Ist das eine Ehe oder eine dauernde Ehekrise?

    • (1) 10.04.15 - 12:25
      fragend

      Hallo,

      ich versuche meine Ehe objektiv zu betrachten und hoffe, dass Sichtweisen von Usern hier mir vielleicht weiterhelfen.
      Die Kurzfassung: Er 45, zum 2. Mal verheiratet mit mir 38, zum ersten Mal verheiratet. Beide ein Kind aus der vorhergehenden Beziehung, meine 8j Tochter lebt bei uns.
      Letztes Jahr wurde unsere gemeinsame Tochter geboren.
      Beide berufstätig, bzw ich noch in Elternzeit.
      Grundlegend könnte ich meinen, das Problem liegt darin, dass mein Mann nicht mehr heiraten wollte, da er von seiner Ex - sagen wir mal - enttäuscht wurde.
      Aber ich habe nie zur Ehe gedrängt, er hat den Antrag gestellt, er wollte heiraten. Soweit, sogut.
      Es hat zuvor alles geklappt, auf der geistigen oder körperlichen Ebene, genug Gemeinsamkeiten, dennoch auch jeder für sich frei, Freunde, Eheleute, Liebhaber, alles in einem, wir waren sehr glücklich.

      Ich weiß nicht mehr, wann die Probleme sich eingeschlichen haben. Wir sind ja nicht mal zwei Jahre verheiratet und ich habe jetzt schon genug.

      Mein Mann hat nur seine Arbeit im Kopf - zugegeben, sehr anspruchsvoller Job. Im Bett wird es weniger, aber oft klappt es einfach nicht mal mehr.
      Zusammen ausgehen ist eh nicht und wenn wir dann mal als Familie etwas unternehmen , dann ist er fast immer mies drauf, kann nicht entspannen, ist genervt. :-(

      Und als Krönung beleidigt er mich immer wieder aufs Neue. Mir ist bewusst, dass er das nicht absichtlich tut. Aber auf Dauer ist das schwer zu ertragen. Heute morgen kam aber zB der Satz: als du da lagst, wie ein Wal neben mir.... #schock
      Klar, er entschuldigt sich und wir reden und wir versöhnen uns, dann klappt es 2-5 Tage, aber spätestens nach 1 Woche spitzt sich alles wieder zu und wir landen erneut in einem Streit.
      Ich habe das Gefühl, dass wir uns nur noch im Kreis drehen aus:"scheiß" Ehe, "scheiß" Familie, "scheiß" Job, er unzufrieden, ich ohnmächtig. Nach einer glücklichen Ehe sieht das sicher nicht aus.... #schmoll

      Es ist doch nicht einfach, alles hier kurz wiederzugeben, ich hoffe, dass ich einigermaßen verständlich formuliert habe. Vielleict habt ihr für mich die eine oder andere Idee oder Fragen, die mich zum Nachdenken bewegen.
      Ich würde ungern meine Ehe aufgeben, aber momentan sehe ich kaum einen Ausweg. Ich habe die Nase voll von Streit, Beleidigungen, Flaute im Bett, genervtem Mann, usw...

      Danke fürs Lesen. Gruß

      • (2) 10.04.15 - 12:30

        Hallo.

        Wie sieht's mit einer Paartherapie aus?

        LG

        • (3) 10.04.15 - 12:38

          Danke für deine Antwort.
          Hat mein Mann auch vorgeschlagen.
          Ich habe aber ihm gesagt, dass er erstmal alleine hingehen sollte, weil ich denke, dass er ggf seine erste Ehe aufarbeiten sollte. Ich dann aber bereit wäre, mitzugehen.
          Gebe aber offen zu, ich war bis vor 14 Tagen bereit, aber seitdem haben wir schon wieder 3 Streitigkeiten gehabt, daher habe ich aktuell die Nase absolute voll. #schmoll
          So ein wenig: ich sehe keine Schuld bei mir. #hicks Wobei ich sicherlich nicht perfekt bin.
          Aber ich beleidge ihn nicht, ich versuche immer im Streit entgegen zu kommen, suche nach Lösungen, versuche ihn zu entlasten, usw. :-(

          • (4) 10.04.15 - 12:58

            >>> Ich habe aber ihm gesagt, dass er erstmal alleine hingehen sollte, weil ich denke, dass er ggf seine erste Ehe aufarbeiten sollte. <<<

            Falscher Ansatz ... das kannst Du doch gar nicht (fachlich) beurteilen.

