Freund hat generelle Zukunftsängste

    • (1) 14.10.15 - 11:07

      Hallo zusammen,

      erst wollte ich unter dem unteren Thread "Freund will keine Kinder" posten, aber die Probleme unterscheiden sich dann doch ein wenig. Daher starte ich einfach mal neu und hoffe, dass es einigen von euch ähnlich ergangen ist und ihr ein paar Tipps für mich übrig habt...

      Ich führe momentan auch viele Gespräche mit meinem Freund über unsere Zukunftsplanung, weil ich mir Kinder wünsche, er aber NOCH nicht. Wir sind schon seit über 10 Jahren zusammen und es steht eigentlich fest, dass wir heiraten und eine Familie gründen möchten. Das hatten wir auch gleich zu Beginn unserer Beziehung klar gestellt. Nur je näher wir dem Ganzen rücken, desto mehr Ausreden fallen ihm ein. Es geht aber nicht darum, dass er gar nicht möchte (wie in dem Thread zuvor), sondern dass er JETZT noch nicht möchte. Ich habe das Gefühl, er denkt er bliebe auf ewig 25 #augen
      Ich "warte" somit schon seit bestimmt 3 Jahren konkret auf einen Antrag und sehe eine Freundin, Cousine und Schwester nach der anderen heiraten oder schwanger werden. Der Kinderwunsch wurde ihm zuliebe nun auch schon um 2 Jahre verschoben. Nächstes Jahr wollten wir es nun probieren, doch ihm ist es noch immer zu früh. Und ich bekomme so langsam Angst, dass er es so oft aufschieben wird, bis er irgendwann gar nicht mehr möchte oder wir nicht können #schmoll

      Ich versuche ihm zu erklären, dass er die Liebe meines Lebens ist und ich eine Zukunft mit ihm möchte. Aber dazu gehört für mich einfach auch eine Hochzeit und Kinder. Ich möchte eine Familie gründen. Er sieht das alles angeblich genauso, aber der richtige Zeitpunkt ist sein Problem: Er ist sich mit fast Mitte 30 noch immer zu jung. Er hätte Angst, das Kind später zu bereuen. Er möchte sich nichts von einem Kind verbauen lassen. Wenn ich ihm versuche zu erklären, dass Kinder eine Bereicherung sein können blockt er ab. Er sieht nur das Negative und merkt gar nicht, wie sehr mich das verletzt...

      Hattet ihr auch so ein Exemplar? Wie kann ich ihm begreiflich machen, dass man nicht immer alles so negativ sehen muss? Ich hab schon vorgeschlagen, dass er sich mal mit anderen jungen Vätern aus dem Bekanntenkreis unterhalten könnte. Er glaubt aber, niemand würde ihm "die Wahrheit" erzählen #aerger Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Zu einem Kind zwingen möchte ich ihn ehrlich gesagt doch auch nicht, eine Familie sollten beide gründen wollen... Aber manchmal muss man Menschen vielleicht zu ihrem Glück "zwingen"?!

      Danke #blume

      PS: "Unterjubeln" ginge bei uns nicht - falls die Idee hier aufkommen sollte. Mein Freund muss aufgrund einer Autoimmunkrankheit starke Medikamente nehmen, die vor einem Kinderwunsch dringend 3-6 Monate abgesetzt werden müssen. Außerdem wäre das für mich mehr als nur eine Notlösung´...

      • Er ist sich mit fast Mitte 30 noch immer zu jung. Er hätte Angst, das Kind später zu bereuen. Er möchte sich nichts von einem Kind verbauen lassen. Wenn ich ihm versuche zu erklären, dass Kinder eine Bereicherung sein können blockt er ab.
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        Ich denke, er will keine haben, aber wenn er das so direkt kommuniziert, dann hat er ne riesen Diskussion mit Dir, ebenso das heiraten.
        Überzeugen kannst Du ihn nicht, so eine Entscheidung kommt aus dem Herzen.

        Klar Ansage von Deiner Seite: Kind oder Trennung...mal schauen, was dann passiert. Dann muss er Flagge zeigen.

        Hallo,

        ich fürchte, dass er gar nicht heiraten und Kinder bekommen möchte.

        Er hält dich hin, indem er sagt, jetzt "NOCH" nicht.
        Ich würde ihm ganz klar kommunizieren, dass für dich eine Familie zu deiner Lebensplanung gehört und du bald (Frist z. B. ab Januar) mit der Kinderplanung beginnen möchtest. Dann muss er sich erklären und seine Medis absetzen.
        Wenn er dies nicht tut, weißt du, dass er dich hinhält, Mit Mitte Dreißig sollte man schon wissen, ob man sich Kind(er) in seinem Leben wünscht oder nicht.

