Streit wegen Haushalt - er ist Zuhause!

Hallo Gemeinde,

ich hätte gerne von euch ein paar Sichtweisen gelesen, da ich mich aufrege und das dann widerum im Streit endet.

Mein Mann ist seit Oktober zuhause. Seine Abteilung in der Firma wurde geschlossen, alle MA wurden freigestellt bis zum 31.12.2014.
Seit dem 01.01.2015 ist er quasi arbeitslos und macht ab Mai eine Umschulung. Das war ziemlich schnell klar, weswegen er sich keinen neuen Job gesucht hat.
Alles kein Problem, dann ist er halt mal ne Weile zuhause.

Im Zuge dessen ist es für mich völlig klar, dass derjenige der zuhause ist, sich mal vorrangig um den Haushalt kümmert.
Das heisst, Küche ordentlich halten, Wäsche waschen, im Wohnzimmer mal die Kissen aufschütteln.
Ich rede nicht vom täglichen Großputz. Es geht um die Standart-Basics.
Heute habe ich frei und werde den Tag mit sauber machen verbringen.
Das hat heute schon in aller Frühe zum Streit geführt, weil ich nicht einsehe jetzt alles alleine weg zu machen.
Er ist heute den dritten Tag nicht da, weil er sich um mein Auto kümmert (grösseres Projekt).

Er beschwert sich widerum, dass er den Dreck von allen nachräumen soll und er dazu keine Lust hat.
Sehe ich auch ein, aber er macht es ja auch nicht. Die Große muss täglich das Waschbecken und die Toilette putzen, 1x wöchentlich das Bad komplett.

Ich finde, dass derjenige sich um den HH kümmert, der nicht arbeitet oder zur Schule geht.
Mittlerweile mache ich auch so gut wie nichts mehr, weil ich nicht einsehe von der Arbeit zu kommen und dann den Staubsauger zu schwingen. Er ist doch zuhause.
Ich sehe das einfach als seine Aufgabe. Natürlich räume ich dann auch die Spülmaschine aus oder schüttel mal die Kissen auf.
Aber unter dem Gesichtspunkt das er sogut wie gar nichts macht, sehe ich mich nicht in der Pflicht, dass nebst meiner Arbeit auch noch zu erledigen.

Was meint denn ihr?

Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung. Ich frage mich allerdings bei Deiner Formulierung schon, ob Du ihm denn klar gesagt hast, was Du erwartest, oder ob Du monatelang still vor Dich hingegrummelt hast?

In zwei Wochen ist schon Mai, da "lohnt" sich eine Grundsatzdiskussion JETZT auch nicht mehr wirklich ...

Noch zu meinem Job,

ich habe eine 75%-Stelle in einem Behindertenwohnheim, über 30km Fahrtweg einfach.
Wenn ich Frühdienst habe, muss ich spätestens um 4.30h aufstehen. Er steht dann mit auf, macht mir Kaffee und legt sich danach wieder hin. Da pennt er dann gerne mal bis 10.00h - er hat ja frei.
Dann schaut er im Netz stundenlang nach nem Wohnwagen (wollen uns einen kaufen) oder nach was weiss ich.
Wenn ich dann heim komme gibt´s Kaffee, bissl laber laber, um 16.00h holt er seinen Sohn bis 19.00h und dann ist ja auch schon Abend.

Wenn ich Spätdienst habe, fahre ich um 12.15h los, im Nachtdienst um 19.30h.

Ich reagiere auf sowas ja immer ein wenig allergisch, weil ich es nicht nachvollziehen kann, wie man so eine Einstellung haben kann. Hallo?!Ich habe auch nicht zu alles Lust und muss trotzdem gewisse Dinge machen, weil sie einfach dazugehören. Er kann doch aber nicht allen Ernstes von dir verlangen, dass du dich nach der Arbeit noch hinstellst und putzt...denkt er da nicht auch mal an dein Wohl?! Also du musst da echt offe ndrüber reden, so wie es auch schon gesagt wurde, Männer sehen ja vieles auch einfach nicht, daher...vielleicht hilft das dann...aber so kann es ja echt nicht weitergehen!

Hallo,

weiß Dein Partner, was Du von ihm erwartest? Die Frage ist überhaupt nicht böse gemeint, aber vielen Männern muss man klar sagen, was sie tun sollen (meiner gehört da auch dazu#augen). Redet über die Aufgabenverteilung. Wenn mein Mann zu Hause ist und ich arbeite, hat er auch "feste Aufgaben", genauso ist es umgekehrt.

Außerdem würde ihm anbieten, morgens meinen Kaffee selbst zu kochen, und er schläft dafür noch ein Stündchen, aber nicht bis 10 (Wecker stellen). Ich glaube, wenn man schon einmal auf war und sich wieder hinlegt, schläft fast jeder bis in den späten Vormittag.

Viele Grüße

Heike

Ich lese in deinem Post mehrfach, dass du das so siehst und du dir das so gedacht hast. Habt ihr darüber auch gesprochen? Die anfallenden Arbeiten anders verteilt? Es wird ja anders gelaufen sein, als dein Mann noch gearbeitet hat.

