Wie soll die Zukunft aussehen?

    • (1) 19.07.15 - 12:07
      7890

      Guten Morgen in die Runde,

      vor einem Jahr habe ich im I-net meinen Freund kennengelernt. Wir haben uns sofort gut verstanden, nach 2 Wochen getroffen und es stand für uns beide fest, wir wollen zusammen sein und lieben uns. Leider wohnt er 460 km weit weg von mir und es ist sehr anstrengend dauernd zu pendeln zwischen ihm und mir. Wir wollen beide so bald wie möglich zusammenziehen aber leider werden wir uns nicht einig wer zu wem ziehen soll. Niemand will nachgeben und beide sind stur weil weder er noch ich unsere Freunde und Familie verlassen wollen. Nur ohne Kompromiss werden wir noch in 20 Jahren getrennt wohnen. Sein Argument ist sein Job. Er verdient richtig gut und ist seit fast 10 Jahren im gleichen Unternehmen. Er sagt er findet bei mir keinen gleichwertigen Job. Ich könnte bei ihm jederzeit einen vergleichbaren Job finden, das ist nicht das Problem, aber bei mir ist mein Sohn das Problem und mein Ex. Er hat Angst meinen Sohn dann nicht mehr zu sehen wenn ich weit weg wohne und macht mir ein schlechtes Gewissen wenn ich davon spreche vielleicht in ein anderes Bundesland zu ziehen. Hier habe ich meine Eltern die oft als Babysitter helfen und ich Zeit für mich habe, dort kenne ich niemanden. Ich wäre ganz alleine und wer könnte auf meinen Sohn aufpassen wenn ich arbeiten muss? Er sagt seine Eltern sind da und würden sich gerne um ihn kümmern, aber es sind nicht die echten Großeltern und mein Sohn kennt sie noch nicht. Was ist wenn sie sich nicht mögen? Ich habe Angst diesen Schritt zu gehen wenn alles ungewiss ist. Im Dezember kommt unser gemeinsamer Sohn zur Welt, bis dahin wollte ich alles geregelt haben und zusammen wohnen. Doch wir werden uns nicht einig denn jeder denkt seine Argumente sind wichtiger. Nun frage ich in die Runde wie ihr es seht, was besser wäre?

      Danke für viele Antworten

      • (2) 19.07.15 - 12:23

        Wie kommt man auf die Idee, nach so kurzer Zeit ein Kind in eine halbgare Fernbeziehung zu planen? Das macht alles noch komplizierter.

        • (3) 19.07.15 - 12:35

          Wie kommst du auf die Idee es wäre geplant gewesen? Es war ein Verhütungsunfall und ich möchte nicht ein Baby abtreiben nur weil es alles noch komplizierter macht.

          • (4) 19.07.15 - 12:57

            Noch schlimmer. In so einer unsicheren Situation sollte man doppelt und dreifach verhüten. Diese vielen Verhütungspannen kenne ich auch erst, seit ich bei urbia lese.

            • (5) 19.07.15 - 13:03

              Es hat vielleicht nicht jeder Lust doppelt und dreifach zu verhüten. Ich habe 12 Jahre lang die Pille ohne Zwischenfall genommen.

      (6) 19.07.15 - 12:41

      Hallo,

      hat er denn überhaupt mal versucht, solch einen Job in deiner Gegend zu finden?
      Man wundert sich, was es für tolle Unternehmen gibt, die man gar nicht kennt, obwohl sie im Nachbarort sind.
      Wenn er eine hochwertige Position hat, dann läuft sowas oft über Personalvermittlungsfirmen. Einfach mal in die Kartei aufnehmen lassen.

      Gerade mit 2 Kinder finde ich soziale Aspekte, wie deine Eltern als Babysitter sehr wichtig.

      LG

      • (7) 19.07.15 - 12:49

        Er hat es noch nicht versucht. Das schließt er für sich kategorisch aus und möchte sich leider nicht damit beschäftigen. Er ist seit der Ausbildung im gleichen Unternehmen und hat sich hochgearbeitet und sich einen guten Ruf geschaffen. Er sagt wenn er neu in einer anderen Firma anfängt, wird er drei Stufen zurück gehen müssen. Ich finde auch meine Eltern und Freunde sehr wichtig, sonst sehe ich mich mit 2 Kindern alleine in einer fremden Stadt sitzen, das fände ich grauenhaft. Das versteht er wiederum nicht. Er sagt ich bin ein offener und kontaktfreudiger Mensch, ich würde sehr schnell Anschluss finden.

