Partner/Partnerin ist vorbestraft.

    • (1) 21.03.15 - 10:43

      Hallo,

      könntet ihr mit jemandem zusammen sein, der vorbestraft ist?

      vg

      Novemberhorror

            • (7) 21.03.15 - 17:50

              Hat er einen Eintrag im Führungszeugnis wegen Beleidigung?!
              Beleidigungen sind ja eher Bagatellstraftaten, ausser er hat natürlich einen Polizisten oder Juristen wirklich beleidigt, was selten dämlich wäre. Auch Beleidigungen im Verkehr werden eher verfolgt, weil Aggressionen im Verkehr gefährlich werden können.

              Ansonsten bleibt eine Beleidigung, sofern es überhaupt ein Urteil gab, meistens unter der Geldstrafe bzw. den Tagessätzen, die für einen Eintrag ins Führungszeugnis notwendig sind, damit man überhaupt als vorbestraft gilt.

              Entweder, er hat also einen Polizisten oder Juristen ziemlich beleidigt (Dummheit oder manchmal sind es auch die Drogen) oder er hat es im Strassenverkehr gemacht (Aggressionen) oder es ist weder die erste Straftat, noch die einzige in dem Zusammenhang und dann würde ich mich fragen, wieso es nur die halbe Wahrheit gibt.

              Für mich sind alles Gründe, die eher gegen eine Beziehung sprechen.
              Ausser die Justiz war wirklich ungerecht und eigentlich war alles nur "halb so schlimm".

              • Ist es besonders dämlich, einen Juristen zu beleidigen? Oder einen Polizisten?

                Gilt das auch für freiberuflich Juristen? Angestellte Juristen? oder nur für verbeamtete?

                Erklär mal, inwiefern es keine "Bagatellstraftat" darstellt, einen Juristen zu beleidigen:-)

                Weil die eher einen Strafantrag stellen als der "Normalbürger"?

                • Es wird eher verfolgt, ja. Und wer nicht verstanden hat, dass man im Gericht den Richter nicht als "Arschloch" betitelt oder die Polizistin, nachdem man positiv auf Alkohol getestet wurde, als "verfluchte Schlampe", zeigt einfach generell dem Gesetz gegenüber wenig Einsicht. Und wer selber dermassen mit beiden Händen in die Sche... gelangt hat, dass er aufgrund eines Strafantrages vor Gericht steht oder alkoholisiert Auto gefahren ist UND dann noch ausfällig wird, wo man eigentlich eher Reue und Einsicht zeigen sollte, hat wirklich nicht viel Resthirn übrig.

                  Wenn man natürlich einen Fremden beleidigt und der das dann einfacher verfolgen wird, weil er Jurist ist, dann ist das natürlich Pech.

                  Und ich habe nicht gesagt, dass es dann keine Bagatellstraftat mehr ist, es wird lediglich eher ein Strafantrag gestellt als wenn Nachbar A "blöde Kuh" zu Nachbar B ruft, der mit "doofe Ziege" antwortet. Ist irgendwie logisch, bewegt man sich gerade auf deren ihrem Gebiet. Wenn ich neben einem Polizisten eine Bank ausraube, wird er mich auch eher aufhalten, als der Liftboy vom Hotel gegenüber.

                  Das Beleidigungen generell... unnötig sind, ist einfach noch meine persönliche Auffassung. Ebenso, dass Beleidigungen in prekären Situationen, in denen man juristisch eh schon mit dem Rücken zur Wand steht, dämlich sind, auch.

                  Und wenn eine Beleidigung im Führungszeugnis ist, dann ist sie entweder nicht die erste Straftat oder schwer ausgefallen und ein einfaches "Idiot!", was man vielleicht noch überhören könnte, reicht dazu nicht.

      Hallo!

      Ich schließe mich an, es kommt drauf an, wieso. Also, die Vorstrafe an sich wäre für mich zweitrangig, mir wäre es eher wichtig, was derjenige getan hat. Körperverletzung wäre für mich (glaube ich) z.B. ein No-go.

      Ich war auch schonmal mit jemandem zusammen, der einen Eintrag im Führungszeugnis hatte.

      LG!

      (11) 21.03.15 - 11:54

      Hallo,

      es käme drauf an, weswegen er vorbestraft ist.

      LG
      delfinchen

      Hallo,

      seit wann, warum und wie steht der-/diejenige dazu?

      LG
      Karin

      Hallo,

      kommt darauf an.

