Warum wird man(n) zum Fremdgeher

    • (1) 11.09.15 - 16:16
      Freiitags-Goldesel

      Ich lese hier schon eine Weile mit, insbesondere, wenn es um Themen wie "Fremd gehen , Seitensprünge und er/sie will keinen Sex geht".

      Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, habe viele Hobbies, Freunde/Bekannte und weiß inzwischen, dass es außereheliche Dinge viel häufiger gibt als viele Urbianer hier denken. Früher hätte ich es auch nicht geglaubt, aber 4 von 5 meiner engsten Bekannten/Freunde, darunter auch 1 Frau, sagten mir inzwischen vertraulich, dass sie entweder einen ONS oder eine Affäre hatten oder im Bordell waren. Die Partner wissen natürlich nichts davon. Der 5. sagte mir, dass das für ihn nie in Frage kam, aber er hat sich nach mehreren sexlosen Jahren von seiner Frau getrennt und hüpft jetzt durch alle Betten...

      Ich bin nunmehr selbst in der Affärensituation. Ich bin nicht Stolz darauf, hätte es gerne anders, weiß, dass ich bürgerlichen Sinne etwas "Falsches" tue, aber sehe für mich derzeit keinen besseren Weg.

      Ich habe vor vieeelen Jahren eine wunderbare Frau geheiratet, mit ihr viel aufgebaut und Kinder gezeugt. Mit jedem Kind wurde jedoch unsere Ehe schwieriger. In der Prioritätenliste meiner Frau rutschte ich aus meiner Wahrnehmung heraus von Kind zu Kind tiefer. Meine Frau ist eine gute Mutter, aber übertreibt die Fürsorge. Ich habe mich auf meine Arbeit und Hobbies konzentriert und dies in der Vergangenheit sicherlich auch etwas übertrieben, was zusätzlich unser Eheleben belastet hat. Aus meiner Sicht habe ich jedoch viele Wünsche, vor allem materieller Art, meiner Familie erfüllt/erfüllen müssen, bekam aber zunehmend das Gefühl, dass ich zum "Goldesel" degradiert wurde.

      Wünsche von mir nach mehr gemeinsamen Unternehmungen und Nähe wurden immer mehr ignoriert und m.E. sogar absichtlich verweigert.

      Dennoch habe ich meinen "Mann" gestanden, durchgehalten, auf die Zähne gebissen, immer wieder die unschönen Themen angesprochen, da wir in vielen Dingen uns auch gut verstehen, aber nachhaltig hat sich unsere Ehesituation in Bezug auf gemeinsame Unternehmungen und Nähe nicht verbessert. Meine Familie war jedoch immer mein ein- und alles.

      Vor ca. 2 1/2 Jahren lernte ich dann auf einer Veranstaltung eine andere Frau kennen. Wir erhielten uns toll, wir spürten eine Wellenlänge und dann gab sie mir ihre Telefonnummer (wenn ich mal Lust hätte sie zu treffen). Ich steckte die Nummer schnell weg, eigentlich wollte ich sie zunächst zerreisen, aber etwas hinderte mich daran. Die Nummer und die Frau waren auch relativ schnell wieder vergessen. Einige Zeit später, ich weiß es war ein Sonntag vormittag, versuchte ich mal wieder mich meiner Frau zu nähern. Sie machte wieder mal eine Abwehrreaktion mit dem Arm und stieß mir dabei -sicherlich unabsichtlich- den Ellenbogen in den Bauch. Mir kamen die Tränen, ich sprang auf und verschwand erst mal. In diesem Moment erinnerte ich mich an die Telefonnummer, die ich einen Tag später wählte. Hieraus ist eine inzwischen über 2-jährige Affäre entstanden. Die Frau ist alleinerziehende Mutter und will auch Single bleiben. Sie gibt mir aber ab und zu etwas, was mir seit weit über 10 Jahren fehlt. Liebe und Nähe.

      Bitte jetzt keine Ratschläge in Richtung "Du must Dich von Deiner Frau trennen". Trennung von der Frau heißt auch Trennung von der Familie, vom Aufgebauten und aus wirtschaftlichen Gründen geht es erst recht nicht und irgend wie möchte ich auch die Frau, die ich mal mit so viel Liebe zum Altar geführt habe, nicht verlieren. Aber so ohne Liebe und Nähe möchte ich halt auch nicht leben.

      • Hallo DU,

        ich finde generell das zur Trennung raten heutzutage der einfachste und zugleich zerstörerischte Weg ist...

        Ich möchte weder urteilen noch vorurteilen - allerdings waeren hier natürlich die Gefühle & Ansichten deine Frau bezgl. eurer Ehe auch sehr hilfreich... du schreibst (so kommt es zumin rüber) sehr sensibel und liebevoll über deine Familie euer Leben... Man merkt dass Sie dir wirklich viel bedeuten.

        Allerdings ist der Grund hinter dem du dich versteckst bzw deine allzu leichte Erklaerunge für dein Fehltritt - (es sei quasi nichts wunderliches da ja FAST jeder der in ner Ehe steckt seinen Partner iwann mal betrügt...) ziemlich feige... Schade auch denn du schreibst sehr bewusst über euer Eheproblem - du weisst wo der Wurm steckt aber anstatt zu kaempfen bzw deiner Frau DEUTLICH (konnte ich nirgendwo rauslese daher gehe ich davon aus) zu sagen dass es für dich so einfach keinen Sinn mehr hat und DU SIE wirklich nicht verlieren willst und dafür aber was aendert willst mit IHR gemeinsam...

        Nein du waehltest den sowieso so typischen Weg... schade - aber ich möchte dir nur Raten wenn du also WIRKLICH eure Ehe retten willst deine Familie so beibehalten willst - dann zieh die Reissleine - REDE MIT DEINER Frau - beichte ihr es nicht- (wobei ich GERNE dazu raten würde) aber mach ihr klar was du willst / fühlst und höre IHRE Ansichten an... Vlt. eine Paartherapie vlt mal Urlab nur zu 2...aber ich rate die die Affaere zu beenden... denn man liest deutlich dass du zu deiner Familie tendierst...

