Meine Ehe macht mich krank und depressiv

    • (1) 15.03.15 - 16:17

      Guten Tag. Ich versuche mich kurz zu fassen, was nicht einfach ist.

      Ich bin 51, seit über 20 Jahren verheiratet, 2 Kinder (20/17). Beruflich bin ich sehr erfolgreich, uns geht es gut, können uns viel leisten, aber unsere Ehe besteht seit vielen Jahren nur noch auf dem Papier. Sicherlich bin ich nicht schuldlos an der Misere. Ich mache mir große Vorwürfe, da ich bereits zu Beginn unserer Beziehung wusste, dass meine Frau nicht die große Liebe ist und hielt dennoch an ihr fest, da sie toller Mensch ist. Und tatsächlich wuchs über die Jahre unsere Liebe. Wir hatten gleiche Vorstellungen von der Zukunft, wollten heiraten und eine Familie gründen.
      Wir bauten ein Haus, hatten hohe Schulden und musste diese alleine abtragen, weil meine Frau viele Jahre, der Kinder wegen, zu Hause bliebt. Inzwischen geht sie wieder in Teilzeit arbeiten.

      Mit den Jahren haben wir uns jedoch immer weiter entfremdet. Ich ging in meiner Arbeit auf, meine Frau war Vollzeitmutter. So wurden wir beide immer unzufriedener und gaben dafür dem Anderen die Schuld. Unser Sexualleben ist fast eingeschlafen, womit ich eigentlich überhaupt nicht umgehen kann, weil für mich Sex zum Leben gehört wie essen und trinken.
      Vor 2 Jahren machten wir sogar eine Paartherapie mit mäßigen Erfolg. Meine Frau gelang es die Schuld auf mich zu verlagern und die Therapeutin glaubte ihr. In 8 von 10 Sitzungen ging ich mit Tränen in den Augen aus den Situngen... was muss ich ein schlechter Mensch sein. Erst zum Schluß unserer Paartherapie gelang mir es, dass die Therapeutin auch mal genauer meiner Frau hinsah.

      Vor einigen Wochen packte ich mir dann aufgrund eines Streites an einem Sonntagmorgen meine Sachen und fuhr erst mal weg. Aber wohin sollte ich gehen? Mir wurde spätestens an dem Tag klar, in welcher Sachgasse ich steckte. Abends fuhr ich wieder nach Hause. Unser Sohn (17) bekam alles mit. Unsere Tochter (20) macht erzeit ein Auslandsjahr. Seit diesem Sonntag habe ich auch noch meinen Sohn gegen mich aufgebracht. Er bringt eine 6 nach der anderen nach Hause, hat sogar die Schule geschwänzt und eine Entschuldigung mit meiner Unterschrift gefälscht. Für meine Frau bin ich daran wieder "Schuld".

      Es glaubt auch keiner, dass meine Frau zu Hause so demütigend ist. Überall ist sie beliebt, ein herzlicher und lebensfroher Mensch.

      Ich habe meiner Frau auch eine friedliche Trennung vorgeschlagen, was sie aber völlig ablehnt. Warum will sie an der Ehe festhalten, wo sie kein liebes Wort mehr für mich findet, geschweige Nähe zu mir will?

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Beruflich bin ich ein erfolgreicher Mann, der weiß wie man mit Menschen umgeht und zu Hause gelingt es mir nicht. Und ich hatte mir doch so sehnsüchtig eine Familie gewünscht.

      Ich ertappe mich immer häufiger dabei, dass ich hoffe nicht mehr wach zu werden oder träume davon vor einen Zug zu springen. So verzweifelt bin ich mittlerweile. Keine Ahnung wie es weiter gehen soll.

      • <<<<Warum will sie an der Ehe festhalten, wo sie kein liebes Wort mehr für mich findet, geschweige Nähe zu mir will?<<<<

        Das ist die Macht der Gewohnheit und es ist ja nicht schön, wenn man plötzlich, alleinerziehend mit Teilzeitjob und ein bisschen Unterhalt klar kommen muss. Klar, dass sie an der Ehe festhalten will. ;-)

        Du schreibst, es existiert keine Liebe mehr zwischen euch. Dann sei egoistisch und ziehe einen Schlussstrich. Verbaue dir nicht die Chance, vielleicht mit einer anderen Partnerin nochmal glücklich zu werden. Deine Frau kann dich nicht zwingen, bei ihr zu bleiben.

