Chef hat Affäre

    • (1) 14.09.15 - 13:42
      Angestellte

      Hallo zusammen,

      wenn man den Betreff liest denkt man sich sicher...
      "Das geht die Angestellten nix an, raushalten!!!"

      Aber dazu müssen wir mal ein paar Fakten aufzählen.

      Unser Chef hat diese Affäre schon seit 5 Jahren, wir sind ein kleiner,
      familiärer Betrieb. 3 Angestellte, Chef und Chefin.

      Nun ist es so das unser Chef immer dreister wird und die Affäre auch
      in unseren Betrieb kommt...heimlich, aber wir bekommen dies leider mit.

      Unserer Chefin können wir ohne schlechtes Gewissen kaum noch in die
      Augen blicken und es macht uns wütend und traurig zugleich,
      dass sie, die sonst so taff ist dies nicht mitbekommt.

      Auch Menschen in unserer Umgebung sprechen uns darauf an,
      was uns zeigt das leider viele von der Sache wissen.

      Wir wissen absolut nicht wie wir uns verhalten sollen...das ganze belastet uns sehr
      sowohl privat als auch bei der Arbeit.

      Es ist leicht gesagt, dass man sich hier raushalten soll, aber arrrrrgh #schmoll#klatsch

      In aller Hoffnung, dass uns jemand den ultimativen Tipp gibt und mit besten Grüssen!

      Chef auffliegen lassen?

      • (2) 14.09.15 - 13:49

        Vielleicht weiß es ja die Chefin längst?!

        • (3) 14.09.15 - 13:55

          Also wir denken das sie was vermutet, aber wissen - definitiv nein!
          Sie ist ein so temperamentvoller Mensch, sie würde ihn und auch uns
          spüren lassen was los ist.

          • (4) 14.09.15 - 14:12

            Ich dachte, sie ist eine taffe Frau? Sie kann vielleicht einfach Privates und Berufliches gut trennen? Vielleicht macht es ihr auch nicht so viel aus, wie du glaubst oder es gibt eine Vereinbarung zwischen den Beiden?

            Ich würde mich raushalten.

      (5) 14.09.15 - 13:56

      Hallo,

      wie kommst du darauf, dass die Chefin es nicht weiß? Wo doch ihr und auch die Menschen um euch herum die Affäre des Chefs mitbekommen?

      LG

      (6) 14.09.15 - 13:58

      Ich würde die Chefin anonym darauf hinweisen in einem Brief, entweder weiß sie es schon oder eben nicht und weiß es nach dem Brief und kann für sich entscheiden, was sie macht.
      Aber dann ist keiner von euch involviert.

    • Hallo
      Wenn irgendwie alle Bescheid wissen, dann weiß es mit Sicherheit auch seine Frau. Vielleicht haben sie eine Vereinbarung von der ihr nichts wisst?

      Ansonsten wird sie es sicher früher oder später erfahren.
      Also in so einer Konstellation würde ich mich raushalten.

      Solange ich nicht noch für meinen Chef lügen müsste, oder ihn sonst irgendwie unterstützen müsste, damit er seine Affäre ausleben kann - würde ich mich damit nicht belasten.

      LG

      • "Wenn irgendwie alle Bescheid wissen, dann weiß es mit Sicherheit auch seine Frau."
        --> Das ist Quatsch! Es gibt so viele Frauen (oder auch Männer), die betrogen werden & die absolut NICHTS wissen, eben weil alle denken: "Wenn es alle wissen, MUSS sie/ er es doch auch wissen!".
        Mein bester Freund war ebenfalls in einer solchen Situation - ich habe mich durchgerungen & mit ihm darüber gesprochen. Er sagt mir heute noch, wie froh er ist, dass er es endlich erfahren hat (& es wussten alle - alle in den Vereinen, die beide besuchten, alle Nachbarn, Freunde, Familie, Bekannte aus dem Ort,...).

