Kann oft mit meinen Kindern nix anfangen

    • (1) 07.08.15 - 20:45
      traurige mutter

      Hallo,
      ich habe drei Kinder, das älteste ist 10. Dazu bin ich verheiratet und Vollzeit berufstätig. Ich hab schon insgesamt das Gefühl ständig überfordert zu sein. Hab so viele Fronten. Und das Gefühl dass es meinem Mann auch noch egal ist. Er nimmt sich Auszeiten, ich kann irgendwie nix mehr genießen...Das schlimmste ist, dass ich immer das Gefühl habe, den Kindern nicht gerecht zu werden. Sie sind alle gesund und super drauf, das sehe ich ja auch. Ich liebe sie über alles. Jedoch habe ich dauernd das Gefühl ne schlechte Mutter zu sein. Ich bin mit einer Hausfrauen-Mutter aufgewachsen, die chronisch unzufrieden war und uns das spüren ließ, deswegen wollte ich mich nie so aufgeben. Ich liebe meinen Beruf und da gehe ich drin auf, zu Hause geht mir manchmal alles auf den Zeiger. Ich mag nicht spielen, ich hab keine Lust auf Schulkram. Die Kinder möchten kuscheln und sich unterhalten und ich muss mich oft überwinden :-( Das älteste ist mein einziges Mädchen, die Tochter die ich mir immer gewünscht hab. Aber sie ist so anders wie ich. Als ob wir in unterschiedlichen Welten leben! Wie ich und meine Mutter auch :-( Ich habe mich zB ständig abgegrenzt und in ihrem Alter schon Kämpfe gehabt wie lange ich mit Freunden los darf, ich hatte immer viele Freunde. Sie ist ne Einzelgängerin und hängt subjektiv (jetzt im Urlaub) den ganzen Tag an mir dran. Ich wollte immer cool sein, war rebellisch und kritisch, sie liebt den Tussi-Look und bewundert Stars mit viel Geld etc. Ich wäre mit so einem Mädchen früher nie befreundet gewesen. Bei den Jungs ist es etwas besser. Jedoch denke ich häufig, ich sollte mehr Lust haben, mich mit ihnen zu beschäftigen. Wir sind zB umgezogen, und nach vier Wochen fiel mir auf, dass ich nicht einmal den Namen seiner Klassenlehrerin weiß :-(((Lauter solche Sachen. Ich kümmer mich, bin aber einfach nur müde und gestresst.

      Ich bin so unglücklich darüber. Gerade wenn ich hier bei urbia lese wie so einige einfach nur strahlen vor Mutterglück...Ich hatte schon ein paar Stunden nach der Geburt meines ersten Kindes gedacht oh je was hab ich mir da angetan. Bitte fragt jetzt nicht warum ich die Jungs noch gekriegt hab. Ich hab verschiedene Erklärungen für mich. Jedoch "rettet" das meine Kinder nicht. Ich komm mir so undankbar vor. Die Kinder vergöttern mich und ich hab Angst sie zu versauen :-(((( Denke mal dass so einige hier nun auf mich losgehen, aber ich wollte es mal auskotzen.
      Danke fürs Lesen!

      • Hallo,

        ich lese das Interesse heraus, dass du etwas ändern willst. Ich schlage dir vor, dich an die Caritas zu wenden.

        Schau mal nach "Erziehungsberatung" "Caritas".

