Doppelleben: Ich kann nicht mehr.... Seite: 2

    • (27) 06.04.15 - 11:29
      habdasalleshintermir

      Ich habe das alles, was du da schilderst, durch. Die Affaire lief fast ein Jahr; ich bin verheiratet, er ist verheiratet.

      Was ich gemacht habe: ich habe es meinem Mann gesagt. Was dann kam...Gespräche, Streit, Tränen, Briefe, Distanz, Nähe. Am Ende: Neuanfang mit meinem Mann, Kontaktabbruch zum Geliebten. Deswegen zwei Monate Liebeskummer. Der ging weg. Was blieb?

      Wieder angekommen sein in der Ehe. Das Wissen, daß ich mich auf einen immer verlassen kann: meinen Mann.

      Ich habe Glück gehabt, es hätte auch sein können, daß mein Mann, nachdem er die Wahrheit erfahren hat, die Ehe beendet. Von meinem Geliebten war eh nie zu erwarten, daß er seine Frau verlässt. Ich hätte durchaus auch alleine dastehen können am Ende. Das war mir bewußt. Es kam einfach der Moment, wo ich bereit war, auch das zu tragen. Nur das ewige Lügen, das konnte ich nicht mehr ertragen.

      Eines sollte dir klar sein: je mehr du deinen Mann anlügst, desto mehr entfernst du dich von ihm, bildet sich ein tiefer Graben zwischen euch. Es kann der Moment kommen, wo diese Entfernung nicht mehr zu überwinden ist, egal, was du machst.

      Viel Glück.

      (28) 06.04.15 - 12:23

      "Ich selbst habe mich in den letzten 3 Jahren aber gefühlsmässig doch sehr von ihm abgewandt,ohne genau zu wissen wieso, weshalb, warum, denn er vereint alles was man sich von einem Menschen und Partner wünscht mit dem man den Rest des Lebens verbringen möchte"

      Genau an dieser Stelle solltest du ansetzen!

      Du stellst deinen Mann als absoluten Traummann dar! Trotzdem scheint dir Wesentliches zu fehlen, ansonsten würdest du nicht mit so einer Leidenschaft in den Armen eines anderes Mannes liegen wollen.

      Ich verurteile dich nicht, wahrscheinlich bin ich in einer ähnlichen Situation - nur ohne Affäre. Mein Mann ist ebenfalls verlässlich, ein guter Ehemann und Vater. Wir sind zusammengekommen, als wir beide noch sehr jung waren. Damals hat für mich z.B. Sex noch gar keine Rolle gespielt. Das hat sich bei mir jedoch stark verändert - bei meinem Mann leider nicht.

      Wir sind 15 Jahre verheiratet und ich habe in den letzten Jahren zunehmend gemerkt, dass ich oft unzufrieden und fast unglücklich bin, obwohl ja der äußeren Anschein fast perfekt ist. Heute ist mir das, was mir fehlt, um einiges klarer - und trotzdem bringt mir das nicht viel, denn mein Mann kann mich da einfach nicht verstehen. Er ist durch- und durch ein Techniker, ein pragmatischer Mensch, daher auch sehr verlässlich...aber gefühlsbetont ist er z.B. gar nicht. Er redet nie über sich und seine Gefühle, über das, was ihn im Inneren bewegt oder umhertreibt...über seine Wünsche oder Ängste. Keine Ahnung, ob das nur so eine Kleinmädchenfantasie ist...aber mir fehlt das so unendlich. Ich habe nach 15 Jahren das Gefühl meinen Mann gar nicht zu kennen. Es fühlt sich fremd an, zwischen uns. Von meinen eigenen Gedanken erzähle ich ihm fast auch nichts mehr, denn er kann damit einfach nichts anfangen.
      Ein anderes großes Thema für mich ist auch die fehlende Sexualität. Er hat sehr wenig Lust, tut "ES" mir zuliebe, um seiner ehelichen Pflicht nachzukommen. Und so leidenschaftlich, wie sich das liest, ist es auch. Es gab in den 15 Jahren keine einzige Begegnung im Bett, wo ich danach körperlich und seelisch befriedigt ins Kissen gesunken bin. Unser Sex ist so weit von dem entfernt, wie ich mir das zwischen zwei sich liebenden vorstellen würde. Und auch komme ich mit Reden einfach nicht weiter, denn mein Mann hat nun Mal ganz andere Befürfnisse. Er ist mit unserem Leben rundum zufrieden und wenn es dann mal wieder aus mir herausbricht, dann kommen gerne so Sprüche wie hier auch "Wenn es dem Esel zu wohl wird..." Ich finde das sehr sehr schade und fühle mich nicht gesehen und nicht ernstgenommen.

      Ja und auf der anderen Seite haben wir 3 Kinder. Auf der Familieneben funktionieren wir wunderbar - unsere Kinder haben eine schöne Kindheit. Ich fühle mich nur schlecht und schuldig bei dem Gedanken unsere Familie zu zerstören. Egal, wie ich mich entscheide, der Preis ist in beiden Fällen sehr hoch. Ich habe mir jetzt überlegt eine Eheberatung nur für mich in Anspruch zu nehmen.

      Ich wäre also wohl auch ziemlich leichte Beute für einen leidenschaftlichen Mann, der Gott sei Dank bisher nicht meinen Weg gekreuzt hat, was nicht heißt, dass ich mir solche Szene nicht schon tausend Mal im Kopf ausgemalt habe...

