wie werde ich meinen mann los

    • (1) 27.06.15 - 19:59
      kannmichnichttrennen

      hallo,

      ich weiß, ich werde nicht drumherum kommen, aber ich habe das gefühl, ich bin nur noch der kinde rmit meinem mann zusammen. sie sind 9 und 5 und ich möchte eigentlich nur das beste für sie.

      kurz zur situation. wir sind seit 10 jahren zusammen und verheiratet. heirat vor 6 jahren. mein mann war ein sehr lieber mann bis vor ca 6 jahren die sicherung das erste mal durchbrannte und er unser damals 3 jähriges kind grundlos anbrüllte. diese vorfälle häuften sich, ich habe dann gesagt, er solle seine schlechte laune lieber an mir auslassen, das war aber auch keine lösung. manchmal ist es ein paar wochen oder monate besser, dennoch habe ich so oft das gefühl, er verletzt die kinder verbal. andererseits, kann er tolle sachen mit ihnen machen. letztens war wieder eine situation am essen, der kleine mäkelte, er schrie rum und schickte ihn raus, bis er fertig gegessen hatte und sagte dann noch, "du hast mir jetzt den appetit verdorben" nachdem er satt war und das zu einem 5 jährigen.

      leider ist mein gefühl zu ihm dadurch immer weniger geworden und manchmal kann ich ihn kaum ertragen. dann hängt er noch mehr wie eine klette an mir. ich will raus, ich will aber auch nciht allein erziehend sein, denn ich weiß nicht, welches problem den kindern mehr schadet. eine trennung oder eltern von denen wenigstens einer unglüclich ist (ich) und einen vater der einfach seine gefühlsausbrüche nicht unter kontrolle bekommt.

      selbst wenn er sich gebessert hat, gibts für mich leider kein zurück mehr. er tut so als wäre nichts. er liebt mich... ich kann ihn nicht verletzen, am liebsten wäre mir, er würde einfach von sich aus gehen und mir die entscheidung abnehmen.. dann denke ich wieder in dem ganzen alltag ist es auchschwierig mit der leidenschaft.

      ich weiß einfach nicht, wie schlimm dieses gebrülle für kinder ist. für mich ist es furchtbar aber ich bin auch ziemlich empfindlich. bei uns wurde nicht mal gestritten, was vielleicht auch nciht ideal ist...

      lg

      • Hallo

        mal ganz abgesehen davon das du nichts mehr für deinen Mann empfindest, die Situation für deine Kinder ist ungesund.
        Mit seinen verbalen Ausbrüchen fügt er den Kindern Schaden zu. Bleibenden seelischen Schaden. Das Selbtwertgefühl wird nieder gemacht und eine Mutter dazu, die ihren Kindern solchen Ausbrüchen ausetzt.
        Warum lässt du das überhaupt zu und bietest ihm nicht sofort die Stirn mit der Schreierei aufzuhören? Er schickt das Kind raus und du sitzt daneben und lässt das geschehen?

        Er soll seine schlechte Laune an dir auslassen als Lösungsvorschlag?

        Du musst dich vor deine Kinder stellen und sie schützen, aber nicht indem du deine Wange hinhälst.
        Soll er doch um den Block rennen und sich abreagieren oder sich Hilfe suchen.

        Sprich klare Worte und kündige ihm an, was es für Konsequenzen hat, wenn es noch mal passiert. Sein Auszug! Die Trennung!

        Du möchtest das Beste für deine Kinder dann musst du handeln.

        Saludos

        (3) 27.06.15 - 21:21

        Wie sich Dein Mann verhält ist nicht gut, aber ich kann ihn verstehen.

        M.E. -so geht es zumindest mir seit wir Kinder haben- fühlt er sich vernachlässigt. Mütter neigen dazu, ihre ganze Liebe auf die Kinder zu konzentrieren und wir Männer fallen dann hinten runter. Eine Zeit lang kann man das als Mann akzeptieren, aber mit der Zeit steigert sich die innerliche Wut und die Kinder, die ja nichts dazu können, aber indirekt die Ursache sind, bekommen es ab.

        Könnte ich da mit meiner Vermutung richtig liegen?

        Was macht ihr als Paar noch zusammen?

        Habt ihr noch Zweisamkeit? Zeigst Du Deinem Mann noch, dass er Dir auch wichtig ist?