        • (3) 07.08.15 - 21:06
          traurige Mutter

          Danke für deine Antwort! Ja, wäre vielleicht ne Idee. Ich hab für mich professionelle Hilfe, da ich ne Depression hab. Da höre ich meist ich sei zu perfektionistisch, zu hohe Ansprüche an mich usw. Tatsächlich hab ich das Gefühl keinem Lebensbereich so richtig gerecht zu werden. Alles kann nur "halb" gemacht werden. Ich soll an mich denken, was mir gut tut...wenn ich das mal wüsste. :-( Ein großes Problem ist die Andersartigkeit meiner Tochter. Und die, wie ich finde, ungerechte Arbeitsaufteilung mit meinem Mann. Ich hatte kürzlich eine weitere Beratung, die meinte, machen Sie was Ihnen gut tut. Als ich sagte wie denn mit drei Kindern meinte sie auch dass man das zusammen machen kann und ob ich denn keine Lust auf meine Kinder hätte. Das hat mich so getroffen :-(

          • Wie kannst du Lust auf deine Kinder haben, wenn du keine Lust auf dich hast?!
            Mach dir nicht so viele Vorwuerfe! Und schau auf das positive! >>>Deine Kinder sind happy und finden dich gut<<<

            Wird deine Depression denn besser? Bekommst du Medikamente, koenntest du zur Kur, mal abschalten?
            Wissen deine Kinder das du krank bist?

            Was machen deine Kinder denn gerne, kannst du einen Plan machen? Dann kannst du dich drauf einstellen, und vielleicht gewoehnst du dich so dran, wieder was zu machen?

            Alles gute

            • (5) 07.08.15 - 22:13

              Danke! Oh Mist hab grad den ersten Satz deines Beitrags gelesen und die Tränen laufen. Ich bin neidisch, auf meinen Mann der sich grad mit nem Freund trifft, auf meine Kinder die sich im Spiel verlieren können...ich hab nix. Ich hätte nun schon über zwei Stunden für mich. Voller Kühlschrank, ne Badewanne, mindestens 10 gute Bücher die ich gern lesen wollte, Freundinnen die gern telefonieren wollten, eine Terasse, Internet, ein schönes Bett, was weiß ich, und ich kann nix mehr mit mir anfangen. Außer verdammtes Selbstmitleid.

              Ich krieg die Depris seit 20 Jahren nicht in Griff. Hab alles probiert.

              • Klingt jetzt vielleicht blöd, aber ständige depressive Verstimmungen sind eine mögliche Folge einer unerkannten Fruktoseintoleranz. Tatsache!

                Abgesehen davon: Ich denke auch, die könnte eine Therapie helfen. Erstens sind Kinder UND Vollzeitarbeit richtig viel Pensum. Zum anderen scheinst du deinen Job ja gut zu machen. Vielleicht musst du einfach wieder lernen, dich selber als Mensch wahrzunehmen, der auch das Recht auf Ruhe hat. Wenn du aufhörst, dich selber als Maschine zu betrachten, wird sich vielleicht auch die innere Ruhe wieder etwas einstellen.

                Alles Gute, thyme

              dann erkläre ihm mal das du auch regelmäßig frei brauchst, soll er sich dann um die Kids kümmern damit du atmen kannst

        Ich habe, du leidest neben dem Depressionen auch am Mütter-Mythos-Syndrom.

        Der Mütter-Mythos besagt, dass Kinder ein Quelle der Glückseligkeit sind und man sie genießen muss.

        Muss man nicht, gerade wenn Kinder älter werden und ihre Persönlichkeit immer mehr zum tragen kommt, darf es durchaus Reibungen geben.

        Man muss seine Defizite kennen und ausgleichen. Vielleicht kann Papa mit seiner Prinzessin besser? Oder Oma? Oder du organisierst außerhäusig Kontakt? Vielleicht eine Brieffreundin oder eine Jugendgruppe ... yadda, yadda, yadda.

        Es ist nicht dein Job 200% zu geben und in jeder Lebenslage vor Affenliebe zu zerfließen.

        Und kann dein Mann mal den Archiv (lol, automatische Rechtschreibkorrektur an strategisch günstiger Stelle) hochkriegen? Weiß der den Namen der Lehrerin? Und falls nein, juckt ihn das?

        Ich kenne das, das man mit seinem Kind wenig anfangen kann. Da hilft Abstand! Gönn ihn dir. Natürlich hast du wenig Lust auf deine Kinder. Du hast Depressionen und bist überlastet. Dass man da am meisten Lust auf kindfrei hat, ist absolut nicht ungewöhnlich.

