Hochzeit trotz Möglichkeit der Pflegebedürftigkeit des Partners

Liebe Gemeinde,

verzeiht, dass ich in schwarz schreibe, aber ich bin hier oft unterwegs und möchte dennoch nicht allzu viel Privates preisgeben, bitte versteht das.

Kurz zum Sachverhalt: mein Partner und ich sind mehrere Jahre zusammen. Wir haben Kinder, Haus und alles was man sonst als Familie so hat gemeinsam. Natürlich würde ich ihn auch gern heiraten, er mich auch. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass er an einer Erbkrankheit leidet, die auf jeden Fall nach einem langen schrecklichen Verlauf zum Tode führt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er erkrankt, steht 50:50. Ein Gentest ist prinzipiell möglich, diesen möchte mein Partner jedoch nicht durchführen und das respektiere ich.

Mit der Ungewissheit zu leben ist natürlich schwierig, aber es überschattet unseren Alltag nicht. Ich möchte meinen Partner heiraten, weil ich ihn liebe, natürlich weiss ich, dass dies ein rein formeller Akt ist und sich unsere Beziehung dadurch nicht ändert. Nun gab er mir aber zu bedenken, das ich im Falle seiner Pflegebedürftigkeit für ihn Unterhaltspflicht habe und das meinen finanziellen Ruin bedeuten könnte (Plätze in speziellen Pflegeheimen sind sehr teuer). Dagegen ist zu sagen, dass nach dem SGB XII auch Partner in eheähnlichen Gemeinschaften dem zu pflegenden Partner Unterhalt zu leisten haben, sofern sie noch in einem gemeinsamen Haushalt leben. Kommt der pflegebedürftige Partner ins Heim, muss sich der andere Partner gesetzlich nicht an den Kosten beteiligen. Das hört sich erst einmal sehr finanziell an, für mich ist es selbstverständlich, ob verheiratet oder nicht, für meinen Partner einzustehen.

Ich weiss, dass es für viele unvorstellbar wäre, so eine Partnerschaft zu führen, ich habe mich aber für meinen Partner entschieden mit allen Konsequenzen und möchte dies auch nicht bewertet haben. Ich möchte nur gern eure Meinung hören, ob ihr dennoch an einer Heirat festhalten würdet oder käme euch der Gedanke, es unter diesen Umständen zu lassen? Vielleicht hat schon jemand Erfahrung auf diesem Gebiet...

Liebe Grüße

Wenn ich das Gefühlsmäßige mal strikt außen vor lasse, dann stimmt es, dass Dich die Tatsache, dass Dein Ehemann in ein Pflegeheim muss, an den Rand des Ruins bringen kann. Da ihr ein Haus habt, kann es dazu führen, dass es verkauft werden muss. Müsste Dich aber ein Notar/Rechtsanwalt besser beraten, ob man dem entgehen kann, wenn man sofort eine entsprechende Regelung träfe.
Mein Mann war vor seinem Tod ein Pflegefall, nicht lange - und auch zuhause. Aber hätte ich ihn zuhause nicht mehr pflegen können, aus welchem Grund auch immer, wäre mir nicht viel mehr als die "Grundsicherung" geblieben, da er selber über keine hohe Rente verfügte, wie die meisten seiner Jahrgänge.
Knapp 4.000 kostet ein Pflegeplatz für die Pflegestufe III, kann auch mehr sein, je nach Aufwand.
Leistungen der Pflegeversicherung: 1.550 Euro (in Härtefällen: 1.918 Euro).
Rente des Pfleglings dazu, evtl. 1.000 Euro, bleibt übrig ?? Das ist von den Angehörigen aufzubringen, vor allen Dingen der Ehefrau.
Das ist alles sehr grob überschlagen, aber mir wäre nicht mehr viel Geld geblieben, hätte auch sofort meine Wohnung aufgeben müssen, da zu teuer.
Mit Hilfe von Pflegediensten und diversen Zusatzleistungen kann man einen Menschen heutzutage sehr lange zuhause pflegen, ich hätte meinen Mann wohl nur in ein Altersheim gegeben, wenn ich selber schwer krank geworden wäre oder ähnliches.
Schön von Dir, dass Du auch angesichts der drohenden Krankheit heiraten willst, aber ich würde mich sehr gut erkundigen, was alles auf Dich zukommen kann im schlimmsten Fall. Denn Du bist ja auch noch für Kinder verantwortlich.
LG Moni

Vielen Dank für deine Antwort und deine Offenheit. Das hilft mir sehr.

