Gute Mädchen, böse Mädchen. Seite: 4

        • (76) 17.07.15 - 10:21

          #pro

          (77) 17.07.15 - 10:26

          >Der Mensch der freundlich aber bestimmt ist hat hier wohl die Nase vorn. <

          Wenn ich mir anschaue wie es in der Welt zu geht, halte ich das doch für Wunschdenken.

          Die Mächtigen dieser Welt zeichnen sich bestimmt nicht dadurch aus, dass sie freundlich sind. Und wenn die freundlich sind ist das höchstens Mittel zum Zweck.

          • (78) 17.07.15 - 13:12

            ja aber es strebt nun nicht jeder die weltherrschaft an und um meine privaten interessen durchzusetzen reichen gewöhnlich bestimmtes auftreten und ein stück kompromisslosigkeit.
            v

            (79) 17.07.15 - 13:22

            ich würde freundlich und naiv hier nicht verwechseln wollen

            nur ein Beispiel: in "frontal 21" bleiben die Recherchierenden meist auch freundlich, aber sie bleiben am Ball und werden konkret

            Mächtige und weniger Mächtige - ich denke das eigennützige Denken ist in allen Sparten zu finden, nur dass es bei den eigennützigen Mächtigen leider größere Konsequenzen nach sich zieht...
            Eigennützigkeit finde ich bis zu einem gewissen Grad auch nicht verkehrt. Nur wenn es nachteilig für andere wird, nicht mehr. Deswegen muss ich nicht Mutter Theresa spielen oder das immer-süße-liebe Mäuschen... (kennt jemand den Film "blue eyed"? da gibt es auch so ein immer-süß-lächelndes Mäuschen.... ich finde den so beeindruckend aber auch ganz schön heftig)

      Vielleicht kommt man so manchmal weiter, kann sich selbst vor Verletzungen schützen. Aber wird man so (wirklich) glücklich?

      Definitiv nein.

      Ich ziehe das Glück vor, auch wenn es mich manchmal verletzt oder ich zB weniger erfolgreich im Job bin.

      LG S.

      • Es kann aber auch sehr unglücklich machen wenn man sieht, dass nur die Rücksichtslosen belohnt werden und die, die empathisch und freundlich sind am Ende überall Verlierer.

        Du siehst an dieser Diskussion schon, dass es für manche (ist auch eine Altersfrage), es chic ist, sich als "Bitch" zu bezeichnen.

        Wer "bitch" sein will, beansprucht für sich, zu wissen, wie das Leben läuft und wo es lang geht. Es hat auch den "Geruch der Straße", dort sich auszukennen, wo das Leben stattfindet, wo "Macher" und "Opfer" definiert werden. Er oder sie können manipulieren, kennen die Regeln und wissen, wie sie diese für sich auslegen. Eine weibliche "bitch" kann auch Schlampe sein und z.B. viele Männer haben aber solange sie die Kontrolle nicht verliert, ist sie aus deren Sicht, eine "bitch" im positiven Sinne.

        Und wer sagt, dass die, die rücksichtslos sich das nehmen, was sie meinen, sich nehmen zu können, mit der Macht, die damit einhergeht, nicht eben auch glücklich sind?

        Glück ist eine sehr subjektive Wahrnehmung.

        • ***Es kann aber auch sehr unglücklich machen wenn man sieht, dass nur die Rücksichtslosen belohnt werden und die, die empathisch und freundlich sind am Ende überall Verlierer.***

          Wieso glaubst du dass man nur als Aschloch belohnt wird und die "netten" die Verlierer sind? Das mag vielleicht manchmal kurzfristig so aussehen, aber langfristig glaube ich dass zB "legal erwobenes" einem auch langfristiger erhalten bleibt.

          ***Du siehst an dieser Diskussion schon, dass es für manche (ist auch eine Altersfrage), es chic ist, sich als "Bitch" zu bezeichnen.***

          Naja, über sowas kann ich nur müde lächeln. Schon als Jugendliche haben mich solche Modeerscheinungen wenig beeindruckt.

    naja, so lege ich den spruch nicht aus...

    ich verstehe ihn so: wer immer lieb und brav ist, vielleicht keine risiken eingeht, nach fremdauferlegten regeln lebt, wird wenig möglichkeiten zur selbstverwirklichung finden.
    wer hingegen mal risiken eingeht, neues ausprobiert, fehler macht, kann überhaupt erst abschätzen, was gut oder schlecht ist (individuell gesehen). was nicht heißt, das man nicht zurück auf den "guten pfad" finden kann...

    das gilt natürlich für alle bereiche, also auch das berufsleben... ABER das man rücksichtslos sein soll, lese ich aus dem spruch wirklich gar nicht heraus. immerhin ist mit "überall" ja der "himmel" nicht ausgeschlossen!!!