        VG
        schnipps

    (9) 14.09.15 - 14:51

    Hi,

    pah du, das ist echt schwierig. Vor einiger Zeit hätte ich noch geantwortet: raushalten. Heute sehe ich es definitiv anders: Ich wurde selber betrogen und was mich daran ziemlich genauso ärgert und wütend macht, natürlich neben der eigentlichen Tatsache, ist, daß es jemand aus dem "nahen Umfeld" wusste und nix unternommen hat, um mir die Augen zu öffnen.

    Ich bin mir sicher, wenn ich heute von jemanden, der mir so nahe steht wie dir deine Chefin, erfahren, daß sie betrogen wird - ja ich würde etwas unternehmen.

    Vielleicht solltest du oder ihr erst mal das Gespräch mit eurem Chef suchen und ihm die Pistole auf die Brust setzen - entweder er gesteht es seiner Frau oder ihr macht das! So würde ich vorgehen.

    LG

    • (10) 14.09.15 - 15:00

      Und dann hat man direkt eine Kündigung aufm Tisch liegen...

      • Dann sollte man eine andere Art, es mitzuteilen, wählen (Nichtstun ist echt Mist). Aber, ich kann nachvollziehen, dass Du da gleich in Richtung Kündigung denkst - ging mir auch so, dass ich daran dachte. Wenn sich ein Chef sooo sicher & in seiner Machtposition gestärkt fühlt, dass er die Affäre sogar in die Firma kommen lässt, dann überlegt er vermutlich auch nicht lange, seine Machtposition für eine Kündigung zu nutzen. Einen schicken Grund für die Kündigung wird er schon finden! #aerger

        VG
        schnipps

        • Ja leider. Ist echt eine dumme Situation :-(

          Na ja, den arbeitsrechtlichen Kündigungsgrund, bei dem dem Gekündigten auch durch Anwalt und Gericht nicht mehr geholfen werden kann, muss man dann aber auch erstmal finden.

          Nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor der Meinung: raushalten. Geht den Arbeitnehmer einfach nichts an. Und nur weil die Affäre ins Büro kommt ist auch der Arbeitsalltag nicht gestört, somit auch keine Beeinträchtigung der Arbeitsbedingungen oder Motivation. Zumindest nicht in fachlicher / geschäftlicher Sicht.

          Und wer weiß, am Ende ist es gar keine Affäre sondern eine gute Freundin.

          • (14) 14.09.15 - 18:53

            **Na ja, den arbeitsrechtlichen Kündigungsgrund, bei dem dem Gekündigten auch durch Anwalt und Gericht nicht mehr geholfen werden kann, muss man dann aber auch erstmal finden.**

            Das ist in der Tat so.

            Aber willst Du Dich in einen 5-Personenbetrieb wieder einklagen, wo Du dem Chef wohl täglich über die Füße läuft. Das halt man dann m.E. nicht lange aus...

    (15) 14.09.15 - 15:33

    << Vielleicht solltest du oder ihr erst mal das Gespräch mit eurem Chef suchen und ihm die Pistole auf die Brust setzen - entweder er gesteht es seiner Frau oder ihr macht das! So würde ich vorgehen.<<

    Das wäre extrem übergriffig und unverschämt. Letztlich ist es sein Privatleben. Das geht keinen was an.

    • (16) 14.09.15 - 17:40

      "Das wäre extrem übergriffig und unverschämt. Letztlich ist es sein Privatleben. Das geht keinen was an."

      Zumindest nicht so lange er sich mit dem, was er tut im legalen Bereich befindet.

      • (17) 14.09.15 - 18:38

        Stimmt, aber er handelt weder mit Waffen, noch mit Drogen, er geht lediglich fremd. Das ist vielleicht moralisch verwerflich, aber nicht illegal (zumindest bei uns nicht).

(18) 14.09.15 - 16:18

Aus anderen Menschen Beziehungen/Ehen hat man sich rauszuhalten.

Aus meiner Erfahrung gibt es immer 2. 1. Der "Betrüger" und 2. "Der/die Betrogene". Und beide haben ihren Anteil an der Affäre. Das ist ihre Privatsache.