Hallo!
Ich muß sagen,ich war durch die FRagestellung des Ausgangsbeitrages doch etwas irritiert.....von wegen in guten wie in schlechten Zeiten.....
Habe selten eine so gute Antwort gelesen wie DEine....finde ich toll!!
Hat mich auch zum Nachdenken gebracht.....
Liebe Grüße Iris

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Hallo,

Ich würde nicht heiraten. Aus den bereits genannten Gründen. Man kann auch wunderbar ohne Hochzeit leben.

Wie sieht das denn mit der Erbkrankheit und Euren Kindern aus? Klingt ja schon schlimm.

Lg

Natürlich kann man wunderbar auch ohne leben. Aber mit einer Hochzeit sind ja nicht auch nur Pflichten sondern auch Rechte verbunden, die CJ dann im Falle eines Falles hätte, z. B. die gerichtliche Vormundschaft, Auskunftsrechte usw.

Genau das habe ich mich auch gefragt. Haben die Kinder es geerbt?

Zu der eigentlichen Frage, möchte ich nicht viel sagen. Ich weiß wohl, dass ich einen Gendefekt habe. Durch das Nichterkennen führte das bei mir auch fast zum Tod. Ich habe die große Maus direkt testen lassen. Sie hat es nicht. Die Kleine wird demnächst auch getestet. Falls sie es hat, müssen wir einige Dinge beachten. Dann ist der auch nicht so gefährlich.

Wann hat dein Freund sich denn dss letzte mal beraten lassen? Die Medizin macht große Fortschritte. 2006 hieß es noch, dass ich auf gar keinen Fall Kinder bekommen dürfe, weil das zu gefährlich ist. Nun habe ich zwei und die Forschung weiß, dass Kinder bis 30 unter strenger Kontrolle ok sind. Bleibt gefährlich, aber endet nicht zu 100% mit dem Tod wie noch 2006 angenommen.

Ebenso der Opa meines Mannes. Der ist auch an etwas Erblichem verstorben. Drei Jahre später fanden sie raus, wie sie die Krankheit stoppen können...

Ich weiß ja nicht, was er hat. Aber alle paar Jahre mal mit einem Spezialisten zu sprechen, ist manchmal gar nicht schlecht! :-)

Liebe Grüße

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Diese Frage hätte ich gestellt, bevor ich Kinder mit jemand bekommen hätte.- jetzt ist es ein wenig spät dafür . Ausserdem hat er die Krankheit ja noch gar nicht - alles seltsam.

Finanzieller Ruin hört sich ganz schön dramatisch an. Wie passt der Begriff Selbstbehalt dazu?

Schön, dass du so vernünftig bist. Aber deine Antwort nutzt der TE jetzt nichts mehr. Die hat die Kinder bereits.

Selbstbehalt ist nicht viel mehr als die Grundsicherung und wenn man ein Haus hat und das aus finanziellen Gründe aufgeben muss, dann kann man schon von einem Ruin sprechen.

Da hast du natürlich recht. Die Krankheit wurde erstmalig bei seinem Vater diagnostiziert, da gab es unsere Kinder schon.

Die Entscheidung wäre einfacher, wenn dein Partner einen Gentest machen lassen würde. Schon wegen der Kinder wäre es notwendig.
Ich habe mal einen Mann mit vermutlich dieser Erkrankung betreut. Das lässt sich nur machen, wenn rundum jemand zu hause ist, also wenn du nicht berufstätig bist.

Ich würde nicht heiraten, wenn der Test positiv ist, denn es bedeutet, dass du deswegen irgendwann nicht mehr hast, als die Grundsicherung, wenn dein Partner ins Pflegeheim kommt. Wenn ein Trauschein so teuer ist, würde ich darauf verzichten.

Ich wünsche euch den den Mut, den Test machen zu lassen.

Vielen Dank auch für deine Antwort. Natürlich würde ein Test alles verändern-egal wie er ausfällt. Mein Partner hat jedoch für sich entschieden, dass er im Falle eines Falles nicht mit dem Ergebnis leben könnte. Davon hängt dann auch die Lebensqualität der letzten Jahre ab, die man noch krankheitsfrei hat. Das respektiere ich. Die Möglichkeit, die Kinder zu testen, gibt es in D nicht unter dem 18. LJ. Und selbst wenn mein Partner betroffen ist, heisst das nicht automatisch, dass die Kinder es auch sind.

aus welchen Gründen würdet ihr den heiraten wollen?
Vielleicht könnt ihr ja auch einfach eine "inoffizielle" Zeremonie machen - also ohne Standesamt, aber mit Feier und allem?!

