wer ist hier nur noch wegen der Kinder zusammen?

    • (1) 08.05.15 - 06:53
      muede2015

      Hallo,

      und wie haltet ihr das aus?

      Grüße

      • (2) 08.05.15 - 07:46

        Moin,

        eben erst gestern sprach ich mit einer Freundin, die in einem Scheidungsdrama steckt.
        Sie hat es zwanzig Jahre wegen der Kinder in einer Ehe ausgehalten, die ziemlich schnell am Ende war und eher bereits nach 5 Jahren geschieden hätte werden müssen.

        Nein, man war tapfer und hat ausgehalten wegen der Kinder.

        Nun ist sie seit zwei Jahren ausgezogen, die Kinder sind 18 und 23 Jahre alt. Und wollen von ihrer Mutter nichts mehr wissen. Seit ihrem Auszug spricht der Sohn nur noch von ihr als Schlampe und die Tochter weint sich bei anderen aus, dass sie ihre Eltern niemals glücklich gesehen hätte.

        Ich habe mich dagegen von meinem ersten Mann getrennt, da war das Kind eben 4 Jahre alt. Die Rechtsprechung war damals noch etwas anders und das Kind wuchs selbstverständlich bei mir auf. Er ist heute als erwachsener Mann sicher nicht glücklich darüber, dass sich seine Eltern getrennt haben, aber ich habe immer von ihm erfahren, dass es richtig war, sich nicht in einer Ehe zu quälen. Denn das kriegen die Kinder sehr wohl mit.

        Ich will damit nur sagen, dass ich persönlich niemals ausgeharrt hätte so wie meine Freundin. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

        Alles Gute dir!

        (3) 08.05.15 - 08:13

        Bei uns ist es so. Unser Sohn ist sowieso in Therapie, eine Trennung der Eltern würde ihm den Boden unter den Füßen wegreißen,

        Wir leben nebeneinander her, sind schon über 20 Jahre zusammen und verstehen uns meistens gut.
        Natürlich ist das auszuhalten, aber trotzdem, glücklich in der Partnerschaft ist anders,

        • Schlimme Einstellung! Als wenn es für das Kind besser wäre, dass ihm jahrelang etwas Falsches vorgegaukelt wird! Lies doch mal hier die Antworten von Usern, die als Kind davon betroffen waren! Jeder schreibt, dass er es besser gefunden hätte, wenn die Eltern sich beizeiten getrennt hätten!

      Ich bin Scheidungskind und sehr froh, dass meine Mutter nicht meinetwegen mit meinem Vater zusammengeblieben ist. Für uns war das hier der deutlich bessere Weg.

      Ich selbst kann mir nicht vorstellen, meine Ehe ausschließlich des Kindes wegen aufrecht zu erhalten. Das kommt keinem der Beteiligten zu Gute.

      Ich habe eine gute Freundin deren Eltern nie wirklich viel miteinander anfangen konnten. War immer komische Stimmung Zuhause. Kurz nach ihrem 18.ten haben sie sich getrennt. Ihre Mutter hat ihr dann gesagt: "Wir wollten uns schon vor 19 Jahren trennen, aber dann bin ich schwanger geworden. Und wir haben gesagt bis du 18 bist ziehen wir das noch durch." Wir haben nie wirklich drüber geredet, wie es ihr langfristig damit geht. Aber damals war sie zimlich erschüttert. Und ich bin es heute noch.

    • (7) 08.05.15 - 09:45

      Hallo,

      davon halte ich gar nichts, den deinen Kindern geht es dadurch nicht besser.

      Heute gibt es genug Möglichkeiten, trotzdem Eltern zu sein- wenn auch nicht als Paar.

      Vernünftige Menschen bekommen das hin.

      Du hast nur das eine Leben......also schau das du glücklich bist, den nur dann können auch deine Kinder glücklich sein

      lg

      • (8) 08.05.15 - 10:17

        kennst du den Unterschied zwischen "den" und "denn" - ein Text liest sich deutlich besser, wenn's richtig geschrieben ist

        • Und du bist n feiger Klugscheißer,auch nicht besser.

