Anspruchshaltung an Partner

    • (1) 05.05.15 - 10:37

      Guten Morgen,

      Jetzt wo ich mich endlich angemeldet habe geht es los mit den Fragen :-p
      Zusätzlich zum Kinderwunsch beschäftigt mich aktuell die Frage:

      Welche Anspruchshaltung habt ihr an eure Partner/innen und Ehefrauen/männer?

      Ich war da immer recht entspannt und habe mich über alles gefreut, was er geben wollte und fand es aber auch nicht schlimm, wenn er z.B. mal weniger Zeit hatte. Also eine ähnliche Anspruchshaltung wie ich sie an Freunde habe: "Gib mir, was du geben magst."
      Seit das Thema Heirat+Kinder im Raum steht merke ich, wie sich meine Anspruchshaltung verschoben hat. Manchmal verhalte ich mich so, als hätte ich ein "Recht" darauf, dass er bestimmte Dinge tut. z.B. sich automatisch das Wochenende für mich freihält und seine Termine mit mir abspricht... Wenn er das nicht tut reagiere ich bockig. Als hätte man mir was weggenommen, das mir eigentlich zusteht. #kratz

      Dieses Verhalten gefällt mir eigentlich nicht so gut.

      Wie handhabt ihr das? Hat ihr eine Anspruchshaltung an eure Beziehungsmenschen?

      • Natürlich habe ich eine Anspruchshaltung an meinen Partner und auch eine andere als an meine Freunde.

        Mit meinem Partner lebe und liebe ich. Termine absprechen z.B. ist da für uns beide kein besonderer Anspruch - eine selbstverständlichkeit wenn man zusammen lebt. Vom grundsatz her ist es doch so, dass wir miteinander leben und quasi erstmal alle Zeit für uns reserviert ist - wenn sich jemand verabreden möchte, was zusammen machen, was mit anderen machen, ja dann wird das besprochen.

        Insofern versteh ich das mit dem "Wochenende freihalten" bei Dir nicht so richtig...

        Meine Ansprüche an meinen Partner, ich denke die sind teils höchst individuell, teil so allgemeinscheiß wie Treue und Ehrlichkeit.

        mein grundsätzlicher Anspruch an meine Partnerschaft ist, dass wir beide glücklich sind und auf einer Wellenlänge schwimmen. Von Zeit zu Zeit gibts Korrekturen, ja, aber grundsätzlich sollte die Waage zu der Seite Glücklich immer viel mehr ausschlagen.

        Lichtchen

        • Mit Wochenende freihalten meine ich z.B. folgende Situation:
          Freunde fragen ihn, ob er übers Wochenende mit ihnen wegfahren will. Er sagt quasi zu, behält sich aber vor abzusagen, falls ich es doof finde. Und tatsächlich fand ich es doof.
          Weil ich gerne was mit ihm gemacht hätte. Gleichzeitig finde ich es aber irgendwie seltsam, dass er als erwachsener Mensch mich "fragen muss" ob er am Wochenende was mit seinen Freunden machen "darf" ... habe ihm am Ende gesagt, dass ich gerne was mit ihm machen würde, ihm aber natürlich nicht verbieten werde wegzufahren...
          Und seitdem ist diese Frage mit der Anspruchshaltung in meinem Kopf. Logischer?

          • Naja, er ist dein Partner. Er muss dich zwar nicht fragen ob er irdenwas darf, aber würde er es nicht tun, wäre das rücksichtslos. Du bist seine Partnerin und nicht eine lockere Freundin. Wenn irgendwann Kinder dazu kommen läuft eh nichts mehr ohne Absprache.

          • Ja etwas.

            Ich kenne solche Situationen.. mein Ex Mann war da gut drin, genauso wie Du es beschrieben hast. Mich brachte das in die saudoofe Position, etwas "erlauben zu müssen". Ich möchte auch, dass mein Partner irgendwie selber weiß, was angesagt ist und was nicht, die Dinge mit mir bespricht. Ich fand das immer doof, aber solche für mich Klopfer passierten eben auch immer wieder in 17 Jahren Ehe.

