Wie teilt Ihr die Hausarbeit auf??

    • (1) 28.01.15 - 16:00

      Hallo zusammen,

      irgenwie versinken wir hier im Chaos. Unser Haus hat ca. 225 qm und alles ist irgendwie nicht so ganz sauber wie ich es möchte.

      Ich bin der Ansicht, dass alles an Haushalt an mir hängen bleibt. Waschen, putzen, bügeln, sauber machen etc. Es nimmt kein Ende.

      Bin schon soweit dass ich mir jetzt dann bald eine Putzfrau einstelle, damit ich wenigstens die Böden nicht mehr selber machen muß. Allein das wäre schon eine enorme Erleichterung für mich.

      Wie teilt Ihr die Hausarbeit auf, wenn einer Vollzeit arbeitet und einer um die 20 Stunden?

      Mein Mann ist der Meinung, wenn er drei- bis viermal in der Woche die Spülmaschine aus- oder einräumt und kocht, dann ist das genug und eine Wahnsinnserleichterung für mich.

      Aber was ist mit den anderen Arbeiten? Betten überziehen, komplette Wäsche, putzen, Bäder sauber machen, Garten, einfach aufräumenm, Staub wischen, Küchenfronten abwischen, Fenster putzen etc.

      Auch die Termine mit den Kindern mache ich fast komplett allein, Arzttermine, Spielverabredungen etc. Gut, das ist ok, bin ja nachmittags daheim, aber dadurch habe ich oft eben auch am nachmittag keine Zeit was im Haushalt zu machen.

      Ich freue mich auf Eure Antworten und hoffe auf einige Tipps, damit wir das Ganze hier mal endlich in den Griff bekommen.

      LG

        • Mein Vorschlag:

          Bei 2 Vollzeitarbeitenden stellt sich diese Ausrede "du arbeitest ja viel weniger, also mach du mal den Haushalt" nicht.
          Weiterer Vorteil: Du kannst was für Deine Rente tun und dafür vom Mehrverdienst eine Kraft beschäftigen, die sich damit auch ihren Lebensunterhalt verdient. Selbstverständlich darf er sich daran finanziell beteiligen.

          Wie es bei uns läuft? Beide Vollzeit, im Haushalt 1 Kind und 2 Katzen.
          Er kauft täglich ein, kocht, räumt die Küche auf, saugt, wischt den Hausflur, wäscht Wäsche und legt sie zusammen.
          Ich koche, räume auf, übernehme die Bäder und die Katzenklos, räume ebenfalls die Küche auf und bepflanze den Balkon.
          Repariert, gebaut, Betten bezogen usw. wird zusammen. Küchenfronten mache mal ich mal er. Ich putze Fenster. Er saugt das Auto aus.

          Mein Sohn ist für den Müll zuständig, saugt sein Zimmer selbst und räumt auf. Ab und an wischt auch er (er ist 11).

          Ich käme niemals auf die Idee, meine bezahlte Arbeit aufzugeben, damit ich einem anderen Erwachsenen hinterher putze. Das kann man mal für ein Jahr machen, wenn ein kleines Kind im Haushalt lebt. Aber nicht so, dass mein Partner das selbstverständlich als MEINEN Job sieht, 24/7 die Woche und mir dann solche Spielchen wie den Geschirrspüler ausräumen auch noch als gnädigen Akt verkauft.

          LG

          • Oh, eine selten gelesene Stellungnahme.
            Ich sehe das ähnlich.
            Wir haben aber Putzfrau und Kindermädchen.
            Weil uns beiden am WE nicht mehr nach putzen ist. Kochen tun wir nur am WE, einmal er, einmal ich oder wir gehen essen oder holen was.
            Ich kann auch jeder Frau nur raten aus der teilzeitarbeitenden Hausfrauenrolle auszusteigen.
            Es lohnt sich.
            Und immer die Kinder als Grund vorzugeben: die werden schneller gr0ß als man gucken kann und wenn man dann alt ist, hat frau nicht mal eine eigene anständige Rente, sondern muss immer noch für den Herrn putzen weil sie auf seien Rente angewiesen ist.
            Meine Kinder müssen hier auch mit anpacken.