      Uli Hoeneß ginge, irgendein Sexualstraftäter, Räuber, Mörder o.ä. wäre indiskutabel.

      GLG

      Hallo,

      ehrlich gesagt habe ich noch nie jemanden aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis gefragt, ob er/sie vorbestraft ist. Und meinen Mann auch nicht - er hat mich auch nicht gefragt. Egal #bla

      Wie schon gesagt: Es kommt auf die Umstände und die Art der Vorstrafe an.

      Viele Grüße,
      lilavogel

      Ist es tatsächlich möglich, das hier alle einer Meinung sind :D?

      Hallo

      Ich könnte das nicht. Kleinere Delikte kommen i.d.R. nicht gleich ins Führungszeugnis. Oftmals handelt es sich dann entweder um kleinere Straftaten, die wiederholt wurden - keine Besserung, oder eine grössere.

      Muss ja nicht einmal Mord sein, aber jmd. der z.B. auch in den Verkehr eingreift bzw. Verkehrsregeln nicht beachtet und andere gefährdet und dementsprechend vorbestraft ist, ist in meinen Augen schon ein absoluter Vollidiot, dass sich das mit dem "zusammen sein" eh erledigt hat - ich habe nur begrenzt Respekt für solche Menschen und Zuneigung noch weniger.

      Dasselbe in Grün für Ausfälligkeiten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

      margaery

      • (17) 21.03.15 - 18:24

        Ich denke, es ist ja auch gut und richtig, für sich selber die eigenen Grenzen abzustecken und einzuhalten. Ich konnte es halt (unter den gegebenen Voraussetzungen), bin aber auch auf viel Unverständnis gestoßen - das konnte ich auch nachvollziehen!

        • (18) 21.03.15 - 18:29

          Ich bin eher etwas erschrocken, wie viele hier sagen "Ja, klar!" und dann Beispiele aufzählen, die unter harmlosen Umständen und als Ersttäter mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu einem Eintrag führen und dementsprechend zu einer Vorstrafe.

          Kommt wahrscheinlich halt auch darauf an, wie man selber zum Gesetz steht bzw. welche Vergangenheit und Berührungspunkte man selber hat.

          Ich kann ja auch gerne über meine eigenen Prinzipien gehen, wenn es notwendig ist. Aber bei Einträgen ins Führungszeugnis bin ich viel weniger gewillt... die meisten reden es immer noch schön oder erzählen nur die halbe Wahrheit.

    Klar, warum nicht?

    Es kommt mir nicht darauf an ob jemand vorbestraft ist oder nicht.

    Die deutsche Rechtssprechung ist für mich kein Maß, sondern was der Mensch getan hat/tut und denkt.

    Da kann jemand auch NICHT vorbestraft sein (Edathy) und es wäre für mich trotzdem ein NO GO.

    Andererseits kann ich durchaus mit jemandem zusammensein, der aus Überzeugung mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist und zB wegen Hausfriedensbruch verurteilt wurde.

    VG

    • (20) 21.03.15 - 17:02

      Hausfriedensbruch steht nicht so schnell im Führungszeugnis. Jemand, der mit 15 Jahren ins Freibad eingestiegen ist und erwischt wurde, ist eine Sache.

      Aber ein Mann, der z.B. aus "Überzeugung" ins Haus seiner Ex-Frau eingedrungen ist, um sie zu verunsichern ist wieder eine andere Nummer.

      Überzeugung geht immer in viele Richtungen. Meistens macht man ja das meiste, weil man überzeugt ist, das Richtige zu tun. Was daran richtig ist, unbefugt Gelände zu betreten, verstehe ich nicht... Ausser es ist ein Greenpeace-Aktivist, der Laboraffen befreit. Doch, damit hätte ich auch weniger Probleme.

      Nur gibt es da IMMER zwei Seiten der Medaille.

      Im Führungszeugnis steht Hausfriedensbruch nicht so schnell drin - und damit wäre die Person auch nicht vorbestraft.
      Meistens muss da auch der Hintergrund ein bisschen... sagen wir mal "problematischer" sein.

      • (21) 21.03.15 - 20:11

        ***Aber ein Mann, der z.B. aus "Überzeugung" ins Haus seiner Ex-Frau eingedrungen ist, um sie zu verunsichern ist wieder eine andere Nummer.***

        Das ist ja quatsch, solche Überzeugungen meinte ich nicht.