        • (8) 19.07.15 - 12:51

          >>> Ich finde auch meine Eltern und Freunde sehr wichtig <<<

          Den Vater des 1. Kindes nicht zu vergessen!

          • (9) 19.07.15 - 12:53

            der ist auch wichtig. Für mich nicht wirklich, aber für meinen Sohn ja, das sollte man nicht vergessen. Und er malt Horrorszenarien aus ich würde den Kontakt abbrechen wollen wenn ich wegziehe. Was nicht im geringsten stimmt. Es wäre schwieriger ihn zu sehen, leider. Aber nicht unmöglich. Einfacher wäre es wenn ich hier bleibe, definitiv.

            • (10) 19.07.15 - 13:04

              Na ja, man muss es doch ganz klar von seinem Standpunkt aus sehen:

              Du spielst in der Ferne Vater-Mutter-2 Kinder und er muss zusehen, wie er über diese Entfernung seinen Umgang regelmäßig wahrnehmen kann.

              Umgang über diese Entfernung kostet Geld ...

              ... da Du die Entfernung geschaffen hast, kann man Dich dazu verknacken, die Umgangskosten zu tragen ... Du gehst aber in Elternzeit und hast kaum Geld zur Verfügung ... also ist es wieder am Vater, die Kosten zu tragen, wenn er sein Kind sehen möchte ... Benzin oder Zugtickets, gegebenenfalls Unterkunft von Ort, wenn das Kind an den Umgangstagen nicht nur im Auto sitzen soll ...

              ... kann er das nicht, weil er es finanziell und zeitlich so nicht leisten kann, hat er Pech gehabt ...

              ... und dann könnte der Vater sagen:

              Okay, sie kann hinziehen, wohin sie möchte ... das Kind bleibt bei mir ... ich gewährleiste das gewohnte Umfeld und die Betreuung.

              Und dann?

              • (11) 19.07.15 - 13:13

                Das ist kompletter Unfug. Er gewährleistet keinerlei Betreuung weil er den ganzen Tag arbeitet. Und er wird nicht verarmen wenn er zwei Wochenenden im Monat sein Kind sieht. Das kann er sich gut leisten. Ihm gefällt es höchstens nicht so weit zu fahren, das ist alles. Ich würde ihm diesbezüglich sogar entgegenkommen und sagen er kann ihn am Donnerstag schon abholen und bis Sonntag bei ihm bleiben oder bei meinen Eltern, die wohnen auch nur 10 Minuten von ihm weg und würden sich freuen ihren Enkel zu sehen. Das ist das nächste Problem. Sie haben auch Angst ihn nicht mehr oft zu sehen wenn wir weit weg wohnen. Das wäre eine gute Lösung, zumindest bis er in die Schule kommt. So sitzt er nicht nur lange im Auto um ein paar Stunden bei ihm zu sein.

                Was wäre dein Vorschlag? Soll ich meinen Freund zwingen zu mir zu ziehen? Wovon leben wir wenn er hier keinen gleich gut bezahlten Job findet? Das würde er mir nie verzeihen.

                • (12) 19.07.15 - 13:21

                  Nein, DAS ist kein kompletter Unfug ... und wenn es hart auf hart kommt, wirst Du eine juristische Bauchlandung hinlegen ... mir gefällt übrigens Dein Ton nicht sonderlich ... klingt nämlich sehr nach "Ich mache jetzt auf neue happy Familiy, der alte Vater ist außen vor" ...

                  >>> Er gewährleistet keinerlei Betreuung weil er den ganzen Tag arbeitet. <<<

                  Dann richtet er sich eben seinen Job so ein, dass er die Betreuung gewährleisten kann - außerdem gibt es dafür ja unterstützend Tagesmütter, Krippen und Kindergärten ... machen zig tausende von Alleinerziehenden so.

                  >>> Und er wird nicht verarmen wenn er zwei Wochenenden im Monat sein Kind sieht. <<<

                  Zum einem hast nicht DU zu bestimmen, was er sich leisten kann ... und zum anderen bist DU dazu verpflichtet, ihm das zu bezahlen ...