          (10) 08.05.15 - 16:05

          ich kenne ihn nicht, den ich bin legastheniekerin.

          habe es sicherlich schon oft gelernt und kurz gekonnt.
          auch fällt es mir schwer mit dem und den, sowie vielen anderen sachen...

          und, was ist daran nun so schlimm?

          nobody is perfect!

    (11) 08.05.15 - 10:00

    Wer nur der Kinder wegen zusammen bleibt, muss sich später mit deren Frage auseinandersetzen, warum man sie über Jahre hinaus angelogen bzw. ihnen etwas vorgegaukelt hat.

    Hallo,

    meine Mutter war 10 Jahre nur wegen mir mit meinem Erzeuger zusammen.
    Ich hätte mir gewünscht, sie hätte sich eher getrennt, denn ich habe das bemerkt.

    LG

    (13) 08.05.15 - 10:49

    Ich auch. Sind seit 6 Jahren zusammen. Die kinder sind 10, 4 und 19 Monate. Die Große hat schon einen hochgradigen trennungsschaden, ist deshalb in Behandlung. Er sagt ich kann gerne gehen, aber die Kinder bleiben. In schlechten Zeiten geh ich, wenn er von der Arbeit kommt, damit wir streit und Disharmonie vor den Kindern vermeiden. Die liebe ist weg. Seit der letzten Entbindung ist die Situation so verfahren. Möchte erst dann gehen, wenn die kleinste 13 ist.

    • Das ist doch echt krank, wie manche ihre Jugend vergeuden.

      Tolles Umfeld, indem Mami und Papi nicht mal gemeinsam am Tisch sitzen können in "schlechten Zeiten". Denkst du wirklich, dass deine Kinder nichts schnallen!?

      Ich mag keine Gewalt, aber am liebsten würde ich dir eine knallen wollen.

      Einen Schaden bekommen die Kinder so oder so. Mache dir nichts vor. Was denkst du, wie schön es für Kinder ist, in einem lieblosen Haushalt aufzuwachsen - egal, wie viel Liebe du ihnen gibst.

      • (15) 08.05.15 - 11:21

        Wir sitzen natürlich gemeinsam am Tisch. Abends sind hier alle gemeinsam da. Gibt sogar frisch gekochtes.
        Es gibt genauso stinknormale WG's, mit Kindern. Du musst dir auch nicht vorstellen, dass wir uns tag und nacht nur ankeifen. So ist das nicht. Er ist ein toller Vater. Was kinder und Erziehung betrifft kooperieren wir super miteinander.

        Er möchte keine Trennung. Er hat keine Eltern mehr und wäre dann allein. Hier ist es halt bequem. Hier wird gekocht und wäsche gewaschen.

        Der Anwalt sagt, ich könnte ihm schriftlich geben, dass er hier innerhalb zwei Wochen ausziehen muss. Dann schloss auswechseln. Dann wird er hier heulend vor der tür stehen und die tür halb einschlagen. Meinst du davon bekommen die Kinder keinen Schaden?

        Manche tage sind besser, manche schlechter. Gestern waren wir den halben Tag im Garten, im Anschluss Abendessen und es war schön.

    Ich habe auch dein 2. Posting gelesen und ich finde es erschütternd, wenn ein Mensch so denkt wie du. Du hast nur ein Leben und es geht so schnell vorbei. Willst du wirklich deine besten Jahre vergeigen nur um des lieben Friedens Willen? Deine Kinder leiden auch unter Eltern die gar nicht zusammen passen und keine Liebe füreinander empfinden. Du tust ihnen keinen Gefallen, wenn du ihretwegen mit deinem Mann zusammen bleibst. Du machst dir da etwas vor! Für Kinder ist eine Trennung der Eltern immer besser zu verkraften, als wenn Eltern ihnen heile Welt vorgaukeln und so tun, als wäre alles in Ordnung! Kinder merken sehr wohl, wenn die Eltern sich überhaupt nicht mehr verstehen und nur so nebeneinander her Leben!
    Was lebst du denn deinen Kindern für eine Partnerschaft vor? Was gibst du ihnen für ihr Leben mit? Welches Rollenverständnis lebst du ihnen vor? Glaubst du denn wirklich, dass die Kinder dich mal später bewundern werden, dass du dich nie selbst verwirklicht hast und nichts aus deinem Leben gemacht hast?

