelingt es dir.Das hängt ja auch sehr von seinem Verhalten und Umgang mit dem Verlust ab.
        Auf jeden Fall sollte man sich vor Vergleichen hüten und ihm seine Vergangenheit ( auch mit eventuell aufkommenden Traurigkeiten) lassen und nicht so genau alles im Detail nachfragen.
        So wäre ich damit umgegangen.

        L.G.

        • (4) 21.01.15 - 15:50

          Wie kann man auf einen verstorbenen Menschen so eifersüchtig reagieren?

          Verstehe ich ehrlich gesagt nicht und wäre ich auch wohl eher nicht (gut ich bin sich kein sehr eifersüchtiger Mensch, eher in gesunden Maßen).

          Ich widerrrum kenne ein Paar, bei denen es super klappt. Die Frau ist auch vor einigen Jahren an Brustkrebs gestorben, die gemeinsamen Kinder gerade im Alter von Ende/Anfang der Grundschule. Die neue Frau (alleinerziehend, ein Mädchen im Grundschulalter) lernte er relativ schnell, durch einen Zufall kennen. Sie haben sich Zeit gelassen, bis die Kinder involviert würden waren sie sich sicher, dass sie zusammenbleiben wollen. Die Neue ist dann, mit ihrer Tochter, nach 2 Jahren der Kennlernphase zu ihm und seinen Kindern gezogen. In das Haus, welches er mit seiner verstorbenen Frau gebaut und eingerichtet hat. Sie haben das ehemalige Schlafzimmer mit eines der Kinder getauscht und in dem Kinderzimmer ein komplett neues Schlafzimmer eingerichtet. Ansonsten haben sie kaum etwas verändert, weil es eben auch Erinnerungen für die Kinder sind und weil eben auch alles ins Haus passt, so wie es ist.

          Die Neue kommt damit gut zurecht.

          Sicher war es zu Anfang, für alle nicht immer so einfach, auch bei Oma und Opa (Eltern der Verstorbenen), zu denen die öfters fahren, war es zu Anfang komisch, aber sie würde freundlich empfangen und die beiden sind froh, dass ihre Enkel wieder eine liebevolle "Mutter" haben.

          Also es kann auch klappen.

      Ich denke, du machst dir wirklich ein bisschen zu viel Gedanken um ungelegte Eier. Lerne ihn doch erst einmal in Ruhe kennen und schau, ob die Chemie zwischen euch beiden auch langfristig passen kann. Vorerst werdet ihr euer Kennenlernen sicher ohnehin ohne die Kinder stattfinden lassen. Selbst wenn ihr dann die Kinder mit ins Boot nehmt, wird das sicher sehr vorsichtig geschehen und du wirst ihnen sicher nicht gleich die Mutter ersetzen müssen.

      Außerdem denke ich, dass ein eventuelles Zusammenziehen doch noch in weiter Ferne steht. Es ist lange nicht gesagt, dass du zu ihm in sein Haus ziehen musst. Da kann man sich auch anders arrangieren und gemeinsam in eine Zukunft starten. Es kommt dabei auch sicher auf seine Bereitschaft an, von dem Haus Abstand zu nehmen.

      Falls sich zwischen euch beiden wirklich etwas Ernsthaftes entwickelt (das festzustellen dauert sicher einige Wochen/Monate), könnt ihr immer noch gemeinsam Zukunftspläne schmieden und schauen, wie ihr euer gemeinsames Leben gestaltet. Du wirst seine Kinder kennen lernen und ggf. langsam in deine neue "Rolle" hineinwachsen. Alleinerziehend mit Kind ist nicht zu unterschätzen, da geht auch als Paar mit drei Kindern.

      Lass es auf dich zukommen und genieße die Kennenlernzeit ohne diese belastenden Zukunftsgedanken!

      Hallo!

      Triff ihn erst mal. Mache aber klar, dass DU den Zeitplan bestimmst in Sachen zusammen ziehen und Mutterrolle übernehmen, nicht er.

