Überfordert mit Baby

    • (1) 20.04.15 - 11:19
      schlechtemutter

      Hallo

      Ich möchte in grau schreiben, weil ich mich schäme so zu versagen. Ich bin alleinerziehend und habe ein 6 Monate junges Baby.

      Er ist eigentlich ein ganz lieber aber ich bin als so überfordert, das ich Wie gerade eben sehr lieblos zu ihm bin und auch sehr grob. Ich schäme mich so und hab Angst auch das er mich nicht mehr mag .

      Ich fühle mich so einsam , jeden tag das gleiche . Meine Freundinnen haben sich seit der Schwangerschaft kaum gemeldet. Habe kein sozialen Kontakt. Hab mich jetzt in ein Baby Kurs angemeldet. Aber ich vereinsame so , jeden tag das gleiche. Komme zu nichts mehr, da der kleine auch nur bei mir auf dem Arm schläft, leg ich ihn weg, schreit er ich versuche es schon immer wieder.

      Zum Vater besteht zwar Kontakt, aber gibt auch nur Stress. Zudem schreit der kleine bei ihm, versuchen es auch immer wieder, aber er schreit. So kann ich auch nicht abschalten. Hab den kleinen seit er da ist 24 Stunden am Tag.

      Fühle mich so sehr als schlechte Mutter. Hab als kaum Geduld und der kleine muss drunter leiden, ich liebe ihn so sehr aber hab so eine angst zu versagen.

      Jetzt liegt er in meinem Arm und schläft und ich bin am weinen weil ich mich für meine grobheit schäme, hab ihn auch schreien lassen, weil ich nicht mehr konnte.

      Er denkt doch, das er sich auf mich nicht verlassen kann ,weil ich so blöd zu ihm war. Er hat ja momentan nur mich. Das Vertrauen geht doch weg , er braucht mich doch

      LG

      • Hallo!

        Hast Du keine Eltern in der Nähe, die Dich unterstützen können?

        Ansonsten frag doch mal beim Jugendamt, es gibt doch Hilfen für AE oder Familien, die überfordert sind.
        Das ist auch nicht schlimm! Im Gegenteil, es ist gut, wenn man sich rechtzeitig Hilfe sucht.
        Ich war auch 7 Jahre lang AE, aber meine Tochter war ein sehr liebes Kind.
        Ich weiß, es kann, sehr anstrengend sein, wenn man 24 Stunden alleine für sein Kind zuständig ist.

        Ich wünsche Dir alles Gute!

        Lg paula

        Du bist keine schlechte Mutter. Es ist nur wahnsinnig viel für dich zur Zeit! Aber du gibst dein bestes und du liebst dein Kind, das ist das wichtigste. Und wer von uns ist schon perfekt?

        Ich bin nicht alleinerziehend, aber ich kenne die Erschöpfung, wenn man den ganzen Tag oder auch die ganze Woche mit dem Baby oder Kleinkind allein war und dann einfach nur froh ist, wenn man mal 10 Minuten in Ruhe duschen kann. Da diese kurzen Zeiten der Entspannung bei dir fehlen, ist deine Überforderung total verständlich und nichts wofür du dich schämen müsstest. Aber es ist wichtig für dein Baby und dich, dass du dir Unterstützng holst, vom Jugendamt oder von deiner Familie, wenn du da Kontakt hast.

        Ich drück die Daumen, dass du bei dem Babykurs auf jeden Fall ein paar Kontakte knüpfen kannst.

        Alles Liebe! #blume

        Hallo du,

        erstmal...du bist keine schlechte Mutter...sonst würdest du hier nicht schreiben und dir all diese Gedanken machen.

        Ich kann es so gut nachempfinden wie es dir gerade geht.
        Ich stand auch alleine da...mit Baby und zwei großen Hunden in einem alten Haus. Ich war total überfordert und ein Nervenbündel. Ich bin mit dem Schlafentzug nicht klargekommen und hatte keine Unterstützung.

