Warum lässt ein Vater sein Kind fallen?

    • (1) 02.03.15 - 20:55
      1000 Fragen

      Hallo,

      Eine Frage an Männer.Ich weiß,daß auch Mütter ihre Kinder fallenlassen...aber in meinem Fall geht es um den Vater.

      Wie geht so was?

      Meine Eltern ließen sich scheiden,als ich 4 war,da holte mich mein Vater gelegentlich ab am Wochenende.. ..aber oft war auch mal der Reifen platt oder der Tank leer...( gelogen...)

      Er hatte alle 3 Jahre ne neue Freundin,mit denen wollte er lieber Party machen.

      Die Zustände bei meiner Mutter waren prekär...er wollte davon nichts wissen und ließ mich im Stich.

      Als ich 20 war lernte er eine Frau kennen,mit der ist er heute noch zusammen.

      Seitdem ging es permanent bergab. Er ist häufig gemein zu mir ...scheint nicht mehr er selbst zu sein...und an Kontakt immer weniger interessiert.

      Die Frau hat zwei Kinder aus erster Ehe,die behandelt er wie seine eigenen Kinder.. .mich und seine zwei Enkel hat er fallenlassen...

      Wie geht sowas?

      Warum kann ein neuer Partner soviel Einfluss nehmen,dass Mann sogar sein eigen Fleisch und Blut vergisst?

      Es bricht mir das Herz zu sehen,wie sehr sich andere Väter um ihre Kinder bemühen...

      Und meiner...der ist wohl froh,dass ich endlich den kontakt zu ihm abgebrochen habe.

      Für Meinungen diesbezüglich wäre ich sehr dankbar.

      • Hallo,

        ich kenne ähnliches. Die neue von meinem Erzeuger hat sogar eine Tochter die heißt wie ich. Fand ich besonders bitter, auch wenns nur ein Zufall ist.

        Hat denen lieber teure Handys, Autos, ein ganzes Nagelstudio eingerichtet statt meinen Unterhalt zu zahlen.

        Er weiß, dass ich seit Okt. eine Tochter habe und mit meinem Partner zusammen lebe.

        Gekommen ist da nichts. Ich weiß nicht, seit der Geburt bin ich wirklich wehleidig geworden. Nicht wegen mir, aber ich dachte immer, meine Tochter sollte ihre Familie kennen lernen. Sie hat ja von unserer Seite aus eigentlich nur meine Mutter, Stiefvater und Stiefschwester. Zum Glück hat mein Mann eine große Familie die das abfängt... vielleicht bilde ich mir das alles auch nur ein, denn der Kleinen wirds wohl egal sein.

        Es ist traurig, aber ich saß mit frischen 18 schon beim Anwalt und habe mich beraten lassen weil auf mich wohl das Pflegeheim oder was auch immer zu kommen wird - so wie der säuft wirds nicht lange dauern. Sobald der Fall eintritt werde ich gewisse Schritte einleiten und mich somit da raus nehmen. Mir brauch keiner mit irgendeiner angeblichen scheiß Verantwortung kommen. Meinen ELTERN werde ich die beste Residenz der ganzen Stadt bezahlen.

        Ich hab irgendwann abgeschaltet. Es macht keinen Sinn. Man wird sowieso immer verletzt. Das Einzige was ich tun kann ist es bei meiner eigenen Tochter besser zu machen und mich emotional ganz weit zu distanzieren.

        Warum das passiert? Darauf hab ich nie ne Antwort gefunden, aber auch nicht gesucht, denn ich war zu sehr damit beschäftigt mit den Folgen dessen zu leben.

        Hör auf Dich zu fragen, konzentriere Dich auf deine Kinder und machs besser #herzlich#herzlich#herzlich

        • (3) 03.03.15 - 08:59

          Hallo Kochamcie,

          sonst komme ich einigermaßen damit zurecht...aber ich bin auch vor wenigen Monaten zum zweiten Mal Mutter geworden...da kocht das irgendwie wieder hoch.....

