ich habe wohl die familie zerstört/abtreibung

    • (1) 12.10.15 - 14:16
      kaputtgemacht

      hallo zusammen,

      vor 1 jahr war ich schwanger, mein mann wollte das kind nicht. er wollte keins mehr. ich war eigentlich auch durch mit dem thema, trotzdem dachte ich immer ich würde das nie fertigbringen, abzustreiben.

      ich habe versucht mit ihm zu reden, irgendetwas positives abzugewinnen, unterstützung, aber 1 tag vorm termin (den man hätte absagen können) hat er mich in einem satz so angeraunzt, dass mir klar war, so geht es nicht, es muss weg. bei so einem mann.

      ich konnte mich nicht durchsetzen das kind zu behalten, bin aber auch aus vernunftsgründen froh, vielleicht bald nur alleinerziehende mutter von 2 kindern zu sein und nicht von 3en.

      mein mann sagte zwar, er würde uns nicht verlassen, wenn ich mich für das kind entscheiden würde, aber es würde nicht schön werden. mein mann läßt sich seit jahren gehen, er hätte sich hauptsächlich kümmern müssen denn er ist zu hause und ich gehe arbeiten. wäre es andersrum, wäre es ihm vielleicht auch eher egal gewesen.. dann hätte ich ja die arbeit. ich weiß nicht. j

      jedenfalls habe ich abgetrieben und gemerkt ich liebe meinen mann nicht mehr, es hat sich so rangeschlichen und nun ist es eigentlcih wirklich klar. dennoch sträube ich mich, den letzten schlussstrich zu ziehen, alleine zu sein ist nicht wovon ich geträumt habe. eine familie kaputt zu machen ebensowenig. einen menschen den ich mal geliebt habe fallen zu lassen, nun ja er hat natürlich seinen beitrag geleistet aber verdient hat ers irgendwie trotzdem nicht.

      ich dachte immer, eine intakte familie kommt auch mit einem kind mehr klar. und nun ging der schuss nach hinten los. ich dachte er ist weg, wenn ich das kind bekomme oder ich schmeisse ihn raus. nun ist das kind weg und die restsympathie ebenfalls.

      scheiße ich heule gerade nur noch. ich bin total alleine hier in der stadt. vor 15 jahren aus der heimat weg (600 km) ein paar freunde aberu nichts unersetzbares, in der heimat sind auch nur wenige übrig und der kontakt hat sich in den jahren verlaufen...

      oh mann was für eine schwere zeit. vielelicht kann mich ja jemand verstehen oder hat ähnliches erlebt.

      lg

      • (2) 12.10.15 - 14:23

        hey
        jetzt lass den Kopf nicht hängen!
        ich meine du bist nicht allein du hast deine Kinder :-)
        wie alt sie die denn?? Kopf hoch!

        weißt wichtig ist wohl zu wissen man hat alles versucht!

        Vielleicht solltest du mal ohne kinder ohne stress in Ruhe mit deinem Mann reden...
        sehen was du vor 15 Jahren gesehen hast ...

        er lässt sich gehen? vielleicht sagst du es ihm mal ...
        ich bin auch so ein kandidat der in einer Beziehung immer gleich zunimmt....

        weiß nicht warum weil ich wohl weniger auf tour bin .. aber ich lasss mich nicht gehen!

        setzt euch hin redet miteiannder! klar abtreibung ist nicht so toll und das das vielleicht auch eine schwer Zeit für dich ist auch klar ... ABer haltet zusammen! VErsucht es zumindest und erklär ihm mal wie sehr es dich verletzt hat!