        Ich bin selber verheiratet habe ein Kind von 2 Jahren (ehe seit 4 Jahren) und möchte daher niemals zu grosse Sprüche ablassen... Ich selbst bin ein Scheidungskind dessen Eltern sich auf Grund vom Fremdgehen getrennt haben. Und Rückblikend finde ich sogar mein Vater (der den Fehler tat) war nicht alleine Schuld an dem ganzen, jedoch trug/traegt er durch diesen dummen Fehler die grösste Schuld...

        Ich hoffe ihr kriegt die Kurve

        lg

        Und was möchtest du stattdessen für Ratschläge? Deine Überwchrift hast du dir ja selbst beantwortet. Und irgendewie kommt mir deine Geschichte bekannt vor. Hast du nicht schonmal geposted?

        Du willst bzw. kannst dich nicht trennen und deine Frau will absolut nichts ändern. Es klingt hart, aber: Dann passt ihr zusammen. Du akzeptierst stillschweigend, dass deine Frau dich körperlich abgeschrieben hat. Vielleicht akzeptiert sie sogar stillschweigend, dass du dich aushäusig vergnügst (u. U. ahnt sie etwas oder ist im Bilde).

        Ich bin kein Freund von Lügereien. Aber wenn Paare auf Teufel komm raus zusammen bleiben wollen, warum auch immer, dann macht halt das Beste daraus. Deine Frau hat jetzt ihre Ruhe, du darfst Haus, Hof, Geld und Gold behalten und hast trotzdem die nötige Aufmerksamkeit. Einer nimmt dem anderen nichts weg.

        In Forum "Liebesleben" schreibt ein Mann fast die identische Geschichte. Er will ums verrecken an der Ehe festhalten obwohl seine Frau null Interesse an ihm hat. Vermutlich trifft der ein oder andere Ratschlsg auch auf dich zu.

        (4) 11.09.15 - 20:14

        Die Frage ist doch die, ob du noch ohne deine Affäre sein möchtest?

        Kannst du dich von ihr trennen und die Probleme mit deiner Frau nochmal angehen?

        Oder meinst du der Zug ist abgefahren?

      • (5) 11.09.15 - 21:53

        Ich habe jetzt keine Ratschläge erwartet. Mein Posting war eine Reaktion auf viele Geschichten in letzter Zeit über Fremdgehen etc.

        Ich wollte einfach mal eine Geschichte erzählen wie es dazu kommt.

        Ich will derzeit auch überhaupt nichts mehr an meiner Situation ändern. Ich habe mich damit arrangiert. Ich verstehe, wenn jetzt User ungläubig den Kopf schütteln, da Liebe/Nähe/Sex eigentlich in eine "normale" Beziehung gehört.

        Meine Frau ist mit ihrer Situation scheinbar sehr zufrieden. Sie hat ja alles, wird gut versorgt und Nähe/Sex sind ihr unwichtig. Sie weiß nicht, warum sie kaum noch Lust hat. Sie weiß jedoch, dass es mir nicht unwichtig ist und daher glaube ich, dass sie es ahnt, dass ich mir das woanders hole. Sie will es aber nicht wissen und aus materiellen Gründen will sie mich nicht verlieren.

        Ich war übrigens mal vor längerer Zeit bei einem Therapeuten, da ich anfangs mit der Situation nur schwer umgehen konnte. Der Therapeut hat mich eher bestärkt so weiter zu machen. "Warum wollen sie etwas daran ändern? Alle sind doch scheinbar so zufrieden. Nur der Gesellschaft wegen, da man glaubt, dass eine 2er-Beziehung der Nabel der Welt ist? Sie glauben gar nicht wie viele Leute in einer 3er-Konstellation leben. Manchmal wissen die Beteiligten davon, manchmal auch nicht. "

        Wie ich bereits in meinem Eingangsposting geschrieben habe, hätte ich es gern anders. Ich würde gern auch Liebe/Nähe und Sex in meiner Ehe ausleben. Aber da gehören immer 2 dazu und ich kann meine Frau nicht zwingen. Dennoch liebe und schätze ich meine Frau sehr. Sie ist eine wunderbare Frau und Mutter, die ich auch sehr vermissen würde. Ich habe halt meinen Weg gefunden, der sicherlich Vielen befremdlich ist, aber es ist mein Weg....

        • (6) 12.09.15 - 09:56
          Alles unter Kontrolle?

          An deiner Stelle würde ich nicht so sicher sein, dass diese Situation von Dauer ist.

          Jetzt fehlt deiner Frau vielleicht noch nichts, da sie ausgelastet ist, aber wenn die Kinder größer sind und/oder sie Langeweile bekommt, könnte sie auf die Idee kommen, dass sie auch wieder Liebe und Nähe braucht. Von dir hat sie sich schon zu weit entfern und du dich von ihr sicher auch.

          Früher oder später findet sie jemanden und verliebt sich in ihn. Und eine verliebte Frau handelt oft bauchgesteuert. SIE trennt sich.

          Muss so nicht kommen, ist aber eine Möglichkeit.

        • (7) 12.09.15 - 09:58

          Hallo,

          und ich glaube dir einfach nicht, was du in deinem letzten Absatz schreibst.

          Sei ehrlich, ist das wirklich dein Weg, gehst du ihn ohne schlechtes Gewissen, mit befreiendem Gefühl??
          Ich war bis vor kurzem in der Situation deiner Frau.. und dann kam alles raus. Betrogen, belogen, ausgenutzt, hintergangen... so fühlt man sich.

