alles kaputt und so traurig

    • (1) 14.07.15 - 09:28
      diese phasen durchhalten

      hallo zusammen, es ist jetzt soweit. mein mann hat mich gefragt, ob ich ihn noch „mag“ ich sagte daraufhin, da müssen wir wohl mal sprechen..

      ich habe versucht ihm klarzumachen, dass die abttreibung zwischen uns steht und dass ich nciht mit ihm intim sein kann und möchte. er hat versucht seine art damals damit umzugehen schönzureden. er hat überhaupt nichts verstanden, habe ich den eindruck. nachdem wir nun 5 jahre eine krise nach der anderen hatten, bin ich müde und ja, ich finde ihn nicht mehr anziehend. er reagiert auf stress mit aussitzen und dann so tun als wäre nichts passiert. dass kann ich nciht, genauso wie ich auf enee direkte frage nciht lügen kann und sagen, ja ich mag dich.

      er ist jetzt natürlich total fertig und ich habe ein noch schlechteres gewissen. er hat sich immer geweigert irgendeine form von therapie zu machen oder mal einen kompromiss mirzuliebe, und wenn dann nur unter streitereinen.

      ich habe wahnsinnige angst davor bald allein zu sein, obwohl, wenn er weg ist, geht es mir viel besser. ich habe ruhe und kan mich auf den rest konzentrieren. ich bin so traurig, dass es offensichtlich nicht geklappt hat und ich mich jetzt auch noch schuldig fühle...

      ich will ihn nicht verletzen, ich will aber auch nciht mehr länder die anpassungsfähige sein, die immer unglücklich ist. ich will nciht mehr abhängig sein. zumal, er ist sowiso sehr sparsam, was heißt, ich bin jetzt nur durch die kinder finanziell abhängig ansonsten würde ich schon irgendwie zurecht komemen.

      mein traum ist gestorben.. kennt das jemand? und was macht man danach?

      lg

      • ich kenne das, genau so wie du beschreibst

        warum einen dabei eins schlechtes Gewissen zeitweilig plagt, habe ich bis heute nicht verstanden. Irgendwann ist das in Wut umgekippt; Wut, weil ich so lange mitgemacht habe und Wut, weil der andere gar so faul sich einfach keinen Zentimeter bewegen wollte - und erst dann anfängt, das ernst zu nehmen, wenn der Zug abgefahren ist. Dann wieder schlechter Gewissen, ob ich nicht in der und der Situation anders mich hätte verhalten können und dann wäre das Ende vielleicht vermeidbar gewesen usw...

        HEUTE kann ich sagen, bleib dir treu. Das ist das Wichtigste - am Ende deines Lebens musst du mit dir und deinem Verhalten ins Reine kommen (das ist jetzt Quatsch, das ist in meiner Vorstellung, ob das stimmt? das weiß ich doch gar nicht).
        Behalte den Mut ehrlich zu sein und so offen und direkt (der andere muss ja nicht direkt sein Gesicht verlieren, aber ohne Klarheit kommt man auch nicht weiter). Mir hilft manchmal im Konflikt, das was ich beobachtet habe, anzusprechen, z.B. du willst also darüber nicht reden? Dann habe ich das Gefühl, dass ich das - möglicherweise unbewusste - Verhalten des anderen nicht übergangen habe, darauf eingehe und trotzdem klar bleibe (kann man das nachvollziehen?).

        In Momenten des Schwankens, ob meine Entscheidung die richtige war, habe ich mir oft gedacht, dass ich nur dieses eine Leben habe - und ich mir am Ende nicht verzeihen könnte, ehrlich zu mir selbst gewesen zu sein und respektvoll den anderen gegenüber.

        << kennt das jemand? und was macht man danach? >>

        Ja. Neustart mit der Chance auf eine liebevolle Ehe.

        Ich habe dieses Glück schon mehr als 30 Jahre. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

        • (4) 14.07.15 - 10:14

          hallo,

          deine antwort ist leider sehr knapp. ich kann mir unter neustart nicht wirklich etwas vorstellen. was meinst du damit? ich kriege keinen neustart ohne abstand hin und das versteht mein mann auch nicht. mag sein, dass ichm ich manchmal schwer verständlich ausdrücke, aber man könnte ja auch mal nachhaken. also, wenn du mir deine geschichte näher erläutern willst, würde ich gerne mehr lesen.

          lg

          • Reden und Ehetherapie war erfolglos. Es folgte die Scheidung von Schwiegereltern und Frau. Mehr will ich von meiner Geschichte hier nicht ausbreiten. Noch Fragen -> PN.

            Wenn dein Mann keine Ehetherapie mitmacht, sehe ich keine Hoffnung für euch.

            Mit Neustart meine ich die Scheidung und Offenheit für eine neue Beziehung.

      Hallo,

      was heißt: "Die Abtreibung steht immer noch zwischen uns"?
      Hast Du abgetrieben, weil er es wollte? Oder weil Du diese (gemeinsame) Entscheidung nicht verarbeitet hast?

      Nun - er ist getroffen und fertig. Wovon genau? Weil Du ihm sagtest, Du willst alles nicht mehr oder sagtest Du, Du bist nicht sicher?

      Wie eine Vorschreiberin so schön sagte: bleb Dir selber treu - auch wenn der andere leidet.

      Es gibt 2 Möglichkeiten:
      1. er hat nun verstanden, dass Du eine trennung ernsthaft in Erwägung ziehst - dann könnt ihr nun vielleicht an eurem Problem gemeinsam arbeiten
      2. Du trennst Dich, weil Du definitiv nicht mehr willst. Dann muss er damit leben.

