Neuer Freund wirft mir Alkoholproblem vor

    • (1) 25.09.15 - 12:35
      besserinschwarz

      Hallo, wie der Titel schon sagt hab ich ein Problem mit meinem neuen Partner oder er, besser gesagt mit mir.
      Wir sind jetzt seit knapp einem halben Jahr zusammen und beide Mitte 20. Er ist, was Alkohol angeht völliger Abstinzler, er trinkt wirklich garnichts. Grund ist, er kommt aus einer Familie in der Alkohol wohl Thema war aber er erzählt auch nicht viel darüber.
      Jedenfalls haben wir in letzter Zeit ständig Streit wegen meinem Alkoholkonsum den er als Problem ansieht. Ich gebe zu ich geh an den Wochenenden auch mal ganz gern mit meinen Mädels feiern und dann trinken wir auch was. Auch trinke ich in geselliger Runde mal ganz gern das ein oder andere Glas Wein oder im Sommer zum Grillen das Bier. Ich selbst finde mein Trinkverhalten als völlig normal, ich mag es auch manchmal angetrunken zu sein und dann gehen wir die Nacht durchtanzen, das machen wir nun einmal so bei uns im Freundinnenkreis. Aber wir passen auch aufeinander auf das nie jemand zu viel trinkt oder abstürzt und das ist auch nicht jedes Wochenende der Fall. Jedenfalls bis zu meinem neuen Freund, hätte ich nie gedacht das mir irgendwer Probleme mit Alkohol unterstellt und ich finde ich hab auch keine. Mein Freund fordert jetzt von mir, ich solle das Trinken grundsätzlich sein lassen zum Beweis das es auch ohne geht. Aber ich will das garnicht, weil ich halt nicht einsehe wo das Problem sein soll. Auch hat er mir beim etzten Streit deswegen an den Kopf geworfen das ich zu einer Suchtberatungssstelle soll.
      Ich bin ziemlich traurig weil ich ihn sehr gern hab. Ich möchte mir aber auch nicht vorschreiben lassen wie ich mich verhalten soll wenn ich unterwegs bin oder Probleme einreden lassen wo meiner Meinung nach keine sind. Wie kann ich ihn da erreichen?? Auf mich hört er garnicht.

      • Vermutlich kannst du nur sehr wenig machen. Wenn dein Freund eine alkoholbelastete Familie / Vergangenheit hatte und deswegen abstinent lebt, könnte das Thema Alkohol bei ihm traumatische Belastungen hinterlassen haben. Wahrscheinlich kann er mit dem Thema Alkoholgenuss nicht umgehen und wird es auch in Zukunft nicht lernen können.

        Dass du dich nicht einschränken lassen willst, kann ich sehr gut verstehen. Mir ginge es genauso und ich würde genauso wie du trotzdem mit meinen Freundinnen feiern gehen wollen.

        Ich befürchte, dass du dich wirst entscheiden müssen. Entweder beendest du die Beziehung oder du lässt dich darauf ein, musst dann aber mit den Einschränkungen durch ihn leben. Meiner Ansicht nach müsste eher dein Freund sich einer Therapie unterziehen als du. Vielleicht könnt ihr gemeinsam eine Suchberatungsstelle aufsuchen, sodass man ihm dort erklärt, dass dein Trinkverhalten vollkommen normal ist. Ich bezweifle jedoch, dass das dauerhaft etwas ändern wird.

        Hallo #winke

        Ich kann jetzt nichts genaues zu deinem Trinkverhalten sagen, dass sollten die Menschen in deinem Umfeld tun.

        Aber ich kann deinen Freund schon ein wenig verstehen. Mein Großvater war Alkoholiker, was er lange verbergen konnte. Ich war am Wochenende oft bei ihm. Ich wurde geschlagen und sexuell missbraucht. Daher trinke ich auch absolut gar nichts und habe ein Problem damit, wenn er mal ein Glas zu viel trinkt und "beschwippst" ist. Aber ich habe ihm erklärt, warum das so ist. Und vielleicht ist es für euch beide ja möglich, dass du ihm zeigst, dass du z.B. für 4 Wochen mal nichts trinkst, er dir dann aber im Gegenzug dafür auch erzählt, was damals vorgefallen ist.

        Ich hoffe, dass hat dir etwas weiter geholfen :-)

      Ohne Frage, für jemanden, der nichts trinkt, ist selbst ein Glas schon zuviel......(das ist leider so, kann man nicht von der Hand weisen...)
      Das mal ganz vorne weg....
      Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass jemand eine Suchtberatungsstelle vorschlägt, wenn man am Wochenende mal was trinkt, ist eher skuril....
      Zu fordern, damit aufzuhören, eher eine Farce.....

      Frag Dich grundsätzlich mal, ob Du Dir sowas in Zukunft antun willst, dass Dich jemand massregelt und Dir vorschreibt, was Du zu tun hast.

      Einen *Beweis* wirst Du ihm nicht erbringen, wenn Du für eine Zeit nichts trinkst.Der Druck wird wohl eher schlimmer, wenn Du eine Zeit nichts trinkst, und dann mal wieder feiern gehst....

      Erreichen in dieser Meinung und in seinen Aussagen wirst Du ihn nicht. Die Meinung ist manifestiert.....Da kannst Du machen was Du willst, es wird immer falsch sein.

      In diesem Sinne.....mach Dir lieber Gedanken, wie Deine Zukunft mit so jemandem aussehen soll, bevor Du Dir Gedanken machst, wie Du ihn erreichen kannst.