          Du Arme......Deine Geschichte klingt ja auch traurig...

          Fühl Dich gedrückt !#

          LG

      (4) 02.03.15 - 21:51
      versuchezuvergeben

      Ich kann dein Leiden verstehen. Auf deine Frage zu antworten ist schwierig.
      Warum lässt ein Vater sein Kind im Stich? Warum treibt eine Mutter das eigene Kind ab? Warum sind manche Eltern gewalttätig? Usw.
      Menschen sind oft schwach. Menschen suchen im Leben oft das eigen Wohl, ohne Rücksicht auf andere. Leider sind Eltern nicht unfehlbar. Auch ihre Liebe ist nicht immer vollkommen.

      Ich rate dir: hake dein Vater nicht ab. Suche das Gespräch mit ihm. Versuch ihm zu vergeben. Eine Annäherung zwichen euch ist nicht unmöglich. Es ist nie zu spät.

      • (5) 02.03.15 - 22:43
        .........................

        Warum sollte man einem Vater vergeben, der das Kind im Stich gelassen hat.

        Meiner hat wieder geheiratet, ab da war ich nicht mehr wichtig. Wahrscheinlich schon zuvor nicht wichtig genug. Zwei weitere Kinder hat er bekommen, wesentlich jünger als ich es bin. Ich war als Gast geduldet, durfte nicht zum MIttagessen kommen, da zu viel Arbeit, für mich mit zu kochen. Zum Kaffee war ok, zum Abendessen musste ich wieder weg sein. Übernachten, nö, war nicht drin.

        Von der neuen Frau bin ich ertragen worden zweimal im Jahr maximal, bis ich nach vielen vielen Jahren ihr einmal widersprochen habe, als sie mich massiv angegriffen hat. Seitdem habe ich Hausverbot. Wegen Widerworten, denn als Jüngere widerspricht man einfach nicht.

        Ach ja, immer nachdem ich dort gewesen war, ging es mir psychisch sehr schlecht, selbst noch als junge Erwachsene.

        Habe dann meinem Vater sozusagen die Vaterschaft gekündigt, war ihm egal. Meine Halbgeschwister haben alles bekommen, ich nie etwas. Mir wurde nur gesagt, wenn ich mich nicht entschuldigen würde bei der Frau, würde es nichts mehr werden. Weil ich die Jüngere wäre müsste ich mich entschuldigen. Tut sehr weh so etwas, aber so einen Vater brauche ich dann irgendwie nicht.

        • (6) 02.03.15 - 22:47

          Gespräche waren hier übrigens vergebens.
          Ich habe lange gebraucht, bis ich es akzeptieren konnte. Dass ich keinen Vater mehr habe. Ich lebe damit, dass er irgendwann stirbt und werde nicht zu seiner Beerdigung gehen. Er hat mir sehr großes Leid zugefügt, war NIE für mich da, NIE, das kann ich nicht mehr vergeben.

          • Siehst du und da ist der Punkt wo vergeben für dich wahrscheinlich wichtiger wäre als für ihn.

            Vergeben meint nicht das danach alles wieder so ist wie vorher, sondern das du zu Ruhe kommen und loslassen kannst, das klappt oft, natürlich nicht immer, besser wenn man dem anderen vergibt.

            Lg

            Andrea

      (8) 03.03.15 - 09:05

      Hallo,

      das habe ich schon versucht....fällt mir aber unendlich schwer.

      Wahrscheinlich würde es mir leichter fallen, wenn ich wüsste er lebt einsam und allein und verbittert am Waldrand.....als daß er mit neuer Frau und seinen Stiefkindern zusammenlebt...und denen alles in den Arsch gesteckt wird. Entschuldigung für mein Deutsch...:-)

      Zudem sucht er immer Gründe, um mich abzuwerten....er versucht mir die Rolle der mißratenen Tochter aufzudrücken, damit er nicht mal ein schlechtes Gewissen für seinen Egoismus zu haben braucht.

      Wie soll ich das vergeben ????

      Soviel Egozentrik und Egoismus und Schwäche auf einmal ...

