Mein Mann hatte eine Affaire

    • (1) 26.02.15 - 10:09
      enttäuscht

      Hallo!

      Ich habe niemanden, mit dem ich reden kann. Ich bin im Moment ziemlich durch den Wind und muss mit einfach mal alles von der Seele schreiben.

      Vorgestern fand ich beim Aufräumen einen Umschlag im Kleiderschrank meines Mannes. Darin mehrer Liebesbriefe von seiner Arbeitskollegin, alle aus 2013. Dazu eine detaillierte Auflistung, was die beiden Turteltäubchen schon alles gemeinsam gemacht haben. Erster Kuss, erstes Händchenhalten, erste gemeinsame Übernachtung, wo sie überall waren, ... usw. Mir hat es erst mal den Boden unter den Füßen weggerissen.

      Nur Minuten später kam mein Mann nach Hause und merkte natürich sofort, dass etwas nicht stimmt. Eigentlich wollte ich warten, bis die Kinder (11 + 7) im Bett sind, aber da er nicht locker ließ, habe ich ihm den Umschlag in die Hand gedrückt.

      Er hat es natürlich zugegeben, aber da wäre schon lange nichts mehr, kein Kontakt mehr. Die Briefe hätte er total vergessen, es läge ihm auch überhaupt nichts daran.

      Aber ich wäre ja selbst Schuld, es läge an mir, dass er überhaupt eine Affaire angefangen hätte.

      Ich weiß, dass es mit uns nicht immer eitel Sonnenschein läuft und ich nicht der einfachste Mensch bin, aber das wusste er schon, bevor er mich geheiratet hat und es rechtfertig in meinen Augen niemals Fremdzugehen!

      Er sagte dann, es täte ihm leid und wollte mich in den Arm nehmen. Aber das kann ich nicht. Ich hatte einen Schock! Bin dann erst mal weggegangen. Ich habe hyperventiliert und mich erbrochen. Meine Beine waren wie Gummi, ich konnte kaum noch laufen.

      Nur soviel dazu, wie sehr es mich in dem Moment getroffen hat.

      Seitdem herrscht hier sehr kühles Klima. Er versucht, Smalltalk mit mir zu machen, ich rede nur das nötigste mit ihm. Ich könnte ihm durchaus verzeihen, wenn er sich denn ehrlich aud aufrichtig bei mir entschuldigen würde und mir auch mal zeigt, dass ich ihm etwas bedeute.

      Zur Zeit ist es nämlich eher so, dass ich mich hier wie die Putzfrau vom Dienst fühle. Ich mache hier alles (und gehe auch halbtags arbeiten), er so gut wie nichts. Liebesbekundungen gibt es kaum, oder werden, wenn sie von mir kommen, kaum erwidert.

      Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Ich will mich nicht trennen, aber so kann es auch nicht weiter gehen. Und ich will nicht schon wieder diejenige sein, die das klärende Gespäch beginnt. Ich finde, jetzt ist er dran. Es war schließlich nicht nur ein lapidarer Streit über irgendwelche Nichtigkeiten, sondern er hatte eine mehrmonatige Beziehung mit einer anderen Frau! Aber erst ist jetzt beleidigt, weil ich sauer bin!

      Danke fürs lesen. Vielleicht hat die ein oder andere einen guten Rat für mich. Ansonsten tat es einfach gut, mal alles loszuwerden.

      Achja, wir sind seit 15 Jahren zusammen, seit 12 Jahren verheiratet.

      • (2) 26.02.15 - 10:34

        >>>Aber ich wäre ja selbst Schuld, es läge an mir, dass er überhaupt eine Affaire angefangen hätte.<<<

        Klar, wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld... #klatsch

        Angriff ist die beste Verteidigung!

        Nach so einem Satz hätte ich erst mal eine Funkstille angeordnet.

      Naja, ich sehe hier 2 Dinge, die du vermischst.