          Deine Zeilen stimmen ein Stück weit mit den Aussagen meines Mannes überein. Trotz allem sage ich dir eins: auch wir Frauen wollen und brauchen Sex in unserer Ehe. Mag sein, vlt. nicht so oft wie Mann. Aber v. a. wollen wir auch in der Ehe noch das Gefühl haben, begehrt zu sein und erleben, wie der Mann uns einfach manchmal "erobert". Genau das, scheinen jedoch viele Männer im Laufe der Ehe zu verlernen oder zu verlieren, bzw. ist ihnen der Aufwand dafür zu groß. Das Bett ist gemacht und wenn ich will, dann liegt sie ja neben mir bereit... so lautet wohl bei manchem die Devise.

          Ich bin mir sicher, wenn du deiner Frau zeigen würdest wie wichtig sie dir ist und dir wirklich etwas einfallen lassen würdest, daran festhalten würdest, die momentane Situation zu ändern, ihr würdet beide davon profitieren. Aber dafür ist MANN eben nach all den Ehejahren zu bequem, zu verwöhnt, zu feig... etc.

          Was hindert dich daran, es deiner Frau solange klar zu machen, daß du die Beziehung retten willst, daß du mehr brauchst, bis sie sich darauf einlässt... da ist halt einfach mal Durchhaltevermögen gefordert.

          Und hier rumzujammern... ich war ja nur der Versorger und Goldesel, während sie sich immer mehr den Kindern widmete, sorry, das ist für mich das letzte. Denn als "normale" Mutter setzt man halt nicht einfach Kinder in die Welt um nach ein paar Jahren zu bestimmen: sollen sie mal selber schauen wo sie bleiben, ich bin jetzt wieder 100% nur für meinen Mann da.

          LG

      Hallo, bist du so glücklich? LG

      • (9) 12.09.15 - 09:45

        Wie definierst Du Glück?

        Wer ist schon dauerhaft glücklich?

        Ich war jahrelang sehr unglücklich, weil mir etwas Wichtiges gefehlt hat, jetzt bin ich es zumindest nicht mehr.

    Ganz Vorwurfsfrei....nur meine eigene Sichtweise:

    <<<Aber so ohne Liebe und Nähe möchte ich halt auch nicht leben. >>>

    Verständlich, allerdings tauschst Du Nähe und Zuneigung gegen Ehrlichkeit und Vertrauen.

    Ich will mir auch nicht anmaßen, Dir in irgendeiner Form Tipps oder Denkanstöße "liefern" zu können, aber nach meiner Erfahrung nach, geht so etwas immer nur eine sehr begrenzte Zeit lang gut.

    Sei es, dass sich irgendwann doch das schlechte Gewissen meldet, oder der/die Partner/in etwas merkt, die Affäre plötzlich doch mehr will, bzw. es irgendwann auch mit der Affäre nicht mehr funktioniert....aus welchen Gründen auch immer, oder die Situation eintritt, dass der betrogene Teil plötzlich selbst was am laufen hat.

    Wie würdest Du bei letzterem reagieren?

    Ich bin jemand, dem sehr viel daran liegt, dass mein direktes Umfeld genau so wie ich mit offenen Karten spielt.....man mir sagt was Sache ist, oder jemandem etwas nicht passt, wo man sich von mir aus auch mal bis aufs Blut fetzt, dann aber die Fronten klar sind. Im Gegenzug sage ich auch immer was ich denke.....womit zwar nicht jeder klar kommt (und ich meine Freunde an einer Hand abzählen kann und noch nicht mal alle Finger brauche), die Leute auf die es mir ankommt aber schon.

    Niemand (!) kann sich absprechen, dass nicht zumindest die Gedanken an fremde Haut da sind, erst Recht wenn man innerhalb einer Beziehung etwas langfristig vermisst.

    In meinen Augen ist dann aber der Zeitpunkt gekommen, wo man Tacheles reden sollte.

    Ich glaube Dir nämlich nicht, dass die Situation wirklich so prickelnd für Dich ist....aber letztendlich muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen.

    Eine Trennung ist selten der Weisheit letzter Schluss....ich kenne viele Paare die glücklich zusammen sind, sich niemals trennen würden weil eigentlich emotional und materiell alles passt.....und sich trotzdem ihre Streicheleinheiten jeweils bei anderen Personen holen.....und dies auch offen ausleben, ohne sich selbst und anderen etwas vor zu machen.

    Andere haben sich ähnlich wie Du arrangiert.....aber glaube mal nicht, dass eine Frau auf Dauer das nicht merkt wenn sie .....entschuldige den Begriff......beschissen wird. Manchmal wird es einfach nur stillschweigend toleriert....wirklich glücklich wird sie in der Situation dennoch nicht sein.

    Das was Du im Moment lebst ist eher ein "gemeinsam einsam" sein....nicht wirklich erstrebenswert in meinen Augen.

    Mate ne
    Tomm

    (11) 12.09.15 - 12:38

    Erstmal zu diesem Satz

    "und weiß inzwischen, dass es außereheliche Dinge viel häufiger gibt als viele Urbianer hier denken."
    Ich denke, dass seiß jeder oder kann sich jeder denken. Statistisch gesehen geht jeder zweite mindestens einmal fremd.

    Ähnlich die Scheidungsrate.....wer heutzutage immer noch glaubt, dass die wenigstens Fremdgehen, der ist einfach nur naiv.

    "Sie machte wieder mal eine Abwehrreaktion mit dem Arm und stieß mir dabei -sicherlich unabsichtlich- den Ellenbogen in den Bauch. Mir kamen die Tränen, ich sprang auf und verschwand erst mal. "

    Das glaubst du doch selber nicht!

    Warum jemand fremdgeht kann man nicht im allgemeinen benennen. Jeder hat seine eigenen Gründe dafür.

    Weiß auch ehrlich gesagt nicht, warum diese Frage hier ständig gestellt wird, also warum man(n) fremdgeht. Denn es gibt zig Gründe dafür und bei jedem sind diese Gründe individuell.

    Und was soll diese Frage auch, gerade von dir, du weißt doch warum DU fremdgehst, also diskutier dies doch mit deiner Frau, denn sie scheint dein Fremdgehen ja beenden zu können.