      Eine verstorbene Frau spielt im Leben der Kinder und des Witwers eine andere Rolle als eine Exfrau, die man regelmäßig trifft oder von der man froh ist, wenn man sie nicht sehen muss. Es wird liebevoller von ihr gesprochen, es hängen Bilder an den Wänden und auch von Dir wird erwartet, ihr Andenken in ehren zu halten. Das muss aber nichts schlechtes sein, es gibt durchaus auch Witwer, die das gut verarbeitetet haben.

      Ich würde aber drauf bestehen, ein paar Veränderungen vornehmen zu dürfen, wenn es ans zusammen ziehen geht. In der Wohnung einer anderen würde ich nur dann wohnen wollen, wenn das auch wirklich mit meinem eigenen geschmack überein stimmt - also eher nur nachdem etliches anders gemacht wurde und wenigstens andere Farbe an den Wänden ist und ein Teil der Möbel erneuert ist.

    • Hallo,

      du denkst viel zu weit in die Zukunft.

      1. Kennenlernen und gucken ob man sich sympathisch ist.
      2. Verlieben
      3. Beziehung & Vertrauen langsam aufbauen
      4. Kinder sanft involvieren
      5.-9.Zeit genießen
      10. Eventuell Zusammenziehen. Doch nicht zwangsläufig bei ihm. Darf doch auch etwas ganz neues sein.

      .... alleine die Schritte 1-4 sollten viele, viele Monate dauern, bevor man seinem eigenen Kind, sich selbst, dem Partner, den anderen Kindern usw. eine Patchworkfamilie vorsetzt.
      Wozu die Eile? Gib dir genug Zeit, jeden Schritt zu genießen und an jeder Station wieder aussteigen zu können. Warum über Punkt 10 grübeln, wenn noch nicht mal Punkt 1 lief? Wohin ein zu hastiges Zusammenziehen mit Kindern führt, liest man doch fast wöchentlich hier bei Urbia....

      LG
      Snickerdoodle

      Hi du!
      Also sicherlich könntest du Recht haben aber ob er wirklich zu sehr an der Ex hängt die verstorben ist, oder eben nicht, wirst du so ja nicht erfahren. Ich würde ihm einfach eine Chance geben und ihn unverbindlich kennenlernen. DAnach würde ich weiter sehen. Aber recht schnell zusammen ziehen, hmmmm das würde ich mir schon überlegen weil man muss ja nicht gleich alle überstürzen.

      Ela

      Hallo,

      mal ein paar Denkanstöße:

      In diesem Alter hat jeder Mensch eine Vergangenheit. Die macht jeden Menschen zu dem, der er ist. Seine Frau ist an Brustkrebs gestorben. D. h. er ist mit ihr durch die Hölle gegangen und hat sie nicht verlassen in dieser schweren Zeit. Ein ganz dickes Plus für diesen Mann. #pro

      Die Trauerzeit ist bei jedem Menschen individuell. Er wird selbst am besten wissen, ob er für eine neue Partnerschaft bereit ist. Es ist ja immerhin auch schon 2,5 Jahre her. Da ihr euch auf einer Dating-Plattform kennen gelernt habt, ist davon auszugehen, dass er soweit ist. #pro

      Natürlich lebt er in dem Haus, das er mit seiner Frau gekauft hat. Wo denn sonst??? Soll er es verkaufen, weil seine Frau gestorben ist? Wenn jeder, der sich scheiden lässt anschließend sein Haus verkauft, wäre ganz schön was los auf dem Immobilienmarkt. ;-) Zudem wäre es wohl für die Kinder eher schädlich, nach dem Verlust der Mutter auch noch das gewohnte Umfeld zu verlieren.

      Sicher wird es in dem Haus viele Erinnerungen an seine Frau geben. Vielleicht hat er aber auch einiges verändert. Das kann Dir bei jedem geschiedenen Partner passieren. Nach jeder Trennung neu einrichten? Ich kenne Leute, die wären dabei arm geworden...

      Der Punkt, den ich am wenigsten nachvollziehen kann: du könntest Dich mit einer Ex arrangieren, aber nicht mit einer Person, die nicht mehr lebt? #schock Bei einem Witwer hast Du keine Ex, die ständig Terz wegen irgend etwas macht. Sei es wegen zu wenig Unterhalt oder wegen Urlaubsregelung oder weil sie Dich nicht mag oder ihren Ex hasst... Wer garantiert Dir, dass ein geschiedener Mann über seine Ex hinweg ist?

