Wie viel Kontakt zur Ex ist normal?

    • (1) 29.01.15 - 14:15

      Hallo ihr Lieben,
      mir brennt eine Frage gewaltig unter den Nägeln und ich brauche einfach mal eure Meinung. Mein Partner mittlerweile mein Mann, hat noch für meine Begriffe etwas viel Kontakt und Verbindung zu seiner Ex. Die beiden haben ein gemeinsames Kind, der allerdings schon Mitte 20 ist und aufgrund des Studiums nicht mehr zuhause wohnt. Mein Mann und ich haben 2 gemeinsame Kinder unter 3 Jahren. Jetzt ist es so, dass sie ihn wegen irgendwelchen Lappalien anruft, um ihm zum Beispiel zu sagen, dass sie sich etwas für den Garten angeschafft hat und er es gerne ausleihen dürfte oder um ihn um Rat zu allen möglichen Themen zu befragen. Diese Fragen haben alle nichts mit dem gemeinsamen Kind zu tun. Er hingegen, beantwortet ihr alle Fragen freundlich und verständnisvoll und nimmt sich dafür auch Zeit. Dazu hat er noch einen Schlüssel zu ihrem Haus, einige Sachen von ihm sind noch dort, die er angeblich nicht mehr braucht. Des Weiteren nutzt er noch die dortige Garage für sein zweites Auto und bastelt auch dort an dem Auto rum, unter anderem wenn sie da ist. Als ich schwanger war, hat er sogar in Betracht gezogen mit der Ex einen gemeinsamen Tag zu verbringen und den Sohn zu besuchen. Nur aufgrund meiner Reaktion hat er es nicht getan. Er isst auch bei ihr zu Abend, obwohl wir gemeinsam kochen wollten. Wenn sie in den Urlaub fährt, kümmert er sich um ihr Haus und schaut nach dem Rechten. Die beiden sind seit 5 Jahren geschieden. Wenn ich ihn auf die Ex anspreche sagt er nur, dass sie ein gutes Verhältnis haben und da absolut nichts dahinter steckt. Die Exfrau hat einen neuen Partner, mit dem sie zusammen gekommen ist, als sie noch mit meinem Mann zusammen war. Sie hat auch die Scheidung eingereicht nicht er! Dazu kommt, dass er einen extrem hohen Unterhalt als Exfrau und Kind bezahlt, der uns sie Luft zum Atmen nimmt. Er hätte längst das Recht hier etwas zu kürzen, das will er aber gar nicht. Das gibt mir das Gefühl das Kind aus seiner ersten Ehe kommt vor unseren gemeinsamen Kindern.
      Zu meiner Situation: Ich habe selbst zwei Kinder mit in die Ehe gebracht, die allerdings noch minderjährig sind (10 und 12 Jahre). Mit meinem Ex habe ich ein gutes Verhältnis, wir reden aber nur noch darüber wann die Kinder gebracht/abgeholt werden und wieder zurückkommen.

      Ich habe grundsätzlich nicht die gleichen Rechte wie sie. Am Anfang ihrer Beziehung haben sie alles gemeinsam gemacht, sogar nachdem ihr Kind geboren wurde. Er hatte nur Hobbies die er mit ihr geteilt hat. Bei uns ist es so, dass er seinen Hobbies alleine nachgeht, auch dann wenn beide Kinder und ich krank sind. Er geht einfach.

      Was meint ihr dazu? Hat er sich wirklich da gelöst oder will er sich ein Türchen offen halten? Muss ich dieses, für meine Begriffe enge Verhältnis, ertragen?

      Vielen Dank für eure Hilfe!
      Ofenkartoffel

      • (2) 29.01.15 - 14:45

        "Muss ich dieses, für meine Begriffe enge Verhältnis, ertragen?"

        Wie lange erträgst Du es denn schon und mit welcher Begründung willst Du erreichen, dass er das Verhältnis jetzt auf einmal einschränkt?

        Ich sehe übrigens keinerlei Grund zur Besorgnis, außer man wirft ihm zu übertriebene Gutmütigkeit vor.

