Besuchszeiten vom vater

    • (1) 06.09.15 - 11:47
      vonunseremKleinkind

      Hallo

      War nie mit dem vater von unserem Kind 1 Jahre alt zusammen. Wir verstehen uns nicht mehr und möchte den Umgang nicht mehr in meiner Wohnung haben,, er kann das kind nicht beruhigen usw deswegen nimmt er unser Kind nicht mit.

      Wie soll ich das machen ,,wenn ich ihn in der Wohnung nicht haben will. Am Freitag waren wir 2 Stunden draussen. Bin ich verpflichtet ihn in die Wohnung zu lassen ? Momentan kommt er jede Woche einmal für 3 Stunden. Darf ich von 3 auf 2 Stunden reduzieren ? Er darf übrigens so oft kommen wie er mag, aber ihm reichen wohl einmal die Woche.

      Wie merkt man das es eine gute bindung zwischen den beiden ist? Da er unser Kind bald mitnehmen möchte

      Wie oft soll der vater sein Kind sehen ? Und später wenn er es mitnimmt , wie oft und wie lange?

      Danke fürs lesen und Antworten

      LG

      • Hallo,

        1x pro Woche ist bei einem so kleinen Kind zu wenig. Das erschwert das Aufbauen einer Bindung.

        Geht gemeinsam zum Spielplatz und dann entferne Dich für eine Weile. Vielleicht weint das Kind, aber es kann auch nur lernen, dass auch Papa trösten kann, wenn Du nicht daneben stehst. Es ist ja logisch, dass es dann zu Dir will, wenn irgendetwas ist.

        Wichtig ist, dass Du positive Signale aussendest, damit es spürt, dass Papa okay ist und er sich darauf einlassen kann.

        LG

        • Das mit 1x die Woche zu wenig ist völliger Quatsch. Meine Schwiegermutter kam meist auch einmal die Woche - wenn überhaupt. Und der Kleine hatte immer schon ne super Bindung zu ihr. Von meinem Bruder ganz zu schweigen. Der studiert auswärts und kam nur alle 2-3 Wochen heim, hat dann den Kleinen auch nicht dauernd gesehen, nur mal stundenweise. Der Kleine liebt seinen Onkel und fährt voll auf den ab!

          Nee, das ist Quatsch. Viel wichtiger ist es, dass der Vater positive Dinge mit dem Kind macht und dass du als Mutter das auch zulässt. Tut mir leid, wenn ich dir ganz platt sagen muss: Augen auf vor dem Vögeln! Du hast mit einem Mann, den du nicht liebst, ein Kind gezeugt und hast nun halt Probleme an der Backe. Ich möchte das nicht verurteilen oder so, nur, du hast es getan und musst nun sehen, dass du das Beste aus der Situation machst. Dazu gehört eben auch, dass du diesem Mann dein (bzw. halt "leider" EUER) Baby überlässt. Ja, mir würde das brutal schwer fallen und nein, ich stell mir das nicht einfach vor. Aber DESWEGEN bin ich immer erst mit einem Mann ins Bett gegangen, wenn ich mir vorstellen konnte, mit ihm zu leben. Und selbst da habe ich in der Anfangszeit lieber doppelt und dreifach verhütet als einmal zu wenig.

      Es gibt die Möglichkeit, Besuche übers Jungendamt abzuwickeln. Allerdings: es wird nicht besser. Der Kindsvater hat gar keine Chance eine Bindung zum Kind aufzubauen, und deswegen wird er es noch längere Zeit nicht beruhigen können. Der Kontakt ist einfach viel zu wenig. Und ob es dann in 4 Jahren noch immer Interesse von beiden Seiten an dem Kontakt gibt wenn es jetzt so mühsam läuft ist die andere Frage.

    • Hallo, wende dich an den Kinderschutzbund, die haben damals bei uns super beim Umgang vermittelt. Lg

      Sicherlich bist du nicht verpflichtet, den Vater deines Kindes zwecks Umgang in deine Wohnung zu lassen. Allerdings finde ich es - gerade im Hinblick auf den Herbst und Winter - etwas schwierig, dem Vater nur draußen den Umgang mit dem Kind zu gewähren. Warum genau möchtest du den Mann denn nicht in deine Wohnung lassen? Könntest du diesen Konflikt vielleicht lösen, wenn er sich mit dem Kind im Kinderzimmer aufhält? Er muss sich ja nicht unbedingt in den anderen Räumlichkeiten aufhalten.

      Wenn er nur einmal pro Woche kommt um sein Kind zu besuchen, wird er es noch sehr viel länger nicht beruhigen können. Das Kind hat bei so wenigen Besuchen keine Chance, wirklich eine Bindung und Beziehung sowie Vertrauen zum Vater aufzubauen. Vielleicht kannst du dem Kindsvater erklären, dass er sein Kind öfter sehen müsste, wenn er es beruhigen können will und es eben auch mit zu sich nach Hause nehmen möchte.

      >>> Wie oft soll der vater sein Kind sehen ? Und später wenn er es mitnimmt , wie oft und wie lange? <<<

      Ich bin der Meinung, dass ein Kind seinen Vater so oft und so lange wie möglich sehen sollte. Ihr beiden müsst ja keine Beziehung führen, aber als Eltern solltet ihr funktionieren.

    • Der Vater ist wohl sehr unsicher im Umgang mit eurem Kind. Daraus folgt, dass die Besuche für ihn sehr anstrengend sind. Unter Beobachtung der Mutter zu sein ist da leider nicht hilfreich, auch wenn es Sicherheit gibt.

      Versuch ihn kleine Schritte mit eurem Kind allein machen zu lassen, z.B. für 10 Min mit dem Kinderwagen um den Block. Das kann er allein machen und wenn was ist bist du trotzdem in der Nähe.

      Es gilt einfach Dinge zu finden die der Vater üblicherweise mit eurem Kind macht. Das gibt Verbindungspunkte und eine Vertrautheit entsteht.

      Du wirst merken wenn der Vater ganz entspannt eurem Kind die "Rausgehklamotten" anzieht und es in den Kinderwagen legt.

      Das Kind wird sich freuen wenn der Vater kommt und gern mitgehen.

      An deiner Stelle würde ich versuchen das so gut wie möglich zu fördern, dann hast du sicher auch gleich noch einen Babysitter ;)

      Die Häufigkeit und die Dauer der Besuche wird sich dann ebenso finden wie die Treffpunkte.

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