*Vielleicht solltest du oder ihr erst mal das Gespräch mit eurem Chef suchen und ihm die Pistole auf die Brust setzen - entweder er gesteht es seiner Frau oder ihr macht das! So würde ich vorgehen.*

Die Affäre ist vielleicht moralisch verwerflich, aber nichts, was das Arbeitsleben angeht und erst recht nicht illegal. Den Chef unter Druck setzen ist jedoch Erpressung, also illegal und ein Kündigungsgrund.

(19) 14.09.15 - 15:32

Raushalten. Sollen die gucken, wie sie ihr Privatleben gestalten.
Mein Chef hatte damals mit einer Kollegin von mir eine Affäre laufen. Typische Bumsgeschichte. Sie wurden das eine oder andere Mal von uns "erwischt". Naja.

Blöderweise kam seine Frau öfter zu uns...mit einem 3 Jährigen Kind an der Hand und im Kinderwagen ein frisch Geschlüpftes. Das war schon Strange. Wir wussten alle, was lief, und die Ärmste wusste nix.

Aber so ist das Lebbe ebbe.

Gruss
agostea

(21) 14.09.15 - 16:05

Uff, saublöde Situation. Dennoch, ich würde wohl auch Vogel Strauss spielen, wenn ich nicht gerade mit der Chefin dick befreundet wäre...
Vielleicht dem Chef mal einen diskreten Wink geben, dass bereits Fragen (von Kunden?) kommen....?
Aargh, egal, was du tust, es wird falsch sein.

lg

  • (22) 14.09.15 - 17:38

    Huhu,

    ja, genau so wird es sein - da kann man es halten wie der auf'm Dach: egal auf welcher Seite er hinunterspringt, springen muss er...

    Grüße
    Elefant :-p

Wenn doch soviele außenstehende es wissen, sollen die doch was sagen.

Normalerweise zeige ich nicht auf andere, dass die aktiv werden sollen und nicht ich selber.

Aber in diesem Fall müssen diese nicht um ihren Job bangen oder in einem vergiftetetem Arbeitsklima weiterarbeiten.

  • Hallo,

    dem kann ich in dem Zusammenhang nur zustimmen. Unter Umständen wissen es dann ja auch Freundinnen der Chefin oder Verwandte - die haben definitiv das bessere, intimere Verhältnis zur Chefin.

    Man kann sich auch einfach mal die Gegenfrage stellen: wie würde ich mich fühlen, wenn ausgerechnet meine Chefin / meine Angestellten mir sagen würden, dass mein Partner mich betrügt?

    Grüße
    Elefant :-p

(25) 14.09.15 - 17:35

Hallo!

Die Hoffnung auf den "ultimativen Tipp" werdet ihr wohl begraben müssen, denn die wird es nicht geben.

Mein Rat wäre: 'raushalten. Denn Fakt ist: es geht euch schlicht und ergreifend nichts an.

Logisch, egal was ihr auch tut - einmischen oder nicht - es kann falsch sein und am Ende wisst ihr es dann irgendwann besser und lernt daraus. Aber die Entscheidung abnehmen kann euch niemand.

Meines Erachtens ist aber schon alleine die Tatsache, dass es sich um den Chef / die Chefin handelt, Antwort genug. Wenn es Freunde wären, sieht es unter Umständen schon wieder ganz anders aus.

Das schlechte Gewissen gegenüber der Chefin ist ebenfalls nicht notwendig, denn nicht ihr verhaltet euch falsch, sondern euer Chef. Er ist - oberflächlich betrachtet - der einzige Beteiligte, der ein solches haben müsste.

Am Ende müsst ihr euch nur die Frage stellen, womit ihr besser leben könnt:
- "petzen" und evtl. mit der künftigen Missgunst des Chefs und unter Umständen auch der Chefin rechnen
- "still halten" und evtl. mit der künftigen Missgunst der Chefin rechnen

Grüße,
Elefant :-p

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