Heirate meinen neuen Partner, habe ein Kind aus vorheriger Beziehung - Familienname?

    • (1) 09.07.15 - 11:55

      Liebe Leute,

      heut muss ich auch mal um Meinungen bitten, ich bin im Moment ratlos.

      Folgende Konstellation:

      ich heiße mit Nachnamen B. Meine Tochter heißt auch B. Ihr Papa, mein Expartner heißt nicht wie wir, da wir nicht verheiratet waren, sondern X.
      Nun habe ich einen neuen Partner, den ich heiraten werde. Sein Nachname ist A.

      Wie sollen wir das mit dem Namen regeln?

      Wenn ich seinen Namen annehme, heiße ich A, wie er, aber mein Kind B und der Papa X.
      Doppelnamen wollen wir eigentlich keinen.
      Wenn er meinen Namen annimmt, heißen wir alle B, was dann aber so aussähe als wäre er der Vater meines Kindes.

      Wie würdet ihr euch entscheiden?
      Wäre es euch wichtig, eine namentliche Verbindung zu euerm Kind zu haben? Der Papa des Kindes hatte die auch noch nie - aber ist das das gleiche? Denkt ihr, der Papa würde sich ausgegrenzt fühlen, wenn wir als neue Familie alle B hießen?

      Ich bin wirklich gespannt auf eure Meinungen.

      Herzlichen Dank,

      Settee

      • Ginge der Doppelname nur für dich? Das wäre dann dein Kompromiss in beide Richtungen.
        LG

        • Hallo,

          der Doppelname gilt immer nur für einen Ehepartner.

          Mein Mann würde weiter A heißen, ich A-B oder B-A und mein Kind B.

          Ich möchte eigentlich keinen Doppelnamen, aber wir du schon sagst, wäre das ein Kompromiss in beide Richtungen.

          Vielen Dank für deine Antwort.
          LG
          Settee

      (4) 09.07.15 - 12:23

      Hallo,

      ich persönlich finde es nicht wichtig, dass alle den gleichen Namen haben. Ich sehe gar keine Probleme dabei als Mutter einen anderen Namen als das Kind zu haben, es sei denn man macht eins daraus. Bei vielen Vätern ist das ganz genauso und nein, das ist in meinen Augen nichts anderes.

      Ob es für deinen Ex ein Problem ist, wenn dein neuer Mann deinen Namen annimmt, musst du ihn fragen. Im Grunde genommen ändert ja nicht sein Kind, sondern dein Mann seinen Namen. Wenn alle ein entspanntes Verhältnis haben, kann man darüber schmunzeln, wenn andere deinen zukünftigen Mann für den leiblichen Vater halten.

      Was sagt deine Tochter dazu? Wäre es für sie ein Problem, als einzige den Namen B zu tragen?

      LG

      • (5) 09.07.15 - 12:44

        Hallo,

        meine Tochter, fast 7, meinte, sie hätte kein Problem, wenn ich anders hieße und sie als einzige B. Es gibt ja noch den Opa, meinen Vater, der B heißt. Und außerdem reden sich doch sowieso alle mit dem Vornamen an.

        (Meine Mutter heißt übrigens auch nicht wie ich, da sie auch ihren neuen Partner geheiratet hat - ich war da allerdings schon erwachsen.)

        Ein Kuddelmuddel...

        LG

        • <<<meine Tochter, fast 7, meinte, sie hätte kein Problem, wenn ich anders hieße und sie als einzige B.>>>

          Ich denke mal auch nur deshalb, weil es dein Name ist, den du auch schon immer hattest. Aber wenn sie so heißen würde, wir ihr Vater, dann wäre es vielleicht schon anders. Oder sie kommt später damit an und möchte dann doch, da ihr beide ja anders heißt und ihr leiblicher Vater auch noch anders.

          So ist es bei mir. Meine Töchter heißen noch wie ihr Vater, obwohl sie gerne den neuen Namen gehabt hätten, aber leider hat der Vater nicht zugestimmt. Sodass jetzt die Mädels anders heißen als ihr Bruder. Und wenn wir irgendwo uns vorstellen bei Ämter, Schulen etc. Muss ich immer erklären, warum ich anders heiße. Ist schon irgendwo blöd.

          • (7) 09.07.15 - 13:05

            Das ist für deine Töchter natürlich traurig, aber doch nicht zwingend die Regel. Vielleicht hast du ihnen ja auch vermittelt, dass es schöner wäre, wenn sie deinen Namen tragen würden? Du sagst ja selbst, dass DU es blöd findest kurz zu erklären, warum du anders heißt.

            Ich war in einem ähnlichen Alter wie die Tochter der TE als meine Mutter neu heiratete und es war für mich nie ein Problem, dass ich anders heiße. Meine Mutter hatte auch nie Probleme auf Ämtern, bei Ärzten oder in der Schule. Wenn jemand gefragt hat, wurde erklärt und gut wars. Blöd fanden das weder meine Mutter noch ich.

            Auch so kann es gehen und die Tochter der TE sagt ja selbst, dass es sie nicht stört. Es ist nur ein Name, ich finde das muss man nicht über Gebühr thematisieren.

            • (8) 10.07.15 - 06:11

              Morgen.