    • richtig, ich finde die Auslegung auch komplett daneben.

      Ich bin sicherlich eher ein "böses" Mädchen, das heißt aber nicht, dass ich andere Menschen verletze, lüge oder rücksichtslos meine eigenen Vorteile auf Kosten anderer durchsetze.

      Das ist für ich nicht böse, sondern Arschloch.

      LG S.

      • Ich weiß ja nicht, wie Du das Wort "böse" definierst aber die von Dir aufgezählten Sachen sind definitiv böse.

        Was denn sonst?

        Oder verwechselst du böse mit frech/kess/aufmüpfig/selbstbewusst?

Im Prinzip lässt es sich ganz einfach erklären:

Als "böses Mädchen" kommt man tatsächlich weiter - kurzfristig, zumindest was die Liebe betrifft.

Als "liebes Mädchen" hat man es oft schwerer, langfristig wird aber nur das "liebe Mädchen" glücklich, das "böse Mädchen" ist irgendwann einsam und frustriert und weint ihrer geilen Zeit hinterher.

Letzten Endes macht es natürlich immer die ausgewogene Mischung, wie überall im Leben.

Im Job ist es anders, da kommt man wirklich viel weiter wenn man härter ist, trotzdem muss man nicht gleich zum Arschloch mutieren.

Extreme sind nie gut ;-)

Ich bevorzuge gute Mädchen und zähle mich auch eher dazu.

Das schließt Disziplin, Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen nicht aus.

Für mich ist "gut" und "böse" keine Frage des WAS, sondern dies WIE. Während ein gutes Mädchen sich mit Diplomatie, Intelligenz, Strenge und Geradlinigkeit durchsetzen kann, tut das ein böses Mädchen durch Drama, Sturheit, Egozentrik und ohne Rücksicht auf Verluste. In einigen beruflichen Feldern mag das durchaus gehen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade in projektbezogenen und sozialen (im Sinne von: Teamwork) Berufen früher oder später sich selber aus dem Rennen nimmt. Und Frauen wird viel weniger Toleranz entgegen gebracht.

Vom privaten Umfeld, in dem es nicht um Leistung geht, sondern um zwischenmenschliche Fähigkeiten ganz zu schweigen.

Ich habe durchaus ein paar Charakterzüge, die nicht ganz gut sind, aber ich kenne mich und weiß, wann sie mir helfen und wann nicht. Mein Augenmerk bleibt aber darauf anständig und sozial zu bleiben... Denn letztendlich muss ich mir abends in den Spiegel sehen können.

wenn du aber immer darauf bedacht bist sozial zu bleiben und andere eben nicht, dann hast du schnell ein Problem #schwitz

  • Du hast die Userin nicht verstanden, oder?

    Sie meint mit "sich sozial geschickt und verträglich verhalten" nicht sich alles gefallen zu lassen. Sondern klug und nach gewissen sozialen und gesellschaftlichen Spielregeln zu agieren.

    Durchsetzen ja, aber nicht mit dem Umfeld komplett verscherzen, auf das man eventuell noch einmal angewiesen ist.

    • wer sagt denn, dass man es sich mit dem Umfeld verscherzt? #gruebel Klar macht man das klug und nach gewissen Spielregeln. keiner hat Lust am Ende alleine dazustehen. i#augen Ich mache es klug und alle lieben mich trotz allem und tanzen nach meiner Pfeife :-p

      • Ich glaube, du lügst dir da ganz gewaltig in die Tasche. In deinem privaten Umfeld wird nach deinen Schilderungen zu urteilen sehr wenig Menschen geben, die dich (freundschaftlich) so richtig und aufrichtig lieben und wertschätzen. Dich als Menschen, nicht als Partybitch.

        Wir haben einfach eine völlig andere Definition von Respekt, Wertschätzung und Lieben und vor allem von Alleinesein.

Nein, habe ich nicht.

Außerdem hat sie durchaus einige Ansprüche an sich selbst, denen sie gerecht werden möchte und dazu gehört es offensichtlich nicht, rücksichtslos und bitchig zu sein.