        Auch wenn der erste Schritt Überwindung kostet...such dir Hilfe.
        Die ersten guten Anlaufstellen dafür sind z.b. die Diakonie, eine Erziehungsberatungsstelle oder Ähnliches. Dort findest du Menschen die dir zuhören und die dir weitere Hilfe vermitteln können.

        So ein Babykurs wird dir sicherlich schonmal helfen...dann bekommst du Kontakt zu anderen Müttern und kannst all deine Sorgen was das Baby angeht mit ihnen besprechen und wirst auch von ihnen hören, dass sie vielleicht genau die gleichen Probleme haben wie du.

        Hast du eine Trage oder ein Tuch für ihn?

        Mir hat das ziemlich geholfen am Anfang...ich hab ihn in eine Babytrage gepackt und so z.b. beim Kochen oder bei sonstwas bei mir gehabt.

        Das tut dem Baby gut weil es deine Nähe hat, es ist nicht so schwer wie wenn du ihn auf dem Arm rumträgst und du hast die Hände frei um noch etwas machen zu können nebenbei.

        • Ich hab noch etwas vergessen.....improvisiere!
          Mache das womit es euch Beiden gut geht, egal was die Anderen sagen!
          Es muss nicht alles nach perfekten Babybüchern laufen....
          wenn ich duschen war, hab ich mein Baby z.b. einfach in der Baby-Auto-Schale mit ins Bad genommen...da konnte nichts passieren und ich musste keine Angst haben dass er irgendwie rausfallen könnte oder so.

          Beim Spazierengehen ist er fast immer eingeschlafen.
          War ich wieder zu Hause ist er wieder aufgewacht sobald ich ihn aus dem Kinderwagen genommen habe....also hab ich eben den Kinderwagen ins Haus gefahren und hab ihn da drin schlafen lassen bis er von alleine aufgewacht ist.

      Es gibt viele Dinge, die man mit Baby tun kann...Pekipgruppe, Babyschwimmen, Babymassage und und. Dort lernst du Frauen kennen, die vielleicht ebenso froh über neue Kontakte sind.
      Meine liebste Freundin habe ich vor 17 Jahren so kennengelernt.

      Der Alltag mit Baby erfordert ganz viel umdenken. Wenn nun dein Kleiner nur auf deinem Arm schläft, warum besorgst du dir nicht ein Tragetuch und packst ihn da rein?
      Dann hast du keine lahmen Arme und er kann dich spüren, ist bei dir und kann schlafen.

      Dein Kind ist jetzt einfach noch so hilflos und ein Teil seiner Unruhe kann auch daher kommen, dass er deine Unzufriedenheit und Wut spürt. Bist du ausgeglichen, wird er es vermutlich auch sein.

      Sind keine Verwandten in deiner Nähe, die du mal bemühen kannst, damit du zur Ruhe kommst und mal ein paar Stunden ausspannst?

      Es wäre einfach wichtig, das du mal zwischendurch wenigstens was anderes siehst...

      Ich drück die Daumen, das du Wege dafür findest.

      Hezna #klee

    • Hallo,

      Vorneweg, du bist keine schlechte Mutter!

      Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man es einfach akzeptiert, dass man nun nicht mehr wie die Kinderlosen Freundinnen leben kann, nimmt man den Druck raus und es geht einem besser. Klar, die haben keine Zeit für dich, aber dafür hast du eine bezaubernde Aufgabe. Du hattest das, was sie haben, aber sie haben nicht das, was du jetzt hast. Dieses tolle baby:)

      Ich bin zwar nicht Alleinerziehende, aber habe berufsbedingt auch keinen, der mir die kleinen mal abnehmen kann. Ich habe von Anfang an drauf geachtet, dass sie es lernen, sich selbst zu beschäftigen. Beide konnten das schon immer. Ich kenne dieses gefühl endlich mal Zeit zum duschen zu haben, gar nicht.

      Zur Not packste das Kind auf Ne Decke und nimmsr es zb mit in die Küche und erklärst ihm, was du da gerade machst. Kinder lieben sowas!