(17) 08.05.15 - 11:15

Hallo, mein Mann hat mal ziemlichen Mist gebaut und ich hab versucht es vor den Kindern geheim zu halten...
eines Abends kam mein großer (heute 14, damals 12) auf mich zu, legte den Arm um mich und sagte zu mir:" Mama, ich sehe das es Dir nicht gut geht Du bist sehr traurig, ich kann das fühlen und wenn Du nicht glücklich bist bin ich das auch nicht!" Ich hab ihm dann gesagt das es ne Sache zwischen Mama und Papa ist und er sagte darauf hin:" Weißt Du wenn er sich blöd verhält hat er uns gar nicht verdient und wir würden es auch ohne ihn schaffen!"

Ich habe mich von ihm getrennt nach diesem Gespräch mit meinem Sohn da ich selbst auch Scheidungskind bin und meine Eltern auch viel zu lange gewartet haben.

Letztlich haben wir es nach einem Jahr nochmal versucht aber die Trennung damals musste sein!

Alles gut für Dich!

(18) 08.05.15 - 11:43

Ich bin ein Scheidungskind, ich war 6 als sich meine Eltern trennten... und was soll ich sagen? ich hatte die tollste Kindheit die man sich vorstellen kann!

Aber man muss dafür als Erwachsener sicher viel tun, aber das ist man seinen Kindern meiner Meinung nach schuldig. Meine Eltern sind jetzt beide sehr glücklich und das spürt man. Und an den Geburtstagen von meinen Geschwistern und mir sitzen wir alle gemeinsam am Tisch, mit ihren neuen Partnern, und es ist entspannt und lustig!

Stecke deine Kraft lieber darein, dass zu schaffen!

Ich habe einen Freund dessen Eltern nur wegen ihm und seiner Schwester zusammen blieben und die ganze Familie litt darunter! Schreckliches Familienleben und er hat sich immer geschämt Freunde einzuladen da es bei ihnen nicht so unbeschwert war wie bei den anderen zuhause....

Tut das euren Kindern nicht an!

(19) 08.05.15 - 11:57
nicht so einfach

Ja, bei uns ist das so. Ich weiss noch nicht, ob gehen oder bleiben.

Denn es ist keine Katastrophe, wir haben durchaus einen guten, respektvollen Umgang.

Aber ohne Kind waere ich weg, ganz bestimmt. Wir haben nicht die gleichen Prioritaeten und Zukunftsplaene, die Liebe leidet gravierend darunter.

Aber sich trennen? Waere es nicht egoistisch? Freundschaft, Respekt, Familienleben...alles da.

Zumal wir aus verschiedenen Laendern kommen und sicherlich langfristig keine Nachbarn sein wuerden...

Ich hadere, zweifel und ueberlege, probiere und aendere schon lange...ich weiss einfach nicht, ob ich mit der Last der Trennung, bezogen auf unser Kind, besser leben koennte als mit der Last des Jetztzustands.

  • Mein Vater hat damals zu schnell aufgegeben. Ich war schon 22 und er hat aus einer Laune herraus alles kaputt gemacht. Ich hoffe, dass er heute - 11 Jahre später - oft daran denkt und sich ärgert.

(21) 08.05.15 - 14:20

Diese Frage kann ich eigentlich mit "JA" beantworten, denn wenn wir keine Kinder hätten, wären wir sicher nicht mehr zusammen. Schon lange nicht mehr.

Wir sind seid 15 Jahren verheiratet und wie eine andere userin schon schrieb - es ist auch bei uns nicht so, dass hier täglich dicke Luft ist oder wir uns ständig anschnauzen. Wir funktionieren als Eltern wunderbar, sind Freunde, aber ein romantisches Liebespaar sind wir nicht mehr. Mit den Jahren wurde es auf dieser Ebene immer weniger. Meinen Mann stört das überhaupt nicht, ich leide zunehmend unter dem Zustand...ich stelle mir eine Partnerschaft einfach so viel anders vor. Auch in andern Bereichen entwickeln wir uns zunehmend unterschiedlich. Mein Mann ist z.B. in den letzten Jahren immer gemütlicher geworden und hat inzwischen deutliches Übergewicht. Ich möchte gesund leben und unsere Kinder zur Bewegung anhalten - das ist schwierig, wenn nicht beide Eltern an einem Strang ziehen. Das ist nur ein kleines Beispiel, von denen es viele gibt. In der Summe stellt man dann fest, dass man wohl unterschiedliche WErte und Ziele hat. Kompromisse sind schwierig, denn jeder möchte bei sich bleiben.

