Affäre die zeit danach

    • (1) 29.06.15 - 08:16
      9nn

      Guten Morgen
      Ich stecke gerade in dieser Situation ....mein mann hatte ne Affäre
      Alle die das erleben mussten wissen wahrscheinlich wie es mir geht.

      Ich habe viele Seiten im Internet gelesen da geht es um die akute Situation. .

      Meine Frage richtet sich an die dessen Affäre schon länger zurück liegt also 3-4 Jahre ?

      Wie geht es euch ?
      Wie hat sich die Beziehung verändert ?
      Spielt das noch ne Rolle ?
      Diese schmerzen vergehen die ?
      Hat sich dieser Kampf gelohnt ? Oder ging doch alles in die Brüche ?

      Und ganz wichtig seit ihr je wieder glücklich geworden ?

      Vielen Dank schonmal

      • (2) 29.06.15 - 10:48

        Für mich persönlich hat sich der Kampf erstmal nicht gelohnt.... Mein Mann hatte ein Affäre, wir wollte unsere 15 jährige Ehe nicht deswegen wegschmeißen.
        Also Neustart, mit Änderungen, Beteuerungen, Verbesserungen... ich denke das ist die Phase in der Du gerade steckst?

        Es war eine schöne Phase, wir haben wieder viel zusammen gemacht, erlebt, Nähe gespürt - dennoch waren da diese Momente in denen ich unsicher war, zweifelte ob wieder was läuft, fragte, nervte und er mir meiner Meinung nach nicht genug Verständnis entgegenbrachte, schnell genervt war von mir. Dabei war er doch derjenige welche...

        Kurzversion, nach weiteren drei Jahren fand ich heraus, dass er nichts änderte, weiterhin Affären hatte und ich beendete die Ehe.

        Für manche Paare mag das wie ein Neustart sein, wenn der der vorher betrogen hat, auch wirklich etwas ändert und dem verletzten Part genug Verständnis entgegen bringt. so wie mein heute Ex-Mann sicher verhalten hat ging es jedoch nicht.

        Heute sind wir beide wieder richtig glücklich, mit neuen anderen Partnern die viel besser zu uns passen als wir vorher gepasst haben.

        Lichtchen

        (3) 29.06.15 - 11:25

        Hallo,

        Kann nur von einer sehr guten Freundin reden. Da ist es ca 5 Jahre her und sie sind zwar noch verheiratet (ich glaube, die beiden lieben sich wirklich doll), aber überwunden hat sie es kein bisschen, gesxhweigedenn vergessen. Es nagt an ihr und sie macht sich immer Gedanken wo ihr Mann die nächste Frau kennen lernen könnte usw.

        Lg

        (4) 29.06.15 - 12:19
        Nicht einfach

        Ich habe es vor 3 Jahren erfahren, dass mein Mann eine Affäre hatte.

        (Zu dem Zeitpunkt waren wir 19 Jahre zusammen)
        Er hat viele Jahre alles versucht, es vor mir geheim zu halten. Bis das Lügengerüst dann doch zusammengefallen ist.
        Er ist an eine Dame geraten, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt hatte. Stalkerei vom Feinsten...

        Naja, was soll ich sagen. Ich habe mich nicht getrennt. Da sind zwei Kinder, denen ich eine Trennung nicht zumuten will, ein gemeinsames Geschäft, meinen nicht vorhandenen Mut es auch alleine zu schaffen...

        Verziehen habe ich nicht. Werde ich auch nicht.

        Unsere Basis ist irreparabel zerstört. Werde ihm nie wieder 100% vertrauen.
        Obwohl ich, mit Hilfe einer gemeinsamen Therapie, mittlerweile sogar verstehe, warum es passiert ist und er seinerzeit nicht mächtig war, es klar zu beenden.

        Bin verbittert über die ganzen Lügen, mitten ins Gesicht.

        Hätte gerne Mitspracherecht über MEIN Schicksal gehabt.

        Es hat mir soviel an Lebensqualität genommen. Von der Sexualität mal ganz zu schweigen...

        Und mein Mann bereut zutiefst, ist unendlich reumütig. Versucht alles, um mich zu (be)halten.
        Aber es wird, bei uns, nicht mehr so, wie es mal war. Das ist bitter.

        Mal schauen, wo die Reise mit mir hingeht.

        Dir wünsche ich ganz viel Kraft und alles Liebe.

        • (5) 29.06.15 - 12:40

          Vor einigen Jahren kam heraus, dass ein Kollege über längere Zeit (3-4 Jahre) eine Affäre mit einer Arbeitskollegin hat.

