Ich bin unzufrieden/freiwillige Fernbeziehung/Wochenendfamilie

    • (1) 23.09.15 - 20:14
      Sonderbar?

      Hallo.

      Ich möchte euch kurz meine Ehe und unser Eheleben vorstellen. Mein Mann und ich leben eine Fernbeziehung. Wir wollten es so und planen nicht dies zu ändern. Eigentlich. Denn in den letzten Monaten bin ich oft unzufrieden. Den Grund kann ich nicht genau benennen, wir haben beide dieses Leben gewünscht. Uns trennen 250 km. Wir sind seit 6 Jahren zusammen, seit 5 Jahren verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter und ich bin hochschwanger mit den zweiten Kind. Es stand anfangs zur Debatte wer zu wem zieht, wir fanden keine Lösung. Er hat einen sehr gut bezahlten Job und würde in meiner Nähe kein vergleichbares Angebot bekommen. Ich habe meine Familie hier und möchte sie nicht missen. Anfangs hieß es wir werden eine Lösung finden, inzwischen haben wir uns beide mit dieser Situation arrangiert und genießen die Vorteile. Wir sehen uns nur am Wochenende, er kommt Freitag Nachmittag zu uns und fährt Montag morgen wieder zu sich. Unser Familienleben beschränkt sich somit auf das Wochenende. Wochentags skypen wir öfter Abends, da unsere Tochter ihn öfter vermisst. Sie kennt es nicht anders, sie ist 4 und fragt trotzdem manchmal warum andere Papas bei ihren Familien wohnen und ihr Papa nicht. Das macht mich manchmal traurig, es hat allerdings auch viele Vorteile. Wir streiten fast nie, ich treffe alle kleineren Entscheidungen selbst, bei großen Entscheidungen frage ich ihn natürlich um seine Meinung. Meine Eltern unterstützen mich bei der Betreuung unserer Tochter, wenn das Baby da ist ist es umso wichtiger. Ich fühle mich wohl hier. Seinen Urlaub verbringt er komplett hier und wir genießen die zusätzliche Zeit zu dritt.

      Ich erwische mich in letzter Zeit immer wieder wo ich mich frage ob es für immer so bleiben soll. Vielleicht liegt es an der Schwangerschaft und den Hormonen, dass ich ihn gerne öfter und länger bei uns hätte. Rational ist mir bewusst es ist besser so, unsere Beziehung bleibt frisch, wir freuen uns alle sehr auf das Wochenende wenn wir uns sehen und Zeit miteinander verbringen und genießen die Zeit als Familie. Ich möchte auch nicht weg ziehen. Seinen gut bezahlten Job aufgeben wäre ebenfalls nicht sinnvoll. Ich weiß nicht was ich mir hier erhoffe. Mich plagt eine Unzufriedenheit die ich selbst nicht verstehe. Mein Mann sagt wenn das Baby da ist und die Hormone sich wieder einpendeln, wird alles wieder normal. Ich bin mir nicht sicher. Bitte um eine neutrale Einschätzung. Was ist los mit mir?

      VG Ina

      • "Mein Mann sagt wenn das Baby da ist und die Hormone sich wieder einpendeln, wird alles wieder normal."

        Ich würde ja mal sagen, warte wirklich ab, bis die Hormone wieder auf Normalmodus sind und wenn du dann immer noch dieses Gefühl hast, dann ist ein Gespräch über die weitere Zukunft fällig.

        Vielleicht willst du auch einfach nur deinen Mann unterbewusst testen. Liebt er mich? Will er überhaupt mit mir zusammen wohnen? usw.

        Ihr genießt beide die Vorteile, schreibst du. Mir aber stellt sich die Frage...ob er nicht mehr genießt als du. Er hat keine nörgeligen, dauerkranken, nicht schlafenden, trotzigen, fordernden, pubertierenden Kinder um sich...du schon. Er genießt seinen Status als Wochenend- und Sonnenscheinpapa...du bist der Bumann, der den Erziehungsalltag stemmen muss...sich mit den Kindern anlegen muss usw.

