einseitiger trennungswunsch, wie sagen, wie handeln..

    • (1) 29.07.15 - 23:48
      mut brauch ich

      hallo zusammen,

      ich möchte versuchen mich kurz zu halten und würde mich über antworten freuen..

      es geht darum, dass ich keine zukunft mehr mit meinem mann sehe. es gibt seit längerem schwierige phasen und immer wieder kam ich an einen punkt an dem ich dachte, es wäre besser zu gehen. bislang fehlte mir der mut. nun ist etwas passiert. ein vorfall hat meine gefühle für meinen mann ausgelöscht. ich habe einige zeit gebraucht um das zu erkennen und zuzuordnen. aber ich bin nicht dieselbe, wenn er da ist.

      gerade war ich mit den kindern im urlaub. mein großer sohn 10 sagte, als ich ihn gefragt habe, ob er sich auf zu hause freut oder ob er noch etwas verlängern wollte. er weiß nicht aber so, könne er sich noch etwas von seinem vater erholen. der kleinere sagte allerdings am tag vor der abreise, dass er papa sooo vermisst. mein mann ist schnell genervt und gereizt wenn die kinder nicht so funktionieren wie er es will.. der große sagte auch ein zweimal, als wir uns unterhielten oder in situationen, "papa würde jetzt immernoch rumbrüllen" oder "hat papa dich angeschrien" als ich eine situation erzählte inder ich meinen mann verärgert habe.

      ich will und kann nicht mehr, jede berührung ist ein kraftakt, ich möchte ihn nicht mehr berühren und auch nciht mehr berührt werden.

      wir leben in seinem haus. er hat es vor 1 jahr gekauft. ich würde gerne mit den kindern in die nachbarschaft ziehen, wann sollte ich mich nach einer wohnung umsehen, wann den mietvertrag abschließen, muss ich vorher alles mit ihm besprechen? und dann erst suchen? ich habe das gefühl, dass ich sofort hier weg muss. ich möchte ihn nicht verletzen und das werde ich sicher. er wird mir vorwürfe machen. wann redet man über die finanziellen dinge?

      aber vor allem wie fange ich überhaupt an mit ihm schluss zu machen?

      ich bin so dankbar für eure berichte und erfahrungen..
      lg

      • Morgen.

        Mach deine Entscheidung nicht abhängig von den Kindern. Du hast ein Problem mit deinem Mann und da solltest du ansetzen. Lass die Kinder da raus. Sie sind dann sowieso in einem Gefühlschaos, weil sie keinem von euch beiden verletzen wollen. Also, wenn du nicht mehr kannst/willst, was ich auch verstehe, dann setz dich mit deinem Mann hin und schildere die Situation. Sollte er nicht gesprächsbereit sein, dann zieh das durch.

        <<<ich möchte ihn nicht verletzen und das werde ich sicher. er wird mir vorwürfe machen.>>>

        Das wird mit Sicherheit passieren, denn du trennst dich, obwohl dein Mann nicht möchte. Einer wird dabei immer verletzt und das wird der Verlassene sein.

        <<<wir leben in seinem haus. er hat es vor 1 jahr gekauft.>>>

        Hat er es allein gekauft, ohne dein Einverständnis bzw. ohne dass du im Grundbuch stehst. Seid ihr verheiratet? Dann dürftest du Ansprüche darauf haben, denn es ist alles in der Ehe angeschafft worden. Auch wenn er die Raten alleine zahlt, ihr finanziert euch zusammen. Oder wir wurde soetwas geregelt. Warum hat er es alleine gekauft.

        LG

        • (3) 30.07.15 - 17:54

          Wenn er das Haus alleine gekauft hat (und damit allein im Grundbuch steht), dann steht ihr davon nichts zu. Lediglich dann, wenn in dem Jahr das Haus einen Wertzuwachs erhalten hat, stünde ihr von diesem Wertzuwachs die Hälfte zu im Zugewinnausgleich.

          LG

          • (4) 31.07.15 - 06:29

            Morgen.

            <<<Lediglich dann, wenn in dem Jahr das Haus einen Wertzuwachs erhalten hat, stünde ihr von diesem Wertzuwachs die Hälfte zu im Zugewinnausgleich.>>>

            Genau diesen Zeitraum meine ich ja auch. Also ganz so leer dürfte sie dann auch nicht ausgehen. Aber ich verstehe bei manchen nicht, wie man solch eine "große" Anschaffung alleine macht, wenn man doch eigentlich ein Leben zusammen plant. Und da sind wir wieder, wer kann heutzutage schon sagen, dass er ein Leben lang mit ein und denselben Partner zusammen bleibt.

            LG

            • (5) 02.08.15 - 12:44

              Ob da in einem Jahr so viel ausgleichswürdiger Wertzuwachs sein wird?

