ich wär lieber allein..

    • (1) 22.02.15 - 10:52
      eremitin5

      hallo zusammen,

      schon früh als kind hatte ich immer eine bestimmte vorstellung. ich habe ein kind und bin alleinerziehend.

      nun ist es so, dass ich zwei kinder habe und einen mann. die kinder sind anstrengend ja, aber ich würde gerne ohne mann leben. er hilft zwar mit den kindern aber ich finde es total anstrengend. er hat keinen einfachen charakter, ich auch nicht. er redet nicht mit mir, also über emotionale dinge... ich habe mir immer vorgestellt in einer art wg zu leben mit freunden... dann hätte man auch immer die selbstgewählte familie um sich. warum ich mich damals für ihn entschieden habe? er war lieb, hatte leidenschaft für sein hobby und er war gut zu mir. inzwischen ist er ein wahnsinns langweiler und das einzige was gut ist, ist, dass er mich weitestgehend in ruhe lässt. aber dennoch gibts oft streit etc.

      was ich jetzt schon weiß, wenn die kinder groß sind, will ich alleine leben. ob ich es bis dahin aushalte ist fraglich, denn er liebt mich. vielleicht liebe ich ihn auch, weil ich ihn ja auch nicht verlasse, irgendwas scheint da ja zu sein. aber wenn ich doch jetzt schon sehnsucht nach einer eigenen wohnung habe...

      gibts ähnliche fälle?

      • (2) 22.02.15 - 11:10

        Hallo!

        Ja, mich!

        Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder.

        Und eins ist klar: Wäre ich aus irgendeinem Grund mal nicht mehr mit meinem Mann zusammen (Trennung, Unglücksfall...) und würde irgendwann einen neuen Partner kennen lernen, würde ich NIE WIEDER mit einem Mann zusammen ziehen.
        Nie, nie wieder.

        Und das hat absolut nichts mit Gefühlen zu tun. Ich liebe meinen Mann. Aber ich hätte lieber getrennte Wohnungen. Man könnte ja gern auch immer mehrere Tage am Stück zusammen verbringen, aber ich fände es einfach wunderbar, auch meine eigene Wohnung, meinen Rückzugsort zu haben. Es geht mir nicht um Freiheiten außerhalb der Beziehung. Weggehen, was allein unternehmen, Hobbies nachgehen usw kann ich auch so.

        Es geht mir um die Zeit ALLEIN in MEINER Wohnung. Und mit allein meine ich: Ohne anderen Erwachsenen um mich herum. Meine Kinder um mich zu haben finde ich toll. Immer. Aber Abends, wenn sie im Bett sind, hätte ich gern meistens einfach meine Ruhe. Ich möchte einfach in Ruhe lesen ohne angesprochen zu werden. Ich möchte im TV das schauen, was ich möchte. Ich möchte mal in Ruhe telefonieren, ohne das jemand daneben hockt. Ich mag es absolut nicht, mit jemandem in einem Bett zu schlafen. Ich habe einen sehr leichten Schlaf. Ich schlafe lieber in kalten Räumen, mein Mann in Warmen. Ich gehe eher zeitig ins Bett, mein Mann sehr spät. Er schnarcht, ich werde davon massiv gestört.

        Nein, ich bin absolut nicht dafür geschaffen, mit jemandem dauerhaft zusammen zu leben. Und wie gesagt: Wäre ich aus irgendeinem Grund wieder Single und es käme ein neuer Mann in mein Leben: Nie wieder würde ich mich darauf einlassen.

        In meiner aktuellen Beziehung ist das nun mal leider nicht mehr möglich. Als Familie mit Kindern ohne getrennt zu sein getrennt zu wohnen... geht ja gar nicht. *seufz*

        Du siehst: Keine Lösung, aber Verständnis für das Problem.

        LG

        • (3) 22.02.15 - 16:41

          Hallo,

          wie wäre es mit einer größeren Wohnung in der jeder Erwachsene sein eigenes Zimmer hat?

          Da kannst Du in Ruhe telefonieren, Dein Lieblingsprogramm schauen und bei wohligen 18 Grad ungestört schlafen!

          Vg Rosaundblau

        (5) 23.02.15 - 14:28
        willauchineurenclub

        Hallo,

        schön, dass es mehrere von uns gibt. Wenn alle Anderen von Montagmorgen genervt sind, freue ich mich, weil mein Mann wieder auf Montage fährt#huepf. Ich hasse meinen Mann nicht, bin aber auch lieber allein. Ich habe nicht vor fremdzugehen o.ä., will nur meine Ruhe.

        Viele Grüße

    (6) 22.02.15 - 13:44

    Das klingt für mich echt furchtbar, so kalt und distanziert. Dein Mann tut mir richtig leid, es beste was du tun kannst ist ihm verlassen. Und das nicht irgendwann, sondern jetzt, damit er seine Lebenszeit nicht an dich verliert sondern es mit jemanden teilen kann der ihm liebt....