        • Naja, ich fand es von vornherein seltsam und habe darunter gelitten. Als er noch alleine wohnte und wir uns für Abend verabredet hatten, kam er 1 1/2 Stunden zu spät weil er noch bei der Ex vorbeigeschaut hat. Das war nicht nur einmal so. Bescheid gesagt, dass es später wird, hat er nie. Ich hab halt gewartet, weil ich ja nicht mit jemand anderem was ausmachen konnte. Ich wusste ja nicht wann er kommt.
          Ich mache das Spiel jetzt knapp 3 Jahre mit und wollte mal hören wie andere das sehen und was da "normal" ist. Ich stehe jetzt kurz davor mich zu trennen, weil bei mir emotional irgendwie tote Hose ist. Ich habe den Schritt noch nicht gewagt, weil ich wegen unseren gemeinsamen kleinen Kindern davor zurückschrecke.
          Das Problem ist eben, dass wir erst ein Jahr zusammen waren als ich schwanger wurde.

            • Die Frage habe ich eben weiter oben beantwortet. Grundsätzlich hätte wir es ohne eine Heirat (Steuerklasse 3) finanziell nicht geschafft durch die hohen Unterhaltszahlungen an seine Ex und den Sohn. Für diese Zahlungen geht die Hälfte seines Gehalts drauf trotz Steuerklasse 3. Ich kann mit zwei so kleinen Kindern momentan nicht arbeiten gehen. Ich habe meinen Job für die Kinder aufgeben müssen. Eine Betreuungsmöglichkeit doch Großeltern etc habe ich nicht. Dazu kommt das er Schicht (sehr unregelmäßig) arbeitet und ich keiner Stelle wie z.b. jeden Abend oder jeden Samstag usw. nachgehen kann. Eine Krippe kommt nicht in Frage weil eines der Kinder mit einer Krankheit/Einschränkung geboren wurde die eine Krippenbetreuung momentan nicht ermöglicht. (Auf Anraten des Kinderarztes).

              • (6) 29.01.15 - 16:01

                Ich frage mich gerade, warum er an Frau und Kind noch Unterhalt zahlt, wenn das Kind doch schon längst erwachsen ist und nicht mehr bei der Mutter wohnt.
                Ok für das Kind muss er ggf. noch Unterhalt zahlen, Ausbildung, Studium, etc. aber seiner Frau muss er doch nichts mehr zahlen #kratz , mittlerweile wird sie wohl auch selber wieder arbeiten können.
                Das wäre das Erste was ich klären würde und was er dann zu ändern hat! Denn euch und euern gemeinsamen Kindern fehlt das Geld.

                Auch würde ich das mit der Garage klären. Warum will er nicht, die bei euch freistehende Garage nehmen, anstatt die bei seiner Ex Frau? Müsstet ihr für eure Garage mehr Miete zahlen, oder gehört sie zum Haus?

                Mit dem Schlüssel, ok, muss nicht sein, aber warum nicht. Bei den einen haben die Eltern, Freunde oder Nachbarn einen Schlüssel, hier eben der Ex Mann (wer's mag, mein Ding wäre es nicht, aber gut).

                Ich würde ihm klar sagen, dass es mich stört, dass wenn wir zum Abendessen "verabredet" sind, er dann nicht bei seiner Ex zu Abend essen muss, geschweige denn, wegen ihr, zu spät zu mir zu kommen. Das hat er zu unterlassen, sonst kann er ab sofort jeden Abend bei der Ex essen.

                Du hast das alles viel zu lange mitgemacht. Es wird sicher schwer, ihm jetzt mitzuteilen, dass er einiges ändern muss, vor allem sicher schwer für ihn, dies umzusetzen. Aber ich würde ihm ganz klar mitteilen, dass er so unsere Ehe gefährdet!!

                Meine Meinung, "normal" ist das Verhältnis zu seiner Ex nicht, aber das empfindet sicher jeder anders.

                • Die Garage bei seiner Exfrau kostet Miete, unsere hier kostet keine extra Miete!

                  Ihr neuer Partner hat auch einen Schlüssel zu ihrem Haus und wenn sie sich aussperrt ruft sie meinen Mann an, anstatt ihren Partner. Ihr Partner wohnt und arbeitet aber sogar näher an ihrem Haus als mein Mann.

                  Also mein Ex hat von meinem Zuhause keine Schlüssel! Warum auch!