    Ich habe nichts gegen Fremdgehen, muss jeder selber wissen was er tut, aber dann dieses auf die Frau schieben, weil sie ja nicht mehr mit einem schlafen möchte etc., kann ich nicht verstehen. Warum trennt man(n) sich dann nicht?

    Als ich merkte, dass es mit meinem Mann nicht mehr lief und es sich nicht ändern würde, da habe ich mich fairerweise getrennt.
    Das solltest du auch tun, oder zumindest deiner Frau von deiner Affäre erzählen, damit sie selber entscheiden kann.

    • (12) 12.09.15 - 21:55

      Zitat: Ähnlich die Scheidungsrate.....wer heutzutage immer noch glaubt, dass die wenigstens Fremdgehen, der ist einfach nur naiv.

      Hier gibt es dann aber viele Naive...

      Wenn man viele User hier hört, gehen nur die Nachbarn fremd...

      • (13) 13.09.15 - 14:59

        "Wenn man viele User hier hört, gehen nur die Nachbarn fremd..."

        Wirklich?
        Ich finde gerade hier bei urbia kommt es so rüber, als wenn es nur Fremgeher geben würde. #kratz

(14) 12.09.15 - 19:07

Mir ist bewusst, ich bin hier in einem Frauenforum, und da halten viele zu Frau. Ich will auch gar nicht sagen, dass meine Frau an allem "Schuld" ist. Es gehören immer 2 dazu.

Ich will jetzt gar nicht auf jeden einzelnen Kommentar antworten, aber auf die eine oder andere Zeile doch eingehen.

"Männer bemühen sich zu wenig"... Aha, nur die Männer müssen sich bemühen, dass man(n) mal darf??? Ich glaube ich habe schon ganz viel versucht und mich seeehr bemüht... Warum bemüht sich meine Frau nicht mal um mich. Ich möchte auch mal begehrt werden.

"Warum trennt man sich nicht"... Ich glaube eine Trennung zerschlägt viel gutes Porzellan. Es ist ja nicht so, dass wir nicht harmonieren und ein schlechtes Leben führen. Nein, ganz im Gegenteil. Wir werden häufig sogar als Bilderbuchfamilie gesehen, haben tolle Kinder, wir streiten sehr selten, jeder hat seine Freiheiten etc. Was bleibt einem Mann nach Unterhaltszahlungen an Frau und Kinder noch zum Leben?

"Meine Frau einen anderen Mann kennen lernt" Ja, das kann passieren, glaube ich aber nicht. Meine Frau ist ja so wie es läuft scheinbar zufrieden. Meine Frau ist vor allem eine gute Versorgung wichtig, will Haus und Hof nicht verlieren und sie wird, was vielleicht jetzt etwas arrogant klingt, nicht so schnell einen gleich guten oder besseren Versorger finden.

"Frau trennt sich". Wie vorher. Dann ist das so. Und auch das würde ich überleben. Ich kann ganz gut alleine leben und brauche keine Frau, die mich bekocht, Wäsche wäscht etc. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich von niemand abhängig bin.

"Offenheit und Ehrlichkeit". In der Tat. Das ist ein Punkt, der mir zu schaffen macht. Meine Frau hat es nicht "verdient", dass ich sie betrüge. Handbetrieb ist mir jedoch auf Dauer zu wenig. Ich fühle mich von meiner Frau jedoch genauso "betrogen". Sie geht jetzt wahrscheinlich nicht fremd, aber entzieht mir Nähe und Zärtlichkeiten.

"Frauen wollen auch Sex". Meiner Frau war Sex leider nie besonders wichtig und nach der Geburt unserer Kinder erst recht nicht mehr. Das Thema habe ich mit meiner Frau schon tausende Mal durchgekaut.

Nochmals, ich bin mit der Situation auch nicht völlig zufrieden. Ich stecke in der "Ehefalle" und sehe derzeit keine besseren Alternativen.

  • (15) 14.09.15 - 08:04

    Eins würde mich nun doch noch wirklich interessieren:

    Hast du oder machst du dir Gedanken darüber, wie oder wann das mal enden soll? Ich hoffe du antwortest mir, denn diese Gedankengänge möchte ich gerne einfach von einem Mann erklärt bekommen, weil ich merke, daß es für mich als Frau echt schwer ist, das zu Ende zu denken.

    Also ich würde ja glatt eine #tasse Kaffee mit dir trinken, um mir das ausführlich anzuhören (wirklich nur deswegen). Bei uns war die Situation ähnlich wie bei euch, nur daß ich eben die "hintergangene" Ehefrau bin/war. Und er sagt immer, i-wann war er in die Sache so verstrickt, daß er keinen Ausweg mehr fand....#schein - der Ärmste#heul.
    Und doch: wir hatten noch Sex, wenn auch definitiv seltener als in den ersten fünf oder zehn Jahren unserer Beziehung... aber da denke ich, unterscheiden sich Mann und Frau auch. Für mich zählte da eben eher Qualität statt Quantität und die passte für mich. Ich gehöre nicht zu jenen Frauen, die angeblich jahrelang den Höhepunkt nur vorgetäuscht haben.

    Ich würde manche Gedankengänge des Mannes wirklich gerne verstehen, näher kennenlernen...

(16) 12.09.15 - 19:50

Hallo

ich bin eine ehemalige Geliebte/Freundin eines Mannes, der in der identischen Situation war wie du. Es zog sich über mehrere Monate. Sie hat ihn jahrelang abgewiesen. Wir haben uns im I-net kennen gelernt. Am Anfang waren ja keine Gefühle da, ich habe mir seine Klagen immer wieder durchgelesen, er tat mir irgendwie leid. Paar mal getroffen, gut unterhalten - auch lustig. Irgendwann geküsst und mehr. Tja, was soll ich sagen. Dadurch, dass es intensiver wurde, hab ich mich (leider ) verliebt. Er hat der Frau von uns erzählt, sie war froh. Sie hatte schon längst einen anderen (wo der Sex plötzlich auch geklappt hat usw) Trotzdem blieben sie zusammen und führten eine offene Ehe. Das Dumme war, dass ich immer mehr wollte, ich wollte nicht die geheime Freundin bleiben. Aber das Wahren des Scheins, die Kids, das Geld waren sehr wichtig. So ein Konstrukt ist nicht von Dauer. Wir haben ab und zu noch Mailkontakt, er hat sich jetzt zum xten Mal von ihr getrennt. Ich habe ihm geschrieben, dass mich das nicht mehr interessiert. Wir schreiben nicht mehr über Gefühle, sondern Banales. Keiner traut sich zu fragen ob es jemand Neues gibt. Heute weiß ich, dass einen diese Situation nie auf Dauer glücklich macht. Früher oder später leidet jemand und du lieber TE wirst das merken.