          Die Affäre flog auf, da die Affäre von ihm ein Kind bekam.

          Er, verheiratet, 2 Kinder, musste zu Hause beichten. Rauswurf/Trennung die Folge.

          Nach einiger Zeit war die Wut/Enttäuschung nicht mehr so groß. Das Ehepaar setzte sich zusammen und erforschte die Gründe. Die Frau konnte einsehen, warum er eine Affäre hatte.

          Die Affäre wurde beendet und heute lebt das Ehepaar -angabegemäß wieder glücklich- zusammmen.

          So geht es auch.

          (6) 29.06.15 - 14:29

          "Aber es wird, bei uns, nicht mehr so, wie es mal war. Das ist bitter."

          DAs verstehe ich nicht recht. Auch ohne Affaire entwickelt sich hoffentlich eine Beziehung. Mal zum Besseren, mal zum Schlechteren...es bleibt doch nie etwas, wie es mal war.

          Panta Rhei. :-)

          Liebe Grüße
          Luka

          • (7) 29.06.15 - 15:30

            Ich meine damit das Urvertrauen, welches mal da war. Die Aufrichtigkeit...

            Alles zerrüttet für ein bisschen Nervenkitzel.

            Das empfinde ich als bitter, ja.

            Und natürlich entwickelt sich eine Beziehung, auch unabhängig von einer Affäre, das ist doch klar.

            LG

            • (8) 29.06.15 - 16:12

              Ich habe zum Thema "Fremdgehen" einen anderen Zugang, deshalb fällt es mir schwer zu verstehen, wie das Urvertrauen so nachhaltig zerstört werden kann.

              Wenn du mal ein paar Gedanken zum Thema lesen willst, kann ich dir ein Buch empfehlen, das mir mal jemand empfohlen und mich so zum Nachdenken angeregt hat. Es trägt den provokativen Titel "Treue ist auch keine Lösung".

              http://www.amazon.de/Treue-ist-auch-keine-L%C3%B6sung-ebook/dp/B005OPSWWY/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1435579769&sr=8-2&keywords=treue+ist+auch

              Liebe Grüße
              Luka

              • (9) 29.06.15 - 16:37

                danke für den Buchtip...

                Mittlerweile sehe ich das mit körperlicher Treue auch anders.

                Trotzdem; ich hätte mir gewünscht, mein Mann hätte mit mir damals das Gespräch gesucht. Und wir hätten neue partnerschaftliche "Regeln" vereinbart...

                Gleiches Recht für beide...

                Du kennst meine Geschichte nicht. Sie ist lang und kompliziert.
                Wir sprechen nicht von einem einmaligen Ausrutscher, in einem schwachen Moment.
                (Davon hätte ich noch nicht mal was wissen wollen)

                Danke dir aber trotzdem sehr, für deine Zeilen.

                • Glaubst du, dein Mann ist glücklich so wie es jetzt zwischen euch ist?

                  Ich frage deshalb, weil ich mir vorstellen kann, dass er irgendwann auch nicht mehr so weitermachen will und sich trennt. Ich würde es vermutlich. Nicht sofort, aber wenn nach Jahren kein Weiterkommen in Sicht ist und meine Partnerin ihren Respekt vor mir verloren hätte, dann würde ich irgendwann gehen.

                  Willst du, dass er irgendwann geht?

                  • (11) 29.06.15 - 22:26

                    Wo hast du rausgelesen, dass ich keinen Respekt meinem Mann gegenüber mehr hätte?

                    Natürlich ist er nicht glücklich, jetzt wo er (endlich) alles reflektiert und sieht, welch hoher Preis das für unsere Partnerschaft war und ich mich verändert habe.

                    Wir sind trotz der ganzen Scheiße, ein gutes Team, eine sehr nette und lustige Familie. Weder Streit, noch Gewalt.

                    Wir stecken nach wie vor in einer Eheberatung.

                    Warum sollte ich wollen, dass er geht?
                    Ich verstehe deine Schlussfolgerung nicht.

                    Gehen/beenden kann man es immer, wenn man nicht mehr bereit ist, sich wieder anzunähern und die Sache aufzuarbeiten, bzw. wenn der Drop gelutscht ist.

        (12) 14.07.15 - 18:43

        Oh Mann. Ich fühle so mit dir! Auch wir sind 19 Jahre zusammen, 2 Kinder. Deine traurigen worte könnten von mir sein. Ich bin so verletzt worden von dem Menschen den ich am meisten geliebt habe und liebe. Diese beklemmungen hören nicht auf. Wie konnte er nur? Warum? ...... Denke täglich, stündlich daran. Komme mir so minderwertig vor. Ich wünsche mir einfach nur wieder glücklich werden zu können. Es zereisst mich innerlich. Ich wo immer mit diäten beschäftigt war, versuche zur Zeit zuzunehmen. Das wünsche ich niemandem!!