              Eigentlich ist es doch gerade vernünftig, solche Anschaffungen alleine zu machen. Würde ich vor der Situation stehen, ein Eigenheim zu erwerben, dann nur so, dass ich weiß, dass es auch im Trennungsfall meins bleibt. Gerade, wenn man schon die Erfahrungen mit gescheiterten Beziehungen gemacht hat, ist einem doch bewusst, dass die Trennung umso schwerer wird, desto mehr man an Eigentum auseinander zu dividieren hat.

              Und gerade bei einem Haus mit gemeinsamen Krediten sind Krieg darum oder hohe Verluste, wenn man unter Wert verkaufen muss, weil keiner den Anderen auszahlen kann, quasi vorprogrammiert.

              Oder bei Patchworkfamilien... da ist gemeinsames Eigentum ohne clevere vertragliche Konstruktionen quasi Harakiri. Stell Dir vor, der Partner stirbt und die seine Kinder wollen ihr Erbe ausbezahlt haben. Schwupps, stehste auf der Straße....

              LG

      guten Morgen,
      ich ganz persönlich finde es immer komisch, wenn man bei einem Trennungsgedanken schon vorher alles plant ohne mit seinem Mann/Freund vorher gesprochen zu haben. Nur in Ausnahmefällen, wenn mir Gefahr drohte könnte, würde ich das so tun.

      Wenn ihr jetzt reden solltet, weißt du noch gar nicht, wie die Reaktion sein könnte,oder? Vielleicht freut er sich, vielleicht sagt er, er will auch nicht mehr so weiter machen und ich würde gerne dieses und jenes mit dir ausprobieren - oder er ist völlig schockiert, weil unerwartet. Wenn er dann nicht mehr möchte, dass ihr euch für eine Schock-Verdauungszeit seht, dann könnt ihr immer noch überlegen, wer wohin geht (und wenn es vorübergehend in eine Ferienwohnung oder in ein Hotel ist).
      Oder er braucht die Zeit, um mit dir zu reden und will verstehen, was eigentlich abläuft.

      Eine Freundin hat sich von ihrem Mann getrennt - und hat zu ihm gesagt, dass sie immer mit ihm reden wird, wenn er es braucht. Und es ging über viele Wochen, dass sie immer wieder gesprochen haben. Aber dadurch war ein Frieden möglich. Mein damaliger Freund hat sich zurückgezogen und ich habe dann alle Schritte alleine gemacht. Aber es gab ein paar Nächte, die wir noch in der gleichen Wohnung in getrennten Zimmern verbracht haben, bis wir beide eines Morgens für uns beide klar war, dass wir jetzt getrennte Wege gehen müssen. Und dann hat sich alles andere auch sehr schnell ergeben.

      Ich hätte die Befürchtung, wenn man sich davon stiehlt und schon alles fertig geplant hat, dass man dem Partner einen gehörigen Schock verpassen könnte. Man hat die Beziehung zusammen gestartet und wenn es möglich ist, finde ich es auch besser, sie zusammen zu beenden - oder doch Paar Therapie zu versuchen oder sich für eine Pause einigen und in ein paar Wochen noch mal schauen...

      also, anstatt mit fertigen Plänen zu kommen, würde ich lieber hingehen und sagen, wie es mir geht, dass ich so nicht mehr kann - auch wenn ich vielleicht selbst alles nicht verstehe und erklären kann. Und ich würde gerne wissen wollen, wie es ihm geht.

      Und dann darauf achten, dass keine Vorwürfe gemacht werden und jeder von sich spricht und nichts überstürzt wird. Gerade wenn er das Haus gekauft hat, würde mich das extrem frusten, wenn ich es für die Familie gemacht habe und dann würdest du mit den Kindern mich und das Haus verlassen wollen. Aber da geht es erst mal nicht um das Haus, sondern um euch beide. Und dann, wenn dann klar ist, wie ihr eure Zukunft vorstellen könnt, dann kann man überlegen, was man mit Haus und co macht. Vielleicht sagt er auch, du sollst dort mit den Kindern bleiben und er geht. Oder ihr merkt in zwei Monaten, dass ihr euch doch ganz schön liebt und nur lernen musstet, dass diese Liebe wieder Raum bekommt.

      Behutsam und ehrlich - ich denke, davon profitiert ihr beide.

      • (7) 30.07.15 - 10:28

        volle Zustimmung !

        (8) 31.07.15 - 06:40

        Morgen.

        <<<Behutsam und ehrlich - ich denke, davon profitiert ihr beide. >>>

        Da müssen aber auch beide Parteien mitmachen. Wenn immer nur eine Partei behutsam rangeht und die andere aus verletztem Stolz einem immer wieder Steine in den Weg legt, dann funktioniert das nicht. So war es bei mir. Ich habe oft von Trennung gesprochen, was er dann irgendwann logischerweise nicht mehr glaubte. Am Tag der wirklichen Trennung ist für ihn eine Welt zusammengebrochen, seine Welt. Und dadurch war es im Ruhigen gar nicht möglich, was zu regeln. Er manipulierte alles und jeden. Und dann kann man nicht mehr behutsam und ruhig an die Sache rangehen. Und das schlimmste war, als ich nach zwei Jahren Trennung mal über den Anwalt den Unterhalt für die Kinder einforderte. Ich habe echt gedacht, er killt mich. Ich habe ihn verlassen und nun verlange ich auch noch Kohle. Und ehrlich, da kann man ihn nicht mehr entgegenkommen.

