Wann den neuen Partner dem Kind vorstellen ?

    • (1) 26.06.15 - 11:53
      Schwarznefrage

      Hallo,

      es passt auch hier rein, deswegen hier:

      Wann stellt man einem Kind einen neuen Partner vor ? Getrennt bin ich seit 2Jahren, mein Kind ist 3 Jahre alt. Ist alle zwei Wochenenden beim Vater.
      Bisher habe ich keine Männer als Partner vorgestellt.

      Wir haben besprochen, dass er kein Ersatzvater sein will, sondern eben Mamas Freund. Mein Kind kennt ihn, weil wir vor der Partnerschaft schon befreundet waren und die Beiden verstehen sich gut.

      Ein Paar sind wir seit etwa einem Monat und mein Kind war bei den Treffen bisher nicht dabei.

      Wie führe ich das Kind da ran ? Wann ist der richtige Zeitpunkt ? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ?

      Lg

          • Warum nur alle zwei Wochen????

            Ich hatte ein Netzwerk mit 2-3 anderen Müttern, wechselseitige Kinderbetreuung , ich hatte so 6 zusätzliche frei Tage im Monat und an den Tagen an denen die anderen Kinder bei uns waren auch freiere Zeit, da alle Kinder immer schön miteinander beschäftigt waren.

            Win- Win Situation für alle Beteidigten

            Pina

      Dein Kind kennt deinen Partner ja schon als einen Freund. Dabei würde ich es erstmal belassen und abwarten wie sich die Sache entwickelt.

      Ich war 15 Jahre AE, in der Zeit haben meine Kinder 3 Männer kennengelernt, mit dem 3. lebe ich jetzt zusammen und meine Kinder sind mittlerweile auf eigenen Füßen.

      Natürlich hatte ich auch andere Männer kennengelernt , aber bei mir stand immer die 6 Monate Regel - und bis dahin haben es eigentlich nur 2 geschafft. Den 3. Mann in meiner Aufzählung haben meine Kinder nur deshalb kennengelernt, weil wir zufällig meiner damals 16 jährigen in der Stadt begegnet sind.

      Es gibt Beziehungsratgeber die empfehlen möglich rasch die Kinder einzubeziehen, aber ich halte davon nichts. Zum einen hat die Liebesgeschichte kaum eine Chance zu wachsen, wenn man anstatt Paar sofort Familie ist. Und zweitens, was mir noch wichtiger war: ich wollte nicht das die Kindheitserinnerungen meiner Kinder, immer andere Onkel in Mamas Bett waren.

      Pina

      Gibt es eigentlich noch Menschen, die einfach mal ihr Gefühl entscheiden lassen? #zitter

      Ich hab das damals mit meinem 3-Jährigen nach Gefühl gemacht, mein jetziger Mann war auch nicht der einzige Mann in meinem Leben damals, zwar der einzige bis heute feste Partner, aber ich hab auch männliche Freunde... aber muss man das einem 3-Jährigen erklären?

      Gerade bei solchen Themen stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich lese 6 Monate o.ä. #schwitz
      Dein Kind ist 3 und nicht 13, verbringt doch einfach Zeit miteinander und genießt es.

      Naja, am besten dann, wenn man das Gefühl hat, es ist richtig.

      Ein halbes Jahr wäre bei meinem jetzigen Partner völlig undenkbar gewesen. Da war ich ja schon wieder ziemlich schwanger. ;-)
      Kann mir auch nicht vorstellen, wie das organisatorisch gehen sollte.. wenn man sich ein halbes Jahr nur alle zwei Wochen sieht, wie soll sich da eine Beziehung entwickeln?

      Kurzum: es existiert kein allgemeingültiger Zeitraum. Wie bei allen Dingen ist es am Besten, das mit Gefühl und Hausverstand zu entscheiden.

      LG Claudi

      (12) 26.06.15 - 20:40

      Ich war 15 Jahre AE. Meine Kinder haben keinen meiner Lebensabschnittsgefährden kennen gelernt. Selbst als ich ein 2 jährige Beziehung hatte aus der mein 2. Sohn stammt, hat mein Großer den Mann niemals zu Gesicht bekommen. Einfach weil ich wusste diese Geschichten sind nicht für immer (war so ein Gefühl) Meinen heutigen Mann haben sie 1 Woche nach kennen lernen auch kennen gelernt und kurz danach ist er , mit Einverständnis meiner Jungs, eingezogen. (War auch ein reines Bauchgefühl ;-) )

      • Na, also ihr habt ja Vorstellungen! Du hattest schon das Gefühl, das "sei nicht für immer" und dein bereits "vorhandenes" Kind durfte den Mann deshalb nicht kennenlernen, aber du hattest eine 2jährige (!!) Beziehung und nichts besseres zu tun, als gleich mal in Kind zu bekommen. Sowas finde ich absolut unverantwortlich. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es für das kindliche Weltbild nicht besonders glücklich finde, wenn da völlig ohne "sichtbaren" Partner ein Baby da ist. Find ich sehr seltsam.

