Mein Mann will wieder einen Hund - ich nicht. Was tun?

    • (1) 28.05.15 - 17:29
      hundeleben

      Eigentlich war für uns klar und wir waren uns auch beide einig, dass wir keinen Hund mehr haben wollen, aber nachdem unser alter Vierbeiner kürzlich verstorben ist, kam jetzt mein Mann an und meinte, dass er doch gern wieder eine Fellnase um sich haben möchte. Er hat sogar schon eine konkrete Vorstellung ...

      Ich habe mich aber all die Jahre mit Hund ab und an sehr eingeschränkt gefühlt - Unternehmungen und Besuche, zu denen er nicht mit konnte, waren immer zeitlich limiert, zu einigen Freunde, die weiter als zwei Stunden Fahrt entfernt wohnen, ist der Kontakt völlig eingeschlafen, weil wir dorthin nicht auf Besuch konnten (Hund durfte nicht mit, wäre aber auch zu lang allein zu Haus gewesen, wenn sich so ein Besuch wirklich hätte lohnen sollen) und Besuche übers Wochenende dort fielen ganz aus. Im Job musste ich immer zusehen, pünktlich Feierabend zu machen, damit der Hund nicht zu lange allein war. Urlaub wurde nur unter der Prämisse "der Hund mus mit können" geplant, was bedeutete, dass alle Orte, die nur mit dem Flieger erreichbar sind, ausfielen. War auch nicht schlimm, solange die Kinder kleiner waren, aber so langsam möchte ich auch mal wieder mehr von der Welt sehen als Holland, Dänemark, Schweden oder Teile von Deutschland ... Vom Dreck, dem finanziellen Aufwand und der dauernden Verpflichtung, raus zu müssen, egal we das Wetter ist und egal, ob man mag oder nicht, rede ich mal nicht - es war ja auch schön mit Hund und wir hatten ihn wirklich gern. Aber das ganze nochmal möchte ich nicht. Zumal für meinen Mann nicht in Frage kommt, den Hund irgendwo in Pflege zu geben, damit wir tatsächlich mal andere Ziele ansteuern oder übers Wochenende mal Freunde besuchen können. Außerdem ist er den ganzen Tag nicht da, so dass einiges an Hundearbeit wieder bei mir hängen bleiben würde.

      Einerseits kann ich seinen Wunsch verstehen, er ist halt mit Hunden aufgewachsen und hat unseren wirklich innig geliebt. Andererseits - ich will einfach nicht mehr angebunden sein, zumal unsere Kinder in drei, vier Jahren aus dem Haus sein werden und so ein Hund wohl locker 10 - 15 Jahre bei uns bleibt - mit allem, was dazu gehört. Das wiederrum kann er so gar nicht nachvollziehen und ich habe Angst, dass er eines schönen Tages doch wieder mit einem Vierbeiner vor der Tür steht ...

      Habt ihr einen Rat, was ich tun kann?

      • Schwierig...
        Eigentlich gibt es keinen Kompromiss, wenn einer nicht will, dann sollte kein Hund angeschafft werden.
        So ähnlich, wenn einer ein Kind will und der andere nicht.

        Ich kann Dich verstehen. Wir haben zwei Hunde (13 und 5) und wenn die nicht mehr sind, möchte ich auch keinen Hund mehr haben. Ich hoffe, ich bleibe dann auch dabei, wenn es soweit ist. Ich habe auch seit über 20 Jahren Hunde.

        Habt ihr einen Rat, was ich tun kann?
        -----

        Tja....der Hund oder ich!!! :-D

        Ich kann deinen Mann nicht so recht verstehen. Die von dir genannten Gründe aber sehr wohl. Zumindest diejenigen, bei der du in die Pflicht genommen wirst. Du musst deine Arbeitszeit einhalten, den Schmutz beseitigen sowie Gassi gehen. Du hast dich viele Jahre damit arrangiert, bist dorthin gereist, wohin dein Mann + Hund wollten und hast dich eingeschränkt.

        Ich glaube, einen Kompromiss gibt es dafür auch nicht. Er lehnt jegliche Alternativen ab, die euch die Urlaubs- und Freizeit erleichtern, ab. Damit hat er sich als Diskussionspartner disqualifiziert. Du willst dein Leben freier genießen und er will dir die Gestaltung wieder über den Hund aufdiktieren. Da würde ich nicht mitspielen. Was würde er sagen, wenn du alle Unternehmungen und Reisen zukünftig ohne ihn startest und ER seine Arbeitszeit nach dem Hund ausrichten muss? Ich glaube, er steht auf dem Standpunkt, wenn er erst einmal da ist, wirst du weich und fügst dich. Wenn du das umgehen willst, musst du klare Ansagen machen und kein Wischiwaschi.......

