Wie richtig reagieren wenn baby quengelt

    • (1) 20.07.15 - 14:55
      allein erziehend

      Hallo

      Ich weiss ich bin im falschem Forums, aber mir ist das sehr unangenehm und schäme mich.

      Ich erziehe mein Sohn 9 Monate alleine und komme an meine Grenzen. Ich war noch nie von ihm getrennt. Wüsste auch nicht ,wem ich mein baby geben soll.

      Ich bin müde , kaputt, mein Akku ist leer. Ich bin 1.77 und wiege mittlerweile 52 kg .

      Hab schon versucht mich mit ihm ins Bett zu legen aber , er wird sofort wach wenn ich ihn vom arm nehme. Jetzt sitze ich total kaputt auf der Couch und der kleine schläft auf dem Arm. Will mich doch auch hinlegen. Wenn er wach wird, geht das auch nicht. Er robbt und muss immer aufpassen.

      Wenn er dann mal auf dem Arm ist, meckert er und will runter ok, dann ist er unten dann das gleiche Drama. Wie soll ich reagieren? Dann weint er bitterlich, hab dann da keine kraft mehr und lass ihn ein paar Minuten schreien. Bin auch dann total genervt das merkt er doch oder? Ich mach doch so die bindung kaputt?

      Ich weine oft weil ich so erschöpft bin , der papa vom kleinen kommt nicht oft und der kleine schreit bei ihm nur, kann da auch nicht abschalten.

      Ich liebe mein Sohn, aber ich kann nicht mehr, er tut mir so leid, wenn ich meine Phase habe und total genervt von meinem Baby bin, fühl mich als versagerin.

      Will doch nur eine liebe Mama sein , aber ich hab als keine Geduld, wie kann ich das ändern.

      Danke fürs lesen und eure Hilfe
      LG

      • Mein volles Mitgefühl für dich! Meine Tochter ist schon älter, aber ich habe nicht vergessen, welch anstrengendes Baby sie war.

        In eurem Alter konnte Papa ebenfalls fast nichts machen, weil nur ich sie beruhigen konnte.

        "Dann weint er bitterlich, hab dann da keine kraft mehr und lass ihn ein paar Minuten schreien. Bin auch dann total genervt das merkt er doch oder? Ich mach doch so die bindung kaputt?"

        ich habe sie auch manchmal schreien lassen, bevor ich reagiert habe. Besonders in den Nächten, in denen sie alle 15 Minuten stillen wollte. Einfach vor Erschöpfung, weil ich gar nicht schneller reagieren konnte.

        Manchmal habe ich mir auch Ohropax gegen das Schreien reingemacht und sogar trotz Brüllen weiterschlafen.

        Meine Tochter hat eine hervorragende Bindung zu mir.:-)

        Zum Hinlegen:

        Hast du eine Tragehilfe oder ein Tuch? Wir haben uns ganz oft, weil man sie nicht ablegen konnte, zusammen ins Bett gelegt, sie auf meinem Bauch festgebunden. Bequem ist anders, aber wenn man so extrem müde ist, schläft man trotzdem ein!

        Hast du keine Familie oder Freunde, die du mal für ein paar Tage besuchen kannst? Ein, zwei Stunden mal keinen nölenden Schreihals um sich haben, scheinst du ganz ganz dringend zu gebrauchen!

        Oder besorg dir eine Leihoma! Die kann ein wenig mit ihm spielen bei euch zu Hause und du kannst mal durchatmen.

        Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass ich du mein vollstes Verständnis hast. Mein Kind hat fast 2 Jahre jede Nacht geschrien. Babies und Kleinkinder können die Hölle die sein.

        Da muss man sich nicht schämen, wenn man kraftlos und ungeduldig ist. Erst recht nicht als Alleinerziehende!

