Mit Trennung drohen - bei wem hats geholfen?

    • (1) 10.08.15 - 20:53
      wastun2

      Hallo!

      Ich stehe vor der unschönen Situation, dass es mit meinem Mann in manchen Dingen nicht so weiter gehen kann. Ich überlege ernsthaft ihm mit Trennung zu drohen :-(

      Wer hat das schon gemacht? Auch wirklich mit der Bereitschaft es durchzuziehen (oder auch nicht?)

      Hat sich dadurch was verändert? Das Problem gelöst? In welchem Zeitrahmen?

      Oder hat der Partner dann komisch oder blöd oder ungut reagiert?

      Wer hat Erfahrungen für mich?

      LG

      • Ich würde nur dann mit Trennung drohen, wenn du es auch ernst meinst und es auch bereit bist durchzuziehen. Sonst machst du dich voll zum Deppen und er nimmt dich niemals wieder erst #schwitz

        • (3) 10.08.15 - 21:23

          Der Punkt ist für mich klar: Ich drohe nur dann, wenn ich im Zweifel auch bereit bin es durchzuziehen. Bleibt mir ja auch nix anderes über wenn ich mir die Optionen so anschaue:

          - es rennt such wieder ein (meine Wunschlösung)

          - es geht so weiter und ich lerne zu leiden ohne zu jammern (grauenhafte Vorstellung) - schreibt nicht manavgat immer wieder mal dass sich manche Frau dass vor Augen halten sollte?

          - ich trenne mich (wenn Option eins nicht geht und ich zwei aber sowas von gar nicht will bleibt nur das!)

          LG

          PS es geht ua um zunehmende Respektlosigkeit - auch wenn es noch immer sehr viele schöne Momente gibt.

      (4) 10.08.15 - 21:02

      Hallo!
      Hier - Ich habe mit Trennung gedroht und mir schon eine Wohnung gesucht. Dann bekam er Muffe. Rein aus finanzieller Sicht, da ich die Wohnung nicht ohne fremde Hilfe hätte finanzieren können habe ich mich auf ein Gespräch mit ihm eingelassen.
      Wir trennten uns, wohnten aber noch zusammen. Und redeten......viel.....ehrlich und offen. Soviel wie in der ganzen Beziehung nicht geredet wurde holten wir nach.
      Und es fruchtete.
      Kurz: er wollte nie Kinder (negative Erlebnisse bei den Kindern anderer u.a. der Schwester), ich überlegte schon eine Zeit das ich doch welche möchte und stellte ihn vor die Wahl.
      Er hatte lange Zeit zu überlegen und kam zu dem Entschluss( er erlebte in der Zeit viel positives was Kinder angeht) das er sich wenn nur mit mit ein Kind vorstellen kann.

      Seitdem ist er wie ausgewechselt, hat sein Denken geändert und vergleicht sich nich mehr mit anderen.
      Und wir sind am Üben ;-)
      Ich weiß nicht, worum es bei euch geht, aber wenn es etwas für dich wirklich wichtiges ist bedenke immer - es ist DEIN LEBEN. Wie willst du es leben!?

      Und mache keine leeren Versprechungen!
      Erst als ich ihm klar machte, das ich die Wohnung bekomme und mich mit dem Vermieter treffe (was auch wirklich so war) bekam er Panik!

      DU musst es wirklich wollen!

      Alles Gute!

      • Es ist im Moment leider eher die Frage was ich nicht will *seufz* und ich will ua NICHT Respektlosigkeit :-( Du hast recht, es ist mein Leben! Da hab ich noch ein paar Ziele - soll ich mir die versauen lassen? :-(

        Kind ist kein Thema - haben wir schon, was es andererseits auch nicht leichter macht....

        Wie lange hat das ganze bei euch eigentlich gedauert?

        LG

        • Wir kennen uns seit der Schule und sind seit fast 9 Jahren zusammen. Es gab schon viele Probleme die wir hatten, wo mir schon oft geraten wurde zu gehen. Aber ich wusste immer das es ein guter Kerl ist.
          Sein Umdenken und seine Veränderungen sehe ich seit dem Knall täglich. Das war im Januar 2014. Seitdem haben sich seine Prioritäten sehr verändert.