        Wenn er Hunde so gern hat, kann er sich aus dem Tierheim Hunde holen, die sich freuen, wenn man sich kümmert und mit ihnen Gassi geht.

        • (4) 28.05.15 - 18:04

          "wenn der Hund erstmal da ist werde ich weich" - kann sein, dass er so denkt, war bei unserem ersten Hund auch so, wobei ich da aber vorher mein grundsätzliches OK gegeben hatte, einen anzuschaffen. Wäre dann keiner eingezogen, wäre ich nicht traurig gewesen, aber als er da war, war es für mich ok. War halt schon eine gemeinsame Entscheidung und mein Mann hat auch viel gemacht mit ihm - abends große Runde, füttern, Fellpflege etc.

          Das mit dem Gassigänger werd ich ihm mal vorschlagen. Hoffe nur, dass er sich dann nicht noch mehr darauf versteift, nach dem Motto "einer armen Seele ein zu Hause geben wollen".

      Wie wäre es mit einem Kompromiss? Nicht jetzt gleich nahtlos an den Tod des ersten Vierbeiners gleich wieder einen neuen Hund anzuschaffen. Ein oder zwei Jahre mal wieder Zeit ohne Hund genießen, die ein oder andere Flugreise all die Dinge, die du angesprochen hast, die mit Hund nur eingeschränkt oder garnicht möglich waren.

      Und dann wieder neu entscheiden, ob dein Mann dann immer noch einen Hund will.

      Meine Nachbarin hat auch einen Hund und fährt (fliegt) 4x im Jahr in Urlaub jeweils mind. 1-2 Wochen in den Süden. Den Hund geben Sie in dieser Zeit bei einer guten Bekannten ab. Das wäre mal die erste Bedingung, die ich meinem Mann stellen würde, den Hund in Betreuung geben, dann könnt ihr auch mal Urlaub ohne Hund machen.

      • (6) 28.05.15 - 17:58

        Das Problem ist auch, dass er eigentlich gar keinen Bock auf Urlaub im Süden hat - er hasst Fliegen (dabei war er als junger Mann in diversen Urlaubsorten rund um den Erdball) und liebt es ruhiger. Insofern ist ein Hund natürlich ein guter Grund, weiterhin solche Ziele, die Flug und/oder Schiffsreise erfordern, von vornherein aus der Planung zu nehmen.

        Allein oder mit ner Freundin oder meiner Tochter (die machts im Moment noch gern) zu fliegen ist irgendwie für mich keine Option. Wir haben sowieso schon so wenig Zeit miteinander, da würde ich schon gern die Urlaubserlebnsse auch mit ihm teilen ... Aber selbst, wenn wir weiterhin Urlaub in Dänemark, Schweden und Co. machen - das war immer schön und ich könnte auch weiterhin damit leben - ich will einfach keinen Hund mehr dabei haben. Keinen, für den man schauen muss, ob er überhaupt mit darf ins Ferienhaus, ins Hotel, ins Geschäft, für den man Kotbeutel mitschleppen muss und immer mit einem Auge schauen muss, ob sich kein Ärger mit anderen Hunden anbahnt, und wegen dem einer immer draussen bleiben muss, wenn man bummeln geht und keiner, wegen dem man nach spätestens sechs Stunden nach Hause muss, wenn er nicht mit darf.

        Alles blöd, und auch wenn es hier gerade nicht so klingt - ich liebe meinen Mann nur will mich nicht mit ihm wegen des Hundes entzweien. Sicher ist aber, dass ich keinen mehr haben will ...

    Moin,

    ich würde sagen dann gibt s keinen Hund. Du willst nicht und da es kein "wir haben ein bisschen Hund" gibt geht es eben nicht.
    Ich würde da hart bleiben besonders wen die Arbeit dann an Dir hängen bleibt. Ist ja nicht so das man s nicht gern macht aber wen man genug hat ist es eben auch genug.

    Ich kann Dich total verstehen. Ich habe auch schon immer Hunde. Mein Mann und ich haben uns sogar durch unsre Hunde kennen gelernt aber wen unser jetziger Hund irgendwann verstirbt gibt s keinen neuen.

    Wir hatten mal eine richtigen Zoo hier aber inzwischen gilt "wer/was" verstirbt wird nicht ersetzt.

    Nur bei den Kaninchen müssen wir dann schauen was wir machen. Da kann der übrig gebliebene wirklich nicht allein bleiben.

    LG dore

    • (8) 28.05.15 - 18:00

      Es ist ja nicht so, dass er sich nicht kümmert. Er geht abends mit ihm die große Runde, kümmert sich um Erziehung und Futterbeschaffung, Fellpflege etc. Insofern kann ich ihm nichts vorwerfen. Mir gehts halt allgemein um das Gefühl des Einschränkt- und Angebundenseins, das ich - gerade auch weil eben die Kinder mittlerweile selbstständig sind - nicht mehr will.

