Warum wollen Frauen Kinder von Männern, mit denen sie nicht zusammenleben? Seite: 2

                    • > kein Verständnis dafür, wenn Männer sich nach ONS oder lockeren Affairen über die Folgen beschweren.

                      Nur mal so am Rande und unter uns: da habe ich auch kein Verständnis für.

                      Bei MEINER Biographie und MEINEN Erfahrungen gehe ich natürlich implizit immer von einer festen, langjährigen Partnerschaft und damit gemeinsamer Verhütung aus, und in dem Fall sind wir uns ja einig. Und zum Glück musste ich so eine miese Erfahrung nie machen.

                      Sollten sich meine Lebensumstände aber je mal gravierend ändern, werde ich selbstverständlich an deine Worte denken und zu endgültigen Maßnahmen greifen. #cool

                      > sollte die Begleitung eben für mich im Idealfall immer Mutter und Vater sein

                      Auch wenn ich überhaupt nichts gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit Kindern habe, stimme ich dir da im Grunde zu: wichtig sind enge und zuverlässige Bezugspersonen, im Idealfall zu beiden Geschlechtern. Und das geht eben am besten mit Mutter und Vater.

                      Natürlich können wir uns da unserer gesellschaftlichen Prägung und unserem sozialen Umfeld nicht entziehen, aber das gilt ja für alle anderen Themen hier auch, die auch immer im Kontext unserer westlichen Kultur und Gesellschaft diskutiert werden.

          (27) 02.09.15 - 15:06

          "wenn ich nicht nur meine Gene weitergeben will, sondern auch zusehen will, was aus ihnen wird?"

          So einen Mann suche ich mir in diesem Fall ja auch nicht.

          Wenn der Mann alles miterleben möchte, ich aber komplett alleinerziehend und alleinverantwortlich sein möchte, dann suche ich mir dafür den passenden Mann. Und zwar einen, der keine Kinder möchte, aber dem es nichts ausmacht "Samenspender" zu sein.
          So etwas muss halt im Voraus sehr gut geplant sein.

    (28) 31.08.15 - 14:35

    Eine meiner Freundinnen ist 20 Jahre als Entwicklungshelferin um die Welt gezogen, immer wieder in anderen Ländern, dadurch hat sich eben keine langfristige Beziehung ergeben. Ein Kind wollte sie trotzdem, also kam sie vom letzten Auslandsaufenthalt eben schwanger zurück - und sie hat hier die Unterstützung von Großeltern, Tante und Freunden. Mit 40 weiter auf "Mr Right" zu warten ist ja auch keine wirkliche Option ...

    Warum nicht?

    Nicht für jede Frau ist das spießige 08/15- Modell "Haus/VW-Kombi vor der Tür/Mini - Job -wegen - gutverdienendem Gatten", erstrebenswert.

    Es gibt eben auch Frauen, die leben aus Überzeugung selbstbestimmt. Ist meiner Meinung nach nicht die schlechteste Wahl...wenn ich mir die unglücklichen Beziehungen in meinem direkten Umfeld ansehe, wo lediglich das schnöde Einfamilien - Fertighäuschen der Kit der Beziehung ist.

    Gruss
    agostea

  • Ich denke, wenn der Wunsch nach einem Kind im Vordergrund steht und nicht der Wunsch nach einem Kind mit einem bestimmten Mann, nach einer Familie mit ihm, kann eine Erklärung sein.

    Eine Bekannte von mir hat mittlerweile 2 Kinder mit ihrem Partner, denn es hat sich doch eine feste Beziehung ergeben mit dem Vater. Der Entschluss, von diesem Mann schwanger zu werden, war aber ursprünglich in einer lockeren Affaire und auch ohne Wissen dieses Mannes getroffen worden.

    Er wusste von ihrem dringenden Kinderwunsch, nicht aber direkt, dass er der glückliche sein sollte.

    Sie war Ende Dreißig, hatte ein Netzwerk und einen festen guten Job und wollte Mutter werden, primär. Dass es eine Familie geworden ist, ist schön, wär aber für sie sekundär.

    Ebenso kann ich mir theoretisch vorstellen, dass man ganz bewusst auf einen Mann im Zusammenleben verzichten möchte, wenn man jahrelang völlig unabhängig war.

    VG

    Kate

    Hallo,

    das sind wohl eher die "neuen" Frauen.

    Für mich wäre ein Kind ohne Heirat nie in Frage gekommen. Ich habe da noch ein ganz altmodisches Bild von Familie #sorry

    Wobei ich auch viele junge Leute kenne (wie z.B. meine Nichten und Neffen), die genau auf diesem Familienbild bestehen. Der Weg geht also auch wieder zurück.