    Traurig....

    K

  • Was soll denn der Blödsinn? #gruebel Du bist voll unglücklich und willst noch Jahre lang so weiterleben? #kratz Das ist unfair deinem Mann gegenüber dass er so eine Frau hat die ihn zum kotzen langweilig findet und es ist für dich scheiße weil du deine besten Jahre einfach so "überstehen" willst bevor du dich endlich trennen kannst #augen dann bist du alt und dein Leben ist vorbei.

    Wenn du jetzt unglücklich bist haben die Kinder auch nichts davon, du nicht und dein Mann nicht. Trenne dich, dann werdet ihr alle die Möglichkeit haben zufriedener und glücklicher zu werden #aha

Und aarum quälst Du dann Dich und Deinen Mann? Trenn Dich doch und genieße Dein Leben als Alleinerziehende, wenn Du es so toll findest (wobei diese Vorstelung von einer WG mit Freunden und zwei Kindern finde ich nur in der Fernsehserien lustig und WG Leben in der Realität ist auch anstrengend). Dein Mann tut mir echt Leid, er könnte sicher nkch jemanden finden, der ihn lieben und zu schätzen wissen wird. Und den Kindern tut es wahrscheinlich auch nicht gut, wenn sie jeden Tag eine lieblose Beziehung zwischen den Eltern sehen.

Hallo,

Mich erschreckend deine Worte ebenfalls und mir tut dein Mann leid.

Vor allem aber finde ich es extrem egoistisch von dir nicht endlich einen Schlussstrich zu ziehen.

Du bedienst dich seiner Lebenszeit ganz frech und dreist. Für dich steht fest, dass du alleine leben möchtest sobald die Kinder groß sind. Dazu kommt dass du deinen Mann langweilig findest. Jetzt steh deine Frau und beende die Ehe.

So hat er wenigstens eine Chance eine Frau zu finden, die ihn schätzt und mit der er glücklich und alt werden kann.

Sorry, aber so etwas finde ich echt zum Brechen.

Hallo, ich habe ein eigenes Zimmer, das hilft bei vielen deiner Probleme. Dann erinnere ich mich wieder an meine Zeit als Alleinerziehende und wie einsam ich war. Das ist nicht so erstrebenswert, wie du es dir vorstellst. Die Balance ist wichtig.

Du wirst dann zu der Fraktion gehören, die sich irgendwann trennen und sich damit brüsten, für die Kinder "die Hölle" ausgehalten zu haben. Die sollen Dir dann dankbar dafür sein...Und die anderen, denen Du diese traurige, vermeintlich heldenhafte Durchhaltegeschichte erzählst, sollen Dich am Besten fürs Bundesverdienstkreuz vorschlagen, oder? #augen

Kapitel 1.003.999 aus dem Buch "Wie man sich und anderen das selben versaut"

Nix für ungut#winke

(13) 22.02.15 - 19:43

Hi,

wenn Du in Deiner Ehe unglücklich bist, solltest Du das offen ansprechen und sie vielleicht auch beenden.

Aber das Leben als Alleinerziehende zu romantisieren, finde ich irgendwie kindlich und naiv.

Ich bin allein erziehend mit zwei Grundschulkinder. Ich hab mein Leben gut im Griff, einen großen Freundeskreis, ein paar wirklich enge Freunde, ein gutes Verhältnis zu meinem Exmann. Letzterer kümmert sich zuverlässig jedes 2. Wochenende um die Zwerge und auch meine Eltern unterstützen mich, wo sie nur können. Ich arbeite im Schnitt 34h/ Woche und hab ein sehr gutes Auskommen. Also perfekte Bedingungen.

UND dennoch stoße ich ständig an meine Grenzen. Ich bin einsam, vermisse die enge Bindung zwischen Partnern. Ausgelaugt, weil ich alle Verantwortung alleine trage, weil alle Entscheidungen an mir hängen bleiben, weil nie ein Partner da ist, der mich auffängt und Freunde das nicht immer leisten können. Ich bin müde, weil ich mein Leben andauernd nach Notwendigkeiten ausrichten muss und mich ganz selten nach meinen Bedürfnissen richten kann. Und manchmal bin ich emotional einfach erschöpft, weil beide Kinder sich tagelang auf mich fokussieren.

Es kann ein gutes Leben sein, aber es ist auf jeden Fall ein ebenso kraftraubendes wie einsames Leben. Das solltest Du Dir klar machen.

Alles Gute

(16) 23.02.15 - 13:33

Hallo!
Ich kann Dich so gut nachvollziehen, denn mir geht es genauso.