        Und nimm s mir nicht übel...2 Kinder sind ne ganz andere Liga als 1 Kind. Gut Du hast Unterstützung...aber ob das dauerhaft ist? Die Großeltern werden älter...die Kinder mit zunehmendem Alter nicht einfacher.

        Mir an deiner Stelle...jetzt aus meiner Sicht als Mehrfachmama...wäre auch flau. Ich persönlich würde niemals freiwillig alleinerziehend sein wollen...und das bist du in gewisser Weise.

        Ich weiß nicht ob das dauerhaft gut geht...das kann wohl keiner sagen.

        Ich finde nur, dass es keine Win-Win Situation ist....sondern dass du def der Verlierer bist.

        LG
        Eichkatzerl

        Wir leben ähnlich, allerdings nur so halb freiwillig - es geht beruflich gerade nicht anders, ist aber auf jeden Fall bei uns keine Dauerlösung. Wir arbeiten am zweiten Kind und ich stelle mir jetzt schon die Frage, wie das klappen wird. Einerseits bin ich sicher, gut klarzukommen, andererseits habe ich auch Ängste - das ist doch etwas völlig Legitimes.
        Eure Situation ist ja ein bisschen anders, weil ihr euch bewusst entschieden habt, so zu leben und es auch immer schon so gehandhabt habt. Aber ich bin der Meinung: wenn sich die Lebenssituation gravierend verändert - und das tut sie ja bei euch nun durch euer zweites Kind - kann man doch durchaus auch den Gedanken zulassen, ob sich etwas anderes ändern soll oder ob man sich in der Lebensweise, für die man sich entschieden hat, immer noch wohlfühlt. Es liest sich ein bisschen, als hättet ihr beide Schwierigkeiten überhaupt dieses Gedankenspiel einzugehen.
        Dass sicher auch manchmal die Schwangerschaftshormone dazubeitragen, dass man vielleicht mehr Nähe braucht, ist klar. Trotzdem finde ich, dass man seine Gedanken, auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick unbequem sind, zulassen sollte und gemeinsam darüber sprechen muss. Wenn ich dich richtig verstehe, tut dein Mann deine Gefühle in dieser Richtung ab - vielleicht hat er ja recht, aber ich glaube, ihr solltet euch schon über ein "Was wäre wenn?" verständigen. Also: Was wäre wenn es eben nicht wieder "normal" wird?
        Wie war es denn beim ersten Kind?

      "Unsere Beziehung bleibt frisch "- hmm , andere schaffen das obwohl sie sich täglich sehen.... Für mich hört es sich so an, als hätte er nicht sooo viel Lust auf Familienalltag. .. Ich wäre nicht glücklich, wenn ich nicht morgens neben meiner großen Liebe aufwachen würde! Egal wer zu wem zieht, für mich wäre das nichts..

    • I h finde eure Lösung denkbar schlecht. Du stellst deine Eltern etc über deinen Mann, wenn du wegen ihnen nicht zu ihm ziehen willst. Und das, obwohl ihr sogar ein und bald 2 Kinder habt. Dass er nicht umziehen kann wegen seines Jobs liegt auf der Hand.

      Du merkst sicher gerade unterbewusst , dass es bei euch nicht so läuft wie es einer guten Ehe und Familie entspricht und fühlst di h deshalb schlecht.

      Mein Rat: deine Kinder brauchen ein tägliches Zusammenleben - zieht zusammen. Ihr seid schliesslich eine Familie.

      • Wo stellt sie denn bitte ihre Eltern über ihren Mann? Weil sie nicht zu ihm ziehen will, weil es ihr wichtig ist die Familie in der nähe zu haben? Dann könnte man genauso gut sagen ihr Mann stellt seinen Job über seine Frau, was auch Schwachsinn ist.

        • Der normale Lauf der Dinge ist, dass man, sobald man eine Familie gründet, d.h. heiratet und ein Kind hat, zusammenzieht - um eben ein Familienleben zu haben. Man will doch auch seinen Geliebten jeden Tag sehen. Tut man das nicht, weil einem die Nähe der Eltern wichtiger ist als die Nähe des Ehemannes und Vater der eigenen Kinder, hat man versetzte Prioritäten und stellt eben doch die Eltern darüber.