    GLG

    • (32) 31.08.15 - 15:01

      Kappes.
      Ich bin nicht gravierend jünger als du und halte vom Heiraten und dem klassischen Gedöns drumherum überhaupt nichts.

      Meine Söhne sind unehelich und ungetauft. Der leibliche KV im Nirvana verschwunden. Ich Vollzeit arbeitend etc.pp. Und ich kann dir sagen: Wir leben glücklicher, als die meisten klassichen Familien.

      • Inwiefern ist deine Geschichte denn jetzt passend?

        Hast du vor der Geburt geplant, dass ihr getrennt lebt? Hast du bewusst deine Kinder geplant ohne Mann?

        Meine Nachbarin hat auch zwei Söhne, Vater tausende Kilometer weg und ist sehr glücklich mit den beiden und ihrem Leben.

        Da hat sie aber aus der Not eine Tugend gemacht.

        • Ich bezog mich auf Clementis "Neue Frauen". Ich bin sicher nicht "neu" *gg*

          • Ich denke nicht, dass sich das "neu" so sehr auf das Alter bezogen hat..

            Und so greisenhaft bist du ja abgesehen davon nun nicht, auch wenn ich natürlich so einige Jährchen jünger bin:-)

            • Ne, das ist klar, dass sich das "neu" auf eine "neue Generation" von Frauen bezog. Dem widerspreche ich halt. Clementi klang so ältlich eben...mit Blick auf ihr Alter trennen uns grade mal 6 oder 7 Jahre. Das ist ja nix.

              Deshalb wollte ich nur nochmal erwähnt haben, dass ich - als quasi Gleichaltrige Ü40igerin - durchaus "moderne" Vorstellungen unterstütze punkto Familie und mitnichten konventionell unterwegs bin, nur weil ich halt nicht zur "neuen Generation" gehöre.

              Irgendwie so. Mir ist warm . Die worte flutschen nicht so.

              • (37) 31.08.15 - 15:25

                "Worte" groß geschrieben. Sorry. Muss man ja drauf achten, sonst ist man ja gleich wieder ein Nichtskönner. *gg*

                Ich habe schon verstanden, dass du das verstanden hast..

                Ja, hier ist es auch unerträglich heiß:-)

                Auch hierfür werde ich keine Belege raussuchen, aber ich meine, der Trend zurück zum Traditionellen sei statistisch spürbar.

                Aus meinem Abiturjahrgang haben, lass mal rechnen, mindestens 10 Leute bereits unter 30 geheiratet, einige Kinder inklusive. Sehr traditionell alles:-)

                Und Clementi ist eben in mancherlei Hinsicht traditionell, ältlich wirkt das auf mich nicht.

                Im Übrigen lebt sie ja auch eine ganz moderne sogenannte Patchworkfamilie;-)

                Dennoch kann man ja seine Grundprinzipien haben..

                • Moin,

                  ja, man kann den Eindruck gewinnen, dass alles wieder zurück zur Tradition eilt. Rein subjektiv. Ist ja auch ok. Jeder nach seinem Gusto. Aber ob das wirklich und tatsächlich "besser" oder erstrebenswerter ist, als das obig genannte Modell der TE, bezweifle ich.

                  Ich finde die klassische Konstellation nicht unbedingt besser. Grundsätzlich denke ich, dass Ideal ist einfach das Leben, welches glücklich und harmonisch ist. Unabhängig davon, ob man das klassisch - gewohnte - Modell der Mutter - Vater - Kind - Ideologie lebt oder Alleinerziehend, oder getrennte Wohnungen etc.pp.

                  Clementi ist traditionell - was ok ist. Auf mich wirkts durchaus ältlich. Sie könnte auch schon Mitte 60 sein. Aber ist nur subjektiv natürlich. So wie man alle hier nur subjektiv einschätzen kann, wenn man sich nicht persönlich kennt.

                  • Ich denke, man sollte ganz klar trennen, ob verschiedene bunte Lebensmodelle für die Frauen respektive die beteiligten Erwachsenen im Einzelfall erstrebenswert sein können oder für die Kinder, die keine Wahlmöglichkeit haben.

                    Jetzt mal Väter, die kaum Wahlmöglichkeit haben, mal ausgenommen.

                    Und für Kinder ist es rein prinzipiell (wenn eine angenehme Atmosphäre herrscht) erstrebenswerter, wenn sie mit Vater und Mutter zusammenleben.