        Alles Liebe,

        Kate

        Hey,
        ich sag ja immer: Babies wecken die extremsten Gefühle in einem Menschen. Ich liebe unseren Sohn total aber genau so sehr treibt er mich manchmal auf die Palme. Er ist jetzt 13 Monate alt. Mittlerweile lege ich ihn schreiend auf den Boden, wenn er mal wieder einen seiner Wutanfälle bekommt.
        Momentan ist das zubettbringen abends ein Kampf - für mich, bei Papa gehts anstandslos. Jetzt ist Papa aber aus beruflichen Gründen nicht jeden Abend greifbar. Ein Drama.

        Auch unser kleiner ließ sich teilweise nur von mir beruhigen. Von anderen wollte er nichts wissen. Was für eine Belastung, unter der auch ich zusammenzubrechen drohte. Oft saß ich dann heulend da, wusste mir nicht mehr zu helfen. Ich hab dann angefangen, mir freiräume zu schaffen. Mittlerweile gehts besser.

        Du musst einfach einsehen, dass du nicht nur Mama bist. Du bist ein Mensch und der hat auch Gefühle.

        Unser kleiner hat teilweise auch nur auf meinem Arm geschlafen. Tagsüber saß ich dann auf der Couch, baby aufm Arm und hab ein Buch gelesen. Es bringt nichts, sich darüber zu ärgern. Man muss es so hinnehmen.

        Teilweise hatte ich ihn nachts alle 30 min aufm Arm. Ist er eingeschlafen hab ich noch etwas gewartet, bis ich ihn abgelegt habe.

        Mittlerweile schläft er recht gut ein und sogar manchmal nachts durch. Und zwar einfach so, von heut auf morgen.

        Es wird besser - irgendwann

        Bis dahin: schaff dir irgendwie freiräume, such dir jemanden, der die das Baby gelegentlich abnimmt

        Hallo,

        du bist eine liebe Mama, weil du dir Gedanken machst und eine Lösung für euch beide suchst.

        Als Sofortversuch: Habt ihr ein Zimmer, dass soweit babysicher ist? Leg deine Matratze dort auf den Boden und versuch, doch so auszuruhen. Dein Kleiner kann robben, du bist in Reichweite. Vielleicht macht er das mit?

        Hast du Freundinnen oder Familie in der Nähe? Frag doch, ob mal jemand kommen kann und sich mit deinem Sohn ins Wohnzimmer setzt, während du eine Runde im Schlafzimmer pennst. Du wärst dann in greifbarer Nähe, falls dein Sohn schreit und sich nicht beruhigen lässt.

        Viele Grüße,
        lilavogel

      • Hi,
        ich glaube, dass jeder an die Grenzen seiner Geduld kommt, wenn die Kleinen solch anstrengende Phasen haben. Und wenn man auch noch ganz alleine ist, dann erreicht man diese Grenze sicherlich schnell, verständlicherweise.

        Ist dein Bett denn nicht rausfallsicher? Da würde ich zuerst mal rangehen, damit du dich mit ihm hinlegen kannst, ohne Angst haben zu müssen, dass er dir rauspurzelt.
        Vielleicht wäre eine Tagesmutter für ein paar Stunden an zwei Tagen oder so eine Möglichkeit. Dann kannst du mal wieder Luft holen und Energie tanken.

        Du bist ja auch körperlich sehr erschöpft, da wäre dein Hausarzt sicherlich eine gute Anlaufstelle. Beratungsstellen wie Pro Familia oder das Jugendamt können dir bestimmt auch weiterhelfen. So ist das ja kein Zustand für dich, du kriechst ja auf dem Zahnfleisch.
        Alles Gute!

        Vlg tina

        (6) 20.07.15 - 21:30

        Hallo,

        erstmal schließe ich mich den Vorrednerinnen an - keine Mama muss ein Übermensch sein.