            • Vollzeit arbeiten um Putzfrau und Kindermädchen bezahlen zu können, für die meisten ist das wohl eher ein Verlustgeschäft. Außerdem hat nicht jeder Lust, die eigenen Kinder ganztätig fremdbetreuen zu lassen. Was spricht also dagegen, dass ein Elternteil teilweise oder ganz zu Hause bleibt und sich um Haushalt und Kinder kümmert, wenn das Einkommen des anderen Partners ein sorgenfreies Leben ermöglicht. Leider haben wir immer noch ein Steuer- und Abgabensystem, das die "Doppelverdiener-Ehe" ordentlich zur Kasse bittet und die steuerlichen Abzugsmöglichkeiten von Putzfrau und Kindermädchen sind äußerst begrenzt.

              • Ja, ein Elternteil. ..aber nicht unbedingt die Mutter.
                So ist es aber meist.
                Die Frauen stecken in meinen Augen etwas zu selbstverständlich zurück.

                Ich hab das mit keinem Mann offen gelassen und wir haben das Modell was wir jetzt haben für uns ala das Optimale gesehen .Die Putzfrau kostet mich 250 Euro im Monat.
                Der Kindergartenplatz für meine Tochter 400.
                Wenn ich mir also einen Kigaplatz leisten kann, sind die anderen Kosten kaum noch der Rede wert.
                Ich habe mir einen Job im Ausland gesucht. Daher ist nur mein Mann hier veranlagt.

                Ich bezahle da viel weniger Steuern als ich es hier würde. So stehen wir uns besser aks normalerweise mit Steuerklasse 4/4.
                Wenn Frauen etwas mehr Ehrgeiz hätten und ihre guten Ausbildungen und Studienabschlüsse auch voll einsetzen würden, könnten sich das viel mehr Familien leisten.
                Leider geht den meisten Frauen ja jegliche berufliche Ambition verloren, sobald sie ein Kind kriegen.
                Fast wie nach einer Gehirnwäsche .
                Nur noch der Mamamodus bkeibt und die undankbare Hsusfrauenrolle.
                In meinem beruflichen Umfeld gibt es nur Männer und Frauen, die das so regeln wie wir.
                Alle erfolgreich und ehrgeizig.
                Die bezahlen ihrer Hausfrau oder ihrem Hausmann zu hause die Kinderfrau, Putzfrau oder bei Bedarf noch nen Puffbesuch oder nen Callboy aus der Portokasse.
                Verstehst du das???

                • Hallo,

                  ich verstehe Dich sehr gut, auch in meinem beruflichen Umfeld regeln das die meisten so wie Du (bei Puffbesuch und Callboy aus der Portokasse bin ich mir aber nicht so sicher), aber nicht jeder Mann und nicht jede Frau haben den Ehrgeiz, möglichst viel aus ihren guten Ausbildungs- und Berufsabschlüssen herauszuholen. Wenn Frauen sich nach der Geburt des ersten Kindes damit zufrieden geben, Kind und Familie in den Vordergrund zu stellen und damit zufrieden sind, ist es doch auch gut. Diese Entscheidung als "Gehirnwäsche" zu betiteln, finde ich ganz schön abgehoben.
                  Hier bei Urbia werden Frauen, die nicht oder nur wenig arbeiten gehen, oftmals belächelt oder gar beschimpft. Im Grunde muss aber jede Familie selbst entscheiden, wie sie es regelt. Allerdings sollte man dann hinterher über die undankbare Hausfrauenrolle jammern.