      Du wirst keine dreifach Mama werden. Niemand, wirklich niemand, kann diesen Kindern die Mutter ersetzen. Im besten Fall wirst Du eine gute Freundin für sie und ein geliebtes Familienmitglied.

      Du wirst für ihn auch kein Ersatz für seine verstorbene Frau sein. Sie war kein Spielzeug, dass man beliebig austauschen kann.

      Ihr seid noch ganz am Anfang. Würdest Du Dir auch solche Gedanken machen, wenn er geschieden wäre? Schau Dir doch erst mal alles in Ruhe an. Die Chemie muss ja schließlich zwischen allen Beteiligten stimmen und auch Dein Kind hat da ein Wort mit zu reden. Und so schnell zusammenziehen würde ich nie, egal welchen Beziehungsstatus der neue Partner habt. By the way: da Du ja sicherlich auch einen kompletten Haushalt hast, würdest Du ja wahrscheinlich bei einem Umzug auch einiges von Dir mit in das Haus einbringen. ;-)

      Mal ganz bewusst provokant formuliert: er hat bewiesen, dass er beziehungsfähig ist. Er wäre vielleicht heute noch mit seiner Frau zusammen. Du bist getrennt lebend, aus welchem Grund auch immer. Er könnte auch Bedenken wegen einer Beziehung mit Dir haben. ;-)

      Vielleicht auch noch kurz angemerkt: er wird sicher ab und zu über seine Frau reden wollen. Allein der Kinder wegen ist das sogar wünschenswert. Sie sollen schließlich eine schöne Erinnerung an ihre Mama haben. Sei Dir bewusst: sie ist keine Konkurrenz für Dich, sie lebt nämlich nicht mehr. Und da er sein Leben als alleinerziehender Vater bestimmt super wuppt, ist er wahrscheinlich auch nicht realitätsfern.

      Eine Garantie, dass es funktioniert, bekommst Du in keiner Partnerschaft. Ich sehe hier einen starken Mann, der es verdient hat, endlich auch mal wieder glücklich zu sein.

      Brustkrebs ist ein langsamer, schrecklicher Tod. Seine Frau ist nicht plötzlich tot umgefallen (was auch schrecklich genug wäre). Er hat über lange Zeit machtlos zugesehen, wie sie immer weniger geworden ist, gelitten und gekämpft hat. Er hat ihr beigestanden, in guten wie in schlechten Tagen. Das verdient höchsten Respekt.

      So, dass ist jetzt leider etwas lang geworden und auch recht emotional. Ich wollte einfach mal die andere Seite der Medaille aufzeigen.

      Du wirst nur sehen ob es funktioniert, wenn Du es versuchst. ;-)

      LG
      Littletalks

      • Hallo

        das hast Du ganz wunderbar geschrieben un d Du sprichst mir aus der Seele.

        Ich möchte noch folgendes hinzufügen:

        sollte es für Dich, Newwoman, eine Beziehung mit dem Witwer geben, dann versuche das Andenken an die Mutter seiner Kinder aufrecht zu erhalten. Dafür werden sie Dir dankbar sein. Schau mit ihnen Fotoalben an, frag sie, was die Mama mit ihnen gemacht und gespielt hat und ob sie das mit Dir auch möchten.

        Ich war zwar viel älter als diese Kinder,als meine Mutter verstarb. Nach ca. der gleichen Zeit wie in Deinem Fall nun hat mein Vater jemand neues kennen- und lieben gelernt. Ich habe es der neuen Lebensgefährtin meines Vaters ganz hoch angerechnet, dass sie meine verstorbene Mutter nicht aus unserem Leben ausgeschlossen hat. Sie ging mit zum Friedhof, wir sprachen über meine Mutter - die jetzige Frau an der Seite meines Vaters ist nicht meine Mama und wird sie niemals sein oder auch ersetzten können, aber sie ist mir eine wertvolle Beraterin und sowas wie eine Freundin geworden.