Du belügst dich selbst. Dir geht´s nicht nur um Sex, sondern um Liebe um Zuneigung. Ich weiß nicht wie du das mit der anderen Frau lebst. Geht ihr aus, zeigt ihr euch in der Öffentlichkeit, kennt ihr gemeinsame Freunde? wenn nicht, fehlt ein sehr wichtiger Teil des Lebens. Denn Liebe ist nicht nur zusammen im Bett liegen oder sich unterhalten. Es ist auch ein Teil des Lebens des Anderen zu sein. Das hab sehr spät erst bemerkt...Ich sage es mal so: er hatte alles, ich hatte praktisch nichts

  • (17) 12.09.15 - 21:04

    Ich danke Dir für Deinen Erfahrungsbericht.

    Ja, mein derzeitiger Konstrukt wird kein Dauerkonstrukt bleiben, dessen bin ich mir auch bewußt.

    Meine Geliebte ist von festen Beziehungen "geheilt". Sie will -so sagt sie- keine feste Beziehung mehr und lieber als Single leben und scheint jedoch ganz froh mich als "Freund" zu haben. Ja, wir gehen auch zusammen aus und zeigen uns in der Öffentlichkeit, aber haben keine gemeinsame Freunde.

    Ja, stimmt. Mir geht es nicht um Sex, sondern mir fehlt die Liebe und Zuneigung meiner Frau. Sie hat mir sogar vor Jahren gesagt, dass sie mich nicht aus Liebe geheiratet hätte, sondern da ich sie und die Kinder gut durchs Leben bringe. Ich kann für mich behaupten, dass ich meine Frau mit viel Liebe zum Altar geführt habe. Deshalb habe ich bei meinem derzeitigen Konstrukt wenig schlechtes Gewissen, weil ich mich genauso betrogen fühle.

(18) 14.09.15 - 00:04

Ich habe dasselbe erlebt - dieses Gefühl, dass man sich jeden Tag mehr entfremdet. Jahrelanges Zähnezusammenbeißen mit Frau, Haus und Kind, Job...und dabei diese totale Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit. Dann war da diese wunderbare Frau, mit der ich schon am nächsten Tag im Bett gelandet bin, Lachen, Spontanität, tolle Gespräche und das Gefühl, eine Seelenverwandte getroffen zu haben. 2 Jahre On-Off, in denen wir nicht voneinander loskamen.
Wir wussten beide dass es keine wirkliche Zukunft gibt. Heute hat sie einen tollen Mann und eine neue Familie. Als sie mir gesagt hat, dass sie das mit mir beenden muss, damit der Andere eine Chance hat, habe ich ihr alles Glück der Welt gewünscht. Ich werde dieser Frau ewig dankbar sein, dass sie damals da war. Ohne die Kraft, die ich aus dieser Affäre gezogen habe, hätte ich meine eigene Familie irgendwann verloren und resigniert. Meine Frau und ich haben uns zusammengerauft, es gibt wieder sowas wie ein Sexleben und einen Neuanfang. Pläne für die gemeinsame Zukunft. Das ist jetzt 2 Jahre her und ich denke manchmal, wie unwahrscheinlich es ist, dass aus so einer Sch... soviel Positives entstehen konnte, ohne dass jemand daran völlig zerbrochen ist.
Viel Glück, ich hoffe ihr kommt auch wieder mit euch ins Reine.

Hallo!

ich will mal meine Sicht der Dinge schreiben, denn der Ausgangstext könnte so in etwa von meinem Mann kommen.

Wir sind seit 8 Jahren zusammen und ich habe eine inzwischen 9jährige Tochter mit in die Beziehung gebracht. Wir sind schnell zusammengezogen, doch es gab von Beginn an Probleme. Die hatten mit seiner Scheidung zu tun und mit meinem Vorhaben eine Selbständigkeit aufzubauen. Doch wir waren optimistisch, dass alles gut werden würde. Dann wurde ich recht schnell schwanger und unser erste Kind wurde geboren. Die ersten Monate waren extrem hart, weil sie 6 Monate lang gebrüllt hat ohne Ende. Doch mein Mann ist lieber arbeiten gegangen, anstatt für mich da zu sein. Ich mußte durch die Zeit allein durch, trotz Kleinkind, Selbständigkeit, Schreikind,....

Und auf seinem verdienten Geld saß er.

Er ging aus dem Haus wann es ihm passte und kam zurück, wann es ihm passte. Tochterkind wurde Sonntag Nacht geboren, er ging ab Montag komplett arbeiten. Kein Urlaub, nichts. So wie auch schon, als ich wegen ihm aus der Heimat weg 600 km Richtung Norden gezogen bin. Aber er trug ja zum größten Teil zu unserem Leben dabei. Was habe ich immer zu hören bekommen: Überleg mal, wer hier die Miete zahlt. Und er hat schon immer gut verdient. Davon können 2 Familien gut leben.

Jedenfalls wurde ich 1,5 Jahre nach der 2. Schwangerschaft erneut schwanger. Und das obwohl unser Sexleben schon damals mehr als dürftig war. Ich hatte große Angst davor wieder ein Schreikind zu bekommen und tat mich schwer damit diese Schwangerschaft zu akzeptieren. Mein Mann wollte das Kind und nach reiflichem überlegen entschloss auch ich mich, die kleine Maus zu bekommen.