          • Nochmal: dann hätte er sich auch nen job in ihrer Nähe suchen können. Es ist nicht der mann der gegen ihre Familie steht, sondern sein Job, und da muss man, je nach Umständen abwägen was wichtiger ist.

            • Noch einmal: einen guten Job kann man nicht fallen lassen, deshalb kann der Mann nicht zu ihr ziehen - es sei denn, er ist durchgeknallt .

              • Ich würde grundsätzlich meine Familie über meinen Job stellen, aber ok, da kann man unterschiedlicher Einstellung zu sein.
                Jemanden deshalb als "durchgeknallt" zu bezeichnen sagt aber schon einiges über dich aus.

                • Jetzt hast du mich schon zum 2.mal beleidigt - was sagt mir das über deine Fähigkeit , sachlich zu diskutieren? Richtig, du kannst es nicht. Ich empfehle dir, die Netiquette zu lesen, vielleicht helfen die.

                  Ich jedenfalls ziehe mich jetzt aus jeglicher Diskussion mit dir zurück, so ein Niveau macht kein Spass!

              Naja, man kann aber zumindest aus einem guten Job heraus nach einem anderen guten Job suchen, oder nicht?

              Klar soll er sich nicht arbeitslos melden, aber ich finde es durchaus merkwürdig, dass man den Gedanken, sich umzuorientieren um seiner Familie willen, nicht zulassen kann.

              • Seh ich genauso.

                Es ist vielleicht nicht immer leicht, sich umzuorientieren, aber möglich ist es.

                Ich hätte zb lieber einen Job bei dem ich nicht das Maximum an Gehalt rausholen kann, dafür aber in der Nähe meiner Familie bin, als einen besser bezahlten weiter weg. Das ist halt eine frage der persönlichen Prioritäten und kann jeder für sich selbst entscheiden, solange man innerhalb der Beziehung / Familie eine Lösung findet, mit der beide Seiten einverstanden sind.

                Eine pauschale Lösung gibt es jedenfalls nicht.

(17) 24.09.15 - 07:00

Hallo!

Na, wenn es danach geht seine Familie um sich herum zu haben......wäre ich wohl mit meinem Mann niemals zusammen gezogen. Wir mussten auch desöfteren umziehen und da er einfach den besseren Job hatte, steckte ich zurück, bzw. habe das auch gern gemacht. Wir kämen nie auf die Idee es absichtlich so zu machen wie ihr, wegen Oma und Opa in der Nähe. Da würde bei mir der Mann einfach vorgehen weil ich mit ihm ja nunmal Kinder habe und mit IHM mein Leben verbringen möchte. Meine Eltern wohnen auch ca. 250km weit weg. Wir telefonieren oft und mal besuchen wir sie, oder sie uns. Ich liebe meine Eltern auch sehr. In den Sommerferien verbringe ich meistens mit Kind zusammen eine Woche bei ihnen.

Das ist dann nunmal so, wenn Mann/Frau woanders arbeitet.

Nur das Wochenende zu haben und den Urlaub....denkbar wenig Zusammen, wenn man bedenkt das man dies auch leicht ändern könnte. Einen wirklichen Alltag habt ihr noch nie zusammen erlebt?!
Bisher war das ja anscheinend für alle ok.
Jetzt bist du damit nicht mehr zufrieden. Ob es die Hormone sind oder nicht kann dir keiner sagen. Das wirst du merken wenn deine Schwangerschaft vorbei ist. Bis dahin würde ich auch erstmal abwarten.
Dein Mann hat auf jeden Fall den einfacherern Part, er trägt zum Familienleben ja nicht so wirklich viel bei. So sehe ich das zumindest.

Wir sehen uns auch momentan wieder nur am Wochenende und wir finden das blöd. Allerdings wird sich das wieder ändern, da mein Mann dann auch Homeoffice machen kann. Mein Mann sagt ganz klar, das er nicht nur arbeitet, sondern auch eine Familie hat mit der er gerne zusammen sein möchte und das nicht nur am Wochenende.

Hat dein Mann das verlangen nicht?! Ich meine du bist Schwanger und er bekommt davon ja auch nicht allzuviel mit. Deine Tochter sagt auch deutlich das sie ihn vermisst ....stört euch das nicht?!