        • (3) 13.10.15 - 10:59

          hallo,

          vielen dank für deine aufmunternden worte.

          es ist so, dass ich ihm das alles zgesagt habe. er versucht sich anzupassen und zu ändern, aber das ist er nicht. ich will keine nähe mehr mit ihm, keine berührungen.

          er ist ein liebevoller, sorgender vater, also er kocht, umsorgt uns zu hause, aber irgendwie total eigensinnig, eigenbrötlerisch. er lästert über leute, die er nicht kennt. er unternimmt nie was mit anderne, er langweilt mich zu tode. das klingt hart, ist aber so. wir haben keine gemeinsamen interessen und alle versuche ihn vor jahren zu überzeugen dass wir trotz kindern paar bleiben müssen, ging unter oder er versteht etwas anderes darunter.

          ich fühle mich eingesperrt und scheiße, weil ich das gefühl für ihn nicht mehr finde. aber wie würdest du reagieren, wenn dein mann sagt, "ich gehe nur zum hautarzt, wenn wir zusammen bleiben sonst nicht" und der hautarzttermin ist aus zweierlei gründen wichtig. gesundheitlich und auch was den gepflegten eindruck betrifft. verstehst du was ich meine? ich will doch einen mann der sich selbst was wert ist, der aus eigenem antrieb verantwortung übernimmt und was macht. ich brauche kein 3. erwachsenes kind.

          ich muss ihn auch erziehen, also ihm sagen, wenn er mit den kindern zu ungeduldig ist oder schreit, weil er das selbsdt nicht mitbekommt???

          es ist schon sehr verkorkst dennoch freue ich mich über deine lieben worte!

          lg

      Weißt du, und genau aus solchen Gründen bin ich zu 100% gegen Abtreibung, wenn nicht die (körperliche oder seelische) Gesundheit der Mutter durch die Weiterführung der Schwangerschaft ernsthaft gefährdet ist. Frauen meinen, man mache "ein Problem weg", indem man das Kind wegmacht. Aber das Kind ist dann weg, die Probleme bleiben oder werden größer.

      Trenn dich, schreib deine Geschichte auf, lass sie andere lesen und hören. Wenn du nur eine einzige Frau vor der Abtreibung bewahrst, dann hatte die Sache am Ende doch noch was Gutes.

      Wenn du nicht abgetrieben hättest, wäre vielleicht deine Ehe irgendwann zerbrochen. Vielleicht. Vielleicht hätte sich dein Mann auch gefangen und dieses "unerwünschte" Kind mindestens so geliebt wie die anderen beiden - das ist gar nicht so ungewöhnlich. Ganz oft ist das "Unerwünschte" oder "Ungeplante" dann das, das einem bleibt. So ist deine Ehe auch zerbrochen, und du schleppst Schuldgefühle mit dir rum wegen des getöteten Kindes. Verständlich.

      Helfen kann dir wahrscheinlich keiner. Ratschläge geben auch nicht. Die Situation ist beschissen und du wirst sicher durch ein tiefes Tal gehen müssen. Ich möchte nicht mit dir tauschen müssen. Aber du hättest die Situation verhindern können, ...

      Da meinten die Frauenrechtlerinnen, die Freigabe der Abtreibung würde zur Freiheit der Frau beitragen. Das ist aber leider grundfalsch. Im Endeffekt sind die Frauen viel unfreier geworden durch die gesellschaftliche Meinung, Abtreibung sei eine normale Sache wie die Pille oder das Kondom.

      • Da meinten die Frauenrechtlerinnen, die Freigabe der Abtreibung würde zur Freiheit der Frau beitragen. Das ist aber leider grundfalsch. Im Endeffekt sind die Frauen viel unfreier geworden durch die gesellschaftliche Meinung, Abtreibung sei eine normale Sache wie die Pille oder das Kondom
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        Falsch....... Frauen wie DU reden anderen ein schlechtes Gewissen ein. Und wenn es noch im Nachhinein ist. @@@@Aber du hättest die Situation verhindern können..@@@@@ Schnell nochmal nachtreten.

        So einen Quark, den du da von dir gibst. Eine verantwortungsvolle Frau setzt Abtreibung nicht mit Verhütung durch Pille oder Kondom gleich.

        So wie ich es lese, ist nicht das vordringliche Problem der TE, die Abtreibung als solche. Sondern die Reaktion ihres Mannes auf die ungeplante Schwangerschaft. Und wenn man sowieso schon Probleme hat, wie du oben schreibst, ist es sicher auch nicht die Lösung aller Sorgen, noch einen Menschen auf die Welt zu bringen, bevor man das Grundproblem nicht gelöst hat. Die TE hat es sehr gut erkannt - jetzt säße sie mit 3 statt 2 Kindern alleinerziehend da. Was daran besser sein soll, erschließt sich mir nicjt.