        Wobei ich kein Kind mit einem Mann hätte haben wollen, den ich zur Hochzeit und Familiengründung überreden muss.

        Alles Gute

        Nici

        (4) 14.10.15 - 12:02

        Kann auch sein, dass dein Partner zu der Sorte Zögerliesschen gehört, der die Pistole auf der Brust braucht, um in die Gänge zu kommen.

        Wenn du dich damit arrangeieren kannst, dass in eurer Ehe du die Zügel in der Hand hältst: Dann versuche doch den berühmten Wink mit dem Zaunpfahl. Inkl. konkreten Daten und Plänen...

      • Ich habe schon mehrere Geschichten wie deine erlebt und die meisten endeten leider in einer Trennung. Viele Männer wollen nicht heiraten, sich nicht binden und erst Recht keine Verantwortung für Kinder übernehmen. Anfangs ist es noch leicht, alles zu verschieben, man hat ja noch ein paar Jahre und kann seine Liebste immer noch ein bisschen hinhalten. Aber irgendwann drängt Frau immer mehr (die Uhr tickt) und will sich nicht mehr hinhalten lassen. Mann will aber immer noch nicht heiraten und immer noch keine Kinder.

        Heiraten soll man aus Liebe und ein Antrag soll aus Liebe und vor allem freiwillig kommen. Ich finde es schon immer seltsam, wenn eine Frau ihrem Partner jahrelang in den Ohren liegen muss, damit er sich endlich "ergibt" und ihr einen Antrag macht. Will man das auf die Art denn wirklich?

        >> Aber manchmal muss man Menschen vielleicht zu ihrem Glück "zwingen"?! <<

        Ich glaube, dass dein Freund Heirat und Kinder nicht als Glück empfindet, ansonsten hätte er schon längst freiwillig Entsprechendes in die Wege geleitet. Du kannst ihn nicht zu seinem Glück zwingen, weil er Heirat und Kinder nunmal nicht als Glück empfindet.

        (6) 14.10.15 - 12:12

        Also ich bewundere immer wieder die Selbstlosigkeit mancher Frauen. :-D

        Ich habe meinem Mann nach 1,5 Jahren Beziehung (und 3 Jahren Freundschaft ohne Beziehung) gesagt, dass er mich nun kennt und die Qual der Wahl hat. Hop oder Top. Sicherlich nicht megaromantisch, aber ich wusste ganz genau, was ich wollte: Eine Familie gründen. Wenn mein Mann damals andere Pläne gehabt hätte, wären meine Gefühle sowieso abgeflaut und ich hätte mich getrennt. Nie im Leben hätte ich mich 10 Jahre vertrösten lassen.

        Du musst entscheiden, was du willst, wenn du beides nicht haben kannst.

        Wenn du nur mit diesem Mann - komme was wolle - zusammen sein willst, dann musst du damit rechnen, am Ende ohne Kinder dazustehen.

        Wenn du dir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen kannst, dann würde ich jetzt ein klärendes Gespräch suchen. Ich würde erwarten, dass dein Freund sofort abklärt, wie das mit den Medikamenten gehen kann. Und ja, in eurer Situation würde ich auch ein Ultimatum stellen.

        Grundsätzlich kann ich die Ängste deines Freundes verstehen. Wenn ich eine Autoimmunerkrankung hätte, ginge es mir nicht anders. Dann muss man sich aber damit auseinandersetzen, ehrlich zu sich sein und nicht einen Partner auf ewig vertrösten, bis es irgendwann zu spät ist. Trotzdem sehe ich vorrangig dich in der Pflicht, dich um DEINE Wünsche auch zu kümmern. Ich lasse mich nicht gerne hinhalten.

        Grüße
        Luka

      • Darf ich mal blöd fragen, welche Rolle die Autoimmunkrankheit dabei spielt und welche Konsequenzen es hätte, wenn er die Medikamente für mindestens 3 Monate + div. Übungszyklen aussetzt? Im besten Fall geht es in drei Monaten, aber was ist, wenn ihr zwei Jahre dran seid?

