Alleine bei der Geburt?

    • (1) 30.04.15 - 15:09

      Hallo,

      nach einer endlosen Diskussion mit meinem Freund wegen der baldigen Geburt unseres Kindes stelle ich mich darauf ein alleine zu sein bei der Entbindung. :-( Hat das jemand von euch gemacht? Wie habt ihr es überstanden? Hat euer Freund gefehlt oder wart ihr froh eure Ruhe zu haben? Hat es euch enttäuscht weil sie nicht mit wollten?

      Grüße
      Angel

      • Es tut mir sehr leid, dass dein Freund dich im Stich lässt.. aus welchen Gründen auch immer!

        Ich würde schnell gucken, ob du noch eine Doula findest!

        http://www.doulas-in-deutschland.de/index.php/doula-finden

        Ich kenne Frauen, die haben bei ihrer Hausgeburt auf Begleitung ihres Partners verzichtet haben, der im Nebenraum war..

        Einen Mann, der seine Partnerin alleine gelassen hat, kenne ich allerdings nicht.

        Ich würde aus einem solchen Verhalten Konsequenzen ziehen..

        Du schaffst das schon, eine liebe Hebamme kann auch ganz viel auffangen!

        Alles Liebe, Kate

        • Ich habe gebetet er überlegt es sich anders aber so wenig Interesse er an der Schwangerschaft zeigt sollte ich nicht verwundert sein wenn er nicht mit kommt. Es enttäuscht mich trotzdem :-( Ich habe eine Hebamme. Kommen die mit ins Krankenhaus?

          • Das weiß ich nicht, wenn es keine Beleghebamme ist, dann eher nicht.. Aber im KH sind ja auch Hebammen..

            Mensch, ich glaube, ich erinnere mich an deine Geschichte. Tut mir schrecklich leid!

            Solch ein Totalausfall als Mann und Vater.

            Viel mehr kann ich gar nicht sagen..

            Hast du sonst jemand, der mitkommen könnte?

            Eine Doula muss man selbst bezahlen, aber wenn du das Geld hast, würde ich versuchen, eine zu bekommen, die begleitet dich dann.

            Alles Liebe für dich und dein Kind

        "Ich würde aus einem solchen Verhalten Konsequenzen ziehen"

        Was wären das für Konsequenzen, die du ziehen würdest...?

        K

        • Sehr sehr ernsthaft über eine Trennung nachdenken.

          • Ich weiß was du meinst, ABER das "nachdenken" ist in meinen Augen keine Konsequenz.... Nachdenken kannst du über alles, so lange das aber nicht mit Taten verbunden ist, mag es einem egal sein.

            Dazu kommt, dass eine Frau noch der Geburt plötzlich ganz andere sorgen hat, als sich über die Trennung aufgrund von "Nichtigkeiten" Gedanken zu machen....

            K

            • Ich formuliere das so vorsichtig, weil ich nicht in der Situation war. Ich bin mir aber sehr sicher, dass ich meinen Mann dafür so verachtet hätte, dass er kein Partner mehr für mich gewesen wäre..

              Da unsere erste gemeinsame Geburt eine stille Geburt war, stellte sich die Frage nicht, ob er mitkommt. Und hätte er mich da alleine gelassen, wäre ich weg gewesen.. Das hätte ich nicht verzeihen können.

              Bei der Folgegeburt waren wir dann schon ein eingespieltes Team und wir hatten ein solches Gespräch nicht. Daher mein Konjunktiv.

              Tatsächlich bin ich mir meiner Einstellung da sehr sicher.

              Und ich empfinde das nicht als Nichtigkeit, auch wenn ich natürlich verstehe, was du meinst.

              VG
              Kate

    Hallo,

    tut mir leid für dich dass er nicht mit zur Geburt eures Babys möchte. Hoffentlich bereut er das nicht irgendwann.

    Aber um auf deine Frage zu antworten, bei der Geburt unserer Tochter (mein 2. Kind, sein erstes) habe ich meinen Freund gar nicht wahr genommen#rofl Ich war so mit mir selbst beschäftigt#schwitz Allerdings hat die Geburt auch nur 2 Stunden gedauert..

    Wenn du aber stundenlang schon allein im Kreissaal liegst bevor es richtig los geht, ist das für dich sicher blöd.