        (6) 12.10.15 - 14:45
        immer in schwarz

        "Da meinten die Frauenrechtlerinnen, die Freigabe der Abtreibung würde zur Freiheit der Frau beitragen. Das ist aber leider grundfalsch. Im Endeffekt sind die Frauen viel unfreier geworden durch die gesellschaftliche Meinung, Abtreibung sei eine normale Sache wie die Pille oder das Kondom."

        Dann frag aber mal diejenigen, für die die Entscheidung abzutreiben grundrichtig war.

        Ich will hier keine Diskussionen pro&contra anzetteln, aber jede Frau muss dies für sich und ihre Situation selber entscheiden dürfen.
        Für manche geht es danach nämlich auch gut aus!

      • (7) 12.10.15 - 15:03

        "Aber du hättest die Situation verhindern können, ..."

        Das zu schreiben ist wirklich bodenlos gemein.

        • *** [vom urbia-Team editiert. Eine derartige Grundsatzdiskussion ist hier fehl am Platz. Bitte um etwas Feingefühl für die aktuelle Lage der TE.]

          • Ich würde sagen Du atmest mal schnell in Deine innere Mitte ..... - dies ist wohlwollend gemeint.

            • Du frieda, ich empfinde dienen Beitrag unten und auch diesen hier als ziemlich unverschämt. Vor allem aber empfinde ich es als erschreckend, wenn hier mehrere Teilnehmer derart doof reagieren, nur weil ich schreibe, dass eben Abtreibung keine Problemlösestrategie ist und dass die TE sicher noch längere Zeit durch ein tiefes Tal gehen muss. Genau das meinte ich, ihr tut hier so, als sei Abtreibung halt auch ein ganz normaler Vorgang, nicht angenehm, aber halt manchmal notwendig. Wie ne Blinddarm-OP, vielleicht. Aber das stimmt doch einfach nicht. Eine Abtreibung ist ein massiver Eingriff in das seelische Gebilde einer Frau und sollte NIE, NIE und nochmals NIE vorgenommen werden, ohne dass man sich äußerst ernsthaft überlegt, welche Alternativen es gäbe und ob man das wirklich und ganz sicher mit sich vereinbaren kann.

              *** [vom urbia-Team editiert. Eine derartige Grundsatzdiskussion ist hier fehl am Platz. Bitte um etwas Feingefühl für die aktuelle Lage der TE.]

              • (11) 12.10.15 - 20:14

                frustriert weil es mit dem zweiten bisher nicht geklappt hat?
                das was du hier wieder mal zum besten gibst ist die hinterf... scheinheiligkeit ever und TOTAL am thema vorbei. dieses hat sich dir in deinem hier oft sichtbaren blinden hass nicht erschlossen. du bist eine neidische und frustrierte person, die anderen den dreck unter den fingernägeln nicht gönnt, wenn es der darstellung des eigenen vorzeigelebens dient.

                Du reisst hier eine Abtreibungsdiskussion auf. Thema verfehlt würde ich sagen.

                Klar ist Abtreibung, - und hier bin ich Deiner Ansicht - kein "normaler" Vorgang. Die wenigsten Frauen machen das mal so eben. Ein Eingriff in die Seele der Frau auf jeden Fall - für mich wäre es vielleicht mit 16 eine Option gewesen, danach nicht mehr - selbst bei einer Behinderung meines Kindes. Die Bilder im Kopf, die Du oben versuchtest zu wecken hat jede Frau, welche alleine darüber nachdenkt diesen Schritt zu tun. Davon gehe ich jedenfalls aus.

                Was man mit sich vereinbaren kann? Das vorher zu wissen ist nicht jedem gegeben. Es gibt natürlich Menschen, die in ihrer Selbstgerechtigkeit schwelgen und nie Fehler machen. Fehler haben allerdings ein Gutes - man lernt daraus. Menschen, die für ihre Begriffe nie welche machen lernen deutlich weniger ;-).

