Ist euch körperliche Exklusivität (un)wichtig? Warum?

    • (1) 28.05.15 - 20:01
      Selbstschutz?!

      Guten Abend,

      Der Eine oder die Andere mag sich noch erinnern: Vor einigen Wochen habe ich eine verzweifelten Diskussion eröffnet mit dem Titel "Er ist sich nicht mehr sicher". Nach zwei Tagen voller Chaos und Stress stellte sich heraus: Er hatte was mit einer anderen Dame und ein furchtbar schlechtes Gewissen, weshalb er sich doof verhalten hat. Soweit, so ärgerlich. Was mich aber überrascht hat war meine Reaktion. Ich war überhaupt nicht eifersüchtig, eigentlich nur erleichtert, weil ich sein Verhalten endlich verstanden habe.
      Wir haben dann viele Gespräche geführt, ich bin ein bisschen auf Abstand gegangen, weil ich mir Zeit geben wollte diesen "Schock" zu verdauen. Weil ich schauen wollte: Kommt die Eifersucht und der Ärger doch noch? Kam sie aber nicht... bis heute.
      Ich habe mich dann noch mit der Dame getroffen, weil es mir wichtig war ihre Version der Geschichte zu hören. Und auch von ihrer Seite aus ein: "war eine spontane, schöne Nacht. Aber keine Gefühle im Spiel." War etwas absurd da zu sitzen und mit ihr freundlich zu Plaudern. Aber hinterher war ich echt entspannt und mache mir seitdem um meine Beziehung keine Sorgen mehr. Tatsächlich war es aber gut, dass wir uns mal wieder die Zeit genommen haben ausführlich und aufmerksam miteinander zu reden. Seitdem ist unser Umgang miteinander noch liebevoller und aufmerksamer :-)

      Nun aber zu meiner Eingangsfrage... Dadurch, dass mich sein "Seitensprung" emotional so wenig ärgert/traurig macht habe ich für mich die Frage gestellt: Brauche ich überhaupt körperliche Exklusivität? Wäre es nicht viel schöner, wenn er nach dem nächsten Abenteuer glücklich nach Hause käme? Kein schlechtes Gewissen und wir könnten uns die zwei Tage Stress sparen...Wir sind aktuell am diskutieren, wie wir in Zukunft mit der Frage nach körperlicher Exklusivität umgehen wollen. Erstaunlicherweise stehe ich dem Thema sogar etwas aufgeschlossener gegenüber als er...

      Und als weitere Gedankenanstöße für uns würde mich interessieren: Wie steht ihr dem Thema körperliche Exklusivität gegenüber? Ist es euch wichtig, dass euer Liebster/eure Liebste nur mit euch ins Bett steigt? Ja/Nein? Warum?

      • Hallo,

        ja, mir ist körperliche Exklusivität wichtig - zumindest jetzt. Ich schließe nicht aus, dass ich in 5 oder 10 oder 20 Jahren anders darüber denke.

        Warum? Sexualität ist etwas sehr Intimes für mich, etwas das ich nicht mit jedem teile, sondern nur mit meinem Mann. Sex zu haben ist eine ganz besondere Art einem Menschen Nahe zu sein. Ich kann Sex und Gefühle allerdings auch schlecht trennen. Sex ohne Liebe, ohne Vertrautheit gibt mir nichts. Das kann zwar auch aufregend sein, aber nicht wirklich befriedigend, nicht erfüllend. Zudem habe ich an mich selbst auch den Anspruch, meinen Mann sexuell glücklich zu machen, ihm zu genügen.

        Das funktioniert allerdings nur, weil wir harmonieren und miteinander glücklich sind. Ich würde mich keinesfalls zu etwas überwinden, nur damit mein Mann das nicht in anderen Betten sucht. Wir sind beide offen für Neues und teilen die Vorlieben des anderen. Ich finde, dass das wichtige Voraussetzungen für eine befriedigende Sexualität sind.