      Zum einen verstehe ich, dass dir diese Entdeckung den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Tschuldigung, nicht hilfreich, aber: wie blöd ist das denn, Liebesbriefe von der ExAffaire aufzuheben und dann noch so, dass sie gefunden werden können? *kopfklatsch*

      Zum anderen bekomme ich beim lesen das Gefühl, dass du nun "deine Chance" siehst. Du bist eh schon länger unzufrieden, fühlst dich nicht genug bestätigt (ich finds übrigens falsch und doof für die geleistete Hausarbeit Anerkennung inForm von Zuneigung zu erwarten) und sagst jetzt:"ha, nun kann ich ihn quasi erpressen - ich verzeihe ihm, aber nur wenn a, b, c, d..." dass das nicht funktionieren kann sollte dir einleuchten, wenn die ersten Emotionen mal durch sind.

      Ich denke, das sind einfach 2 verschiedene Baustellen, an denen ihr arbeiten müsst.

      • (5) 26.02.15 - 11:09

        Das war vielleicht etwas blöd formuliert. Es sollte zeigen, dass bei uns mehr im Argen liegt.

        Ich erwarte keine Zuneigung für Hausarbeit. Ich fühle mich nur allein gelassen und ungeliebt. Das wollte ich damit sagen. Manchmal fühle ich mich wie alleinerziehend mit Mann.

        Ich erwarte von ihm jetzt keine Gegenleistung in Form von Hausarbeit oder sonst irgendwas, sondern einfach nur eine ehrliche Entschuldigung und ein Zeichen, dass er mich immer noch liebt und ich ihm etwas mehr mehr bin, als nur seine Putzfrau und Köchin.

          • Für eine MEHRMONATIGE Affäre! Mit Liebesbriefen und Erinnerungen....Also Sachen gibt´s! Ist es schon soweit, dass man sich nur noch entschuldigen muss für eine parallele Zweitbeziehung?! Ich seh nicht mehr durch...Das man sich dafür nicht zu schade ist...

        Ok, das klingt schon anders ;)

        Dass eine ordentliche Entschuldigung fällig ist, ist ja wohl selbstredend!

        Ich wünsche euch sehr, dass ihr einen Weg findet.

    Deine Antwort ist sehr konfus. Inwiefern vermischt sie die beiden Dinge, die Du auflistest (Reaktion auf Entdecken des Fremdgehens und Reaktion auf Fremdgehen)?

    Darüber hinaus finde ich Deinen 2. Absatz eine Frechheit. Wo liest Du heraus, dass sie ihn erpressen will? Sie schreibt lediglich, dass er sich bei ihr anständig entschuldigen soll und das ist ja wohl selbstverständlich (erst Recht nach dem bescheuerten Satz, die TE sei ja selbst Schuld, dass er eine Affäre eingegangen ist). Dies ist die absolute Grundvoraussetzung für ein beginnendes Verzeihen! Ansonsten macht alles weitere überhaupt keinen Sinn! Er ist derjenige, der eine mehrmonatige Beziehung nebenher laufen hatte, da ist es ja wohl völlig normal, dass ER jetzt erstmal an der Reihe ist, sich zu entschuldigen und zu zeigen, dass ihm noch etwas an der Partnerschaft liegt.

    Und sollte es nicht ebenso selbstverständlich sein, dass man für seine Arbeit im Haushalt ein Dankeschön bekommt? Ich weiß ja nicht, was Dir für eine Rollenverteilung in einer Partnerschaft vorschwebt, aber dass sich der eine Partner als Dienstmagd fühlt, ist ja wohl nicht normal. Wenn ihre Rolle nur noch daraus besteht, ihm hinterher zu putzen und hinterher zu räumen, dann läuft da aber etwas ganz gewaltig schief. Und dass sie sich darüber beschwert, ist normal und absolut überfällig.

    • Also ich fände es sehr befremdlich, wenn mein Mann ankommen würde und sich dafür bedankt, dass ich den Haushalt schmeiße. Genauso würde er merkwürdig schauen, wenn ich mich bei ihm dafür bedanke, dass er "seine Aufgaben" erfüllt. Bei uns ist es aufgrund der gemeinsamen Selbstständigkeit eh was anderes - aber wenn ich stell mir gerade vor, dass die Frau zu ihrem Mann sagt "danke, dass du arbeiten gehst" *lach* - nö.