        Du stellst dir vor, nicht mehr wach zu werden und träumst quasi von Suizid? :-(

        Wüsste ich sowas von meinem Mann, würde ich ihm beim Koffer packen helfen.

        Niemals würde ich das wollen, dass er neben mir quasi ein- und zugrundegeht. :-(
        Für mich ist Nähe, Respekt, Vertrauen und "wir zwei gegen den Rest der Welt!"...einfach Liebe...in einer Beziehung wichtiger, als jede schicke Fassade und (finanzielle) Sicherheit.
        Wahrscheinlich sind das aber die Prioritäten deiner Frau.

        Lass dich nicht von deiner Frau ins Bockshorn jagen, weil sie eine friedliche Trennung ablehnt.
        Sei dir selbst mehr wert.

        Dann gibt es vielleicht erstmal eine unfriedliche Trennung, aber das ist auch zu meistern.
        Wenn ihr so eine Beziehung reicht, musst dir das noch lange nicht reichen.

        Niemand kann dich zwingen zu bleiben!

        Nur du selbst.

        Ich wünsche dir alles Gute!

        LG...

        Ich frage mich, warum DU an dieser kaputten Ehe festhälst. Du hast doch die Möglichkeit, eine Trennung herbei zu führen.
        Bevor Du weiter in die Depression rutscht, zieh einen Strich unter diese Ehe und bau Dir ein neues Leben auf. Du bist jung genug und willst doch sicher nicht noch 20, 30 Jahre in dieser Situation verharren, oder?

      • Du brauchst doch nicht die Einwilligung deiner Frau um dich zu trennen?! Tu was du für richtig hälst und werde glücklich.

        (6) 15.03.15 - 18:02

        Hallo Magic

        als ersten Schritt empfehle ich dir eine Therapie zu machen.Du klingst schon recht verzweifelt und siehst die Vorteile deiner derzeitigen Lage nicht.

        Eure Kinder sind erwachsen, ihr könnt euch wieder um euer eigenes Leben kümmern.
        Du bist unglücklich.Also such dir Verstärkung und Hilfe.
        Therapie und Sport , dann siehst du bald schon klarer.
        Hast du Freunde?
        Falls nicht such dir neue Bekannte im Sportverien, Fitnessstudio etc.
        Ich hatte diese Art Lebenskrise mit Mitte 40 und drei kleinen Kindern.
        Alles wird gut wenn du handelst.

        #klee

      • Hallo!

        Für Deine Frau ist die Ehe wahnsinnig bequem. Sie muss nicht viel arbeiten und ist trotzdem sehr gut vesorgt finanziell, und wenn was schief geht kann sie Dir die Schuld geben, deswegen will sie sich nicht trennen. Sonst müsste sie zusehen, dass sie Vollzeit arbeitet, raus aus dem gemeinsamen Haus in eine kleine Wohnung mit einem maulenden Teenager der es sicher nicht toll findet, wenn gespart werden muss... Hat nicht viele Vorteile.

        Aber es geht schließlich auch um Dein Leben, und Du hast nur eines. Also such Dir eine Wohnung für Dich alleine, soll Deine Frau im Haus bleiben, bis sie was neues findet. Vielleicht könnt ihr das Haus auch noch halten, bis die Kinder ausgezogen sind.

        Geh zu einem Anwalt und lass Dir ausrechnen, was Du an Unterhalt an Frau und Kinder zahlen musst, und das zahlst Du auch brav. Es wird genug Geld übrig bleiben, damit Du Dir eine kleine Wohnung leisten kannst.

        Deine Frau wird auch lernen alleine klar zu kommen, und die Kinder sind sowieso groß. Jetzt bist Du mal dran mit leben.

        Hallo,

        ich sag nur "midlife crisis". Und ich sehe das offenbar anders als meine Vorschreiberinnen. Für mich kommen Deine Äußerungen über Deine Frau rüber wie "der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen".