        Gehe in Dich!

        • (4) 27.06.15 - 21:31

          Hallo.

          >>> aber mit der Zeit steigert sich die innerliche Wut und die Kinder, die ja nichts dazu können, aber indirekt die Ursache sind, bekommen es ab. <<<

          Und das macht ein solches Verhalten inwiefern besser, bzw. inwieweit ist diese Entschuldigung für die leidenden Kinder hilfreich?

          Sollte sich ein erwachsener Mann und Vater nicht besser im Griff haben, als Frust und Wut an den schwächsten Gliedern der Kette auszulassen?

          Sorry, "Antwort eines Mannes", aber wenn Du mit Deiner Vermutung richtig liegst, ist der Mann der TE ein armes Würstchen ...

          ... und Männer, die dann auch noch der Ehefrau den schwarzen Peter für ein solches untragbares Verhalten zuschieben wollen, sind auch nicht besser.

          LG

          • (5) 27.06.15 - 21:36
            Antwort eines Mannes

            @rebekka

            Ich habe nicht das Verhalten des Mannes der TE gutgeheißen.

            Ich habe lediglich versucht zu erklären, wo die Wutausbrüche herkommen könnten.

            • (6) 27.06.15 - 21:39

              Dann solltest Du dringend an Deinen Formulierungen arbeiten ...

              ... Deine Erklärung klang nämlich vielmehr wie eine Entschuldigung für den armen vernachlässigten Ehemann plus Schuld bei der Glucken-Mutter.

      Hallo!

      Meine Eltern sind zusammen geblieben, obwohl sie unglücklich waren und oft Streit hatten - bis ich mit 16 meine Mutter gefragt habe, warum sie sich nicht endlich trennt.

      Zusammen bleiben ist ein Fehler, weil dadurch diese schlimme Situation nur in alle Ewigkeit verlängert wird. Ja, die Trennung ist schlimm - für ungefähr ein Jahr, bis die Kinder alle Umstellungen die damit einher gehen verkraftet haben. Eine kaputte Ehe dagegen, die kann man die ganze Kindheit durch mitmachen. Hilft niemandem.

      • (8) 29.06.15 - 07:55
        kannmichnichttrennen

        hallo,

        darf ich dich mal fragen, wie es bei euch zu hause war und ob du selbst den wunsch dass deine mutter geht, auch schon früher? hast du noch geschwister? am liebsten würde ich in meine kinder reinsehen wie sie das sehen, ich denke sie wollen natrülcih dass alles so beibt wie es ist. aber man weiß es nicht. wenn ich wüßte, dass sie schaden nehmen wäre ich auch schneller weg..

        mein großer wurde neulich gefragt, ob er angst vorm papa hätte, er sagte früher schon, jetzt nicht mehr. klingt nach gewöhnung. auch schlimm. ich bin echt feige und unsicher.. denn ich kenne auch menschne mit cholerischen eltern und dennoch lieben sie sie.

        lg

        • Hallo!

          Ich hatte eine sehr sehr unglückliche Kindheit. Meine Eltern haben sehr oft gestritten, meine frühesten Kindheitserinnerungen sind schlimme Streits, einige Male ist meine Mutter mit dem Auto weg gefahren und ich hatte wahnsinnige Angst, dass sie mich zurück lässt.

          Ich habe zwei ältere Brüder, denen ging es kaum besser. Einer hat heute nur noch sehr sporadisch Kontakt zum Rest der Familie, weil es eben doch viel kaputt gemacht hat. Und bei mir hat sich das Verhältnis zu meiner Mutter auch nur sehr langsam gebessert, es gab auch jahre, wo ich sie gar nicht besucht habe, weil einfach so viel zwischen uns stand. Ein besseres Verhältnis heißt aber auch nur, dass wir alle 2 Wochen telefonieren und ich vielleicht alle 2-3 Monate mal zu Besuch komme. Ich denke, meine Mutter würde sich da schon mehr wünschen, aber es ist eben echt viel gewesen, so wirklich geliebt habe ich mich nicht gefühlt, es war eben immer nur Streit und Geschrei. Dabei bin ich diejenige, die den intensivsten Kontakt zu ihr hat.