        LG

    Ich würde auch sagen, lerne ihn erhalten kennen. Du sollst ihn nicht seine verstorbene Frau ersetzen, du sollst die neue an seiner Seite sein. Man kann den verstorbenen Partner NIE ersetzen, im besten Fall kann man eine NEUE Beziehung eingehen. Sei einfach du selbst, entweder passt es oder eben nicht. Lässt es langsam angehen.

    Und zu "dreifache Mutter". Seine Kinder habe doch eine Mutter, sie lebt zwar nicht mehr aber sie haben eine! Das muss dir klar sein. Du kannst auch hier die Mutter NIEMALS ersetzen, sie wird ihnen immer fehlen, aber du kannst eine gute Freundin/Vertraute werden vielleicht sogar " liebe Stiefmutter". Setze dir "die Mutter zu ersetzen " niemals als Ziel, das wirst du NIE schaffen (wie willst du auch das Andenken an sie bewahren : "andere Mutter" "die tote Mutter"???) damit wirst du den Kindern auch zuviel antun.

    Lerne erst den Mann kennen, schaue ob es klappen könnte und dann...wirst du schon sehen ;)

    Herrlich!

    Vielleicht stinkt er aus dem Mund, vielleicht hat er schmutzige Fingernägel, humpelt, hat einen blöden Tick, pupst ständig oder mach sonnst was was dich stören könnte...?

    Du machst dir dich nicht im ernst jetzt schon Gedanken ob du eine Beziehung mit einem Mann führen kannst den du noch gar nicht gesehen hast???

    Glaub mir, die Wirklichkeit ist oft Meilen davon entfernt, was du erwartest ;-)

    Also tief durchatmen, treffen, noch mal treffen, noch mal treffen und wenn du ihm dann noch gut findest, kannst du dir Gedanken machen ob du ihm noch mal treffen möchtest. Und erst danach, ob du dir eine Beziehung vorstellen könntest. Und erst danach, ob du eine Beziehung möchtest.

    K

    • "Du machst dir dich nicht im ernst jetzt schon Gedanken ob du eine Beziehung mit einem Mann führen kannst den du noch gar nicht gesehen hast???"

      Also ich finde das schlau. Ich habe mich auch mal gegen ein Treffen mit einem Mann entschieden, der mir kurz vor dem Kennenlernen eine für mich nur schwer tolerierbare Geschichte erzählt hat. Wenn ich schon weiß, dass ich damit wohl eher nicht klarkommen würde, warum dann das Risiko eingehen, sich beim Treffen zu verlieben? Ich bin da heute noch froh darüber, Tatsache.

      Für mich wäre es z.B. überhaupt keine Frage, an Stelle der TE diesen Witwer zu treffen. Ich bringe aber schon eine gute Einstellung zum Thema mit und könnte mir ohne weiteres vorstellen, für diese Kinder irgendwann einmal zu sorgen.

      Wenn die TE aber schon von Anfang an Zweifel hat, dann würde ich das Risiko nicht eingehen. Sonst liest du von der Story dann hier demnächst als Fortsetzungsroman ...

      • Na ja, ich bin da nur halbwegs einverstanden.

        Die TE macht sich darüber Gedanken, was sein könnte wenn was sein könnte wenn was sein könnte. Es sind keine ungelegten Eier, denn die Hähne gibt es nicht mal. Verstehst du wie ich es meine?

        Es geht hier um keinen Drogenabhängigen, Alkoholiker, Vergewaltiger. Es besteht keine Gefahr. Es gibt nur eine tote Frau, ob es besser oder schlechter ist als eine geschiedene Ex, das weißt man nie vorher. Es kann so vieles nicht passen, in Wirklichkeit anderes sein als im Netz.

        Das wollte ich damit sagen.

        K

"mit einer lebenden Exfrau kann man sich arrangieren"

Es gibt bestimmt ganz viele Frauen, die würden lieber die Grabpflege der Ex arrangieren #schein

(16) 20.01.15 - 22:24

>>>erwartet er bei einem "Zusammenkommen", dass wir zeitnah zu ihm ziehen (habe auch ein Kind im Vorschulalter und wir haben keinen Kontakt zu dem Vater), in das Haus, dass er mit seiner Frau gekauft hat.<<<

Bist du sicher, dass er eine Frau sucht und nicht eine "Mutter" für seine Kinder?

