Trennt man sich heute zu schnell? Und wenn ja, warum?

    • (1) 01.03.15 - 16:58
      neueslebenü40

      Hallo,

      befinde mch aktuell gerade in der Trennungsphase - eigentlich schon lange, aber jetzt wird es konkreter, sprich Wohnungssuche etc. Ich konnte mich lange nicht dazu überwinden obwohl mir alle gut zugeraten haben und mein Mann und ich seit Jahren keine Beziehung führen, eigentlich nur die Versorgung des Haushalts und der Kinder. Das allein hätte mir vielleicht auch gereicht (ja - Romantik ist halt lang vorbei, für gute Gespräche habe ich meine Freundinnen etc.) wenn er wenigstens freundlich gewesen/geblieben wäre. Es sind zwei Kinder im Teenyalter betroffen, das eine will mit mir ausziehen, das andere pendeln - so die Ideen der Kinder.

      Wie gesagt trotz guten Zuredens seitens meiner Geschwister, Freunde etc. und der Tatsache dass ich fast nur Frauen in ähnlichen Beziehungen kenne (...) habe ich mich lang gesträubt weil ich immer dachte: Ihr müsst es ja nicht machen (also die die sagten trenn dich, zieh aus). In meiner Familie sind nur 2 Paare auseinander, ein Paar scheint gkücklich und der Rest wäre wohl mit Trennung auch besser dran. In der Generation meiner Eltern ist niemand getrennt, auch früher bei meinen Klassenkameraden war das eher die Ausnahme (auch wenn sich einige dieser Vorzeigeeltern trennten, kaum hatten die Kinder das Abi in der Tasche). In meinem Bekannten/Freundeskreis sind die meisten noch zusammen, nicht super happy, aber ok anscheinend halten sie es aus. Ok - jetzt kommt sicher der berechtigte Einwand warum soll ich mit jemand leben mit dem ich es nur "aushalte" - trotzdem stelle ich mir manchmal die Frage, besonders wenn ich hier im Forum mitlese, ob wir nicht zu wenig "auszuhalten" bereit sind. Mir stell ich die Frage nicht mehr weil ich finde dass ich nicht zu wenig ausgehalten hab, weil wir im Grunde gar nix gemeinsames mehr haben außer den Kindern und mich verbal von meinem Mann hab runtermachen lassen aber bei manchen Trennungsgründen denk ich mir naja - sooo dramatisch finde ich das jetzt nicht, ist manchmal echt Kinderkacke.

      So nun zu einem Einwand den ich oft gehört habe - wenn die Eltern keine glückliche Ehe führen ist das total schecht für die Kinder - was seid ihr denn für Vorbilder?? Was ich mich nur frage: kann ich ein Vorbild sein wenn ich mich trenne und mein Leben danach auch nicht idealtypisch glücklich verläuft? Von den meisten Alleinerziehenden die ich kenne oder Leuten die sich getrennt haben höre ich eigentlich seltenst: das war das Beste was ich machen konnte, mir gehts heut SOOO Viel besser als vorher.... Eher hör ich es ist alles so schwierig man ist für alles verantwortlich, kommt finanziell kaum über die Runden, man ist schuld weil man den Kindern die Trennung zugemutet hat und und und. Gut, nach einer Trennug lebt man den Kindern vor man muss sich nicht alles gefallen lassen, wenn die Liebe weg ist sollte man gehen und und und, Und wenn danach - keine Liebe mehr kommt? Haben ja nicht alle das Glück im zweiten oder dritten Durchgang den Hauptgewinn zu ziehen. Versteht ihr was ich meine? Egal was man macht, ist es irgendwie doof. Und zum Trennen bzw. dem Grund für Trennungen gehören ja immer zwei Erwachsene (oder meistens). Selbst wenn ich jetzt hätte einlenken wollen, wenn der andere das halt nicht mehr will, ist man ja trotzdem verantwortlich.

      Klar müssen sich Frauen heute nicht mehr so viel bieten lassen von ihren Männern wie früher, aber sind die heutigen Erwartungen an Partnerschaften nicht einfach - überhöht? Also der Sex soll nach 15 Jahren noch aufregend sein, man will Gespräche auf Augenhöhe über Themen, die Männern oft am Arsch vorbeigehen, hätte gerne regen geistigen Austausch, der Partner soll einen unterstützen, glechberechtigt im Haushalt und mit den Kindern helfen, gerne aber mehr Kohle verdienen als man selbst und ein Hingucker soll er auch noch sein. Ich mein, wünschen kann man sich vieles - aber wie realistisch ist es denn wirklich?