          Meine Eltern waren beide unglücklich in der Ehe, daher der Streit, und wenn sie dann Frust hatten, haben wir Kinder das eben auch abbekommen. Ohrfeigen für so schlimme Verbrechen wie Turnbeutel vergessen oder eine schlechte Note. Angeschrien werden, weil man fehler in der Französisch-Schulaufgabe gemacht hat und so Zeug. Irgendwann hatte ich einfach nur noch Prüfungsangst bei dem gedanken was mich bei der nächsten schlechten Note erwartet - was meinen Noten gar nicht gut bekommen ist.

          Gelacht wurde selten zu Hause, höchstens, wenn mein Vater nicht daheim war. Saßen beide Eltern mit am Tisch, war die Stimmung einfach nur frostig. Irgendwann habe ich aufgehört zu essen, sondern vom Taschengeld Süßkram gekauft und woanders in mich rein gestopft, etwa in der Schule, weil ich in dieser Stimmung einfach nichts runter bekommen habe. Es ist nicht gerade förderlich für eine gute Figur, wenn die Hauptmahlzeit aus Schokolriegeln besteht.

          Liebe und Zuneigung habe ich selten erlebt, vor allem später gar nicht mehr, einfach weil die Stimmung wirklich immer schlimmer wurde. als ich so etwa 12 war ist meine Mutter aus dem ehelichen Schlafzimmer in ein anderes Zimmer gezogen, und meinem Vater nur noch aus dem Weg gegangen,wenn sie nicht gerade gestritten haben. Es gab dann auch keine gemeinsamen Urlaube mehr.

          Ich hatte mir da schon sehr gewünscht, dass sie sich endlich trennen, ich hatte damals Freundinnen mit geschiedenen Eltern und habe sie wirklich beneidet. Es ist ja nicht so, dass meine Eltern schlechte Menschen wären, sondern sie haben einfach nicht zusammen gepasst, sich gegenseitig unglücklich gemacht, gestritten und hatten viel Frust, den dann wir Kinder abbekommen haben. Jeder für sich alleine war ok. aber zusammen in einem Haus ging echt gar nicht, sie haben sich immer weiter hoch geschaukelt. Bei meinen Freundinnen war zwar die Scheidung an sich schlimm, vielleicht mussten sie auch umziehen oder gar die Schule wechseln, aber danach hatten sie eine entspannte Mutter die auch mal gelacht hat, und einen Vater den sie am Wochenende besucht haben und der sich da dann auch ins Zaug gelegt hat, um den Kindern was zu bieten. Und wenn das kein ständiger Alltag ist sondern nur zwei Tage, sind auch cholerische Väter erträglicher. So lange können die sich zusammen reißen, wenn ihnen dran liegt, dass die Kinder gerne kommen.

          Als meine Brüder dann ausgezogen waren habe ich irgendwann meinen Mut zusammen genommen, und meine Mutter gefragt, warum sie sich nicht endlich trennt. Die Antwort war wegen uns Kindern, sie wollte eigentlich warten, bis ich auch ausgezogen bin. Das wollte ich gar nicht und habe es ihr auch so gesagt. Was hatte ich denn von einem großen Zimmer, wenn zu Hause nur Streit war?

          Sie hätte schon viel viel früher gehen sollen, ich hätte allemal lieber mit einer kleineren Wohnung und einem Schulwechsel gelebt, als jeden Tag zu Hause den Streit mitzumachen.

          Denk wirklich drüber nach, ob es das wert ist, jeden Tag, Jahrelang.

          Viele Grüße
          S.

          • (10) 29.06.15 - 13:37
            kannmichnichtrennen

            hallo vielen dank für deine antwort.

            also jeden tag streiten wir nicht mehr, war aber auch schon so. inzwischen reichen die wutanfälle auch mal 2 wochen nicht. dann wieder ein paar tage am stück...

            es ist wirklich schwer, man merkt den kindern nicht an, dass der vater brüllt, was man ja meinen könnte. ich habe einfach angst was falsch zu machen?!

            lg

            • Wenn bei euch oft mehrmals pro Woche Gebrüllt wird, egal ob zwischen euch als Eltern oder zwischen einem Elternteil und den Kindern, dann ist das zu viel. Wenn jetzt mal 2 Monate wirklich nichts wäre, weder Streit zwischen euch noch mit den Kindern - ok.