        Angefangen damit, dass Du schreibst, Du hast das Haus alleine bezahlt, weil Deine Frau "Vollzeitmutter" war. Nein, Du hast nur das Geld verdient, bezahlt hat auch Deine Frau: Durch den einen oder anderen zurückgestellten Wunsch wegen der Schulden. Deine Frau hat ihren Beitrag geleistet, hat EURE Kinder großgezogen, auf eine evtl berufliche Karriere verzichtet und hat es nach der Zeit der Familienpflichten geschafft, eine Teilzeitstelle zu finden. Und jetzt, wo Du unzufrieden bist, passt es Dir gut in den Kram, Deine Frau mit ihrem Teilzeitgehalt aus Deinem Leben zu schicken, denn Du musst nicht verzichten. Deine Frau hat EURE Familie gemanagt und Dir ermöglicht, beruflich erfolgreich zu werden, Du verdienst gutes Geld. Dabei hattet Ihr, wie Du schreibst, gleiche Ziele und Vorstellungen. Ihr habt ein gemeinsames Lebenskonzept verwirklicht, jeder hat seinen Part geleistet. Du bist unzufrieden, aber ich verrate Dir was: Deine Frau war ganz sicher auch nicht immer superglücklich, denn zwei kleine Kinder sind anstrengend und immer anders, als man sich das vorstellen konnte.

        Dein einziger Schluss aus der Paartherapie war also, dass Du Schuld hast? Bei so einer Therapie geht es nicht um Schuld, und der Therapeut ist ein unparteiischer neutraler Dritter. Wenn Du das nicht verstanden hast, hast Du in der Therapie eine Chance vertan. Aber frag Dich doch mal, warum alle Menschen außer Dir Deine Frau positiv sehen???

        Dass Du bei Deinem Sohn unten durch bist, wundert mich nicht. Bist Du eine männliche Dramaqueen? Und hast Du Anteil genommen am Leben Deiner Kinder? Ich hab so meine Zweifel...

        Und dass Deine Frau Deine Nähe nicht will, wundert mich auch nicht. Ihr habt Euch entfremdet, viele Frauen schaffen es nicht, körperliche Nähe ohne emotionale zuzulassen. Aber wenn Ihr es wollt, könnt Ihr daran arbeiten.

        Für mich bist Du egoistisch, tut mir leid. Werd erwachsen.

        LG, kathi

        • Nachtrag: Meine Kinder sind im Alter ähnlich wie Deine. Zu der Zeit war es völlig normal, dass Mütter ihre Kinder erzogen, auf eigene Berufstätigkeit für ein paar Jahre verzichteten und sich in der Zeit finanziell auf ihre Männer verlassen mussten. Ich behaupte, das war sogar politisch gewollt und änderte sich erst, als es auf dem Arbeitsmarkt zu kippen drohte von hoher Arbeitslosenzahl in Richtung Fachkräftemangel.

          • Bei so einem bescheuertem Geschreibsel bin ich echt froh, dass ich in der DDR groß geworden bin. Wo fast alle Mütter arbeiten waren. Wo kaum eine Frau abhängig war von ihrem Mann. Wo auch die Papas ihre Kinder erzogen haben und Zeit für sie hatten. Wo die Kinderbetreuung funktioniert hat. Und wo es auch heute noch hoch angesehen ist, wenn Frau arbeiten geht.

            Auch wenn die DDR große Fehler hatte, wenigstens das war positiv. Da war Frau nicht nur Muddi, sondern stand in allen Lebenslage auf gleicher Stufe wie der Mann.

            • Ich weiß nicht, mit welchem Recht Du mich beleidigst, aber gut, ist vielleicht eine Frage der Sozialisation.

              Ich sehe nicht, dass Hausfrauen und Mütter nicht partnerschaftlich auf einer Stufe mit ihren Männern stehen; bei uns und in meinem Umfeld klappt es jedenfalls. Etwas anderes würde ich mir nicht gefallen lassen. Und dass die DDR- Kinderbetreuung zweischneidig war und auch der politischen "Erziehung" diente, sagen sogar die beiden Brandenburger in meinem Bekanntenkreis, ebenso, dass die Anforderungen und der Stress im Berufsleben geringer waren. Und der Preis der politischen Indoktrination und der Ausspähung meiner Familie wäre mir zu hoch gewesen - das wäre ein Grund gewesen, auf Kinder zu verzichten. Insofern war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der DDR noch schwieriger als sie jetzt ist.