      Hier im Partnerschaftsforum sind ja zumindest die Antwortenden offenbar ausnahmslos super happy in ihren Beziehungen (wobei ich mich manchmal schon frage warum seine Zeit dann in so nem Forum zubringt) und haben ganz selbstbewusst ihr REcht auf Glück eingefordert.

      Was ist denn mit (uns) den anderen - sind wir wirklich so unfähig?
      Mich würden wirklich mal (ehrliche) statements interessieren von Leuten die sich getrennt haben. Wars das wert? Was war besser als vorher? Was war schlimmer?

      Bin gespannt auf Antworten.

      • (2) 01.03.15 - 17:28

        Warum soll sich glücklich sein und in einem Forum unterwegs sein ausschließen?

        Mein Männe geht gerade seinem Hobby nach, ich genieße die Zeit zu Hause, guck "Frauenfilme", gurke hier im Forum rum oder würde, wenn das Wetter wieder mispielt, meinem Hobby nachgehen. Heute abend sehen wir uns wieder und jeder ist entspannt.

        Wichtig finde ich, sich niemals als Paar zu verlieren. Diesen "Fehler" machen meiner Meinung nach viele Paare. Eltern sein heißt nicht, seine Individualität aufzugeben.
        Weiterhin als Paar etwas zu machen, trotzdem Hobbys zu haben, auch wenn man Kinder hat.
        Und ganz wichtig: Reden! Konstruktive Gespräche von Beginn an...was nützt es in erster Verliebtheit über Sachen hinweg zu sehen, die einen eigentlich nerven? Und diese dann später dem Partner aufs Brot zu schmieren.
        Was ist dabei zu sagen, ich finde es schöner, wenn...oder es würde mich freuen, wenn...
        Es kommt auf den Ton an!

        Viele Menschen haben auch verlernt konstruktiv zu reden oder zu streiten. Streit ist etwas völlig normales, wenn Menschen aufeinander treffen...warum kann man seinem Partner nicht sagen, was stört, aber mit Freunden kann man das problemlos?

        Eine Beziehung heißt "Arbeit"...immer...und sich nicht ausruhen und dann festzustellen, dass sich auf einmal alles in eine Richtung verändert hat, die man nicht wollte?

        Und meiner Meinung nach, sind viele Menschen ein Paar, die überhaupt nicht zusammen passen, aber wo es sich dann irgendwie ergeben hat...besser als alleine sein!

        Eine Trennung tut immer weh, aber besser als ein Leben lang, still weiter zu leiden. Sicher ist es erstmal schwer, aber wenn man will, dann geht das auch.
        Wenn man natürlich mit der Einstellung rangeht, die Trennung wird ne Katastrophe, es wird mir schlecht gehen...dann wird es auch so! Selbstverwirklichende Prophezeiung!

        Und den Kindern geht es nicht besser, wenn sie bei Eltern sind, bei denen sie merken, dass keinerlei Liebe mehr da ist. Dann lieber 2 glückliche Elternteile, als eine auf Krampf geführte Beziehung. Kinder sind ja nicht doof!

        • "Und den Kindern geht es nicht besser, wenn sie bei Eltern sind, bei denen sie merken, dass keinerlei Liebe mehr da ist. Dann lieber 2 glückliche Elternteile, als eine auf Krampf geführte Beziehung. Kinder sind ja nicht doof! "

          das ist doch genau eine der Fragestellungen der TE: die Partner sind meist nach der Trennung nicht glücklicher. Es liegt in der Sache an sich, dass durch die ganze Umstellung große Aufgaben zu bewältigen sind, die meist nicht viel Glück mit sich bringen. Vielleicht nach ein paar Jahren wieder, aber erst einmal ist eine Trennung mit Kindern schwer!
          Sie sagte ja in ihrem Text genau, dass alle die für eine Trennung reden und anpreisen, dass ein Unglücklichsein mit dem Partner schlechter für Kinder ist, als das Glück nach einer Trennung, vergessen, dass ein Trennung zunächst einmal nicht viel Glück mit sich bringt.

          febe

          • (4) 02.03.15 - 08:35
            sichnichtaufgeben

            Ich habe in keinster Weise geschrieben, dass eine Trennung mit Kindern ein Spaziergang wäre und ob man danach glücklich ist, kommt auf die eigene Persönlichkeit an.
            Kenne im privaten Umfeld Trennungen, wo die Mamas nach der Trennung ihren Seelenfrieden wieder gefunden hatten, auch wenn die Situation schwer war.

          • (5) 02.03.15 - 14:01

            Das heisst doch aber nicht das es jefem getrennten jetzt erstmal.schlecht geht, wo ein quatsch und selbst wenn, dann lieber erstmal 2j schlechte stimmung als wie noch 50 jahre unglücklich!