Er könnte natürlich auch zu euch ziehen, dann müßte er sich einen Job bei euch suchen. Vielleicht schlechter bezahlt.....da müßte man dann wohl Einschränkungen in Kauf nehmen. Kommt darauf an ob man mit weniger Geld auskommt.

Also so gesehen habt ihr Möglichkeiten die Situation zu ändern.

Wie gesagt, abwarten was die Zeit bringt und wenn das Gefühl bleibt....tja, dann müsst ihr überlegen wie man das ändern kann.

LG Sonja

(18) 24.09.15 - 10:01
ganz gern allein

Hallo,

auch wir leben eigentlich seit unserem Kennelernen in einer Fernbeziehung, weil mein Mann auf Montage ist. Mittlerweile sind wir 16 Jahre verheiratet. Ich persönlich bin mit diesem Lebensmodell sehr einverstanden, und es könnte noch lange so weitergehen. Allerdings haben wir nur ein Kind, und das ist aus dem Gröbsten raus, Pubertät beginnt langsam. Ich hoffe aber, dass er so lieb und pflegeleicht bleibt. Wir telefonieren abends, und die Wochenenden und Urlaube verbringen wir zusammen, für uns perfekt. Unser Kind kennt es nicht anders, und ich denke, er kann gut damit umgehen. Wir hatten mal eine "Probezeit", da ist mein Mann jeden Tag nach Hause gekommen, durch Überstunden und lange Fahrzeiten war DAS Stress für uns alle.

ABER, wir haben nur ein Kind. Bei zweien sähe das auch bei uns lange nicht mehr so rosig aus. Zudem habe ich sehr flexible Arbeitszeiten, da kann ich trotz Vollzeit die Betreuung gut organisieren. Familie habe ich keine (mehr).

An Deiner Stelle würde ich über einen Umzug zu Deinem Mann nachdenken. Einen gut bezahlten Posten gibt man nicht so leicht auf. In die Kinderbetreuung/-erziehung kann er sich ebenfalls einbringen. Deine Kinder könnten dort von Anfang an in Kiga und/oder Schule ohne, dass ihr noch einmal wechseln müsst.

Viele Grüße

Hallo

Warum meinst Du, dass sei alles "sonderbar" (wie Dein Nick verrät)? Warum meinst Du, es sei die rationalere Entscheidung, alles so zu belassen? Dann würde ja ein Grossteil der Paare/Familien, die zusammenleben, das aus einer gewissen Irrationalität tun?

Irgendwie scheint es sich die Menschheit ja so entwickelt zu haben, dass das Zusammenleben als Familie eine der bevorzugten Lebensformen geworden ist. Und damit meine ich nicht, dass man als Erwachsener noch mit seinen Eltern wohnt, sondern mit dem Vater/der Mutter seiner Kinder. Natürlich muss es nicht so sein. Oder manchmal kann es nicht so sein, weil die Umstände es nicht zulassen. Aber ich denke, bei Euch würden es ja gehen.

Also sortiere einfach Deine Prioritäten. Und dann sprich noch einmal mit Deinem Mann. Seid offen und spielt die Szenarien durch. Warum meint Dein Mann, alles sei wieder "normal" nach der Geburt? Wie kann er denn jetzt schon wissen, was "normal" ist an einem Leben mit zwei kleinen Kindern? Ich wäre mit solch einer Antwort alles andere als zufrieden, ich finde sie sogar recht befremdlich, denn er scheint sich sehr aus allem herauszuhalten. Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung...

LG amelienothomb

(20) 24.09.15 - 10:50

Hallo,

das ist doch kein Familienleben#kratz

Stört es deinen Mann nicht das er so wenig von seinen Kindern mitbekommt #kratz ihr solltet auch an die Kinder denken und nicht nur an euch, du sagst ja selber das eure Tochter oft ihren Vater vermisst , ich finde das schon egoistisch von euch.

Mein Bruder hat auch eine Fernbeziehung geführt über 500km und hat zwei Kinder ein Haus gebaut und er hat alles versucht um bei seiner Familie ein Job zu finden...über 2 Jahre hat das gedauert...aber es hat sich geloht , denn endlich bekommt er alles mit was er vorher bei seinen Kindern nicht mitbekommen hat...er will sie aufwachsen sehen....und das kann man nun mal nicht wirklich wenn man mal für zwei Tage da ist.