                    Dass auch lesbische Paare oder schwule oder welche Konstellation auch immer, Liebe weitergeben können und sich um Kinder adäquat kümmern können, bezweifle ich nicht.

                    Das Ideal ist dennoch immer Vater und Mutter.

                    Mir sind im Übrigen keine Kinder alleinerziehender Mütter bekannt, die sich nicht zumindest stark nach einer Vaterfigur sehnen.

                    Meine Großmutter hat zum Beispiel unter äußerst widrigen Bedingungen sich und ihre jüngste Tochter, meine Mutter, durch die Trennung vor Schlimmerem bewahrt. Dennoch blieb die Lücke der Vaterfigur für sie.

                    "Auf mich wirkts durchaus ältlich. Sie könnte auch schon Mitte 60 sein. Aber ist nur subjektiv natürlich."

                    So hat jeder ein anderes Bild vor Augen. Ich habe Clementi optisch immer als eher hippiemäßig gekleidet und hennagefärbt vor Augen (erwähnte sie, meine ich, mal). So ganz und gar nicht ältlich. Daran liegt das bei mir wohl, dass ich ihre Worte anders lese:-)

                    • "Das Ideal ist dennoch immer Vater und Mutter."

                      Weil man es so gelernt hat und auch überwiegend so praktiziert wurde. Das setzt sich fest im Großhirn.....

                      Ob Kinder das auch so sehen, weiß ich nicht.

                      Was man nicht kennt, vermisst man nicht.

                      Demnach kann es Kindern egal sein, ob sie von Mann und Frau, Dick und Doof, Sponge Bob oder den Marx Brothers groß gezogen werden. Hauptsache, man kümmert sich im Rahmen einer ausgewogenen Erziehung um die lieben Kleinen.

                      • Ob alle Kinder das so sehen, weiß ich auch nicht. Ich kenne welche und auch ehemalige Kinder, die das so sahen.

                        Eine Studienfreundin von mir kann mit dem Begriff "Vater" per se nichts anfangen, da sie den ihren niemals kennengelernt hat. Dennoch ist sie ja in ihrem Umfeld, nicht zuletzt durch spätere Halbgeschwister damit konfrontiert, was es bedeutet, wenn andere einen Vater haben.

                        Das ist ähnlich wie bei fehlenden Geschwistern. Ich kenne das Gefühl nicht, da ich keine habe, dennoch vermisse ich es, zu wissen, wie es wäre.

                        Bei einem abwesenden Vater kommt immer noch die Frage nach seinen Wurzeln hinzu, was meiner Studienfreundin immer schwer zu schaffen machte.

                        Kleine Kinder leiden unter Umständen sehr unter dem Fehlen des Vaters oder einer Vaterfigur.

                        So meine Erfahrung mit Kindern von Bekannten und den Kindergartenfreunden meiner Tochter.

                        "Hauptsache, man kümmert sich im Rahmen einer ausgewogenen Erziehung um die lieben Kleinen."

                        Einerseits stimme ich dir da unbedingt zu, andererseits denke ich, fernab jeglicher Genderdiskussionen, dass es äußerst wichtig und gewinnbringend ist, männliche und weibliche Bezugspersonen zu haben.

                        Und die sind nun einmal im Idealfall Vater und Mutter. Da diese beiden eben auch ein wichtiger Schlüssel zur eigenen Identität sein können.

                    <<Und für Kinder ist es rein prinzipiell (wenn eine angenehme Atmosphäre herrscht) erstrebenswerter, wenn sie mit Vater und Mutter zusammenleben.<<

                    Das sehe ich nicht so. In vielen Fällen ist (vor allem in früheren Generationen) der Vater gar nicht präsent, da der Ernährer der Familie.

                    Beispiel meine Mutter, Jahrgang `49 :

                    Vater erst in Kriegsgefangenschaft- (also über einen langen Zeitraum nicht da)-, danach Heimkehrer, Job. Viel gearbeitet, Abends mit einem Bierchen in der Hand im Sessel sitzend und lesend oder später TV - guckend. Kommunikation? Null. Miteinander beschäftigen? Null. Das Leben war hart, jeder musste funktionieren. Die Ehe ihrer Eltern war - gelinde ausgedrückt - beschissen. Aber man blieb zusammen, Scheidung gabs ja damals eher wenig bis gar nicht.

                    Kurz: Sie hatte von ihrem Vater rein GAR NICHTS. Trotz klassischem Familienmodell (incl. Geschwister).

                    Übertragen auf die heutige Zeit, erlebe ich das klassische Familienmodell im Umfeld nicht selten alles andere als intakt. Aber man stemmt sich so durch, weil oftmals der finanzielle Faktor der Kit der Beziehung ist.