      Dass man sich jedoch gegenseitig Zuneigung, Liebe und Respekt entgegenbringt und dies auch zum Ausdruck bringt - das gehört natürlich zu einer Partnerschaft unabdingbar dazu.

      • Nun, da gehen die Meinungen wohl auseinander. Ich "lobe"/beglückwünsche meinen Mann sehr wohl für berufliche Erfolge (genauso wie er das bei mir tut) - egal, ob das jetzt ein großer Vertragsabschluss ist, ein besonderes Projekt, dass er erfolgreich geleitet hat oder was auch immer. Wir reden über seine wie auch über meine beruflichen Herausforderungen, wir "fiebern" mit, wenn der andere einen besonders wichtigen Termin hat, wo es um viel Geld oder wichtige Entscheidungen geht und wir beglückwünschen uns, wenn es so geklappt hat, wie erhofft.

        Über ein: "Das hast Du toll gemacht, ich bin stolz auf Dich!" freut sich doch jeder, oder nicht?

        Genauso bedankt sich mein Mann bei mir, wenn ich ihm mal wieder 6 Hemden gebügelt habe oder ein tolles Essen gekocht habe oder was auch immer.

        Ich finde es sehr schade, dass bei euch soetwas anscheinend nicht üblich ist und einfach so kommentarlos hingenommen wird.

        • Das ist nett von dir, das muss dir aber nicht leid tun ;)

          Also, steht beruflich etwas "Besonderes" an, fiebern wir natürlich gemeinsam, reden drüber und freuen uns gemeinsam.

          Aber in der Tat würde ich wahrscheinlich Tränen lachen, wenn mein Mann sich bedankt, dass ich seine Hemden gebügelt bzw seine Arbeitshosen gewaschen habe. Wirklich, das ist für mich nicht wichtig...

          • Du würdest Tränen lachen, wenn Dein Mann sagen würde: "Toll, was für ein leckeres Essen Du gekocht hast!" oder "Das ist lieb von Dir, dass Du Dich abends noch hingestellt hast und die Hemden für mich gebügelt hast!" ???
            Echt jetzt? Na ok, dann versteh ich, warum Dein Mann nichts mehr zu Dir sagt. Dann würde ich mir an seiner Stelle auch ein "Dankeschön" lieber verkneifen.

            Es geht doch nicht darum, jedes Staubwischen und jeden Hausputz ausgiebig zu beloben und beglückwünschen. Es geht einfach darum, dass man sich ab und zu "Dankeschön, wie lieb von Dir" sagt. Einfach, damit der Partner weiß, dass seine Arbeit eben NICHT selbstverständlich ist, sondern dass ich wertschätze, was er/sie tut.

            Alles als selbstverständlich hinzunehmen, was der Partner tut ist meiner Meinung nach ein Indikator dafür, dass man sich gegenseitig egal wird. Komisch, am Anfang einer Beziehung gibt sich noch jeder Mühe und mit der Zeit schleift sich ein, alles als selbstverständlich hinzunehmen, was der andere für einen (die Familie) tut.
            Kein guter Rat für eine Beziehung.

            • Ich glaube, wir reden aneinander vorbei - ein "danke, dass du mir die Wasserkiste reingtragen hast" oder " danke, dass du mir das Hemd noch schnell gebügelt hast" oder oder oder - das gibt es natürlich. Das ist für mich alltäglich und hat nichts mit einer besonderen Anerkennung zu tun.

              Keine Ahnung, wie du drauf kommst, dass mein Mann nichts zu mir sagen würde? Ich schätze mal, mein Mann und ich reden mehr miteinander, als viele viele andere Paare und sagen öfter am Tag bitte und danke zueinander als die meisten.

              Für mich klang es eben so, als würdest du die alltäglichen Sachen meinen - eben à la "oh, du hast aber schön Staub gewischt" oder "danke fürs Wäsche waschen"...