Denn wenn tatsächlich der Fall eintritt, dass er so schwer erkrankt, kostet es dich Haus und Hof und wie eure Kinder dann versorgt werden (je nachdem wie alt sie sind) ist ja dann auch fraglich.

Ich wünsche euch von Herzen, dass es nicht so weit kommt.

Selbstverständlich ginge auch eine inoffizielle Zeremonie. Obwohl es für mich nie das gleiche wäre. Ich möchte nicht nach dem Motto leben, für immer und ewig, es sei denn, du erkrankst, denn bin ich raus. Er will natürlich, dass ich seinetwegen dann nicht auch noch finanziell belastet wäre. Rechtliche Beratung habe ich mir bereits geholt. Wären wir nicht verheiratet, würde unsere Bedarfsgemeinschaft theoretisch enden und ich wäre ihm nicht finanziell verpflichtet. So nimmt man es an, wenn es denn tatsächlich anders ist, wird dies immer im Einzelfall betrachtet. Wenn ich dann so tue, als wären wir nicht mehr in einer eheähnlichen Gemeinschaft, kann dies natürlich als Sozialbetrug ausgelegt werden. Also ganz raus wäre ich so oder so nicht und das möchte ich auch gar nicht. Ich glaube einfach, im Fall einer Erkrankung, liegt mir auch was an der rechtlichen Stellung seiner Ehefrau.

Solange ihr zusammen wohnt ist es eine Bedarfsgemeinschaft, wenn dein Partner nicht mehr arbeiten kann und seine Rente nicht ausreicht.
Ich denke, es geht darum, falls er irgendwann ins Pflegeheim müsste, dass dann alles "übrige" Geld und auch das Haus aufgebraucht werden muss, wenn ihr verheiratet seid.
Wenn ihr unverheiratet zusammen bleibt und dein Partner wird krank, dann verlässt du ihn doch nicht. Emotional spielt es keine Rolle, ob du verheiratet bist oder nicht. Du wirst ihn doch nicht wegen der Krankheit verlassen.

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dein Herz hat schon entschieden, nicht ob Trauschein oder nicht (anwaltliche Unterstützung fände ich hier auch angebracht)
sondern dass du mit ihm alt werden willst.

ich kenne zwei Paare, wo der Mann jeweils sich dafür entschieden hat - auch auf die Gefahr hin, dass die Frau bei der Geburt der Kinder sterben könnte oder nicht alt werden wird...
und ich bin jedes Mal berührt von der Kraft der Liebe...
so auch jetzt, als ich deinen Beitrag gelesen habe.

inhaltlich ist meine Antwort nicht wertvoll - aber ich wollte euch dazu beglückwünschen, dass ihr das Glück habt, Liebe so intensiv und ehrlich zu erleben.
und wünsche euch natürlich, dass ihr gemeinsam alt werden könnt!

vielleicht findet ihr - falls der Trauschein zu teuer werden könnte - auch einen Menschen, der für euch eine Trauzeremonie abhält, die dann nur für euch ist.

Hallo!

Das Haus ist nicht in Gefahr. Wenn Dein mann pflegebedürftig ist und DU wohnst auch nachdem er ins Heim kommt weiterhin im Haus dann ist das Haus tabu. Nur ausziehen darfst Du nicht, dann wäre das Haus weg.

Am wichtigsten wäre vor allem, dass Du Entscheidungen für ihn treffen darfst. Das geht über eine Ehe oder entsprechende Vollmachten. Es sollte schon so sein, Dass DU für ihn sprechen darfst, wenn er nicht mehr selber entscheiden kann.

Und es muss ja auch gar nicht sein, dass er erkrankt.

Hallo!

Ich kann Deinen Freund verstehen, dass er das nicht wissen möchte. Eine junge Frau die ich betreue, hat sich auf Chorea Huntington testen lassen, da ihr Vater es hat.
Und ist danach in ein tiefes Loch gefallen, die Krankheit brach beinahe unmittelbar danach aus. Der psychologische Effekt ist sicher nicht zu unterschätzen.

Ich finde es auch nicht gut, die Entscheidung davon abhängig zu machen. Wenn Ihr heiraten wollt, dann macht das und dann würde ich trotzdem eine Vorsorgevollmacht für Dich einrichten.
Und wieso soll es unbedingt ein Pflegeheim sein? Eine 24/7 Pflege kann mittlerweile auch zu Hause stattfinden.