                    Ich sehe das auch so, dass der männliche Part wichtig ist, für eine gesunde Entwicklung v. Kindern. Gerade, wenn sie älter werden, brauchen sie sicherlich auch eine männliche Orientierungsperson. Die kann aber m.M. nach auch durch einen Onkel ausgefüllt werden (ich habe zum Beipiel einen tollen Bruder, der mit meinen Jungs viel "Spökes" macht), es kann ein guter Kumpel sein oder schlicht der Opa.

                    Die Qualität ist entscheidend.

                    Ich denke, dass klassische Familienmodell wird als Ideal hochstilisiert, weil es eben immer schon so war. Vater-Mutter-Kind. Natürlich ist es gut und richtig, aber ist es besser und richtiger als Frau-Frau-Kind? Mann-Mann-Kind? Frau-Kind + solidem Umfeld? Mann-Kind + solidem Umfeld? etc.pp.

                    Echt? Du stellst dir Clementi als Hippi vor? Ist ja lustig :-) Ich stelle mir sie etwas konservativ vor, Aschblonde Haare, schmucklos geschnitten, ungeschminkt, Bernsteinkette um den Hals und bequeme Halbschuhe. Irgendwie so.

                    Witzig, wie jeder so seine Bilder produziert *gg*

                    • Das Beispiel deiner Mutter fällt für mich jetzt nicht unter eine angenehme Familienatmosphäre, von daher sind wir uns ganz einig.

                      Für meine Oma war es auch nur ein Gewinn, dass der trinkende, aggressive und rumhurende Mann, der finanziell trotz eines sehr ausgeprägten Intellekts und vieler Möglichkeiten nichts zustande brachte, Weg vom Fenster war.

                      Und der Großvater väterlicherseits hat für meine Mutter ein wenig die Rolle übernommen, sogar liebevoll, nicht immer lecker, gekocht für sie nach der Schule. Ihr Vater hat ihr aber, besonders im erwachsenen Alter unheimlich gefehlt. Hochzeit, Kind etc..

                      Klar, kann auch ein Onkel eine ganz wichtige Rolle spielen und viel kompensieren.

                      Und es geht ja auch gar nicht um die Geschichten, in denen mal schlicht keine Wahl hat. Es wird schon was aus den Kindern..Auch ohne Vater:-)

                      Ich halte es aber dennoch für ein Verbrechen, Kindern bewusst den Vatern vorzuenthalten. Darum ging es ja in diesem Thread.

                      Abschließend stimme ich dir aber zu, dass ein solides Umfeld entscheidend ist.. "Ich stelle mir sie etwas konservativ vor, Aschblonde Haare, schmucklos geschnitten, ungeschminkt, Bernsteinkette um den Hals und bequeme Halbschuhe. Irgendwie so."

                      Ich würde ja mal gerne wissen, wie du dir mich vorstellst..Oder auch nicht:-)

                      • Naja, im Großen und Ganzen sind wir uns ja einig.

                        Das Beispiel meiner Mutter fand ich dennoch ganz passend. Denn: Als ihre Eltern einst heirateten und eine Familie gründeten, geschah dies sicherlich aus Liebe und Überzeugung, dass richtige Modell gewählt zu haben. Das die Dinge sich über die Jahre hinweg so kontraproduktiv entwickelten, war - wie in allen Fällen der Familiengründung - nicht vorhersehbar.

                        Und das meine ich: Nichts ist vorhersehbar. Keine Familienkonstellation und der daraus resultierenden Entwicklung des Kindes, ist vorhersehbar. Und daraus ergibt sich auch meine Haltung zum Thema: Das unkonventionelle Modelle (zumindest sind sie NOCH unkonventionell), nicht unbedingt die schlechtere Wahl sein müssen.

                        So, genug davon. Nächstes Thema: Deine Optik?

                        Gross, schlank, adrett, mittellange Haare...dunkelblond - braun...Goldschmuck, bisschen Schick -Micki. Ballerinas an den Füssen mit verspielter Blumenapplikation. Designertasche. :-)

            (46) 01.09.15 - 07:55

            Clementiis Haltung st in dieser Hinsicht eher wieder Trend. Ich denke auch, dass die jüngeren Frauen eher wieder das klassische Rollenbild vertreten, früher heiraten und schneller Kinder bekommen. Dabei aber emanzipiert bleiben.
            Und, im Vertrauen gesagt, die jetzigen Frauen sind schlauer. In meiner Generation sind viele entweder kinderlos oder alleinerziehend, beides nur mässig erstrebenswert.

            lg thyme

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