              Ich weiß, dass es nur ein Name ist. Und ehrlich, ich habe ihnen nicht vermittelt, sie sollen/möchten anders heißen. Sie wollten das von alleine, auch weil ihr Bruder ja anders heißt. Und der Bezug zum Vater war/ist angespannt. Das wird sich nicht ändern, dafür ist zu viel passiert. Ich denke mal eher, besonders bei der einen ist es extrem, dass sie ihren "Stiefvater" mehr als Vater sehen als den eigenen. Und da denke ich mal, möchten sie sich zugehörig fühlen. Und da spielt der Name schon doch eine Rolle. Bei uns kam es von den Mädchen nur zu Sprache, als ich meinen jetzigen Mann heiratete. Sie fragten dann, ob sie auch so heißen dürfen. Ich habe erklärt, dass dazu die Zustimmung ihres Vater und die des neuen Papas natürlich da sein muss. Leider hat sich ihr Vater quer gestellt. Aber gut, jetzt können sie alleine entscheiden, ob sie den Namen noch geändert haben möchten.

              Bei der TE ist es wirklich so, wenn die Tochter damit kein Problem hat, dann muss man auch keins machen. Aber es wird so kommen, dass es mal komisch wird, wenn alle einen Namen haben nur sie einen anderen.

              Danke für deine Antwort/Meinung.

              LG

        (9) 09.07.15 - 13:07

        Ich finde, dass deine Tochter Recht hat. Mich hat das als Kind auch nie gestört. Ich würde einfach kein großes Thema daraus machen.

(10) 09.07.15 - 12:25

Hallo,

wenn mein neuer Partner meinen Nachnamen annehmen würde, dann würde ich diesen als gemeinsamen Namen nehmen. :-D

Wenn er das nicht tun wollte, dann würde ich meinen Namen behalten und Familienname wäre mir egal, da Kinderwunsch abgeschlossen. ;-)

Wenn wir mal heiraten sollten, wäre es so oder so lustig. Dann gibt es 3 Nachnamen in einer Familie. Mein Neuer A, sein Sohn B (Nachname der Mutter) und mein Sohn und ich mit C. #schein

Mir ist es persönlich wichtig den gleichen Nachnamen wie mein Kind zu haben. Sonst hätte ich nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder angenommen. Aber irgendwie fände ich es komisch anders zu heißen wie mein Kind nur weil wir Eltern nicht fähig waren "Familie" weiter zu leben. Wir waren ja mal eine Familie und egal wie es ausgegangen ist, der Namen ist jetzt Teil meines Lebens.

Ausserdem finde ich es immer praktischer wenn der jenige bei dem das Kind seinen Hauptlebensmittelpunkt hat den gleichen Nachnamen hat wie das Kind.

Was allerdings der Vater meines Kindes empfindet, ob der sich ausgegrenzt fühlt und was er für eine Beziehung bezüglich des Namens zu seinem Kind hat, wäre mir schnuppe. Der ist raus aus meinem Leben. Nur noch auf der Elternebene da und da ist es mir egal. Hauptsache die Beziehung zum Kind ist gut. Stellt sich aber bei mir nicht, da wir verheiratet waren und die beiden so den gleichen Nachnamen haben

LG
A--B

  • (11) 09.07.15 - 12:30

    Also mir ist es schon sehr wichitg, den gleichen Nachnamen wie meine Kinder zu haben. Am besten fände ich, wenn ihr alle B. annehmt ... Wie du schon sagt, hatte der vater deines Kindes nie den gleichen Nachnamen und hätte sicherlich auch kein Problem damit, wenn dein neuer Mann den gleichen Namen wie ihr habt.

(12) 09.07.15 - 12:27

Ach übrigens: Ihr könnt, wenn ihr wollt, auch beide euren Namen behalten. Dann müsst ihr nur für evtl. gemeinsame Kinder den Familiennamen (entweder dein Name oder der deines Mannes) festlegen. Das wäre doch auch eine Option.

(13) 09.07.15 - 12:39

Hallo,

in eurem Fall würde ich den Namen "B" nehmen. Du heißt so, dein Kind heißt so und aus deinem Schreiben heraus vermute ich, dass dein Partner deinen Namen auch annehmen würde. Ich für mich kann nur sagen, dass ich meinen Namen behalten würde und weiter so heißen bleiben würde wie mein Kind auch heißt. Bei euch spricht in meinen Augen auch alles dafür.

VG

(14) 09.07.15 - 12:42

Hallo.

Ich persönlich finde auch der gleiche Name für alle ist das Beste. Mein Ex hat nicht zugestimmt, obwohl meine Töchter den neuen Namen gerne genommen hätten. Nun heißen sie natürlich anders und das kann manchmal ziemlich kompliziert werden, wenn man zu Ämter etc. muss. Und auch heißt ihr Bruder anders. Doppelname wäre in meinem Falle auch nicht gegangen (wollte ich auch nicht), da mein Ex sowie mein neuer Partner nicht "seinen Namen" teilen möchten. Die Mädchen sind darüber sehr traurig, aber können es nicht ändern.

LG

(15) 09.07.15 - 13:28

Schon mal herzlichen Dank für eure zahlreichen Antworten - vielleicht gibt´s ja noch die ein oder andere Meinung.

Noch zur Erklärung:
Mein Kind hat keinen klassischen "Lebensmittelpunkt" - wir praktizieren das Wechselmodell, sie ist also zu gleichen Teilen bei mir (also bei mir und meinem neuen Partner) und bei ihrem Papa.

Spannende Sache... Ich weiß immer noch nicht, was die beste Entscheidung ist.

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