            >>> Gebe aber offen zu, ich war bis vor 14 Tagen bereit, aber seitdem haben wir schon wieder 3 Streitigkeiten gehabt, daher habe ich aktuell die Nase absolute voll. #schmoll <<<

            2. falscher Ansatz ... Natürlich muss man sich nicht beleidigen lassen, aber Deine Bockigkeit bringt Euch auch nicht weiter. Sei froh, dass ER eine Paartherapie vorgeschlagen hat ... man liest hier von vielen Männern, die so etwas grundsätzlich ablehnen.

            >>> So ein wenig: ich sehe keine Schuld bei mir. #hicks <<<

            3. falscher Ansatz ... es gibt hier KEINE Schuldfrage.

            • (5) 10.04.15 - 13:00

              ja, danke dir für die Denkanstöße.
              Und gut erkannt, ich bin bockig. #schwitz

              trotzdem wage ich eine Gegenfrage: warum soll er nicht zuerst selbst schauen, was das Problem ist und ich komme gern dazu?

              • (6) 10.04.15 - 13:29

                >>> warum soll er nicht zuerst selbst schauen, was das Problem ist und ich komme gern dazu? <<<

                Weil es jetzt um EURE Ehe geht.

                • (7) 10.04.15 - 13:35

                  ich habe aber den eindruck, dass er mich nicht "hinein" lässt. ich steh außen und schau auf uns / ihn herab um streit und kann nichts ändern, bewirken.

                  zum Verzweifeln.

                  ich hoffe, dass wir dann wenigstens einen Platz in der Paartherapie schnell bekommen.

                  Habt ihr da Erfahrung?

                  • (8) 10.04.15 - 13:39

                    >>> ich steh außen und schau auf uns / ihn herab um streit und kann nichts ändern, bewirken. <<<

                    Und genau da kann ein Paartherapeut helfen ... dass Ihr wieder in den Dialog kommt, eine Streitkultur erlernt und, und, und ... oder Euch eben friedlich trennt, auch das kann ein Ergebnis einer solchen Therapie sein.

                    Die kirchlichen Einrichtungen helfen z. B. recht schnell und bieten Gesprächstermine an.

              (11) 10.04.15 - 16:07

              trotzdem wage ich eine Gegenfrage: warum soll er nicht zuerst selbst schauen, was das Problem ist und ich komme gern dazu?
              -----

              Weil seröse Paartherapeuten dieses Vorgehen gar nicht zulassen. Man kann sicher jeweils ein Vorabgespräch haben. Würde er erst mehrer Sitzungen bei dem Therapeuten durchziehen und du kämest dann dazu, würde der Therapeut zum Geheimnisträger bzw. könnte nicht mehr objektiv euch beide beraten. Was kann er ansprechen in der Therapie, was wurde im Vertrauen von ihm erzählt, was soll er raten, wenn ihm in der Einzelsitzung etwas anderes gesagt wurde, als die Person bei der Paarsitzung erzählt.....?. So hat es mir jedenfalls einmal ein Therapeut erklärt.

              Aber IHR habt gemeinsam ein Problem, das EURE Ehe belastet. DU fühlst dich unwohl und gibst ja auch selbst zu, jetzt bockig zu sein. Meist sind zwei Menschen beteiligt und nicht nur einer, der als Verursacher in Frage kommt.

    (13) 10.04.15 - 12:38

    Ich glaube, des Pudels Kern liegt aber im "wann" hat es sich eingeschlichen.

    Gab es Auslöser, dass er unzufrieden wurde? Der Job war doch sicher immer anspruchsvoll und ihr habt dennoch harmoniert?

    Ist euer Baby besonders anstrengend, bist du anstrengend (geworden)?

    Es ist ja manchmal nicht DER Auslöser, sondern viele kleine. Und scheinbar kompensiert er ja seinen Frust, in dem er dich beleidigt.

    Vielleicht denkst du nochmal nach, ob es in der Vergangenheit etwas gab, wo es anfing.

    Gegensteuern kann allerdings nur er, in dem er sich ehrlich fragt, wo sein Problem liegt.