              Wir kochen übrigens gemeinsam ;)

              (16) 26.02.15 - 23:18

              Wir sind bald 6Jahre verheiratet und mein Mann sagt sehr oft nach dem Essen, dass es ihm geschmeckt hat.
              Ebenso sagte ich:"Danke das du gesaugt hat"
              Tut doch gut :)
              Auch unsere 3Jährige ist sehr höflich, sie sagt bitte und danke am laufenden Band. Selbst fürs zudecken Abends kommt ein "Danke Mami" #verliebt
              Ebenso rief sie nach ihrem Arztbesuch laut durchs Wartezimmer zu der Anmeldung (Alles ein großer Raum, kein seperater Raum) "Dankeschön, auf Wiedersehen,bis bald"
              Auch beim Fragen nach einem Getränk sagt sie immer "Bitte"

              Wie soll ein Kind so Dinge lernen wenn nicht durch aktives vorleben? Kein Wunder das Kinder die Worte kaum noch kennen wenn es zuhause nicht gelebt wird

Erstmal tut es mir sehr leid, was Du gerade durchmachen mußt. Das ist bestimmt eine ganz schwierige, nervenaufreibende Zeit. Dein Schock ist absolut verständlich.

Nach einer so langen Partnerschaft ist es verständlich und löblich, nicht gleich alles über Bord zu werfen. Natürlich gehören zu Fehlern die in einer Ehe passieren immer/oft 2 Menschen, nicht nur einer. Und natürlich kann man auch an seinen gemeinsamen Fehlern arbeiten - in Gesprächen aufarbeiten, eine Paartherapie besuchen etc.
Aber Grundvoraussetzung muß sein, dass BEIDE an den Fehlern arbeiten und daraus lernen wollen, nicht nur einer.

Wichtig wäre jetzt ersteinmal herauszufinden, ob IHM denn überhaupt noch etwas an der Partnerschaft liegt UND ob er gewillt ist, sich ehrlich und aufrichtig zu entschuldigen und auch sich zu verändern und an seinen Fehlern zu arbeiten.

Vielleicht gefällst Du ihm als treusorgende Putzfrau im elterlichen Zuhause und er will alles so lassen, wie es ist; das kann man so aus der Entfernung natürlich nicht beurteilen, weil wir ihn ja gar nicht kennen. Aber wenn Du nur allein die Beziehung retten willst, bist Du auf verlorenem Posten.

Alles Gute für Dich!

#liebdrueck

Ich bin über das Verhalten deines Mannes geschockt #schock

Zuerst geht er fremd, dann bekommst du die Schuld und zum Schluss ist er beleidigt.
DAS geht mal so gar nicht.

Ich könnte das weder verzeihen noch vergessen.
Für mich wäre dies das Ende meiner Beziehung.

Ich wünsche dir, dass du den für DICH richtigen Weg findest #pro

LG

(19) 26.02.15 - 12:27

Hallo,

ist dir denn schon aufgefallen was dein Mann für ein "Arschloch" ist?

Er hat dich verarscht, betrogen und belogen!
Er macht DICH dafür verantwortlich das er dich betrügen musste über längere Zeit!
Warum erwartest du etwas von ihm?

Klar, ihr habt Familie...aber wenn er dich lieben würde hätte er dich nicht betrogen. Ihm muss beim flirten mit der anderen schon klar gewesen sein das er euch verlieren kann...und daran bist du Schuld?
Du siehst es hoffentlich nicht auch so? Weil du geschrieben hast das du anstrengend bist! Mensch, werd wach!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Oder findest du du hast ein Leben an der Seite dieses Mannes verdient? Der dich so hintergangen hat?
Ich denke ja das er auch erwischt werden wollte (selbst wenn nur unbewusst!) sonst hätte er die Beweise vernichtet!

Achtung und Respekt, aufrichtige Gefühle, Vertrauen und Begehren ist doch bei euch weg. Was gibt es da noch für eine Basis?
Die Kinder als gemeinsamen Nenner? Das reicht nicht...

Du wirst einen anderen Mann finden, mit dem du nochmal bei Null anfangen kannst!

Alles wird gut, du musst nur endlich mit der Vergangenheit abschließen und dich TRENNEN!

fekoko (die aus eigener Erfahrung berichtet!)

  • (20) 26.02.15 - 12:38

    nach dem ersten Satz war schon sonnenklar, daß Du aus eigener Erfahrung sprichst.