                Und ... - das mit dem "in die Mitte atmen" war mit Sicherheit nicht unverschämt. Unverschämt ist Deine Moralpredigt der TE gegenüber. Also: nimm den rektalen Stock und wirf in über Euren Zaun. Steckt nichts im Po ist vorne mehr Platz - #ole

                ...und ja: das war jetzt unverschämt - doch dies Thema betreffend muß man Dir gegenüber dies scheinbar mal sein

          (13) 12.10.15 - 15:18

          Bei meiner Anmerkung ging es nicht um eine Grundsatzdiskussion bezüglich Abtreibung, sondern gemeint war Respekt und Taktgefühl.
          Ich bin Abtreibungsgegnerin, aber einer Frau, die verzweifelt ist, etwas in dieser Form zu schreiben würde ich nie tun und auch Deine Erläuterung, warum Du das trotzdem prima findest, stimmt mich nicht um.

    Das ist aber echt eine sehr spezielle Ansicht #zitter

    Unfreiheit durch Freiheit? Wieviel Dioptrin hat Deine Brille so?

    • Und selbst wenn ich total blind wäre, bliebe ich bei meiner Ansicht, dass Abtreibung und v.a. die gesellschaftliche Akzeptanz von Abtreibung eine suggerierte Freiheit ist. Mir erschließt sich nicht ganz, was das mit meinem Sehvermögen zu tun hat. Eher noch mit deinem Auffassungsvermögen.

      Kennst du wirklich keine Beispiele, wo scheinbare Freiheit plötzlich Unfreiheit bewirkt? Ich versuchs mal:

      -Das Gesundheitssystem der USA: Keiner muss mitmachen, alles ganz frei. Wenn du nicht magst, brauchst du nicht zu bezahlen. Klingt prima. Nun, du bist genau so lange frei bist du ernsthaft krank wirst und deine Behandlung nicht mehr bezahlen kannst. Dann wirst du zum Opfer deiner eigenen freien Entscheidung. Du kannst gar nicht mehr frei entscheiden, ob du dich behandeln lässt oder nicht, ob du am Gesundheitssystem teilhast oder nicht.

      -Die Einführung der Pille war ein Lieblingsthema: Die Frau konnte plötzlich die "freie Liebe" genießen. Klar, die wirklich freie, gefestigte, selbstbewusste Frau schon - nur, wie viele Hausmütterchen, die streng nach Herrchens Pfeife tanzten, standen in den 60er Jahren einer freien Frau gegenüber? Und diese Mütterchen hatten nun ihre Freiheit verloren. Die Freiheit zu sagen: "Ich habe gerade meine fruchtbare Zeit, ich kann keinen Sex haben." oder: "Ich habe meine Tage." (die kann man ja mit Pille bequem verschieben).

      -Die Abschaffung der Wehrpflicht drängt alle Soldaten in eine etwas "seltsame" Ecke. Dabei wären vielleicht viele junge Männer, die ganz gern mal 10 Monate zum Bund gingen, sich aber nicht mehr trauen, weil sie Angst haben, dass ihr Lebenslauf dadurch verpfuscht ist.

      -Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zwingt viele Frauen in ein Rollenbild, hinter dem sie nicht stehen. Wie viele Frauen WOLLEN denn wirklich ihr Kind in die Krippe? Wie viele finden es denn wirklich prickelnd, das Kind kaum zu sehen. Wie viele arbeiten denn nur, weil der Arbeitgeber es schon erwartet, dass man nach einem Jahr wieder bei der Sache ist? Wie viele, weil sie nicht als faul oder altmodisch oder Heimchen am Herd dastehen wollen?

      Ich bin kein Verfechter der Wehrpflicht, habe die Pille jahrelang genommen und gehe gerne zur Arbeit. Die Aufzählung ist wertfrei. Aber ich will illustrieren, dass Unfreiheit durch Freiheit gar nicht so selten ist. Krass, dass dir das völlig neu ist.

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