    Und die ersten Minuten mit dem Baby sind auch so etwas besonderes, schade dass er die verpasst.

    Ich hoffe für dich dass er es sich noch mal anders überlegt und dich unterstützt auch wenn so eine Geburt keine Spaßveranstaltung ist ;-)

    Alles gute für dich #winke

    Schade das du dich gerade jetzt nicht auf ihn verlassen kannst :-(
    Das tut mir leid

    Hast du eine mama die du mitnehmen kannst? Eine liebe Freundin? Ist die Schwiegermutter eine Option?

    Bei meiner ersten geburt hatte ich den vater meines Kindes nicht gebraucht. Er saß da, glotze ins handy und aß. Gesagt hat er kein wort. er nahm mich und meine schmerzen null für voll.

    Dann kam die zweite Geburt mit meinem mann. Er hat das toll gemacht, wusste was ich brauchte ohne das ich es sagen musste.

    Es ist allein zu schaffen! Es kommt ganz auf deinen Charakter an.

    Du kannst, zumindest bei uns, immer nach der Hebamme klingen wenn du sie brauchst

    • Ich kann mich nie auf ihn verlassen. :-( Selbst wenn er dabei wäre stelle ich es mir so vor wie dein Ex. Handy und Essen. Da kann ich alleine gehen.

      • Das tut mir leid :-(

        Aber aus Erfahrung sag ich dir, solltest du den Gedanken hegen dich zu trennen, warte noch.

        Ich meine nicht, falls dein freund echt so mies ist, das er sich ändert etc
        sondern, gerade in der ss und die ersten tage , wochen und monate danach sind heftig! Das sind Hormone und in dieser zeit eine solche Entscheidung zu treffen mag nicht immer gut sein.
        mein mann ist klasse. Dennoch, unser baby ist jetzt 5 wochen, habe ich in der letzten zeit soo oft Trennung gebrüllt. Ich bin ganz knapp an einer Depression vorbei geschrammt. Es ist einfach heftig.

        Meine Schwiegermutter sagte über ihre drei Entbindungen zb sie wollte das allein mit sich ausmachen. Und das verstehe ich! Du bist so konzentriert, im Prinzip sitzt der mann ja nur daneben. Wasser, essen, klogang usw erledigen schwestern und hebammen.

        Was ich meine, kann es sein das dein freund gar nicht so schlecht ist wie du im Moment vllt denkst? Warum hast du dich verliebt? Warum wolltet ihr ein baby? Lässt er sich auf einen Kompromiss ein? Er geht nicht mit rein sondern wartet im Krankenhaus?
        manchmal steigert man sich in was rein und findet keinen weg mehr heraus.

        alles liebe!

        • Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Bei der Geburt unseres Sohnes kamen gleichzeitig noch 3 andere Kinder zur Welt, die Hebamme guckte alle Jubeljahre mal vorbei, mein Mann hat alles geregelt (Essen, Wasser, Klogang ;-)). Mein Mann ist aber auch top! Auf ihn kann man sich absolut verlassen!

          Ich muss aber auch sagen, dass ich bei der Austreibungsphase selber meinen Mann nicht gebraucht hätte - natürlich wars schöner mit und er wär um kein Geld der Welt gegangen, wollte das natürlich mit erleben. Wirklich gebraucht habe ich ihn während der stundenlangen Wehen und dabei kann ich auch nicht verstehen, dass sich ein Mann weigert, mitzugehen. Da sieht man ja noch nichts "ekliges" - also eklig ist ja sowieso auch bei der Austreibung m.E. nichts, aber ich mein halt das ganze Blut, usw.

          • Bei meiner ersten geb lag ich auch std lang im Kreißsaal aber da hat man ja wehen, ich habe mich da extrem drauf konzentriert und mein ignotanter damaliger mann war mir einfach egal.
            da kam die hebamme ziemlich oft

            Bei der zweiten geb war ja mein jetziger mann anwesend und es War super! Ich lag nur 2std im Kreißsaal, davor auf der Station. Dort hatte ich die Eröffnungsphase. Er hat mich massiert, geredet wie ein buch und mich so abgelenkt. Weil ich dort eben allein lag hätte ich wohl panik bekommen
            Am ende musste ich mit dem Rollstuhl in den Kreißsaal weil laufen ein ding der Unmöglichkeit War.