Während der Schwangerschaft lief nix. Ich hatte zum dritten Mla in Folge mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen und Verbot vom Arzt. Dies machte mir aber nichts aus. Und auch in der Schwangerschaft war mein Mann nicht für mich da. Zu allen Arztterminen ging ich allein, aus der Selbständigkeit war inzwischen ein Festangestelltenverhältnis geworden - trotz Schwangerschaft.

Mein Mann hat sein Leben gelebt. Und während der Schwangerschaft fing ich an mir mit meinen Kindern ein Paralell-Leben neben meinem Mann aufzubauen. Oft hatte ich ihn gebeten zu einer bestimmten Zeit zu Hause zu sein. Ständig kam er später. Die Kunden halt. Und was war.... Er hatte aber Zeit (Außendienst) Kaffee trinken zu gehen oder ewig lange im Büro zu quatschen. Ich kam mir betrogen vor - betrogen um die Zeit, die wir hätten zusammen haben können.

Doch ich begann, nicht mehr um diese Zeit zu betteln.

Die Kleine war geboren, er ging arbeiten. GIng morgens aus dem Haus, kam abends irgendwann heim. Ich nahm 1 Jahr Elternzeit, akquierte aber in meinem alten Job unentgeltlich weiter, um so einen besseren Einstieg zu haben.

Tja.... Die Kinder und ich wurden mehr und mehr zu einer EInheit. Ich habe mich auch nicht mehr auf ihn verlassen, sondern nach Lösungen gesucht, wie ich das mit den Kindern allein stemmen konnte. Wenn er da war okay, wenn nicht dann auch.

Die ganz große Wende oder eher Abwende kam dann Anfang diesen Jahres. Mein Vater wurde krank, musste operiert werden. Die Operation lief schief, er hat seitdem große Einschränkungen. Ich habe seitdem viel zeit in der alten Heimat verbracht und meinen Mann dort nicht vermisst. Zudem habe ich festgestellt, dass ich wieder Heim möchte.

Aber das gemeinsame Sorgerecht und die Angst davor die Trennung auszusprechen halten mich zurück. Aber ich will nicht bleiben. Und ich will auch nicht mehr die Demütigungen die er ausspricht, wenn wir uns streiten. Meine Meinung wird in keinster Weise akzeptiert.

Ich ertrage seine Nähe nicht, seine Berührungen. Es ist schrecklich. Aber ich gebe es nicht vor ihm zu. Aus Angst. Was hat er mal gesagt: Ich kann jeden verstehen, der seine Frau beseititgt, wenn sie sich von ihm trennen will. Denn dann ist MANN doch nur der Volldepp, der später zahlen darf.

So! Nun hast Du es mal aus Sicht einer Frau.

Und was Deine Affaire betrifft: Ich finde Affairen unfair. Unfair, denn es kann sein, dass Deine Frau es auch nur aussitzt und wenn Du mit offenen Karten spielen würdest, hätte sie auch die Chance entsprechend zu reagieren. Außerdem verbringst Du mit Deiner Affaire Zeit, die Du auch mit Deinen KIndern verbringen könntest.

  • Noch als Ergänzung:

    Er ist sehr aufbrausend. Sowohl mir gegenüber wie auch den Kindern. Vergreift sich in der Wortwahl wenn ihm was nicht passt, streitet dies aber dann später ab.

    Das meine ich u.a. mit den Demütigungen.

    Ferner ist er ein ständiger Nörgeler. Über alles und jeden. Und andere sind eh das Letzte. Das geht schon in Richtung Menschenverachtung.

    Aber es sind so viele Dinge......

    Er würde jedoch alles anders darstellen. Und für viele sind wir die heile 3 Kind-Familie. So wie es wohl oft der Fall ist.

    • (21) 14.09.15 - 16:22
      Freitags-Goldesel

      Was ich von Dir lese, ist sehr unschön. Du bleibst ja eher aus Angst bei Deinem Mann. Das tut mir Leid für Dich.

      Ich will mich gar nicht besser darstellen als ich bin, aber vom Verhalten Deines Mannes bin ich weit, ganz weit entfernt.

      Ja, vielleicht hätte ich früher als die Kinder kleiner waren, mehr zu Hause sein können/sollen, aber die Existenzangst, die Familie als Alleinverdiener und einem Sack von Schulden wegen Hausbau nicht ernähren zu können, war größer.

      Ich habe dennoch die Kinder morgens zum Kindergarten oder später Schule gefahren, habe fast jeden Elternabend besucht und war am Wochenende zu Hause und habe am Wochenende das Kochen übernommen und tue das heute noch, um meine Frau zu entlasten. Ich habe mir für Sportfeste frei genommen und die Kinder begleitet, war mehrmals als Begleitperson bei Schulausflügen oder Schulfahrten dabei. Natürlich hat meine Frau in der Woche den Großteil der Kindererziehung übernommen und das hat sie über Jahre sehr gut gemacht, ich war auf der anderen Seite der Alleinernährer und heute bin ich immer noch der Hauptverdiener. Ich habe sicherlich mir mehr Freiheiten gegönnt, hätte sie aber meiner Frau auch gerne eingeräumt, aber sie wollte meist nicht. Wenn sie mal etwas alleine mit Freundinnen unternommen hat, habe ich jedoch die Kinderversorgung übernommen. Ich kann auch mal aufbrausend werden, meine Frau wird das auch, aber ich nörgele nicht an allem herum. Im Gegenteil.

      Ich habe auch lange durchgehalten und auch Verständnis gehabt, dass vielleicht durch den häuslichen Stress die Lust etwas verloren ging und gehofft, wenn die Kinder älter sind, ihre eigenen Wege gehen, finden wir bestimmt wieder mehr zusammen. Pustekuchen. Unsere Kinder sind mittlerweile fast außer Haus, wollen fast gar nichts mehr mit Mama und Papa unternehmen und sie werden zum Teil immer noch wie Kleinkinder behandelt.