Alles Gute,
Dana
#blume

Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Genau deswegen kann ich auch verstehen, dass er von einem Test absehen möchte, ohne gleichzeitig die Sache an sich zu verdrängen. Und du hast Recht, ein Pflegeheim ist letztendlich auch nicht immer der letzte und beste Weg.

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ich würde eine/n Fachfrau/mann befragen.
wir hatten letztens einen ersten Anwaltstermin, um bestimmte Dinge zu klären - und mir erscheint das in unserem Fall sehr kompliziert.
wenn noch mehr dran hängt, bei euch dann beispielsweise die Ausbildung der Kinder und später eventuell deren Erbe, würde sich das vielleicht lohnen (ich finde unabhängig von einer möglichen Krankheit des Partners)
auch die Bestimmung der Vormundschaft, Patientenverfügung, etc... - ich erlebe hier immer wieder echt schräge Geschichten, z.B. Partner Pflegefall, die Frau darf (obwohl Vermögen da ist) nicht die teuer Kur für ihren Mann buchen, weil der Staat das nicht genehmigt.
Ich habe mich da nicht eingelesen und kenne mich eindeutig zu wenig aus...
aber diese Dinge zu klären ,auch wenn beide gesund sind, ob verheiratet oder nicht, finde ich doch essentiell wichtig.

auf jeden Fall wünsche ich euch alles Glück der Welt!

... ich meinte Vollmachten, oh je

Das ist ein guter Denkanstoß, vielen Dank! Ohne von der Krankheit gewusst zu haben, hat mein Partner vermögensseitig gut vorgesorgt mit entsprechenden Versicherungen, Rücklagen usw. Auch für die Kinder haben wir einiges zur Absicherung getan. Ich kann absolut verstehen, wenn jmd sagt, unter diesem Umständen würde er auf keinen Fall heiraten, vielleicht würde ich das als Aussenstehende auch. Aber jetzt wo ich tief drin stecke, hab ich einen ganz andere Sicht auf die Dinge. Daher bin ich über Meinungen von rational denkenden Außenstehenden sehr dankbar.

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Hallo

Da ich nicht in so einer Situation bin oder war, ich aber auch nicht mehr die Jüngste bin, würde ich von einer Heirat evtl absehen.

Heutzutage kann man alles auch so regeln.
Denn selbst wenn ihr verh. seid, heißt es nicht das du alles regeln und schalten und walten kannst wie du willst.

Ich kenne zwei Beispiele, bei denen es viel viel wichtiger ist und war, die richtigen Vollmachten in de nHänden zu halten. (was eine nicht hatte)

Es kann oft schnell gehen, nicht nur wenn ein Partner krank ist oder wird.

Beratungen machen auch Notare, geh dort hin und lass dich gut beraten wie und was ihr beide machen müsst.

Auch wegen den Kindern. Wenn sie noch nicht Volljährig sind braucht es ggf auch gesonderte Vollmachten.
Egal ob es um das KOnto, Versicherung, die Kinder oder um eine Patientenverfügung geht.

Wenn ihr wisst, es wird früher oder ein Pflegefall auf euch zukommen, dann lasst alles notariell beglaubigen, damit du und die Kinder handeln könnt.

Natürlich kann man auch den Partner (dich) mit einbeziehen, falls dir vorher etwas passieren sollte. (was natürlich niemand will, aber man doch berücksichtigen kann udn sollte)

Eine oder auch mehrere Beratungsgespräche wäre da wirklich notwendig.
Notare, Anwälte, Caritas oder ähnliche Institutionen geben Auskunft

Ein Notar/Anwalt kann euch die Vor und Nachteile einer Heirat aufzeigen und auch alles andere erklären und dann könnt ihr es euch immer noch überlegen.

euch alles Gute

Lieben Dank für deine Meinung. Wir werden uns ohnehin über entsprechende Vollmachten (über Patientenverfügungen haben wir uns bereits informiert) beraten lassen.

Schau mal, so sieht z.B. eine Vorsorgevollmacht aus:

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Anlagen/Vorsorgevollmacht_Formular.pdf?__blob=publicationFile

Hallo,

wenn jemand eine Erbkrankheit hat, dann hat er aber auch eine Verantwortung sich gegenüber selbst, dem Partner und den Kindern. Seine Vogel-Strauß-Taktik ist fatal. Falls er die Krankheit hat, dann kann sich darauf einstellen und Ihr habt noch Zeit Vorsorge zu treffen, wie sparen, das Haus pflegegerecht gestalten usw. Außerdem kann man durch Medikamente, Untersuchungen und eigenem Verhalten noch Einfluss auf Krankheiten nehmen. Wenn er nicht bereit sich einem Test zu stellen, würde ich ihn an Deiner Stelle verlasssen, denn er mutet Euch viel zu. Angenommen seine Krankheit bricht aus, von heute auf morgen mußt Du ihn pflegen, Dich um alles kümmern und dazu kommen noch die Kinder. Das kann er nicht verlangen. Aber verlangen kannst Du, damit Ihr Eure Zukunft planen könnt, daß er den Test macht. Es geht ja auch um seine Kinder, ob sie es geerbt haben (könnten).

