Angst davor bald NICHT mehr alleinerziehend zu sein

    • (1) 22.06.15 - 23:43
      NichtAlleinerziehende

      Hallo!
      Ich bin seit 6 Jahren alleinerziehend und habe seit 5 Jahren einen neuen Partner, mit dem ich seit September letzten Jahres ein Kind habe. Ich liebe ihn sehr und unsere Partnerschaft verläuft sehr harmonisch. Nun haben wir eine Wohnung gefunden, der Mietvertrag ist unterschrieben und jetzt kommen die Zweifel.... ich habe all die Jahre alles allein gemanaged (er wohnt nicht vor Ort) und das hat sehr gut funktioniert. Ich habe eine schöne Wohnung mit Möbeln, die mir gefallen und alles ist gemütlich und ein richtiges Nest. Ich habe plötzlich Panik das alles aufzugeben, gleichzeitig soll unser knirps es besser haben und mit seinem Papa aufwachsen können.... Mein Großer hat ein super Verhältnis zu seinem Vater, aber er findet es schade, dass wir nicht zusammen wohnen, was er auch oft sagt. Bei der Trennung und dem Auszug war er 2, als mein neuer Partner kam 3 Jahre alt. Ich habe das alleine leben sehr genossen-keine Kompromisse....Jetzt streiten wir uns schon wegen Möbeln die er mitnehmen will und die ich hässlich finde und ich soll aber alles verkaufen, was er hässlich findet.... ich versuche ständig Kompromisse zu machen und es mit seinen Augen zu sehen, aber es macht mich so traurig, dass ich dem Zusammenziehen nichts positives mehr abgewinnen kann. Inzwischen bereue ich es fast, dass ich den Vertrag unterschrieben habe. Es fällt mir tatsächlich schwer mein "Alleinerziehend"-Sein aufzugeben, das hätte ich nicht gedacht! Ich hatte mir immer ausgemalt, dass es wesentlich entspannter ist, wenn man einen Partner an seiner Seite hat, mit dem man auch schwierige Zeiten gemeinsam trägt.
      Habt ihr einen Rat/Tipps? Ging es wem ähnlich? Habe meine Frage bewusst hier gestellt, da ich anonym bleiben möchte...
      LG

      Hallo,
      Mein neuer partner und ich ziehen in einem monat in eine neue wphnung. Er wohnt jetzt schon bei mir. Ich hab auch bisschen bammel davor. Das hier ist meine wohnung, meine möbel.
      Ich versuche es entspannt zu sehen. Ich überlasse ihm vieles, wie wandfarbe, weil so schlecht wird es wohl nicht aussehen.
      Wovor ich angst habe, ist wenn wir uns trennen, kann ich die neue wohnung nicht alleine halten. Mein kind ist 3. Sind seit 2 jahren zusammen.
      Versuch es gelassen zu sehen. Jeder will sein stil reinbringen. Einigt euch. Er darf im schlafzimmer entscheiden und du im wohnzimmer, oder er die möbel, du die farbe....

      LG

      • (6) 23.06.15 - 09:55
        NichtAlleinerziehend

        Danke für deine liebe Nachricht! #blume
        Tatsächlich haben wir das auch schon überlegt das aufzuteilen, waren damit dann aber auch unzufrieden. Jeder hat seinen eigenen Geschmack, und das trifft jetzt aufeinander. Wir haben in der Vergangenheit schon einige Neuanschaffungen gemacht, was auch gut geklappt hat, aber bei den alten Sachen sind wir beide stur und ein Kompromiss ist schwierig. Wir haben beide keine 0815 Möbel, sondern Stilmöbel. Quasi Bauhaus trifft Jugendstil. Ich möchte gern alles in weiß und er hat schwarze Möbel. Klar wusste ich das vorher, aber ich hätte nicht erwartet, dass mich das stört. Tatsächlich fallen mir Veränderungen sehr schwer, aber wir haben ewig nach der perfekten Wohnung gesucht und jetzt hab ich so kurz vorher echt Bammel. Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass so etwas simples so schwierig sein kann. #kratz Ich denke ich muss einfach in diese neue Situation reinwachsen und es auf mich zukommen lassen und darauf vertrauen, dass das Neue auch so schön wird. :-)
        LG

    Hallo!