              Egal ob Du "Muddis" allgemein oder auf mich persönlich bezogen hast: Für mich verbitte ich mir jede Beleidigung und abfällige Bezeichnung, ich beleidige auch niemanden.

              Gerade Menschen mit Deiner Sichtweise sind es, die den Familien die eigene Entscheidung, wie sie ihr Familienleben gestalten, erschweren.

              LG, kathi

              (12) 16.03.15 - 08:33

              Dazu "brauchte" man keine DDR - meine Mutter ist in den 70ger Jahren in Baden-Württemberg wenige Monate nach meiner Geburt wieder arbeiten gegangen und viele ihrer Kolleginnen auch. Das war auch damals schon Einstellungssache, und Elterngeld o.ä. gab es ja noch nicht.

              Trotzdem sehe ich es auch so, dass auch bei einer "Hausfrauenehe" natürlich beide dazu beitragen, dass der Laden läuft und dass der Mann hinterher nicht jammern sollte, dass er die Frau so lange finanziert hat, wenn sie ihm genau so lange familiär den Rücken freigehalten hat.

              • (13) 16.03.15 - 09:22

                Hallo,

                gab es damals in B-W schon Krippenplätze, oder wie war Deine Betreuung organisiert? Ich meine einfach, jeder muss sein Familienleben nach seinem Geschmack regeln. Wer es machen möchte (oder auch muss) wie Deine Eltern, macht es für sich richtig, wer es anders macht, für sich. Wichtig ist, das eigene Modell selbst zu finanzieren. Wie es in den 60er und 70er Jahren hier in Niedersachsen mit der Kleinkinderbetreuung aussah, weiß ich nicht. Meine Mutter hatte keinen Beruf gelernt, mein Vater verdiente gutes Geld - da stellte sich die Frage nicht. Zudem waren Scheidungen die Ausnahme.

                Ich kann andere nicht kritisieren, wenn ich ihre Verhältnisse und ihre Beweggründe nicht kenne. Aber jemand wie der TE regt mich auf: Den gemeinsamen Plan leben, seine Frau (die er irgendwie total hintergangen hat, wenn er ihr nie gesagt hat, dass er sie nicht geliebt hat!) hat ihren Part erfüllt und ist nun überflüssig. Eine Ehe kann scheitern, aber dann muss man es sauber und FAIR auseinander kriegen. Na ja, der TE will sich a seinem Thread wohl nicht mehr beteiligen.

                Einen schönen Tag und LG, kathi

                • (14) 16.03.15 - 14:28

                  Damals hatten meine Eltern eine "Kinderfrau" für mich, also quasi eine private Tagesmutter. War anscheinend von zwei Beamtengehältern bezahlbar in den 70gern. Später kamen dann eine Dame, die selbst ein Kind in meinem Alter hatte. In den Kindergarten kam ich

                  (15) 16.03.15 - 14:30

                  Damals war es noch bezahlbar, eine "Kinderfrau", also quasi eine private Tagesmutter, die ins Haus kam, zu beschäftigen. In den Kindergarten kam ich erst mit drei oder vier, das hatte aber auch den Grund, dass ich zwischendrin noch eine Reihe von Operationen hatte.

        <<<Und dass Deine Frau Deine Nähe nicht will, wundert mich auch nicht. Ihr habt Euch entfremdet, viele Frauen schaffen es nicht, körperliche Nähe ohne emotionale zuzulassen. Aber wenn Ihr es wollt, könnt Ihr daran arbeiten.<<<

        Sie haben es doch versucht mit einer Paartherapie. Hat doch nichts gebracht.

        Und entschuldige, die Frau hätte auch Karriere machen können. Sie hat sich freiwillig ihrem Schicksal (Mutter und Hausfrau zu sein) gefügt.

        Und außerdem, das jüngste Kind ist 17. Sie könnte jetzt auch schon lange Vollzeit arbeiten.