                  >>> Das kann er sich gut leisten. <<<

                  Na, umso besser ... dann könnte er ja seinen Job etwas runterfahren, wenn das Kind bei ihm bleibt, bzw. eine Betreuung finanzieren.

                  >>> Ihm gefällt es höchstens nicht so weit zu fahren, das ist alles. <<<

                  Das willst Du ihm ernsthaft zum Vorwurf machen? Wie würdest Du es denn finden, 2x im Monat diese Strecken auf Dich nehmen zu müssen, während Du die ganze Woche arbeitest, um u.a. Unterhalt für dieses Kind bezahlen zu können?

                  >>> Ich würde ihm diesbezüglich sogar entgegenkommen und sagen er kann ihn am Donnerstag schon abholen und bis Sonntag bei ihm bleiben <<<<

                  Das fällt spätestens mit Schulbeginn wieder flach.

                  • (13) 19.07.15 - 13:51

                    Dein Ton gefällt mir auch nicht sonderlich. Du versuchst mich als Biest darzustellen das dem Vater sein Kind wegnehmen will. Dabei habe ich keinerlei Absicht das zu tun. Er muss sich aber auch bemühen wenn er ihn sehen will. Soll ich mein komplettes Leben danach ausrichten damit er es möglichst bequem hat ihn am Wochenende zu sehen? Er plant sein Leben auch nicht nach mir. Und kein Gericht würde entscheiden mir meinen Sohn weg zu nehmen nur weil ich weg ziehen möchte. Das ist lachhaft. Als wäre ich die erste Mutter die weg zieht. Und wenn ich eine neue happy family haben möchte, was stört dich daran? Darf man sich nicht wünschen mit einem Mann zusammen eine Familie zu haben und zusammen zu leben?

                    • (14) 19.07.15 - 17:26
                      wieihrwollt11

                      hallo,

                      du scheinst wirklich nicht besonders viel ahnung zu haben. und du bist in der tat etwas empfindlich und bratzig.

                      du kannst nicht ohne das einverständnis deines ex-mannes mit dem kind so weit wegziehen, meines wissens max. 40 km. ich finde du liest dich sehr um dich selbst kreisend.. was du möchtest, was du für richtig hältst. dein ex tut mir leid, so eine selbstgerechte frau geschwängert zu haben.

                      im schlimmsten fall endet es so wie rebecca.west es dir schon weiter oben versucht hat zu erläutern.

                      bg

                      • "du kannst nicht ohne das einverständnis deines ex-mannes mit dem kind so weit wegziehen, meines wissens max. 40 km."

                        Das stimmt in diesem Fall nicht. Durch den Umstand, dass sie eine neue Familie gründet und ihr Freund keine adäquate Stelle bei ihr findet, wird dieser Umstand gegenüber dem Willen des KV des ersten Kindes bevorzugt. Recht auf neues Lebensglück oder so ähnlich....

                    (16) 19.07.15 - 19:20

                    Ich versuche Dich keineswegs, als Biest hinzustellen ... also komm mal wieder runter.

                    >>> Er muss sich aber auch bemühen wenn er ihn sehen will. <<<

                    Das ist an Arroganz kaum zu überbieten, in Anbetracht der Tatsache, dass Du ihm den Umgang sehr schwer machen möchtest. Klingt geradezu so, als ob Du Deinen Wegzug innerlich fast feiern würdest, da der Kindsvater sich jetzt endlich mal bemühen muss ... DAS klingt in der Tat nach Biest.

                    >>> Soll ich mein komplettes Leben danach ausrichten damit er es möglichst bequem hat ihn am Wochenende zu sehen? <<<

                    Nein, aber Du hast als Mutter das Leben Deines Sohnes so einzurichten, dass er einen guten regelmäßigen, möglichst unkomplizierten Umgang mit beiden Elternteilen haben kann.

                    >>> Er plant sein Leben auch nicht nach mir. <<<

                    Zieht ER weg?

                    >>> Und kein Gericht würde entscheiden mir meinen Sohn weg zu nehmen nur weil ich weg ziehen möchte. <<<

                    Täusch Dich mal nicht ... Du kannst ja hinziehen, wohin Du möchtest ... im Ernstfall muss eben ein Gericht entscheiden, wo das Kind bleibt.