    Ein paar Diskussionen über den Möbelgeschmack gehören einfach dazu. Allerdings erfordert das auch, dass BEIDE nicht so eingefahren sind, dass sie einen anderen Geschmack nicht gelten lassen.

    Ich habe eher den Eindruck, dass Du gar nicht wirklich willst. Kind ja, zusammen Wohnen nein.

    • (8) 23.06.15 - 10:23
      NichtAlleinerziehend

      Hallo!
      Wir haben sehr lange nach der perfekten Wohnung gesucht. Wir haben etliche Wohnungen besichtigt und uns oft angeguckt und sind wieder gegangen ohne uns zu bewerben. Das hätten wir nicht getan, wenn wir es nicht beide gewollt hätten. Wir haben uns auch immer wieder abgesprochen, ob wir uns vorstellen können da und dort zu wohnen, wenn einer nicht wollte war das auch ok, dann haben wir uns nicht beworben. Bei dieser Wohnung haben wir die Tür aufgemacht und die wars einfach #pro und dann hat auch noch geklappt! :-D Wir haben in vielen Dingen eine ähnliche Vorstellung und auch bei Neuanschaffungen die wir in der Vergangenheit gemeinsam getätigt haben lagen wir auf einer Wellenlänge. Diskussionen gibt es eher um die alten Sachen. Ich merke einfach, dass mir der Auszug doch schwerer fällt als erwartet, je näher der Umzugstermin rückt, weil es ein Umbruch ist, etwas ganz neues. Dass es Diskussionen wg MÖBELN gibt hätte ich tatsächlich auch nicht gedacht und trotzdem weiß ich natürlich, dass das Zusammenziehen richtig und wichtig ist und solche Diskussionen eigtl. albern sind, man sich einigen muss. Es gibt aber tatsächlich Tage an denen ich am liebsten alles so beibehalten möchte, wie es war, da ich die Zeit nicht belastend fand, sondern schön und meine Wohnung meine Heimat geworden ist.
      Ich habe früher schon mit meinem Expartner zusammengelebt und es gab sehr viel Streit in der Zeit, ich war oft hilflos und es war sehr unschön, auch die Trennung. Vielleicht ist es unterschwellig die Angst, es könnte wieder so werden, auch wenn mein Verstand sagt, dass alles gut ist. Wir haben in den letzten 5 Jahren schließlich schon so manche Krise überstanden, da ist so ein Umzug eigentlich ein Klacks gegen, aber es ist wieder was ganz neues, auf das wir uns da einlassen. #schwitz

      • Hallo!
        Jetzt wird ein Bild draus.

        Klar machen einem Veränderungen immer Angst, erst recht, wenn man weiß wie schwer die letzte Trennung mit dem Neuanfang war. Aber jetzt hast Du ganz andere Vorraussetzungen für eine neue Beziehung. Wahrscheinlich behälst Du Dir deutlich mehr unabhängigkeit. etwa indem Du mehr arbeitest und auch mit gemeinsamer Wohnung noch eigene Ersparnisse behälst - zumindest genug Geld für ein paar Möbel und die Kaution einer eigenen Wohnung. Ein zweites mal macht man den Fehler ja eher nicht, dass alles Geld gemeinsames Geld ist und man nach einem Bruch ggf. mit Null Geld und einer sehr geringen Teilzeitstelle da steht.

        Wenn Du willst, dann findet sich bestimmt auch eine Möglichkeit, einen Teil von Deinen Sachen einzulagern, es gibt ja auch lagerräume zu mieten in den etwas größeren Städten, oder Freunde haben Platz im Keller.

        Streit um Möbel ist wirklich völlig normal, schließlich ist das Aussehen der Wohnung ja auch ein Ausdruck der Persönlichkeit. Und da treffen eben zwei Persönlichkeiten aufeinander die halt nicht immer 100% auf einer Wellenlänge liegen. Ich bin seit 12 Jahren glücklich verheiratet, aber frag nicht, was alleine die Auswahl eines neuen Sofas für Diskussionen bedeutet hat.