        LG

        (3) 28.05.15 - 20:33

        Hi,

        interessantes Thema - offene Beziehung - , gabs hier sicherlich schon öfter.

        Dadurch, dass das Thema in unserem Bekanntenkreis aktuell war, haben wir (Mitte 30, seit 15 Jahren zusammen) auch mal drüber gesprochen/diskutiert.
        Wie wir das so finden würden usw.

        Habe auch so einige Sachen im Netz dazu gelesen und da scheint es ja viele Varianten zu geben. Natürlich immer so, wie das Paar das für sich besprochen hat.

        Da gibt es die Variante, beide holen sich körperliche Bestätigung (One-Night-Stands), andere haben eher Liebeleien mit Bauchkribbeln, wieder andere (die Bekannten) quasi eine Zweitbeziehung.

        Bei den Bekannten steht es gerade auf der Kippe, weil der gute Herr die Zweitbeziehung liebt, viel Zeit mit ihr verbringt und alles was dazu gehört.

        Ich finde, wenn man sich für eine offene Beziehung entscheidet, sollten bei ihre Grenzen festlegen. Also Regeln. Bis dahin ist es für mich ok, ab da hörts für mich auf. Da ist sicherlich jeder anders. Hatte da ein interessanten Artikel gefunden über ein Berliner Paar, die eine offene Beziehung leben und auch ein Buch darüber geschrieben haben.

        Ich persönlich könnte mich damit anfreunden, was ich durch unsere Gespräche darüber herausgefunden habe, nicht die körperliche Exclusivität zu besitzen, aber nur in Form der reinen Körperlichkeit. D.h. z.b. im Swingerclub. Also wo einfach keine Gefühle mit reinrutschen können. Wo ich noch dabei bin im gewissen Maße. Momentan steht das nicht zur Debatte, da ich schwanger bin, aber wer weiß, was die Zeit mal so bringt.

        Ich finde es ein wenig amüsant, dass dein Mann dem nicht so offen gegenübersteht. Er durfte mal und du nicht ;-)

        LG

        (4) 28.05.15 - 21:08

        Ich bin mal gespannt auf die weiteren Antworten. Ich habe gerade im Artikel "würdet ihr Euren Partner nochmals heiraten?" gelesen, dass bis auf wenige Ausnahmen alle geschrieben haben, wie lieb sie doch ihren Partner haben und ihn auf jeden Fall wieder heiraten würden. Ich glaube, die würden wohl auch alle schreiben, dass die Exklusivität zu ihrer Partnerschaft gehört.

        Grundproblem ist doch, dass wir gelernt haben, dass zu einer Partnerschaft Treue gehört. Unsere Gedanken spielen uns da häufig einen Streich, da wir nicht blind durch das Leben gehen.

        Früher ist mir Exklusivität sehr wichtig gewesen, heute nicht mehr. Ich behaupte, wir können nicht mit einem Partner ein Leben lang treu und glücklich sein.

        Ich finde gut, dass ihr offen darüber redet. Häufig ist es "nur" die Eifersucht, die es nicht zuläßt, dass sich der Partner mal etwas anderes gönnt. Gerade für Männer ist Sex nicht gleich Liebe. Und ich möchte nicht wissen, wie viele Männer der hier häufig so schreibenden angeblichen glücklichen Frauen sich nicht doch ab und zu mal woanders etwas Befriedigung suchen. Wenn Du damit umgehen kannst, dass Dein Partner mal eine Andere bestäubt, er Dir aber es auch zubilligt, ist doch alles gut.

      • "Du sollst keine anderen Götter neben mir"...usw...#cool

        Ja, mir ist auch körperliche Treue wichtig. Heißt aber nicht, dass ich bei einem einmaligen Ausrutscher die Beziehung beenden würde. Glaube ich zumindest.#gruebel

        Hallo,

        ja, mir ist körperliche Exklusivität wichtig, zumindest in meiner Ehe, wie ich sie jetzt gerade (und hoffentlich noch sehr lange) führe.