Ich lebe in einer Partnerschaft, mit Kind. Es gibt Probleme, schon längere Zeit. Wir können nicht reden. Nicht über Probleme, gar nicht. Wenn ich etwas sage, fühlt er sich gleich persönlich angegriffen. Ganz egal, um was es geht.

Wenn er sagt, das ist blau und ich sage, das ist rot, nimmt er es persönlich und spricht nicht mehr mit mir. Es ist anstrengend. Über jedes Wort, was ich aussprechen will, hundert Mal nachzudenken, nur damit er sich nicht fühlt.
Sehr schwierig wirds in Erziehungsfragen. Er flippt schnell aus, wird laut.

Ich stelle mir so oft vor, wie es ist, wenn mein Kind und ich alleine wohnen. Richte die Wohnung in Gedanken ein, stelle mir vor, wie ich abends auf dem Sofa sitze, im Fernsehen gucke, was ich will. Habe meine Ruhe im Bett.....Herrlich!

Es gibt auch gute Tage, keine Frage. Meist, wenn er bekommen hat, was er will.....

Klar weiß ich, dass es in der Realität so einfach nicht sein wird. Ich weiß auch, dass es nicht fair von mir ist ihm gegenüber. Aber er war und ist auch nicht fair zu mir.

Ich bin zu feige, etwas an dieser Situation zu ändern. Ich wünsche mir einfach, dass ich in absehbarer Zeit die Kraft und den Mut habe, etwas zu ändern!

LG

(17) 23.02.15 - 14:18
kann dich verstehen

hier!

ich kann dich verstehen. Ich kann mir null vorstellen mit meinem Freund alt zu werden. Sobald die Kinder aus dem Haus sind, haben wir uns nichts mehr zu sagen...
Aber als Eltern funktionieren wir super :-)

was danach kommt? Vielleicht #ndert es sich ja und es wird ganz anders? Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kinder noch so klein sind, dass wir als Paar nicht mehr existieren?

Keine Ahnung. Aber verstehen kann ich deine Gedanken. Nur, bei dir scheint es stärker zu sein als bei mir - oder meine Abhängigkeit von ihm größer? - warum nicht jetzt trennen?

lg. #winke

Jaaaaaaa :-) ich bin so ein Fall, aaaaaaaber:
Ich war von 2011-2013 Alleinerziehend, meine Jungs waren damals 3 und 6, ich habe mich getrennt weil meine Gefühle nicht mehr ausreichten, und es war einerseits ne gute Erfahrung, die Kinder und ich sind unglaublich zusammengewachsen, aber es war auch die härteste Zeit in meinem Leben.
Ich habe Vollzeit gearbeitet, so gut wie keine Hilfe gehabt, bis auf einige wirklich tolle Freunde, meine Familie lebt weit weg, und mein Exmann wollte die Kinder auf einmal nicht mehr um sich haben, hat sie inzwischen seit 2012 nicht mehr gesehen.
Gott sei dank habe ich sehr gut verdient, so dass ich mir Putzfrau, Bügelfrau und Babysitter leisten konnte, sonst wäre ich glaube ich auch am Stock gegangen.
2013 habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt, der die Kinder sofort wie seine Kinder angenommen hat, und nun bin ich in der 11. Woche schwanger, wir haben ne schöne Wohnung, nen Hund, ich muss nicht mehr so viel arbeiten und uns geht es gut.
Aber dennoch sehne ich mich manchmal nach der Zeit als Alleinerziehende zurück, weil ich freier war, die Kinder und ich haben superviel unternommen, waren fast immer Abends schön essen, mein jetziger Mann ist für sowas nicht so.
Ich merke wieder, wie das Modell Haus Hund Kind...in so engen Grenzen nichts für mich ist, ich bin immer auf der Suche, nach mir....das hat aber mit niemandem in meiner Umgebung zutun und auch nicht mit den Umständen, das ist alles Beiwerk, sondern es hat mit mir alleine zutun, das habe ich herausgefunden. Mich wird nichts auf Dauer glücklich machen können von außen, wenn ich innerlich ständig unglücklich bin.
Ich liebe meine Familie und werde mir nun Hilfe suchen, um dahinter zu kommen, was mich ständig so umtreibt.
Das was ich hier habe zu Hause gibt mir unglaubliche Sicherheit und das ist so viel wert, mein Mann hat nichts dagegen wenn ich 3Tage mit Freunden verreise oder abends sonstwas unternehme und das ist toll, denn das sind die Ausflüchte, die ich dringend brauche, um gänzlich zufrieden zu sein.
Ich freue mich auf unser Baby, werde aber auch wenn es da ist meine private Zeit einfordern und sie meinem Mann genauso geben, ich glaube das ist der Weg, der funktionieren kann.
Alles alles Liebe
Anke

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