Warum wollen Frauen Kinder von Männern, mit denen sie nicht zusammenleben? Seite: 7

                  • Sorry wenn ich mich kurz einklinke ....

                    Ein Kind hat aber auch nichts von einer überkümmerwilligen Mutter, die den Vater ausschalten will, weil sie eigentlich und uneigentlich eine ausschliesslich auf sich bezogene Liebe des Kindes haben will. Und ja - da stört natürlich so ein Vater. Noch viel schlimmer einer wie du es so schöne nennst von "kûmmerwilligen " :-) Sorte....

                    Und dann muss sich dann der arme Tropf von Vater ein mageres "Umgangsrecht" vor Gericht bitter und mühsam erkämpfen .... und selbst da hat er nicht immer Glück.

                    Hier in Frankreich wo ich wohne, sind die Gesetze längst nicht mehr auf der "naturgegebenen" Seite der Mutter. Hier werden beide Beziehungen als gleichwertig betrachtet, wenn sich beide gleich als kümmerungswürdig erweisen.

                    Meinen neuen Partner ist genau dies passiert: Seine damalige Frau hat ihn eines Tages aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung verlassen und den damals 4-jährigen Sohn einfach mitgenommen. Mein Freund hat sein Kind 6 Monate lang nicht mehr zu Gesicht bekommen. Sie war sich ganz sicher, das alleinige Sorgerecht bei der Sscheidung zu bekommen und mein Freund das übliche kleine Besuchsrecht. Aber das Gericht hat anders entschieden - nämlich genau 50 %. Eine Woche bei der Mutter - eine Woche beim Vater. Unterhaltszahlungen gibts keine.

                    Mein Freund wuppt den Alltag mit Kind genausogut wie eine Mutter. Nebst der Arbeit.

                    Eine überkümmwillige Mutter ist genauso schlimm wie ein unterkümmerwilliger Vater - und umgegekehrt. Ich finde - man sollte endlich aufhören hier ständig Unterschiede zu machen.

                    Ich wünsche dir auf alle Fälle einen schönen Abend und danke für deine lesenswerten Texte (gibts immer spärlicher hier und auch anderswo).

                    #klee Gruss von der Maya

          Du gehst da zu rational ran.

          Frau möchte sich nicht "einen" Wunsch erfüllen, sondern DEN Wunsch schlechthin.

          Natürlich trifft das nicht auf alle Frauen zu, aber der Wunsch nach einem Kind, danach eine Schwangerschaft zu erleben, kann der stärkste Wunsch bzw. Trieb überhaupt sein.

          Ich kann auch immer absolut nicht nachvollziehen, wie empathielos Frauen, die später Mutter geworden sind, jüngeren mit Kinderwunsch begegnen oder Frauen, die anderen absprechen wollen, dass der Wunsch nach einem zweiten, dritten und vierten Kind genauso stark sein kann wie nach dem ersten.

          Bei aller Planung ist bei einem ganz starken Kinderwunsch, wenn man ihn auch noch körperlich empfindet, ganz viel Irrationales dabei.

          Dazu kommt, dass man schlicht sich niemals in aller Konsequenz vorstellen kann, was es bedeutet, 24 Stunden am Tag fremdbestimmt zu sein.

          Warum man sich das aufhalst?

          Mütter, die die Mutterschaft ernsthaft bereuen, mal ausgenommen:

          Ich kenne keine Frau, die nicht sagt, dass ihre Kinder die Entbehrungen letzlich wert sind.

          Meine Nachbarin ist ganz alleine mit ihren Jungs. Finanziell und familiär, da ihre Eltern keinen Kontakt zu ihr haben. Ein hartes Leben. Dennoch würde sie nie niemals auf ihre Kinder verzichten wollen.

          Und ein angenehmes, sorgenfreies Leben in der Eigentumswohnung mit viel Freizeit kann man nun einmal nicht der Erfahrung, Mutter zu sein, gegenüberstellen.

          (154) 02.09.15 - 15:57

          Ich find's spannend, in welche Richtungen sich solche Diskussionen entwickeln können - eine Zusammenfassung präsentiert dir keiner. :-)

          > wirklich nur schwer vorstellen, warum jemand das freiwillig auf sich nimmt
          > und auch seinem Kind auflädt

          Du bist also sozusagen ein Betroffener? Ist ja interessant... magst du ein bisschen was erzählen? War deine Mutter denn freiwillig alleinerziehend? Wie war dein Kontakt zum Vater? Und was sagst du zu der Aussage "Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen"?

hmm... das klassische familienmodell unterscheidet sich da doch auch kaum von, also frau ist zu hause und mann bringt das geld. da hat der mann auch nix mit der erziehung am hut und frau steht alleine mit allem da.

das ist zwar ein überholtes modell und mitlerweile eher selten (jedenfalls in meinem umfeld), aber eben ein ausgagspunkt, der soooo viele möglichkreiten nach sich gezogen hat! heute gibt es unsagbar viele "arten" von familien, und das ist auch richtig so.
die bedürfnisse ändern sich und da sollte jeder sein familienleben so gestalten, wie es eben am besten passt, aus welchen gründen auch immer...

beispiel aus meiner familie: paar lebt glücklich im ausland. sie wird schwanger, will das kind unbedingt im sicheren deutschland großziehen, er hat aber nen meeeegajob dort im ausland. also kommt sie zurück nach D, er bleibt in seinem heimatland. ein mal im monat gibts ne gemeinsame woche, hier in D oder eben bei ihm. die beiden sind glücklich so und erwarten nun kind nummer 2.

für mich wäre das nix, aber darüber zu urteilen, würde mir nie einfallen!

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