seit Umzug denke ich nur an Auszug

    • (1) 08.02.15 - 19:39

      Hallo Ihr,

      brauche einen Rat.

      Vor zwei Wochen sind wir (mein Mann und mein drei jähriger Sohn)in unser Eigenheim gezogen. Wir haben ein halbes Jahr lang gebaut und viel Arbeit rein gesteckt. Aber nun, seit dem Einzug, denk ich an meinen Auszug. Ich will hier nur weg. Ich fühle mich absolut nicht wohl und nicht zu Hause. Kann an nichts anderes denken und weine den ganzen Tag. Hatte letzte Woche einen leichten Zusammenbruch. Ich habe wohl Heimweh oder auch nicht. Wir haben vorher 4km entfernt bei meinen Eltern gewohnt. In deren Einliegerwohnung hatten wir genug Platz und Oma und Opa waren immer in der Nähe. Ok, das sind sie nun auch noch, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich von allen sehr weit weg bin. Ich weiß nicht was los ist mit mir. Ich habe bereits allein mehrere Jahre im Ausland gewohnt, darum kann ich mir gar nicht erklären, wieso ich mit mal so "schrullig" bin. Ich will nur zurück zu meinen Eltern. Ich fühle mich hier überhaupt nicht wohl! Absolut nicht mein zu Hause und ich versuche wirjlich seit 2 Wochen durchzuhalten, aber irgendwie weine ich den ganzen Tag, und ich meine so richtig, so dass ich mich gar nicht mehr einbekommen. Ich bin 33 und wohl langsam eine Schrulle. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und sofort zu meinen Eltern. Auch für meinen kleinen ist es dort ja auch sein zu Hause. Dort kann er toben und richtig Kind sein. Das kann er hier leider nicht.

      Danke für´s lesen!#winke

      • Warum baut ihr ein Haus, in dem euer Sohn nicht Kind sein darf? Malst du nicht alles etwas zu schwarz?
        Kann es sein, dass du nach dem Baustress und dem Umzug einfach nur mit den Nerven fertig bist und dich erst mal erholen musst?
        Deine Eltern sind ja nicht aus der Welt.

        Gib dir etwas Zeit anzukommen. Wahrscheinlich kommst du gerade zur Ruhe und der Stress der letzten Monate hervor, da kann man sehr sensibel und empfindlich sein. Du kannst deine Eltern doch regelmäßig besuchen und der Kleine dort auch mal schlafen.

        Als ich hochschwanger war, haben wir unsere neue Wohnung saniert. Vier Wochen nach der Geburt sind wir eingezogen und auch ich habe mich nicht wohl gefühlt. Es war eine harte Zeit, unser Sohn ein Schreibaby und wir waren mit Nerven am Ende. Aber es wird alles besser und ich möchte hier auch gar nicht mehr weg.

        Was ich nicht verstehe - ihr habt ein Haus gebaut und der Kleine darf oder kann dort nicht toben!? Es gibt doch sicher ein Kinderzimmer und einen Garten……

        Ic glaube wirklich das es halb so wild ist, lass dir Zeit und hab ein wenig Geduld.

      Hi,

      Du bist nicht zuhause. Ganz schlicht. Das ist ein fremdes gebäude, noch völlig unberührt und ohne Geschichte. Möglicherweise fehlen auch noch tausend Kleinigkeiten, die das gefühl noch verstärken. Das ist ganz normal. Man freut sich wie verrückt auf die eigenen vier Wände, in die man soviel Zeit und Energie gesteckt hat und die man für so vertraut hält. Dann zieht man ein und fühlt sich total fremd und verloren. Das ist so.

      Ein Zuhause muss wachsen, braucht Seele, Leben und Geschichten. Kleine, leise Geheimnisse und große, laute Erlebnisse. Es braucht Besuch und Einsamkeit und den Lauf der Jahreszeiten, Bräuche und Rituale, die sich wiederholen. All das wird kommen, langsam, aber sicher und eines morgens wirst Du aufwachen, zuhause sein und Dir nicht mehr vorstellen können, woanders zu leben.

      Alles Gute
      die Landmaus

      Hallo,

      das hört sich nach sehr viel Drama an - sorry.

      Wir haben 3/4 Jahr lang ein Haus renoviert - mit 4 Kindern und ich Vollzeit-Arbeit. Nach dem Umzug war ich komplett durch - ebenso wie mein Mann. Ich habe mich nicht richtig freuen können, weil ich nur die vollen Umzugskartons gesehen habe und alles, was noch zu tun war....Also quasi - noch kein Land in Sicht.

      Der Garten hat ein weiteres 3/4 Jahr gedauert, war nicht nutzbar. Bei 4 Kindern/Teenies ein Traum...#zitter

      Macht eines nach dem anderen.Ihr seid jetzt erst mal eingezogen. Macht euer Zuhause tatsächlich zu eurem Heim. Wenn alles niegelnagelneu ist, braucht das halt seine Zeit. Bist Du nun so auf Dich allein gestellt, dass Du jetzt Panik ohne Deine Eltern hast?

      Du schaffst das schon:-)

      Hi,
      Ihr habt nur 6 Monate gebaut? Das ist doch nicht lang.

      Ich habt bei Deinen Eltern gewohnt, die vermutlich in der Stressigen Bauzeit für euch gewaschen, gekocht und das Kind gehütet haben?