                  Ja sein Kind ist noch im Studium, aber ich habe es noch nie erlebt, dass ein Kind im Studium 1000€ im Monat bekommt. Auto und Wohnung werden auch noch bezahlt, kommen also noch auf die 1000€ drauf. Sind also etwa 1600 € im Monat. Jobben oder Ferienarbeit macht sein Kind nicht.Strafzettel, kommen etwa einmal im Monat, werden auch von meinem Mann bezahlt.

                  • (8) 30.01.15 - 14:00

                    Wenn er bei seiner Ex Frau Miete zahlen muss für die Garage, bei euch müsste er aber nichts bezahlen, dann kann ich es noch weniger verstehen, warum es die Garage bei seiner Ex sein muss. Wie viel zahlt er bei ihr denn für die Garage? Hat er Angst, dass sie ohne dem Geld nicht über die Runden kommt?

                    Zu dem Schlüssel, das könnte ich ja noch irgendwie verstehen, allerdings nicht, dass sie ihren Ex anruft, anstatt ihren neuen Freund.
                    Obwohl mein Ex auch sofort alle Schlüssel abgeben musste, als er ausgezogen ist und unser Verhältnis ist auch "normal".
                    Ich persönlich fänd es ziemlich störend, wenn ich wüsste, das mein Ex jederzeit ins Haus maschieren kann. Aber das sieht sicher jeder anders.

                    Wem gehört denn überhaupt das Haus, ihr alleine, deinem Mann alleine, oder beiden gemeinsam?

                    Unterhalt zahlt er demnach ja nicht mehr an seine Frau, sondern nur noch an seinen Sohn. Da der Sohn noch studiert, muss dein Mann auch weiterhin zahlen.
                    Über die Höhe lässt sich vielleicht streiten, aber wenn dein Mann 1.600€ Unterhalt zahlen kann, dann verdient er auch dementsprechend gut (ein Bekannter zahlt für sein Kind 1.500€ Unterhalt plus seiner Ex Frau zusätzlich noch das Haus und alle Nebenkosten. Er verdient knapp 5.500€ netto).
                    Zudem ist es oft so, dass die Väter ihren Scheidungskindern mehr zahlen, wie sie eigentlich müssten, oft wegen dem schlechten Gewissen, weil sie nicht immer da waren, weil sie sich von der Mutter getrennt haben, etc.

                    • Die Garage könnte sie auch an jemand anderen Vermieten.

                      Ja ich hätte auch ein komisches Gefühl wenn mein Ex einen Schlüssel zu meinem Haus hätte. Alles was recht ist, aber....

                      Der Unterhalt der Ex beläuft sich auf knapp 500 € der Sohn 1600€, verdienen tut er zwischen 3000 und 3100 €.

                      • (10) 30.01.15 - 15:59

                        Wem gehört denn das Haus? Ihr, ihm, oder beiden zusammen?

                        Wie, er zahlt insgesamt 2.100€ Unterhalt, dann noch Miete für die Garage (wie viel?) und verdient insgesamt 3000-3100€??? Somit habt ihr noch maximal 1000€ für euch (Abzug der Garage kommt ja noch hinzu)?

                        Das ist nicht sein ernst, oder?!
                        Ich meine wovon lebt ihr dann, gehst du arbeiten?
                        Ist ja lieb, dass er seinem Sohn soviel zahlt, aber dann reichen auch 1.000€. Und der Ex Frau, WARUM zahlt er IHR noch Unterhalt? Wofür?
                        Sag mal gehts noch?

                        Am besten trennst du dich von deinem Mann, somit hast du auf jeden Fall mehr Geld wie jetzt 1500€ und 500€ für dich #pro ;-)

                        Nein im ernst, das kann er doch nicht machen,w Elche Begründung hat er hierfür?

                        (11) 30.01.15 - 16:07

                        Bei DEM Unterhalt (den er theoretisch nicht mehr zahlen müsste) wäre ich sich noch mega nett zu meinem Ex und zum Papa #rofl

                        • Am Haus gehört ihm garnichts mehr. Garagenmiete bei der Ex liegt bei 50€.
                          Ja prinzipiell leben wir unter dem Hartz 4 Niveau. Ich kann nicht arbeiten momentan, würde es gerne, aber es geht wegen seinem Job überhaupt nicht und weil eins der Kinder aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht in eine Krippe kann. Ich würde gerne arbeiten. Ich bezahle unsere Unterkunft, sämtliche feste Kosten und das meiste Essen für uns vom Kindergeld für die 4 Kinder, dem kleinen Unterhalt für die 2 großen Kinder von meinem Ex und 300 € Betreuungsgeld. Mehr hab ich nicht und ich mache jeden Monat rote Zahlen und mein Erspartes ist jetzt so gut wie weg :-(

                          • (13) 30.01.15 - 17:08

                            Du machst jeden Monat rote Zahlen und er pudert seiner Ex (sorry) den Hintern?

