Liebe ich meinen Exmann noch?

    • (1) 15.02.15 - 12:56

      Hallo. Ich weiß langsam auch nicht mehr was mit mir los ist. Ich habe mich vor ca. 1,5 Jahren nach Alkoholproblemen und Suizidversuch meines Exmannes getrennt.

      Meine Kleine war da gerade 3 Wochen alt, der Große ca. 1,5 Jahre alt. Ich war so wütend und enttäuscht, dass ich sofort die Konsequenzen gezogen habe mit allem drum und dran. Scheidung, Namensänderung und Sorgerecht. Hatte er freiwillig abgegeben, weil er in seiner Situation keine Entscheidungen treffen wollte und konnte. Ich dachte, ich liebe ihn nicht mehr, weil soviel kaputt gegangen ist und das Vertrauen weg war.

      Jetzt hatte ich kurzzeitig einen neuen Partner. Ich weiß nicht, ob ihr mitgelesen habt.... ich war mir von Anfang an nicht sicher. Er war toll und hätte mir auch gut getan in vielerlei Hinsicht, aber die Gefühle kamen nicht. Mein Ex hatte auch ca ein halbes Jahr eine neue Partnerin. Wir sehen uns aufgrund der Kinder regelmäßig. Er kommt zweimal die Woche zu uns. Wir verstehen uns bestens.

      Wir haben unheimliches Vertrauen zueinander, ich mittlerweile auch wieder. Er kommt auch außer der Regel, wenn ich Hilfe brauche und zB krank bin. Er hat Lust auf Ausflüge mit uns, wir lachen zusammen, dann gibt es diese Momente, in denen wir uns gleichzeitig gegenseitig ansehen und wissen was der Andere denkt. Ich fühle mich auch nicht wie geschieden, sondern immer noch, wie vergeben... an meinen Mann... er ist einfach der Mann, der immer in mein Leben gehört. Nicht als Vater. Sondern generell.
      Wenn ich unser Hochzeitslied höre, werde ich traurig und könnte weinen. Wenn er wegziehen würde und er nicht mehr greifbar wäre, wäre es schlimm.
      Er meinte mal beim JA, als es ums Sorgerecht ging, dass es so besser ist mit uns und wir getrennt bleiben werden. Ich glaube, er sagt das, weil er sich sicher ist, dass ich so denke. Er möchte seine Verletzung nicht zeigen.
      Vor ein paar Tagen schickte er mir ein Video von mir und den Kindern von kurz nach der Trennung, was ich ihm damals geschickt hatte. Mit den Worten... es tut mir Leid, dass ich nicht da war.

      Er geht in ein paar Wochen 3 Monate in eine Entzugsklinik. Er hat sein Trinken im Griff, muss das aber festigen. Das kam von ihm aus. Früher wollte er nie etwas machen.
      Er hatte auch Alkohol bedingt Depressionen. Die sind jetzt fast weg, wo der Alkohol weg ist.

      Einerseits möchte ich meine Familie zurück, andererseits habe ich natürlich nicht die Sicherheit, dass es wieder soweit kommt.

      Was auch mit rein spielt, sind meine Eltern. Wir leben in einem Haus von Ihnen zur Miete. Wenn wir wieder zusammen kommen und irgendwann zusammen ziehen sollten, muss ich mit den Kindern hier raus. Meine Eltern halten nichts mehr von ihm, weil ich mich damals so verletzt und kaputt gemacht hat. Sie verstehen aber nicht, dass das viel seine Krankheit war.

      Er dürfte nie mit zu Familienfeiern usw. So war damals der Stand. Irgendwie eine Entscheidung zwischen ihm und meiner Familie.

      Ist alles sch.....

      Sooo, jetzt hab ich echt viel geschrieben. Versteht mich hier jemand, hatte was ähnliches auch schon erlebt?

      Sind das noch Gefühle oder nur der Wunsch nach Familie? Er war mir trotz kurzer Beziehung wichtig. Wegen seiner Beziehung war ich zwar nicht eifersüchtig, aber irgendwie deswegen, weil ich sowieso das Gefühl hab, dass er zu mir gehört.

      Jetzt aber gut, ich freue mich auf eure Antworten.

      Liebe Grüße

      • Hi.
        Zum Verständnis. Wie lange hast du denn versucht ihm zu helfen bzw. ihm beizustehen?
        Wie lange ward ihr zusammen und wie lange bestand das Problem?
        Das ist kein Vorwurf!