    Du solltest allerdings berücksichtigen, daß jeder seine eigenen Erfahrungen macht und die Deinen nicht stellvertretend für alle gelten. Keiner möchte gern betrogen werden, daher ist die deutliche Bezeichnung "Arschloch" vielleicht nachvollziehbar, wobei nicht zwingend korrekt.

    Übrigens können auch Frauen "Arschlöcher" sein - und dazu müssen sie nicht einmal im herkömmlichen Sinne betrügen. Betrügen kann man auf mehrere Arten. Es gibt zum Beispiel Menschen, die in ihren Erwartungen enttäuscht und sich damit um ihr Leben betrogen fühlen. Da springt der Partner vielleicht nicht mit einem anderen in die Kiste - dies ist oftmals auch nur Hilflosig- oder Gedankenlosigkeit oder das Finale.

    Ich bin wirklich kein Verfechter von Seitensprüngen, habe allerdings auch keinen Faible für Inquisition mit anschließender Hexenverbrennung.

    • (21) 26.02.15 - 13:01

      Tja, in unserer Kultur ist es doch eher üblich treu zu bleiben und ich habe nicht gelesen das die TE und ihr Gatte eine offene Ehe gewählt haben!
      Aber ehrlich, er redet ihr noch die Schuld für alles ein! Klar ist er ein Arschloch!!!!

      Und A. habe ich extra mit Gänsefüßchen verziert um das Wort hervor zu heben sowie der TE hoffentlich die Augen zu öffnen!

      Eine Ehe finde ich besonders und gehört nicht auf's Spiel gesetzt! Scheint die TE auch so zu sehen.
      Er hätte doch das Gespräch mit ihr suchen können, wenn er irgendwann an dem Punkt war, wo er seine Ehe hinterfragt hat.
      Oder er hätte sich vorher getrennt!

      • (22) 26.02.15 - 13:44

        Stimmt. Er hätte das Gespräch suchen können. Die TE bezeichnet sich selbst, ohne Druck hier als nicht ganz simpel. Möglicherweise hat der Gatte das Gespräch gesucht aber echt nicht gefunden ;-)...?

        Ein vorheriges Trennen wäre durchaus auch eine Option gewesen.... - doch eigentlich wollte er sich wohl nicht von der TE trennen, für mich daraus ersichtlich, daß die Affäre ohne weiteres Wirken der TE durch den Gatten beendet wurde (möglicherweise natürlich auch durch die andere Frau aber - pupsegal - auf jeden Fall ist er damals nicht aufgeflogen)

        Dies spricht dafür, daß der Ehemann an einem Fortbestand der Gemeinschaft interessiert ist - wie übrigens die TE auch (schrieb sie doch, sich nicht trennen zu wollen). Nun lese ich daraus, daß beide im Grunde das gleiche Ziel haben, sich aber scheinbar noch kein Weg dorthin geöffnet hat. Diesen zu finden ist wohl wichtig - also sollte hier der Weg ds Ziel sein.

        Daher meine ich, daß ein. er ist ein "Arschloch" (hervorghoben) und ein "trenne Dich" nicht zwingend das sein kann, was die TE möchte oder überhaupt durchzusetzen in der Lage ist.

(23) 26.02.15 - 12:37

Hey, man liest bei deinem Bericht ganz deutlich heraus das ihr Beide anscheinend nicht mehr wirklich glücklich seit in eurer Beziehung .

Männer aber auch Frauen sind dann oft so das sie sich Bestätigung und Zuwendung bei jemand anderen suchen .

Dein Mann hatte also wahrscheinlich nie vor dich zu verlassen. Es hat sich anscheinend angeboten das ihm jemand ein gutes Gefühl gegeben hat .

Da du sehr beschäftigt bist hat es sich für dich einfach nicht angeboten.

Denke das ihr schon sehr fest gefahren seit in eurer Beziehung .
Das passiert sicher in den besten Beziehungen. Es erfordert eben einige Anstrengung um ein Lebenlang eine gute Beziehung führen zu können . Dazu gehört sicher auch Verzeihen zu können .
Da ihr Beide ja nicht gerade sehr glücklich seit würde ich eine Paartherapie vorschlagen . Alleine kommt man da oft einfach nicht weiter.