        Das muss also wirklich noch gar nichts heißen. Wichtiger sind Fragen wie das eigene Verständnis von Ordnung, bereitschaft, sich in die Hausarbeit einzubringen und dass man miteinander gerne Zeit verbringt. Ein Chaot mit jemandem, der auf Ordnung sehr großen Wert legt geht eher nicht gut.

Hallo,

ich kann in etwa verstehen was Du meinst.

Wenn Ihr neu durchstarten wollt, dann macht das auch am besten mit neuen Sachen. Oder hast Du Antiquitäten?, die würde ich natürlich nicht veräußern. Ansonsten sind es nur Möbel und dann sucht Ihr gemeinsame Sachen aus, mit denen Ihr Euch beide wohlfühlt.
Nehmt so etwas Nichtiges wie ein Polstersofa nicht so wichtig.
Im Grundsatz geht es doch darum, dass es nach einigen Jahren des alleine Wohnens nicht ganz einfach ist, auf das Vertraute zu verzichten.
Du hast es Dir in Deiner Komfortzone gemütlich gemacht und möchtest nicht darauf verzichten.
Nun ist es aber so, dass Ihr Eurem gemeinsamen Kind ein gemeinsames Nest bauen wollt.
Im Moment siehst Du, was Du verlierst. Versuch doch mal zu sehen, was Du dazu bekommst.

Glück ist, wenn Ihr ähnlichen Geschmack habt. ;)

Was Du im Grundsatz meinst verstehe ich. Ich lebe seit 7 Jahren mit meinen Kindern alleine und erwarte nun von meinem neuen Partner ein Kind, wir wohnen bisher auch noch nicht zusammen und tasten uns ganz langsam heran.
Sowas muss doch auch wachsen. Von Hauruck Aktionen halte ich dbzgl. gar nichts, dafür hat man in einem gewissen Alter vielleicht einfach zu konkrete Vorstellungen, wie etwas laufen soll.

Eine Bekannte von mir ist nach Jahren, als das Kind gößer war, wieder auseinander gezogen. Die beiden sind glücklich miteinander, in ihren getrennten Wohnungen. :-D

Ohne ein Stück weit aufeinander zuzugehen, geht es natürlich nicht. Dem anderen einen Platz einräumen, nicht nur im Herzen, auch auf der Kommode. :-D

LG,
Dana #blume

  • (11) 23.06.15 - 10:39
    NichtAlleinerziehend

    Hallo!
    Danke für deinen lieben Beitrag!
    Ja wir haben schon einige Neuanschaffungen gemeinsam gemacht und das hat auch gut geklappt #pro Das "Problem" sind tatsächlich die alten Möbel. Ich habe Antiquitäten, Jugendstil, teilweise selbst aufgemöbelt. Da hängt natürlich mein Herz dran. Er hat dagegen eher den Bauhausstil. Ich mag es hell und freundlich und er eben dunkel. Klar kannte ich seine Möbel vorher und hab es einfach nicht als "Problem" gesehen. Ich verlasse mit dem Zusammenziehen einfach wie du so treffend schreibst meine "Komfortzone". Wir haben sehr lange nach einer schönen Wohnung gesucht, in der wir uns beide vorstellen können länger zu leben und haben uns riesig gefreut, dass es endlich geklappt hat. Aber an manchen Tagen wünschte ich, es könnte alles so bleiben wie bisher, da das ja auch gut war. Ich hätte einfach nicht mit Diskussionen wegen solch Kleinigkeiten gerechnet #augen. Wir wollen aber auch nicht sagen: DU machst das Wohnzimmer und ich das Schlafzimmer, es ist ja unsere Wohnung, wir wollen uns da ja alle wohlfühlen. Wir sind schon ein paar Jahre zusammen und hatten schon so manche Krise, da werden wir so einen Umzug auch überstehen. Ich würde es nichtmal als Krise bezeichnen, es sind einfach unterschiedliche Ansichten und zwei sture Köpfe :-D Aber dabei Zweifel ich weder an unserer Liebe noch an der Alltagstauglichkeit unserer Beziehung, sondern ich merke einfach, dass so ein Auszug/Umzug und Umbruch doch gar nicht so einfach ist wie gedacht.
    Neuer Tag, neuer Elan. Heute bin ich schon wieder viel zuversichtlicher, dass es gut wird :-) #klee LG

Also wenn man sich beim zusammenziehen schon streitet wegen der Möbel und EInrichtung und das nicht als gemeinsames Projekt sieht..... für mich ist das dann echt "gut Nacht". Wie soll das denn im täglichen miteinander funktionieren?