                    >>> Und wenn ich eine neue happy family haben möchte, was stört dich daran? <<<

                    Nix ... so lange es nicht auf Kosten des Sohnes und der Vater-Sohn-Beziehung geht.

                    >>> Darf man sich nicht wünschen mit einem Mann zusammen eine Familie zu haben und zusammen zu leben? <<<

                    Wünschen darfst Du Dir alles ... nur musst Du als Mutter mit Altlasten gucken, was machbar ist!

                    • (17) 19.07.15 - 19:31

                      wie du vielleicht merkst, mache ich mir viele Gedanken und gucke was machbar ist! Ich möchte für alle das Beste. Nur ist es in diesem Fall nicht so einfach. Ich werde ihm sagen, er soll sich hier bei uns nach einem Job umsehen, sich bewerben und sehen was dabei heraus kommt. Meinem Ex möchte ich den Umgang nicht schwer machen, da siehst du etwas falsch. Nur ist es nicht nur meine Aufgabe mich danach zu richten ihm den Sohn jederzeit auf dem Silbertablett zu servieren. Ich muss sehen wie ich alles miteinander vereinbaren kann, mein neues Glück, mit seinem Umgang. Und ich bin dabei dies zu versuchen.

                      • (18) 19.07.15 - 20:09

                        >>> Nur ist es nicht nur meine Aufgabe mich danach zu richten ihm den Sohn jederzeit auf dem Silbertablett zu servieren. <<<

                        Genau genommen ist es das doch ...

(19) 19.07.15 - 12:51

Ich wurde andienet stelle NICHT zu ihm ziehen. Eure Beziehung ist ganz frisch, bald kommt ein Kind auf die Welt, es gibt eine nicht sehr kleine Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch trennt. Wohnst du dann bei ihm, so darfst du NICHT ohne weiteres zurück zu deiner Familie ziehen. Dann bist du alleine mit 2 Kindern und ohne Unterstützung auf dich gestellt.

K

  • (20) 19.07.15 - 12:59

    Was ist die Alternative? Sollen wir weiter eine Fernbeziehung führen? Wenn er sich wegen seinem Job weigert zu mir zu ziehen? Soll mein zweiter Sohn mit einem Wochenendpapa aufwachsen? Diese Möglichkeit gefällt uns beiden nicht. Wir wollen beide zusammen ziehen. Er möchte seinen Sohn mehr als nur am Wochenende sehen wenn er geboren ist.

    • (21) 19.07.15 - 13:10

      >>> Soll mein zweiter Sohn mit einem Wochenendpapa aufwachsen? <<<

      Tut doch Dein erster Sohn auch schon ... und wenn Du wegziehst, hat er sogar nicht weniger Vater.

      LG

      • (22) 19.07.15 - 13:14

        Sollen beide Kinder mit einem Wochenendpapa aufwachsen? Ist das besser?

        • (23) 19.07.15 - 13:25

          Zumindest gerechter ...

          ... soll ich Dir mal sagen, was am besten gewesen wäre?

          Dich gar nicht erst auf einen einzulassen, der so weit weg wohnt ...

          ... Entfernung im Internet gesehen - wegklicken - den nächsten Kandidaten anschauen ...

          ... Du hast doch nicht weiter als zum nächsten Gartenzaun gedacht, wie das alles mal werden soll und wie sich eine gemeinsame Zukunft bei vorhandenem Kind und dieser Entfernung gestalten kann ... und jetzt hast Du den Salat.

          • (24) 19.07.15 - 13:58

            Man kann sehr klug daher reden wenn man nicht in der Situation steckt. Was wäre wenn, jetzt ist es so, ich bin sehr glücklich ihn getroffen zu haben und eine Beziehung mit ihm zu haben und ein Kind mit ihm zu erwarten. Es gibt nichts was ich bereue.

            • (25) 19.07.15 - 19:24

              >>> ich bin sehr glücklich ihn getroffen zu haben und eine Beziehung mit ihm zu haben und ein Kind mit ihm zu erwarten <<<

              Und übersiehst dabei, dass das ein Mann ist, der sich offensichtlich keinen Millimeter auf Dich zubewegen möchte, obwohl Deine äußeren Umstände sehr viel komplizierter sind ... ein echter Traummann.

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