            Er wusste genau, was ich daran doof fand, und irgendwann auch dass es Ärger geben würde, das veranlasste ihn aber nicht, besser und früher abzusprechen, sondern eher noch länger bis kurz vor dem "Termin" zu warten und es mir dann aufs Brot zu schmieren, nach dem Motto, Ärger gibts eh, also lieber länger warten #augen

            Oder noch besser, im Laufe der Zeit, mich dann gleich mit zu verplanen nach dem Motto, ich hab in der Zeit dass und das für Dich mit Deiner Freundin angedacht, damit Dir nicht langweilig ist. Das fand ich dann auch klasse #schock

            Mit meinem jetzigen klappt das, da würde man sagen, Du ich will dann und dann mit dem und dem weg, ist das ok? Wenn wir was anderes verabredet hätten an dem Wochenende müsste man schauen...

            Wenn es eh ein freies Wochenende war bei euch und ihr nix besonderes vorhattet - Du also nur was "mit ihm machen" wolltest.. ja das kann man auch an jedem anderen Wochenende.
            Das Ende vom Lied wäre doch, er fährt nicht weg, weil Du was mit ihm machen wolltest. er ist mies drauf, weil er nicht "mitdurfte", denn so fühlt es sich für ihn an und Du hast den Druck, ihn zu bespaßen, weil Du ja wolltest, dass er da bleibt. da ist ja auch niemandem mit geholfen....

            Lichtchen

            (6) 05.05.15 - 12:02

            Ich glaube, Du verrennst Dich da etwas.

            Sprichst Du Dich mit Kollegen auf der Arbeit ab? Um bestimmte Dinge zu planen/zu erledigen?

            Sprichst Du Dich mit Familie ab? Wann und wie Du Deine Eltern besuchst, was Du mitbringst etc.?
            Sprichst Du mit Freunden ab, ob sie am Wochenende Zeit haben, wenn Du Lust hast, etwas zu unternehmen?

            Das ist doch alles ganz normal. Und ebenso hat er sich eben mit Dir abgesprochen, ob Du am Wochenende etwas Bestimmtes vorhattest. Sein Verhalten war also normal.

            Deine Seite klingt jetzt aber so, dass er nicht einfach "unter Vorbehalt" (und so funktioniert das ja auch) Zusagen machen darf, weil Du ja bereits etwas geplant haben könntest. Vielleicht löst sich aber der Knoten auf, wenn Du Dich fragst, warum Dir auf einmal gemeinsame Zeit mit ihm so immens wichtig ist? Habt Ihr vielleicht weniger davon? Oder verbringt Ihr die auf einmal weniger intensiv als früher, mehr nebeneinander als gemeinsam?

            Was fehlt Dir, wenn er dieses Wochenende mit seinen Freunden verbringt und nicht mit Dir?

            • Hmm... war jetzt auch kein großes Drama. Sorry, falls das so rübergekommen ist.

              Es war eher der Auslöser für mich darüber nachzudenken: Warum habe ich eine unterschiedliche Anspruchshaltung an meine Freunde (so gut wie keine) als an meinen Partner (von dem erwarte ich einiges)? Und ist das gut?

              Bei Freunden wäre ich z.B. niemals sauer, falls wir gesagt haben wir unternehmen was zusammen und dann rufen sie mich am Tag vorher an und sagen: "hey, du, wird mir zu stressig. Ich will einfach mal nen Tag nix machen. Lass uns das verschieben, okay?" Bei meinem Partner... da müsste ich mich wahrscheinlich echt bemühen nicht zu schimpfen.
              Insgesamt ist es so: Handlungen die ich meinen Freunden super entspannt verzeihen würde/mir denken würde "naja, die XY ist halt immer ein bisschen verpeilt" machen mich an ihm hin und wieder verrückt. Sprich: Ich erwarte von ihm viel mehr als von anderen Menschen. (Ich finde ihn dafür auch ganz besonders wunderbar #verliebt).

              Und da wollte ich einfach mal wissen: Geht euch das auch so? Welche Ansprüche habt ihr an eure Liebsten?

              • (8) 05.05.15 - 12:46

                Ich weiss schon.