              Aber so wie jetzt geht es nicht weiter. Du kannst es mit einer Eheberatung versuchen, auch um Deinem mann zu vermitteln, dass er was ändern muss, um Dich zu halten. Dadurch können auch Deine Gefühle wieder kommen. Oder ihr seht beide ein, dass es so nicht mehr geht und trennt euch friedlich.

              Ich würde wohl eine Eheberatung vorschlagen und dann wenigstens in dem Gefühl gehen, alles versucht zu haben, um die Ehe zu retten.

    Das fiel mir bei deiner Überschrift ein.

    https://www.youtube.com/watch?v=298nld4Yfds

    Vielleicht kannst du ein wenig drüber lächeln? #liebdrueck

    Und dann ernsthaft: DU willst ihn loswerden, und das aus gutem Grund. Sei dir sicher, Gebrülle tut keinem Kind gut. Es kann traumatisieren, es kann prägen, es kann Ohren kaputtmachen, ganz salopp gesagt.

    Atme tief durch und ändere DICH. Du willst warten, bis er von allein geht. Das kann ggfs ewig dauern, je nachdem, wie er die Sache sieht.
    Vielleicht muss das Gefühl des "sich entliebt habens" noch verstärken bei dir. Aber, sei dir sicher, die Liebe kehrt nicht zurück, wenn du doch weisst, du liebst ihn nicht mehr. Und dafür gibt es ja eben auch diesen Grund, sein Verhalten, auch den Kindern gegenüber.

    Du tust den Kindern Gutes, wenn du authentisch bist, nicht aufopfernd. Aber du opferst dich und dein Leben auf, wenn du meinst, bei einem motzenden, brüllenden Mann bleiben zu müssen, der Kinder wegen. Zumal, lies dir das mal durch. ER brüllt die Kinder an, diese leiden darunter, DU bleibst bei dem Mann, damit die Kinder ihren Vater nicht verlieren.
    Ihren sie anbrüllenden Vater.

    *räusper*

    Ich sage dir, alleinerziehend sein ist na klar kein Zucker schlecken, aber es ist machbar. Und in etlichen Fällen ist das eine echte Befreiung. Es kann allen Beteiligten helfen, das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern. Vielleicht kann eine Trennung euch Ruhe bringen, Versöhnung, ein neues Leben und ein neues Miteinander. Die Kinder können vielleicht einen Papa erleben, der nicht mehr immer nur brüllt, sondern mal die Zeit, der er mit seinen Kindern hat, geniesst. Und dann können sie auch ihren Papa geniessen. Du kannst zur Ruhe kommen und deine Kinder auch. Ihr könnt euch zu dritt ein Leben aufbauen, dass nicht mit verbalen Verletzungen gespickt ist.

    Manchmal ist "ohne Partner" wirklich besser als "mit Arschloch zusammen". Ach, meistens ist das so.

    Ich wünsche dir den Mut und die Kraft, die du brauchst, um den Schritt zu wagen, der euch helfen kann.

    Alles Gute

    White (du hast genau dieses eine Leben. Und deine Kinder auch. Bedenk das immer.)

    • (13) 28.06.15 - 09:59

      hallo wbp,

      vielen dank für deine meinung. ich habe dich schon einige male gelesen und finde dass du neben dem richtigen ton eigentlich immer einen gesunden ratschlag hast.

      ich weiß, dass du recht hast, ich weiß nur nicht wie es dann weitergeht. das haus gehört ihm, d.h. ich müsste mit den kindern ausziehen und es einfach schonmal von langer hand planen. inzwischen geht es mir auch besser, ich sehe es sehr klar, dass ich ihn nicht mehr liebe, soweit war ich bislang noch nicht. natürlich schwingt die angst des sozialen absturzes mit, obowhl ich im moment halbtags arbeite und mein job sowohl spaß macht als auch derzeit sicher zu sein scheint. naja, aber das weiß man nie.

      ich weiß nicht mal ob es besser wäre zu meiner familie (500 km) zu ziehen oder hier zu bleiben, eigenltihc gefällt es mir hier ganz gut, bis auf die einsamkeit, gute freunde sind selten...

      mein mann ist extrem geizig und wird sich natürlich schwarz über eine trennung ärgern sofern er unterhalt zahlen muss. ich habe einfach angst. diese angst hat die beziehung kaputt gemacht.

      also nochmal einfach danke für deinen beitrag und lg.