LG
Manu

Die Krankheit entwickelt sich langsam. Man ist nicht von einem Tag zum anderen eine Pflegefall. Die ersten Anzeichen zeigen sich sehr früh.

Ich verstehe auch nicht, dass ein Test abgelehnt wird. Im Unterbewusstsein ist es doch sowieso und das beeinträchtigt das Leben mehr als das Bewusstsein.

Jedes Anzeichen wird gewertet, obwohl es vielleicht gar nichts mit der Krankheit zu tun hat.
Ein Test mit einem negativen Ergebnis wäre für alle Familienmitglieder eine Erleichterung. Wenn der Test positiv ist, dann kann/muss man sich darauf vorbereiten und sich damit auseinandersetzen und nicht erst, wenn man es hat.

Informiere Dich doch, wie Du im Falle des Falles finanziell dastehen würdest. Ich glaube, der Freibetrag ist relativ hoch.
Danach würde ich mir das mit der Hochzeit überlegen.

Hallo,
ich verstehe eines nicht so ganz.
Egal ob ihr nun vor der Beziehung oder während der Beziehung von der Erbkrankheit erfahren habt, habt Ihr Kinder.

Bis dato habt ihr ohne Heirat gut gelebt. Im Falle der Fälle wäre für mich wichtig das ich alle Vollmachen hätte um agieren zu können. Dem Partner somit helfen kann.
Auch die Kinder bitte nicht vergessen. Wer bitte hat am Ende etwas davon wenn du als Ehefrau agierst aber dann ein Ruin erlebst. Auch du und die Kinder müssen ja danach weiterleben und klarkommen. Ihr liebt Euch und das ist das wichtigste.

Ich würde das sehr sorgfältig mit einem spezialisierten Anwalt abklären, wie ihr das am besten regelt. Du hast auch noch Kinder zu versorgen, vergiss das nicht.

Vielleicht kann dein Partner dir oder euren Kinder das Haus vor einer Heirat überschreiben?

Zum Thema Krankheit: Ich würde meinen Partner auch nicht verlassen, aber ich würde es wissen wollen. Selbstverständlich kann auch sonst etwas sein, aber ich würde mich auf den Fall der Fälle möglichst vorbereiten wollen, auch emotional.

lg thyme

Hallo,

ihr seid bisher nicht verheiratet, weil Euch die Ehe nichts bedeutet. Warum also heiraten, damit Du eventuell Deinen Mann unterstützen könntest, wenn er erkrankt? Dann doch lieber direkt trennen. Er könnte schliesslich krank werden.....

Warum können sich Menschen eigentlich heute nicht mehr für jemanden entscheiden - mit allen Konsequenzen? Ich bin verheiratet (vor der Schwangerschaft, weil wir heiraten wollten - egal, ob ich schwanger werden kann oder nicht). Und ich würde mich doch nicht scheiden lassen, nur weil mein Mann krank wird. Was sind das für Gedankengänge?

LG Andrea

Hallo,

ich glaube, das hast du nicht ganz richtig verstanden. Wir sind nicht nicht verheiratet, weil die Ehe uns nichts bedeutet, im Gegenteil, deswegen habe ich ja gefragt, wir möchten ja heiraten. Ich unterstütze meinen Partner so oder so, ob krank oder gesund, ob verheiratet oder nicht. Ich habe mich bereits mit allen Konsequenzen für ihn entscheiden, von Scheidung, wenn er erkrankt, war auch überhaupt nicht die Rede. Ich habe nur von den Bedenken meines Partners berichtet, dass ich finanziell nicht gut da stehen würde, wären wir verheiratet und er komme ins Pflegeheim. Dahingehend haben wir uns mittlerweile beraten lassen. Das hieß nicht, dass er mich deswegen nicht heiraten will oder ich ihn nicht, er wollte nur nicht, dass ich es irgendwann "bereue".

Lieben Dank trotzdem für deine Antwort.

LG