Kann aus Liebe wieder Freundschaft werden?

    • (1) 21.03.15 - 12:19
      ouch!

      Hallo ihr!
      Ich bräuchte mal ein paar Erfahrungsberichte über ein, wohl sehr bekanntes, Problem!
      Fakt: Ich habe mich in meinen besten Freund verliebt, Gefühle sind natürlich nur einseitig da!

      Die Frage ist jetzt, wie seid ihr damit umgegangen? Kann man so eine Freundschaft halten und hört liebe irgendwann wieder auf oder habt ihr den Kontakt abgebrochen?

      Er ist ein toller Mensch und in vielen dingen mein Anker, ich möchte ihn nicht verlieren. Aber seit er jetzt selbst jemanden hat leide ich Höllenqualen.

      Er weis nichts von meinen Gefühlen und ich habe auch nicht vor es ihm zu sagen.

      • (2) 21.03.15 - 12:31

        Dass so etwas möglich ist, glaube ich schon. Ich war vor vielen Jahren in der der anderen Position (ich wusste, dass ein sehr guter Freund mehr für mich empfand), und wir blieben trotzdem sehr gute Freunde. Ich nehme an, die Gefühle seinerseits waren irgendwann vorbei, die Freundschaft ist geblieben.

        LG

      Ich hatte vor Jahren, als ich von meinem damals noch Freund, jetzt Mann, getrennt war, einige Wochen etwas mit einem guten Freund von mir. Ich fand die Wochen sehr schön, war aber nicht richtig verliebt. Er sah das etwas anders..

      (Ich war von meinem Partner getrennt, er hatte sich von seiner Freundin meinetwegen getrennt, weil er schon vorher verliebt war. Das war der entscheidende Unterschied)

      Unsere Freundschaft besteht heute noch, wenn auch aus verschiedenen Gründen nicht mehr so intensiv. Seine Loyalität mir gegenüber und seine freundschaftlichen Gefühle sind aber ungebrochen.. Obwohl ich wieder mit meinem Mann zusammenkam und die Situation "etwas" kompliziert war damals.

      Hilfreich für ihn und auch für mich war, dass wir gemerkt haben, unabhängig von dritten, dass wir zwar tollen und unheimlich gefühlvollen Sex hatten, aber abgesehen davon nicht kompatibel sind.

      Eine Freundin von mir hatte einen Freund, der sieben (!) Jahre in sie verliebt war und nie ernsthafte Anstalten gemacht hat, er hat das ausgesessen und nun eine Freundin, die er liebt und die ihn liebt. Die Freundschaft hat das nicht ausgehalten, denn er hat er ihr (unbewusst) sehr übel genommen, dass sie seine Gefühle nicht bemerkt hat und konnte über seine Enttäuschung hinweg, dass es nichts geworden ist, auch seine freundschaftliche Verbundenheit retten..

      Lange Rede, kurzer Sinn: Das hängt sehr von der Intensität deiner Gefühle ab und von deiner Leidensfähigkeit.. Ich würde es ansprechen, aber nicht noch eventuell sogar jahrelang still leiden. Dann weiß man, woran man ist.

      Der Freund meiner Freundin hat gesagt, es sei die Hölle gewesen, sie jahrelang immer überall zu begleiten, sie umarmen zu dürfen, aber nicht richtig als Mann und Partner anfassen zu dürfen, sie nicht richtig lieben zu können.

      Könnte ich mir auch nicht vorstellen.. Ist absolut verschwendete Lebenszeit.

      VLG

      Kate

      • (5) 21.03.15 - 14:26

        Danke für deine Antwort.
        Im Grunde scheint es sich also mit der Zeit selbst zu lösen, das ist etwas tröstlich.
        Ihn darauf anzusprechen fällt mir allerdings aus ein paar gründen recht schwer, erst mal natürlich aus dem offensichtlichen Grund das ich weis das ich eine abfuhr bekomme und dann leider auch da ich nicht weis wie er mit der Situation umgehen wird.

        Ich weis leider, durch ein Gespräch das ich ähm.. zufällig *hust* mitbekommen habe das er mich sehr attraktiv findet und meine Anwesenheit ihn irgendwie verwirrt.

        Er liebt allerdings seine jetzige Freundin. und mit dem Hintergrund wissen habe ich angst das er es einfach aus ( vielleicht selbst Schutz) beendet.

        • Das liest du aus meiner Antwort heraus?

          Ich wollte eher sagen, dass du dir da selbst am nächsten sein solltest.

          Das Beispiel meiner Freundin ist für mich kein: es löst sich mit der Zeit, sondern sieh zu, dass du deine Lebenszeit nicht so verschwendest..

          Daher: für dich eine Entscheidung treffen und die befolgen, aber nicht still und heimlich hoffen..

          Ich würde es daher ansprechen und/oder mich zurückziehen..

          Mein Freund konnte seine Gefühle sehr gut sortieren, weil er gemerkt hat, dass ich als Partnerin doch nicht so sein Fall bin, wie er sich das immer vorgestellt hat und unsere Harmonie jenseits des Betts und der freundschaftlichen Ebene nicht vorhanden ist..

          Der Freund meiner Freundin hat jahrelang gehofft und gewartet, da wäre es besser gewesen, er hätte das mal mit meiner Freundin geklärt..

          LG

          • (7) 21.03.15 - 15:16

            Verurteile mich nicht, ich bin unglücklich verliebt und leide deshalb vermutlich etwas unter selektiver Wahrnehmung :-(

            Das Problem ist leider einfach die Angst vor dem Verlust eines Menschen in meinem Leben der mir sehr viel beutet.

            Aber im großen stimmt was du schreibst und wenn ich genau überlege komm ich um das Ansprechen nicht drum rum.

            Wenn ich mich so oder so zurück ziehe kann ich die Karten auch auf den Tisch legen, und wenn ich es laufen lasse komm ich ums hoffen nicht rum und selbst wenn er dann irgendwann ankommt bin und bleibe ich zweite Wahl.

    Ich mache gerade die Erfahrung, dass eine begehrenden Liebe, die auch Sex und Erotik beinhaltete, eine platonische Liebe werden kann/wird.

    Es tat erst sehr weh, jetzt wird es aber besser. Und das Glück, zu wissen, dass ich diesen Menschen nicht ganz verlieren muss, kann mein Herz berühren. Ich hätte das nie gedacht. Aber: dafür muss Zeit ins Land gehen.

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