      Akzeptiere die Situation und es wird dir besser gehen. Alles Gute

      Hallo,

      du klingst nicht nach einer schlechten Mutter, sondern nach einer, die Unterstützung braucht. Ich denke, dass viele Mütter deine Gefühle nachvollziehen können. Babys sind anstrengend, weil vor allem die Mama in der ersten Zeit immer verfügbar sein muss. Alleinerziehend zu sein, stelle ich mir sehr Kräfte zehrend vor, denn du kannst den Kleinen nicht mal einfach jemand anderen in den Arm drücken. Deswegen solltest du überlegen, wer etwas für dich tun kann. Das Kind schreit beim Vater? Dann lass ihn mal eine Stunde mit dem Kinderwagen rausgehen. Das wird schon klappen. In dem Alter schlafen die Kleinen oft im Wagen. Mach mit ihm regelmäßige Termine dafür aus! Biete auch der Mutter des Kindsvaters an, mal Kinderwagen zu schieben, wenn sie in der Nähe ist. Vielleicht würde sie sich freuen, Kontakt zum Enkel zu bekommen?

      Deine Freunde melden sich nicht mehr? Melde dich bei ihnen. Vielleicht reicht es mal nur für ein Telefonat, aber auch das holt dich aus der Einsamkeit. Lade dir jemandem auf einen Kaffee ein und überwinde deine Scheu, mal um Hilfe zu bitten. Vielleicht ist die ein oder andere Freundin doch gern bereit, den Kleinen mal eine halbe Stunde zu bespaßen, während du einen Mittagschlaf machst.

      Wie ist der Kontakt zu deiner Mama? Kann sie nicht mal ein paar Tage bei dir einziehen?
      Gehörst du vielleicht zu den Leuten, die immer stark sein wollen, und niemand ahnt, dass du mit deinen Kräften an Grenzen stößt? Dann sprich offen darüber. Vielleicht bietet jemand von sich aus Hilfe an.

      Eine Krabbelgruppe ist auf jeden Fall eine gute Idee. Da triffst du Mamas, mit denen du dich austauschen kannst. Ich würde an deiner Stelle an anstrengenden Tagen auch viel rausgehen. Das macht gute Laune und die Kleinen sind draußen meist ganz gut drauf.
      Ansonsten: Leihoma, Hilfe beim Jugendamt erfragen, Familienberatung suchen....
      Ich persönlich hab mein Kind im Zweifelsfall in die Trage genommen. Am Bauch war er meist ruhig. Das schont Nerven.

      Wenn du rechtzeitig spürst, wann die Situation emotional bei dir kippen könnte, bevor du also innerlich kurz vorm Explodieren bist und grob wirst, kannst du dir vorher überlegen, wie du gegensteurern kannst. Wie gesagt - ich hab mir das Kind schnell mal umgeschnallt. Pause für Mama und Kind. Bist du allein und es hilft alles nichts, ist es sicher ganz gut, den Kleinen 5 min. in einen anderen Raum zu bringen, rauszugehen und zu weinen oder was auch immer. Lass deine Gefühle raus! Dann gehst du wieder zum Kind.

      Du klingst sehr verzweifelt und ich fühle echt mit dir! Schreib mich gern per PN an, wenn dir danach ist.

      Du schaffst das! Du brauchst einfach Unterstützung. Ganz allein ist es sehr, sehr hart und da geht es sicher nicht nur dir so.

      Alles Gute! Hanna

      Hallo.

      Eine Frage, wie seid ihr auseinander gegangen (du und der Papa des Kleinen). Im Streit oder hat er euch verlassen. Vielleicht hast du das noch nicht so realisiert bzw. abgeschlossen. Vielleicht bist du deshalb "grob" (wie auch immer das aussehen mag) zu dem Kleinen. Es ist dein Kind und er braucht dich. Mach nur das, was euch beiden immoment am besten guttut. Er kann nichts dafür, dass der Papa nicht bei euch ist. Du musst nicht perfekt sein, niemand ist es. Nur so kannst du Ruhe dem Kleinen gegenüber bringen und das merkt er auch. Und das mit den Babygruppen hört sich doch super an. Geh auch viel raus mit dem Kleinen und entspanne dabei.

      Alles Gute und Kopf hoch.