          Klar gibt es auch Rückschläge (das mit dem Kinderkriegen war ja nur eine "Unstimmigkeit"), aber auch die kriegen wir schon hin.
          Ich bin auch stolz auf mich zu wissen, das ich WIRKLICH gehen kann und keine Angst mehr davor habe mich komplett zu lösen.
          Und er weiß das auch!

        • (7) 11.08.15 - 07:58

          Meine Bekannte hat sich richtig getrennt, ist mit den Kindern ausgezogen. Zwischendurch hatte sowohl er als auch sie eine Kurzbeziehung.. war aber jeweils nix, wurde unabhängig voneinander wieder aufgelöst.

          Irgendwann sass er zwei Stunden heulend bei ihr auf dem Sofa, er will wieder zurück, hat alles eingesehen. Es folgte eine lange Zeit der Annäherung.

          Nun zieht sie wieder zurück in die Ehewohnung, es hat sich wirklich unheimlich viel getan und die räumliche Trennung war für Beide (!) wirklich lehrreich. Sie haben jetzt - außer dem Vertrauten - noch eine ganz neue gemeinsame Basis. Es wurden einfach mal starre Strukturen aufgebrochen, gerade er musste das Gefühl haben, alles zu verlieren und endlich von Flucht auf Gesprächsbereitschaft umschalten. Das Ganze ging rund ein Jahr.

          Ich hab eigentlich schon immer bei massiven Problemen, die einer der Partner nichts einsieht oder aktiv ändern kann, zur räumlichen Trennung geraten. Diese Geschichte, die sich gerade im Moment in meinem Umfeld abspielt, bestärkt mich natürlich noch. Das kann wirklich gut klappen, wenn man sich noch liebt.

    (9) 11.08.15 - 10:43

    Ich denke Drohungen sind grundsätzlich keine gute Sache. Du schreibst leider nicht worum es geht. Besser wäre es der Sache auf den Grund zu gehen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

    (10) 11.08.15 - 10:57

    Es kommt drauf an aus welchem Holz der Mann geschnitzt ist. Mein Ex hätte mir bei der Drohung die Sterne vom Himmel geholt. Mein jetztiger wärd sagen: dann mach! Und es gäbe auch kein Zurück. Nicht weil er mich nicht liebt...sondern einfach weil er sich so gut wie nichts vorschreiben lässt.

    (11) 11.08.15 - 12:52

    Ich finde, in jeder Beziehung sind Drohungen und andere Machtspielchen eigentlich fehl am Platz. Ich rede auch mit meinen Kindern nicht in Drohungen. Ich würde auch gar nicht wollen, dass jemand aus Angst sein Verhalten ändert. Einsicht wäre mir da wichtiger.

    Deswegen solltest Du meiner Ansicht nach auf jeden Fall ein Gespräch suchen. Darin kannst Du natürlich auch sagen, dass die Situation für dich so extrem ist, dass Du in Erwägung ziehst, Dich zu trennen, und Deine Gründe dafür darlegen (wenn es denn wirklich so ist - das geht aus Deinem Beitrag gar nicht so eindeutig hervor). Dann kann es sein, dass er es einsieht, und daraufhin sein Verhalten ändert. Oder eben nicht... Was Du dann daraus machst musst Du wissen.

    Ich habe es so gemacht, und mein Ex war leider nicht einsichtig. Ich habe mich daraufhin getrennt und das gute Gefühl, ihm die Gelegenheit gegeben, sein Verhalten zu ändern. Dass er die nicht genutzt hat ist sein Problem.

    • (12) 11.08.15 - 19:54

      Danke für alle Antworten.