        Wichtiger als dein Bild von der Mutter-Kind-Einheit ist deine Gesundheit! Du bist nicht fit! Die Schuldgefühle sind sicher auch depressionsbedingt.

Hallo traurige Mama,

ja, ich schreibe ganz bewusst Mama weil ich denke das deine Kinder auch Mama zu dir sagen.

Du liebst deine Kinder und hast das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein. Eigentlich ist es doch ein Widerspruch. Ich gehe davon aus das du eine sehr gute Mutter bist. Du machst dir Gedanken um das Wohlergehen deiner Kinder. Setzt sehr hohe Maßstäbe um nicht zu sagen zu hohe Maßstäbe an dich.

Du fühlst dich überfordert! Ich muss sagen nach dem was du geschrieben hast ist es auch nicht anders zu erwarten. Du gehst Vollzeit arbeiten. Du versorgst eure Kinder, kümmerst dich um den Haushalt usw. . Unterstützung scheinst du von deinem Mann nicht zu bekommen. Im Gegenteil, er nimmt sich Auszeiten.

Die große Frage ist nur : Wo bleibst du? Wann hast du Zeit zu entspannen und etwas für dich zu tun?

Zusätzlich kommt es mir vor das du noch unter den Erlebnissen aus deiner Kindheit zu leiden hast.

Versuch deine Ansprüche an dich etwas herunter zusetzen. Schaue ob du dir eventuell Freiräume einrichten kannst. Versuch Aufgaben zu verteilen. Dein Mann sollte langsam seine Augen auf machen und wach werden. Er kann dir die Kinder zeitweise abnehmen, dich im Haushalt unterstützen und sich auch um schulische Angelegenheiten kümmern.

Du wirst deine Kinder auch nicht versauen.

In meinen Augen hat auch niemand das Recht auf dich los zugehen oder dich zu beleidigen.

Hast du jemand mit dem du über alles reden kannst, dem du dich anvertrauen kannst?

Ich wünsche dir viel Kraft.

Fg Blaue-Rose

  • Wo bleibst du? Wann hast du Zeit zu entspannen und etwas für dich zu tun?

    Ich denke, wenn man einen 8-Stunden-Arbeitstag zzgl. Pause und Arbeitsweg, ggfs. noch einkaufen, essen machen, Wäsche waschen.....

    bleibt da noch Zeit für Entspannung?

    Zur TE: Irgendwas musst Du ändern. Dass Deine Tochter Dir am Rockzipfel hängt, Du den Namen der Lehrerin nicht kennst, zeigt ja, dass die Kinder (vielleicht insbesondere sogar Deine Tochter) zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
    Kannst Du mit den Stunden runtergehen? Kann Dein Mann mehr Zeit mit den Kindern verbringen? Hast Du schon einmal deutlich mit ihm gesprochen?
    Meine Tochter ist auch 10 und komplett anders als ich es damals war. Aber es ist meine Tochter und ich liebe sie, egal wie sie ist!

Vielleicht solltest du Teilzeit arbeiten, dann wärst du von der Arbeit nicht ganz so ausgepowert

Weisst Du, ich glaube jede Mutter fühlt sich mal so wie Du. Du hast ja auch ein hartes Arbeitspensum, Vollzeit berufstätig, 3 Kinder, Haushalt…

Vielleicht kannst Du irgendwo kürzertreten? Weniger arbeiten, Haushaltshilfe, Nachhilfe für die Kinder, Hortbetreuung der Kinder verlängern, Kinder mal zu Oma/Opa geben (oder Papa macht etwas mit ihnen)?