        Warum? Ich kann jetzt nur für 'meine' Situation sprechen und zu meinem Mann passen Seitensprünge und Affären so gar nicht. Es geht weniger darum, dass ich einen Seitensprung nicht verknusen könnte, als vielmehr, dass bei mir in diesem Fall sämtliche Alarmglocken schrillen würden. Ich schätze, mit dem Seitensprung könnte ich umgehen, da gibt es echt Schlimmeres für mich. Aber es passt einfach überhaupt nicht zu ihm und zu unserer Situation.

        Ich glaube, eine offene Beziehung würde mich stressen. Ich kann das gar nicht wirklich begründen, aber ... nee.

        Hängt sicher immer mit der jeweiligen Vereinbarung zusammen, aber ich schätze, ich könnte mich nur schwer fallenlassen in dem Wissen, dass es noch andere Frauen neben mir gibt.

        Das, was Du da beschreibst, kann ich allerdings sehr gut nachvollziehen. Das schlechte Gefühl war ja schon da bei Dir, Du hast Dich ja ohnehin nicht wohl und sicher gefühlt in Deiner Beziehung. Und wenn dann eine greifbare Erklärung in Gestalt einer anderen Frau daher kommt, ist das halt eher eine Erleichterung als dass es einem den Boden wegzieht.

        Aber ob Du dauerhaft damit gut leben kannst, dass er sich anderswo austobt, weiß ich nicht. Das ist ja etwas ganz anderes... Musst Du selber wissen. Lass erstmal sacken und überleg Dir, ob Du Dir das wirklich gut vorstellen kannst, oder ob da einfach gerade die Erleichterung 'überschwappt' und Du in vorauseilendem Gehorsam Kompromisse vorschlägst, die Du selber langfristig gar nicht willst. Zumal er ja ohnehin Hemmungen hat, wie Du schreibst.

        Viele Grüße!

      • (7) 29.05.15 - 08:19

        Ja, mir ist körperliche Exklusivität sehr wichtig, das sehen wir als Paar beide so.
        Wir hatten beiden soviele Sexualpartner, dass man nicht mehr die Lust auf einen ONS oder anderen Körper hat, man hatte ja schon alles.

        Zudem können wir beide zusammen unsere Fantasien ausleben, was nur funktioniert, wenn man sich vertraut und gut kennt.

        So ein ONS mit schnell rein/raus bringt uns da nicht wirklich etwas.

        Ja, mir ist Exklusivität sehr wichtig.. ich kann gar nicht so genau sagen warum. Ich möchte einfach den sexuellen Bereich mit meinem Partner für mich allein haben. Sicher spielen auch Verlustängste eine Rolle, ich hätte Angst, eine andere wäre plötzlich wichtiger, Gefühle kämen ins Spiel.

        Wahrscheinlich weil es in meinem Kopf einfach zusammen gehört, Sex und Gefühle.

        Da ich nicht mehr von "lebenslanger" Partnerschaft reden kann für mich, sondern meinen aktuellen Partner mit 47 kennengelernt habe und schon eine lange Ehe hinter mir habe reden wir hier eher vom Rest des Lebens - und das kann man mit Treue schaffen finde ich ;-)

        In meiner Ehe bin ich lange betrogen worden... gebranntes Kind. Mein jetziger Partner hat den Versuch offene Ehe in seiner lange Ehe hinter sich, hat nicht funktioniert, eben weil Gefühle ins Spiel kamen, allerdings auf seiten seiner nun Ex-Frau für den anderen. Wir wollen also beide Exklusivität.
        Und ja, ich würde bei einem Seitensprung meines Partners Schluss machen, Ausrutscher würde ich nicht mehr verzeihen. Das hatte ich jahrelang.