        • "nichts besseres zu tun, als gleich mal in Kind zu bekommen." #augen

          Existieren in deiner Lebenswelt auch eher ungeplante Schwangerschaften?

          • Nö, Kate, es existieren in meiner Lebenswelt tatsächlich kein "eher ungeplanten" Schwangerschaften in solchen familiären Situationen. Wenn ich einen Partner nicht so liebe, dass ich ihm einem existierenden Kind vorstelle (puh, ich kann mir nicht mal vorstellen, meinen Partner so lang vor meinem Kind zu verschweigen, Kinder merken sowas ja doch irgendwie immer), dann verhüte ich lieber doppelt als einmal zu wenig - besonders wenn ich bereits ein Kind habe. Dann nehm ich die Pille und wenn ich sie vergesse/AB nehmen muss/kotze/Durchfall habe, dann nehm ich ein Kondom (und zwar den gesamten Zyklus) oder lass die Penetration. "Eher ungeplante" SS, ja, die kann es schon geben, wenn ich "eigentlich" noch kein (weiteres) oder kein weiteres Kind mehr haben will, aber in geregelten Verhältnissen lebe.

            Und nein, es ist nicht "die persönliche Sache" der Frau oder Eltern. Es ist leider ganz stark das Bier der Kinder. Ich bin Lehrerin und erlebe täglich, wie rücksichtslos Eltern mit ihren Kindern umgehen, wenn sie sie in völlig ungeklärte Situationen schmeißen. Schlimm genug für alle Beteiligten, va. für die Kinder, wenn BESTEHENDE geregelte Verhältnisse kaputt gehen, aber halt nicht ganz vermeidbar. Aber dass man Kinder in die Welt setzt, wenn man vorher schon weiß, dass es nicht passt, das ist m.E. schlicht ein Verbrechen an dem Kind.

            Mal ganz abgesehen davon, dass die Dame immer noch genug Zeit gehabt hätte, als sie die SS bemerkte, ihrem Kind den Herrn vorzustellen. Denn bei all deiner Pseudoliberalität, die du immer so propagierst hier, wirst du mir doch zustimmen, dass es nicht grad das Gelbe vom Ei ist, wenn ein Kind den Vater seines Bruders nicht kennt, oder?

            • Nun, über das Leben der Userin kann ich nur spekulieren.. Ich kann mir in meiner "Pseudoliberalität" aber so Szenarien vorstellen.

              Mich wundert es nicht, dass du über jegliche tatsächliche Verhütungspannen erhaben scheinst und diese für dich in jedem Falle auschließen kannst.

              Ähm, ich verrate dir mal was: Ich kann das für mich nicht und finde es extrem vermessen, das zu behaupten.

              Zu meinen persönlichen Gewohnheiten: Ich würde nie wieder die Pille nehmen.

              Und ich bewundere Frauen immer sehr, die die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, auch wenn es die jeweiligen Väter nicht tun.

              Eine Freundin von mir hat auch zwei Kinder, der Vater des älteren Kind kümmert sich, der zweite leider absolut nicht. Es ist schlimm für das Kind und für die Mutter, aber ist das Leben des Kindes deshalb weniger lebenswert?

              Das Gelbe vom Ei ist das nicht, aber stell dir mal vor, besagte Mutter würde es sich anders wünschen. "wie rücksichtslos Eltern mit ihren Kindern umgehen, wenn sie sie in völlig ungeklärte Situationen schmeißen. "

              Was hat das mit der Userin zu tun, die du kommentiert hast?

              Denkst du, nur Eltern, die ihre Kinder geplant in geklärten Verhältnissen kriegen, können verantwortungsvoll mit ihnen umgehen?

              "Aber dass man Kinder in die Welt setzt, wenn man vorher schon weiß, dass es nicht passt, das ist m.E. schlicht ein Verbrechen an dem Kind."

              Was wäre denn die Alternative?

              " die Dame immer noch genug Zeit gehabt hätteals sie die SS bemerkte, ihrem Kind den Herrn vorzustellen."

              Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass die "Dame" das vielleicht gerne getan hätte, der "Herr" sich aber mit der Verkündigung der schwangerschaft postwendend aus dem Staub gemacht haben könnte?

              Oder, oder, oder?

              Mich gruselt es immer extrem, wenn ich dich lese, dass du gerade als Lehrerin ein so schrecklich eindimensionales Weltbild hast.

              (18) 27.06.15 - 17:13
              nachdenklich2015

              Ach ... und daran ist dann die Frau schuld?? Die Beziehung ging 2 Jahre über eine Distanz von 500km und somit konnten wir uns nur alle 2 Wochen sehen.Das waren dann natürlich die Wochenenden an denen mein Sohn bei seinem Vater war. Da mein großer Sohn ein Scheidungskind ist und mit genug Verlusten klar kommen musste, war es geplant das er ihn dann kennen lernt, wenn er bereit ist in unsere Nähe zu ziehen. Beim letzten Treffen mit diesem Mann wurde ich schwanger um 2 Tage später einen Anruf einer bis dahin völlig fremden Frau zu bekommen, die mir drohte den Schädel ein zu schlagen, sollte ich nicht die Finger von ihrem Mann lassen. Er fuhr 2 gleisig!!! Ich hinterfragte natürlich bei ihm und er gab zu das er mit dieser Frau seit 5 Jahren zusammen lebte. Für mich war die Sache natürlich sofort beendet und mir brach der Boden ein zweites Mal unter den Füssen weg als ich 3 Wochen später einen positiven Test in den Händen hielt.Er schwor mir er liebt mich um mir 2 Wochen später zu drohen ich solle aufpassen beim über die Strasse gehen. Er machte mir 3 Heiratsanträge und 3 Wochen nach dem letzten Antrag erfuhr ich übers JA das er frisch geheiratet hat. Und das 2 Monate nach der Geburt seines Sohnes.Er hat sich in den letzten 15 Jahren nicht 1 Tag für seinen Sohn interessiert, obwohl wir seit 14 Jahren nur noch 50 km voneinander entfernt wohnen!

              Fazit: Urteile nie über eine Situation, bevor du die Hintergründe nicht kennst!!!!#nanana

      Dein ältere Sohn kennt den Vater seines Bruders nicht?

      • (20) 27.06.15 - 16:58
        nachdenklich2015

        Nein. Und auch der eigene Sohn kennt seinen *Vater* nicht.
        Die Geschichte ist kompliziert, aber um es kurz zu machen.: Aufgrund 500km Entfernung war es eine Fernbeziehung. Treffen nur alle 2 Wochen möglich, er fuhr 2-gleisig und ich wurde beim letzten Treffen ungeplant schwanger. Treueschwüre abgewechselt mit Morddrohungen folgten und nach dem ich die Beziehung nicht fortführen wollte heiratete er die Frau mit der er die ganzen Jahre zusammen gelebt hat. Seitdem besteht kein Kontakt mehr und er will auch keinen Kontakt zu seinem Sohn.

(21) 26.06.15 - 21:08

Hallo,
Als ich meinen jetzigen Partner kennengelernt habe war ich seit 5 Jahren ae. Meine Kinder waren 8 und 10.

Wir konnten uns nur am Wochenende sehen und meine Tochter ist nie zu ihrem Vater, war also immer daheim. Wir haben nach 6 Wochen beschlossen es den Kindern zu sagen, da wir uns sonst ja vor 23 uhr nie hätten sehen können. Es hat sich einfach richtig angefühlt.

Er hat von da an am Wochenende bei uns übernachtet. Wir haben aber vor den Kindern nie Zärtlichkeiten ausgetauscht, mit Rücksicht auf die Kinder. Die Kinder mochten ihn von Anfang an. Das ist jetzt 6,5 Jahre her, wir sind immernoch glücklich und haben einen 1,5 jährigen Sohn.
6 Monate hatten wir das nie geheim halten zu können.
Ich würde einfach nach dem bauchgefühl handeln.

Meine beiden waren 5 und 7, und irgendwann haben sie sich aufgrund meines Verhaltens einfach selbst die Antwort gegeben: "Mama ist total verliebt". Dann wollten sie wissen, wer es ist und damit war die Sache geritzt. Und nein, das war nicht nach 6 Monaten. Nach 6 Monaten sind wir schon lange zusammen mit meiner Verwandtschaft im Ferienhaus gewesen, ich bin seinen Eltern vorgestellt worden und wurde aufgrund des Todesfalls seines Vaters mitten hinein geworfen in sein Familienleben. Wir hätten es niemals geschafft, geschweige denn für sinnvoll gehalten, meinen Kindern unsere Beziehung 6 Monate lang zu verheimlichen, wenn hier schon mit Zahlen gehandelt wird.