      • Danke für das Lob.#blume

        Geh zu Pro Familia, lass dich beraten, damit du weisst, wie es tatsächlich für dich aussehen würde. Mach dich schlau, das macht gleichzeitig stark.
        Ich habe mir zwei Jahre lang den Wohnungsmarkt angesehen (so lange brauchte ich, um mich endlich zu trennen), mir einzelne Wohnungen auch schon angesehen, einfach, um mir selbst mehr Sicherheit zu geben: Kann ich hier in diesem Stadtteil leben? Reichen 3 Zimmer für die Kinder und mich aus, oder brauche ich 4 Zimmer?
        Auch eine Beratung bei einem Anwalt kann dir helfen.

        Ein Wegzug ist immer ein grosses Risiko, auch sollen die Kinder ihren Vater sehen können und er hat ein Recht darauf, sie regelmäßig zu sehen. Bei 500km ist das nicht so leicht...

        Und ein halbwegs sicherer Arbeitsplatz ist auch viel wert, aber das weisst du ja schon.
        Ich habe damals nach der Trennung mehr gearbeitet. Zunächst hatte ich einen gut bezahlten Minijob nebenbei, so dass ich mit 6 Stunden mehr Arbeitszeit in der Woche 400€/Monat zusätzlich auf der Hand hatte. Da das aber zu aufreibend war (zwei Jobs, zwei Schulkinder im Trennungsschmerz, ich allein, ein grosser Umzug, der zu bewältigen war, laufende Trennungsberatung etc.), habe ich den Minijob aufgegeben und stattdessen von 20 auf 25 Stunden erhöht. Mit dem Unterhalt kam ich dann gut hin.

        Mein Chef sagte mir damals, dass so eine Trennung unglaublich viel fordert vom Menschen (wir sind alles Sozialarbeiter, da reden wir auch über so etwas...;-)):

        Die Säulen, die einen stützen, sind plötzlich wacklig.

        - Die Beziehung ist zerbrochen, die Säule fehlt komplett
        - Die finanzielle Lage ist unsicher, also eine Säule, die keinen festen Halt bietet
        - Die Wohnung ist kein Heim mehr, muss ggfs ausgelöst werden, neu gegründet werden, also auch da Unsicherheit.
        - Freunde teilen sich auf, ergreifen Partie für einen von beiden, ziehen sich aus Unsicherheit ganz zurück, während andere immer da sind für einen - zum einen gut, zum anderen auch anstrengend, das alles neu sortiert zu bekommen.
        usw.

        Als er mir das schilderte, wurde mir erst klar, wie viel man als Mensch zu leisten hat in so einer Situation. Aber, und das ist wichtig dabei, es ist möglich. Stück für Stück, Säule für Säule wieder festigen oder neu aufrichten.

        Das soll dich nicht abschrecken. Denn wenn die Beziehung nicht mehr funktioniert, merkt man irgendwann, wie viel Gewicht eigentlich genau auf dieser Säule liegt im Leben.

        Wie gesagt wünsche ich dir viel Kraft. Hol dir Unterstützung, wenn keine engen Freunde vor Ort sind, mir hat damals auch mein bester Freund aus Berlin viel geholfen. Das Telefon stand nicht still in einigen Wochen.

        #liebdrueck

        • (15) 28.06.15 - 14:43

          alles was du sagst, ist mir inzwischen bewußt, ich weiß auch, dass eine schlimme zeit erstmal bevorstehen wird. ich weiß ja noch nichtmal ob die kinder mit mir ausziehen wollen. der große hängt sehr an seinem vater, dennoch beschwert er sich häufiger über dessen ton und ausraster auch seinem bruder gegenüber. natürlich soll dieser sie auch sehen können oder z.b. im krankheitsfall mal einspringen und weiterhin tolle sachen machen. aber ohne unterhalt seinerseits, bzw wenn dieser sagt, die kinder bleiben bei ihm, weil er das haus hat und im prinzip den ganzen tag zu hause ist, er ist selbstständig. ...

          ich habe schon etwas angst die kinder zu verlieren, denn er brüllt ja "NUR". muss ich das irgendwie beweisen können? also aufnahmen oder ä.?

          ach und wofür hast du dich letzlich entschieden? 3 oder 4 zimmer?

          lg und vielen dank!