        • Hi. Das Problem bestand bestand seit Anfang der Schwangerschaft. Also ca 9 Monate. Dann habe ich ihn am Anfang der Trennung noch geholfen. Therapeuten gesucht, geredet usw. Er wollte aber nicht. Daher die Trennung. Ich konnte nicht mehr. Er hat es nicht ernst genommen. Scheint er aber jetzt zu tun. Waren 3 Jahre zusammen. Ein Jahr verheiratet.

          • Ja, jetzt, wo du dich endgültig getrennt hast.

            Du musst wissen, was du tust. Wenn du meinst, du liebst ihn noch... Was soll man da machen.
            Die Frage ist, wird er rückfällig wenn er sich deiner wieder sicher ist?
            Scheiß Situation.
            Vielleicht wäre bei euch eine Trennung auf Zeit besser gewesen, um ihm das deutlich zu machen.
            Nun seid ihr geschieden. :/ Willst du ihn ein zweites mal heiraten?
            Ich sehe es ja so, wenn ich heirate, gehe ich durch Dick und Dünn!
            Mein Partner war da auch anderer Meinung. Für mich gäbe es kein zurück, da er die Scheidung eingereicht hat, und ich es meiner Familie auch nicht plausibel erklären könnte.
            Ich finde es sooo schlimm heutzutage so "unbewusst" zu heiraten.
            Ich habe es bewusst getan, aber mein Exmann denkt wohl eher nach der heutigen Generation.

            • Kann dich verstehen. Ich habe aber auch bewusst geheiratet. Wollte immer einmal heiraten und dann für immer. Wenn man aber selbst psychisch so kaputt gegangen ist und sich dann neben ihm noch um Baby und Kleinkind kümmern muss, dann bleibt eigentlich nur die Trennung. Hätte sonst nichts mehr auf die Reihe gekriegt.

              Trennung auf Zeit wäre sicher besser gewesen. Damals habe ich aus Wut und Verzweiflung alles Hals über Kopf entschieden und mich aus Vernunft und Selbstschutz getrennt. Dann kam die Scheidung.... ich war traurig darüber, aber es gab für mich kein Zurück. Ich war mir sicher, dass er sich nie im Leben ändert. Er wusste, was auf dem Spiel stand.

              Nun, einige Zeit später, wo ich sehe, dass er dauerhaft auf einem guten Weg ist, nicht mehr trinkt, zu den AAs geht und nun noch als Abschluss in eine Klinik geht, sehe ich es mit anderen Augen.

              Was Andere sagen würden. Von wegen, erst Scheidung, jetzt wieder zusammen.... das wäre mir egal.
              Heiraten würde ich nochmal. Aber erst nach etlichen Jahren, wenn es keine Vorfälle gab.

              Schwierige Situation. Das stimmt. Aber vielleicht musste es so sein, damit er auf den richtigen Weg findet und wir wissen, was wir in Zukunft anders machen müssen.

              Liebe Grüße

              • Ja. Vielleicht hast du mit der Scheidung auch genau das Richtige gemacht.
                Eine Trennung auf Zeit wäre evtl. "zu wenig" gewesen, um ihn wach zu rütteln.
                Ich würde an deiner Stelle jetzt aber nichts überstürzen.
                Vielleicht sogar noch einige Zeit warten, bevor du mit ihm über deine Gefühle redest.

                Alles Gute. #herzlich

      Hallo, ich weiß nicht, ein Alkoholiker ist immer eine tickende Zeitbombe. Mein Ex wurde nach unserer ersten Trennung auch trocken und hat halt dann irgendwann wieder angefangen. Nachdem das Kind da war, ganz doof. Es gibt halt aber auch welche, die trocken bleiben, das weißt du vorher halt nicht. Toll wäre es schon für euch, ich wünsche dir alles Gute!

    (10) 15.02.15 - 13:40

    sei doch bitte nicht dumm.
    er kann doch auch ohne reunion der vater deiner kinder und dein von mir aus bester freund sein.
    du wirst mehr verlieren als gewinnen, wenn du wieder mit ihm zusammenkommst.

    du solltest aber deinem neuen partner gegenüber fair sein und dich von ihm trennen.

    • (11) 15.02.15 - 14:23

      Hallo. Von meinem neuen Partner habe ich mich bereits getrennt.

      Mir geht es nicht um heile Familie, sondern um ihn und mich. Ich komme auch allein klar. Es geht darum, dass er mir was bedeutet.

      • (12) 15.02.15 - 14:29

        "Es geht darum, dass er mir was bedeutet."

        das kann er doch auch als vater und freund. warum musst du dich zwingend in eine erneute partnerschaft nach der vorgeschichte verstricken? zumal das alkohol-problem ja immer noch nicht vom tisch ist.

        von heiler familie hatte ich übrigens gar nichts geschrieben.

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