Mit dem das ihr , oder du jetzt dich Ausschweigst wird es bestimmt nicht besser und auch nicht mit einer ehrlich gemeinten entschuldigung .

Das ganze liegt ja offensichtlich viel Tiefer , sonst wäre es ja nicht so weit gekommen .
Lg und ich hoffe ihr schafft das zusammen.

(24) 26.02.15 - 12:50

ja,
Dein Mann hat ernsthaft Scheiße gebaut.

Ich denke allerdings, das seine Aussage, Du wärest selbst Schuld, kein Zitat war, sondern höflich umschrieben und von Dir so aufgefasst wurde. dies muß nicht unbedingt falsch sein, allerdings ist Deine Argumentation, Du wärest zwar schwierig, aber das hätte er ja vor der Heirat gewusst im Grunde nicht anderes. Weil er sehenden Auges eine Ehe mit einer Diva eingegangen ist, muß er sich deshalb noch lange nicht damit abfinden - oder ne Menge Snickers im Badezimmerschrank haben.

Er soll sich also ehrlich entschuldigen. Das versuchte er für seine Begriffe wohl schon, wobei er Dich auch in den Arm nehmen wollte. O.k. - der Knabe hat echt nicht das beste Timming #klatsch. Anderseits lässt Du ihn mit seiner Entschuldigung auflaufen, gehst (verständlicherweise) kotzen und jetzt, langsam heruntergekommen, sollte er es noch mal probieren. Mmmmmmhhhh - woher soll ein XY sowas nun wissen? Die sind hammerblöd bei sowas - echtjetzt.

Trennen willst Du Dich ja nicht. Dann - reden. Und zwar vernünftig - soweit möglich. Wenn Du ihn jetzt in den Staub trittst, werdet Ihr beide nicht viel davon haben.

Denk darüber nach was Du willst, benutze diese Affäre aber nicht als Machtmittel. Damit fliegst Du auf die Schnauze.

GzG
irmi

(25) 26.02.15 - 13:08

"Ich weiß, dass es mit uns nicht immer eitel Sonnenschein läuft und ich nicht der einfachste Mensch bin, aber das wusste er schon, bevor er mich geheiratet hat und es rechtfertig in meinen Augen niemals Fremdzugehen!"

Na ja.

Du rechtfertigst anscheinend auch dein schwieriges Verhalten in eurer Partnerschaft, wenn du dich herausredest mit "Ich bin halt so. Vogel friss oder stirb. Selber schuld, wenn du mich heiratest!"

Ist das partnerschaftlich? Zeigst du deinem Partner so deine Liebe, Zuneigung und Wertschätzung? Denkst du, dass du moralisch so viel besser dastehst? Frag dich ehrlich: Wärst eventuell sogar du in Versuchung gekommen, wenn sich DIR eine Möglichkeit geboten hätte? Wenn plötzlich ein Mann dagestanden hätte, der dich mit Aufmerksamkeit und Zuneigung überschüttet hätte? Wärst du schwach geworden?

Deinem Mann bot sich die Gelegenheit für kurze Zeit aus einer lieblosen Ehe auszubrechen. Für den Zustand dieser Partnerschaft seid ihr jedoch beide verantwortlich! Zumindest macht es nicht den Anschein, dass du in der Vergangenheit alles versucht hättest, um deine Ehe zu beleben, genausowenig wie dein Mann.

Wenn du den einfachsten Weg wählen willst - dann suhle dich in Selbstmitleid und gib deinem Mann die vollumfängliche Schuld für die Misere.
Wenn dir etwas an eurer Ehe liegt, dann ist es jetzt Zeit für einige offene Gespräche.

Was fehlt mir?
Worunter leide ich?
Wie stelle ich mir die Zukunft vor?
Gibt es überhaupt noch eine gemeinsame Basis oder sind wir nur noch wegen der Kinder zusammen?

Etwas scheinst du ja noch für deinen Mann zu empfinden, wenn du dich nicht trennen willst. Finde heraus, was es ist!

Grüße
Elisabeth

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