          • Ich habe mich für 3 Zimmer entschieden.

            Mit den anderen Fragen und Unsicherheiten kann ich dir nicht helfen. Ich war nicht in der Situation, dass mein Ex die Kinder hätte haben wollen. Er war immer darauf bedacht, seine Freiheiten geniessen zu können.

            Vielleicht gibt es noch andere Stimmen, die dir da weiterhelfen können.

            L G

            White

(17) 28.06.15 - 17:15

Ich kann Dir nur dringend abraten, Dich zu trennen.

Lass Dich hier nicht von ungesunden Ratgebern in die Irre führen.

Das Brüllen Deines Mannes ist nicht gut. Das solltest Du/Ihr ergründen.

Du schreibst selbst, dass Dein Mann ein liebevoller Vater ist. Deine Kinder werden es Dir nicht verzeihen, wenn Du die Familie zerstörst.

  • (18) 28.06.15 - 23:27
    kannmichnichttrennen

    hallo,

    warum werden sie mir das nicht verzeihen? zur trennung gehören 2. auch wenn von seiner seite vielleicht noch liebe ist, gab es zeiten wo ich davon nichts gemerkt habe. erst seitdedm er merkt, dass ich mich innerlich zurückziehe ist er ruhig und liebevoll. authentisch ist auch das nicht.

    ich bin selbst scheidungskind und kenne auch viele. die meisten hätten sich sicher gewünscht, dass die eltern zusammengeblieben wären, aber keiner hasst seine eltern. manche hassen ein elternteil, dass das verlassen wurde, weil sich nicht mehr um sie gekümmert wurde (nach der trennung) oder weil sie zu hause viel streit und ärger mitbekommen haben.

    meine kinder lieben ihren vater, alle kleineren kinder tun das. ich würde ihm auch garnicht den umgang verbieten, meinetwegen kann er sie sehr häufig sehen, aber wohnen sollen sie bei mir!

    lg

    • (19) 29.06.15 - 14:21

      Hallo,

      das hier ist doch eine ganz schlimme Diskussion.

      Zu den Fakten. Dein Mann schreit ab und zu, meist Monate und Wochenlang garnicht. Deswegen liebst du deinen Mann nicht mehr und willst dich von ihm trennen.

      Sonst ist er ein toller Vater, unternimmt viel mit den Kinder und liebt dich aber noch.

      Ich finde es traurig, dass hier einige so auf Kuschlekurs mit dir gehen. Jeder macht Fehler in der Erziehung, alle die hier so toll schreiben, haben bestimmt auch schon viel falsch gemacht.Dein Mann hat mal geschrien, nicht geschlagen oder das Kind gedemütigt. Das anscheinend auch nicht oft, weil das zeitlich gar nicht geht, wenn monatelange Pausen dazwischen sind

      Du willst dich von deinem Mann trennen, warum weiß ich nicht, und willst hier hören, dass das ok und richtig ist.Die Antworten die du Befürworten und Kritikern gibst zeigen das sehr gut auf.

      Eine wirklich Lösung wäre Kommunikation, hast du aber kein Bock drauf, also viel Spass in deiner drei Zimmer Wohnung. Ist bestimmt geil.

      Alles Liebe

      • (20) 29.06.15 - 16:24

        jetzt aber mal halblang. ich habe 5 jahre versucht, dran zu arbeiten. er wollte weder was unternehmen, noch reden, noch eine beratung in anspruch nehmen.

        er hat sich gebessert ja, es gab aber durchaus zeiten, z.b. letzten winter wo bestimmt 2 monate jeden tag was war mit geschrei. jetzt wo er merkt, dass ich abstand nehme, wird er zum lamm. meine mutter hat meinen vater 5 x verlassen, bevor sie eingesehen hat, dass er sich nciht ändern wird.

        ich fühle mich übrigens selbst total scheiße damit, dass kannst du mir glauben!

Hallo,
ich bin Scheidungskind und glücklich damit.
Es gab nie einen Grund dies irgendjemandem zu verzeihen, weil ich nie böse deswegen war.

Also mal nicht alle über einen Kamm scheren.

Top Diskussionen anzeigen