        Lichtchen

        (9) 29.05.15 - 10:16

        Hallo,

        das Thema beschäftigt mich schon sehr lange, u.a. weil ich bisexuell bin - ich halte einerseits Exklusivität nicht für wichtig, andererseits sehe ich aber auch, dass Nicht-Exklusivität die schwierigere Wahl ist - vor allem, weil sich für mich Körperlichkeit und Gefühle nicht eindeutig trennen lassen.

        Mit Anfang 20 hatte ich eine Beziehung mit einer Frau, die von Anfang an klar gemacht hat, dass sie körperlich nicht treu sein kann. Für mich war das okay, ich war irgendwie nie eifersüchtig. Ich hatte selber Sex mit anderen in der Zeit, allerdings hat mir das nicht viel gegeben, weil ich eigentlich in diese Frau verliebt war und die reine Körperlichkeit irgendwie schal war. Dann hat sich meine Partnerin in eine ihrer Sexaffären verliebt und mit mir Schluss gemacht, weil die andere Exklusivität wollte. Das war schon ziemlich hart.

        Dann habe ich meinen Mann kennengelernt und wir haben anfangs eine exklusive Beziehung geführt, eben aufgrund meiner o.g. Erfahrungen. Wir haben aber auch über das Thema gesprochen und mein Mann meinte von Anfang an, dass er nicht eifersüchtig sei und es ihm nichts ausmachen würde, wenn ich was mit anderen habe.

        Nach einigen Jahren ist es dann passiert, dass wir uns beide in jemand anderen verliebt haben, wir haben uns getrennt, sind aber wieder zusammengekommen unter der Bedingung, in Zukunft eine offene Beziehung zu führen (ein Grund war auch, dass es sexuell nicht sehr gut lief zwischen uns, wir uns aber auf allen anderen Ebenen gut verstanden haben).

        Dann haben wir eine Familie gegründet. Während Schwangerschaften und Kleinkindzeit war mir (und auch meinem Mann) körperliche Exklusivität wieder wichtig - das ist, glaube ich, so ein Punkt, den du auch berücksichtigen solltest, falls ihr mal Kinder wollt - wenn frau schwanger ist oder mit einem Baby zu Hause sitzt, kann sich die Perspektive ziemlich ändern.

        Als die Kinder größer wurden, kam bei mir irgendwann der Punkt, an dem ich Sex mit anderen Männern wollte. Das praktiziere ich jetzt auch seit 1,5 Jahren. Bei mir sind dabei immer Gefühle im Spiel, ich bin mir allerdings darüber im Klaren, dass ich mit den anderen keine Beziehung will. Da ist bei mir die Grenze. Ich treffe mich auch nur alle paar Wochen mit meinem Sexpartner und habe zwischendurch keinen Kontakt. Es ist allerdings oft schwierig, mit den Gefühlen umzugehen und mich nicht innerlich von meinem Mann zu entfernen. Das bewirkt aber auch, dass ich meinem Mann gegenüber aufmerksamer bin und wir offener über alles reden. Auch der Sex ist besser geworden. Mein Mann ist mir bisher "treu", guckt sich aber auch nach anderen um. Ich befürchte manchmal, dass er Gefühle und Sex noch schlechter trennen als ich und mich verlassen wird, wenn er tatsächlich mal eine andere kennenlernt.

        Einen großen Vorteil der offenen Beziehung sehe ich darin, dass man sich ständig mit sich selbst und dem Partner auseinandersetzen muss, weil einem schnell klar wird, dass die Beziehung eben nicht selbstverständlich ist. Man ist frei und gibt dem anderen Freiheit. Das ist für mich ein sehr beglückender Zustand, aber eben auch verdammt anstrengend.

        LG b.