Trotzdem ist unser Familienleben ein Gutes. Mein Mann ist ein guter, verantwortungsbewusster und engagierter Vater. Wenn er ein komplettes Arschloch wäre, würde mir die Entscheidung sehr leicht fallen. So ist mir immer bewusst, was ich habe und was ich/ was WIR verlieren und das macht das Gehen sehr schwer. Der Leidensdruck ist nicht hoch genug um zu gehen, die Ehe aber nicht gut genug um auf Partnerschaftsebene wirklich glücklich und erfüllt zu sein. Die Kinder sind jedoch glücklich, sie nehmen uns als Eltern wahr, die sich gut verstehen.

Für mich gibt es also wenig auszuhalten, ich muss "nur" auf einiges verzichten. Welches GEwicht das "nur" für mich wirklich hat, das gilt es die nächste Zeit noch herauszufinden...

Grüße

(22) 08.05.15 - 14:39

Ich möchte dir noch zwei Gedankenansätze mitgeben:
1.) Gute Eltern müssen nicht zwangsläufig ein Liebenspaar sein - sie müssen "nur" zum Wohl des Kindes kooperieren.
2.) Gute Eltern haben eine Erziehungsfunktion. Und Erziehen passiert hauptsächlich über vorleben. Was "lernen" deine Kindern, wenn du bei deren Vater bleibst obwohl es sich nicht mehr richtig anfühlt? Sie könnten z.B. lernen: Damit es Anderen gut geht muss ich leiden. oder: Meine Gefühle sind nicht so wichtig, wie die von anderen Menschen. Auch lernen sie in deinem Miteinander mit dem Partner, wie eine gelungene Beziehung aussieht... soll euer Beisammensein der Richtstab für die Beziehungen deiner Kinder sein?

(23) 08.05.15 - 16:00

Hi!

Ich bin gerade in der Übergangsphase. Ohne Kinder hätte ich ihn wohl schon auf eine Trennung angesprochen.

Dazu kommt noch, dass ich ihn im Grunde ja immer noch liebe...

Leider läuft die Beziehung nicht.

So aber denke ich eben auch an die Kinder und versuche das ganze länger zu retten als ich es ohne Kinder getan hätte. Halte öfter die Klappe, stecke zurück, rede mir sein Verhalten schön, versuche seine Ausbrüche zu ignorieren, mit seinen Sturheiten zu leben.

Auf Dauer gehts aber nicht.

Ich hoffe noch immer dass sich die Umstände ändern die zur Krise geführt haben mal ändern. Falls nicht muss ich ihn irgendwann für mein eigenes Seelenheil rausschmeissen :-( :-(

Dauert mit Kindern (bei mir) weit länger als ohne!

(24) 09.05.15 - 22:25

Wir auch.
Ohne Kinder wären wir jetzt schon nicht mehr zusammen.

Da wir aber mehr Verantwortung haben, werde ich nicht Hals über Kopf entscheiden.
Auch, weil es eben viele schöne Momente gibt und weil er ein guter Vater ist, der sein bestes gibt.

Ich finde ich lebe dadurch meinen Kindern keine Lüge vor, denn ich bin ja ehrlich ihnen gegenüber. Ich zeige meine Emotionen und beantworte Fragen offen.
Und sie lernen dadurch eher, dass es wichtig ist, auf seine Gefühle zu achten.
Und dass es manchmal aber sinnvoll sein kann, Kompromisse einzugehen.

Natürlich ist die Situation an sich nicht befriedigend. Es wird der Moment kommen, wo ich klarer sehe als jetzt. Und dann handle ich.

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