Angst. Kennt das jemand?

    • (1) 07.07.15 - 22:47
      Blöde Tage schonmal

      Hallo
      Verschiebt mich ruhig, wollte anonym schreiben.

      Mein Problem ist das Thema Angst. Seit über 20 Jahren schon Panikattacken. Zwischendurch mal besser, mal schlechter.

      Aber dann immermal wieder unverhofft: Angst!!!

      Angst vor Krankheiten

      Angst vor kontrollverlust
      Angst vor'm Tod
      Angst ....

      Kennt das noch jemand?

      • Das werden sehr viele hier kennen.

        Hast du schonmal eine Therapie gemacht?

        • (3) 07.07.15 - 23:08
          Blöde Tage schonmal

          Öfter schon. Auch wegen Verlustängsten.

          Ich höre etwas und denke oh je hoffentlich kriegst Du das jetzt nicht auch, oder passiert dir das nicht auch.

          Als mein Mädchen klein war, gab es in den Medien zu der Zeit viele Mütter die ihre Kinder böse Dinge angetan haben, geschüttelt, oder sowas böses und ich hab bittere Ängste durchgestanden, weil ich dachte:

          Nicht das ich mal so eine Kurzschlussreaktion bekomme wie diese Mütter zB. Weil meine kleine auch geschrien hat und ich Angst hatte davor überfordert zu sein, oder so zu reagieren.

          Habe alle Gegenstände weggelegt und versteckt, und der Psychologe meinte das das ein vertrauensproblem ist, Vertrauen in sich selbst und Angst vor kontrollverlust. Hat mir auch gesagt, das es normal ist als Mutter Angst zu haben um das Kind und wenn ich nur schon darüber Sorgen mache alles gut werden wird.

          Klar meine Prinzessin wird fast 16 und wehe ihr wird ein Haar gekrümmt.

          Aber Angst bleibt... Zwischendurch packt sie mich und dann muss ich erstmal wieder damit klarkommen. Schlimmer wird es, wenn ich alleine bin, Tage oder Eisprung anstehen.

          Manchmal reicht nur ein kurzer Schmerz in der Herzgegend, und schon stecke ich mittendrin, obwohl ich weiß es ist ok

            • (5) 07.07.15 - 23:23
              Blöde Tage manchmal

              Ja. Die letzte. Es Waren mit der letzten 3.

              • Und hat dir die Therapie weitergeholfen? Eine Therapie kann dir nicht unbedingt alle Ängste nehmen, aber man kann lernen, damit besser umzugehen. War das eine Langzeittherapie?

                Die Ängste, die du beschrieben hast, haben viele Menschen, aber bei dir scheint das zu sehr ausgeprägt zu sein, was deine Lebensqualität verringert.

                • (7) 07.07.15 - 23:34
                  Blöde Tage manchmal

                  Zum Beispiel bei Verlustängsten was die Partnerschaft angeht, ging es vor allem darum, wie ich die Ängste am besten in meinen Alltag integriert bekomme.

                  Und das mit dem Kontrollverlust, ich erziehe zwei Kinder alleine und trotz Partner habe ich schon immer Sorge um die beiden. Gerade sind sie beide im Urlaub und ich alleine und irgendwie kamen heute alte Ängste hoch.

                  Ich brauche manchmal nur einen Krankenwagen zu hören, wenn ich einen schlechten Tag habe oder eine Freundin die in der geschlossenen Arbeitet erzählt mir extreme Dinge, dann hab ich immer Angst sowas auch zu bekommen.

                  Stimmt. Manchmal frisst es echt Lebensqualität :(

                  • Wurde in einer der Therapien die Ursache bearbeitet? Hast du also mal eine Psychotherapie gemacht, oder eher Verhaltenstherapien?

                    • Die Verhaltenstherapie ist eine Form der Psychotherapie.
                      Meintest du eine Therapie, die eher tiefenpsychologisch angelegt ist?

                      • Ja, ich meine den tiefenpsychologischen Ansatz.

                        Es sollte m.M.n. bei ausgeprägten Angststörungen danach geforscht werden, wann sie weshalb erstmalig ausgelöst wurden, um dem eigentlichen Grund auf den Zahn zu fühlen.

                        Das ist richtig, dennoch steht die Stabilisierung an erster Stelle. Das ist übrigens keine eigene Meinung von mir, sondern State of the Art. Ideal ist eine Kombination aus verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Ansätzen. Leider ist es da schwierig, einen Therapeuten zu finden, der beides befürwortet und nicht dem einen Therapieverfahren ablehnend gegenüber steht. Unmöglich ist es aber nicht.