Für mich hört sich das einfach nach Überlastung an. Ich habe bei mir auch das Gefühl wenn ich zu viel auf dem Teller habe das ich nur "gelebt werde" und gar nicht mehr selber über meine Zeit verfügen kann. Schrecklich. Und genau wenn ich das wieder mal mitbekomme trete ich bewusst kürzer. z.B. in der Zeit vor den Sommerferien mit den ganzen Abschlussveranstaltungen lade ich mal keine Spielkameraden meiner Kinder ein (einfach damit ich nicht noch mehr zu tun habe).

Dein "Früher"-Leben gibt es nicht mehr.

Das ist seit 10 Jahren vorbei.

Meiner Meinung nach brauchst Du auch keine Erziehungsbreatung.

Du musst in Deiner Position als Mutter ankommen. Diese Phase hat jeder. Die Liebe und Gelassenheit seinen Kindern gegenüber kommt dann von alleine.

Bei Dir dauert die Phase vielleicht länger, weil Du durch mehrere Kinder nie die Zeit hattest, Dich wirklich einzuleben.

Die innere Leere und Erschöpfung, die Du beschreibst, kannst Du nur vertreiben, wenn Du glückliche Sachen machst. Dafür brauche Du Zeit und auch Deine Kinder wollen eine Mama, die glücklich ist und Spaß am Leben hat.

Vielleicht wäre ein erster Schritt eine längere Krankschreibung wegen Erschöpfung oder die Umstellung auf Trilzeit.

Und komm bitte nicht mit dem üblichen Kram: Finanziell geht das nicht, weil unser Einkommen monatlich total verplant ist.

ALLES geht. Die Kinder wirst Du nicht los, einen Job aber schon.

Und dann denkst Du in aller Ruhe aus, welche Mutter Du sein willst und welcher Mensch. Denn das Muttersein ist ein Teil von Dir, den Du umarmen und stolz darauf sein kannst!

sbl

PS: Vor noch wenigen Jahren ging es mir wie jetzt Dir. Ich habe mich dann hingesetzt und so lange meine Einstellung beleuchtet und deren Herkunft - das war nicht leicht, aber nachdem ich mich mit meiner schittigen Kindheit auseinander gesetzt habe, ging es bergauf.

Heute ist alles gut ????.
Ich wünsch Dir das Beste!

(16) 08.08.15 - 08:29

Hallo,

ein wenig kann ich nachvollziehen, wie es Dir geht. Vollzeitjob, Haus, Kinder, Mann...überall wollte ich alles gut machen und hatte ständig das Gefühl, genau das nicht zu schaffen.
Das schlechte Gewissen den Kindern gegenüber war mein ständiger Begleiter. Doch wollten sie abends von mir, musste ich erst mal ordentlich runter schlucken - ich wollte nur meine Ruhe.
Alles und jeder hat an mir gezerrt, wollte etwas. Ich hatte den Eindruck, ich verschwinde, löse mich auf, weil ich immer am Geben war.

Irgendwann hat sich aber ein Schalter umgelegt: dass es so nicht weiter gehen kann. Dass ich an mir arbeiten muss. Ich war depressiv, am Ende.

Ich habe mich mit dem Thema "Achtsamkeit" beschäftigt. Das war ein guter Anfang mein Denken zu ändern, mit Stress besser umzugehen, zu mir zu finden, meine Gedankenkreislauf zu stoppen.. Wichtig wurde für mich Sport. Bewegung hilft mir, ausgeglichen zu sein. Da geht es nur um mich. Keiner will was von mir. Und ja - ich habe dadurch auch wieder meinen Körper wahrgenommen.
Meine Kinder bekommen ihre Zeit. Dafür bleibt eben anderes liegen oder wird nicht gemacht. Das stresst mich heute nicht mehr.

Ich habe mit meinem Mann über meine Situation gesprochen. z.B. Dass ich eben auch meine Auszeiten brauche. Und es funktioniert. Warum sollte er sein Ding machen können und ich nicht?

Sorry - wurde jetzt lang. Was ich Dir sagen will: kleine Schritte sind ein guter Anfang, um zu Dir selbst zurückzukehren. Es gibt Beratungsstellen, Kuraufenthalte etc.. Und es gibt kleine Dinge, die Du für Dich im Alltag ändern kannst und die sich positiv auswirken.