      Das kann ich noch nicht vergeben.

      LG

      Ich bin viel zu stolz um so eine Scheiße zu vergeben.

      Ich bin mehr wert.

(10) 02.03.15 - 22:50
.........................

Habe unten schon geschrieben. Bin kein Mann, nur eine Tochter.
Die Begründung war als ich fragte, wie man sein eigenes Fleisch und Blut so behandeln kann: "Mit dir lebe ich nicht zusammen, mir meiner Frau schon, daher geht sie vor. Und wenn du dich nicht bei ihr entschuldigst (obwohl ich nichts gemacht hatte, sondern sie), kommen wir nicht mehr zusammen".

Ich wüsste es auch gern. Wie man bewusst Kinder in die Welt setzen kann und sie dann einfach im Stich lässt, wie Kinder zweiter Klasse behandelt.

  • (11) 03.03.15 - 06:28

    Hallo,

    deine Zeilen erinnern mich sehr an meinen Ex.

    Er geht mit seiner neuen Frau und unserer Tochter (die bei mir lebt) ebenso um.
    Unsere Tochter ist mit 11 Jahren psychisch schon total ruiniert.
    Interessiert ihn nicht. Er könne sich nicht zerteilen. Und so erzwingt er auf die gemeinste Art und Weise Umgang mit Tochter und seiner Frau.

    Das wirft meine Tochter in ihrer Therapie immer wieder zurück.

    Warum er das tut erklärt sich mir bei bestem Willen auch nicht, und ich hasse ihn dafür.
    Unsere Tochter liebt ihn noch abgöttisch, aber das wird leider nicht so bleiben auf Dauer.
    Er kapiert es nicht.

    Furchtbar! Aber Antworten auf das Warum wird es wohl nie geben.

    VG

    • (12) 03.03.15 - 16:35

      "Er könne sich nicht zerteilen. Und so erzwingt er auf die gemeinste Art und Weise Umgang mit Tochter und seiner Frau."

      Das wirkt jetzt aber eher so, als ob Dein Ex ganz normalen Umgang mit seiner Tochter in Anwesenheit seiner neuen Frau haben möchte. Das ist doch richtig und gut - und sowohl eure Tochter, als auch Du müsst das akzeptieren. Hilf deiner Tochter lieber, die neue Frau an Papas Seite zu akzeptieren - damit tust du ihr einen Gefallen.

      • (13) 03.03.15 - 19:17

        Hallo,

        ja, er möchte Umgang mit Frau und Tochter.

        Dies habe ich 5 Jahre lang gefördert, das Kind ermutigt und immer wieder förmlich gedrängt. Aber seine Tochter und seine Frau verstehen sich nicht. Es ist mega viel vorgefallen. Ich wollte ihm, dass sie ihren Vater weiter lieben und sehen kann, wie sie es tat. Hab mir 5 Beine dafür ausgerissen.

        Die Folge: schwere depressive Episode bei einer 11 jährigen!
        Er nimmt sich nichts an, hilft nicht, sieht nichts ein. Für ihn bin ich Mutter Theresa, die auf alles Antwort und Hilfe zu haben hat.
        Habe ich aber nicht mehr.

        Während ich um die Gesundheit unseres Kindes bange, von Pontius zu Pilatius laufe, macht er sich Gedanken, wie er den Luxus in seinem Leben erweitern kann, mit Frau. Das Kind ist ihm egal.

        Es ist nur noch ein Grat bis zum Suizid, interessiert ihn nicht.

        Die Frau ist wichtiger.

        Ich habe kapituliert und kümmere mich ausschließlich um die Gesundheit meines Kindes, den Umgang ausgeschlossen. Kann er mit den Psychologen auskämpfen.

        Grußlos, Klugscheißer! ;-)

        • (14) 04.03.15 - 07:09

          Hallo.