  • (17) 21.01.15 - 07:51

    Wie viele Frauen suchen bei der Partnersuche (auch) einen Vater für ihre Kinder, ob nun schon vorhanden oder noch ungeboren? Was ist daran falsch? Mit Ende 30 weiß man nun mal, dass für eine Parterschaft im Alltag kompatible Vorstellungen von Familienplanung und Familienleben mindestens genau so wichtig sind wie Verliebtheit.

Schäbig ist dein Denken sicher nicht, nur ehrlich und das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich würde ihn erst einmal treffen und schauen was er für ein Mensch ist. Es ist ja gar nicht gesagt das du seine Frau ersetzen sollst, als Ersatzmutter der Kinder da sein oder ihm den Haushalt führen sollst. Schau dir den Menschen an und höre ihm zu, dann kannst du immer noch sagen das es dir zuviel ist. Was ich übrigens auch verstehen würde.

Hallo,
an deiner Stelle würde ich es sein lassen! Du machst dir jetzt schon soviele Gedanken, das kann meiner Meinung nach auf Dauer nicht gut gehen! Wenn eure Beziehung wirklich intensiver werden würde, wirst du bestimmt mit Hürden konfrontiert werden, die dich dann aus der Bahn schmeißen würden. Dieser Mann braucht eine starkeFrau, die von Anfang an das Gefühl hat, so eine Herausforderung schaffen zu können, falls sich mehr daraus entwickelt und keine, die sich direkt am Anfang schon den Kopf zerbricht, ob sie mit der verstorbenen Frau standhalten kann. Das soll wirklich kein Vorwurf sein, aber es bringt dir nichts, wenn du diese Gedanken ignorierst. Das führt nur zu Problemen und gerade weil auch Kinder im Spiel sind, sollte man sich aus Rücksicht und Respekt ihnen gegenüber nichts vormachen. Dein Gefühl sagt dir wohl, dass es nicht die optimale Konstellation ist, dann höre auf dein Inneres und gebe diesem Mann die Chance, einen Menschen zu finden, der sein Schicksal mit tragen kann. Du wirst bestimmt auch einen Partner finden, bei dem du dir nicht von Anfang an den Kopf zerbrechen musst und bei dem du unbefangen in die Beziehung gehen kannst.
Alles Gute!

Jetzt frage ich mich, wie es andersherum wäre.

Ich las hier bereits des öfteren Beiträge von alleinerziehenden Frauen mit mehr als einem Kind, die beklagten, daß viele Männer bestimmt nicht bereit seien "eine Familie" anzunehmen. Allgemeiner urbia-Tenor! Doch!! Die gibt es.

Natürlich ist der Umstand "gegen" eine verstorbene, eventuell glorifizierte Mutter und Ehefrau anzutreten anspruchsvoll. Wäre der Vater Deines Kindes verstorben - Du Mitte 30... - wie fändest Du es, wenn Du quasi als "verbrannte Erde" gesehen würdest? Denkst Du, er würde Dich daten wollen, wenn er nicht einmal ansatzweise zu einer neuen Beziehung bereit wäre? Hinsichtlich der evtl. entstehenden Patchworkfamilie solltest Du bedenken, daß nicht nur Du seine Kinder bekämest, sondern er schließlich auch das Deine. Ganz ohne Risiko ist die Nummer für den Knaben ja nun also auch nicht. Wer weiß, was Du da so anlieferst.

Zwar finde ich es etwas befremdlich, vor dem ersten Treffen schon über Wohnsitzwechsel etc. pp. zu sprechen - allerdings zeigt dies immerhin eine gewisse Tendenz zur Ernsthaftigkeit seiner Absichten. Vorausgesetzt der Herr ist nicht ein verdammter Fake.

eine ehemalige Freundin von mir hat sich genau der Aufgabe, die Dich erwarten würde gestellt. Mit Erfolg. Derweil seit 2 Jahren mit dem ehemaligen Witwer verheiratet. Allerdings hatte sie keine Kinder, wusste damit noch nicht einmal was genau sie erwarten würde.