Du schreibst, Du hättest gar nichts mehr. Stimmt so nicht. Du siehst es nur nicht mehr.

Ich wünsche Dir alles Gute.

ich drück`Dich#liebdrueck

  • (17) 08.08.15 - 15:50

    Viiiiieeeelen Dank für die Antworten!
    Job reduzieren möchte ich nicht, denn das stabilisiert mich und mein Mann ist Vollzeit zu Hause. Das passt. Kinder "auslagern" tu ich schon, jedoch ist mir die Zeit mit ihnen dann auch zu wertvoll....ich glaub halt dass das dann noch "schlimmer" wird. Das ganze Drumherum nervt. Was mich endgültig umgehauen hat, war der Umzug und das ganze Drumherum ist es was nervt. Solche Sachen wollt ich eher los werden bzw reduzieren, damit ich relativ entspannt vom Job kommen und die Kinder auch genießen kann, ohne dass noch tausend Kleinigkeiten anstehen. Vielleicht hol ich uns ne Putzfrau, und der Jüngste soll nächstes Jahr in die Kita, damit mein Mann mehr gebacken kriegt. Wir müssen halt noch so viel im Haus machen, das ist so schleppend...
    Ich glaube, es hat letztendlich doch was mit Selbstliebe zu tun. Immer wieder komm ich an den Punkt. Ich kann es mir selbst nicht erlauben was Gutes zu haben, ich kann nie mal locker sein und ausgelassen mit den Kindern. :-(

    Gruß

    • Wenn dein Mann Vollzeit zu Hause ist, verstehe ich nicht, dass noch so viel Arbeit an dir hängenbleibt. Ist dein Mann faul?

      • Haha - Klassiker!
        Wenn das alles ein Mann schreibt wuerd hier keine Menschenseele darauf kommen seiner Frau Faulheit zu unterstellen!
        Wir reden hier ueber 3 Kinder ;) 3!!

        Dem Man wuerde jetzt hier gesagt werden, dass er seine Frau mal auf Wellness schicken soll und ihr so viel wie moeglich abnehmen bla blub, weil sie ja so gestresst von der unheimlichen Belastung sein muesse. Seine 8h Arbeit am Tag sind ja quasi Pillepalle im Gegensatz zu ihr.

        Und kaum ist das ein ne Frau in der Rolle, wird hier (endschuldige die Wortewahl) saubloed nachgefragt, ob er denn Faul ist.

        Die gute Dame hat vor nicht allzulanger Zeit erst geschrieben, dass sie's sich schoen machen haette koennen. 2 Stunden Zeit um zu lesen, baden, Freunde treffen...

        Denkst du denn das waer moeglich, wenn er nicht nen grossteil der Kids machen wuerd wenn sie Vollzeit arbeiten geht???

        Aber nein, sie haengt in ner Deprischleife zuhause rum. Er hat die Kids den ganzen Tag und ne Frau, die Ihre Tochter schrecklich findet, nicht weiss, warum sie die Jungs noch dazu bekommen hat und eigentlich nerven die eh alle... Selbst die Lehrerin weiss sie nicht beim Namen nennen. Und da will jemand dem Mann nen Vorwurf mache, wenn der bei dieser Konstellation die Haende uebern Kopf zusammenschlaegt und sich ab und an ne Ausziet nimmt?

        Sorry, fuer mich hoert sich das nicht danach an, dass sie zu Hause den Loewenanteil macht. Die Frage nach der Faulheit ihres Mannes empfinde ich als eher frech angesiedelt.

        • Na, du bist ja vielleicht ein verständnisvoller und einfühlsamer Mensch.
          (Ironie, falls du das nicht bemerkt haben solltest).