          Mein Ex ist/war auch so. Meine beiden jüngsten waren bei der Trennung acht und neun. Am Anfang war er noch sehr bemüht, Kontakt zu pflegen. Naja, eigentlich nur, damit er über den Trennungsschmerz drüber wegkommt und wenn es ihm mal einfiel, da waren ja noch Kinder und er ist mal wieder allein. Sie waren nach den Besuchen immer verstört und zurückhaltend. Er hat sie total manipuliert. Ich musste die Notbremse ziehen. Habe mit den Kindern geredet und gesagt, sie sollen alleine entscheiden, wann sie zu ihm möchten und ich habe es auch telefonisch für sie geregelt, da sie Angst hatten. Ich habe zwar den ganzen Terror von ihm abgekommen, ich hätte die Kinder dazu überredet, aber die Kinder waren geschützt. Die Große ist damals mitgegangen, auch sie musste ich teilweise auffangen, aber sie war volljährig und konnte alleine entscheiden, wo sie sein möchte. Sie wurde auch von ihm so manipuliert, dass ich die Böse war und das hat zum Anfang noch gefruchtet. Aber als die Große dann umgekippt war und ins Krankenhaus musste, da musste ich auch dort die Notbremse ziehen. Er soll mal langsam aufwachen, was er den Kindern antut. Wenn er mit mir ein Problem hat, dann soll er es mit mir regeln. Mittlerweile hat die Große ihren Weg gefunden und ist selbständig und die beiden anderen haben ihren Weg mit dem Umgang des Kontaktes zum Vater auch gefunden. Er ist in einer hoffentlich festen Beziehung und jetzt läuft es ruhiger. Klar versucht er noch immer zu piesacken (solange er Unterhalt zahlen muss). Aber die Kinder kommen damit klar und ignorieren es mittlerweile, da sie das ja nichts angeht.

          Was ich dir raten kann, wenn du es nicht schon machst, rede mit deiner Tochter und frag was sie möchte. Möchte sie denn den Kontakt zum Vater. Wenn er stänkert, dann schalte einen Anwalt ein. Und versuche jeglichen Kontakt zu meiden zwischen Vater und Tochter. Zahlt er Unterhalt.

          <<<Während ich um die Gesundheit unseres Kindes bange, von Pontius zu Pilatius laufe, macht er sich Gedanken, wie er den Luxus in seinem Leben erweitern kann, mit Frau. Das Kind ist ihm egal.
          >>>

          Konzentriere dich auf dich und die Kleine und nicht um "sein" Luxusleben". Das kann dir egal sein.

          Alles, alles Gute euch beiden.

          LG

          PS: Hast du einen neuen Partner der dir den Rücken stärken kann.

          • (15) 04.03.15 - 17:56

            Hallo,

            meine Tochter liebt ihren Vater abgöttisch. Und möchte ihn sehen.

            Deswegen nimmt sie seit Jahren das Gestänker der neuen Frau in Kauf. Und ist Mitte Dezember komplett ausgestiegen. Schwere Depression, seither stationärer Aufenthalt und jetzt Tagesklinik.

            Ich möchte von seinem Luxus gar nichts hören. Er drängt mir das auf.
            Als wir uns letztens über den Weg liefen, fragte er mich, ob wir nicht Kaffee trinken wöllten. Sonst geht das nie - keine 5 Minuten Gespräch möglich bei Übergabe des Kindes, weil die Frau im Auto wartet und schon nach 3 Minuten das Telefon schallert, wo er bleibt.

            Hab ich natürlich dankend angenommen, weil ich dachte, es ginge um unser Kind.
            Aber nein.

            Ich hab mir seine Probleme (privat, Frau, Arbeit) und seine Gedanken zum Ausbau seines Luxus anhören müssen.

            Gefragt hätte ich nie. Interessiert mich nicht.

            Wir bekommen unser Leben ohne ihn auch gut auf die Reihe.

            Meine Tochter hat Jahre lang alles runtergeschluckt. Dann hat sie sich mal ein bissl mir gegenüber geöffnet. Ihrem Papa würde sie das alles nicht sagen, sie möchte ihn nicht verletzen. Mir glaubt er nicht - ich würde mir das alles nur ausdenken.

