mann dauernachtschicht = alleinerziehend?

    • (1) 31.01.15 - 18:54
      dauernachtschicht

      Hallo,

      Wir sind seit fast 7 jahren verheiratet und haben 2 kinder. Beide noch im kindergarten. Mein mann war nie der große arbeiter, daher bin ich froh, dass er seit fast 2 jahren die selbe arbeit hat. Er arbeitet nachts, da aufgrund meiner arbeitszeiten sonst eine lücke in der kinderbetreuung wäre :(

      So zu meinem problem. Er kommt im normalfall morgens um 8 nach hause, dann bring ich die kinder in den kindergarten und gehe arbeiten. Um 16:30 muss er die kinder wieder abholen, was auch schon das ein oder andere mal schief ging, da er weder wecker noch telefon gehört hat. Somit wurde ich auf der arbeit angerufen und musste meine kollegen und chefs mehr oder weniger verärgert zurück lassen, die kinder holen, heim fahren, mann wecken und wieder auf arbeit.

      Ich verstehe, dass es schwer ist, immer nachts zu arbeiten, aber bei anderen (seinen kollegen) klappt das auch. Sie kommen heim, gehen ins bett und stehen um 15 uhr wieder auf. Wenn man meinen mann aber nicht weckt, geht er um acht ins bett und wacht vor abends um acht nicht mehr auf. In der zwischenzeit war ich zwei monate zuhause (krankheit) und habe natürlich die kinder mittags geholt. In der zeit ist er nicht direkt nach dem arbeiten ins bett, sondern meist erst um 10/11. Hat dann geschlafen bis sechs (da hab ich ihn geweckt, wegen essen und die kinder wollen halt auch noch was von papa) und war dann uns allen gegenüber ziemlich pampig. Wenn die kinder mal nicht hören oder was nicht auf anhieb funktionier, wird er gleich sauer. Will unser sohn abends mal wieder nicht richtig ins bett, sondern hampelt noch rum, dann geht er einfach. Usw.

      Unsere tochter hat zwei mal in der woche morgens einen termin, aber glaubt ihr, er wäre in der zeit mal mit ihr dort hin? Das musste immer ich machen (und ich hab auch immer nur 5h schlaf, da ich aufgrund der krankheit nicht richtig schlafen kann). Denn genau dann war er leider immer total müde und musste gleich ins bett.

      Am wochenende das selbe, er schläft bis um sechs abends und ich hock alleine mit beiden rum oder unternehm was mit ihnen.

      Ich bin dann ca 2 mal im monat samstag abends mit freundinnen unterwegs, sonst hab ich dazu ja keine zeit. Das hält er mir schon immer vor. (Obwohl ich oft genug sage, er soll auch mal weggehen-er spielt lieber pc und kommuniziert mit seinen freunden dabei über teamspeak)
      Heute dann der nächste aufreger. Eine arbeitskollegin, selbe firma andere zweigstelle, und er wollen sich in der stadt treffen, sie hat wohl gerade ziemliche Probleme. Ich bin sicher, es läuft nix zwischen ihnen, das ist nicht das Problem. Nein, er macht deswegen 4h früher Feierabend und kann dann plötzlich um 11 aufstehen. Ja klar, er hat ja auch was vor.

      Der ganze Haushalt bleibt an mir hängen, manchmal glaub ich, ich hab 3 kinder und keinen mann. Ich räum ihm alles hinterher, der weihnachtsbaum steht immernoch auf der terrasse, genauso wie der alte kaputte wohnzimmertisch, ich sehs nicht ein, dass ich die jetzt auch noch kleinhacke. Irgendwas wird er ja auch tun können. Und so bleibt einiges liegen, ihn stört es aber nicht.

      Ansich ist er ein ganz lieber, aber obwohl er 30 wird im sommer, einfach nicht wirklich reif (was das ganze zusammenleben angeht hab ich so das gefühl) er ist nicht dumm und wäre er nicht immer so lernfaul gewesen, hätte er es auch zu was bringen können.

      Keine ahnung auf was ich genau raus will, sex hatten wir schon seit einem jahr nicht mehr, ich kann einfach nicht, weil ich immer nur am rennen und machen bin, ihm alles 20 mal sagen muss bis er was macht usw. Er ist wirklich wie mein drittes kind und welcher normale mensch möchte schon mit seinem kind intim werden? (Ja vllt übertrieben, aber so fühlt es sich an)

      Sorry für die lange, vielleicht chaotische geschichte, aber ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll...

      Liebe grüße

      • Hallo,

        einen wirklichen Rat kann ich dir leider nicht geben. Was ich aber weiß: So würde ich nicht leben wollen. Es scheint so, als hätte er absolut keinen Bock auf euch und Familienleben. Ich würde mit der Faust auf den Tisch hauen. Entweder er ändert sich, oder ich wäre weg.

        • (3) 31.01.15 - 21:11
          dauernachtschicht

          Er ist frustriert weil es keinerlei intimität gibt zwischen uns. Ich hatte mich letzten winter von ihm getrennt...er hing 3 wochen hier rum wie das leiden chrisi und ich hab gemerkt, dass da doch noch gefühle sind...mittlerweile frag ich mich, ob es nicht nur mitleid war und ich es aus harmoniegründen und den kindern zuliebe getan hab...

      Hallo,

      also grundsätzlich bin ich gegen aufgeben und fürs kämpfen...
      Nur in deinem Fall?

      Du schulterst fast alles allein und er lässt dich hängen?