      Also ich schreibe mal als Kind von Eltern, die sich auch mal ganz schön gefetzt haben zwischendrin, und wo meine Mutter mir im Nachhinein mal gestand, sie sei nicht sicher gewesen, ob sie kurz nach meiner Geburt einen berufsbedingten Ortswechsel meines Vaters überhaupt noch mitmachen wollte.

      Ja, es HAT sich aus meiner Sicht gelohnt, dass die beiden zusammengeblieben sind. Sonst hätte ich jetzt keinen Bruder und sie hätten gestern nicht ihre fünf Enkel zu Gast haben können. Sie lassen sich ihre Freiräume (unterschiedliche Hobbys / Reisen auch mal getrennt), unternehmen Dinge zusammen, die beide mögen und haben gelernt, mit den Macken des anderen umzugehen. Auch bei meinen Schwiegereltern hing wohl früher öfter mal der Haussegen schief, aber ich finde es schön, dass auch sie noch zusammen sind.

      Die "es schadet den Kindern ja so sehr, wenn die Beziehung der Eltern kriselt" These kann ich jedenfalls NICHT unterschreiben aus meiner Erfahrung.

      • Hallo

        Ich glaube auch, dass man das so pauschal nicht sagen kann. Es kommt wohl eher darauf an, wie es krieselt.

        Sind die Eltern am laufenden Band respektlos, beschimpfen oder prügeln sich?

        Oder streiten sie (evtl Phasenweise, öfter) über alltägliche Probleme?

        Läuft es nur gerade nicht so rund und ist die Ehe deshalb JETZT GERADE anstrengend oder hat einer der Partner evtl gerade eine schwere Zeit (Beruf, Krankheit oä)

        Oder ist einer ein Tyrann, der alles danieder brüllt was ihm vor die Flinte kommt auch wenn es Kleinigkeiten sind und das bereits seit Jahren.

        Ist der Umgang immer kalt und lieblos weil zb keine Liebe mehr vorhanden ist oder sind die Gefühle nur etwas abgekühlt, weil gerade Zankereien den Alltag bestimmen die aber nicht immer alles beherrschen usw usf.

        Das sind Himmelsleiter Unterschiede finde ich.

        Es kommt eben wirklich darauf an, in welchem Rahmen sich die Eltern bewegen und wie sie, als Paar damit umgehen.

        LG

        • Völlig richtig, es gibt bestimmt Fälle, wo eine Trennung unumgänglich ist, das will ich auch gar nicht abstreiten. Aber dazu sollten aus meiner Sicht eben gravierende Gründe vorliegen als das hier so oft geäußerte "ich bin mir nicht sicher, ob es nicht nur noch Gewohnheit ist" o.ä.

          Wie eine andere Posterin schon schrieb, es ist ja nicht so, dass getrennte Eltern dann automatisch glücklicher sind und damit die Nachteile der Trennung für das Kind dann aufgehoben werden.

          Im Zweifel wird sich jeder auch im Nachhinein seine eigene Entscheidung "schönreden" - das Paar, das sich zusammengerauft hat, wird nie Vorzüge des Partners sehen und sagen, es war schon richtig so, wer sich getrennt hat, wird die Fehler des Partners in den Vordergrund stellen und sagen, mit dem Deppen ging es halt nicht ;-)

    Ich habe nicht den Eindruck, dass viele sich die Trennung zu einfach machen und einfach gehen statt zu kämpfen, sondern lese hier ganz häufig: Schon seit Jahren leide ich in meiner Beziehung/Ehe/..., was soll ich nur tun? Aber klar, es gibt durchaus Fälle, da wird fix mal das Handtuch geworfen.
    Ich selbst musste die Beziehung zum Vater meiner Kinder aufgeben, nachdem er mich ein halbes Jahr betrogen hat und das, nachdem ich ihm das nachweisen konnte und ihm noch ne Chance gab, nicht aufhörte. Da war meine Schmerzgrenze – gemeinsame Kinder hin oder her – maßlos überschritten. Bin nun seit 3 Jahren allein erziehend mit 2 Kindern (3 und 6 Jahre alt). Hatte zwischendurch mal eine Beziehung, aber ganz ehrlich: Das war mir zu anstrengend (war aber wohl auch nicht Mr. Right). Ich habe meinen Weg und Rhythmus mit den Mädels gefunden und lebe glücklich in einem 3-Frauen-Haushalt (wahrscheinlich bis zu dem Tag, bis bei der Großen die Pubertät einsetzt, davor graut es mir schon...). Die Mädels haben Zeit mit ihrem Papa, ich währenddessen Zeit zum Batterien auftanken oder wahlweise exzessiv arbeiten. Damit fahren wir gut.
    Ich habe nicht den Eindruck, dass den Kindern etwas fehlt und sie beziehungsgestört aufwachsen. Sicherlich hätte ihnen eine Mutter, die erniedrigt in einer Beziehung aushält und nervlich dadurch langsam aber sicher ein Wrack wird, nicht besonders gut getan. Daher war die Trennung a) unvermeidlich und b) das Beste für alle.