      Ich habe das Gefühl, dass du noch gar nicht genau weißt, was GENAU dir in deiner Ehe fehlt. ERst, wenn du das ganz genau weißt, wirst du auch wissen, wo und ob du ansetzen kannst. Ich weiß auch nicht, wie oft du schon versucht hast, mit deinem Mann über deine wahren Gefühle zu sprechen. Über all das, was dir wirklich so sehr fehlt. Er kann nichts ändern, wenn er davon nichts weiß.

      Liebe Grüße

      (29) 06.04.15 - 12:34
      Ich habs gemacht

      Nur mal vorne weg: wir waren beide nicht verheiratet aber wir waren beide in einer längeren Beziehung.

      Mein Doppelleben hat drei Jahre gedauert, dann hab ich mich für meine Affaire entschieden. Wir sind seit über einem Jahr ein glückliches Paar und das mit dem Vertrauen klappt trotz unser Geschichte. Das einzige was ich bereue ist, das ich mich nicht früher getrennt hab und meinen damaligen Partner so lange hintergangen hab.

    • (30) 06.04.15 - 14:39
      Bekennende Sünderin

      Ich biete dir jetzt mal ein vollkommen wertfreies Alternativprogramm.

      Warum einfach nicht das Beste aus beiden Welten mitnehmen und beides behalten, Affaire und Mann?

      Alle, die jetzt laut aufschreien wollen:
      Beruhigt euch, es gibt kein jüngstes Gericht, und wir haben nur dieses eine Leben. Es ist zwar egoistisch, aber auch okay, das Leben einfach so zu leben, wie man es für richtig hält und im Moment passt.

      • Das ist wohl die ehrlichste Antwort in dem ganzen Thread und das Argument "wir haben nur das eine Leben" ist auch meiner Ansicht nach das einzige was ziehen kann (und gleichzeitig ist es auch das absurdeste, wenn man mal ein wenig intensiver drüber nachdenkt. Aber gut, dass lassen wir hier mal). Mit Sicherheit würden das ja die aller meisten Fremdgänger und Fremdgängerinnen so praktizieren nur fehlt eben das Rückgrat auch die Konsequenzen zu tragen, sowohl die eigenen Emotionalen als auch diejenigen, die entstehen, wenn es doch raus kommen sollte.

        Meiner Ansicht nach geht es mit Nichten um den Glauben, ob es ein jüngstes Gericht oder nicht gibt, sondern wie wir im Leben mit unseren Mitmenschen umgehen. Die "alles-egal-Haltung" ist eine die man Verstehen kann und einzelne kommen sicherlich durchs Leben ohne Rücksicht auf die Menschen zunehmen, die einen auf dem eigenen Weg begleiten.
        Bringt man seinen Mitmenschen und insbesondere dem/der eigenen Partner/in jedoch eine gewisse Wertschätzung und Achtung entgegen, dann entstehen hieraus eben auch Pflichten und eine davon ist die Selbstbestimmung eines jeden zu achten und genau diese Selbstbestimmung wird dem/der Betrogenen genommen, wenn, wie in diesem Fall, keine offene Beziehung vereinbart worden ist.

        Was mich auf die Palme bringt ist das rumgeheule. Frau/Mann hat sich entschieden dem Partner fremdzugehen, dann ist es eben so, aber gleichzeitig dann sich über die eigene Entscheidung zu beklagen ist eben in meinen Augen eine wirkliche Charakterschwäche und lässt mich jegliche Achtung vor diesem Menschen verlieren.

        Naja, hilft eh alles nichts am Ende sind wir eh alle Tot...oder?

      • Genau, man hat nur das eine Leben. Und es sich da dann mit allen zu versauen ist echt nen guter Rat #pro Lasst uns alle das eine Leben leben und jeder darf tun und machen was er will!!! Ohne Rücksicht auf Verluste! Scheiß auf Mitmenschen, Konsequenzen, Zukunft!! Man lebt nur einmal! Wie sagte schon Benito Mussolini "Lieber ein Tag als Löwe, als ein ganzes Leben als Schaf"!!!

        #rofl#rofl#rofl#klatsch#klatsch#klatsch

    (33) 06.04.15 - 18:11

    Ich find dein verhalten unmöglich.
    Du fragst dich ob deine ehe eine Zukunft hat während du deinen Mann seit 1.5 Jahren betrügt ?!
    Was erwartest du als Antwort .....wie jaltherzig muss man sein.
    Oh ja die starken Gefühle für den anderen rechtfertigen alles.....wenn sie so stark sind dann beende dein Schauspiel und steh zu deiner Affäre Das tust du aber nicht weil du angst hast am ende ganz allein dazustehen .
    Da hält man sich lieber den Ehemann warm.

    Ich kann dich nicht verstehen.

    Ich finde dein verhalten total berechnend.

    Du willst nix riskieren aber alles haben.....die aufregende liebe zum neuen und den sicheren hafen seiner ehe

    Mein tip.
    Vergiss deine Affäre und kümmer dich um deinen mann. Er hält zu dir, betrügt dich scheinbar nicht.
    Bete das er nie erfährt was du getan hast und lerne aus diesem mist

    .
    Wenn er es erfährt wird er sicher gehen.

    Auf seine Affäre brauchst du nicht bauen... du bist nicht die erste und nicht die letzte .

    (34) 06.04.15 - 19:04

    Halo,

    Ich mache es mal ganz knapp:

    einem Mann, der mehrere Affären hatte, könnte ich NIEMALS voll und ganz vertrauen. So wie ich es bei meinem Mann tue. Ergo, wäre allein von meiner Seite aus niemals eine vollwertige Beziehung möglich.

    Da du aber ja kein Problem mit Affären zu haben scheinst, kannst Du Dich ja eigentlich aufs Glatteis wagen. Bedenke nur: Eis kann auch ganz schnell brechen.

    LG

    Ich..Ich..Ich...

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