Lg

(21) 24.09.15 - 11:27

Hallo Ina,

Entscheidungen sind dazu auch da, nach einiger Zeit überdacht zu werden, wenn sich die Faktoren eben ändern und das tut es sich ja, es kommt Nachwuchs.

Was spricht dagegen, dass Du mit den Kindern zu Deinem Mann ziehst? Alternativ, Dein Mann sucht sich einen Job bei Euch und Du gehst Teilzeit arbeiten, so dass ihr Beide zusammen wohnen könnt. Ich finde, gerade mit Kindern (da macht es für mich keinen Unterschied ob 1 oder mehr) ändert sich doch alles und den Wunsch Deines Kindes, den Vater mehr zu sehen, muss er doch auch verspüren...

Größtenteils habe ich die letzten Jahre auch mehr oder weniger allein erziehend verbracht über die Woche, da mein Mann oft beruflich unterwegs war, aber in Zeiten, wo unser Kind krank war, war er hier, hat sich frei genommen, so dass nicht alles auf meinen Schultern gelastet hat. Und um so älter unser Kind wurde, hat sie meinen Mann auch immer mehr in die Verpflichtung genommen, fand ich auch sehr gut, weil das hat deren Beziehung sehr gestärkt.

Ob hormonell bedingt oder auch nicht, Du bist unzufrieden derzeit und ich finde, es legitim, dass man sich dann zusammensetzte und nach neuen Möglichkeiten sucht.

Liebe Grüße
Joana

Es kann durchaus sein, dass deine Einstellung gerade wegen der Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt etwas ins Wanken gerät. Vielleicht normalisiert sich danach tatsächlich alles.

Mein Mann und ich führen jedoch ein ähnliches Beziehungsmodell und ich muss sagen, dass sich die Einstellung auch im Laufe der Jahre durchaus ändern kann. Ihr entwickelt euch als Paar, als Familie, ihr bleibt ja nicht auf dem gleichen Stand wie vor ein paar Jahren. Es kann durchaus sein, dass du dich auch emotional entwickelst und du dir deswegen vielleicht unabhängig von deiner Schwangerschaft eine Veränderung wünschst.

Lass das Baby erstmal zur Welt kommen, finde dich die ersten paar Wochen ein und dann horche noch mal in dich hinein. Verspürst du dann immer noch den dringenden Wunsch, eure Familie zusammen zu führen, dann sprich mit deinem Mann.

Ein gutes Gehalt alleine wiegt keine Wochenendbeziehung, doppelte Haushaltsführung und die Fahrtkosten auf. Vielleicht kann er, wenn er wirklich aktiv sucht, ein ähnlich attraktives Jobangebot in der Nähe finden. Wenn ihr bislang nicht gesucht habt, dann könnt ihr auch nicht wissen, ob sich nicht vielleicht doch mal eine Chance auftut. Und wie gesagt, Geld ist nicht alles...

(23) 24.09.15 - 12:57

Hallo,

ich nehme mal an, dass der gutbezahlte Job Deines Mannes kein Job ist, wo er täglich um 16.00 Uhr zu Hause ist. Daher wäre für mich entscheidend, wie viel "Familienzeit" Ihr überhaupt durch einen Zusammenzug gewinnen könnt.

Unter diesem Gesichtspunkt würde ich dann neu entscheiden. Allerdings sehe ich es so, dass ein gutbezahlter Job in der heutigen Zeit mehr wiegt, als die Familie in der Umgebung. Man kann ja "Unterstützung dazukaufen - in Form von Putzfrau, Babysitter etc. mit dem eingesparten Geld der zweiten Wohnung.

Allerdings kann die Beziehung nur am Wochenende die Partnerschaft wirklich frisch halten. Ich habe, als meine Kinder noch klein waren, die ersten sechs Jahre den Sommer über immer auf unserem Zweitwohnsitz am Land verbracht. Mein Mann kam nur das Wochenende. Der Zweisamkeit hat es immer gut getan ....

lg
giersch

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