            Gehört leider zum Krankheitsbild meiner Tochter (Überangepasstheit und Hochsensibilität), dass sie sich nicht öffnet.

            Die Ärzte haben ihm das gesagt. Haben ihm Telefonnummern für Stellen gegeben, wo der Umgang auch mal besprochen werden kann (mit neuer Frau, Kind und ihm - evtl. auch mit mir).
            Es interessiert ihn nicht. Er nimmt keine Rücksicht, drängt sie weiter subtil zu Umgang mit Frau (ich hatte ihn gebeten, es während der Therapie wenigstens zu lassen). Er nimmt keine Hilfe an. Er sieht kein Problem.

            Er sagt ganz klar: Umgang mit Frau und Kind oder gar nicht. Alles andere ist für ihn inakzeptal, Kompromisse nicht möglich.
            Ich muss also mehr oder weniger warten, bis meine Tochter es selbst merkt. Sonst bin ich die Böse.
            Auch erklärt er unserer Tochter, sein Unterhalt sei ein großzügiges Geschenk an uns. Sie glaubt es, und nimmt ihn in Schutz, weil er uns doch so viel Geld schenkt.

            Nur solche Dinger.

            Ich bins alles so leid.

            PS: Eine Beziehung könnte ich haben. Aber mir fehlen dafür die Nerven gerade. Ich hab mit Kind und Arbeit genug zu tun ;-)
            Es wäre gerade ein schlechter Zeitpunkt, meinem Kind noch jemand neues vor die Nase zu setzen. Aber ich musste ich schon versprechen, dass ich ihr sowas, wie Papa, nie antun werde. Hab ich.
            Männerbesuch hab ich trotzdem - aber nicht so offensichtlich, vorerst.

            VG

            • (16) 05.03.15 - 07:07

              <<<Er sagt ganz klar: Umgang mit Frau und Kind oder gar nicht. >>>

              Sagt er DIR das oder eurer Tochter. Weil, wenn du das zu hören bekommst, und auch eurer Tochter vermitteln sollst, denke ich mal, dann bist du die Unglaubwürdige. Lass ihn es eurer Tochter alleine sagen, damit sie es von ihm persönlich hört. Ansonsten wird er sie kaputt spielen.

              <<<Auch erklärt er unserer Tochter, sein Unterhalt sei ein großzügiges Geschenk an uns. Sie glaubt es, und nimmt ihn in Schutz, weil er uns doch so viel Geld schenkt.>>>

              Unglaublich, das kommt mir sooo bekannt vor. Bei der nächsten Therapie würde ich an deiner Stelle mal das der Psychologin erzählen und sie soll mal eure Tochter aufklären, was der Unterhalt ist. Dass er dazu verpflichtet ist, da er ja nicht mehr bei euch wohnt. Also keine Geste seinerseits her. Aber die Psychologin soll es sagen, du kannst ja viel "erzählen", wie du schon schreibst, du bist dann die Böse, die Stuss erzählt.

              Neue Beziehung sollst du nicht eingehen, war nicht meine Gedanken. Du bist jetzt voll und ganz für deine Tochter da, sollst du auch. Aber du musst auch deiner Tochter begreiflich machen, dass du auch noch ein Leben hast bzw. nur ein Mensch bist mit Bedürfnisse. Dass sie an erster Stelle steht keine Frage, aber du kannst nicht nur deine Gedanken daran verschwenden, dass du die beste Lösung findest, denn dazu muss auch deine Tochter mitmachen.