        Ich meinte eher politische Überzeugungen, die zB zum gesellschaftspolitischen "Häuserkampf" geführt haben und Ende der 1980er ihren Höhepunkt hatten. Das führte zu etlichen "Vorbestrafungen". Und wenn nicht Hausfriedensbruch, dann hat man eben versucht andere Delikte unterzuschieben.

        • (22) 21.03.15 - 21:05

          Ja, wenn mir jemand mit Situationen aus der DDR käme oder aus China, ist die Situation ganz anders. Ich gehe aber mal davon aus, dass die meisten im Jahr 2015 in Deutschland leben und eine Vorstrafe auch so einordnen (oder zumindest in den letzten paar Jahren und nicht Vierteljahrhundert).

          • (23) 21.03.15 - 21:36

            Was hat die DDR oder China mit meinem Beispiel zu tun? Auch in der BRD gab und gibt es (empfundene) Ungerechtigkeiten, die Menschen aus Überzeugung straffällig werden lässt.

            Du willst also nur von aktuellen Vorstrafen reden? Ist dir dann also egal was der Mensch vor einem viertel Jahrhundert gemacht hat?

            Für mich schnurzpiep, ob jemand heute oder vor 25 Jahren jemanden kaltblütig ermordet hat.

            Wenn es allerdings ein Mord wie zB der von Marianne Bachmeier wäre, dann hätte ich kein Problem mit dem Täter. Egal ob heute oder vor vielen Jahren.

            • (24) 21.03.15 - 22:30

              *seufz* Es wäre schön, wenn du richtig liest und im Kontext denkst, anstatt mir Worte in den Mund zu legen.

              Die DDR und China war als Beispiel aufgeführt, dass die Situation anders ist - wie bei deinem Beispiel der 80er Jahre - weil der Rechtsstaat, sofern er denn existiert - anders ist und der Fall mit dem Hintergrundwissen dieser Justiz betrachtet werden muss.

              Wenn jemand hier im Thread fragt "Würdet ihr eine Beziehung mit jemanden mit Vorstrafen eingehen", geht man in erster Linie davon aus, dass die Vorstrafen im jetzigen Justizsystem in einer überblickbaren Zeitspanne angesammelt wurden.

              Deshalb ist es Blödsinn zu sagen "Ich habe kein Problem mit Hausfriedensbruch aus Überzeugung.", wenn ein ganz anderer Kontext gemeint ist und damit anders beurteilt werden muss. Mal abgesehen davon dass Hausfriedensbruch auch vor einem Vierteljahrhundert Hausfriedensbruch war und nicht immer gerechtfertigt.

              Das mir egal sei, was ein Mensch vor 25 Jahren gemacht hat, dichtest du also nur herein und lasse ich umkommentiert.

              Moralisch problematische Morde, weil ein emotionales Grundverständnis für die Selbstjustiz da ist, sind wieder ein anderes Diskussionsthema. Der Film "Snow Cake" wäre hierzu noch zu empfehlen.

              Und last but not least, ja... die Gesetzgebung ist nicht unfehlbar und es gibt sicherlich Situationen, wo eine Straffälligkeit zwar vermeidbar, aber auch verständlich ist... mehr oder weniger.

              Aber die meisten Täter wollen doch den Kopf aus der Schlinge ziehen und waren oder sind überzeugt von der Richtigkeit ihres Tuns. Empfindungen sind Gott sei Dank kein Argument, denn genau dafür gibt es ja Gesetze, Moral und Tabus.

              • (25) 21.03.15 - 23:27

                ***Wenn jemand hier im Thread fragt "Würdet ihr eine Beziehung mit jemanden mit Vorstrafen eingehen", geht man in erster Linie davon aus, dass die Vorstrafen im jetzigen Justizsystem in einer überblickbaren Zeitspanne angesammelt wurden.***

                *hust* und welches Justizsystem herrschte deiner Meinung nach in meinem Beispiel? Weißt du überhaupt von was ich rede? Ich glaube nicht....

                Und "eine überblickbare zeitspanne" ist wohl relativ, für mich sind 20 Jahre doch noch sehr übersichtlich. Geändert haben sich in der Zeit die Umstände (zB Wohnungsangebot) , weniger die Gesetzgebung.

                ***Mal abgesehen davon dass Hausfriedensbruch auch vor einem Vierteljahrhundert Hausfriedensbruch war und nicht immer gerechtfertigt.***

                Hab auch nie etwas anderes behauptet, es wäre schön wenn du meine Beiträge richtig und im Kontext liest.

Top Diskussionen anzeigen