Ich würde empfehlen.... - "kacken, oder runter vom Pott". (ist echt nur ein Zitat #hicks)

(21) 21.01.15 - 10:37

ich finde deine Gedanken ganz toll und es zeigt, daß du überlegt und nicht leichtfertig an die eventuelle Beziehung denkst. manche antworten hier sind lächerlich. ich wünsche dir viel glück.

"...etwas weniger "vorbelasteten" Partner..."

Und Du glaubst Du findest mit 30 noch einen MANN der keine Vergangenheit hatte.

Ich denke wenn Du so ran gehst, wirst Du ewig Alleinerziehend bleiben.

"Ich seinen Kindern die Mutter ersetze."

Er könnte wenn Eure Beziehung funktioniert ebenso der "neue" Vater für Dein Kind sein.

(23) 21.01.15 - 12:01

Hallo,

die Gedanken die Du dir machst sind doch völlig normal.
Wäre er geschieden würdest Du dir auch Gedanken machen.
Ständig die Ex mit im Leben, die was will, der was nicht passt, Kinder die nicht wissen wohin sie wollen, sich wohin gehöre ich fragen, darf ich die neue Frau gut finden, was sagt Mama usw. usf. Alles hat seine Schattenseiten.

Lerne ihn kennen und dann geht es langsam gemeinsam an wenn Ihr Euch immer noch sympatisch seid.

Ich habe vor einem Jahr einen jungen Witwer kennen und lieben gelernt. #verliebt
Seine Frau war da gerade 1 1/2 Jahre tot. :-(

Wir haben beide Kinder und alles passt. Aber zusammen ziehen, nö warum jetzt? Alles gut im Moment. ;-) Man muss nichts überstürzen, gerade mit Kindern nicht. Seine Wohnung ist auch von beiden eingerichtet worden, es stehen Bilder von Mama rum. Aber so what, sie gehört zum Leben dazu und wird es auch immer. Sie ist aber keine reale Person mehr, die in den Himmel gelobt wird, ein und aus geht und Konkurenz ist.

Seinen Kindern werde ich nie im Leben die Mutter ersetzen. Das kann und will ich nicht. Sie haben eine tolle Mutter und ich bin jetzt ihre Freundin. Die zwar ab und an genau so gemein sein kann wie Mama ;-) sie aber nie ersetzen wird.

Viele Glück #klee

hallo,

du hast ja schon viele antworten bekommen, besonders die von littletalk hat mir gefallen. meine sichtweise geht in die gleiche richtung.

mein vater starb jung mit mitte 30 bei einem unfall. meine mutter, ebenso jung stand mit uns (14 und 10) alleine da. dazu ein halbfertig ausgebautes haus und all den anderen nöten. finanziell ging es uns aber gsd. gut, so dass wir im haus blieben und es tatkräftig ausbauten. dort wegzumüssen hätte mich gebrochen, denke ich. noch mehr als es beriets geschehen war.
das schreibe ich, um dir zu vermitteln, wie wichtig es für diesen mann udn seine kinder war, genau dort wohnen zu bleiben. jetzt, fast 3 jahre später kann es anders aussehen.

meine mutter lernte 3 jahre später meinen stiefvater kennen und lieben. er ist deutlich jünger als meine mutter und hat ein kind, welches damals bei ihm lebte nach der trennung von seiner frau. ein jahr später zogen sie ein und das bedeute für alle eine enorme umstellung. haus verkaufen und gemeinsam was neues war nicht möglich, da mein stiefvater zu dem zeitpunkt wenig und deutlich weniger geld zur verfügung hatte als meine mutter. auch ein neues haus hätte sie alleine finanziert.

jedenfalls zogen die beiden ein und ich denke für meinen stiefvater war es am schwersten. er ist in das haus gezogen, dass mein vater gekauft und größtenteils renoviert hat. es standen noch fast die gleichen möbel da und es hingen auch noch das eine oder andere bild meiens vaters an der wand.