        • Tja das noch nicht ganz geklärt. Er hat es noch nicht geschafft, das mit seiner Ärztin abzusprechen. "Mache ich wenn es soweit ist". Er versteht aber nicht, dass das alles evtl. mehr Vorlauf benötigt... Ich gehe davon aus, dass er harmlosere Ersatz-Medis bekommen können wird. Im schlimmsten Fall hat er Schmerzen, was ich aber wirklich vermeiden möchte #schmoll

      (9) 14.10.15 - 13:19

      In eurem Fall würde jetzt auch ganz klar auf ein klärendes Gespräch bestehen. Denn mal abgesehen von "er will, er will nicht" muss ja eure Familienplanung genau geplant werden. Er wird ja die Medis nicht aus jux und dollerei nehmen. Wie lange kann er sie denn für seine Gesundheit ueberhaupt unbeschadet absaetzen, das wird ja nicht ewig möglich sein? Und wenn das max. 6 Monate Vorlauf braucht dann vielleicht noch mal ein Jahr bis es bei dir uberhaupt klappt, dann mögliche Fehlgeburten (sorry aber das muss leider auch bedacht sein) dann muss er mal locker 2 Jahre ohne seine Medikamente auskommen, geht das ueberhaupt?

      Als Laie würde ich mal sagen das ihr so wahrscheinlich eh Kandidaten für eine künstliche Befruchtung währet, damit er schnellst möglich wieder seine Medikamente nehmen kann.

      So oder so müsst ihr reden.
      LG
      Cloti

      • (10) 14.10.15 - 13:30

        Das muss er alles noch abklären, diese Gespräche mit seiner Ärztin schiebt er (wie alles) immer auf. Ende November hat er den nächsten Termin. Habe mich schon angeboten, mitzukommen :-(
        Er wird bestimmt für die Zwischenzeit Alternativ-Medis bekommen, aber ob die auch wirken ist die Frage. Vielleicht wird er Schmerzen haben. Wie lange das dann auszuhalten ist, weiß niemand.

        Ich bin mir durchaus bewusst, dass der Kinderwunsch nicht reibungslos im 1. ÜZ klappen muss/wird. Habe es im näheren Umfeld selbst erlebt. Und das versuche ich ihm auch begreiflich zu machen, im allerfrühesten Fall wäre das Kind im Sommer 2017 da, wenn wir erst nächstes Jahr loslegen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar noch später. Er hätte somit noch genug Zeit... Sollte es nicht gleich klappen, sogar noch mehr. Und für den worst case einer künstlichen Befruchtung wäre meines Wissens nach eine Ehe vorteilhaft. Aber das alles interessiert ihn noch nicht. Er sagt immer, er "macht sich erst Gedanken, wenns soweit ist". Für mich ist es soweit...

    (11) 14.10.15 - 14:14

    >>>Freund hat generelle Zukunftsängste<<<

    Ich sehe da keine Zukunftsängste. Dein Freund will einfach weder heiraten noch Kinder...

    (12) 14.10.15 - 15:04

    Für mich ist ein wichtiger Hinweis seine vehemente Ablehnung bzgl. irgendwelcher positiver Gründe für Kinder. Er sieht wirklich nur das Negative und möchte auch gar nichts anderes hören. Er WILL keine Bereicherung dadurch empfinden, weil Kinder für ihn kein Lebenskonzept sind. Gespräche darüber halte ich auch für sinnlos.

    Du solltest für Dich alleine überlegen, wie lange Du noch abwarten willst. Was den Antrag betrifft: Auch hier scheint er sich nicht binden zu wollen, auch da kommt ja nichts. Und in Eurem Fall würde ich ganz sicher nicht heiraten in der Hoffnung, er ändert seine Meinung zum Thema Kinder.

    Was denkst Du denn bis wann Du ihm noch Zeit geben kannst?

    • Ich werde heute noch einmal mit ihm sprechen... Ob das im Endeffekt sinnlos sein wird, wird sich zeigen. Ich gebe jedoch die Hoffnung noch nicht auf, dass all die Jahre nichts zu bedeuten haben und er einfach begreifen muss, dass die Zeit so langsam reif für den nächsten Schritt ist.

      Wir hatten eigentlich geplant, spätestens ab nächstem Sommer/Herbst mit der Familienplanung zu beginnen. Sprich die Medikamente ab März abzusetzen und dann je nachdem was die Ärzte meinen in 3-6 Monaten loszulegen. Das wird auch mein Ultimatum bleiben.

      Vorher soll er mir aber am besten schon mal sagen, was er wirklich dazu meint. Mich zerreißt die Ungewissheit regelrecht. Dann soll er halt einfach aus "irgendwann" ein "gar nicht" machen, wenn er wirklich keine Kinder will. Dann kann ich mir für mich überlegen, was das wiederum für mich bedeutet... #schmoll In einem Monat hat er einen Arzttermin, und ich auch einen bei meiner Gyn. Dann möchte ich schon mal alle Möglichkeiten für uns abklären, damit wir wissen, was im Fall der Fälle nächstes Jahr auf uns zukommen könnte.