        (10) 29.05.15 - 11:19

        Rein theoretisch ist mir sexuelle Exklusivität nicht wichtig. Ich halte das Verlangen, hin und wieder einmal fremde Haut spüren zu wollen und die Lust auf den Kick des Neuen für zutiefst menschlich und ich glaube, dass Monogamie ein gesellschaftlicher Trend ist und im Zuge des Auflebens der Liebesheirat mehr und mehr zur Norm erhoben wurde, so dass Abweichler mit gesellschaftlicher Verachtung zu rechnen haben, was erklärt, dass so viele brav mitmachen bzw. über ihre Lust auf andere nicht sprechen und/oder diese wegdrücken.

        Auch glaube ich, dass viele Beziehungen deshalb scheitern, weil beide Teile, der Betrügende und der Betrogene aufgrund des gesellschaftlich Erlernten sexuelle Anziehung von Liebe nicht trennen können. Der Betrügende redet sich häufig ein, sich verliebt zu haben, weil einfach nur poppen wollen ja pfui ist, der Betrogene fühlt sich nicht nur sexuell, sondern auch emotional hintergangen, obwohl der andere ja vielleicht einfach nur mal "poppen" oder seinen Marktwert überprüfen wollte.

        Daher glaube ich, dass der Verzicht auf sexuelle Exklusivität und das Verinnerlichen der Erkenntnis, dass Sex und Liebe zwei unterschiedliche Paar Schuhe sein KÖNNEN, Entspannung in viele durch von Seitensprüngen in eine Krise geratene Beziehung bringen könnten.

        Auch würde ich mich nie anmaßen zu fordern, dass die Sexualität meines Partners ausschließlich mir gehört. Es ist, sollte man monogam leben, ein Geschenk, keine Selbstverständlichkeit und genauso, wie ich es daneben finde, ein Geschenk zu erwarten, erwarte ich auch keine Monogamie. Theoretisch zumindest...

        In der Praxis müsste ich dennoch vermutlich ordentlich schlucken, würde ich von Seitensprüngen meines Partners erfahren. Ein Trennungsgrund sähe ich darin aber nur, wenn er sich ernsthaft verliebt hätte, weil ich auf seine Liebe als Geschenk an mich nicht verzichten könnte, da bin ich dann doch "spießig".

        Diese Angaben sind aber ohne Gewähr, da mein Mann und ich, voll mainstream, monogam leben und das bisher auch noch nicht diskutiert haben. Das wär vielleicht mal ein spannendes Thema zur nächsten Flasche Wein. ;-)

        (11) 29.05.15 - 16:36

        Puh, also mir persönlich ist körperliche Treue schon sehr wichtig - wobei es mir wirklich um den Akt an sich geht. Mir persönlich geht es so, dass ich mich durchaus mal auf andere Männer einlasse, aber ab einem gewissen Punkt (der irgendwo in der Nähe des zärtlichen Kusses zu finden ist) eine Alarmglocke schrillt und dem ganzen ein Ende bereitet. Darauf konnte ich mich noch immer verlassen, ist wie ein Reflex. Und von meinem Mann erwarte ich dasselbe. Er darf gern anderen Frauen nachgucken, darf sie berühren und sich berühren lassen, darf auch mal fasziniert sein von einer, etc. - alles kein Problem. Aber in unserer Ehe ist es "eigentlich" klar, dass ein sexueller Ausrutscher das Aus bedeuten würde und ich würde von meinem Mann erwarten, dass ihm unsere Ehe so viel wert ist, dass er auf den kleinen sexuellen Kick verzichten könnte. Eigentlich deshalb, weil ich meinen Mann sicher nicht rauswerfen würde für einmal Sex mit ner anderen - aber das weiß er ja nicht ;-). Außerdem hätte ich Angst, dass sich nach nem Ausrutscher immer wieder diese Gedanken: "Hat er das auch mit ihr gemacht?" einschleichen. Ich fürcht fast, das würde passieren.