        Der TE hat lange Jahre seine Frau durchgefüttert und alles finanziert. Soll er sie bis zum Tode weiter finanzieren und dabei unglücklich auf der Strecke bleiben?

        Er ist nicht Schuld daran, dass sie im Falle der Trennung mittellos da steht.

        • Hallo,

          mit genau solchen Einwänden habe ich gerechnet, darum mein Nachsatz. Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung nicht der Mehrheitsmeinung hier entspreche. Ich habe aber meine Kinder in der gleichen Zeit gehabt wie der TE und weiß, wie es in der Zeit war. Mütter mussten sich rechtfertigen, wenn sie berufstätig sein wollten. Staatliche Kinderbetreuung war nicht an die Arbeitszeiten berufstätiger Mütter angepasst. Es gab drei Jahre Erziehungsurlaub, zwei Jahre davon mit bis zu 600 DM Erz.-Geld mtl. Theoretisch gab es eine Arbeitsplatzgarantie für nach den drei Jahren, praktisch wurden viele Rückkehrerinnen weggemobbt. Betreuung für unter Dreijährige gab es so gut wie nicht, Kindergartenplätze bekam man nur je zum Beginn, bei uns Sommer, eines Jahres, und längst nicht für jedes Dreijährige. I. d. R. bekam man erst für Vierjährige einen Platz; dann war der Arbeitsplatz weg.

          Und ich sage Dir als mittelalte Frau nach langer Familienzeit (vier Kinder): Ich würde mir Vollzeiterwerbstätigkeit nicht mehr zutrauen. Ich werde bald 50, habe Haus, Garten, einen Rest an Arbeit mit den Kindern, inzwischen nicht mehr ganz fitte Eltern und Schwiegereltern, die Hilfe brauchen, und viel von meiner Kraft ist in den 50 Jahren schleichend verschwunden. Man merkt das zunehmende Alter eben nicht erst mit 70 urplötzlich. Mein Mann tritt übrigens auch schon ganz langsam kürzer, will sagen: Er arbeitet langsamer und überlegter, einfach kraftsparender (körperliche Arbeit als Handwerker).

          Für mich ist es außerdem nach wie vor besser so, wie es früher war: Fremdbetreuung erst dann, wenn die Kinder sicher an die Mutter gebunden sind (meist nicht vor drei Jahren). Die Kinder sind erste und wichtigste Aufgabe von Müttern (wo ist mein Helm, ich seh schon Steine). Nie hätte ich das gemeinsame Mittagessen mit meinen kleinen Kindern hergegeben! Wie viele Sorgen und Nöte der Kinder durfte ich mit ihnen durchleiden, und wie viel haben wir miteinander gelacht!

          Und für den TE und seine Frau sah der gemeinsame Lebensentwurf nun mal so aus, wie sie gelebt haben. Das sehen Gerichte in Unterhaltsstreitigkeiten inzwischen auch (wieder) so. Ich finde das fair.

          LG, kathi

          • (18) 15.03.15 - 20:26

            ... gut geschrieben - meine 100%ige Zustimmung ...

            Bei mir war es genauso - bin nur 5 Jahre älter wie Du.

            Liebe Grüße
            giersch

            • (19) 15.03.15 - 20:38

              Danke schön, es tut gut, die Dinge nicht alleine anders zu sehen. Mir tun die so früh fremdbetreuten Kinder immer leid, Kindergarten von halb acht bis 17 Uhr? Ich hätte das nicht übers Herz gebracht, so liebevoll "unsere" Erzieherinnen auch waren!

              LG, kathi

              • Den DEnkfehler den auch du machst ist das du in sehr konservativen, veralteten Strukturen denkst.

                Sobald du hörst, dass eine Mutter eines kleinen Kindes voll arbeitet siehst du dieses Kind natürlich von halb 8 bis 17 Uhr fremdbetreut in einer Kita sitzen.

                Dir kommt gar nicht in den Sinn, dass vielleicht auch der Vater seinen Teil dazu leistet, es nicht nur 9 to 5 jobs gibt, homeoffice, beide gemeinsam sich um die Kinder kümmern.