      • Also, wir bekommen in 2 Wochen einen kleinen Welpen. Unser erster Hund. Kinder sind groß 17 und 22.

        Meine Eltern hatten einen Hund bis ich 17 war. Die ganzen Jahre habe ich mir immer einen Hund gewünscht, doch Kinder, Hausbau und Beruf haben dies nicht zugelassen.

        Nun arbeiten mein Mann und ich von zuhause aus, können unsere Zeit frei einteilen. Nachteil: man wird bequem, rutscht noch bis mittags im Schlafanzug rum etc.

        Mit dem Hund MUSS man raus und das wird mir und meinem Mann guttun.

        Es ist in der Tat so, dass die meisten Hundebesitzer nach dem Tod ihres Vierbeiners sagen, sie möchten keinen Hund mehr.

    Ganz ehrlich, bei uns ist es umgekehrt, ich bin der Hundenarr, kann mir ein Leben ohne Hund absolut nicht vorstellen, mein Mann duldet es.
    Würde er das kategorische Nein aussprechen, so wie du es vorschlägst, ich wüsste ganz ehrlich nicht was ich tun würde/wie ich entscheiden würde.

    Er hat mich mit Hund kennengelernt, er wusste/weiss dass zu meinem Lebensentwurf der Hund stets dazu gehört.

(11) 28.05.15 - 18:11

Frag ihn doch einfach, wie er sich das denn mit dem Hund vorstellt. Sag ganz klar, du bist nicht mehr dabei. Er wird dann keine Antwort darauf haben.
Ich kann dich verstehen, mit meinem geht es auch dem Ende zu und danach kommt mir gaaaaanz lange keiner mehr ins Haus. Mein Mann möchte auch wieder, klar abends ne Runde knuddeln, der Rest bleibt an mir hängen....nein Danke. Es war schön, aber jetzt ist auch mal gut.

Stehst du nicht 100%ig hinter deiner Entscheidung kann es wirklich passieren, das er mit einem vor der Tür steht.

Ich ahbe meinem Mann für die Situation ganz klar gesagt, das dann entweder er mit Hund oder ich mit Kind das Haus verlassen.....und das Haus erst wieder betreten, wenn das Tier wieder weg ist.

  • (12) 28.05.15 - 22:06

    Nachdem wir das Thema jetzt grad wieder hatten, hab ich ihm ganz brutal gesagt, dass ich, sollte er hier wieder mit einem Hund (oder DEM Hund, den er bereits im Auge hat) ankommen nach dem Motto "wenn er erstmal da ist ..." für diesen keinen Finger rühren werde. Weder morgens mit ihm gehen noch mittags (da dann eben nur kurz Garten und gut), keine Bespaßung und keine Erziehungsarbeit. Kein nächtliches Aufstehen , wenn er mal raus muss. Meine Arbeitszeiten nicht mehr an seiner Maximalen-Alleinbleibzeit orientieren werde und unsere Freizeitaktivitäten (mit meinen Mädels in die Stadt oder ins Kino oder was sonst Spaß macht) auch nicht. Kurz - ich würde so tun, als wäre er nicht da. Würde also alles an ihm hängen bleiben. Wäre blöd für den Hund (und würde ich sicher auch nicht ganz straight durchziehen ;-)), aber die Message ist angekommen, zumal ich richtig richtig stinkig war und da habe ich dann immer keine Probleme, so richtg eindeutig rauszuhauen, was ich denke. Ich hoffe, dass jetzt Ruhe ist. Wäre schade, wenn wir uns am Thema "Hund" arg erzürnen würden.

    • vielleicht habt ihr ja Nachbarn die sich ebenfalls einen Hund anschaffen wollen, da kann er sich dann ja vielleicht "beteiligen" also miterziehen, spazieren gehen etc. aber halt ohne die große Verantwortung und trotzdem hätte er irgendwie einen Hund.

      • Das meinst du jetzt nicht ernst, oder?

        Klar, wenn ich einen Hund bekomme bin ich auch froh, wenn mein Nachbar kommt um meinen Hund zu erziehen und mit ihm Gassi zu gehen #schock

        • Alles eine Frage der Absprachen.

          Warum soll man sich nicht einen Hund teilen? Arbeit macht so ein Hund sicher genug für alle.

          Klar sollt man sich einig sein wie der Hund erzogen werden sollte.

          Wenn du ne Kuschelhund willst und der Nachbar macht das Tier mit Kampftrainig scharf dann wird das wahrscheinlich eher nichts werden aber so die Standard wie Stöckchen holen, bei Fuß gehen etc. will doch eig. jeder.

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