        Aber wenn du das tolerieren kannst, kein Problem. Eigentlich. Nur, was ich als riesiges Problem sehe: Wo fängts an, wo hörts auf? Wenn es erlaubt ist, wie oft treibt ers dann mit jeder, die ihm über den Weg läuft? Werden Seitensprünge nicht auch fad, wenn sie zur Normalität werden? Entfremdet man sich nicht, wenn man nicht mehr "gezwungen" ist, seine Sexualität mit dem Partner auszuleben? Ich finds z.B. sehr beruhigend, zu wissen, Sex gibt's eben nur mit diesem einem Mann. So erübrigen sich alle Zweifel gleich mal von Anfang an. Ich brauche nicht zu überlegen, ob das Bäuchlein attraktiv ist oder nicht. Mein Mann ist für mich attraktiv, weil er meine Möglichkeit ist, Sex zu haben. Also machen wir eben den Sex so, dass er für uns beide toll ist. Wenn ich aber die Möglichkeit habe, vielleicht auch mit dem Nachbarn ... - muss ich mich dann unbedingt mit meinem Mann so verhalten, dass wir beide Lust bekommen? Oder geh ich mal schnell rüber? Weißt, wie ich mein? Und was ist, wenn du es auf einmal nicht mehr so toll findest, wenn er die halbe Welt fickt? DIESE Frau konntest du akzeptieren, weil sie dir sympathisch war, aber nicht gefährlich. Was, wenn die nächste irgendwie abstoßend ist? Möchtest du seinen Penis wieder in dir haben, wenn er ihn in der Dorfschlampe gebadet hat #zitter? Oder wenn die nächste Frau ne Granate ist? Bist du dann nicht vielleicht doch eifersüchtig?

        Hallo

        Mir ist Körperliche Treue wichtig.Genauso wie meinem Freund.Wenn das nicht so wäre würde ich an der Liebe zweifeln.

        Wenn es Liebe ist macht Treue Spaß.

        Alles andere ist für Mich Bequemlichkeit der Gewohnheit und hat mit Selbstachtung und Selbstliebe nichts mehr zu tun.Dein Partner hat Dich betrogen ob es Dir weh tut oder nicht.

        Liebst Du ihn überhaupt?

        Offene Beziehungen sind von Beiden Seiten abgesprochen das war aber in deinem geschilderten Beitrag nicht der Fall.

        Ich hätte Schluss gemacht aber um Mich geht es nicht;)

        "Ist es euch wichtig, dass euer Liebster/eure Liebste nur mit euch ins Bett steigt? Ja/Nein?"

        -> ja. Weil ich eine monogame Beziehung führen möchte (ausgenommen Swingerbesuche oder ausgemachte _gemeinsame_ Treffen) und alles was außerhalb unseres Beziehungsdunstkreises für mich eine potentielle Gefahr für unsere Familie dar stellt.
        Vor allem bei heimlichen Treffen ist für mich das Vertrauen hinüber und ich bezweifel seine Gefühle, daher kann ich nicht mehr mit ihm zusammen sein. Ach, und zu schade bin ich mir mittlerweile auch.

        <<<Ist es euch wichtig, dass euer Liebster/eure Liebste nur mit euch ins Bett steigt?>>>

        Nein....ist mir relativ unwichtig. (Nicht egal .... nur unwichtig !)

        Was mir wichtig ist, dass man sich nicht gegenseitig anlügt, und dass die Exklusivität die so viele Menschen bei einer Beziehung mit dem Sex gleichsetzen auf anderen Ebenen gewährleistet wird.....in meinem Fall z.B. dass man füreinander da ist, und auch zusammen ausreichend Zeit verbringt und man auch wirklich MITeinander redet.....man eben merkt:

        egal was/wer da sonst evtl. noch ist....man ist und bleibt der Partnerin wichtig.

        <<< Seitdem ist unser Umgang miteinander noch liebevoller und aufmerksamer>>>

        Es ist witzig oder?

        Wenn man erst einmal erkannt hat, das TREUE überhaupt nichts mit körperlichen Faktoren zu tun hat, werden die Dinge auf die es wirklich ankommt, meist noch viel intensiver.

        LG
        Tomm

Top Diskussionen anzeigen