                        • Ja, die Psychotherapeuten mit dem tiefenpsychologischen Ansatz sind mit den Verhaltenstherapeuten nicht immer einig, umgekehrt ist es ähnlich. Ich arbeite vereinzelt mit dem ein oder anderen Therapeuten zusammen und höre staunend, dass man die Methoden des jeweils anderen nicht unbedingt gutheisst. Dabei denke auch ich, dass eine Kombination sicher wirkungsvoll wäre, in etlichen Fällen.
                          Naja, ich stehe nur daneben, bin keine Therapeutin, und möglicherweise sehe ich Dinge daher anders und unwissender, als die Fachmenschen es tun.

                          Ich wollte von der TE wissen, welche Therapieformen sie "schon durch hat", weil sie bereits drei Therapien abgeschlossen hat (so habe ich sie verstanden). Ich finde das wichtig zu erfahren, wenn es darum geht, was man ihr weiterhin raten kann.

                          L G

                          White

                          • Ich habe die TE so verstanden, dass sie bisher drei Therapien angefangen hat, aber nur die dritte abgeschlossen hat.

                            Ja, du hast schon wieder recht. Ich werde mal etwas gründlicher lesen müssen, entschuldige.
                            Aber man kann ja auch bei einer nicht abgeschlossenen Therapie "etwas mitnehmen", denke ich.

                            Auf jeden Fall fände ich es weiterhin interessant zu erfahren, welche Therapieformen das waren bei ihr.

                            Wie auch immer,

                            White

                            >>>Aber man kann ja auch bei einer nicht abgeschlossenen Therapie "etwas mitnehmen", denke ich.<<<

                            Das kann schon sein, ich kann mir allerdings vorstellen, dass eine abgebrochene Therapie beim Betroffenen ein Gefühl von "schon wieder versagt haben" hervorruft.

                            Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, warum man eine Therapie abbricht.

                            Ach, für einen Abbruch fallen mir einige Gründe ein.

                            Der Therapeut hat doch nicht gepasst

                            Das Thema wurde zu brenzlig und der Patient hat daher blockiert

                            Es kam etwas dazwischen (Umzug, Krankheit etc.)

                            Der Patient hat das Gefühl, "das bringt doch alles nichts"

                            Der Therapeut hat das Gefühl, sein Vorgehen führt nicht zum gewünschten Ziel (und bricht daraufhin ab)

                            Der Patient verliebt sich in den Therapeuten oder umgekehrt

                            Klingt vielleicht doof oder an den Haaren herbeigezogen, passiert aber immer wieder.

                            Ansonsten kann ich dir schon wieder nur zustimmen, sicherlich ist das Abbrechen einer Therapie für viele Menschen eine Art Versagen. Es sei denn, man blockiert/mauert derart, dass einem der Grund für sein eigenes Handeln nicht wirklich bewusst ist.

                            Puhh, mir ist nach gutem Kaffee. #tasse

                            >>>Puhh, mir ist nach gutem Kaffee. #tasse<<<

                            Da schließe ich mich mal an... :-)

                            >>>Ach, für einen Abbruch fallen mir einige Gründe ein.<<<

                            Es ist ein Segen für viele Menschen, dass Therapien von den Krankenkassen finanziert werden. Auf der anderen Seite denke ich manchmal, dass manche Leute mit ihren Therapien "sorgfältiger" umgehen würden, wenn sie zumindest einen Teil dazu bezahlen müssten.

                            #pro

                            Hier: #tasse StempelkannenKaffee mit frisch gemahlenen Bohnen. Besseres geht gerade nicht, ich bin nicht zu Hause. :-) Aber das hier ist auch schon recht gut. Prost. ;-)

                            #danke

                            Was ist Stempelkannen-Kaffee?

                            http://www.coffeecircle.com/kaffeezubereitung/french-press-cafetiere-pressstempelkanne/

                            So ein Teil habe ich zu Hause, wusste nur nicht, dass man das so nennt.

                            Wahrscheinlich ist das auch kein gängiger Begriff, Stempelkannenkaffee. Könnte sein, dass das einfach 1 : 1 aus dem Dänischen übersetzt ist. Meine Ma nennt es so. Und ich plappere es nach. #hicks

    (25) 08.07.15 - 06:42

    Hallo,

    bei uns ist es zwar sehr ruhig, der Club ist noch neu, aber komm doch zu uns. Ich hoffe, dass sich noch mehr Aktivitität entwickelt.

    http://www.urbia.de/club/club+der+angsth%E4schen

    Hier triffst du zumindest Gleichgesinnte!!

    Viele Grüße
    #winke Die Alltagsprinzessin

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