                Nein, für dich ist gesetzt, Papa ackert den ganzen Tag und ernährt die Familie und Mutti jobbt vollzeit um sich ein nettes Leben zu machen, Kinder und Haushalt liegen weiterhin in ihrer Verantwortung.

                Warum lese ich hier nie die Diskussion um die bösen Väter, die tatsächlich voll arbeiten trotz ihrer Kinder, und es in Kauf nehmen, dass diese fremdbetreut werden?

                • Eher Erfahrung als Denkfehler.
                  Homeoffice ermöglicht nicht jeder AG, und nicht jeder Vater hat einen Bürojob. Mein Mann ist ein ganz normaler Maurer. Baustellen im Umkreis von 100 km, Fahrzeit ist keine Arbeitszeit. 6 Uhr aus dem Haus, je nach Entfernung ab 18 Uhr zu Hause, im Winter etwas früher. Teilzeit? Das finden Chefs und Kollegen witzig, und ist auch einfach nicht machbar.

                  Und in meinem Bekanntenkreis zieht sich das durch. Teilzeit geht prima - für Lehrer und evtl. Verwaltungsbeamte, weil öffentlicher Dienst. Freiberufler fallen mir noch ein, aber sonst? Wir haben im Bekanntenkreis viele Handwerker und Beschäftigte in techn. Berufen. Ein einziger Mann (Ingenieur in einer sehr großen Firma) hat zwei Monate Erz.-Urlaub genommen.

                  Dazu kommt, dass nun mal oft Männer den besser bezahlten Beruf haben oder sogar bei gleicher Arbeit mehr Geld bekommen. Ich kenne keine Familie, die nicht gerechnet hätte vor der Entscheidung, wer die Kinder betreut.

                  So, so, veraltete Denkstrukturen. Adam Riese stand Pate bei unserer Entscheidung. Und der ist ja auch schon tot. Von daher magst Du Recht haben. Man reiche mir moderne Zahlen.

                  LG, kathi

                  • Meine Kinder gehören dann wohl auch zu den bedauernswerten Kreaturen, die von 7 bis 19.00.fremdbetreut werden.
                    Meinen Job gibt es nämlich auch nicht in Teilzeit, der meines Mannes auch nicht.
                    Ganz oder gar nicht ist hier der Fall.
                    Und bevor ich gar nicht arbeite und mich finanziell abhängig mache, ist für mich klar: ich arbeite voll....und damit meine ich nicht 40 Stunden.
                    Mein Mann hat den Luxus, auch mal Homeoffice machen zu können.
                    Ich hab auch ein Laptop mit dem ich am Wochenende arbeite.
                    Ich bin wenig zu hause, reise berufsbedingt viel.
                    Es macht mir Spaß und ich könnte mir nicht vorstellen, zu hause die Kinder zu hüten und das über Jahre....meine Grosse ist 12....die macht ihr eigenes Ding..
                    Meine Kinder sind alle zwischen 8 Wochen und max 12 Monaten in die Obhut des Kindergartens und einer Kinderfrau gekommen, teilweise waren auch die Großeltern im Einsatz.
                    Wenn ich das nicht so entschieden hätte, dann wäre ich jetzt dazu verdammt, den Rest meines Lebens mit Kochen und Haushalt zu verbringen.
                    Das stand für mich nicht zur Debatte.
                    Es gibt nicht nur Männer, die keine Möglichkeit haben auf Teilzeit zu reduzieren, es gibt auch Frauen, die Jobs haben wo das die Position nicht erlaubt.
                    Ich habe mir diese Position nicht erkämpft um dann plötzlich nur weil ich Mutter werde zu sagen: ich werde jetzt Hausfrau und schmeiß meine Karriere in den Müll.
                    Ein Mann geht ja selbstverständlich auch weiter ganztags seinem Beruf nach, viele komnen erst abends nach hause oder sind die ganze Woche nicht da.
                    Ich finde da wird mit zweierlei Maß gemessen, Väter dürfen das, es wird sogar erwartet dass sie viel arbeiten und beruflich weiterkommen.
                    Frauen dürfen das nicht denn sobsld sie ein Kind kriegen, hat sich ihr Interesse hauptsächlich drm Kind zu widmen....dann muss automatisch die Familie Priorität haben...das macht keinen Sinn uns ist Diskriminierung.