            Die hebamme war aber im Kreißsaal ständig anwesend

            Also, alles in allem, man kann das "alleine" locker schaffen, angenehmer ist es sicher wenn jemand dabei ist. Aber zwingend notwendig nicht. Im übrigen ist es auch ein moderner hype das der papa dabei ist. "Damals" hielten sich die Männer fern und es waren eben frauen dabei. Was im Prinzip sicher nicht verkehrt ist. Eine frau weiß wie das ist und handelt vllt intuitiv besser als ein mann dem das zuwider ist oder ein mann der es nicht sehen kann wenn seine frau solche schmerzen hat und am ende noch umkippt.

            Ich respektiere jeden mann der sagt er könne das nicht. Denn dann ist sicher schon klar das er keine gute stütze ist. Lieber allein bevor man sich ärgern muss

            • Die Verallgemeinerung - eine Frau weiß wie das ist und einem Mann ist das zuwider - ist doch völliger Quatsch. Wie viele Frauen wissen denn "wie das ist"? Viele haben ein, vielleicht 2 Kinder, am Ende noch per KS entbunden oder - so wie ich auch - am Ende raus völlig schmerzfrei durch PDA. Dazu kommt der Gedanke des Schämens - ich könnte mich nicht mal vor meiner Mutter so "öffnen". Nein, ich hätte mit meinem Mann sicher kein Kind, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich mich in allen Lebenslagen 100% verlassen kann.

              • Nun ja, egal ob mit PDA oder Kaiserschnitt oder sonst was. Wenn eine frau bereits ein kind geboren hat hat sie in jedem fall mehr Erfahrung als es ein mann je haben könnte oder?

                Und nur weil du deine Mutter nicht dabei haben möchtest kannst du ja nicht auf andere schließen, ich finde zb kein band ist so stark wie das zur eigenen Mutter (sofern die Beziehung stimmt. Keine Frage) und wenn mir DAS vor meiner eigenen Mutter peinlich sein soll wenn ich ein kind gebäre dann weiß ich auch nicht.

                Nur weil man das kind mit diesem Mann gemacht hat heißt es nicht das er dabei sein muss. Das sollte jedem frei stehen. Und Frau sollte sich nicht beleidigt in die ecke stellen wenn er bedenken hat und sich da nicht wohlfühlen würde. Was nützt es wenn er nicht will und es der Frau zu liebe macht und man am Ende doch enttäuscht ist

                • Ähm, keine Ahnung, ich weiß nicht, ob eine Frau, die ohne Wehen einen geplanten KS bekommen hat, mehr Ahnung von Geburten hat als unsere Bauernjungs hier, die zig Kälber auf die Welt gebracht haben - auch wenn das Beispiel vielleicht blöd klingt. Außerdem muss eigene Erfahrung nicht immer toll sein. M.E. neigen Frauen oft zu einem "komm, stell dich nicht so an, ich habs auch überlebt" - ich mag schon keine Frauenärztinnen, genau aus diesem Grund. Männer sind da wesentlich feinfühliger und vorsichtiger, finde ich.

                  Ich habe eine wirklich gute Beziehung zu meiner Mutter, aber ich würde mein Kind lieber allein zur Welt bringen als mit ihr. Mir wär das einfach peinlich. Keine Ahnung warum. Mein Mann ist nicht deshalb prädestiniert, weil er "das Kind gezeugt hat", sondern weil ich zu niemandem anders so viel Vertrauen habe, so liebe und mir so sicher bin, geliebt zu werden. Heißt nicht, dass ich zu meiner Mutter kein Vertrauen hab etc., aber diese Nähe wie ich sie zu meinem Mann habe, habe ich zu ihr nicht. Ganz abgesehen davon, dass WIR beide nun mit unseren Kindern die Kernfamilie sind und in diesem intimen ersten Augenblick des Kennenlernens eine Oma m.E. deplatziert ist.