      Drohen klingt jetzt natürlich etwas sehr wild. Der Punkt ist, dass ich das hier aber auf Dauer nicht aushalte. Und dass mich das irgendwann fort treiben wird. Vielleicht sollte man eher von "vorwarnen" sprechen. Außerdem wäre es ja wohl viel fairer wenn ich rechtzeitig die Klappe aufmache und ihn nicht auf einmal in xy vor Tatsachen stelle :-(

      Ein bisschen zum Hintergrund. Akutes Problem: seine Anfälle, schreien, aus dem Stand ausflippen, Frust an mir aus lasen, respektlos, ich sehe es nicht!!! ein immer wieder Dinge wie "du Arschloch" zu hören #schock

      Fragt sich eh ob er da die Kurve kriegt.

      ob er einem Gespräch zugänglich ist? Bin mir nicht sicher. Er vergräbt sich in seinem Frust und Schuld sind die anderen. Ua ich.

      Bei einem anderen Problem bin ich mit dem Versuch mit ihm zu reden klar gescheitert. Er war nur beleidigt :-( hat dann kein Wort mit mir geredet.

      Auf Dauer will ich das nicht :-(

      LG

      PS die Kinder beschimpft er immer wieder auch. Und da hab ich halt die Verantwortung für andere (und nicht nur für mich) wie weit das gehen darf.

(13) 11.08.15 - 20:37

Hallo,

bei mir hat es geholfen.
Allerdings muss man auch bereit sein, diesen Schritt zu gehen, sonst steht man wie der letzte Depp da. Und: es nicht jedes Mal benutzen, dann nimmt er Dich nicht mehr Ernst.

Wir hatten einen Riesenstreit, ich weiß gar nicht mehr genau worum es ging.

Da hab ich meine Tochter genommen und hab mich bei meinen Eltern einquartiert und ihm gesagt ich würde hier bleiben, wenn sich nicht sofort was (das) ändert.

Und es hat geklappt und hält bis heute. Ich musste es nicht wieder machen.

LG

(14) 12.08.15 - 09:05

Ich habe gepackt und ihm die Tasche vor die Füße geworfen.... habe dabei allerdings gemerkt, dass Trennung eigentlich das ist, was ich auf keinen Fall möchte. Vorher hat es sich so leicht ausgesprochen, aber es zu tun... Ich musste es halt anfassen und im wahrsten Sinne des Wortes beGREIFen, dass es nicht das Richtige ist.

Bei mir ging es auch noch nach hinten los. Zwischen meinem Mann und mir ist es schwieriger geworden, es hat ihn sehr verletzt und ich habe Angst, dass es bald vorbei ist. Ich kämpfe, wir kämpfen, aber ich bin mir nicht sicher, wie und ob es weiter geht.

Alles Gute.

  • (15) 12.08.15 - 17:47

    hallo,

    ich hatte das mal genauso gehabt. Wir haben uns dann noch mal berappelt, um uns dann 1 Jahr später richtig zu trennen - aber dann waren wir beide davon überzeugt. Direkt nach dem ersten Versuch war ich erschrocken über meinen Mut. Und dann hat es mein Herz schier zerrissen.
    Allerdings ist nichts zu retten, was nicht zu retten ist. Ich denke, ihr braucht jetzt die Zeit, um beide herauszufinden, wie ihr weiterleben wollt. Und wenn ihr es noch schaffen solltet, viel zu reden und zu klären, was ihr eigentlich wollt, wäre das natürlich sehr schön...

    viel Glück und behalte den Mut, immer ehrlich und offen zu euch beiden zu sein

    • (16) 12.08.15 - 20:07

      Danke.

      Ich bin bereit zu reden und auch zu ändern, es ist nicht alles seine Schuld, ich weiß jetzt sehr wohl, wo meine Fehler liegen. Aber er ist mitten in der MLC, hat keine Mitte mehr... entweder extrem sensibel oder absolut kalt und aggressiv.

      Ich kann und darf jetzt keinen Druck ausüben, er muss sich wieder finden und dann bereit sein, an uns zu arbeiten. Im Moment nur abwarten und leiden, denn ich habe alle paar Sekunden die schöne, gemeinsame Zeit vor Augen und heule mir selbige aus.