        Unser Kleiner ist schon ein Stück älter als Deiner, und obwohl ich durch meinen Mann und auch sonst Unterstützung habe, hat er mich zeitweise zur Verzweiflung gebracht, weil er nicht einschlafen wollte. Monatelang hatte das per Einschlaf-Stillen geklappt, und mit einem Mal kam er dabei nicht mehr zur Ruhe, sondern ist regelmäßig durchs Bett getobt, was ihn wach gehalten hat. Er war dann knallemüde und schlecht gelaunt.

        Und dann ist aus der Verzweiflung eine Idee geboren, die seither super zuverlässig hilft: Ich habe sein Maxi Cosi als Schaukel aufgehängt. Da schnalle ich ihn rein und gebe Schwung, dann setze ich mich daneben und lese. Meist dauert es 5-10 min, dann schläft er. Und wenn er schläft, und nach einiger Zeit sich bewegt, reicht meistens ein neuer Schwung, und alles ist gut.

        Wenn ich ins Bett will, nehme ich ihn mit (die Zwangshaltung im Maxi Cosi ist dann doch nix für eine ganze Nacht.

        Liebe Grüße

      • Hallo,

        erstmal hast du keinen Grund dich zu schämen und um Hilfe zu bitten sollte dir nicht unangenehm sein....

        Zeig mir eine Mama, die nie an ihre Grenzen kommt / verzweifelt ist und am liebsten weglaufen möchte ( natürlich gibt es diejenigen, die es nicht zugeben#augen )

        Als Hilfe für dich : such dir Unterstützung und du brauchst auch Auszeiten...Eine entspannte Mama ist ruhig und zufrieden und das überträgt sich auf das Kind....

        Ich bin Erzieherin ( seit über 20 Jahren ) und habe eigene Kinder..Bin also Stress und Lärm gewohnt...Trotzdem gibt es Tage und gab es bei meinem Jüngsten Phasen, andenen ich am liebsten weit weg von Allem wäre #schein

        Such dir Freunde / Verwandte / schau über Vereine oder Caritas etc.. nach Menschen, die dich entlasten..Manchmal kann auch der Hausarzt helfen ( z.B Mutter-Kind-Kur )
        Vielleicht gibt es eine Nachbarin, die deinen Schatz mal 2 Stunden beaufsichtigen kann..

        Bitte such dir eine Entlastung, denn ein kleines Kind ist anstrengend und auch wenn es später einfacher wird, brauchst du als Mama Auszeiten um aufzutanken...

        Ich drück dich mal ganz doll und : Kopf hoch...

        LG #winke

        • Noch ne Idee : es gibt doch auch Gruppen für Alleinerziehende...Die haben alle die gleichen Probleme und du findest bestimmt ein paar nette Leute für gemeinsame Unternehmungen und zur gegenseitigen Unterstützung...

          LG #winke

      Du brauchst dringend mal eine Verschnaufpause... ich weiß, glaube ich, wie Du Dich fühlst. Motte war anfangs ein Schreikind, ihr Papa nur am Wochenende da, die Familie weit weg, Freunde gab es keine, weil wir neu hergezogen waren.

      Mir hat damals jemand den Tip gegeben, mal nach einer Leihoma zu schauen. Bei uns heißen sie Familienpaten und werden vom Kinderschutzbund vermittelt. Meine hätte die Motte einmal die Woche nachmittags bespaßt, sie selber hatte noch keine Enkel, leider hat sie vorher eine Krebsdiagnose bekommen :-( und inzwischen hatte die Motte einen Sprung gemacht und war etwas pflegeleichter...

      Was bei uns noch dazu kam, war das KISS-Syndrom. Wir waren in Dortmund und haben sie behandeln lassen, danach wurde alles einfacher. Vorher hat sie auch nur auf mir geschlafen, nach der Behandlung konnte man sie auch mal ablegen. Warst Du schon bei einem Osteopathen, ob Dein Kleiner vielleicht Verspannungen hat, die ihn belasten? Mir hat es schon viel geholfen, dass ich mich auch mal ohne sie durch die Wohnung bewegen konnte. Ansonsten war sie viel im Tragetuch, da war sie meist auch ruhig.