      Ja, die Affäre ist unfair. Wo ist die sinnvolle Alternative? Meine Frau wird es irgend wann erfahren. Derzeit noch nicht, da ich als Mann und Hauptverdiener in der Tat der Volldepp bin, da mir in einem Trennungs-/Scheidungsfall nur ein Minimum zum Leben bleibt.

(22) 14.09.15 - 16:34
soähnlichkennichdasauch

So ähnlich kenne ich das auch, zumindest beschreibt es die Situation zwischen meiner Frau und mir auch recht passend.

Was ich so nicht bestätigen kann ist der Eindruck, dass alle um mich herum fremdgehen.

Ich bin noch treu, was an einer Mischung aus ich will nicht fremdgehen und ich habe nicht die Frau Gefunden für die ich es riskieren würde gefunden besteht.

Ein paar Gedanken noch von meiner Seite zu der ganzen Geschichte.

Würde es etwas bringen das Thema mit meiner Frau anzusprechen?

Wenn ich glauben würde, dass gute Argumente dafür sorgen das meine Frau plötzlich wieder Lust auf Sex bekommt wäre ich mir für diese Diskussion sicher nicht zu schade.

Wenn ich Bock auf Mitleidssex hätte "bittebitte wir hatten schon XX Monate keinen Sex mehr..." würde ich es ggf auch versuchen. Da könnt ich mich aber wahrscheinlich nie mehr im Spiegel ansehen oder schlimmer noch, ich würde offen zugeben dass SIE die Kontrolle hat.

Vielleicht sehe ich das auch falsch und mir kann hier ggf. eine der Forumsdamen glaubhaft versichern dass Frau das ganz anders verstehen wird...

Trennung? Kind(er) Haus/Wohnung und das was man aufgebaut hat aufgeben?

Alles was man hat / ich habe ist hart erarbeitet, wie könnte das nach einer Trennung aussehen? Da hätte ich echt angst vor, dass sich dann nur noch ein Trümmerhaufen findet.

Für mich stellt sich die Frage ob es möglich ist wieder eine "Liebes"-Beziehung aufzubauen bei der es die Dinge gibt die man so als Paar macht. Sicher sind auch die Kinder wichtig aber auch andere Dinge brauchen Raum.

Derzeit versuche ich meiner Frau mehr Freiraum zu geben indem ich ihr weitere häusliche Pflichten abnehme (ich mache ohnehin mehr als die Hälfte des Haushalts) und nach Feierabend noch mit den Kindern kleine Ausflüge mache.

Meine Hoffnung ist, dass Sie wieder mehr zu sich findet und wir dann gemeinsam wieder etwas aufbauen können.

Aber was mache ich wenn das auch nicht klappt?

  • (23) 15.09.15 - 07:06

    Hallo,

    >>>Würde es etwas bringen das Thema mit meiner Frau anzusprechen?<<<
    JA!!! Sprich es an und vor allem bleib dran! Nur einmal anzusprechen reicht nicht, du musst bedenken, deine Frau ist da sicher auch in einem "Fahrwasser" drin, dem sie nicht so einfach entkommen wird.

    Dennoch: was hast du zu verlieren, wenn du nun vehement um sie kämpfst? Denk mal zurück, wie war es denn als ihr euch kennengelernt habt, bzw. am Anfang eurer Beziehung? Was hast du damals dafür getan, daß sie "deine" Frau wird? Frauen wollen einfach auch nach jahrelanger Beziehung immer wieder mal erobert werden, spüren, daß sie wirklich geliebt werden, auch wenn sie es nicht gleich so zeigen.

    Verführ sie einfach mal... oder sag ihr, daß du dir sehnlichst wünscht von ihr mal wieder so richtig mit allen Mitteln verführt zu werden!
    Notfalls schlag ihr auch vor, eine Eheberatung zu besuchen...!
    Und wenn das alles nicht klappt, dann kannst du dir darüber Gedanken machen
    <<<Aber was mache ich wenn das auch nicht klappt? >>> nicht aber schon vorher!
    LG

(24) 15.09.15 - 11:34

Deine Worte hätten auch meine sein können. Nur ein zwei Unterschiede: ich bin eine Frau, mein Mann ist seit einigen Jahren impotent.

Zu vielen Antworten fällt mir dieser Spruch ein:
>>Urteile über niemanden, in dessen Schuhen Du nicht gelaufen bist.<<

(25) 20.09.15 - 05:22

Hallo,

Dein Bericht ist interessant zu lesen. Du schreibst Du suchst Nähe und Liebe, würdest das nicht von Deiner Frau bekommen und hast per Zufall eine "passende" kennengelernt.
Also eigentlich ist alles in Butter wenn da nicht die Sache mit dem Vertrauen wäre.

Tja, scheiß Situation. Raten kann ich Dir nichts.Denn im Prinzip weißt Du das Du Deinen Arsch bewegen musst.

Richtig erkannt hast Du das zum Leben immer Zwei gehören.Der eine Teil der das macht, der andere der das mit sich machen läßt.
Du schreibst Du hast Deiner Frau schon oft genug gesagt das Dir dies und das nicht passt.
Kenne ich sagt mein Mann mir auch.
Aber ändern kann man das wenn man es denn will.Bringt aber nix wenn man merkt ich gebe der andere nimmt und es kommt nix zurück.
"Jetzt schreien alle gleich los.. Kindergartenverhalten.... was Du mir gibst will ich auch zurück.. liebe ist ja selbstlos blablabla(mal ganz ehrlich an alles was man gibt knüpft man eine Erwartungshaltung und sei es auch nur die Freude der anderen...)"

So zurück zum Thema:
Ich gebe Dir mal ein Beispiel....