      • (17) 13.08.15 - 20:56

        Hallo,

        Ich kenne das sehr gut, bei meinem Mann ist das so eine Jeckyl und Hyde-Sache. Er kann sehr lieb und lustig sein, aber bei dem geringsten 'Verstoß' gegen von uns getroffene Vereinbarungen oder bei Fehlern meinerseits flippt er derartig aus, schreit rum, bestraft mich mit Missachtung, dass in mir jedes Mal ein Stück kaputt geht. Er selbst bemerkt seine fehlende Selbstkontrolle nicht, angeblich bringe ich ihn jedes Mal an den Rand der Weißglut.

        Wir hatten uns früher mal vorgenommen, das Wort 'Scheidung' nicht in den Mund zu nehmen, weil wir beide Scheidungskinder sind und es in unserer kleinen Familie besser machen wollten. Nun ist das Wort im Streit doch gefallen und jedes Mal wurde dadurch noch eine größere Verletzung auf beiden Seiten verursacht. Wir sind dann durch Gespräche wieder soweit gekommen, dass wir beide herausgefunden haben, dass wir unsere Beziehung nicht beenden möchten, aber ich merke einfach, dass meine Gefühle nicht mehr die gleichen sind. Ich mache momentan weiter der Kinder wegen, sonst wäre ich sicher schon weg. Manche Respektlosigkeit steckt man eben nicht so weg und der Schmerz lässt nicht nach. Ich warte und hoffe, dass es an der MLC liegt und auch er seine Mitte wieder findet. Um ehrlich zu sein, macht mir dieser Satz von dir wieder Hoffnung. Erstens, weil es nicht nur mir so geht und zweitens, weil ich auf die Idee noch gar nicht gekommen bin, dass auch er Inventur seines Lebens machen könnte und mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist - daher die allgemeine Unzufriedenheit. Ich wünsche dir (und euch) alles Gute!

        • (18) 13.08.15 - 22:34

          das hast du schön geschrieben...

          ich habe mir gerade gedacht, wie viel innere Größe und Vertrauen ihr beide in euch tragen müsst...

          bei all dem ist es mir wichtig, dass ich zu einem gewissen Teil mein ganz eigenes Leben gestalte, welches frei von diesen Minenfeld ist, damit ich daran nicht zugrunde gehe
          und zum anderen, dass ich diese Launen nicht auf mich beziehe, auch wenn es zwischendurch schwer fällt

          in der Erziehungsberatung fiel heute das Stichwort, das Kind immer wieder auf die leichte Seite des Lebens zu bringen - also selbst leben und nicht zu sehr auf die Schwermut des Partners eingzugehen

          ich wünsche euch viel Leichtigkeit und Liebe zu euch selbst!

    Hi!

    Danke fürs Mut schicken - denn genau Mut werde ich brauchen wenn ich mit ihm reden werde, dass es so nicht weiter gehen kann :-( Ich hab schon gar keine Kraft mehr ein echtes Problem anzusprechen weil immer die Gefahr besteht, dass er dämlich reagiert. Muss aber sein! *seufz*

    LG

(20) 14.08.15 - 23:27
luschenbezwinger

Nicht drohen.
Ankündigen.

Eine Drohung ist das, was es ist. Eine Ansage, was man unter Umständen machen würde.
Da braucht jemand nicht unbedingt zu reagieren. Wozu auch?

Bei einer Ankündigung sieht das schon anders aus. Ent- oder weder;-)
Nichtsdestotrotz empfinde ich beide Spielarten als kindisch.

Ich habe meinem Ex damals klipp und klar gesagt, was ich machen werde. Das war weder eine Drohung, noch eine Ankündigung. Es war eine klare Aussage. Ok, ich wollte die Beziehung auch nicht mehr.

Merke: Drohungen haben in einer guten Beziehung nichts verloren. In einer guten Beziehung redet man miteinander.

Und wenn es keine gute Beziehung mehr ist, ja wozu dann noch drohen? Dann macht man sich vom Acker.

Top Diskussionen anzeigen