    • (7) 25.09.15 - 12:55

      Ich war auch mal mit einem Abstinenzler zusammen, der niemals Alkohol trinkt. War kein Problem, ich musste mir nie Vorwürfe anhören. Und mein Trinkverhalten ähnelt Deinem, in Gesellschaft, mal am Wochenende, zu Anlässen gibt es durchaus mal ein Glas. Oder zwei, drei. Kommt schon mal vor.

      Bei Euch sehe ich das Problem, dass er von Dir etwas erwartet, was Du nicht freiwillig tun möchtest. Ob das nun Alkohol oder ein anderer Anlass ist, er sieht ein Problem und will, dass Du auf für ihn angemessene Weise darauf reagierst. Das geht in einer Beziehung grundsätzlich schief, meine ich. Man kann nicht seine Vorlieben auf andere übertragen und diese einfordern.

      Klar, Du kannst mit ihm zu einer Suchtberatungsstelle gehen, wenn es Dir zu bunt wird. Ich persönlich würde ihm aber sagen, er soll entweder aufhören, mich mit dem Thema zu nerven, oder seine Konsequenzen daraus ziehen, dass ich mein Verhalten nicht ändern werde.

      Nach einem halben Jahr schon solchen Stess, da hätte ich keine Lust drauf.Er fühlt sich im Recht und meiner Meinung nach wird er davon nicht einen Millimeter abweichen. Er sollte mal seine Kindheitstrauma aufarbeiten. Ich wäre weg, weil ich mir ungern Leben diktieren lasse.

      (9) 25.09.15 - 13:21

      Wäre es vielleicht für euch beide ein Ansatz gemeinsam zu einer Beratungsstelle zu gehen?

      Du könntest dir von den Experten "Rückendeckung" zu deinem Trinkverhalten holen und deinem Freund vielleicht eine andere Sicht der Dinge zeigen.

      Und! eventuell findet er mit diesem(n) Besuch(en) einen Zugang zu seinen Problemen, die er scheinbar aus seiner alkoholbelasteten Familie mitgenommen hat und kann dort für sich auch Einige bearbeiten?

      Beiden wäre geholfen und anstatt das Thema euch weiter trennt, schafft ihr es so aus der Welt und rückt vielleicht näher?

      Gute Grüße,

      Vitasia

      #augen Mit so jemandem könnte ich nicht zusammen sein. Für mich gehört der Alk zum Feiern dazu und ich finde es schrecklich wenn jemand versucht mir zu sagen was ich tun oder lassen soll. #aerger Du bist erwachsen und so lange du nicht jeden Tag mit ner Fahne durch die Gegend torkelst, solltest du es es unter Kontrolle haben. Er ist halt übersensibel wegen seiner Familie. Das kann ich sogar verstehen, aber sag ihm, du lässt dir von ihm nichts reinreden. Ende.

      Hi,

      mein Mann trinkt krankheitsbedingt auch keinen Alkohol und ehrlich...ich habe mich angepasst, nicht weil ich mußte sondern es ist einfach passiert. Sicherlich trinke ich " mal" etwas aber braucht man es wirklich in geselliger Runde?
      Vielleicht liegt es am Alter, das man mit mitte 20ig mit Alkohol mehr Spaß hat oder dann als Spaßbremse bei den Freunden ist.

      Warum braucht man Alkohol um Party zu machen und die Nacht durchzutanzen?
      Ich jabe früher in dem Alter mit Freunden NIE etwas getrunken, da ich Auto gefahren bin und somit immer wußte, das ICH noch nach Hause komme#schwitz#rofl Spaß hatte ich trotzdem.....

      Wer sich aber mit Händen und Füßen wert, das er seinen Alkohol benötigt, obwohl man weiß, das der Freund ein Problem damit hat.....frage ich micht, wer hier wirklich das Problem hat#gruebel

      lg
      lisa

      • (12) 25.09.15 - 14:18

        Hallo,

        naja, ich weiß nicht ganz, ob das freiwillige Verzichten gleichzusetzen ist mit erzwungenem.

        Mir ist klar, wie Dein Beitrag gemeint ist. Vor allem, weil ich auch sehr wenig trinke. Aber wenn ich Gusto auf ein Gläschen habe, dann gönne ich mir eines oder zwei.
        Diese Wahl hat die TE dann ja nicht.

        LG
        Karin

        • (13) 25.09.15 - 20:45

          Kann sie keine Kompromisse schließen, wenn sie weiß, wie wichtig es ihrer " großen" Liebe ist?
          Vielleicht nicht auf 0% reduzieren aber " reduzieren, ihm ein Angebot machen, ihm entgegen kommen.....aber ihr scheint der Alkohol dann doch wichtiger zu sein.

          • (14) 26.09.15 - 10:31

            Das ist es ja, ich habe herausgelesen, dass reduzieren für ihn auch zu wenig ist. Ich würde mir nicht vorschreiben zu lassen, überhaupt nichts mehr zu trinken.

            Aber vielleicht mag die TE noch ihren Senf dazu geben?

      (15) 26.09.15 - 12:00

      "mein Mann trinkt krankheitsbedingt auch keinen Alkohol und ehrlich...ich habe mich angepasst, nicht weil ich mußte sondern es ist einfach passiert. Sicherlich trinke ich " mal" etwas aber braucht man es wirklich in geselliger Runde?"

      Ob man das braucht, steht doch hier gar nicht zur Debatte. Du trinkst freiwillig so gut wie keinen Alkohol mehr...und das ist vollkommen ok, aber es ist eine komplett andere Ausgangssituation. Die TE möchte gerne weiterhin Alkohol trinken...und das ist einzig und allein IHRE Entscheidung. Wenn das ihrem Freund nicht passt, ist das sein Problem - und sie definitiv die falsche Frau für ihn (wie umgekehrt übrigens auch).

Top Diskussionen anzeigen