          • (21) 09.08.15 - 08:34

            Na, wo er recht hat... So funktioniert halt Urbia #gruebel

            • (22) 09.08.15 - 09:26
              traurige Mutter

              Guten Morgen,
              es ist sowohl der Beitrag von "Max" als auch von "gh" nicht besonders wertschätzend formuliert, jedoch ist an beidem was dran. Man muss dazu sagen, dass der Jüngste erst ein paar Wochen alt war als ich angefangen hab zu arbeiten und zu dem Zeitpunkt praktisch durchgehend gebrüllt hat. Ich bin von morgens um 7 bis 18 Uhr außer Haus, er macht morgens die Großen für die Schule fertig und hat sie ab kurz nach 16 h, und das alles mit den Kindern macht er auch super. Dennoch finde ich, dass ich in seiner Situation mehr gebacken bekommen würde. Und das ärgert mich manchmal. Die Wäsche z.B. mach komplett ich, da er die Sachen von mir und der Großen und die Sachen der Jungs nicht auseinanderhalten kann. Ich finde der Nachtschlaf ist ungerecht verteilt. Das Aufstehen (trotz Job, auch im Urlaub) mach ich, auch mit der Begründung, dass er Schlafstörungen hat und einmal wach stundenlang nicht mehr einschlafen kann. Ich leg mich an freien Tagen am Nachmittag ins Bett und hol 3 oder 4 Stunden Schlaf nach.

              Gruß

              • So sieht die Sache schon ganz anders aus, Ich habe wie hier üblich wieder angefangen zu arbeiten, als die Kinder jeweils 14 Wochen alt waren. Ich habe voll gestillt und insbesondere meine Tochter ist die ersten Lebensjahre xmal erwacht. Sie schläft noch heute schlecht und jetzt ist sie 6 Jahre alt.

                Man kann sich nicht vorstellen, wie erledigt ich war. Ich habe innerhalb von einem Jahr 15 Kilos zugenommen und war wochenlang nur als Zombie unterwegs.

                Wenn Rollenteilung, dann auf ganzer Ebene. Es geht nicht, dass derjenige, der ausser Haus arbeitet, auch noch die Nachtschicht übernimmt. Kein Wunder, bist du am Limit.

                Ihr müsst definitiv miteinander reden. Es hilft nichts, wenn beide sich ungerecht behandelt fühlen und still vor sich hin leiden.

                Für gewisse Dinge wie die Wäsche lässt sich bestimmt eine Lösung finden, z.B. getrennte Wäschekörbe. Vielleicht wäre eine Putzfrau eine Idee.

                Für die Nachtschicht würde ich halt auf einen Kompromiss hinarbeiten. Mal du, mal dein Mann.

                lg thyme

Hallo

Ich glaube auf keinen Fall das du eine schlechte Mutter bist!!! Denn

1. machst du dir Gedanken über die Situation
2. hast Gefühle und Emotionen

3. ist dir klar das du deine Kinder liebst!
4. schätzt du die Situation ziemlich gut ein

Ich habe den Eindruck das du ausgepowert bist und zu hohe Ansprüche Hast. Auch das du zu wenig Unterstützung deines Mannes und zu wenig Auszeit bekommst.

Am Ende unserer Kräfte sind wir alle mal, aber wenn man es nicht allein schafft wieder Energie zu gewinnen sollte man dich Hilfe holen. Sicher hast du Konflikte aber sie sind lösbar. Wie du schreibst, sind dir deine Kinder wichtig und das ist der erste Schritt zur Veränderung! Viell musst du nur lernen kraft aus dem Alltag und dem Zusammensein mit deinen Kindern zu gewinnen. Viell ist es nur wichtig das die Aufgaben mehr verteilt werden. Oder oder oder... Such dir bitte Hilfe bei einem Therapeuten. Caritas etc finde ich nicht ganz so gut, denn ich glaube das du Konflikte in dir trägst die in therapeutische Hände gehören. Ihr könnt dabei alle gewinnen!

Sei lieb gegrüßt

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