Beziehung scheitert wegen Essgewohnheiten?

Die Frage erscheint vielleicht unwichtig, doch es belastet unsere Beziehung inzwischen wirklich sehr. Mein Freund ist ein Mensch der nur isst um nicht zu verhungern, das heißt es ist ihm egal was er zu sich nimmt. Er ist Stammkunde bei diversen Burgerläden, isst Fertiggerichte, es kommt vor dass statt Abendessen eine Tüte Chips vertilgt wird, noch dazu vor dem Fernseher. Alles in allem sehr ungesund und unausgewogen.

Mir ist gesundes und frisches Essen sehr wichtig, ich zelebriere das Kochen gerne, möchte gerne mit ihm zsuammen kochen. Doch er hat kein Interesse daran und wenn ich ihm etwas zubereite, dann schmeckt es ihm nicht. Auf Dauer belastet es mich dass ich stundenlang in der Küche stehe und er sagt das hätte man auch aus der Dose essen können. :-(
Wenn er unter der Woche alleine oder mit seinen Freunden zu McDonalds geht, dann ist es mir egal, aber am Wochenende wenn ich dabei bin, möchte ich das nicht. Auch keinen Döner oder sonstiges Fast Food. Wie mache ich ihm das klar? Es kann doch nicht sein, dass Essgewohnheiten für so viel Ärger und Unmut sorgen. :-(

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Hi,

für mich wäre das sicher auch nicht leicht, wenn man vom Prinzip nicht mal gemeinsame Mahlzeiten haben kann.

Ich würde Folgendes versuchen: Kompromisse. Dass Du ihm grundsätzlich nicht in seine Fast-Food-Ernährung rein quatscht, denn Du bist nicht seine Mutti. Aber dass ihr eine gewisse Anzahl an Abenden ausmacht, an denen Du (oder später mal ihr) kochst und er sich nicht vorher wo anders satt ist. Mach ihm klar, dass das für Dich eine Form der Gemeinsamkeit ist, zusammen gemütlich am Tisch zu sitzen und zu essen. Und dass es einen Kompromiss geben muss zwischen "stundenlang in der Küche stehen" und Dose gibt.

Du kannst ja auch zum Warmwerden "männertypisches" Essen kochen: Steak, Schnitzel, Koteletts, Gemüse einfach als Beilage und nicht orientiert an "muss gesund sein" sondern "muss schmecken (und wenn es nebenbei noch gesund ist, ist es toll)". Vielleicht weiß er das dann zu schätzen. Hole ihn dort ab, wo er steht und nicht dort, wo Du ihn gerne hättest. Also verschone ihn von "fleischarm", "vergan", "Bio" und sonstigem Frauentrödel, wenn er noch nicht mal "Basics" kann.

Wenn er allerdings nicht dazu bereit ist, Kompromisse zu schließen, DANN würde ich die Beziehung überdenken. Denn die müssen früher oder später immer getroffen werden und wer das nicht will/kann, den würde ich dann lieber früher als später verlassen.

LG

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#augen Fehler darfst Du behalten ;-)

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"Mir ist gesundes und frisches Essen sehr wichtig, ich zelebriere das Kochen gerne, möchte gerne mit ihm zsuammen kochen."

das kann ich nachvollziehen und habe das auch immer so gelebt, weil es für mich ein existenzielles thema ist.
ich habe mir die entsprechenden partner gesucht.
den freund würde nicht zu mir passen.

und zu dir anscheinend auch nicht.

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dann koche doch einfach nur für dich wenn er nichts von deinen kochkünsten essen möchte. er wird irgnendwann feststellen das auf dauer nur fast food ungesund ist.

hoher blutdruck fettleber cholesterin spiegel erhöht sich. herzinfarktgefahr und und und. und er wird dick was auch nicht schön ist.

wenn er sonst keine anderen macken hat würde ich mich nicht trennen:-) ihr futtert ja nicht 24 std. ihr wohnt nicht zusammen oder? dann esst doch getrennt und trefft euch danach wenn ihr satt seit :-)

ach wegen sowas eine krise zu bekommen ist quatsch.
alles gute

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"...Mein Freund ist ein Mensch der nur isst um nicht zu verhungern, das heißt es ist ihm egal was er zu sich nimmt...."

Warum isst er dann nicht Deine Gerichte? Dann könnte es ihm doch auch egal sein.

Also - er ist eher ein Fastfood-und Fertiggerichteliebhaber.

Das sind Perlen vor die Säue....#schein
Zumindest aus Sicht des Kochs.

Wenn jeder von Euch beiden auf seinen Gewohnheiten beharrt, werdet Ihr essenstechnisch nie auf eine Linie kommen. Das belastet die Beziehung; auch insofern, dass Du schreibst, Das Du stundenlang wegen der Essensvorbereitungen in der Küche stehst (warum auch immer #schein) und anscheinend entsprechende Wertschätzung erwartest.

Das kannst Du aber von vielen Fastfood-Liebhabern nicht erwarten. Es gibt allerdings auch einige, die sich mit Beidem anfreunden können - je nach Situation.

Entweder Ihr arrangiert Euch oder gebt die Beziehung auf, wenn dies ein so wichtiges Thema ist.

LG

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Völlig verständlich, dass Du gewürdigt werden möchtest, wenn Du liebevoll und mit viel Zeitaufwand gekocht hast. Aber das kann und wird dieser Partner Dir nicht bieten können. Entweder Du findest so viel anders an ihm toll, dass Du Dich damit abfindest, dass ihn Deine Kochkünste nicht interessieren, oder Du läßt es eben ...

Womit Du sicher eine Krise heraufbeschwörst, ist diese "am Wochenende möchte ich das nicht" Haltung. Er ist erwachsen und entscheidet selbst, was er ißt.

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>Wie mache ich ihm das klar?

Gar nicht.

Du findest bestimmt andere schöne Dinge, die du für ihn tun kannst und die er mag.
Koch einfach nicht mehr für ihn und mach es nur für dich.

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Hallo,

da würde er ja richtig gut zu mir passen :-D

Ich esse zwar keine Burger mehr (ich nehme schon zu, wenn ich an Essen denke), aber ich vertrage viele "gesunde" Dinge nicht.

Kochen ist auch nicht so mein Ding.

Mein Mann geht auch gerne zum Essen aus und liebt dann eher was deftiges wie Schweinsbraten und Knödel, obwohl er auch italienisches nicht ablehnt.

Wenn Du es nicht akzeptieren kannst, dann müsstest Du Dir wohl einen anderen Partner suchen.

GLG

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es kann nicht sein, dass Essgewohnheiten für so viel Ärger und Unmut sorgen? Dann ändere deine doch einfach;-). Kannst du nicht? Versteh ich gut. Aber er wird es halt auch nicht können.

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Hi

redet miteinander und findet Kompromisse.

Gesund heißt ja nicht ohne Burger....man kann diese super selber frisch machen, sogar auf dem Grill ( Männer grillen doch alle gerne#schein), genauo Currywurst, Gyros, etc.....
warum nicht auch ihn entgegen kommen und solche Gerichte kochen#kratz
Wechselt Euch doch wochenweise ab zwischen Feinschmecker kochen und Fast Food kochen.

LG
Lisa