    Vielleicht fühlt er sich in der Ehe mit neuer Familie plötzlich in der Falle. Er wollte nicht mehr heiraten, vielleicht auch kein Kind mehr. Mit dir erschien ihm erst alles rosarot, jetzt, wo die Wolke sich langsam auflöst, fühlt er sich vielleicht betrogen.

    Das ist zwar immer noch sein Problem, dennoch musst du es ja mit ausbaden.

    Evtl. würde ich mal eine Eheberatung in Erwägung ziehen, wenn er dafür offen ist. Denn solche Verhaltensmuster schleifen sich ein, wenn nicht entschieden gegengearbeitet wird und dann bleibt im Ende nur die Trennung,.

    Ich wünsche alles Gute.

    Hezna #klee

    • (14) 10.04.15 - 12:44

      Ich danke dir.
      Du siehst es meines Erachtens genau richtig. :-(
      Ich glaube auch, dass er sich hier gefangen fühlt, weil die ganze Institution ihn an seine erste Ehe erinnert.
      Auch da kommen mal Bemerkungen, auf die ich dann antworten muss, nein, ich bin nicht, wie deine Exfrau.

      ( kurz verglichen: sie wurde ss, obwohl er kein Kind wollte, sie ging nie arbeiten, hat ihm aber Geld aus der Tasche gezogen, usw - wir haben unser Kind gemeinsam geplant und gewollt, ich gehe in 6 Wochen auch wieder arbeiten, habe mein eigenes Geld )

      Der Job war schon immer anspruchsvoll. Harmoniert hat es, weil er bei seinen Eltern gelebt hat, ich in meiner Wohung. JEder ging seine eigenen Wege, abends und am Wochenende eben gemeinsam.
      Dann sind wir zusammen gezogen. Ich denke, anfangs ging es gut. Aber nach 1-2J ( die Umstände waren bedingt duch die Umwelt sehr schwierig , aber wir haben immer alles gemeistert ), wurde er zunehmend unzufriedener. Und jetzt ist er nur noch unzufrieden.

      Ich versuche ihm auch zu sagen, dass er selbst dahinter kommen muss, was ihn stört. aber irgendwie schafft er es nicht. und ich blicke es nicht und kann ihm auch nicht helfen.

      • (15) 10.04.15 - 13:56

        Hi,

        bei einer Scheidung hat nicht nur die Ex die Schuld gehabt, sondern beide Partner.
        Wer weiß wie er in der ersten Ehe war und wie die Frau es ausgehalten hat.

        Viele haben das geliche Verhaltensmuster.....vielleicht ist es bei Euch auch nur eine Fortsetzung?

        Als er bei den Eltern gwohnt hat, hatte er keinen Stress....es wurde womöglich alles gemacht, kiune Kinder um ihn herum, er hatte seine Freiheiten.....jetzt wird es alles wieder eng und er boxt sich durch.

        lisa

        • (16) 10.04.15 - 14:01

          richtig.
          das mit den eltern sehe ich auch so.
          mit seinem verhalten bei der ex nicht ganz. sicher hat er fehler gemacht, aber er ist ein herzensguter mensch, der wirklich alles für uns tut.
          deswegen fällt mir es so schwer, diese situation zu ertragen. ich weiß, dass er so nicht ist. und finde keine lösung.

          er ist wirklich meine große liebe.

          und ich bin sehr emotional und ggf auch explosiv. #schein

          aber ich sehe wirklich keinen ausweg....nicht nur, weil ich expolsiv bin. :-(

          • (17) 10.04.15 - 14:27

            hab ich ja richtig toll gemacht, mit dem versteckten profil und dann öffentlich.... #klatsch #rofl

            (18) 10.04.15 - 14:45

            Zitat:" Zusammen ausgehen ist eh nicht und wenn wir dann mal als Familie etwas unternehmen , dann ist er fast immer mies drauf, kann nicht entspannen, ist genervt. :-("
            Dazu beleidigt er Dich regelmäßig....

            Also, als Herzensgut würde ich solch einen Mann nicht beschreiben....so würde ich einen Mann beschreiben, der mich auf Händen trägt, mich liebt und sich dementsprechend auch verhält.

            Vielleicht hat er sich die ersten Jahre zusammengerauft....jetzt kommt sein wahres Wesen raus?