              Ich würde es so machen, alles, was dein Ex dir an den Kopf knallt, damit du ein schlechtes Gewissen hast, blocke ab. Ich kenne es zu gut. Alles über die Mutter machen, damit man nicht der Buh-Mann ist. Sag ihm deutlich, wenn er was sagen möchte, was eure Tochter angeht, soll er ihr es alleine sagen. Du musst kein Prellbock mehr sein. Notfalls nimm einfach mal was auf und spiel es deiner Tochter vor. Mein Ex war auch so. Immer unter vier Augen bis es mir gereicht hat. Ich habe zu ihm gesagt/geschrieben, wenn du was mit den Kindern besprechen willst, tu es alleine. Ich bin aus deinem Leben raus und mich interessiert auch nicht, wie du dein Privatleben verbringst. Unterhalt wird jetzt über Anwalt geregelt, ansonsten möchte ich keinen Kontakt mehr haben. Die Kinder sind alt genug, um mit ihnen Verabredungen zu treffen. Absagen musste er natürlich dann auch alleine und natürlich auch Erklärungen finden. Das war nicht mehr mein Problem. Er wollte uns systematisch fertig machen, aber ich habe die Notbremse gezogen. So müsstest du das auch machen, auch um dich selbst zu schützen. Sei für deine Tochter immer da, aber sag ihr auch, was ihr Vater angeht, möchte sie alleine "regeln". Das heißt, Verabredungen soll sie alleine treffen sowie auch Treffpunkt oder Besuche. Ist zwar am Anfang sehr schwer, aber es hat geholfen. Den Kindern wurden die Augen geöffnet und bei uns kehrte wieder Frieden ein, da sie ja gesehen haben, dass ich nicht diejenige bin die immer alles versucht, schlecht zu machen.

              Wenn du Fragen hast oder Bedenken oder Anliegen, kannst du mich auch über PN anschreiben. Vielleicht kann ich dir ja helfen mit einigen Tipps.

              Alles Gute und viel Kraft für die Kleine.

              LG

              • (17) 05.03.15 - 18:12

                Hallo,

                vielen Dank für deine Zeilen.

                Ich werde diese beherzigen.

                Umgang regeln müssen die beiden schon länger alleine.
                Durch die Überangepasstheit schafft es meine Tochter aber nicht, ehrlich zu sein. Sie ist innerlich so zerrissen zwischen "Papa sehen wollen" und "seine Frau sehen müssen".

                Aber ja, ich kämpfe das nicht mehr aus, muss es aber ausbügeln, weil ich meine Tochter aufbauen und ihr die nötige Therapie schmackhaft machen und diese begleiten muss.

                Das es nur Umgang mit Frau gibt, hat er nur mir gesagt.

                ich versuche es subtil an meine Tochter weiterzuleiten. Aber er macht irh dann Hoffnung, sie alleine zu treffen und was zu unternehmen und tut es dann nicht.

                Seit Jahren.

                Mein Kind ist zu höflich, muss es aber selbst merken. Das macht sie krank.
                Ich hoffe die Therapie hilft ihr dabei, die Sache richtig einzuordnen und für sie selbst angenehmer zu gestalten. Oder aber er verliert irgendwann ganz das Interesse. Im Moment wäre ich nicht böse drüber.

                Vielen Dank für deine Zeilen!
                VG

(18) 03.03.15 - 09:17

Wahrscheinlich wurde bei Dir nur ein Grund gesucht, um endlich den Kontakt einzufrieren, damit die neue Alte endlich Ruhe gibt....ist bei mir dasselbe.

Aber warum haben die solch eine Macht....ich habe meinem Vater nie was getan...immer gehofft....ihm auch noch versucht zu gefallen....ihm alles recht gemacht.....ihn in den Himmel gehoben.

Die neue Frau hasst mich....hat von Anfang an hintenrum gestänkert.....und mir vorneherum ins Gesicht gelächelt....habe das alles lange nicht durchschaut.