      • (14) 14.10.15 - 15:37

        Ich gebe jedoch die Hoffnung noch nicht auf, dass all die Jahre nichts zu bedeuten haben und er einfach begreifen muss, dass die Zeit so langsam reif für den nächsten Schritt ist.
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        Er muss begreifen....ganz falscher Tenor. Er muss es wollen, er muss den nächsten Schritt wollen und nicht weil Du ihn zwingst.

        Wieso sollten eure Jahre nihcts bedeuten? Heißt Beziehung automatisch heiraten und Kinder? Für dich vielleicht, aber nicht für alle.

        Reden, reden, reden....wird Dich auch nihct weiter bringen! Konkrete Fragen...möchtest Du mich heiraten? Ja oder nein? Möchtest Du ein Kind ja oder nein...ohne aber oder weitere Ausführungen.

        Ist geklärt, dass die autoimmun Erkrankung nicht erblich ist?

        • (15) 14.10.15 - 15:49

          "Er muss es wollen, er muss den nächsten Schritt wollen und nicht weil Du ihn zwingst."

          Genau das meine ich ja. Ich will ihn ja auch nicht zwingen, das hatte ich ja bereits geschrieben... Mit Begreifen meine ich eher, dass er endlich merken soll, wie wichtig das für mich ist.

          Wir haben schon lange über das Thema gesprochen und waren uns einig. Es ist für ihn noch immer klar, mich IRGENDWANN zu heiraten und auch IRGENDWANN Kinder zu bekommen. Konkrete Fragen hat er mir entsprechend beantwortet.

          Ich habe ihn auch lange in Ruhe gelassen, wenig geredet, keinen Druck gemacht. Aber so langsam bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich merke, dass ich meine eigenen Bedürfnisse durchsetzen möchte und nicht immer nur ihm zuliebe alles auf- oder verschieben kann. Das habe ich die letzten Jahre bereits getan.

          • (16) 14.10.15 - 15:56

            Man(n) kann auch konkrete Fragen entsprechend beantworten ohne das es der Realität entspricht und in Ruhe lassen ist nicht gleich in Ruhe lassen nur weil du meinst du würdest es tun da du es mal schaffst ne zeit nicht darüber zu reden.Frau kann auch reden ohne zu reden.

            (17) 14.10.15 - 16:08

            Mit Begreifen meine ich eher, dass er endlich merken soll, wie wichtig das für mich ist.
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            Das wird er wissen, deswegen hält er Dich wahrscheinlich mit schwammigen Aussagen hin, weil sonst bist Du weg...und er findet es ja bestimmt toll mit Dir, nur eben ohne Heirat und ohne Kinder (sehr wahrscheinlich)

      (18) 14.10.15 - 15:44

      Mit "sinnlos" meinte ich, es ist sinnlos, jemanden der etwas partout nicht möchte, dazu zu überreden, es zu mögen. Man kann jemandem nicht hinreden, dass er Lebertran mag. Das funktioniert nicht! Er mag Kinder und möchte selbst welche oder er möchte keine. Dann ist es auch egal, ob er sie mag oder nicht.

      Es spielt auch keine Rolle, wie viele Jahre es schon zusammen gab. Es soll genug Männer geben die mit Mitte 30 merken, sie haben einfach nur nicht die richtige Partnerin gehabt, mit der sie Familie haben wollten. Du darfst nicht davon ausgehen dass es nur einen Grund gibt, warum er sich so sperrt. Vielleicht ist es auch seine Erkrankung? Mit Begriffsstutzigkeit hat das wenig zu tun, wenn er nicht will.. er weiss ja, er kann auch in 10 Jahren noch Kinder zeugen.

      Was Du auf jeden Fall heraus finden kannst ist, was er wirklich denkt. Das solltest Du auch tun.

      • Ja aber er möchte ja nicht partout keine. Das ist es ja! Wenn er wenigstens sagen würde, er möchte nie Kinder, und nie heiraten, dann wüsste ich doch, woran ich bin. Aber er vertröstet mich. Er sagt so viele nette Sachen, ich wäre seine große Liebe, seine Traumfrau, und NATÜRLICH möchte er mich heiraten und Kinder bekommen, aber über die konkrete Umsetzung möchte er sich noch keine Gedanken machen. Und das ist eben das, was mich verletzt. Ich fühle mich warmgehalten und nicht ernst genommen.