      Bei Trennung ist er unterhaltspflichtig. Je nachdem wie alt die Kinder sind, musst Du natürlich arbeiten gehen. Das alles erst mal organisiert zu bekommen ist sehr stressig und sicher manchmal nicht einfach. Aber wie Du sagst: Du willst nicht ewig die Unglückliche sein.

      Kopf hoch. Ja, dein Traum ist geplatzt. Aber es fängt eine neuer Abschnitt für Dich an.

      LG

    • Hallo,

      ich habe Ähnliches erlebt, nur waren bei uns keine Kinder im Spiel - ungewollt kinderlos.

      Ja, ich hatte sehr lange ein schlechtes Gewissen. Das stimmt.
      Mein Ex-Mann ist erst "aufgewacht" als ich mir eine Wohnung gesucht habe, es war aber zu spät. Er wollte auch keine Therapie machen, die habe ich allein gemacht.

      Auch er hat sich ausgeschwiegen und am nächsten Tag so getan als wäre nichts gewesen. Oft hat er mich nur angestarrt ohne ein Wort zu sagen, es fand keine Kommunikation statt.

      Wir haben unterschiedliche "Sprachen" gesprochen, er konnte mich nicht verstehen und ich ihn. Ich habe in den letzten Jahren der Beziehung gemerkt, dass ich mehr Spaß am Leben hatte, wenn er nicht dabei war.

      Und nun, ich bin so froh es damals durchgezogen zu haben.
      Mein Leben ist seit dem wunderbar. Ich bin durch und durch glücklich.
      An die glücklichen Jahre mit meinem Ex-Mann erinnere ich mich gern zurück.
      Die negativen Erlebnisse verblassen immer mehr.

      Alles Gute für Dich!

      LG Maux

      Hallo du,

      ist denn die Abtreibung, von der du schreibst, fünf Jahre her?
      Es hört sich für mich so an, dass das wirklich ein einschneidendes Erlebnis für dich und für eure Beziehung gewesen ist, während dein Mann davon nichts mitgekriegt hat. Irgendwas hat ihn aber jetzt wohl doch beunruhigt, sonst hätte er diese Frage jetzt nicht gestellt?
      Hast du denn für dich die Abtreibung in irgendeiner Form verarbeiten können, oder sitzt die Erinnerung daran in dir noch wie eine große eiternde Wunde?

      Welcher Traum ist für dich gestorben? Was hattest du für Träume? Und warum meinst du, dass das jetzt vorbei ist?

      Wie alt sind denn eure Kinder?

      Ich sehe vor allem drei Möglichkeiten, und was davon geschieht, liegt erst mal zu großen Prozentteilen in der Hand deines Mannes.

      Wenn du so nicht mehr weiterleben kannst, könnt ihr entweder jetzt versuchen, ins Gespräch zu kommen (am besten wirklich mit der Hilfe einer Therapie, die dein Mann bisher abgelehnt hat), sozusagen fünf vor zwölf ... oder, falls du merkst, dass dein Mann nicht bereit ist, an sich zu arbeiten und für eure Beziehung Dinge zu tun, statt nur von dir Anpassung und Unterordnung zu erwarten, hast du nur die Wahl, deinen Frieden damit zu schließen oder zu gehen ...

      Wenn dein Mann will, ist es vielleicht noch nicht zu spät, selbst wenn du momentan nicht ehrlichen Herzens "Ich mag dich" sagen kannst. Aber es wäre ein langer Weg, dessen Ende noch offen ist ...

      Du verletzt deinen Mann auf Dauer mehr, wenn du ihm etwas vorspielst, was nicht ist. Sei ehrlich, sei du selbst ... nur so kannst du deinem Mann eine wirkliche Partnerin sein, falls er eine solche will. Ihr habt beide jahrelang ein anderes Modell gelebt. Du hast nachgegeben, bist dir untreu geworden (auch bei der Abtreibung) - er hat Dinge gemacht, die nicht in Ordnung waren, aber du hast sie auch mit dir machen lassen und es im Nachhinein bereut. Hast du irgendeine Hilfe, damit du nicht wieder bei nächster Gelegenheit "nachgibst", sondern damit du zu dir stehen kannst? Eine Freundin, einen Therapeuten? Es ist sicher nicht leicht, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, aber einen Anfang hast du jetzt gemacht, indem du ehrlich dir gegenüber und ihm gegenüber bist.

      Ich wünsch dir, dass du diesen Weg weitergehen kannst - und, falls du das willst, wünsch ich dir, dass dein Traum vielleicht auf eine viel bessere Art und Weise "auferstehen" kann, als du das vielleicht jetzt so denkst?!

      Eulichen

      .... danach lebt man sein Leben bewusster und richtet es so aus wie man es sich für sich vorstellt. Auch mit Kindern.

      Ich war verzweifelt, weil ich es nicht geschafft habe, eine Beziehung zu führen in der ich glücklich bin. In der ich meinem Kind eine Familie geben kann, wie ich sie nie hatte.
      Nach meiner gescheiterten Ehe habe ich mich voll auf mein Leben und auf die Erziehung meiner Kinder konzentriert. Ich war arbeiten, war Mama und gelegentlich bin ich am WE richtig feiern gegangen.

      Erst als meine Kinder groß waren, war ich wieder bereit mich in eine Partnerschaft zu begeben. Heute bin ich wieder glücklich verheiratet, habe aber von Anfang an meine Prioritäten klar formuliert und auch so abgesteckt, das ich nie wieder in die Lage gerate unglücklich in einer Beziehung gefangen zu sein.

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