                Aber die Antworten kannst Du Dir eben selbst geben, wenn Du über den Unterschied zwischen "irgendeinem Freund" und "Deinem Freund" nachdenkst.
                Es geht hier doch nicht um Anspruch. Es geht im Ursprung um Deine Gefühle. Daher auch meine gezielten Fragen. :-)

                Oder nochmal anders: Warum empfindest Du eine Absage von einem beliebigen Freund als normal/in Ordnung/hinnehmenswert? Und warum empfindest Du eine Absage von Deinem Freund als etwas, über dass Du Dich regelrecht ärgerst? Was stecken jeweils für Empfindungen dahinter?

          (9) 05.05.15 - 12:32

          Bei uns würde das wie folgt laufen:
          XY haben mich gefragt, ob ich am WE mit wegfahre, haben wir an dem Wochenende was? *mangucktnach* Nee, da ist nichts. Viel Spaß Schatz, ich mach dann was mit den Jungs/Mädels (je nachdem wer fragt).
          Also alles ganz entspannt....keiner kann dem anderen etwas verbieten, wenn das soweit kommen würde, wäre die Beziehung zu Ende.

          So gehts mir manchmal auch.
          ich sag aber dann nichts, oder spreche es eben hinterher an, weil ich ja eigentlich nicht will das er absagt. da komme ich mir dann erst recht blöd vor

          Mittlerweile gehts weil ich metke das dieses "aneinander kleben' langsam aufhört

          klar , ich liebe ihn aber ich muss nicht mehr 24/7 an ihn kleben. Ich kann auch gut mal nen tag ohne ihn auskommen

          Dieses Verhalten beobachte ich bei mir nämlich stark anfangs einer Beziehung

          Kenne ich.

          Deshalb habe ich zu ihm gesagt "Pass auf, ich "erlaube" und "verbiete" dir gar nix, aber sag mir vorher bescheid". Seitdem ist das weg.

          LG

    (12) 05.05.15 - 12:09
    whatevermakesushappy

    Bei uns ist das ganz entspannt...aber es hat bei mir doch einige Jahre gedauert, bis ich diese entspannte Haltung bekommen habe, da ich schwer zwischen Egoismus des Partners und Freiraum unterscheiden konnte.
    Aber mittlerweile habe ich gelernt, dass die Liebe meines Partners nicht wächst oder schrumpft abhängig vom Sehen oder nicht Sehen.

    Wir sprechen uns einfach ab, es gibt Sachen die immer alleine gemacht werden (jeder hat seinen Sport) und auch zusammen (Parties, Unternehmungen etc), dadurch finde ich wächst die Beziehung eher, als wenn man nur krampfhaft aufeinander hockt und eigentlich lieber etwas anderes machen würde.
    Ich spreche aber jetzt von einer ausgeglichenen Partnerschaft, nicht von einer von Egosimus geprägten.

    Ich hab meine Partner von Beginn an "an der langen Leine gelassen" und er mich auch, jeder hat seine Sachen gemacht und nach und nach den anderen mehr involviert und auch heute gibt es Wochenenden, wo wir uns mal nicht sehen.

    Grundsätzlich möchte ich das mein partner freiwillig Zeit mit mir verbringt. Wenn zum Beispiel was miz seinen Kumpels ansteht , hält er Rücksprache ob wir da schon was geplant hatten und wenn nicht dann unternimmt er etwas mit ihnen. Er fragt mich nicht nach erlaubnis.

    Wenn es etwas ist , was mir gegen den Strich geht sag ich es ihm und wir reden drüber.

    Wir verbringen die meiste zeit aber eh zusammen

    Daher kommt sowas ehr selten vor.
    Mir ist nur wichtig das er Pläne nicht über den Haufen wirft nur weil seine Kumpels ne tolle Idee haben. .....oder so.
    Aber wenn nix geplant ist warum soll er nicht ohne mich was machen ?!
    Er geht zum beispiel gern zum fussball....er fragt dann " war da irgendwas sonst würde ich gehen "?

    Ich finde es wichtig das jeder auch noch sein eigenes Ding macht. Klar sollte die paarzeit überwiegen...aber jeder braucht doch auch seine zeit für sich.
    Auch mit kind...bzw. gerade dann.

    Wenn er zum fussball geht hüte ich die Zwerge und wenn icj an nem anderen tag mal zu ner freundin will hütet er die bande.

    Hallo!