nach und nach haben die beiden dinge verändert. manchmal fiel mir das leicht, manches mal musste ich shclucken (allerdings bin ich auch ein senimentaler mensch, der sogar gefühle fürs auto aufbaut, hat also nicht so viel zu sagen. mein geschwister hat das alles viel lockerer genommen). aber so wurde alles nach und nach auch zu seinem heim.
wichtig war dafür nat+rlich auch, dass mein geschwister und ich ihm auch das gefühl gegeben haben, dass es sein zu hause ist. wir haben ihn als elternpartner akzeptiert und auch die mitunter neuen regeln, die im zusammenleben dazukamen akzeptiert. im nachhinein denke ich, dass es erstaunlich gut ging.

ein umstand, der das ganze positiv beflügelt hat: wir mochten uns alle sehr. und ich denke, das ist der schlüssel zu dem ganzen.

daher mein vorschlag: lerne ihn kennen, langsam und ohne druck. da er alleinerziehend ohne anderes elternteil ist, hat er es vielleicht schwer sich zeit alleine zu nehmen. deshalb müssen die kinder vielleicht eher als gewöhnlich mit eingebunden werden. war bei uns icht anders. aber auch da kann man es ja langsam angehen lassen. oder vielleicht hat der mann ja die möglichkeit die kinder auch mal regelmäßig ein wochenende bei den großeltern unterzubringen.

noch ein tipp: die verstorbene frau ist keine konkurrenz. kann sie gar nicht sein. das ist schwer aufrecht zu erhalten im kopf, kann ich mir vorstellen, aber es ist absolut nötig. ich weß, dass mein stiefvater in den ersten jahren immer mal zu knabbern hatte diesbezüglich. mich ärgerte es zum beispiel, dass wir nicht mehr so selbstverständlich über unseren papa redeten, wie vorher. da ich aber schon älter war, habe ich es eher verstanden, als jüngere kinder.
daher: sollte es enger werden mit euch, scheue dich nicht davor über die verstorbene frau zu sprechen. da gewinnen eigentlich alle nur. dein partner wird dir dankbar sein udn erleichtert, dass er nicht zwischen den stühlen steht, die kinder werden es danken und sich dir um so näher fühlen und auch du wirst d´so eher deinen frieden finden.

wenn ihr die möglichkeit habt und euch absolut sicher seid, vielleicht könnt ihr gemeinsam ein neues haus beziehen. wenn nicht, dann zieh nicht vorher schon den kopf ein. mach das zu hause zu euer aller zu hause,. räume der erinnerung an die mama platz ein, aber der raum selber gehört ab dann auch dir. nur nicht zu viele veränderungen auf einmal.

lg

Hallo.

<<<Was denkt ihr? Was würdet ihr machen?>>>

Also meine Gedanken zu dieser Situation wäre die, dass ich mich erstmal mit der verstorbenen Mutter "auseinandersetze". Was war sie für ein Mensch, wie war die Familie zusammen etc. Wie war der Alltag. Kann man sich da mit einbringen, ohne dass sie zum Mittelpunkt wird. Sie wird immer präsent sein, dass sollte man auch nicht unterbinden, aber es wird vielleicht dadurch auch ruhiger um sie. Vielleicht kann es auch zur Trauerbewältigung der drei dienen und ihr könnt euch dadurch besser auf eine neue Beziehung einlassen. Ich stelle mir das so vor, wenn man sie versucht, vom Thron "zu schubsen", dann hat man verloren. Also muss man sich mit dieser Situation arangieren, wenn man Interesse an diesem Mann hat (und natürlich auch die Kinder). Ich glaube, diese Situation ist sehr schwer, zumal ja denke ich auch öfter mal der Name der Mutter fallen wird oder die Kinder vielleicht mal bei einer "schlechten" Situation sich die Mutter herbeiwünschen. Da muss man eben so reagieren, dass es nicht gegen einem gemeint ist, sondern einfach nur eine Verzweiflung. Wenn du das schaffst, dann versuch es. Aber geh es langsam an. Lasst euch Zeit damit, denn es stehen zwei Sachen im Raum. Der Tod der Mutter und ihr als Patchwork.

Alles Gute und viel, viel Glück und Geduld.

LG

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