        Die Erkrankung ist kein Grund für ihn.

        Danke, das werde ich auch tun... #blume

        • (20) 14.10.15 - 15:58

          "Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden."

          Natürlich sagt er nicht, er will gar nicht, dann wärst Du doch längst weg. :-) Es ist menschlich, sich nicht auf ein ultimatives Nein festzulegen, wenn man die Konsequenz daraus nicht ertragen möchte.

          Ganz ehrlich, ich wünsch Dir wirklich, dass Du heute Abend klare Aussagen bekommst.

(21) 14.10.15 - 15:13

das sind keine zukunftsängste, der hat schlicht keinen bock. und da er dich aber behalten will hält er dich hin bis es zu spät ist.
v

(22) 14.10.15 - 15:23

Habt ihr euch schon exzessiv als Babysitter im Freundeskreis betätigt? Öfter mal ein WE ein Kleinkind "ausleihen" damit er eine vage Vorstellung davon bekommt, wie es mit Kind sein könnte. Wenn ihn dann das frühe Aufstehen schon annervt oder das Unterhaltungsprogramm mit Kind, wisst ihr immerhin Bescheid, dass sich seine Meinung hierzu wohl nicht mehr ändern wird.

Hast du dich angesichts seiner Medikation schonmal kundig gemacht? Man kann ja schlecht argumentieren, wenn man keine Informationen hat. Ich würde wohl einen Arzt aufsuchen, das Problem schildern und mir die mögliche Vorgehensweise erklären lassen bzgl. absetzen der Medikamente, mögliche Verschlimmerung der Symptome etc.

Vielleicht lässt er sich mit einigermaßen positiven Prognosen eher zu einem Arztbesuch bewegen.

Denn wenn ihr jetzt noch ewig weiter wartet, er am Tag x dann doch zum Arzt geht und dieser ihm ein Horrorszenario präsentiert mit gruseligen Symptomen, Schmerzen oder was auch immer, kann es trotz vorher guter Absichten sein, dass angesichts dessen einen Rückzieher macht und das Risiko nicht eingehen will. Dann stehste da, obwohl er grundsätzlich doch ein Kind gewollt hätte.

Ich glaube, es hilft nur Pistole auf die Brust setzen. Arzt aufsuchen und das Vorgehen abklären. Ist die Krankheit eigentlich vererbbar?
Und dann eine Entscheidung einfordern.

  • (23) 14.10.15 - 15:42

    Wir haben leider nur ein absolutes Problemkind in der Familie. Also absolut untauglich als "Versuchskaninchen". Das Kleinkind einer Freundin findet er dagegen unglaublich toll, da fielen auch schon Sätze wie "wenn wir wüssten, dass wir auch so ein Kind bekämen, dann sofort!" #schock Leider wohnen es 700km weit weg...

    Ich hab bereits versucht, mich wegen den Medis zu erkundigen. Ist aber schwierig. Auskünfte seitens des Herstellers usw. bekommen fast nur Ärzte. Und dort geht er immer alleine hin und "vergaß" bisher nachzufragen. Aber eigentlich hat er mit hoch und heilig versprochen, das Thema nächsten Monat wirklich anzusprechen.

    Und um das klar zu stellen: Ich möchte auch nicht, dass er leiden wird. Das muss man alles abwägen, aber dazu muss man eben erstmal fragen... Ein Horrorszenario wünsche ich mir genauso wenig wie er.

    Es ist eine nicht lebensbedrohliche Kombi-Erkrankung und unbedingt vererbbar, glaube ich. Man kann die Veranlagung zu einem geringen Prozentsatz weitervererben, aber auch dann muss es nie ausbrechen. Aber auch das sollte er schon seit längerem bei der besagten Ärztin in Erfahrung bringen...

    • (24) 14.10.15 - 15:56

      Ok, dann hatte ich diese Aussage falsch gedeutet. Für mich hörte es sich.fast so an, als würde der gesamte Umkreis eine Familie gründen.

      ............und sehe eine Freundin, Cousine und Schwester nach der anderen heiraten oder schwanger werden.....

      • (25) 14.10.15 - 16:56

        ...alles in der Nähe heiratet eher, bis auf das besagte eine Kind. Eine ist momentan schwanger. Die anderen Familien wurden leider weiter weg gegründet. Da ist "ausleihen" eben etwas schwieriger, aber er bekommt schon einiges vom Alltag mit.

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