    Meinen Mann liebe ich und mit ihm teile ich einen großen Teil meines Lebens. Ja, wir haben gegenseitig eine gewisse Anspruchshaltung. Aber in ganz vielen Dingen lassen wir uns einen großen Freiraum - der uns beiden gut tut.

    Mein Mann muss häufig an den Wochenenden arbeiten (mindestens einen Dienst an drei von vier Wochenenden im Monat). Daher unternehme ich natürlich auch viel mit den Kindern alleine. Das ist für ihn vollkommen okay. Er wäre ganz sicher bei dem ein oder anderen größeren Ausflug dabei., wie z.B. letztes Wochenende bei einem Besuch im Freizeitpark mit Freunden. Aber er würde nicht erwarten, dass wir sowas verschieben oder nicht mit den anderen mitfahren.

    In den ersten Jahren unserer Ehe ist mein Mann ein bis zwei Wochenenden im Jahr mit Freunden weggefahren. Da musste er mich natürlich nicht um Erlaubnis fragen! Wir haben schon darüber gesprochen, ob irgendein Termin anliegt. Aber ansonsten war es eine Selbstverständlichkeit, dass er fährt und ich habe mich für ihn gefreut. Auch wenn ich die Zeit gerne mit ihm verbracht hätte, steht es mir nicht zu, ihm eine solche Fahrt nicht zu "erlauben"! Seine Freunde sind ihm wichtig, genauso wie mir meine Freundinnen wichtig sind.

    Da diese Unternehmungen mit Freunden sowohl bei meinem Mann und mir sehr selten sind, ist das kein Problem. Was anderes wäre es, wenn er sein einziges komplett freies Wochenende jeden Monat mit Freunden über Nacht wegfahren würde...

    Mein Anspruch ist eher, dass er Zusagen einhält, also wenn er beispielsweise sagt, dass er nach der Arbeit einkaufen geht. Stinkig wäre ich, wenn er das dann nicht macht, nur weil er keine Lust dazu hat (also ohne echten Grund). Mein Anspruch ist, dass wir fair miteinander umgehen, zueinander stehen und ehrlich zueinander sind. Ich denke, dass mein Mann vergleichbare Ansprüche an mich stellt. Wir haben das nie so konkret besprochen...

    Überlege, wie es für dich wäre, wenn du mit deinen langjährigen guten Freundinnen nach langer Zeit mal wieder über´s Wochenende wegfahren möchtest und dein Partner ist dagegen. Gut, ihr unternehmt vielleicht einen Ausflug, geht ins Restaurant oder was auch immer und verlebt ansonsten ein ganz normales Wochenende. Mit deinen Gedanken wärst du mit Sicherheit immer wieder bei deinen Freundinnen und würdest dich insgeheim ärgern, dass du nicht dabei sein kannst.

    Schränkt euch nicht gegenseitig so ein!

    LG Silvia

    Na, mit kleineren Kindern MUSS man sich ja nun mal Tag für Tag absprechen, wer sie zur Kita bringt, abholt, wer sie ins Bett bringt, wer abends weg "darf" und wer den Nachwuchs hütet. Wenn man vor der Familiengründung nie irgendwas abgesprochen hat, dann wird das aber ein ziemlicher Sprung ins kalte Wasser - oder die Frau schmeißt den Mann nach einem Jahr raus, weil "er nur macht, was er will und eh alles an ihr hängt" ...

    Lebt man ohne Familie und in getrennten Wohnungen, "reicht" es natürlich, wenn man sich verabredet, ohne dass der andere immer den ganzen restlichen Terminkalender wissen muss.

    Hallo!

    Natürlich hat man Anspruchshaltungen, die sollten auch möglichst gleich sein
    bzw. die Partner sollten sie aucgh erfüllen können.
    Hier einige Beispiele von Uns:

    1. Unsere Termine kommen zuerst vor allen Anderen
    2. Jeder hat zuhause ein Ressort wofür er Allein verantwortlich ist z.b Küche, Wäsche, Einkaufen, Auto, Finanzen, Versicherung,

    3. Wir gehen gemeinsam auf Familienfeiern!
    4. Zeit mit Hobbys oder Freunden Allein ,ist für Beide gleich und nur nach Absprache mit dem Partner!
    5. Sexuelle Wünsche werden NICHT woanders erfüllt.....auch Dinge die der Partner generell ablehnt!
    6. Wenn wir ausgehen machen wir uns schick.......Sakko, Kostüm, Bluse, High Heels Top Frisur usw.!
    7. Starkes Betrinken auf gemeinsamen Feiern fällt aus!
    8. Wünsche des Partner werden angenommen und zeitnah realisiert...oder es gibt einen Kompromiss.....auch in zügigem Tempo!