Man merkt der Partner hat die Interessen woanders, man spricht das an, spricht über die Gefühle, die Erwartungen die derjenige hat, erklärt es an Beispielen..der Partner hört aufmerksam zu zeigt sich Interessiert gelobt Besserung, freudig erlebt man ein paar Stunden, Tage wie man es ja so gerne hätte.... dann Peng der alte Trott wieder da... das Spiel beginnt von vorne...und wieder und wieder...dann ist man resigniert und sagt sich okay sollte nicht sein...und gibt auf...... der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier... Gepflogenheiten lasssen sich schwer ändern... ABER man kann sie ändern.. man muss auch wenn es noch so schwer ist daran arbeiten.
Das bedeutet in der Zeit wo das erwünschte Verhalten an den Tag gelegt wird muss man selber auch aktiv werden und darf sich selber nicht ausruhen das macht man jedoch nur zu gerne weil man sich ja in der trügerischen Sicherheit ( mein Partner hat ja verstanden was ich will also das wird ja nun gemacht) das alles prima läuft.
Wenn ich will das eine Veränderung eintritt fange ich zuerst bei mir an. Ich frage meinen Partner was der anders haben will, wenn dann die Antwort kommt (mit Hä? was willst Du denn jetzt muss man schon rechnen...)dann kann man sagen okay ich mache das. Dann erlebt man selber wie das ist wenn man alte Gewohnheiten ablegen soll und wenn man selbstkristisch ist und sich selber reflektiert dann merkt man das das garnicht soooo leicht ist.
Und schwupps man ist wieder im alten Trott drin...ähmmm ja und nun?
Frustration ist auf beiden Seiten.
Schon mal daran gedacht? Wie oft wurdest Du gebeten etwas anders zu machen seitens Deiner Frau?Wie lange hast Du das durch gehalten?
Sicher die Wahrnehmung einer Frau verschiebt sich mit den Geburten von Kindern.Der Mann rutscht nun mal an die Stelle des "Versorgers"...aber dafür gibt die Frau ja auch einen großteil des NUR Frau seins auf... der Mann (sofern er denn nicht zu den seltenen Exemplaren der Hausmänner zählt) nicht.
Meistens ist das doch so das die Herren wenn die Kinder da sind sich Überflüssig fühlen...seit Ihr aber nicht....ganz im Gegenteil.Ihr werdet gebraucht, geliebt und geschätzt. Nur das man nun eben nicht mehr so "anders" ist wie vor dem Kind, den Kindern.
Kinder verändern die Sichtweisen, 9 Monate hatte Frau Zeit sich darüber im Klaren zu werden das das Leben das da so heftig sich im Bauch bemerkbar macht alles ändern wird...Männer haben das nicht, wissen nicht wie sich Schwanger sein anfühlt und den ganzen Gefühlwirrwarr der sich über einen ergiesst. Das ist deren Defizit.

Die sehen nur die körperlichen Veränderungen und verstehen oftmals nicht das die sonst so "stabile" Partnerin nun ganz anders ist ....und sich der Verantwortung bewußt wird ( ja ausnahmen bestätigen die Regel...gibt auch Rabenmütter und JA es gibt auch die verständnisvollen Männer...ich rede aber vom normal Fall)
Eben dieses Verantwortungsgefühl löst einen "Gluckentrieb" aus....da wird dann Frau zur Glucke die nur noch das Kind die Kinder im Kopf hat...Stimmt... schließlich ist Frau ja auch zu 90% alleine mit dem Kind zu gange...Stillen,(füttern per Flasche) waschen, anziehen, bespaßen, nachts aufstehen wenn was ist...etc.....
Dessen muss man sich auch mal bewußt werden. Männer denken leicht das muss so....
Ähm nein muss garnicht... Mann kann auch dafür zuständig sein, meistens kommt aber DAS Gegenargument.. ICH arbeite ja auch für uns alle und brauche meine Ruhe ODER Schatz das kannst Du soviel besser wie ich...
Erwischt?

Das Frau dann lernt, den frag ich nicht weil es kommt ja keine Hilfe oder aber hmm der tut mir ja auch so Leid weil er es auf der Arbeit so schwer hat ist doch kein Wunder oder?
Das Frau durch 24/7 Einsätze nicht immer Lust hat Sex haben zu wollen ist doch logisch oder?
Jetzt kommt das Argument ich will ja nicht nur Sex ich will ja auch Kuscheln.... JAAAA nee is klar....
Meisten läuft das doch so ab... Wenn Frau sich kuschelnder Art und Weise in die Arme des Mannes schmiegt um sich auszuruhen, bzw körperliche Nähe zu holen die sie sicherlich genauso vermisst.. dann dauerd das doch nicht lange und die Hände des Mannes wandern flugs von den Schultern runter richtung Brust oder Arsch um zu testen na geht noch mehr?Gibts doch gleich Sex?
WAS lernt Frau? Immer wenn ich kuscheln komme denkt mein Mann ich würde Sex wollen.... Was macht Frau? weniger Kuscheln... sprich der körperliche Kontakt nimmt ab.. die Nähe die man sonst ausgetauscht hat ebbt ab.
Tja und das ist der beginn eines Kreises...in dem DU Dich jetzt befindest....
Klar kannst Du sagen ich habe mich ganz anders verhalten habe das nie so gemacht etc...
Von meiner Seite ist das nur ein Denkanstoß nicht mehr nicht weniger....
Wenn man den Partner einfach mal so in den Arm nimmt, ohne gleich mehr zu wollen (auch wenn es schwer fällt) und damit den Druck nicht noch weiter aufbaut dann kommt das auch wieder zurück.... das macht sich zwar nicht unbedingt gleich bemerkbar in fantastischem nie endenen Sexspielen aber anders, sei es das man das Lieblings essen bekommt, den Kuchen, das Modellauto fürs Hobby...
Man muss wie gesagt bei sich selber anfangen....DAS ist der erste Schritt....Und vergiss nicht nur sprechenden Menschen kann geholfen werden... drum Frage was soll ich bei mir ändern? Denn ich vermisse dies und das geht Dir das auch so?
Das fragt man nicht beim Abendbrot sondern man schafft dafür die Zeit.... das muss man schon als Vorarbeit leisten.......

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