      Ich wäre schon weg!

Mein Mann arbeitet auch oft nachts und er gehört zu den Glücklichen, die das gut verpacken.
Viele seiner Kollegen haben aber echte Problem damit, können sich nicht direkt nach der Arbeit hinlegen, bleiben auch bis 11 Uhr wach und verpennen dann den ganzen Tag. bei denen besteht die Nachtshichtwoche wirklich aus arbeiten, schlafen und fernsehschauen.

Nachtshicht ist für manche einfahc nichts.

Bei Euch glaube ich aber, dass da ein grundsätzliches Problem dahintersteckt. besonders wenn er auch am Wochenende nicht für die Familie da ist.

was sagt er denn, wenn du ihn darauf ansprichst? Hat er irgendeine Lösung?

  • (13) 31.01.15 - 21:18

    Er ist einfach kein tagmensch, war er früher schon nicht. Da ist er aber um 3/4 ins bett und relativ zeitig wieder aufgestanden. Ich kann verstehen, dass er seinen schlaf braucht, vorallem weil er von freitag auf samstag arbeiten muss. Und dann durchmachen und nachts ins bett geht eben mittlerweile auch nicht mehr. Dann wacht er nach 2h auf und ist fit und morgens wird er dann müde.

    Er hat einfach einen komplett anderen Rhythmus wie wir und ohne seine arbeit bzw. Meine können wir nicht leben.

    Trennen und dann zwei wohnungen nehmen und haus verkaufen fällt auch flach, haben meine oma noch mit im haus in ner ELW. Verhalten sie quasi mit, zwei wohnungen währen noch drin. Drei nicht. Und mit aufnehmen kann ich sie auch nicht, sonst könnt ich nach nem tag in die geschlossene. Wir können einfach nicht miteinander, aber sie hat sonst niemanden mehr...
    Es ist alles extrem kompliziert. Ich denke, wenn oma nicht wäre, hätte ich mich schon lange getrennt

    • Bevor ich meinen Mann kennelernte und Kinder bekam, konnte ich auch bis mittags locker durchschlafen, auch wenn ich um 10 Uhr abends in Bett gegangen bin. ich bin kein PC Zocker, aber es gab Spiele bei denen ich auch bis 5 Uhr morgens durchgespielt habe. Teilweise habe ich Nächte durchgetanzt und bin morgens zu Arbeit gegangen.

      Ich denke mit der Entscheidung Kinder bekommen zu wollen muss man mit diesem Leben abschließen und neue Prioritäten schaffen.

      Es ist nicht richtig, zu meinen, dass manche Menschen halt Nahctmenschen sind und nicht dazu geeignet sind sich um ihre Kinder zu kümmern.

      Besonders da du ja von deinem Mann wirklich nur die Minimalbedingungen einforderst, dass er nahcmittags die Kinder abholt und zu eventuellen Freizeitaktivitäten bringst.

      An deiner Stelle würde ich noch einmal einen neuen Blick auf Eure Situation wagen und auch einmal mit der Oma reden.

Ich glaube, du unterschätzt, was es heißt Nachtschicht zu arbeiten. Das macht er ja offensichtlich damit ihr die Kinderbetreuung geregelt bekommt, also nicht wirklich freiwillig.

Dass dein Mann nach der Arbeit nicht sofort brav ins Bett geht sondern geraume Zeit braucht um runter zu kommen, kann ich verstehen. Wenn ich nach der Arbeit spät abends heimkomme, kann ich auch nicht sofort schlafen. Das muss morgens ja noch viel schlimmer sein. Auch dass er am Wochenende schläft, nach dem Aufwecken dann aber unausstehlich ist und im Bett nichts mehr läuft (wann auch?), liegt am Nachtdienst. Er kann seinen Schlafrythmus doch nicht ständig umstellen. Dauernachtdienst mag zwar als Kinderbetreuung ganz praktisch sein, familienkonform ist es definitiv nicht.

Vielleicht solltest du anfangen ihn ein wenig zu schätzen. So wie du hier schreibst hackst du nur auf ihm herum. Er ist nicht erwachsen, arbeitsfaul, hat nichts ereicht, weil er zu faul zu lernen war, alle anderen bekommen es viel besser hin als er... da fragt man sich doch, warum du mit diesem Mann zwei Kinder hast... Dein Mann arbeitet jede Nacht, versuch das mal ein paar Wochen... Wenn du dich ihm gegenüber so verhältst, wie du hier schreibst, wundert es mich nicht, dass er keine Lust auf Familie hat.

Meiner Meinung nach müsst ihr sehen, dass dein Mann andere Arbeitszeiten bekommt und ihr die Kinderbetreuung anders regelt. Nachtdienst ist eine große Herausforderung, nicht nur für den Betroffenen, sondern die ganze Familie muss dahinter stehen. Du tust das definitiv nicht. Also ändert etwas.

Und dann noch, alleinerziehend bedeutet nicht, sich nahezu alleine um die Kinder zu kümmern. In sehr vielen Familien sieht der Vater die Kinder vielleicht maximal eine Stunde am Tag. Diese Mütter sind aber bei weitem nicht alleinerziehend auch wenn sie nahezu die ganze Arbeit mit den Kindern haben. Sie haben immerhin einen Partner, der mit ihnen zusammen den Familienunterhalt verdient, sie unterstützt und mit ihnen wichtige Entscheidungen bzgl der Kinder trifft. Alleinerziehend ist da nochmal ganz etwas anderes.

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