    Das war mal eine Auswahl. Ich muß auch sagen ohne Erwartungshaltungen hätte
    eine Partnerschaft für mich keinen Sinn, denn es muß ja zu einem Ergebnis führen
    wenn man sich entscheidet zusammen durchs Leben zu gehen.
    Man kann auch sagen : Verantwortung muß sein!!!

    Die einzige Erwartungshaltung, die ich habe: Es wird gemacht was ich sage und über den Rest kann man verhandeln...

Ich finde, wenn einem etwas an einer Beziehung/Partnerschaft liegt, bespricht man mit seinem Partner, was man in der Freizeit macht. Ob nun miteinander oder getrennt. In einer intakten Beziehung wird es sicher immer möglich sein, auch mal etwas getrennt zu unternehmen. Dazu gehört für mich aber auch, dass man vorher drüber spricht.

Wir haben einen Kalender, in den wir unsere "Termine" eintragen. Wobei es für mich absolut kein Drama ist, wenn sich meine Frau mit ihren Freundinnen mal zum Frühstück etc. verabredet, ohne mich vorher zu fragen...... Manchmal sind Termine halt nur sehr kurzfristig zu finden, da alle berufstätig sind. Das sind dann aber auch immer Termine, welche nur ein paar Stunden dauern. Das überlebe ich dann grade so.... #zitter
Anders sieht es natürlich aus, wenn es über mehrere Tage geht. Dann wüsste ich schon gerne rechtzeitig vorher Bescheid. aber das kommt eh sehr selten vor.

"Warum habe ich eine unterschiedliche Anspruchshaltung an meine Freunde (so gut wie keine) als an meinen Partner (von dem erwarte ich einiges)? Und ist das gut?"

Offen gestanden verstehe ich deinen inneren Zwist nicht.

Selbverständlich habe ich an meinen Partner eine andere Anspruchshaltung als an meine Freunde. Mit meinem Partner lebe ich zusammen, mit meinen Freunden nicht. Mit meinem Partner habe ich ein Kind, mit meinen Freunden nicht. Mit meinem Partner teile ich mein Leben, das Bett, das Konto, etc. - mit meinen Freunden nicht.

Ich finde es völlig normal, dass eine Partnerschaft nicht nur auf freundschaftlicher Ebene basiert, sondern weit darüber hinaus geht. Das bedingt aber eben auch andere "Rechte" und "Pflichten" als in einer Freundschaft.

Z.B. ist ein vereinbartes Treffen mit Freunden in der Regel eine eher optionale Spaßveranstaltung. Es ist schlichtweg nicht wirklich entscheidend, ob die Freunde nun zum Grillen kommen oder doch aus bestimmten Gründen absagen.

Auf meinen Partner muss ich mich aber in vielen Situationen verlassen können, weswegen ich selbstverständlich auch eine ganz andere Erwartungshaltung an Terminabsprachen habe. Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich rüber gekommen.

Ich habe den Anspruch, dass er mir vorher mitteilt, wenn seine Mutter auf der Matte stehen will. Habe da schon unangenehme Begegnungen gehabt.
Genau so alle anderen wichtigen Sachen. Neue, große Anschaffungen. Auto, Motorrad, Küche, was auch immer. Alles 1,500 aufwärts.

Naja.

Ansonsten erhebe ich einen Anspruch auf emotionale treue. Körperliche auch, aber nicht so sehr, wie die emotionale. Und er soll manchmal einfach aufhören drauf los zu quasseln, er benimmt sich Mitmenschen gegenüber manchmal wie der Elefant im Porzellanladen und merkt davon nichts.

Habe das auch festgestellt... seit das Kind da ist, hat sich alles verschoben.

LG

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