Ich bin nach 11 Jahren alleine Leben mit meinem Partner zusammen gezogen, ich bin bei ihm in seinen bestehenden Haushalt gezogen und wir haben alles zusammen entschieden, diskutiert und geplant - so dass jeder zufrieden war. Ich finde, so gehört sich das auch und das zusammenleben klappt ganz wunderbar.

Es gibt aber auch kein meins und deins mehr, mein Wohnzimmer, dein Schlafzimmer - nein das wäre nix für mich, ich möchte mich in allen bewohnten Räumen wohlfühlen. Und er auch.

Wieso streitet ihr wegen Möbel? sind es wirklich die Möbel oder auf beiden Seiten eine Art Torschlusspanik?

Lichtchen

Hallo Du,

mir gehts ein bißchen ähnlich wie Dir. Aber mein Partner stellt sich da nicht so an. Er hat mich in den letzten Jahren sehr geduldig in meiner Wohnung gelassen und nicht gedrängelt...ich hatte nämlich echt Schiß wieder mit jemand anderem außer meinem Kind zusammen in einer Wohnungzu leben. (leichter Trennungsschaden)

Ich hätte theoretisch auch noch ein Kind mit ihm bekommen können ohne zusammen zu wohnen, das hätte mich nicht gestört (ihn schon). Ich beharre da nicht auf irgendwelchen Reihenfolgen...von der angespannten Immobiliensituation mal ganz abgesehen.

Jetzt freu ich mich drauf, daß wir uns nicht auch noch extra verabreden müssen, sondern uns dann immer abnds zu hause sehen können. Das Kind freut sich auch. Wir haben auch einen recht unterschiedlichen Geschmack bei Farbgestaltung oder Möbeln...aber irgendeine Mitte findet sich meistens.

Ist schon etwas schwierig da meine absolute Entscheidungshoheit abzugeben. Das hab ich sehr genossen in den letzten Jahren. Was das angeht bin ich schon auch wehmütig und unsicher. Die diese Empfindungen sind nunmal da und das bespreche ich auch mit meinem Partner, damit er weiß warum ich wie reagiere. Aber die positiven Gefühle überwiegen insgesamt.

Was aufzwingen lassen würd ich mir aber nicht. Da fühlt man sich auf Dauer schlecht mit. Wir haben schon früh gelärt welche Teile der andere auf gar keinen Fall in der gemeinsamen Wohnung sehen will und das war auch eher unproblematisch, weil wir ja alles doppelt haben. Manches haben wir eh schon zusammen gekauft.

Redet miteinander. Ihr seid ja beide erwachsen.

Lg

Ich denke, der Kern bei dir ist, dass du momentan noch nicht so befreit das Projekt zusammenziehen geniessen kannst und deshalb an deinen Sachen (deiner Unabhängigkeit?) so festhältst. Finde ich auch nicht ungewöhnlich.

Als mein Partner und ich vor gefühlt hundert Jahren zusammengezogen sind, hatten wir beide auch komplette Hausstände, Echtholzmöbel und so. Also nix, was man mal eben auf den Müll wirft.

Das wir nicht alles unter bekommen werden, war aber genauso klar. Und klar war auch: Hier muss wohl diskutiert werden #schwitz

Mir fiel das nicht ganz leicht, mich da von dem einen oder anderen Möbel trennen zu müssen...begleitete mich auch der Gedanke: Wenns schief geht, haste fast nix mehr...mir fehlte da so bisschen der doppelte Boden.

Letztlich wurden Kompromisse gemacht, womit wir beide gut leben konnten und glücklich waren. Allerdings wollten wir auch zusammenziehen. Wirklich gerne. Und da muss man bereit sein, Risiken einzugehen.

Oder vorher heiraten. Hätteste eh machen sollen. Heiraten, Thermomix anschaffen und ihm abends die Füße massieren. So macht Mutti das heute. ;-)

Gruss
agostea

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