Das meint nicht, dass es generell falsch ist, zu warten. Ich denke aber, es ist falsch, da pauschal Werte und Fristen zu nennen, denn jede Situation muss individuell bewertet werden.
Bei uns war es genau richtig, wie wir es gemacht haben. Und ja, das hat somit keine 2 Monate gedauert, bis die Kinder ihn kennen gelernt haben.
Allerdings haben wir uns nach dem Kennenlernen dennoch 3 Jahre Zeit gelassen, um zusammen zu ziehen und als Familie gemeinsam zu leben.

L G

White

(23) 27.06.15 - 07:56

Hallo,

ich musste feststellen dass es den richtigen Zeitpunkt dafür wohl doch nicht gibt.
Nachdem ich einen Mann 6 Jahre lang gekannt habe und wir seit über einem halben Jahr dann zusammen waren dachte ich, jetzt wäre es "sicher" genug mein Kind auch einzuweihen.
Und nun hat sich die Beziehung doch wieder erledigt.

Da dein Kind deinen Partner ja schon kennt würde ich da gar kein Trara drumherum machen. Ihr müsst ja nicht direkt vor dem Kind rumknutschen, sondern dann seht ihr ihn eben erstmal öfter als bisher.

Ähm, mir erscheint die Vorgehensweise, die viele da so "im Blick" haben als ziemlich gekünstelt. Ich weiß halt nur, wie es hier bei uns einige machen und ich finde das eigentlich für die Normalität. Du hast ja geschrieben, dass dein neuer Partner mit euch befreundet ist - das ist doch schonmal gut und macht die Sache leichter als irgendeine Internet- oder Kneipenbekanntschaft.

Ich würd das ganze halt einfach "natürlich" ablaufen lassen. Der Mann kommt halt immer öfter bei euch vorbei, verbringt ein paar Stunden bei euch, bleibt mal zum Abendessen oder auch mal nen ganzen Tag. Einfach wie man halt grad Lust drauf hat. Ihr könnt ihn ja genauso mal besuchen. Anfangs würde ich jetzt nicht mit ihm rumschmusen oder so ;-) sondern ganz normal freundschaftlich miteinander umgehen und die Berührungen immer mehr werden lassen. Ich glaub jetzt, dass ein 3jähriges (das sich noch dazu die Beziehung von Mama und Papa kaum noch erinnert) das eher emotional als rational greift. Muss man da tatsächlich sagen: "Mama und Hans sind jetzt ein Paar."? Ich würd eher sagen, nein, muss man nicht.

Natürlich sollte Hans (ich nenn ihn einfach mal so) nicht am Sonntagmorgen plötzlich in Mamas Bett liegen oder am Nachmittag zur Tür reinkommen und Mama per innigem Zungenkuss begrüßen. Aber wenn Hans heute mal auf ein kleines Schwätzchen kommt und ihr ihn übermorgen in der Eisdiele trefft, er halt einfach ein bisschen ins Familienleben integriert wird, dann wird es wohl richtig laufen.

Ich glaub übrigens im Gegensatz zu manch anderen, dass sich eine Beziehung nur dann sinnvoll in die richtige Richtung entwickelt, wenn ihr euch AUCH als Familie trefft. Deshalb könnt ihr am Wochenende oder wenn dein Kind nicht da ist natürlich dennoch auch reine "Paarzeit" verbringen mit knutschen, Händchenhalten, Verliebtsein. Aber wenn man eine Familie hat und das längerfristig passen soll, dann muss der Partner irgendwie auch ganz natürlich in die Familie integriert werden - ob jetzt als Ersatzpapa oder Mamas Freund. Ich seh auch den Vorteil, wenn Hans nicht von heut auf morgen als "Mamas Freund" auftaucht, sondern halt ein immer enger werdender Familienfreund wird, dass das Kind nicht meint - falls es doch nicht hält: "Huch, heut bringt Mama einen Freund daher, und morgen ist er dann keiner mehr." sondern dass Hans halt immer öfter vorbeischaut, Mama dabei glücklich ist und irgendwann Hans halt leider nicht mehr kommt. Das ist zwar dann nicht schön - ist es irgendwie nie - aber nicht so "schwarz-weiß" oder irgendwie "unentschlossen". Kanns grad nicht beschreiben.

Wie hast Du dein Kind denn an Deine Freundinnen herangeführt?

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