        LG

    Hallo!

    Wenn Ihr noch nie über Trennung gesprochen habt, wieso ist es dann so klar für Dich, dass Du die Kinder mit nimmst?
    Denkst Du, er will sie nicht?

    LG
    Dana

    • (10) 30.07.15 - 09:05

      hallo,

      es kann schon sein, dass er sie will. aber sie werden bei mir bleiben wollen, da binich mir schon sehr sicher. er kann sie sehen so oft er will und die kinder, aber schlafen und essen sollen sie in der regel bei mir. immerhin habe chmich um sie gekümmert als sie babies waren, und jetzt ist es etwa 50:50.

      lg

      • hast du nicht für dich eh schon alles geklärt?

        Hi,

        ihr kümmt Euch derzeit 50:50 um die Kinder und sie dürften dann nicht bei ihm übernachten....sorry, ....entweder ist hier was gravierendes vorgefallen - dann wäre ich sofort weg- oder ich wäre arg vorsichtig, das Du die Trennung nicht auf den Rücken der Kinder plant und im Endeffekt auch so ausführt! Liest sich leider jetzt schon!

        Kann er das Haus überhaupt halten? Wenn nicht, brauchst Du auch nicht in direkter Nähe bleiben.

        Kläre alles im Vorfeld in einem Gespräch, wer weiß wie es sich entwickeln wird!
        Ich bin immer noch der Meinung, das in einer Beziehung immer zwei Seiten gibt, die Mist bauen. Wer weiß, was er über Dich denkt .....das vieles nur eine Reaktion auf Dein Verhalten ist, welches Du an den Tag legst .....

        Lisa

        • (13) 30.07.15 - 12:08
          mut brauch ich

          hallo,

          ich habe nicht gesagt, dass sie nicht bei ihm übernachten dürfen, nur der lebensmittelpunkt also der hauptwohnsitz, der soll bei mir sein.

          und natürlich ist viel vorgefallen, ansonsten müsste ich mich auch nicht trennen. er kann das haus halten, aber ich möchte den kindern ihr momentanes umfeld nicht nehmen. in einem jahr wechseln beide die shcule bzw. kindergarten, solange soll alles "normal" bleiben.

          natürlich bin ich mitschuld an seinem verhalten, aber er ist so auf mich fixiert, dass wenn ich mal einen schlechten tag habe er direkt mit aufspringt, weil ich nicht funktioniere und das ist so, weil er keine freunde, keinen job rein gar nichts anderes hat.

          lg

          • d.h, er hat keinen Job, kann das Haus aber halten....spricht, es ist einiges Geld im Hintergrund, so dass Du hier keine Probleme hättest? Na dann würde ich mich auf die Suche nach einer Wohnung machen, wenn Du hier abgesichert bist.

            lg
            lisa

Hallo,

die Hauptsache ist vermutlich, eine gute Mischung aus Aufrichtigkeit, Sensibilität und klarer Ansage hinzukriegen. Ich denke, Du solltest den Urlaub "nutzen", dass Du ihm sagst, dass Dir dadurch bewusst wurde, dass es Dir alleine besser geht und Du ihn nicht vermisst hast, wie man im Normalfall den Partner vermisst und dass die Erlebnisse x und y Deine Gefühle zerstört haben.

Du musst auch mit ihm reden, weil der Verbleib der Kinder geklärt werden muss. Ihr habt gemeinsames Sorgerecht und da kannst Du nicht allein entscheiden. Insbesondere, wenn er sich - wie Du ebenfalls weiter unten schreibst - auch aktiv um die Kinder kümmert, kannst nicht einfach Du entscheiden, dass er die Kinder für Umgang und Übernachtungen bekommen kann und sie sonst bei Dir leben.

Trennungskrieg entsteht vor allem dann, wenn einer das Gefühl bekommt, alles zu verlieren, hier Dein Mann: die Frau, die Kinder und mit Pech, wenn das Geld nicht reicht, das Haus.

Klartext reden, ohne die "Bestimmerin" zu sein.

LG

Kinder sind Kinder und keine Roboter die funktionieren nun mal nicht die leben!

Egal was dich dazu bewegt dich zu trennen wenn du sicher bist das kommt so rüber dann tue es. Such dir ne Wohnung wenn du arbeitest dann weißst du ja ungefähr was es kosten darf und wenn nicht geh sofort zum Amt und sag da bescheid die beraten dich und können dir sagen was dir zusteht das kannst du auch beim Anwalt machen lassen. Würde aber für mich und die kids ein neues zu Hause suchen und gehen.

Finde es traurig wenn ein zehnjähriger sagt das er sich von seinem Vater erholen kann wenn der Urlaub ohne verlängert wird oder auch das er dich ewig lange anbrüllt weil er verärgert ist!

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