Im Moment ist er wegen deinem Auto unterwegs - wenn er weg ist, kann er ja schlecht was tun. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch der Meinung, dass der, der mehr zu Hause ist, mehr im Haushalt machen soll.

Nächster Punkt: habt ihr beide die gleichen Ansprüche an den Haushalt? Also macht er "nix" oder nicht so viel oder gründlich, wie du dir das vorstellst? Das macht ja auch einen Unterschied.

Manche Männer sind im Haushalt dermaßen faul, es ist einfach nur zum Schreien. Ich würde ihm sagen, dass er staubsaugen, Staub wischen, Böden wischen, Wäsche waschen, einkaufen, Küche aufräumen etc. zu erledigen hat und wenn er es nicht machen würde, gäbe es Krach, aber einen ordentlichen! Du arbeitest 75 %, da wirst du ja wohl den Haushalt nicht komplett selbst machen, auch wenn dein Mann wieder arbeiten geht.

Und was fummelt der überhaupt drei Tage lang an einem einzelnen Auto rum? Wenn er sich schon damit wichtig tun muss, kann er den Haushalt trotzdem erledigen oder sind er und das Auto auf Klassenfahrt?

Hi,

mein Mann würde mir den Vogel zeigen, wenn ich ihm sage " Du mußt jetzt#bla#bla#bla...machen, und im Endeffekt erwartest Du womöglich, das alles erledigt.....Warum?

Du kannst Ihn immer noch helfen und unterstützen, genau wie er derzeit Dein Auto macht.

Außerdem macht der Ton die Musik.....ab und zu hilft auch ein BITTE

LG
Lisa

Komisch, bei Männer muss man immer noch lieb "bitte" sagen, von Frauen wird erwartet, dass sie ganz selbstverständlich den Haushalt erledigen, wenn sie zu Hause sind.

ich habs in der Zeit gerne gemacht......aber hätte mein Mann gesagt ich MUSS es machen und hätte mich dementsprechend noch herum gescheucht, kontrolliert und extra nicht mehr geholfen, weil die Erwartungshaltung so hoch ist....sorry, da hätte ich garantiert auch auf stur geschalten.

Lisa

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Hallo,

er will den Dreck von Anderen nicht weg räumen und von dir erwartet er es mit einer Selstverständlichkeit.

Ich wäre da jetzt knallhart. Entweder er bringt sich ein oder er zieht zu wem auch immer.
Frauen sind nicht automatisch die Haushälterinnen der Männer, die sich leider immer noch zu gern um ihre Arbeit und dann allenfalls ihren Hobbys widmen.

Alternativ und bevor Ultimaten gestellt werden, kann man es erst abgeschwächt versuchen:

Will er nicht mit anpacken, stellst du jeglichen Service ein - warum sollst du ihm hinterher räumen, seine Wäsche waschen, ihn bekochen. Womöglich geht ihm dann ein Licht auf.

Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich ihm raten, solange zu Mutti (falls vorhanden) zu ziehen, damit er weiterhin sein Rundumsorglospaket erhält.

In Situationen wie diesen, merkt man erst was ein Mann taugt. Du könntest auch sehr krank sein und eine Weile ausfallen. Man muss sich auf seinen Partner verlassen können. Das ist keine einseitige Angelegenheit.

Zwingen kannst du ihn nicht, aber ich würde ihm das nicht durchgehen lassen. Sein aktueller Egoismus gereicht zu deinem Nachteil und ihm ist das auch herzlich egal

Mal so ne Frage, wer bringt den aktuell das Geld bei euch nach Hause?

Du schreibst dein Mann ist quasi arbeitslos, heißt das er bekommt Geld vom Amt oder heißt das, das seine Firma ihn während der Umschulung weiter bezahlt?

Als Mann ist nach klassischem Rollenbild der Verlust des Arbeitsplatzes ein sehr einschneidendes Erlebnis.

Mann redet nicht drüber aber es belastet sehr!

Die "Faulheit" deines Mannes kann an dieser Stelle auch psychologische Ursachen haben, evtl. steckt er in einer depressiven Phase.

Erstmal Ursachen klären warum er nichts macht, vorher sind Ratschläge wie "Beine machen ..." alle fürn Hintern.

Wenn dein Mann nämlich glaubt, dass er das Recht hat nichts zu machen weil... xy, dann kann jede "Forderung" nur geblockt werden. Wir männer lassen uns nicht rumkommandieren wenn wir glauben im Recht zu sein.

Wenn wir ggf. erkannt haben dass wir im Unrecht sind ist das eine gute Basis um die Aufgabenverteilung neu zu regeln.

Viele Grüße

Hallo zusammen,

nun ja - ich kommandiere ihn ja nicht rum.
Als ich arbeitssuchend war, kam er tagtäglich in eine saubere Wohnung mit gewaschener Wäsche, gekochtem Essen und eine ordentliche Küche.
Ich erwarte keinen Meister Proper Glanz, aber bissi die Basis dürfte schon gehändelt werden.
Ist nun auch egal, ich mach was ich machen möchte wenn ich da bin.

Ich sorge aktuell für ne Grundordnung und wasche die Wäsche.
Geredet haben wir inzwischen auch nicht wieder, aktuell staut sich so einiges bei uns und da ist der nicht gesaugte Boden das kleinere Übel.

Danke @ all.