                    • Diskriminierung ist ein hartes Wort, und Du hast ja Dein Ding gemacht. Ich habe jetzt mehrfach geschrieben: Jeder nach seinem Geschmack. Du hast Dir eine Karriere erkämpft und sie verteidigt, ich habe das Leben meiner Kinder direkter begleitet. Meine Kuchen im Sandkasten waren klasse! Dafür musste ich finanziell auf einiges verzichten, habe aber Unbezahlbares bekommen.

                      Man trifft so seine Entscheidungen im Leben, und das ist das, , was ich dem TE vorhalte: Er hatte mit seiner Frau einen gemeinsamen Plan, hat den gelebt, und nun heult er rum. Wenn er will, soll er sich FAIR und sauber trennen. Ich glaube fast, seine Frau hätte ohne ihn ein schöneres Leben.

                      LG, kathi

                      Hi,
                      jeder hat so seine Gründe für seine Entscheidungen. Deine sind natürlich total schlüssig, was dein Berufsleben betrifft. Und trotzdem finde auch ich, dass Kinder, die den ganzen Tag fremdbetreut werden und auch sonst berufsbedingt recht wenig von ihren Eltern haben, nicht auf ideale Bedingungen treffen. Egal, wie kompetent die Betreuung ist.
                      Wir sind äußerst priviligiert was Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, durch unsere Arbeitszeiten und die Bereitschaft zur Unterstützung durch die Großeltern unserer Kinder. Das wissen wir seeehr zu schätzen.

                      Ich könnte mir durchaus vorstellen, wäre unsere Situation eine andere, dass wir uns durchaus für ein solches Modell wie eures entscheiden würde. Aber wir hätten ein verdammt schlechtes Gefühl unseren Kindern gegenüber...
                      Meine Mutter war alleinerziehend, Vollzeit arbeitend und ich bei einer Tagesmutter, meine Mutter ist eine tolle Mutter. Ich habe mich wunderbar angepasst, das lief für alle Beteiligten. Aber ich zweifle doch oft, ob es für meine Entwicklung wirklich das Beste war.

                      Vlg tina

                      • Schlechtes Gewissen ist eine Frauenkrankheit.
                        Das habe ich nicht und hatte ich nie.
                        Meine Mutter war immer zu Haus und da zweifel ich stark ob das gut für mich war.
                        Sie ging mir auf die Nerven.
                        Ich lebe so wie ich es für richtig halte....ohne schlechtes Gewissen.
                        Man hat nur ein Leben und das lebe ich so dass es nicht an SelbstAufgabe grenzt.
                        Gespielt habe ich noch nie mit meinen Kindern weil es mich langweilt....Sandkasten...nee danke...ich bin erwachsen im Sandkasten spielen Kleinkinder aber keine Erwachsenen.
                        Eltern haben da andere Aufgaben....spielen können Kinder mit ihresgleichen.
                        Ich finde es immer befremdlich wenn erwachsene Frauen darauf verweisen, wie gern sie für ihre Kinder verzichten.
                        Das macht sie aber nicht zur besseren Mutter.
                        Wenn das einzige was ich geleistet habe, das wäre ein paar Kinder bekommen zu haben und meine Tage auf dem Spielplatz und im Sandkasten verbracht habe, dann muss ich sagen, hätte icj ein schlechtes Gewissen, dass ich kein eigenes Geld verdiene und mein Leben langweilig war.
                        Es ist keine Lebensleistung ein paar Kindern beim Grosswerden zu zusehen.
                        Frauen die das als ausreichend empfinden haben keinerlei Ehrgeiz und richten ihr Leben schon durch ihre schlechtbezahlten Berufe darauf aus von einem Mann versorgt zu werden.
                        Ich habe mich mit 15 schon entschieden diesen Weg zu gehen und nicht als Arzthelferin oder Verkäuferin unterbezahlt und ohne Endschridungsbefugnisse zu enden.
                        Den meisten Frauen fehlt der Biss und sie verstecken. sich hinter ihrer Mutterrolle. ..mehr vorzuweisen haben die nicht....sorry aber ich finde das erbärmlich.

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