    (13) 29.06.15 - 12:29

    Treue ist für ca. 90 % der Menschen ganz wichtig. So müssen wir leben, treu. So wurde es uns anerzogen und so fordert es unsere Gesellschaft.

    Männer sind jedoch Schweine (Manche Frauen aber auch). Blöd nur wenn diese, ihre Affären beichten oder es heraus kommt.

    Ich mache mir gar keine Illusionen mehr. Männer sind entweder nicht treu oder totale Langweiler. Pest oder Cholera.

    Frauen verbinden Sex in der Regel mit Liebe, Männer weniger. Sex ist für sie Lustbefriedigung. Was ist daran so schlimm, wenn er mal Sex mit einer Anderen hat?

    Häufig kommen da Verlustängste und Eifersucht bei Frauen hoch. Aber der Partner ist kein Eigentum, hat eine eigene Sexualität.

    Die (sexuelle) Treue, die wir uns wünschen, und die Wirklichkeit klaffen leider weit auseinander.

    • (14) 29.06.15 - 18:46

      >Männer sind entweder nicht treu oder totale Langweiler

      Schön, wenn man die Welt so einfach sehen kann.

      In Wirklichkeit ist sie aber nicht nur schwarz und weiß, sondern mindestens grau, wenn nicht sogar ziemlich bunt!

(15) 29.06.15 - 12:41
keine richtige Affäre...

Guten Morgen,

mein Mann hatte keine lange Affäre, aber er hat eine Frau kennengelernt, sich mehrfach mit ihr getroffen und sie hatten ein mal Sex. Das war 2008. Als ich es herausfand, durch einen wirklich dummen Zufall, hatte mein Mann die Sache bereits beendet.

Für mich brach eine Welt zusammen. Zunächst habe ich die Beziehung beendet. Wir hatten damals noch keine Kinder. Nach vielen Gesprächen mit ihm, meiner Mutter und einem guten Freund, habe ich beschlossen uns noch eine Chance zu geben. Die Zeit danach war nicht einfach. Meine Stimmung wechselte zwischen euphorisch und zuversichtlich hin zu verzweifelt und deprimiert. Wir haben sehr viel geredet. Wichtig für mich war, dass er mir offen alle Fragen beantwortet, dass das auch zum 5. und 10. mal ohne die Augen zu verdrehen oder genervt zu sein. Das war er mir schuldig. Wir haben die Sache gut aufgearbeitet. Es war für uns beide nicht immer bequem und ich musste mir auch einen Teil der Schuld zugestehen. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen. Es hat gedauert, aber ich konnte es verzeihen, weil ich begann es zu verstehen, mich in seine Lage zu versetzen. Vergessen habe ich das nicht. Warum auch? Aber es verletzt mich nicht mehr, wenn ich daran denke. Es ist passiert. Wir können es nicht rückgängig machen und ich will es auch nicht rückgängig machen. So bescheuert das klingt, hat dieser Vorfall dazu beigetragen, dass wir uns näher gekommen sind. Wir wissen beide was wir wollen und wir wollen uns. Ich habe heute keine Angst mehr, dass das wieder passiert. Das bedeutet nicht, dass ich mir vollkommen sicher bin. Es gibt keine Garantie. Die gibt es aber auch nicht, wenn der Partner noch nie fremdgegangen ist. Ich zerbreche mir um ungelegte Eier nicht mehr den Kopf. Wenn es passiert, dann passiert es. Zerbrechen werde ich daran nicht. Das weiß ich jetzt, aber bei einem erneuten Seitensprung wären die Konsequenzen andere. Das weiß mein Mann. Er ist sehr dankbar dafür, dass ich ihm verziehen habe und mehr noch, er hat den größten Respekt davor. Das war natürlich ein langer Prozess bis hierhin, der eigentlich immernoch anhält. Ich bin dadurch innerlich gewachsen. Mein Selbstwertgefühl ist gewachsen, weil erkannt hab, dass mein Selbstwert nicht von den Handlungen anderer abhängt.

Fazit: Ich bin heute glücklich mit meinem Mann. Wir führen eine sehr liebevolle und respektvolle Beziehung, scheuen uns aber nicht mehr Probleme anzusprechen. Wir sind ehrlicher zu einander.

(17) 29.06.15 - 13:53
DieandereSeitedesfremdsex

Ich oute mich jetzt mal als Fremdgeher.