  • das ist schön für sie, darf sie gerne handhaben wie sie das möchte. Ich tue es auch und fahre ganz gut damit. Weil ich auf ihre Art, wo ich versucht habe sozial verträglich zu sein, oft auf die Nase gefallen bin, ganz einfach. Und wie gesagt, mein dad bestätigt das auch aus dem Geschäftlichen, jeder muss sich selbst an erster Stelle sehen, sonst erreichst du nicht wirklich viel. #schwitz

    • aus diesem Grund wird der Ruf nach Ethik - auch in den Ausbildungen - lauter...

      und nur weil andere es so machen, bedeutet es nicht, dass man es selbst auch so machen muss. wo Vorbilder fehlen, könnte man ja selbst zu einem werden.

      und es stimmt, wenn man sich sozial und ethisch korrekt verhalten möchte, hat man es in einem Umfeld, in dem alle anders ticken, erst mal schwer. aber wenn man durchhält, könnte ein rücksichtsvolles UND klares Verhalten zu mehr Nachhaltigkeit führen

      und den Respekt und die Achtung, die man sich da einholen könnte - sofern man darauf bedacht ist - wird größer sein. aber vielleicht verliert man auf dem Weg dorthin diesen Wunsch und wird dadurch noch freier... und findet dann - mit Glück - die Leute, die auch so leben und man sich gegenseitig unterstützen kann

      • (98) 17.07.15 - 12:26

        Ich muss dabei auch sagen, dass ich noch nie NUR von Idioten umgeben war. Da waren, in der Scule, im Studium, in der Arbeit, neben lauten, unerträglichen, weinerlichen, lügenden, egozentrischen Menschen immer auch aufrichte, gerechte, freundliche, positive, ehrliche Leute dabei.

        Auch im Alltag treffe ich sehr wenig auf Idioten und ich bin mir sehr sicher, dass es mit "wie man in den Wald schreit" zu tun hat.

        Wenn ich in einer Situation war, in der es sich angefühlt hat, als ob die ganze Welt gegen mich war, war das in der Regel ein Problem mit meiner Perspektive.

        Ich stimme dir aber bezüglich der Ethik auf Arbeit zu.

        ich bin in der Uni zum Beispiel immer total sozial und bemühe mich hilfsbereit, freundlich und nett zu sein. Aber letztens bin ich wieder mal total auf die Fresse gefallen. ´Wir mussten eine Hausarbeit schreiben und ich hatte mich so nebenbei mit zwei Kolleginnen unterhalten worüber man denn schreiben könnte. Wir sagten alle unsere Themen die uns vorschweben und ich erklärte warum ich mir ein bseonderes Thema rausgesucht habe, das mich persönlich total interessiert. Ok, ich hatte einige Tage später einen Termin bei meinem Prof um das Thema genau festzulegen und abzusegnen, da sagt er mir doch tatsächlich, dass diese Bitch, Miststück, oder wie man es auch immer nennen mag, mir mein Thema weggeschnappt hat :-[ Sie wollte etwas ganz anderes machen, aber scheinbar hat ihr doch mein Thema besser gefallen :-[
        Ok, das werde ich mir merken und das bekommt sie dreifach von mir zurück. #aerger

        Findest du das in Ordnung?

        Ich habe das dem Prof natürlich gesagt, dass es mein Thema gewesen wäre, wegen persönlichem Bezug dazu und so, er weiß bescheid und er meinte er findet so ein Verhalten unter aller Sau.

        Ich hoffe er wird es in seine Beurteilung einfließen lassen #cool Aber sie wird sicher noch bei Gelegenheit eins von mir reingewürgt bekommen, so etwas lasse ich nicht mit mir machen und ein zweites Mal wird das nicht mehr vorkommen. #aerger

        • nein, das finde ich nicht in Ordnung. ich hätte getobt.
          ich glaube nicht, dass der Prof das in seine Bewertung miteinfliessen lassen kann

          das ist der Grund, warum ich lange brauche, bis ich zu jemandem Vertrauen aufbauen kann...
          das dreifach zurückgeben zu wollen find ich einerseits menschlich - andererseits könnte ich mir coolere Reaktionen darauf vorstellen, die nicht "Aug um Aug" sind.
          ich habe dann lieber einige wenige vertrauensvolle Beziehungen und kann zu den anderen oberflächlicher bleiben, ohne zu viel von meinen Ideen preis zu geben

          grundsätzlich empfinde ich das immer als Gradwanderung und mit mehr Erfahrung, weiß ich inzwischen, wem ich was erzähle - und falle dabei trotzdem noch manchmal auf die Schnauze...
          was würde Alltagprinzessin sagen: aufstehen, Krönchen richten, weiter gehen...

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