    Und irgendwann finde ich auch wieder einen PArtner, der zu mir und uns passt. Klar wird das mit den Jahren nicht einfacher, aber ich bin da zuversichtlich. Im Moment steht mir danahc aber echt nicht der Kopf. War aber auch schon immer gern Single.
    Meine Eltern haben auch immer mal Streit miteinander gehabt, meine Ma hat manchmal ihre Phasen, da tickt sie total aus und da ist gut mal ne Woche Funkstille zwischen meinen Eltern. Passiert nicht oft, aber das war immer ziemlich einschneidend für mich. Als ich erwachsen war, ist so ein Streit mal total ausgeufert, die beiden standen kurz vor der Trennung. Und ich fand das die beste Idee seit langem von beiden. Die haben sich wieder aufgerappelt, aber ich hab echt manchmal Angst davor, dass mal wieder ein Wort das andere gibt und dann ... peng! Da bin ich echt froh, dass ich solche Probleme nicht hab. Dafür hab ich andere. Diese finanzielle Unsicherheit, Kindern eben allein nicht das bieten zu können, was als Paar drin ist (kleine Dinge, wie eben mit 2 nichtschwimmenden Kindern ins Schwimmbad gehen, ist allein echt anstrengend; Kinofilme, die die Große schon schauen kann - aber wo lass ich die Kleine in der Zeit, abends Kinder bei irgendwelchen Freunden abholen,...) kommen hinzu. Aber wir leben gut und vor allem total harmonisch miteinander, das ist für mich das Wichtigste. Und so könnten wir nicht leben, hätte ich damals nicht dem KV die Tür gewiesen.
    Alles Gute auf deinem Weg. Du machst schon das Richtige.
    palomita

    • (10) 01.03.15 - 19:05

      Hallo,

      aber hier stellt sich doch auch die Frage: wäre es für Euch Erwachsene und auch für Deine Kinde nicht das beste gewesen, Dein Mann wäre reflektiert genug gewesen, herauszufinden, was das Problem ist (entweder bei ihm, warum muss er fremd gehen, braucht er Bestätigung etc, oder in der Beziehung: was fehlt, was holt er sich woanders...), Du warst ja bereit, ihm zu verzeien. Hätte er diese Chance genutzt, wärt ihr vielleicht ein glückliches (Eltern)paar. Da nun auch die Frage: hat er nicht zu früh und leichtfertig die Beziehung weggeworfen? Nur um noch ein paar Frauen zu vögeln?

      febe

      • (11) 01.03.15 - 19:40

        klar, den Vorwurf mache ich ihm bis heute. Aber Reisende kann man nicht aufhalten. Es müssen immer beide an der Beziehung arbeiten wollen, sonst wird es nix (wie bei uns eben).
        Mein Ex hat das auch in der vorherigen Beziehung geschafft, eine Frau zu verlassen trotz Kind. Er ist da ein Paradebeispiel für "ich schmeiß alles hin, ohne zu kämpfen". Bis jetzt fährt er damit ganz gut, findet immer ne Blöde, die ihn aufnimmt. "Nur" dass er seine Kinder nicht alltäglich um sich hat. Sein großer Sohn wohnt mittlerweile im Ausland, den sieht er 2 Mal im Jahr. Aber das hat er sich selbst eingebrockt. So sind wir eben kein glückliches Elternpaar. Und wer weiß, ob ich ihm am Ende tatsächlich 100 % verziehen hätte, schließlich war das kein One-Night-Stand, sondern ne handfeste Affäre mit fiesesten Lügen – und das Ganze, als ich schwanger war. In dem Moment wollte ich verzeihen, da wir gerade ein 2. Kind in diese Welt gesetzt hatten. Aber auf lange Sicht? Keine Ahnung. Hätte, hätte liegt im Bette. Jetzt ist es nunmal so. Und ganz echt: Ich bin mittlerweile froh, so einen Lügner nicht mehr um mich rum zu haben.

        Hätte auf die Erfahrung verzichten können, kanns aber im Nachhinein nicht ändern. Und lebe mein Leben eben ohne ihn.