            Oder er ist von der Arbeit einfach nur genervt und gestresst.....

            LG
            Lisa

            • (19) 10.04.15 - 15:10

              Ich hoffe, nicht.
              Hatte mich falsch ausgedrückt, zusammen ausgehen wegen Baby aktuell nicht.
              Wenn er nicht gestresst ist, dann trägt er mich auf Händen.

              Klingt jetzt sogar für mich verwirrend....

              Leitspruch seiner männlichen Kollegen: in unserer Firma ist die höchste Scheidungsrate....????

(20) 10.04.15 - 12:51

ganz ehrlich, was hält dich noch?

Vom Ehemann beleidigt zu werden, nicht nur mal aus Versehen sondern immer wieder.

Ich sehe da entweder keine oder eine beschissene Zukunft für dich

Da krieg ich echt Halsschlagader, wenn ich hier sowas lese. Schies den Kerl ab. Immer alles nur auf seine erste Ehe zu schieben ist ja eine super Ausrede für den Herrn.

...und von Paartherapien halte ich überhaupt nichts. Wie soll denn ein Dritter eine Ehe richten, Liebe und Vertrauen lassen sich nicht durch eine Verordnung auf Krankenschein wieder herstellen.

  • (21) 10.04.15 - 13:03

    danke dir. Solche ehrlichen Antworten helfen mir auch klar zu denken.

    in schlimmen Momenten sehe ich das auch so, wie du.
    Dennoch fürchte ich mich, die Liebe einfach hinzuwerfen. :-(
    Ich weiß, dass es sehr blöde klingt. :-(
    Aber in "lichten" Momenten ist alles so prima.

    Ich glaube ernsthaft, dass er irgendwas in sich trägt, das er lösen muss.

    (22) 10.04.15 - 13:32

    >>> Wie soll denn ein Dritter eine Ehe richten, Liebe und Vertrauen lassen sich nicht durch eine Verordnung auf Krankenschein wieder herstellen. <<<

    Darum geht es in einer Paartherapie doch gar nicht ... und das Ergebnis kann im Übrigen auch eine friedliche Trennung sein.

    • (23) 10.04.15 - 17:29

      Hier auch eine Stimme pro Paartherapie:
      In der Therapie richtet niemand externes irgendwas. Das müsst ihr schon selber machen. Aber ihr habt jemanden der euer Gespräch moderiert. Jemanden der gelernt hat Fragen zu stellen. Vielleicht die "richtigen" - also solche die ihr euch noch nicht gestellt habt. Jemanden der euch dabei unterstützt eine gute Lösung zu finden. Ob diese Lösung eine faire Trennung oder ein liebevolles Zusammenleben ist - das entscheidet ihr :-)

(25) 10.04.15 - 15:21

Hallo!

Wie alt ist euer gemeinsames Kind? Lässt du dich seither gehen?

Ich kann nur von mir sprechen. Als ich meinen Mann kennen lernte, war ich super schlank (Ballett), trug immer nur schicke Kleider und war stets über Tag dezent geschminkt. Dann wurde ich schwanger, nahm 20 kg zu. Davon bin ich nur 10 wieder los geworden. Ich bin also nicht fett, aber habe eben doch sichtlich mehr als zu Anfang. Meinen Mann stört es Gott sei Dank nicht. (Mich an mir selbst mehr. Nach der zweiten Geburt mache ich nun wieder extrem viel Sport, was ich nach der ersten Geburt nicht gemacht habe, weil ich durch die Erkrankung und Behinderung unserer Großen gar nicht Kraft und Zeit für Sport fand). Ich habe mich die letzten 4 Jahre auch immer nur zu Geburtstagen, Festtagen oder im Urlaub geschminkt. Selten mal einfach so... Mittlerweile gehe ich schon mal wieder dazu über mir nicht einfach nur einen Knotenzopf zu machen, während die Haare noch nass sind (so Hausfrau eben), sondern binde mir schicke Zöpfe, ich will mich demnächst auch häufiger wieder dezent schminken und ich habe meine Kleider wieder hervor gekramt, lege jeden Tag Schmuck an (alleine Zopf und Schmuck macht so extrem viel im Erscheinungsbild aus... Mein Mann freut sich jeden Morgen, wenn ich die Ohrringe anlege, die er mir geschenkt hat und macht mir auch wieder Komplimente, dass ich hübsch aussehe.)