                  LG

                  "Wenn Frauen etwas mehr Ehrgeiz hätten und ihre guten Ausbildungen und Studienabschlüsse auch voll einsetzen würden, könnten sich das viel mehr Familien leisten."
                  Leider können viele Frauen trotz ihres Ehrgeizes und ihrem Arbeitswillen nicht viel zum Familieneinkommen beitragen. Nimm doch mal die ganzen Friseurinnen, Bäckerei-Fachangestellten, PTA´s oder Erzieherinnen. Man kann diesen Frauen wohl kaum vorwerfen, dass sie sich vielleicht mit 16, 17 oder 18 jungen Jahren für solche Berufe entschieden haben. Leider sind die Entwicklungsmöglichkeiten in vielen Berufen sehr beschränkt und entsprechende Studiengänge zum Fortkommen kann sich auch nicht jeder von Haus aus leisten. Zur Finanzierung gehören dabei meist weit mehr als nur der Studienplatz an sich (Umzug in eine andere Stadt, Studienplatz, Unterhalt, Mobilität, Leben).

                  Ich würde also nicht so hochnäsig unterstellen, dass Frauen zu wenig Ehrgeiz haben und sich nicht genug einsetzen. An dieser Stelle wäre ich vorsichtig. Sicherlich gibt es immer Beispiele, auf die das zutrifft, aber sicherlich nicht auf die breite Masse!

                  "Leider geht den meisten Frauen ja jegliche berufliche Ambition verloren, sobald sie ein Kind kriegen."
                  Was ist daran so schlimm? Wenn die betreffende Frau es als ihre Erfüllung betrachtet Kinder zu bekommen und sie in ihrer "Hausfrauen-" oder "Teilzeitrolle" glücklich ist - warum denn nicht? Wir leben ja GsD in einem Land, in dem einem Menschen eine solche Entscheidung frei steht.

                  Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man Hausfrauen immer eine gewisse Minderwertigkeit unterstellt. So manche Hausfrau mit Kindern leistet am Tag mehr als ein Arbeitnehmer.

                  "undankbare Hausfrauenrolle"
                  Das kommt ja wohl immer sehr aufs Umfeld an - vor allem auf den Ehemann. Wenn er seine Frau deutlich spüren lässt, dass er ihre "Arbeit" nicht schätzen kann, liegt das Problem nicht in der Hausfrauenrolle selbst begründet. Es gibt sicher viele Frauen, die sich in dieser Rolle sehr wohl fühlen und mit etwas mehr Anerkennung und Wertschätzung auch durchaus sehr glücklich sein könnten.

                  Um weiteren persönlichen Diskussionen gleich einen Riegel vorzuschieben:

                  Ich bin keine Hausfrau, gehe aber doch tatsächlich auch nicht 100% arbeiten, sondern "nur" 75%. Leider gehören wir nämlich nicht zu den Bilderbuchfamilien, bei denen Mami und Daddy punkt 16:00 Uhr Feierabend haben. ;-)

        #pro#rofl#pro

        So passt das natürlich auch.

    Zu uns:

    - beide Vollzeitjobs
    - 2 Kinder (1 3/4 und 3 1/4)
    - Haus ca. 175 m²

    Hausputz: Putzfrau (wöchentlich)
    Fenster: Reinigungsfirma

    Wäsche, Zwischensaugen, etc.: teilen wir uns
    Garten: überwiegend ich
    Terminkoordination etc.: überwiegend meine Frau
    Kochen. abwechselnd bzw. außer Haus

    Wir kommen damit super klar und die Wochenenden gehören der Familie und nicht mehr dem Haushalt...

    (13) 28.01.15 - 18:04

    Termine rund ums Kind gehen wir beide hin, Hausarbeit macht er den Löwenanteil.
    Ich koche nur, alles andere mein Mann

    Jeder macht das was gerade anfällt. Wobei mein Mann mehr Wäsche macht und ich mehr koche,alles anderen wird geteilt so gut es geht. Da mein Mann mehr arbeitet als ich,mache ich dann natürlich mehr.

    Liebe Grüße

    Hallo,

    ich habe in Ehe Nr. 1 100 % gemacht und würde jetzt in Ehe Nr. 2 auch 100 % machen, wenn wir keine Haushaltshilfe hätten.

    Allerdings arbeitet bei uns mein Mann hauptsächlich und ich mache nur ein wenig Büro zu Hause.

    GLG

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