Warum tue ich das?

Seit wir Kinder haben, hat der Mohr (ich) seine Schuldigkeit getan. Meine Frau hatte immer weniger Lust. Annäherungsversuche wurden zum Teil mit wegschubsen "gewürdigt". Wochenlange, ja manchmal monatelange Sexpausen sind keine Seltenheit.

Ich habe geredet und geredet und versucht die Gründe zu erfahren, aber um so mehr ich hinterfragte, um so weniger wurde es.

Trennung kam aus finanziellen Gründen und da ich den Kindern kein zerbrochenes zu Hause bieten wollte nicht in Frage. Was soll ich den Kindern sagen? "Mama hat keine Lust mehr auf Sex?".

Ich fragte meine Frau sogar, was sie erwartet, wie ich damit umgehen soll? Achselzucken bzw. es kam "Mach was Du willst. Hauptsache Du kommst abends wieder nach Hause".

Ich gehe davon aus, dass meine Frau weiß, dass ich es tue. Sie will es aber nicht wissen und verdrängt es.

So, nunmehr die Frage an Euch Frauen. Glaubt ihr denn wirklich, dass wenn ihr keine Lust habt, Eure Männer auch keine Lust haben dürfen?

Und wenn sie dann fremd gehen und es heraus kommt, ist der Familienfrieden und das Vertrauen zerstört. Was denkt ihr Frauen Euch dabei?

  • (18) 29.06.15 - 14:09

    Was willst du mit diesem Beitrag eigentlich sagen?

    Meinst du alle Frauen, die betrogen werden, haben keine Lust auf Sex und lassen den man am ausgestrecken Arm verhungern?

    Fehlanzeige. Mein Mann hat mich betrogen, obwohl wir Sex hatten, oft Sex hatten und guten Sex hatten.

    Diesen Satz: "was denkt ihr Freuen Euch dabei?" empfinde ich als Frechheit. Du musst nicht von deiner Frau auf andere schließen. Außerdem gibt es für sexuelle Unlust Ursachen. Oder soll Frau den Mann einfach drüberrutschen lassen nur damit er nicht fremdgeht? Hätte mein Mann diese Einstellung gehabt, hätte ich ihm einen Tritt verpasst und ihn vor die Tür gesetzt.

    • (19) 29.06.15 - 14:24

      Tut mir Leid, wenn Du Dich angegriffen fühlst. Wenn es bei Dir anders war, kann ich Deine Entrüstung verstehen.

      Bei den Fremdgehern, die ich kenne, war die Lustlosigkeit der Frau fast immer der Grund. Frau will nicht, Mann hat auch nicht zu wollen. Siehe die Beiträge hier im Forum, es ist keine Seltenheit.

      • (20) 29.06.15 - 14:30

        Ich stimme dir zu, die gemeinschaftliche Sexualität wird sehr oft von der Frau bestimmt.. Und ich kann nicht nachvollziehen, warum man nicht einfach mal Sex haben kann, um dem Partner einen Gefallen zu tun.

        • Und ich kann nicht nachvollziehen, warum man nicht einfach mal Sex haben kann, um dem Partner einen Gefallen zu tun.

          Das kann man sicher einfach mal machen. Ich bin eh der Meinung, dass der Appetit beim Essen kommt (vorausgesetzt es schmeckt auch!!!) Eine Dauerlösung ist das aber nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass beide Partner langfristig glücklich damit sind.

          (22) 29.06.15 - 17:00

          Sehe ich auch so, und ich bin eine Frau.

          Und ja, ich mache manchmal mit, obwohl ich (erst) keine Lust darauf habe, meistens kommt diese dann aber währenddessen.

      Ich lese hier im Forum mindestents genauso häufig, dass Männer nicht wollen. #gruebel

      • (24) 29.06.15 - 15:04
        DieandereSeitedesfremdsex

        Das erscheint Dir hier so, da diese Plattform, ein mehrheitlich von Frauen genutztes Forum ist.

        Es gibt sicherlich auch Männer, die nicht oder weniger wollen, aber m.E. bestimmt Frau deutlich mehr das Sexleben, was läuft oder nicht läuft.

    (25) 30.06.15 - 02:54

    Jetzt mal ehrlich
    Mein Mann will auch sonselten Sex.. wenn ich riesen Glück habe so 2x die Woche.
    Manchmal wochenlang gar nicht. Ich bin im besten Alter und ich liebe Sex einfach. Brauche es öfter als 1x die Woche.

    Und langsam, ja langsam fällt es mir wirklich schwer nicht fremd zu gehen

    Zu schwer.

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