      Sprich mit einer Familienberatung, Caritas, Pro Familia, Kinderschutzbund. Und vor allem schäme Dich nicht dafür, dass Du den Mut hast einzugestehen, dass Mamasein nicht nur rosarot ist! #liebdrueck

      Kauf dir ne Tragehilfe und steck den Kleinen da rein.

      Schlafen mit Baby im Arm. Bei uns ging es auch nicht anders.

      Hallo Alleinerziehende,

      wie und wo schläft dein Baby denn nachts? Schläft er einigermaßen durch? Ist er in der Lage, abends und nachts alleine ohne Hilfe einzuschlafen?

      Tagsüber schläft er nur auf deinem Arm? Für tagsüber könntest du dir eine Tragehilfe besorgen, dann kann er in der Trage schlafen. In diesem Alter dürfte er ja nur noch so ca. 2 mal am Tag schlafen. Vielleicht schläft er ja auch im Kinderwagen, dann lege die Schlafenzeiten auf einen ruhigen Spaziergang. Vielleicht kannst du ihm auch im KiWa einschlafen lassen und dann den KiWa vor die Wohnungstür stellen?

      Dass du völlig fertig bist und auch gerne mal deine Ruhe hättest, kann ich nachvollziehen. Hast du die Möglichkeit, dir einen Babysitter oder eine Leihoma zu suchen? Können Verwandte, Bekannte, Freunde oder befreundete Mütter mal auf dein Baby aufpassen, sodass du auch mal alleine ausspannen kannst?

      Besteht die Möglichkeit, dass du dein Kind in einer KiTa oder bei einer Tagesmutter ab 12 Monate in Betreuung gibst? Dann hättest du schlagartig mehr Zeit für dich, den Haushalt und eben einfach mal Zeit ohne Kind. Auch wenn man sein Kind aus tiefstem Herzen liebt, ist ein bisschen Abstand nicht schlecht, gerade wenn sie eine anstrengende Phase haben.

      Du schadest deinem Kind übrigens überhaupt nicht, wenn es mal schreien muss. Im Gegenteil. Kinder können ab diesem Alter schon lernen, dass Mama nicht immer sofort auf der Matte steht. Zumal wenn du dich im selben Raum befindest und er dich sehen kann. Er darf ruhig lernen, dass du ihn nicht immer sofort auf den Arm nimmst und nicht die ganze Zeit schuckelst.

      Gehst du denn tagsüber viel mit ihm raus, auf Spielplätze, etc.?

      Ich bin echt froh, dass meine drei inzwischen älter sind. Da kommen dann zwar neue anstrengende Dinge auf einen zu, aber dieses Schlafdefizit am Anfang ist wirklich ein Killer.

      Wir hatten damals so eine elektrische Babyschaukel. Wenn sonst nichts mehr half, kam das Baby da rein und ist prompt eingeschlafen. Das mag nicht bei allen Babys funktionieren, bei meinen war das Gold wert.

      Probier so ein Teil doch mal im Laden aus, kaufen kann man es ja ggf. gebraucht, wenn es Dir zu teuer ist.

      Und mach dir keine Sorgen, Du bist eine gute Mutter - eine schlechte würde sich gar keine Gedanken darüber machen, ob sie alles richtig macht. Verabschiede dich lieber (auch wenn es schwer fällt) von der Vorstellung perfekt sein zu wollen. Perfekt ist, dass du das richtige für dein Kind tun möchtest. Alles andere ist, wie es ist.

      Versuch für dich eine Entlastung zu schaffen. Schick den Papa doch das nächste Mal, wenn er kommt mit dem Kind spazieren. Wenn Du vorher fütterst und wickelst, kann doch sel st bei einem ungeübten Papa die nächsten 3 Stunden ni
      viel schief gehen. Und dann ab ins Bett, keinen Haushalt oder sowas machen.

      Du schaffst das schon, immer daran denken, dass es besser wird.

Top Diskussionen anzeigen