        LG, palomita

Bei meiner Mutter war es besser. Viel besser!
Leider 10 Jahre zu spät.

Hallo,

nein ich denke nicht, dass man sich zu schnell trennt, sicher mag es solche Fälle geben, aber ich kenne keinen.
Ich habe über Jahre hinweg öfter gedacht *willst du SO alt werden?*. Wir lebten nur noch nebeneinander her, Gemeinsamkeiten Fehlanzeige, ordentliche Gespräche ebenso.

Wegen der Kinder habe ich es aber nie *übers Herz gebracht* mich zu trennen. Sämtliche Versuche unsere Ehe wieder in einen ordentlichen Zustand zu bringen, verliefen nach einigen Wochen im Sande. Mitte letzten Jahres wollte mein Mann dann eine Affäre anfangen, schrieb mit besagter Person darüber, dass er nur noch wegen der Kinder mit mir zusammen ist usw. Da habe ich realisiert, dass wir uns beide keinen Gefallen tun, wenn wir weiterhin zusammen bleiben und habe mich getrennt. Für die Kinder war das anfangs nicht immer leicht, sie dachten, das regelt sich schon alles wieder.

Aber ich habe diesen Schritt noch keine Sekunde bereut. Mein Mann möchte jetzt neu anfangen, aber für mich gibt es kein zurück mehr. Ich denke, ich habe mich innerlich schon viel eher von ihm gelöst, während er das für sich überhaupt nicht realisiert hat, wie schlecht es um uns stand.
Ich bin mit meinen vier Mädels jetzt eine Einheit, wir können uns jetzt viel mehr aufeinander verlassen, meine Kinder haben eine Hilfsbereitschaft untereinander, aber auch mir gegenüber entwickelt, das ist eine wahre Freude. Ich habe sie zum Bsp. auch ungern allein gelassen vor der Trennung, mittlerweile sind sie öfter allein, wenn ich Spätschicht habe (sie könnten jederzeit zu ihrem Vater, aber das wollen sie nicht immer) und es klappt super. Unsere Große Tochter hatte Dienstag, als ich von der Spätschicht kam, die Brotdosen aufgewaschen (ich habe nie etwas in der Hinsicht geäußert), was ich sonst immer noch mache, wenn ich heim komme - so hatten wir noch etwas mehr Zeit über den Tag zu reden.

Ich bereue diesen Schritt überhaupt nicht, gehe aber nicht davon aus, dass dies immer so gewesen wäre, auch wenn ich schon Jahre realisiert hatte, dass diese Ehe keine Erfüllung ist. Ich habe irgendwann mal zu meinem Mann gesagt, dass wir enden, wie seine Eltern, die hatten sich kurz nach dem Auszug des jüngsten Kindes getrennt, er verstand überhaupt nicht, was ich meine.

LG Anita *glücklich getrennt*

Ich glaube nicht, dass sich Paare heute zu schnell trennen. Jedenfalls kenne ich kein Paar aus meinem Freundeskreis. Ich würde eher sagen, dass wir heute mehr die Möglichkeit haben so zu leben, wie wir es wollen. Nämlich mit einem Partner der uns gut tut und nicht mit jemanden, der uns eine Last ist. Wir sind unabhängiger und können frei wählen. Hoffentlich! Ich bin mit meinem Mann 22 Jahre zusammen. Wir führen eine Beziehung, die mal besser und mal schlechter läuft. Ganz normal! Ich habe mir meine Eigenständigkeit bewahrt. Ich habe meinen eigenen Freundeskreis und bin finanziell unabhängig. Wir sind zusammen, weil wir es wollen und nicht wegen irgendwelcher Zwänge. #winke

Ich wollte mich auch trennen, habe mich dann aber doch dazu durchgerungen, uns eine Chance zu geben.
Wir haben ein Kind und deswegen habe ich es nicht getan.
Trotzdem war es so, dass mein Mann sich nicht um unsere Beziehung und um mich gekümmert hat.
Wenn das lange ( ca.3 J. ) so geht, dann denke ich mal, dass ich mich nicht voreilig für eine Trennung entschieden habe.
Erst wollte ich wegen Kind keine Trennung, weil ich ihr das nicht antun wollte.
Irgendwann ging es mir so mies, dass ich es von einer anderen Seite betrachtet habe und ich es trotzdem gemacht hätte.
Auch mir stellt sich immer noch die Frage, ob es dem Kind bei einer zufriedenen Mutter besser geht oder ob es in einer nicht harmonischen, lieblosen Beziehung der Eltern aufwächst.

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