LG

(19) 02.03.15 - 23:17

hallo,

vielleicht ist es ein fehler immer gründe wissen zu wollen. ich bin auch so, ich würde gerne immer alles absolut verstehen. aber weißt du, du musst dich frage, was dein ziel in bezug auf deinen vater und allgemein im leben ist.

möchtest du wieder kontakt zu deinem vater? dann musst du schauen, was mögöich ist. such das gespräch und teile deinem vater mit, was du dir wünschen würdest. allerdings solltest du dir bewusst sein, dass der ritter in glänzender rüstung, den du dir als vater wünschst, nie realität sein wird. du musst also deine erwartungen runterschrauben und das verhältnis akzeptieren, wie es dir dann vielleicht angeboten wird. reicht dir das, dann gut, arrangiere dich. reicht es dir nicht, was du voeher ausloten solltest, dann hast du es versucht und es hat nicht geklappt. dann schließ mit dem thema vater ab.

wie ist dein ziel für dich und deine familie und ist dein vater in dieser gleichung eine wichtige variable? ist er das nicht und du entschedest dich auch glücklich ohne ihn zu sein, dann weißt du, was dein weg ist.

du bist gut so wie du bist. und dein vater, warum auch immer, hat sich nie die mühe gemacht das zu erkennen. das ist aber nicht deine schuld. aber ewig nach dem warum zu suchen, wird dich nicht befriedigen. denn: macht es einen unterschied zu wissen, warum er nicht der vater ist, den du dir gewünschr hast? eher nicht, oder? dadurch wird sich nichts ändern.

sei glücklich mit den menschen, die dich glücklich machen und suche das glück nicht bei anderen, bei ihm.

lg

  • (20) 03.03.15 - 09:09

    Hallo Schullek,

    Danke, für Deine Antwort.

    "du bist gut so wie du bist. und dein vater, warum auch immer, hat sich nie die mühe gemacht das zu erkennen. das ist aber nicht deine schuld...."

    Das ist es genau.

    Warum hat er sich nicht die Mühe für mich gemacht ?

    Warum bin ich die Mühe nicht wert?

    Bin ich nicht gut genug ?

    Das lässt mich hadern.

    Warum wollte er zu mir keine richtige Bindung aufbauen, während andere Väter um ihre Kinder kämpfen ?

    LG

    • guten morgen,

      du musst lernen, dass es reicht gut genug zu sein. dass du nicht die anerkennung von anderen dazu brauchst. schon gar nicht die deines vaters. solange du diesen punkt nicht erreichst, wirst du ewig hadern.

      du suchst nach gründen, deren existenz dein leben aber nicht verbessern werden. versuche jeden tag damit aufzuhören zu hadern. nimm dir das jeden tag aufs neue vor.

      kurz und knapp: er ist ein arsch. er hat es nicht verdient vater genannt zu werden und die ganze beachtung, die er in deinen gedanken findet, hat er schlicht nicht verdient.

      und weite mal deinen blick! es gibt tausende kinder wie dich in dl und auf der welt, deren elternteile kein interesse zeigen. und zwar nicht, weil sie irgendwie fehlerhaft wären, sondern weil die menschen, die sie gezeugt haben nicht in de rlage sind ihnen liebe zu geben.

      mag sein es gibt gründe, die sogar nachvollziehbar sind. aber ich bezweifle sehr stark, dass du diese erstens erfährst (dazu müsste dein vater selbst erkenntnis betreiben ) und zwietens, dass sie dir irgendeinen gearteten seelenfrieden verschaffen.

      als mein vater seinen unfall hatte, stand sein arbeitskollege wohl zu sehr unter schock um erste hilfe zu leisten. als ich dies ein paar wochen nach seinem tod erfuhr, war ich komischerweise nicht sauer, wütend oder irgendwas. darüber war ich mehr als erstaunt. und dann kam mir die erkenntnis: es ändert nichts. ich könnte wütend sein, wie ich will, es ändert nichts und niemand auf der welt die tatsache, dass er fort ist.

      und ähnlich ist es bei dir. du wirst keinen abschluss finden, wenn du ihn dir nicht selbst nimmst.

      lg

      • (22) 03.03.15 - 12:23

        Deine Worte klingen weise.

        Das schlimme ist ja, das Verhältnis war , bis er diese Frau kennengelernt hat noch minimal gut.

        Aber dieses Fallenlassen, weil es der neuen Tussi nicht ins Leben passt..das ist äußerst kränkend.

        Zu Deinem Thema kann ich Dir nur nur sagen, daß ich auch mal einen Schock hatte.