      Und jetzt kannst Du nicht einfach mal das Kind zur Oma hochschicken um in Ruhe mal ....
      das Bad putzen
      saugen
      Küche ausräumen und abwaschen
      bügeln
      oder einfach mal Mensch sein, und sich 30 min. auf die Couch legen ??

      Hast viel mitgeholfen und bist nebenbei noch arbeiten gegangen? Dann kann das auch ein Erschöpfungssyndrom sein.

      Fühlst Du nicht wohl, weil noch 90% der Fußleisten fehlen, das große Bad noch nicht fertig ist, und ihr im Gästeklo mit Dusche, Euch fertig machen müsst?

      Sagt Dein Mann nur Stopp zu Deinem Sohn, weil die Tür mit Zarge 400 € gekostet hat und so weiter und so fort?

      Riecht alles noch neu und nicht bewohnt?

      Entweder lässt Du Dich mal krankschreiben und versuchst mal zur Ruhe zu kommen, oder schreibst mal auf, was Dich stört und setzt Dich mal mit Deinem Mann zusammen und besprecht Euch.

      Ich habe 18 Monate lang gebaut, war Vollzeit arbeiten und habe von 17.30 - 22 Uhr jeden Tag, oder länger, und Wochenends voll auf der Baustelle gearbeitet, oder geholfen.

      Es war kein Kind oder Mann da, nur mein Vater und ich, ab und an unser Fliesenleger oder mein Cousin der das Wasser verlegt hat, wo wir aber auch geholfen haben. Nach den 18 Monaten, habe ich sowas von die Nase voll gehabt. Aber den Einzug habe ich entgegengefiebert und war nur noch froh in meinem Haus zu sein.

      Hast Du Dich evtl. aus allem rausgehalten und jetzt ist alles fremd?

      Geh mal in Dich und versuche das Problem zu ergründen.

      Alles Gute im neuen Heim!!!

      Claudia

      (10) 09.02.15 - 12:24

      Einliegerwohnung hatten wir genug Platz und Oma und Opa waren immer in der Nähe. Ok, das sind sie nun auch noch"

      Da ich voraussetze, dass Ihr jetzt auch genug Platz habt und Opa und Oma immer noch in der Nähe sind, gibt es keine wirklichen Gründe für dein weit wegfühlen.

      Dass heißt du hast "selbstgemachte" psychische Probleme, die sich ein Fachmann anschauen sollte.

      Du solltest daher zu einem Psychologen gehen.

      Hallo,

      also zunächst kann ich das wenig nachvollziehen. Wir reden hier über 4 km, nicht über 40 oder gar 400 km. Du könntest also locker jeden Tag zu deinen Eltern hinlaufen mit deinem Sohn. Wenn du flott läufst, kannst du das in ca. 40 - 45 Minuten schaffen.

      Ich kenne das so überhaupt nicht von mir, wir haben ein altes Haus gekauft, sind eingezogen und haben fast zwei Jahre lang renoviert. Alles sehr aufwändig und wir haben zum Teil sehr unbequem gewohnt. Als alles fertig war habe ich geheult wie ein Schlosshund - aber vor Freude.
      Weil es UNSER Haus ist mit all unserem Herzblut und unserer Seele darin.
      Wahrscheinlich hätte ich bei einem neuen Haus eine Woche lang vor Freude geheult.
      Mir kommt den Posting so vor, als ob du von einer selbständigen Frau wieder zur abhängigen Tochter mutiert bist, als ihr bei deinen Eltern eingezogen seid. Anders kann ich mir deinen enorm starken Wunsch, wieder zu deinen Eltern zu ziehen, nicht erklären.
      Oder gibt es Probleme mit deinem Mann, denen du nun nicht mehr aus dem Weg gehen kannst, wo ihr nun sozusagen auf euch gestellt seid.

      Und dein Sohn wird dieses Haus sicher nicht als sein Zuhause ansehen, wenn du ihm den ganzen Tag etwas vorweinst und ihm unbewusst signalisierst, dass du das neue Heim überhaupt nicht magst. Glaub mir, irgendwann wird alles so sein, wie ihr euch das vorstellt, auch wenn es vielleicht noch Schweiß, Geld und Nerven kosten wird. Und für deinen Sohn eine Schaukel und einen Sandkasten in den Garten zu stellen sollte doch nicht das Thema sein. Ich denke, wenn dein Sohn am Spielen ist, wird es ihm herzlich egal sein, ob er in einem Vorzeigegarten spielt oder ob es noch grüne Wiese ist.

      Versuche dich jetzt mal zusammenzureißen und werde dir bewusst, dass ihr etwas ganz Tolles habt, was nun wirklich nicht jeder hat. Ihr habt ein sicherlich schönes neues Haus ganz in der Nähe deiner Eltern (ist aus meiner Sicht wirklich nur ein Katzensprung) und könnt nun anfangen, eurem neuen Zuhause Seele und Leben einzuhauchen. Auch wenn jetzt noch nicht alles fertig ist, das wird, glaub mir.
      Ich sehe dich schon im Sommer mit deinen Eltern in eurem Garten (oder der es mal werden soll) Kaffee trinken und eurem Sohn beim Spielen/Schaukeln zusehen. Der Kaffee muss natürlich zügig ausgetrunken/ der Selbstgebackene rasch aufgegessen werden, weil noch mind. 1 Stunde Arbeit ansteht. Aber das macht nichts, weil du weißt, dass es dich deinem Ziel näher bringt, bald einen wunderschönen nach deinen Vorstellungen angepflanzten und gestalteten Garten zu haben

      Ich wünsche euch alles Gute

      Nici

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