                  Übrigens war ich es, die nicht verallgemeinern wollte. Ich hab nicht geschrieben, dass Mama grundsätzlich die Falsche ist. Ich habe lediglich geschrieben, dass es Quatsch ist, dass Frauen IM ALLGEMEINEN die besseren Geburtsbegleiter sind. Und ja, ich wäre schwer getroffen und auch sauer gewesen, wenn meine Mann gesagt hätte, er käme nicht mit zur Geburt. Warum? Weil es unser GEMEINSAMES Kind ist und ich mich ja auch nicht um die Geburt rum drücken kann. Also warum er? Wie ist es nachher, wenn sich das Kind in den Finger schneidet und blutet und genäht werden muss oder noch viel schlimmeres. Darf dann der Mann auch sagen, er traut es sich nicht zu, mit zum Arzt zu fahren? Steh ich dann auch wieder allein da? Nee, das geht für mich gar nicht. Aber gut, ich hab mir den Vater meines Kindes eben vorher angeschaut.

      Es würde vermutlich so oder so sehr unentspannt, wenn Du ihn nach der Nummer mitnimmst.

(21) 30.04.15 - 16:19

Hallo, leider hast du nicht begründet warum er nicht mit will.
Hier war es so. Es gab vorher keine Diskussionen. Es gab ein kurzes Gespräch darüber und ich kenne meinen Mann. Es wäre für ihn eine reine Quälerei gewesen. Nicht alle Männer empfinden die Geburt ihres Kindes als ein Ereignis, bei dem sie unbedingt dabei sein müssten. Leider wird es in der heutigen Zeit ja erwartet, das ein Mann alles mit machen muß. Ich konnte ihn verstehen, sehr gut sogar. Und ich gehöre eher zu denen, die ihre Ruhe haben wollen, wenn es ihnen nicht gut geht. Es war also völlig okay für uns.
Er ist zwar am Anfang mitgekommen und war auch die ganze Zeit an meiner Seite. Ich glaube soviel Kaffee wie in der Nacht mussten die armen Schwestern noch nie kochen. Er wußte, das er jederzeit gehen konnte. Natürlich ist er dann nicht komplett abgehauen sondern war in irgendwie in meiner Nähe.....nur halt nicht "an mir dran". Für mich war das total in Ordnung. Und ich bin stolz auf ihn, er hat vorher echt lange durchgehalten.
Naja, die Nahct endete ja nun in einem KS, auch dort hätte ich niemals verlangt, das er mit in den OP kommt. Und auch dort war ich froh, das er vor der Tür stand und unsere Tochter in Empfang genommen hat und ihr (während ich genäht wurde) nicht von der Seite gewichen ist.
Das war die einzige Absprache für die Geburt: "Laß unser Kind niemals alleine, egal was passiert!", der Hintergedanke war das ja auch etwas schief laufen könnte. Das war wirklich das Einzige was ich von ihm verlangt hatte.

  • Er sagt es ist nicht sein Ding so etwas zu sehen. Er hat Angst die Bilder nicht mehr vergessen zu können und mich damit in Verbindung zu bringen was er gesehen hat.

    • So ein Schlappschwanz! Sorry aber das ist doch nur eine billige Ausrede!

      ABER: Sei froh darüber! Ich war bei meinem zweiten Kind alleine I'm Kreißsaal und es war toll!! Es war so toll dass ich ein paar Wochen gehraucht habe mich an den Gedanken zu gewöhnen dass mein Freund bei der darauffolgenden Geburt dabei sein wollte. Es war letztendlich okay aber alleine wäre schon besser gewesen.

      Kopf hoch und geniess es!

Hallo,

mein Mann war zwar bei allen Geburten dabei aber ich hätte kein Problem gehabt wenn er nicht dabei gewesen wäre ;-)

Ich kann das überhaupt nicht haben, wenn es mir nicht gut geht oder wenn ich Schmerzen habe , das mich einer betüdelt...gerade wenn ich Wehen habe/hatte habe ich gemerkt das es mir gut tut wenn ich alleine bin....bei der letzten Geburt habe ich zu meinem Mann gesagt er sollte sich doch bitte auf dem Stuhl setzen únd mit seinem Handy spielen und mich nicht immer beim wehen veratmen beobachten ;-)

Lg

Du könntest allenfalls eine sehr gute Freundin, deine Mutter oder sonst jemanden aus der Familie mitnehmen, es muss nicht zwingend der Partner sein. Natürlich muss ohnehin nicht zwingend eine Begleitung mit, mir persönlich war es jedoch sehr wichtig nicht allein zu sein, quasi einen Fürsprecher zu haben.

Top Diskussionen anzeigen