      LG

      Was genau heißt, Du bist grob zu ihm?

      Sich allein um ein kleines Baby zu kümmern und das ohne jegliche Unterstützung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche ist sehr kräftezehrend. Für dich selbst kannst du nichts mehr machen, weil du an dein Baby gebunden bist und kommst vielleicht aufgrund des bislang schlechten Wetters auch schlecht aus dem Haus.

      Ein Baby ist laut, nervt, schreit und verlangt ständig nach Aufmerksamkeit. Leider kann man nicht immer die Vorzeigemami sein, die man selbst gerne wäre. Wir alle haben Ansprüche an uns selbst als Mama und wenn wir diese nicht erfüllen können, fühlen wir uns als Versager.

      Du brauchst dringend Unterstützung, damit du etwas aus deinem Alltag heraus kommst und dich deinem Baby entspannt widmen kannst. Hast du Eltern in der Nähe oder die Eltern deines Ex, die dich vielleicht unterstützen können? Immerhin ist es doch ihr Enkelkind. Du kannst dich bei mehreren Kursen anmelden (Babyschwimmen, PeKiP, Krabbelgruppe, etc.). Dort lernst du schnell andere Mütter mit gleichaltrigen Babys kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Du wirst merken, dass manchmal schon nur ein Gespräch helfen kann, einfach nur, dass man sich mal "ausheult".

      Du kannst auch bei schönem Wetter mit dem Kinderwagen in Richtung Spielplatz gehen, da trifft man meistens auch viele Eltern von Kleinkindern und daraus können feste Kontakte entstehen. Oder du besuchst ein Stillcafé (oft in Krankenhäusern oder bei Hebammen) oder ein Kindercafé. Auch da können sich Kontakte ergeben.

      Wenn du anderweitig keine Hilfe bekommen kannst (Freunde, Familie), dann könntest du dich vielleicht auch an Organisationen wie die Caritas oder Wellcome (wellcome.de) wenden. Diese unterstützen junge Mütter in deiner Situation.

      • Und noch etwas:

        Wenn du merkst, dass es grenzwertig wird, dann lege dein Baby an einen sicheren Ort (mittig ins Bett oder auf einer Decke auf den Boden) und verlasse den Raum. Lieber mal 10min schreien lassen und als Mama durchatmen und dann wieder zum Kind gehen.

        Du bist nicht die Einzige, der so etwas passiert und die sich zusammenreißen muss!

    Es gibt so Leihomas. Die unternehmen gerne etwas mit den Kindern, haben Spaß und du hast wieder Zeit für dich. Das wäre doch ne Möglichkeit.

    Sorry aber so wie die meisten schreiben, dass, Du keine schlechte Mutter bist, sehe ich es nicht.
    Was bedeutet denn lieblos und grob ?
    Bitte suche Dir schnell Hilfe zur Not halt schon eine Krippe.
    Schau das Ihr einen guten Weg findet.

    Ich wünsche Euch alles Liebe und sicher wirst Du mit etwas Hilfe eine tolle Mama.

    (15) 20.04.15 - 17:19

    Vielen lieben dank für eure aufmunternde antworten. Meine Eltern wohnen weiter weg, hab hier niemand. Der Papa wohnt auch weiter weg. Er kommt einmal die Woche für ein paar Stunden. Schlagen tu ich den kleinen nicht, ich hab ihn nur grob gepackt naja nur , ich finde es das schon sehr schlimm. Er braucht mich doch mein hilfloses baby. Wir waren mittags draußen und haben das schöne wetter genossen. Gebadet und jetzt schläft er. Tragetasche habe ich , aber es ist so unbequem so dass ich nicht viel machen kann und meine Schulter tat schnell weh , er wiegt ja schon fast 8 kg. Ich kann nichts machen , nach dem essen geht es , höchstens eine halbe Stunde. Wenn ich dusche nehme ich mit und setzt ihn in den maxi cosi. Wenn ich ihn auf den hochstuhl setze und er mich sehen kann , will er trotzdem zu mir , versuche auch mit ihm zu reden, will aber zu mir

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