Selbstverständlich ändert sich das mit Baby alles. Da unsere Große behindert ist und ich sie wirklich viel heben und tragen muss, zudem die meiste Zeit mit ihr auf dem Boden spiele, sind Kleider einfach unpraktisch. Durch Gerenne zwischen Ärzten, Therapien usw. habe ich auch meist wenig Lust, mich hübsch zu machen. Als wir die Monate im KH mit der Großen lagen erst recht nicht...

Schlichtweg. Ich persönlich habe mich gehen lassen und das nicht nur kurze Zeit.

Kann es sein, dass du das auch tust? Manche Männer stört es weniger, so lange alles andere harmonisch funktioniert. Manche Männer stört es extrem. Vielleicht kommt daher die Flaute im Bett, falls dein Mann so ein Mann ist, der sich gerne daran stört. Ich hatte das Glück, dass es meinen nicht sonderlich gestört hat.

Unsere Beziehung hat sich mit jeweils der Geburt unserer Töchter grundlegend verändert. Mit Gesprächen, Ehrlichkeit und gemeinsamer Freude an den Kindern, aber auch Kompromissbereitschaft und die Bereitschaft Kritik anzunehmen, funktioniert das ganz gut. ^^ Auf jeden Fall, wenn beide Parteien dazu bereit sind.

Ich glaube nicht, dass es etwas damit zu tun, dass ihr verheiratet seid. Ich denke eher, dass der Grund woanders liegt. Ob es nun so eine Art "gehenlassen" ist oder was anderes, kannst nur du beurteilen.

Vielleicht ist dein Mann auch unzufrieden? Welche Träume und Ziele hatte er bzw hat er noch? Hat er davon etwas nicht erreicht? Manchmal kann alles augenscheinlich gleich geblieben sein, aber wenn sein Wunsch schon immer war, z.B. in Afrika zu leben, kann ihn das ganz schön traurig machen und wenn man nicht darüber spricht, kommt es zu Missverständnissen und zu Ehekrisen. Ich hatte eine Zeit, da war ich so unglücklich hier in der kleinen Wohnung und hatte so einen Wunsch nach einem beständigen Eigenheim, dass ich total mies drauf war, was mein Mann natürlich abbekommen hat. Seitdem wir nun eine große Wohnung mit Minigarten gefunden haben (kein Eigenheim, aber das muss auch gar nicht), bin ich glücklich, ausgelastet, ich zicke weniger und alles ist wieder super harmonisch.

Leider Gottes bekommst du es als Partnerin ab, wenn dein Mann unzufrieden ist (weswegen auch immer). Wie oft habe ich total überzogen emotional regiert und meinem Mann auch mal was an den Kopf geknallt, was ich gar nicht so meinte und er bekommt die Wut ab, die jemand anderem gilt? Habe mir angewöhnt, dass ich meine Wut direkt da ablade, wo sie hingehört. Seitdem wird er nicht mehr so angezickt... Ich habe das meinem Mann immer wieder so erklärt und das war unser gemeinsamer Lösungsansatz, der super umzusetzen war.

Ihr solltet dringend reden und ganz ehrlich sein und wenn er zb findet, dass du zu dick bist nach der Geburt (wegen dem Walspruch komme ich darauf), so soll er das ehrlich sagen (ohne Beleidigung), vielleicht kann man ja einrichten, dass ihr gemeinsamen Sport macht oder so. Nachdem ich meinem Mann gegenüber zugab, dass ich mich zu dick fühle, sagte er zb nur, dass ich schon mehr habe als damals, ihn das aber nicht stört, er aber mit mir zusammen ebenfalls zugenommen hat und wir gerne zusammen Sport machen können, wenn ich mir das wünsche. Das tun wir nun und sind beide am abnehmen. Und seither auch beide zufriedener. ^^ Aber vielleicht findet dich dein Mann auch gar nicht zu dick, sondern es ärgert ihn z.B., dass er so und so viel Schulden hat, oder ihr nicht in den Wunschurlaub kommt oder weiß der Geier. Das kann einem echt lange die Laune vermiesen, was grundsätzlich immer auch Auswirkung auf eine Beziehung haben kann.

Liebe Grüße und alles Gute!

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