                            Schlimm! Rede endlich mit ihm und für ihn vor Augen, dass es so nicht weitergeht.
                            Er denkt an alle, aber nicht an seine neue Familie, seine beiden Kinder, die er mit dir zusammen hat, haben noch nicht mal das Geld, was er seiner Ex jeden Monat zahlt! Das kann doch nicht sein.

                            Das muss er einsehen, wenn nicht, dann trenn dich. Ich rate nicht oft dazu, aber so wie er sich benimmt, das geht gar nicht!
                            Mal sehen wie viel er euch dann an Unterhalt zahlt.....

          (14) 29.01.15 - 15:17

          "Naja, ich fand es von vornherein seltsam und habe darunter gelitten. Als er noch alleine wohnte und wir uns für Abend verabredet hatten, kam er 1 1/2 Stunden zu spät weil er noch bei der Ex vorbeigeschaut hat. Das war nicht nur einmal so. Bescheid gesagt, dass es später wird, hat er nie. Ich hab halt gewartet, weil ich ja nicht mit jemand anderem was ausmachen konnte. Ich wusste ja nicht wann er kommt."

          Da bin ich sehr rigoros. Man kann mich einmal unentschuldigt sitzen lassen. Danach mache ich eine freundlich-deutliche Ansage und entweder kommt das nicht wieder vor oder ich warte eben nicht mehr.

          Kann es vielleicht sein, dass er denkt, er kann das alles so durchziehen weil Du nie deutlich genug gemacht hast, wie sehr Dich das wirklich stört? Dann rate ich Dir zu klareren Worten oder zu einem sehr ausführlichen Brief, in dem Du klar stellst, was los ist.
          Sei Dir aber von vorneherein klar darüber dass Du nicht von ihm verlangen kannst, den Kontakt jetzt auf ein Minimum zu beschränken. Such Dir lieber ein bis maximal drei Baustellen die besonders schmerzen und bitte hier um Änderung.

          Du hast das eventuell schon zu lange ausgehalten ohne Dich deutlich genug zu äussern.
          Und noch was: "Normal" gibt es für solche Fälle nicht, nur "individuell". ;-)

          • Doch ich habe das Thema natürlich angesprochen. Gerade weil er sagt, er würde diese Garage dort brauchen. Hier im Haus aber steht eine Garage leer mit den gleichen Eigenschaften wie die bei der Ex, die er aber nicht nutzen möchte. Darum eben sehe es als faule Ausrede er braucht die Garage dort. Er spricht auch noch von dem Haus in dem die Ex wohnen geblieben ist, von "seinem Haus". Unter anderem auch vor meiner Verwandtschaft. Ich möchte nicht, dass er dem Kontakt komplett abbricht. Sie haben ein gemeinsames Kind, über das es allerdings nicht mehr viel zu reden gibt weil in eigenem Haushalt lebend und erwachsen. Habe ich kein Problem damit wenn über das gemeinsame Kind gesprochen wird, sondern weil er noch einen Schlüssel hat zu ihrem Haus, er noch Sachen dort hat, er doch sein Auto parkt.
            Er meint halt wenn er den Kontakt auf ein minimales reduzieren würde, dass die Ex das als Kriegserklärung sehen würde. Aber selbst wenn, wo kann sie ihm schaden, das Kind kann sie ihm nicht wegnehmen da erwachsen. Und vor allem fragen ich mich dann, warum er ja praktisch verpflichtet ist, den Kontakt dann mit ihr zu halten. Die Sache ist doch noch nicht ausgestanden wenn er Angst vor Krieg hat. Er steht ja so praktisch unter ihrer Fuchtel....ist das denn wirklich eine freundschaftliche Beziehung von beiden Seiten, wenn er davon ausgeht, sie macht auf Krieg wenn er den Kontakt reduziert??????

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