        Und Schock ist nicht gleich Schock. Bei einem echten psychogenen Schock geht nix mehr..da ist der Kopf vom Körper abgeschnitten....

        Ging also nicht. Vielleicht hilft Dir das....

        LG

        • ich hadere nicht damit. denn kein hadern kann ihn zurück bringen. und der arbeitskollege hat sicherlich genug damit zu knabbern, oder hatte es, es ist schon viele jahre her, ich war noch ein kind, das ganze zu verarbeiten.

          natürlich habe auch ich mir unzählige male die frage gestellt: warum? warum er, so jung, warum wir, wie unfair ist das!
          aber der punkt ist schlicht, es bringt nichts. es hilft einem nicht damit fertig zu werden, es hilft einem nicht zu über leben, es hilft einem nicht wieder glücklich zu sein.

          ich trauere immer noch um meinen vater. natürlich anders als damals und ich empfinde oft eine starke wehmut. es tut mir unglaublich leid, was er alles nicht erleben durfte.

          aber ich hadere nicht mehr damit.

          • (24) 03.03.15 - 14:37

            "natürlich habe auch ich mir unzählige male die frage gestellt: warum? warum er, so jung, warum wir, wie unfair ist das!
            aber der punkt ist schlicht, es bringt nichts. es hilft einem nicht damit fertig zu werden, es hilft einem nicht zu über leben, es hilft einem nicht wieder glücklich zu sein....."

            Sehr gut getroffen.

            Das habe ich mir zu Herzen genommen.

            Man kann sich entscheiden, wo man hinschaut....in den Schatten oder in die Sonne.

(25) 03.03.15 - 07:19

ich finde ein hinterher rennen falsch.
sicher man macht es, aber wenn von dem anderen nicht wirklich was kommt, dann bringt es null, man geht nur mehr daran kaputt.
es nunmal ein schlechter charakterzug und den kann man nicht ändern und erst recht nicht, wenn man sich sogesehen aufdrängt.denn dann braucht das gegenüber ja nichts zu tun, kann höchstens seine launen ausleben.
wer wirklich was möchte, der kommt ( irgendwann ) von alleine...

mein bruder hat eine neue frau und diese hat 2 kinder.seine tochter vernachlässigt er und die neuen 2 bekommen alles.
kümmert er sich um seine tochter, tickt die neue aus und diesem möchte er feige aus dem weg gehen.sie möchte das ihre kinder sein mittelpunkt sind und das hat sie in laufe der jahre geschafft, meint sie.
mein bruder dagegen erzählt gerne wie furchtbar diese kids sind und er froh ist wenn sie aus dem haus sind.
meine schwägerin hat jahre gekämpft das er sich um seine tochter kümmert und er meinte selber wie gerne er das machen würde, aber die neue würde das nicht dulden....nun denn

der vater meines sohnes ebenso.es kam eine neue, zwar ohne kinder aber tierisch eifersüchtig auf alles.er konnte sich auch nicht durchsetzen und dabei war sein sohn vorher sein ein und alles.was habe ich geredet, gekämpft, getan und gemacht....nichts brachte erfolg.seit 8 jahren haben beide keinen kontakt mehr.

die mutter meines stiefsohnes gab ihren sohn mit 9 spontan bei uns über nacht ab und da ist er heute noch. inzwischen ist er 19 und so ein toller bursche, aber sie hat sich nie mehr für ihn interessiert weil ihr neuer kinder nervig findet und sie möchte keinen stress, sagt sie.
auch da habe ich versucht zu reden, aber es brachte ebenfalls nichts.

irgendwie habe ich ganz schön viele solcher geschichten im umfeld und es lief immer gleich.
es gibt auch gute geschichten, welche wo sich um das kind gekümmert wird, aber das wollte derjenige auch von alleine und auch die neue war offen dafür.

ich selber kann nicht verstehen wie man einen menschen an seiner seite haben möchte der die kinder ablehnt.mit so einem menschen könnte ich nicht glücklich werden, denn so ein charakterzug zeigt sich auch in anderen bereichen.

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